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Sonntag, 15. Mai 2016

Nunuk, Karlsruhe, 14.05.16

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Konzert: Nunuk
Ort: Kohi in Karlsruhe
Datum:14. Mai 2016
Dauer: etwa 70 min
Zuschauer: knapp 40



Nunuk waren schon vor etwa einem Jahr (am 11. April 2015) in Karlsruhe zu Gast gewesen. Damals in Tom Bollers Werkstatt noch als Duo und in der Ausprobierphase. Sie erzählten gleich zu Beginn des Konzertes im Kohi Freude strahlend, dass genau an dem Abend in Karlsruhe endgültig die Entscheidung gefallen war, ab sofort als Quartett weiter zu machen. So gehört neben dem Kopf Jenny Thiele (Köln) nun Lucia Fumero (Rotterdam) zum Ensemble Nunuk (vor allem an den Tasten) zusätzlich zu Irene Novoa (Rotterdam, vor allem Synthies) und dem ewigen unsichtbaren dritten Julius Oppermann (Köln, Drums). Ehrensache, dass zu gegebener Zeit auch alle drei Bandmitglieder in den Gesang einstimmen was sich echt toll anhört.


Ins Kohi hatte mich die Neugier geführt. Die Musik auf youtube klang frisch und die Kombination fand ich interessant. In der Band sind ja u.a. zwei Spanierinnen beteiligt (aus Madrid und Barcelona). Tatsächlich zeigte sich die Performance hochgradig eingespielt und ich fand die musikalische Breite beeindruckend. Zwischen ordentlich Bumms und sehr gefühlvollen Nummern mit zum Teil wunderbar poetischen Texten war alles dabei und ist dann wohl auch so auf dem kurz vor der Veröffentlichung stehenden Album Tearin' down walls zu hören. Am meisten in Erinnerung geblieben sind mir zwei Cover, nämlich Was there nothing von Ásgeir (*) und Stadtrandlichter von Clueso. Außerdem Überall zugleich mit seiner flirrenden Stimmung am Anfang und der Explosion vor dem letzten Drittel. Und das wunderbar beschwingte Alles & Nichts.


Für meinen privaten Geschmack war der Fokus aber etwas zu sehr auf Pop und die damit versprochene heile Welt, die mir auf Dauer etwas zu wenig und zu glatt ist. Andererseits fand ich es toll, hier eine wirklich wohltuende Dynamik von drei Frauen zu erleben, die wohltuend wenig mit dem zeitgleich stattfindenden ESC-Spektakel zu tun hat und radelte deshalb anschließend beschwingt nach Hause

(*) dessen erstes Deutschlandkonzert in Karlsruhe stattfand.


Setlist:
01: Tearin' down walls 
02: The fighter 
03: Philosophenfrühstück pt. 1 
04: Alles & Nichts 
05: Stadtrandlichter (Clueso-cover) 
06: Aarhus 
07: Was there Nothing (Ásgeir-cover) 
08: Haus 
09: Philosophenfrühstück pt. 2 
10: Überall zugleich 
11: Sky 
12: Bergauf 

13: Zwischen Welten (Z)
14: Driving Home (Z)



Tourdaten:
28.04. Schützi, Olten
29.04. La Catrina, Zürich
30.04. Kulturhaus Rose, Stein
02.05. Hauskonzert, Oberlauterbach
03.05. Speyer, Eckpunkt
04.05. Kurzbar, Mannheim
05.05. Salon Schmitz, Kaiserslautern
06.05. Musikantenbuckl, Oberotterbach (Pfalz)
07.05. Susi "Café", Freiburg
11.05. Wagenhallen, Stuttgart
12.05. Variobar, Olten
13.05. Barakuba, Basel
14.05. Kohi, Karlsruhe
19.05. Stadtklang, Düsseldorf
26.05. Sissikingkong, Dortmund
27.05. Grounds, Rotterdam
29.05. Yuca, Köln (Official Release Concert)
03.06. Becker&Funck, Düren

Sonntag, 1. Mai 2016

Birdeatsbaby, Karlsruhe, 09.04.16

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Konzert: Birdeatsbaby
Ort:  KOHI in Karlsruhe
Datum: 9. April 2016
Dauer: 65 min
Zuschauer: knapp 50

Manchmal geht das Leben ja lustige Wege. Vor ewigen Zeiten - 2005 - hatte mich ein Sampler (ein Direktimport aus den USA!) stark beeindruckt Projekt Presents: A Dark Cabaret. Sofortlieblinge wurden danach Jill Tracy und Pretty Balanced. Leider war es damals noch nicht so leicht, die darauf enthaltenen Bands und das Projekt zu verfolgen und so war es nach einiger Zeit von meinem Musikhorizont gekippt. Sonst hätte ich schon 2011 Birdeatsbaby auf dem zweiten Sampler gefunden. Aber zum Glück peppten sie Anfang 2016 ganz überraschend auf. Eine Anfrage für Konzerte im Frühjahr (Solo) und Herbst (mit Band) und die Tourdaten für den April landeten in meinem Postfach und ich bekam ganz weiche Knie. Neue/alte Helden - und sie waren in der Zwischenzeit nicht faul gewesen! Ich musst erst einmal den gesamten Backkatalog auf Bandcamp kaufen und beim durchhören abfeiern. Das war einfach nur GRANDIOS!


Selbstverständlich war es anschließend Pflicht, ein Konzert dieser Ausnahmeband in Karlsruhe im Kohi zu besuchen - auch wenn ich am gleichen Abend schon einen Wohnzimmerkonzert ausgemacht hatte. Und es würde gleichzeitig auch Treffen werden mit ähnlich Dark-Cabaret-Verrückten aus Der Nähe von Frankfurt und aus Mannheim, mit denen ich vorher schon lange Tipps getauscht hatte, die ich aber noch nie zuvor ad personam getroffen hatte. So fuhr ich - nachdem unsere Wohnzimmerkonzertbesucher alle lieber schnell nach Hause wollten und die Musiker ins Bett - zur "zweiten Schicht" in die Stadt und war schrecklich aufgeregt. Als ich ankam, war aber der Umbau von der Supportband noch in vollem Gange und es gab genug Zeit, sich noch einen Platz am Bühnenrand zu sichern und die beiden anderen zu finden (was beides gelang!).
 

Schließlich war alles gerichtet - der Platz reichte fast nicht - für Mishkin Fitzgerald am Keyboard,  Hana Maria, die mit ihrer Geige ein ziemlicher Hingucker war, Garry Mitchell an Bass und Gitarre und Forbes Coleman an den Drums. Die Setlist enthielt viel vom 2014er Album The Bullet Within und zwei Songs die erst kurz danach veröffentlicht wurden, aber auch Klassiker. Das Set startete mit Tastes like sympathy eher ruhig/nachdenklich  mit Mishkins Gesang bevor die Band kraftvoll einsetzte. Ich staune immer, wenn sich eine Band so etwas traut. Aber im Kohi war sofort Aufmerksamkeit da und alle genossen die besondere Rolle der Geige in diesem Song. Die zweite Nummer Spiders versetzte mich sofort in Tanzlaune und ließ meinen Kopf wippen, auch wenn, das Cold, Cold Cold so grausam einsam klingt schrie es doch in meinem Kopf mit.


Hands of orlac nahm auch erst nach etwas einschwingen Fahrt auf, hat aber diesen unwiderstehlich wippenden Rhythmus vom Klavier her und wird zwischendurch ganz hymnisch. Die Band ließ spüren, dass es für sie noch etwas aufregend war, die neuesten Babies zu präsentieren, zumal es auch Probleme mit dem Gesangsmikro gab, die noch schnell behoben werden mussten. No Mirror ist aber einfach großartig mit Schreiausbrüchen dazwischen ordentlich zum Frust herauslassen. Das hat schon etwas von Walpurgisnacht und wurde live natürlich ordentlich durchdekliniert. Zum Glück wurde die Live-Energie des Abends auch auf Video gebannt! Das zweite neue Lied Baby steps hat den wunderbaren groove eines eingängigen Rocksongs und herrliche Melodien zum sofort mitsingen (während im Text klammheimlich alles demontiert wird).


Weiter ging es mit The Lighthouse. Nicht rockig und dabei doch genauso intensiv durch die Stimme und eindrückliche Klavierbegleitung, die durch die Drums akzentuiert wurde. My arms will open wide hat Walzer-Schunkelcharakter und ist fast so etwas wie upbeat im Kosmos von Birdeatsbaby. Und wurde im Konzert von einem Rausschmeißer-Himmelfahrts-lautem Zwischenspiel scheinbar abgeschlossen. Das liess mich mit  Gänsehaut zurück bevor es dann doch noch mit einer Strophe weiterging und beim zweiten Mal tatsächlich ein himmelhochjauchzendes Outro den Schlußpunkt setzte. Dunkel ging es anschließend weiter mit dem Muse-Song Muscle Museum, der in ihrer Bearbeitung noch viel unheimlicher und kraftvoller klang (man sehe sich den unten verlinkten Mitschnitt an!).


Drinking in the day klang danach fast wie ein romantisches Liebeslied - wenn man den Text ausblendete. Die herrliche Geigenlinien taten dabei das ihrige, aber alle Romantik ließ doch immer den Absturz irgendwie durchscheinen. Sehr gut schmiegte sich hier der Walzer Into the Black an, der aber von vornherein ganz schräg und derb daherkam (also gar nicht romantisch) und nur einen Nachteil hatte: er war viel zu schnell vorbei. Aber an diesem Abend diente er hervorragend zum Aufwärmen für den Rausschmeißer: The Bullet, der auch diesen Dreiertakt hat und dazu sehr expressiv - eben typisch Dark Cabaret - ist. Das Publikum jedenfalls war von der ersten Minute an aus dem Häuschen gewesen und klatschte wie wild um Zugaben.
 

Die erforderten aber eine längere  Diskussion in der Band und schließlich entschieden sie sich für uns I always hang myself with the same rope zu spielen, das noch einmal die typischen Stärken der Musik von Birdeatsbaby ausspielte und als definitives Finale Ghosts zu setzen. Als der letzte Ton verklungen war, war die Band offensichtlich selbst überglücklich und musste die verrückte Menge fotographieren in der es nicht ein einziges Gesicht gab, das nicht irgendwie verschwitzt und überglücklich aussah. Ich war einfach nur total froh mir das Doppelkonzert zugemutet zu haben und darüber hinaus zu wissen: am 12. November sehen wir uns wieder und es wird sicher wieder so ein eindrückliches Erlebnis wie dieser Abend im KOHI, wenn auch gewiß auf etwas andere Art.
 

Setlist
01: Tastes like sympathy
02: Spiders
03: Hands of orlac
04: No mirror
05: Baby steps
06: The Lighthouse
07: My arms will open wide
08: Muscle Museum (Muse-cover)
09: Drinking in the day
10: Into the Black
11: The Bullet

12: I Always Hang Myself With the Same Rope (Z)
13: Ghosts (Z)


Dem Mann von der BNN hat es auch gefallen:




Donnerstag, 24. September 2015

Circuit des yeux, Karlsruhe, 23.09.15

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Konzert:  Circuit des Yeux
Ort: KOHI in Karlsruhe
Datum: 23. September 2015
Dauer: 60 min
Zuschauer: etwa 30


Circuit des yeux ist Haley Fohr aus Chicago, die gerade mit dem im Mai erschienen Album In plain speech in Europa unterwegs ist. Ihre Musik ist keine leichte Kost, aber auch nichts, was einem anderswo angeboten wird. Insofern war ich sehr froh darüber, im Kohi die Möglichkeit zu bekommen, mir davon selbst live einen Eindruck verschaffen zu dürfen. Wobei eigentlich schon vorher relativ wahrscheinlich war, dass es die Distanziertheit des "einen Eindruck verschaffen" wahrscheinlich nicht geben würde. Haley Fohr verlangt von sich selbst auf der Bühne alles und als Publikum kann man nicht ungerührt danebenstehen bleiben. 


Für die aktuelle Tour wird Haley an der Querflöte von ihrer heimischen Mitstreiterin Whitney Allen (Toupée) und an der Viola von der Irin Ailbhe Nic Oireachtaigh (*) begleitet. Mir war bei der heimischen Vorbereitung auf das Konzert gar nicht so arg aufgefallen, dass diese mehr klassischen Instrumente eigentlich viel der Musikfarben des Albums tragen. Die auffälligen Klangbeimischungen von den Loops und die zum Teil sehr verzerrte Gitarre - und auch die ganz außergewöhnliche Stimme hatten sich zu sehr in den Mittelpunkt gestellt.


Mit der Schublade war es schon vorher schwer, aber mit dieser Quasi-Folk-Besetzung (zu allem Überfluss spielte Haley auch noch eine wunderschöne 12-Saitige Gitarre!) rüttelte das Set ordentlich am Käfig der Genres. Gesprochen wurde sehr wenig. Nach 40 min erst wandte sich Haley an uns, dass ihr ihr erster Aufenthalt in unserem Städtchen so far ganz gut gefalle. Es gäbe auch Jack Daniels and stuff...


Richtig laut wurde es zum ersten Mal bei Ride Blind (wo aber wahrscheinlich mit einem Schlagzeug im Rücken noch ganz anders die Post abgegangen wäre). Aber im  Konzert habe ich drums wirklich kein bisschen vermisst. Mein liebstes Stück vom aktuellen Album Fantasize the scene durfte auch live in allen Facetten glänzen: der träumerische Einsatz (den ich immer unversehens mitsummen muss), der kraftvolle Chorus, die Wellenbewegung des laut und leise und das fast klassisch liebevolle Ende. Und im anschließenden A story of this world wurde es tatsächlich fast folkig. Zumindest vom wiegenden Rhythmus her und darin, dass es eine richtige Melodie gab. Andererseits war es natürlich auch aus dem Universum entsprungen, das sich schon vorher als nicht so heimelig gezeigt hatte. Insofern entwickelte es sich über längere Zeit zu einem fast geschrie'nen, in den Wiederholungen archaisch anmutenden Stück.

Das reguläre Set endete mit einem Stück vom Vorgängeralbum Overdue, das einem wahren Exorzismus glich. Am Ende ein Schreikrampf, der sehr viel exzessiver ausfiel als auf der Konservenversion. Normalerweise -  alltäglich beobachtet - hätte man wohl an dieser Stelle einen Arzt zu Hilfe gerufen. Ich war mir unsicher ob es nach der exzessiven Nummer eine gute Idee wäre, laut nach einer Zugabe zu rufen. Anscheinend war die Crew der gleichen Meinung und machte schon die Pausenmusik an. Aber die Klatscher ließen nicht locker und Haley stand schließlich allein ohne ihre Mitmusikerinnen auf der Bühne: Wenn ihr das wirklich wollt...?! aber ich muss euch warnen. Das nächste Stück ist echt schräg. Es ist ... ja worüber eigentlich? ... über Stille zum Beispiel! Tatsächlich war das Zugabestück dann kein zu arger Spannungsbruch sondern zeigte noch einmal von sehr leise bis sehr laut die Expressivität und war ein gelungener Schlußpunkt eines sehr eindrücklichen Konzertabends.


Setlist:
01: KT 1
02: Do the dishes
03: Ride Blind
04: Fantasize the scene
05: A story of this world
06: In the late Afternoon
07: Nova 88
08: Acarina (Z)


Tourdaten:
20.09. Tilburg Incubate
21.09. Aalst Netwerk
22.09. Düsseldorf Filmwerkstatt
23.09. Karlsruhe Kohi
24.09. Luzern Südpol
25.09. Lausanne Le Bourg
26.09. Duedingen Bad Bonn
29.09. Paris L’Olympic Café

 - Großbritannien -
05.10. Luxemburg de Gudde Wëllen

16.11. Berlin Bi Nuu
24.11. Dortmund FZW
 



Weiterlesen:
Blog
NYtimes Review Konzert am 14.09.2015
Chicago  Reader zum neuen Album (März 2015)


(*) Ailbhe Nic Oireachtaigh is a Dublin based viola player with an interest in improvised, classical and jazz musics. She has performed across Ireland and Europe with various groups including Cian Nugent & the Cosmos and Josephine Foster and regularly collaborates with David Lacey and Anna Clifford. Since 2013 she has been curating improvised music events with other musicians at #12 Rutland Place 



Alle Bilder:

Sonntag, 10. Mai 2015

She makes war, Karlsruhe, 09.05.15

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Konzert: She makes war
Ort: Kohi in Karlsruhe
Datum:  9. Mai 2015
Dauer: 75 min
Zuschauer: etwa 40


English version (big thanks to Even the Stars from Manchester!)

Ich finde es immer wieder interessant, wie sich unser deutscher Alltag in den Augen und Herzen aufmerksamer fremdsprachiger Besucher spiegelt. Zumal, wenn es um musikalische Gäste aus Großbritannien geht. Dort, wo die Quelle für Indie-Musik ist und wo Deutsch und Nazi häufig noch wie selbstverständlich gleichgesetzt werden. Laura Kidd aus Bristol war mit ihrer Musik als She makes war nun schon zum dritten Mal in Karlsruhe und das ist wohl kein Zufall.

Das deutsche Publikum hat es ihr angetan und in ihrer freundlichen und offenen Art hat sie hier inzwischen Freunde und Fans gewonnen, die sie unterstützen und lautstark weitere Besuche fordern. Die Stimmung an diesem Samstag Abend war dann auch so, wie man es sich für jeden Konzertabend wünschen würde: Eine freudig gespannte Künstlerin, stimmlich bestens fit und ein von der Frühlingssonne und dem Südstadtfest vorgeheiztes Publikum. Dazu die richtige Dosis von neu zu erobernden Musikfreunden und wiederkehrenden Verbündeten in Sachen Gloompop.


Als Alleinreisende ist Laura in Deutschland gern mit dem Zug unterwegs und hatte dabei auch schon im Oktober 2014 den Streik zu spüren bekommen. Diesmal waren die Auswirkungen für sie noch spürbarer und MeinFernbus und Carsharing wurden zwangsweise und ungeplant ganz oben auf ihr deutsches Kultur- und Bildungsprogramm gesetzt. Es war also nicht so überraschend, dass dies bei der ohnehin plauderfreudigen Künstlerin eine Rolle in den Ansagen spielte. Überraschend war eher der Fakt, dass sie sich in der Zwischenzeit richtig viel Deutsch angeeignet hat und es einsetzen konnte. 


Man kriegt ja dann als Muttersprachler auch mal schnell den Ball zurückgespielt. Ein sehr erhellender Moment diesbezüglich war, wie sie über sich und Deutschland sprach und als letzten launigen Fakt enthüllte, sie möge deutsche Küchen. Das rief ein etwas verwundertes Schweigen hervor und man konnte förmlich mit den Händen greifen, wie jede/r überlegte, ob sie das WIRKLICH gemeint hat, oder was wohl für ein Fehler vorliegen könnte. Auch Laura nahm diese Stimmung sofort auf und wollte herausfinden, was sie denn gesagt hätte. You like German kitchens... - Oh no! I hate kitchens... Gemeint gewesen war der deutsche Kuchen. Immer diese Ü-Tüpfelchen, diese Querulanten in der Völkerverständigung!


Das Set begann mit Klassikern Shields and Daggers, Olympian und  Let this be. Im Laufe des Konzerts bekamen wir allerdings insgesamt sieben der elf neu aufgenommenen Stücke zu hören vom Album, das im Herbst erscheinen wird, u.a. auch Slow down sunshine über den als Bloodsucker charakterisierten ex-boyfriend (hier war eine weitere Deutschstunde gefragt). Anschließend gab es ein kleines Geplänkel. Benny war an dem Abend mit Krücken unterwegs und hatte sich gerade einen Platz vor der Bühne gesichert. Nachdem Laura dem Publikum scherzhaft angeboten hatte, ein ernstes Wörtchen mit dem Wüterich zu reden, der ihn so verletzt hätte, bat sie ihn: do not collapse - you are my friend, but I will have to continue to play music and act professionally!


Für Please don't lieferte ausnahmsweise keine schief gelaufene Liebe den Hintergrund sondern die Sorge um ihre älter werdenden Eltern. Heimlicher Höhepunkt war auch dieses Mal wieder das grandios zelebrierte Delete. Es nutzt sich einfach nicht ab. Und auch Time to be unkind war so gut und so vertraut. Anschließend bat Laura um Wünsche und Butterfly und Minefields wurden von den Verehrern im Publikum erbeten. Ganz spontan spielte sie also Minefield und musste noch einmal absetzen, weil sie es stimmlich ein bisschen übertrieben hatte. Aus der ersten Reihe kam gleich Lob: Cool! You know you sound like PJ Harvey!


Auch Slow puncture war wieder toll und verfolgt mich auf meinen vielen Wegen auf dem Rad immer wieder mal als treffendes Bild. Wenn die Luft so langsam rausgeht, muss es ja nicht nur um Liebesbeziehungen gehen. Leider blieb durch die Zeitplanung für den Abend (es spielten noch Analog Pattern Robots auf) nur noch Zeit für  Scared to capsize und Paper thin. Aber allen bleibt wohl ein bezaubernder Abend mit einer einmaligen Laura Kidd in Erinnerung und Vorfreude auf den Oktober:



Setlist:
01: Shields and Daggers
02: Olympian
03: Let this be
04: Slow down sunshine
05: Please don't
06: The best
07: Delete
08: Time to be unkind
09: Minefields
10: In cold blood (*)
11: Drown me out
12: Slow puncture
13: Scared to capsize
14: Paper thin 

(*)  Der link führt auf die 2015er Tour mit Band, zu der auch Simon Goff gehörte. Der war just am Vortag im Kohi zu Gast gewesen mit And the wiremen...

Tourdaten:
02.05. Chemnitz Kabarettkneipe
07.05. Halle Peißnitzhaus (frühe Show)
09.05. Karlsruhe Kohi
10.05. Offenbach Hafen 2 

11.05. Stuttgart Ebene0
12.05. Kassel Schlachthof
14.05. Oldenburg Polyester Festival
16.05. Berlin Madame Claude


Aus unserem Archiv:
She Makes War, Karlsruhe, 23.10.14
She Makes War, Karlsruhe, 11.03.14 



Samstag, 9. Mai 2015

And the Wiremen, Karlsruhe, 08.05.15

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Konzert: And the wiremen
Ort: Kohi in Karlsruhe
Datum: 8. Mai 2015
Dauer: 75 min
Zuschauer: knapp 50


Die Scheibe And the wiremen von And the wiremen war - Michael sei Dank - seit letztem Herbst schon fleißig bei mir gelaufen und hatte sich einen Platz in meinem Herzen erobert. Deshalb war die Freude darüber groß, dass die aktuelle Tour der Musiker um Lynn Wright eine Station in Karlsruhe machen würde und dass er mit einem ganzen Ensemble unterwegs ist, nämlich mit

Paul Watson - Kornet

Jon Petrow  - Geige und E-Bass
Simon Goff - Geige und E-Bass

Ethan Donaldson - Schlagzeug


Und freilich ist das Kohi ein Ort für diese Musik wie man ihn sich exakt so erträumen würde, wenn es ihn nicht schon gäbe. Für das neue Album, das den Anlass für die aktuelle Tour gibt, hatte ich mir noch keine Zeit genommen und erwartete so im Konzert eine Mischung von vertrautem und für mich neuem Material. Es ist ein bisschen fummelig, sich über Genres zu einigen, die die Musik von And the wiremen angemessen beschreiben würden. Man kann sich da eigentlich nur verheddern. Die Zuordnung Brooklyn-based hilft da auch nur insofern, als es erklärt, wie die wilde Mischung wohl passieren konnte.


Die Besetzung mit zwei Fideln sieht z.B. aus wie in einem Pub in Edinburgh. Die entsprechenden Folk-Elemente sind auch spürbar, bedienen sich aber eher an slawisch/jüdischen Wurzeln oder heißem Wüstenliedgut. Andererseits lässt die Art, wie Paul Watson das Kornett einsetzt in mir jazzige Verwandte wie  Miles Davis erkennen. Und dann sind da noch die Songs, wo die Geigen schweigen und der E-Bass alle nach seiner Facon tanzen lässt oder die Geigen flirrende Klangteppiche weben.


Das Konzert begann schließlich überraschend fix und ohne viel Getue. 21 Uhr war ich noch allein vor der Bühne, 10 min später wurden die Instrumente eingestöpselt und nur fünf Minuten später wurde mit Devil's Daughter als Auftakt ein böser Tanz, ein wankelnder Chacha auf die Bühne gebracht, der sofort die Aufmerksamkeit der anwesenden und schnell noch dazu strömenden band.  Mit Traumszenen in denen eine klagende Trompete rief und die Wüste vor der Tür vage an Calexico erinnerte. Aber so als stammte der Träumer nicht aus Mexiko sondern aus Prag.


Auf die schräge Stimmung des ersten Songs wurde mit Caged Birds locker noch eins drauf gesetzt: Scheppernde Rhythmen, die sich ständig am Weltrahmen blaue Flecke holten, Gesang der nur ab und zu mit gutem Gewissen als solcher zu bezeichnen wäre. Und Trompetenwarnsignale mit Trommelwirbel zogen mich in ein schwarzes Loch ... oder ins Freie - das weiß ich nicht so recht und ist vielleicht am Ende gar das Gleiche. Das Stück endete schließlich mit traurigen Geigen und einem Friedhofs-Trompetenmarsch: Everybody wants to hear a caged bird sing.


Der dritte Song Sleeping while the world goes by war so etwas wie ein Wiegenlied. Aber eines, bei dem man sich nicht recht sicher fühlte. Was da so draußen in der Welt passiert schaute durch den Stoff des Songs hinreichend durch und verhieß nichts Gutes. Und auch die nächste Nummer Before he gave up the Ghost war zwar tröstlich und fast schläfrig, hatte aber kein Eiapopeia für die Zuhörer parat. Es startete mit einem gedämpftem Trompetenintro, dann übernahm eine komplex rhythmisierte Gitarrenlinie den Erzählpart und hatte anschließend reichlich Zeit für ein Duo mit der Trompete. Erst nach zwei langen Minuten begann der Gesang und der übergab später für lange Strecken an die Trompete und die Gitarre zurück. Ein Stück, das auch in einem Jazzprogramm nicht auffallen würde.


Vor dem Song Pick myself up slowly gab es schließlich die erste Ansage. Lynn wäre in Stuttgart gefragt worden, wie es sich anfühlt, in New York zu leben und er hätte keine rechte Antwort darauf gehabt. Es sei gerade emotional sehr weit weg für ihn. Als er aber heut auf dem Werderplatz einen Mann seinen Rausch ausschlafen sah, der nur lang genug aufwachte um sich herzhaft auf die Kirchenstufen zu übergeben, hätte ihn das sehr an die große Stadt erinnert. Und auch das nun folgende Lied erzählte davon. Es erwies sich als ein die Kraflosigkeit feiernder Raggea. Es half auch nichts, dass ich zunächst immer verstand Pick my cellphone slowly... Es blieb irgendwie aussichtslos. Das beste Ende, wenn die Kraft dazu reichen würde, ein Stück weiter zu kriechen - crawl again - und doch in eine musikalische Form gebracht, dass alle dem bezwingendem Rhythmus wiegend folgten.
 

 
Ten paces begann wie ein Friedensangebot an herkömmliche Musik: Ganz zurückgenommen - ein harmloses Lied über nicht gelungene Liebe mit Gitarre, Trompete und ein bisschen Besen in den Schüsseln, einem ganz leicht stampfenden Rhythmus. Ich liebte es, dem Drummer dabei zuzusehen. Aber wenig später verschob die knödelnde Geige den Fokus und ein siegreiches Trompetensolo als Zwischenspiel spielte mit unseren Erwartungen. Auch Mad Love begann sehr zurückgenommen mit flirrenden Violinenklängen über einem Schlagzeugfundament. Als Bild blieb mir ein Boot in ruhigem Gewässer, wobei das Geräusch des tödlichen Wasserfalls voraus die ganze Zeit präsent war.


In the well begann mit raunendem Gesang und war klar Gitarren-zentriert und treibend in den Strophen. Im Refrain aber klagend, mit ganz vermindernd verminderten Akkorden. Die Zwischenspiele hatten herrlich wilde Rhythmuswechel, und das Schlagzeug Solo-Passagen. Bis die Trompete das wildeste Solo übernahm. Ich würde sagen: Eine typische And-the-wireman-Mischung! Anschließend ging es mit Send me low an die aufgewühlte See mit wieder schön anzusehendem und anzuhörendem komplexem Percussionsteppich. Die Trompete rief von ganz weit weg - hatte damit jazzige Anklänge aber nicht die Gemütlichkeit des Jazz. Hier lief es mir eher kalt den Rücken herunter. Auch der Chorus "Send me low" hatte nichts tröstliches an sich: Tell my mother they send me low hing mir heute Morgen noch im Ohr.


Sharpen your knive wurde schließlich als letztes Stück angesagt und war zwar tröstlich normal aber auch irgendwie resigniert. Eines der wenigen Lieder mit tragender E-Bass-Linie. Natürlich hatte sich die Band mit ihrer Musik ganz und gar in die Herzen des Publikums gespielt. Schon zwischendurch hatte es immer wieder Bravo!-Rufe gegeben und viel Applaus. So baten wir also ordentlich um Zugaben und erhielten das sehr kurze How low the Sea, das wieder das Bild vom hintersten Hinterzimmer malte, wo man mit einem Kater gerade ziemlich lädiert aufgewacht ist - von allen verlassen. Und die herrliche Trompete brachte tatsächlich Meeresflimmern in dieses Lied.


Das definitive Finish: Rattle begann mit gedämpfter Trompete und gedämpften Fideln und einer unaufdringlich eindringlichen Melodielinie von der E-Gitarre. In meinem Kopf wurde ein zu heißer Tag heraufbeschworen. Das Schlagzeug durfte erst spät mitmachen und lange nur Reiskörner schütteln. Das beschwörendes Come here to me klang einerseits seltsam kraftlos, aber dann bewies der laute Ausbruch mit vollem Einsatz und wilder Trompete, das die Aufforderung wohl doch ernst gemeint war. Ein furioses Ende für einen Abend, der mir noch lang in Erinnerung bleiben wird. 


Setlist:
01: Devil's daughter
02: Caged Birds
03: Sleep
04: Before he gave up the Ghost
05: Pick Myself up Slowly
06: Ten Paces
07: Mad love
08: In the well
09: Send me low
10: Sharpen your Knives

11: How low the Sea (Z)
12: Rattle (Z)


Tourdaten 2015
04.05. Domkeller Aachen
06.05. Café Galao Stuttgart
07.05. Die Wohngemeinschaft Köln
08.05. Kohi Karlsruhe
09.05. Bands Privat Jena
10.05. Neues Schauspiel Leipzig
12.05. Cafe Glocksee Hannover
13.05. Aaltra Chemnitz
14.05. Regenbogenkino Berlin 

 

Aus unserem Archiv:
And The Wiremen, Chemnitz, 24.10.14 

Weiter: 
Der Bericht vom einmaligen Sigmundo
Wanderlust über And the wiremen
Bee and flower 
 

Alle Fotos:

 


Freitag, 10. April 2015

Bernhard Eder, Karlsruhe, 08.04.15

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Konzert: Bernhard Eder
Ort: Kohi in Karlsruhe
Datum: 8. April 2015
Dauer: 80 min
Zuschauer: etwa 30



Bernhard Eder im Kohi - schon zum dritten Mal für mich. Das könnte mir den Vorwurf einbringen, dass hier im Konzerttagebuch eh immer das gleiche passiert. Ist freilich Quatsch - besonders, wenn es jedes Mal wieder so tolle Abende mit Worten festzuhalten gilt (*). Bernhard Eder am 8. April im Kohi war zudem auch nicht wie gewohnt - Nicht für ihn und nicht für uns. Es war der erste Abend des aktuellen Tourabschnitts, der Herrn Eder etwas ungewohnt ganz allein auf der Bühne sieht. Unterstützt nur durch ein Schüttelei (das vor dem ersten Lied noch schnell auf den Schuh getaped wurde) und ein bisschen Looperei und ein Glockenspiel.


So wirkte der Künstler zu Beginn etwas nervös und nicht ganz Herr allen Handelns auf der Bühne. Aber selbst das wußte er als Stärke auszuspielen, als understatement sozusagen. Das Publikum hatte er jedenfalls sofort im Griff und alles, was in seinen Augen vielleicht nicht so perfekt gelang, wurde sofort in Sympathie-Punkte umgemünzt. Das Programm begann auch zunächst eigentlich ganz klassisch MannmitGitarre-mäßig mit einem Eder-Klassiker Buried in Oblivion. Aber schon im nächsten Programmpunkt, dem Titelsong vom aktuellen Album sang am Ende ein ganzer Loopchor und das hatte echt was. Gleich ein Höhepunkt, der in meinen kargen Aufzeichnungen zwei Ausrufezeichen erhielt.


Bernhard Eder erzählte uns, er hätte daheim bei Mama für die Solotour geübt, wo sich der Kater Rudi immer auf den elektrischen Geräten geräkelt hätte. Auch so ein Konzept, das jemand anderes entwirft und aus dem man dann das beste machen muss - ganz wie beim fast letzten Album Post Breakup Coffee. Für Long way to run (auch so ein Ausrufezeichen-Moment) durfte auch eine Mundharmonika mittun.


Herzig wurde es im Anschluss bei der Mama-getesteten Version von Ring of fire und  dem Hold me tight, für das aber leider niemand eine Wunderkerze parat hatte (obwohl das herrlich gepasst hätte). Nach unserem Spaß am Johnny Cash cover wurde im weiteren Verlauf noch weiter gecovert und auch  - wie z.B. bei I follow my heart wirklich verblüffend eindrucksvoll geloopt. Ausrufezeichen finden sich auch noch diverse - z.B. bei Sad ballad man. Irgendwas ist an diesen traurigen und todtraurigen Liedern, was mir in der Interpretation durch Bernhard Eder regelmäßig das Herz öffnet...


Das Manko, dass man das Publikum von der Bühne aus nicht sehen konnte, wurde anschließend mit ausstöpseln und vor der Bühne weitermachen behoben. Nibelungenlied auf Mittelhochdeutsch - auch das vom Publikum eifrig mit Applaus gefeiert. Für das Finish des regulären Sets hatte Bernhard Eder dann noch Songs vom aktuellen Album parat. Zwei verschiedenartige Kaliber, die aber beide ordentlich Appetit auf den aktuellen Tonträger machten. Insbesondere der Peter Piek Gedächtnissong ließ mich ein bisschen grinsen. Schon beim Pullover hatte ich gedacht - irgendwie ist der Peter schon mit auf der Bühne. Nun wurde es vom Künstler selbst sozusagen offiziell gemacht... Wir schnipsten uns jedenfalls bestens unterhalten über die Ziellinie.



Klar, dass wir uns anschließend Zugaben wünschten und die auch bekamen. Und zwar spontan gemixt nach Zurufen und Verhandlungen. Für Turn on mussten wir jedoch ein bisschen helfen und einen Publikumschor bilden. Für den nächsten Song gab es percussive Unterstützung von Tom und ein spontan St-Esmeralda-Rhythmus getauften Klatschreigen. Damit konnte aber noch nicht Schluss sein. Als zweite Zugabe und Finale überraschte uns Bernhard Eder noch mit einem Radiohead cover, mit einem phantastisch eindrucksvollen dramatischen Finale. Ein herrlicher Abend war damit zu Ende. Bernhard Eder ist noch ein bisschen im Süden unterwegs - unbedingt hingehen und selbst bezaubern lassen!

Und es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ich schlaflos den Konzertbericht zum Album Nonsleeper schrieb, ohne überhaupt auf das Thema des nicht schlafen könnens einzugehen (was im Konzert durchaus eine Rolle gespielt hatte, mir aber durchgegangen ist).

(*) Und  überdies der erste Abend im Kohi hier ja schmählicherweise keinen Bericht erhielt...



Setlist
01: Buried in Oblivion 
02: Nonsleeper
03: Deeper 
04: Long way to run
05: Ring of fire (Johnny Cash cover)
06: Hold me tight
07: I follow my heart (Velojet cover) 

08: Sad ballad man
09: Nibelungenlied im Publikum
10: The queen and the knight 
11: The great gig under the rose-coloured sky

12: Turn on (Z)
13: Now's the time (Z)

14: Climbing up the walls (Radiohead cover) (Z)



aktuellste Tourdaten:
08.04. Kohi / Karlsruhe
09.04. Wohnzimmerkonzert / Karlsruhe
10.04. Manufaktur der schönen Dinge / Saarbrücken
11.04. Melodica Festival / Trier
13.04. Galerie Wow / Heidelberg 

14.04. noch offen
15.04. Cafe Galao / Stuttgart
16.04. Le Petit Bain / Paris 


Aus unserem Archiv:
Bernhard Eder, Karlsruhe, 16.04.13
Bernhard Eder, Wien, 15.05.11



 

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