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10:15
Konzert: The National (celebrate Brooklyn)
Ort: Prospect Park Bandshell, Brooklyn, New York
Datum: 17.06.2014
Dauer: The National 110 min, Phosphorescent 40 min
Zuschauer: ausverkauft, vielleicht 5.000
von Claudia aus Stuttgart
„Es ist so großartig, wenn man zu seinem eigenen Gig mit dem Fahrrad kommen kann!“
Aaron Dessner ist glücklich, dass The National heute ihr erstes von drei Heimspielen in Brooklyn haben und wir sind glücklich, dass wir dabei sein können. Es ist heiß in New York an diesem Dienstag, gut 30 Grad und das bei bekannt hoher Luftfeuchtigkeit. Um unsere Kräfte zu schonen, waren auch wir im Rahmen unseres Touriprogramms mit dem Fahrrad unterwegs. Start in Manhattan über die Williamsburg Bridge, fancy Williamsburg mit seinen chassidischen Juden im südlichen Teil, DUMBO und über die Brooklyn Bridge zurück. Radfahren im Big Apple. Wer hätte gedacht, dass es tatsächlich so viele markierte Radwege hier gibt. Wer’s nachmachen will, dem sei Frank’s Bikeshop aller wärmstens empfohlen! Der Mann ist ein New Yorker Urgestein.
Aaron ist vielleicht wirklich mit dem Fahrrad da und meint auf Nachfrage von Sänger Matt Berninger, dass er für später auch mit der ausreichenden Beleuchtung ausgestattet sei. „I got even two!“
Der Prospect Park liegt mitten in Brooklyn, mit wunderschönem Baumbestand. Ein Naherholungsgebiet. Im Sommer werden hier jede Menge kostenlose Konzerte veranstaltet und um das zu finanzieren, wird für die eine oder andere Veranstaltung zwischendurch auch mal Eintritt verlangt, so auch für die drei Tage, die The National mit unterschiedlichen Vorbands hier in ihrer Bandhomebase Brooklyn spielt. Vermutlich werden es die letzten Konzerte in New York City im Rahmen der Trouble-Will-Find-Me-Tour sein.

Als wir in unseren luftigen Sommerkleidchen mit Sommerpicknick ausgestattet kurz nach 6 am Park ankommen, gibt es bereits eine riesiglange, höchst disziplinierte Schlange am Eingangsbereich, alt und jung, Kinderwagen, hip und weniger hip, eine typische The-National-Mischung. Der für die Konzerte abgesperrte Bereich ist eigentlich recht übersichtlich. Die geteerte, pefekt sichtgeeignet ansteigende Fläche vor der Bühne bis zum Mischturm fasst vielleicht 2000 Menschen. Wir laufen am seitlich offenen VIP-Zelt vorbei, in dem gerade gegessen wird. Teile von Band und Crew sitzen entspannt an den Tischen. Statt auf einer der umliegenden Rasenflächen unsere Picknickdecke auszubreiten, entscheiden wir uns für den Bereich direkt vor der Bühne. Das sollte später für entspanntes Stehen in der dritten Reihe reichen.

Pünktlich um 7 fängt Matthew Houck aka Phosphorescent an zu spielen. Mit ihm stehen 7 Musiker auf der Bühne, die zwischendurch noch von 3 Blechbläsern unterstützt werden. Houck hat sich dafür den Trompeter und den Posaunisten von The National ausgeliehen. Das Set ist nicht schlecht, überzeugt aber nicht wirklich. Die Musik klingt austauschbar, nach gutem alten Classic American Rock und leider geht Phosphorecents Stimme bei der vorhandenen Überinstrumentalisierung ziemlich unter. Manchmal wäre weniger vielleicht doch mehr. Wir hätten gut und gerne auf eines der beiden Keyboards verzichtet.
Nach kurzem Umbau betritt The National die Bühne. Die Videoleinwand ist im Vergleich zu den europäischen Konzerten etwas kleiner und besteht aus unterbrochenen Teilstücken. Der Wirkung tut es keinen Abbruch und der eigens für die Tour engagierte Videotechniker/-künstler macht auch an diesem Abend wieder einen grandiosen Job.
Gleich das dritte Lied wird eines der absoluten Highlights des Abends. Matt Berningers Hand weist in die Ferne. „Das nächste Lied ist gleich dahinten, hinter dem Park entstanden.“ „This goes to our neighbors!“ wirft Aaron Dessner ein. Es handelt sich um The Geese Of Beverly Road vom Durchbruchalbum Alligator. Die Straße liegt irgendwo ganz in der Nähe des Dessnerschen Hauses und der Song entstand wohl in einer ähnlich schönen Sommernacht. Mit den „Gänsen“ sind Autoalarmanlagen gemeint, die von irgendwelchen Kids in so einer Nacht ausgelöst wurden. Der Song könnte nicht besser zu diesem Abend inmitten von Brooklyn passen. Gänsehautmoment.
Wie auch schon in Mannheim braucht es ein paar Lieder bis der Sound wirklich stimmt und Matt Berninger ganz in seiner Trance angekommen ist. Die Weißweinflasche steht vor den Drums in einem dieser typischen US-Cooler und getrunken wird aus wenig stilvollen roten Plastikbechern oder später direkt aus der Flasche, die achtlos in hohem Bogen in die Kühlbox zurückgeworfen wird.
Einer der packendsten Momente ist Afraid of Everyone, der Song der die Ängste des damaligen Neuvaters spiegelt. Schon so oft live gehört, aber heute ergreift mich die Emotionalität des Berningerschen Vortrags mit voller Wucht.
Die gesetzten Songs der Tour werden auch heute durchgehend gespielt, wobei ja auch hier immer wieder kleine Änderungen vorgenommen werden. Insofern gibt es zwar keine großen Überraschungen, aber die Dichte und die Arrangements sind nach wie vor fantastisch. Unglaublich schön bleibt die in Luxemburg erstmalig gespielte Live-Fassung von Hard To Find. Wirklich toll auch der Einsatz des Geigenbogens an der E-Gitarre durch Bryce Dessner bei Slow Show. Überhaupt liefert Bryce einen immer showtauglicheren Einsatz mit seinen Gitarren ab. Nicht nur herrlich zu hören, sondern auch herrlich anzuschauen.
About Today ist auch so ein Gänsehautlied! „Hey are you awake. Yeah I’m right here. Well can I ask you about today.“ Für die Klavierbegleitung bitten die 5 einen alten Freund und Wegbegleiter auf die Bühne, dessen Namen wir leider nicht genau verstanden haben.
Kurz fragen wir uns, ob der Prospect Park mit seiner verschwitzten Menschenmenge und die viel strengeren amerikanischen Regeln wohl das Bad in der Menge zulassen. Als erste Zugabe spielt die Band Santa Clara von der Viginia-EP. Ein weiterer Gänsehautmoment. „It’s alright to see a ghost.“ Danach geht’s zu Mr. November ab durch die Zuschauerreihen. Auch eine offensichtliche Platzwunde an der Stirn nach der ersten Runde vermag einen Berninger nicht aufzuhalten. Bei Terrible Love - mit Phosphorescent als Gastgitarrist - ist die linke Seite dran und als ihm Aaron danach ein Handtuch reichen will und auf die Schläfe deutet, wischt er es brüsk zur Seite. This man is on fire und die Weißweinflaschen auch mal wieder leer.
Bei Vanderlyle wird nochmal deutlich, dass wir uns in einem englischsprachigen Land befinden. Wir hatten’s fast vergessen. Wunderschön.
Auf dem Weg nach draußen, zurück zur Subway machen wir noch am Merchstand Halt. Als Erinnerung an diesen herrlichen Sommerabend in New York ergattern wir die letzten beiden Siebdruckplakate, Specialedition for tonight! Es hat bestimmt immer noch 28 Grad.
Setlist The National, Prospect Park, Brooklyn, New York:
01: Don’t Swollow The Cap
02: I Should Life in Salt
03: Geese Of Beverly Road
04: Bloodbuzz Ohio
05: Demons
06: Sea Of Love
07: Hard To Find
08: Afraid Of Everyone
09: Conversation 16
10: Squalor Victoria
11: I Need My Girl
12: This Is The Last Time
13: Green Gloves
14: Abel
15: Slow Show
16: Pink Rabbits
17: England
18: Graceless
19: About Today
20: Fake Empire
21: Santa Clara (Z)
22: Mr. November(Z)
23: Terrible Love (Z)
24: Vanderlyle Cry Baby Geeks (Z)
Links:
- aus unserem Archiv:
- The National, Köln, 11.06.14
- The National, Mannheim, 01.06.14
- The National, Paris, 18.11.13
- The National, Brüssel, 17.11.13
- The National, Esch-sur-Alzette, 06.11.13
- The National, Düsseldorf, 05.11.13
- The National, Zagreb, 02.07.13
- The National, Paris, 25.06.13
- The National, Camber Sands, 09.12.12
- The National, Barcelona, 27.05.11
- The National, Eindhoven, 18.02.11
- The National, Paris, 23.11.10
- The National, Neu-Isenburg, 18.11.10
- The National, Wien, 18.08.10
- The National, Haldern, 14.08.10
- The National, Latitude-Festival, 16.07.10
- The National, Paris, 07.05.10
- The National, Haldern, 09.08.08
- The National, Montreux, 16.07.08
- The National, Köln, 27.11.07
- The National, Paris, 14.11.07
um
00:23
Konzert: The National
Ort: Hugenottenhalle, Neu-Isenburg
Datum: 18.11.2010
Zuschauer: wohl ausverkauft aber nicht überlaufen
Dauer: The National 95 min, Phosphorescent 45 min
So recht weiß ich mein drittes National-Konzert des Jahres nicht einzuschätzen. Ich hatte mir vorher vorgenommen, keine Vergleiche zum Sommer anzustellen, als ich die Band so stark gesehen habe, daß man das nicht besser machen kann. Das funktionierte gut, denn obwohl Überraschungen weitestgehend fehlten, mochte ich den Auftritt der um Bläser verstärkten
Amerikaner gerne. Trotzdem war das Konzert "nur" gut, die äußeren Umstände ließen nicht mehr zu. Aber der Reihe nach...
Rund um Frankfurt gibt es eine Reihe mittelgroßer Hallen, die für Konzerte genutzt werden, die vom Zuschauerzuspruch zwischen Batschkapp und Jahrhunderhalle liegen. The National sind in dieser Hallengröße angekommen, weil sie sich mit ihrem fünften Album High Violet immer mehr in den Focus einer größeren Öffentlichkeit gespielt haben. Der Morgenmagazin-Auftritt der Band vor ein paar Wochen hat dazu vermutlich kaum beigetragen, ist aber Symbol für den Bekanntheitssprung (wobei es natürlich einem Ritterschlag gleichkommt, von Cherno Jobatey, der noch nie von ihnen gehört hatte, gelobt zu werden).
Die Hugenottenhalle ist einer dieser Säle für die Übergangszeit im Frankfurter Umland. Sie liegt in der Innenstadt von Neu-Isenburg und ist mit dem Auto trotzdem schwer erreichbar, weil die Parkkapazitäten eher übersichtlich sind. Der Parkplatz neben der Halle war besetzt, das Parkhaus
des Einkaufscenters schließt um 21 Uhr. Also durch Wohngebiete streunen und den Wagen da irgendwo loswerden; ideal ist das natürlich nicht.
Die Halle hat eine achteckige Grundform, von oben sieht der Saal wie ein in die Länge gezogenes Stop-Schild aus. Weil die Bühne an einer der breiten Seiten liegt, ist der Raum bequem und luftig. Daß das zu Lasten des Klangs gehen sollte, merkte ich später erst.
Als ich reinkam, begannen gerade Phosphorescent aus Brooklyn. Wir haben hier schon über Pariser Auftritte der Indierock-Band berichtet, ich kannte sie nicht, mochte sie aber auch nicht. Die gespielten Lieder waren melodiös-langweilig, die beiden besseren Momente, als es lauter wurde, wirkten aufgesetzt. Ich bin natürlich dankbar für jede namhafte Band, die als Vorgruppe mitgebracht wird, Phosphorescent langweilten dann aber doch zu sehr. Ich würde nicht so weit gehen wie derjenige, der auf ihrer Wikipedia-Seite dies hinterlassen hat: "i steal a whole bunch of crap from other bands, then add my own computer-generated music. im a total fake, and everybody should know" Aber wenn
James Blunt Lust auf Rockmusik hat, hört er sicher solche Musik (ich wollte eigentlich nicht mehr über den lästern, seit ich weiß, daß er alleine uns alle vor dem 3. Weltkrieg gerettet hat).
Als es dann wirklich spannend wurde, war der Raum innen zwar voll, wegen seiner Weitläufigkeit an den Seiten aber eher spärlich gefüllt. Die Vorgruppe war furchtbar leise, was The National nicht gut tut, je lauter die live sind, desto besser die Konzerte. Glücklicherweise hatten die Toningenieure aber die Regler vor The National höher gefahren; es fingt mit Runaway gut an. Bei den ersten Stücken gefiel mir der Klang noch. Mich störte da nur die Passivität des Publikums. Mistaken for strangers hatte mir beim Latitude Festival noch Gänsehaut beschert - und einen der besten Konzertmomente, die ich je erlebt habe. Mehrere Tausend Leute, alle singend und schreiend, das war nicht nur ein sehr gutes Lied, das da gespielt wurde, es war viel intensiver, auch wenn das schrecklich platt klingt. Heute war Mistaken for strangers
nicht viel anders als vor dem Fernseher beim Rockpalast, das Lied ist so nicht schlechter, mit dem, wie man The National auch erleben kann, hatte das aber nichts zu tun.
Es war nicht keine Stimmung, das wäre ganz falsch. Hinterher wurde frenetisch geklatscht. Aber während der Lieder passierte jenseits des Gitters nichts. Und, und das fand ich erstaunlich, die neuen Stücke kamen sehr viel besser an als die Gassenhauer von Alligator oder Boxer!
Neben der Passivität des Publikums kam bei Slow show ein weiteres Problem dazu (zumindest fiel es mir da erstmals auf), die Halle erzeugt Echos! Wenn Trommelschlag und Echo im Takt waren, war das nicht schlimm, bei Slow show und vielen anderen schepperte aber zeitversetzt off beat alles von der hinteren Wand zurück. Das war manches Mal richtig scheußlich, Slow show oder auch Abel hat dieser Effekt versaut.
So fies wie die Echos, so gut sind die Bläsereinsätze. Wenn Posaune und Trompete
einsetzen, gibt das vielen Stücken einen genau richtig dosierten Zusatzreiz. Bei Afraid of everybody zum Beispiel wirkte das besonders gut; ein echter Zugewinn!
Höhepunkte auf der Bühne waren wieder die ekstatischen Stücke wie Abel, Squalor Victoria oder Mr. November, bei denen Sänger Matt Berninger ausrastet, heute allerdings nur stimmlich. Trotz der Stimmung waren alle drei grandios!
Bemerkenswert waren dann noch drei weitere Szenen. Da war zum einen
Lemonworld, keiner meiner unbedingten Lieblinge. Der Sänger, der wieder viel redete und dabei sehr sympathisch war, seine introvertierten Auftritte ohne Publikumsansprache gefielen mir aber trotzdem sehr viel besser, patzte am Ende des Stücks ein wenig, ehrlich gesagt wäre mir das nicht weiter aufgefallen. Er lamentierte danach aber, daß sie das Lied zum ersten Mal gut gespielt hätten, und ausgerechnet dann müsse er das Ende versauen. "We have a hard time playing this song. For the first time it sounded awesome and I messed it up."
Eine herrliche Szene spielte sich zwischen Matt und den Dessner-Zwillingen ab. Irgendwer hatte den Wunsch nach Beautiful head vom Debütalbum The National nach vorne gebrüllt. Matt Berninger beendete das schnell: "I forgot it!" Sie würden das Stück nicht spielen. Lieder von den ersten beiden Platten sind ja eh große Ausnahme live. Einer der Dessners antwortete: "I know it...!"
Und dann wollte er im Zugabenteil bei Mr. November ins Publikum. In Köln hatte er diese Stelle auch für einen Ausflug genutzt. Allerdings versuchte er es rechts über eine Treppe, die vollkommen zugebaut war und blieb oben. Ausflug verschoben! Erst beim nächsten Lied (Terrible love), kletterte der Sänger
vorne runter und ging durch die Halle.
Beendet wurde das Konzert durch ein akustisches Vanderlyle crybaby geeks, das wunderschön war, aber ganz ehrlich doch eher zu Bands wie Travis passt. Band toll, Stimmung und Halle mau - aber gut war es natürlich trotzdem. Nur nicht so.
Setlist The National, Hugenottenhalle, Neu-Isenburg:
01: Runaway
02: Anyone's ghost
03: Mistaken for strangers
04: Bloodbuzz Ohio
05: Slow show
06: Squalor Victoria
07: Afraid of everyone
08: Conversation 16
09: Little faith
10: Apartment story
11: Lemonworld
12: Abel
13: Daughters of the Soho riots
14: England
15: Fake empire
16: Sorrow (Z)
17: Mr. November (Z)
18: Terrible love (Z)
19: Vanderlyle crybaby geeks (Z)
Links:
- aus unserem Archiv:
- The National, Wien, 18.08.10
- The National, Haldern, 14.08.10
- The National, Latitude-Festival, 16.07.10
- The National, Paris, 07.05.10
- The National, Haldern, 09.08.08
- The National, Montreux, 16.07.08
- The National, Köln, 27.11.07
- The National, Paris, 14.11.07
- mehr Fotos aus Neu-Isenburg
um
01:51
Konzert: Deer Tick & PhosporescentOrt: Le Café de la Danse, ParisDatum: 14.09.10Zuschauer: nicht ausverkauftKonzertdauer: Deer Tick gute halbe Stunde, Phosporescent fast 90 Minuten
Deer Tick und Phosorescent im Doppelpack! Line-up* des Jahres, oder etwa nicht? Als Veranstalter eines Folkrock-Festivals hätte ich die beiden Acts zumindest auch bedenkenlos verpflichtet. Leider wurden die hohen Erwartungen aber nicht erfüllt. Deer Tick waren behäbig und wenig charismatisch, der Sänger angeblich grippeschwächt und die danach folgenden Phosporescent zumindest in der Anfangsphase einschläfernd. Matthew Houck und seine Mannen berappelten sich dann gegen Ende aber noch und überzeugten im eine halbe Stunde (!) lang dauernden Zugabenteil mit fetzigem Folkrock. Stimmgewaltig wie ein Justin "Bon Iver" Vernon oder ein Robin "Fleet Foxes" Pecknold ist Matthew aber beileibe nicht. Und glaubt den Vergleichen mit Will Oldham nicht. Phosporescent der neue Bonnie Prince Billy? Niemals!Für diejenigen, die ausführliche Konzertberichte schätzen:
Ich hatte mir einen der Konzertabende des Jahres versprochen. Jesse Sykes, Deer Tick, Phosporescent, wow, was für ein Programm! Dann aber musste Jesse Sykes kurzfristig absagen. Zu verkraften, denn mein Hauptaugenmerk galt eh den andern beiden Acts. Gerade auf die Amerikaner Deer Tick freute ich mich wie Bolle, ihr erstes Album War Elephant mit den Überhits Baltimore Blues Number 1 und These Old Shoes lief bei mir seit Monaten rauf und runter. Auch der Neuling (The Black Dirt Sessions) mit dem roten Cover soll famos sein. Ich habe ihn schon seit Juli bei mir im CD-Regal, konnte ihn aber bisher aus Zeitgründen (soviele CDs, die darauf warten gehört zu werden, sie schreien mich förnlich an!) nur einmal kurz laufen lassen.
Aber auch auf Phosporescent war ich tierisch heiß, denn die guten Albenkritiken für die letzten Outputs überschlagen sich geradezu.
Logisch, daß ich mit saumäßig Vorfreude im (dicken) Bauch ins Café de la danse fuhr. Besonders früh war ich nicht dran, da ich zu Hause meiner Frau noch beim Gitarrenunterricht zugesehen hatte. Meine Süße nimmt jetzt Stunden auf der Akustischen und ich war neugierig auf ihre Fortschritte.
Ich kam also erst gegen 20 Uhr/15 am Ort des Geschehens an und hörte und sah zu meiner Verblüffung bereits Deer Tick in Aktion. Ich war fest davon ausgegangen, daß sie Headliner sind und Phosporescent eröffnen würde, denn der Bandname Deer Tick war auf den Flyern und den Tickets deutlich fetter gedruckt. Ohne Vorspiel ging es also gleich in die Vollen. Dachte ich zumindest. Davon konnte aber keine Rede sein. Statt eines dynamisch-feurigen Auftritts, sah ich eine eher schüchtern und zurückgenommen agierende Truppe junger Amerikaner, die den großen Auftritt nicht gewohnt zu sein schien.
Mein Auge fiel auf den tätowierten Sänger der Band. Er war hager und wirkte kraftlos. Später erfuhr ich, daß er unter einer Grippe leide und deshalb so platt war. Verflucht! Ich war mir ganz sicher, auf total wilde und vor Spielfreude strotzende Typen zu treffen und dann so was! Keine Dynamik, keine nonverbale Kommunikation unter den Bandmitglieder, nichts. Lediglich der Drummer ragte heraus. Beim abschließenden , von ihm intonierten Song, trommelte er wie ein Derwisch und ließ endlich einmal so etwas ähnliches wie Stimmung in dem recht leeren Café de la danse aufkommen. Zuvor hatten die Newcomer mit Baltimore Blues Number 1 zumindest einen meiner Lieblinge gespielt,
auf den aktuellen Hit Twenty Miles und den Schunkler These Old Shoes wartete man aber vergeblich. Schade, schade, denn das Repertoire an guten Stücken ist jetzt schon beeindruckend und Sänger John McCauley III hat so eine herrlich verrauchte, nonchalante Stimme.Aber egal, ich werde sie mir heute akutisch im Showcase im Fargo Store in Paris ansehen, da wird es sicherlich besser werden.
Um 21 Uhr standen Phosphorescent bereit. Eigentlich das Projekt eines Mannes, Matthew Houck,
bedarf es zur Liveumsetzung der Songs 4 Musiker. Houck hat in den letzten beiden Jahren einen kometenhaften Aufstieg hingelegt, zumindest was das Kritikerlob betrifft. Seine Outputs To Willie (2009), ein Tributalbum für Willie Nelson und Here's To Taking It Easy (2010) heimsten Sterne en masse ein. Dabei verfügt der bärtige Lulatsch mit den
Cowboystiefeln und dem exzentrischen Armband (welche Steine sind das? Jade?) nicht unbedingt über die Sensationsstimme eines Robin Pecknold oder eines Ben Bridwell. Sein brüchiges Kelchen trifft aber dennoch den Nerv vieler Folkfans.
Die Erwartungshaltung war ob der Lobhuldigungen also groß, aber der Anfang der Show gestaltete sich leider recht zäh, stockend und zahnlos. Es gab Tonprobleme, Matthew war noch nicht warm gesungen und seine Begleitband wirkte abgesehen von dem wild headbangenden Keyboarder behäbig und steif. Ich langweilte mich.
Lediglich der Anblick einer vollbusigen Schönheit mit engem Top in meiner Nachbarschaft hielt mich wach. Ich bewegte mich trotzdem zu den Sitzplätzchen und hielt ein Nickerchen. Die Show rauschte an mir vorbei. Inzwischen war fast eine Stunde gespielt, als die betörende Ballade Wolves erklang. "They tumble and fight and they're beautiful, on the hilltops at night, they are beautiful". Beautiful dieser Song, in der Tat!
Aber gerade als ich endlich warm geworden war, zogen die fünf Musiker von dannen. Wenn das jetzt alles gewsen sein sollte, wäre ich recht enttäuscht gewesen. Aber die Kerle kamen zurück und wie! Der Zugabenteil sollte insgesamt eine halbe Stunde dauern, fast halb so lang wie das reguläre Konzert! Und was für ein berauschendes Finish das war! Zunächst trug Matthew alleine einen wunderschönen Coversong vor (welchen genau? wenn ich das bloß wüßte!) der von Cocaine Lights gefolgt wurde, bevor zu Stück drei der Nachspielzeit die Gruppe zurück kam. Nun wurde phasenwesie richtig gerockt.
Die Jungs trugen unter anderem das tolle Los Angeles vor und beendeten ihr Set wild auf den Gitarren schrammelnd. Der forsche zweite Teil hatte den eher mauen Teil vergessen lassen und somit konnte ich doch noch ein positives Fazit ziehen. Phosphorescent muss man im Auge behalten, obwohl die himmelhochjauchzenden Kritikerergüsse viellicht etwas überzogen sind.
um
01:22
Konzert: Black Mountain (Lofi Folk Festival)Ort: La Maroquinerie, ParisDatum: 20.05.2008Zuschauer: nicht ganz ausverkauftKonzertdauer: Phosphorescent : 20-25 Minuten, Marissa Nadler : 40-45 Minuten, Jesse Sykes: 45-50 Minuten, Black Mountain: 70 Minuten
Bei mir stand heute das gefühlte erste Lofi Folk Festival in Paris auf dem Programm. Gut informierte Musikfans wussten aber zu erzählen, dass die Premiere dieser Veranstaltung im letzten Jahr stattgefunden hat. Und tatsächlich: wenn man ein wenig im weiten Ozean des World Wide Web stöbert, stösst man sogar auf eine MySpace Seite dieses Festivals mit dem Line-Up von 2007. Vor 12 Monaten waren u.a. Basia Bulat, Rosie Thomas, Do Make Say Think, The National und Gravenhurst dabei. Ich wundere mich selbst ein wenig darüber,
dass ich kein einziges dieser insgesamt 4 Konzerte gesehen habe.Aber was soll's, dann halt eben im zweiten Anlauf!Am ersten Tag gaben sich in der Maroquinerie gleich vier Künstler/Gruppen die Ehre, das Festival dehnt sich also hinsichtlich seiner Teilnehmerzahl bereits deutlich aus. Am Start waren (in dieser Reihenfolge): Phosporescent, Marissa Nadler, Jesse Sykes und Black Mountain.
Von Phosporescent hatte ich nur am Rande mal etwas aufgeschnappt, ich vermutete hinter dem Namen eine Folk-Band. Manchmal ist das auch wohl so, aber heute hatte wohl keiner der Kumpels von Matthew Houck, der der entscheidende Mann bei Phosporescent ist, Lust oder Zeit den Bartträger zu begleiten.
Matthew erschien also alleine mit seiner Gitarre vor dem noch nicht allzu zahlreich versammelten Publikum und trug insgesamt lediglich vier balladeske Folk-Songs vor, die eine junge schwarzhaarige Frau in der ersten Reihe voller Inbrunst mitsang. Ich vermute mal, dass das seine Freundin war, denn die restlichen Besucher kannten die hübschen Lieder des Barden,
dessen Stimme ziemlich stark nach Bonnie "Prince" Billy klang, noch nicht.Zum Abschluss brachte er seinen Hit "Wolves" (ich gehe davon aus, dass es der Hit war, denn mindestens drei Leute reagierten auf die Liedankündigung mit einem Ausruf der Freude) und dieser Song war wirklich nicht von schlechten Eltern, er blieb bei mir sofort im Ohr hängen, besonders die schmachtende Stelle "they are beautiful". Diese wunderbare Ballade würde ich mir sofort (legal) runterladen, bei dem Rest bin ich mir etwas unschlüssig. Mit einer Band wäre das Ganze bestimmt wesentlich schwungvoller gebracht worden, so war es ein klitzeklein wenig zäh. Dennoch: der Mann hat eine gute Stimme. Ich werde ihn auf jeden Fall im Auge behalten.
Das gilt natürlich auch für die danach startende Marissa Nadler. Aber die Gefahr, dass ich diese schöne Fee aus dem Auge (und den Sinnen) verliere, besteht ohnehin nicht. Seitdem ich die schwarzhaarige Frau mit ihren langen Haaren und dem einfühlsamen Gitarrenspiel zum ersten Mal live gesehen habe (witzigerweise ebenfalls in der Maroquinerie im Vorprogramm von Laura Veirs), bin ich Fan. Ihr letztes Album Song III : Bird On The Water" lief in der Zwischenzeit so einige Male auf meinem i-pod rauf-und runter.
Ein Machwerk voller Schwermut und Melancholie mit dem Thema Tod und Abschied als zentrales Element. Oft wird sie deshalb als gothische Folk-Sängerin beschrieben und ihr äusseres Erscheinungsbild mit den schwarzen Haaren, der hellen Haut und den rot geschminkten Lippen bestärkt diese These. Ein blutsaugender Vampir ist sie deshalb trotzdem nicht, eher eine zerbrechlich wirkende Prinzessin. Und diese Zerbrechlichkeit und Zartheit bezieht sich hierbei nicht nur auf ihr Äusseres, sondern auch ihre Psyche. Depressiv und niedergeschlagen sei sie nach ihrem letztjährigen Konzert an gleicher Stelle gewesen. Sie denke nicht gerne daran zurück, erzählte sie mir später. Auf die Nachfrage, warum das denn so niederschmetternd für sie gewesen sei,
antwortete sie, dass sie das Gefühl gehabt habe, dass das Publikum sie damals abgelehnt und nicht geliebt habe. Seltsam, ich hatte das nicht so empfunden.Heute lief es aber viel besser für sie. Etliche Zuschauer waren nur wegen ihr gekommen und hätten mit Sicherheit gerne auch mehr von der feenhaften Erscheinung und der sirenenhaften Stimme gesehen und gehört, aber leider bekam sie nur recht dürftige 40 Minuten Auftrittszeit eingeräumt. Schade, schade, Songmaterial für ein längeres Konzert hätte sie, schliesslich stehen bereits drei Alben und ein paar EPs
auf der Habenseite und ein neues Werk soll noch 2008 in den Regalen stehen, zumindest in ihrem Heimatland Amerika.Das heutige Set beschränkte sich fast ausschliesslich auf Lieder von Song III: Bird On The Water mit den Highlights "Silvia" und der Singelauskopplung "Diamond Heart", das sie als das "traurigstes Lied, das ich je geschrieben habe" vorstellte. Ich fragte mich, wie sie da zwischen all diesen todtraurigen Liedern ein bestimmtes als das allertristeste herauspicken kann, aber nun gut, sie weiss es sicher am besten...Ein Auszug aus dem Text mag Klarheit verschaffen:But I look for youIn the traffic seasAnd the bars I’m always frequentingYour father diedSome months agoAnd we scattered his ashesIn the snowHolidays are the hardest hours of the yearHolidays are the hardest hours of the yearHolidays are the hardest hours of the yearAnd oh my lonely diamond heartIt misses you my dear
Das will ich dann mal so unkommentiert stehen lassen, möge sich jeder Leser seine Gedanken dazu machen!Das Beste hatte sich Marissa aber für den Schluss aufgehoben und das war der Song von ihrem ersten Album "Fifty Five Falls". Traumhaft hier das Gitarrenspiel und die engelsgleiche Stimme! Das Debütwerk heisst übrigens "Ballads Of Living And Dying".So viele Balladen über den Tod, gesungen von einer Frau, die gerade erst einmal 27 Jahre alt ist. Das verwirrt, hat aber auch eine schwer zu erklärende Anziehungskraft. Ich den 40 Minuten hat mich die zerbrechliche Prinzessin völlig in ihren Bann gezogen!Setlist Marissa Nadler, Maroquinerie, Paris:01: Dying Breed02: Mexican Summer03: Silvia04: ? (Songzeile I'm growing older)05: Diamond Heart06: Fifty Five Falls
Nach Marissa Nadler kam mit Jesse Sykes erneut eine Frau zum Zuge. Die langmähnige Lady aus Seattle hatte allerdings eine männliche Begleitband dabei, ich glaube sie heissen The Sweet Hereafter. Vor allem deren Bassist fiel mir auf,
er sah nämlich mit seiner Brille und dem Zauselbart meinem damaligen Geschichstlehrer verblüffend ähnlich. Der Kerl (Bill Herzog) schien davon angetan zu sein, in Paris zu spielen, dies folgere ich zumindest aus der Tatsache, dass er am Ende des Konzertes ein Foto vom Pariser Publikum schoss. Ansonsten stand aber die natürlich hübsche Jesse Sykes ganz klar im Vordergrund. Sie verfügte nicht nur über ein einnehmendes Wesen sondern auch über eine gute Stimme, die aber manchmal auf recht altbackene Kompositionen traf. Ihr Stil ist Alternative Country,
allerdings mit solch klassischen Vorbildern wie Neil Young, Lee Hazlewood und The Band. Insofern durfte man hier auf keine grossen Innovationsschübe hoffen, mit dem heutzutage populären Freak-Folk, aber auch mit den komplexen und psychedelischen Kompostionen von den danach startenden Black Mountain hatte das nicht viel zu tun. Aber egal, es muss ja nicht jeder versuchen, das Genre Folk-Musik neu zu definieren.
Und die Ballade "Eisenhower Moon" war wirklich sehr schön. Sie stammt von dem aktuellen Album "Like, Love, Lust And The Open Halls Of The Soul" und verzauberte die Maroquinerie mit einer knisternde Lagerfeueratmosphäre.
Andere Höhepunkte des gut 40 minütigen Sets waren das gehauchte "The Air Is Thin" und der Titeltrack des 2007 er Albums "The Open Halls Of The Soul".
Insgesamt kam das Ganze aber nicht an die Brillianz von Marissa Nadler heran, es wurde allerdings sehr ordentliche Hausmannskost geboten. Und das ist ja manchmal auch etwas Feines...
Setlist Jesse Sykes, La Maroquinerie, Paris:
01: Hard Not To Believe
02: You Might Walk Away
03: Air Is Thin
04: LLL
05: Eisenhower Moon
06: Station Grey
07: Drinking With Strangers
08: Open Heart Of The Soul
09: Gentleness Of Nothing
Jesse Sykes hatte schon während ihres Auftritts durchblicken lassen, dass sie eine Menge von Black Mountain, den Headlinern des heutigen Abends hält. "They are fucking great" (oder so etwas in der Art) rief sie in die Menge und bereitete somit vorbildlich das Terrain für die Kanadier. Auch in der Musikpresse ist man sich einig, dass das aktuelle Album "In The Future" ein Kracher ist, die Bewertungen lagen fast überall im oberen Punkte - bzw. Sternebereich.
Somit konnte eigentlich (fast) nichts schiefgehen für die psychedelisch rockenden Nordamerikaner, oder doch? Nun, das musste man abwarten. Bei vielgelobten Bands besteht auf Grund der hohen Erwartungshaltung immer die Gefahr, dass man enttäuscht wird.
Schon der Auftakt mit der Single "Stormy High" war aber so druckvoll und begeisternd, dass die Zweifel schnell zur Seite gewischt wurden. Nach drei eher ruhigen unf folkigen Acts zuvor, war der knackige Blues-Rock, den Black Mountain bieten, genau das Richtige, um wieder wach zu werden. "Stormy High"
wird überwiegend von Rauschebartträger und Bandchef Stephen McBean gesungen, aber im Mittelpunkt stand natürlich die einzige Dame des Quintetts. Amber Webber heisst die niedlich aussehende Sängerin, die auch Tambourin und Rasseln schwang.
Ihr vibrierender Gesang sorgte immer wieder für eine willkommene Abwechslung und brachte eine feminine und sinnliche Note ins Spiel. Ohne sie wäre das Ganze dann vielleicht doch zu testosterongeschwängert geworden. Vier harte, zum Teil stark tätowierte Typen konnten eine Frau in ihren Reihen also gut gebrauchen und ganz gentlemenlike wurde ihr dann auch örtlich der Platz in der Mitte überlassen. Sänger und Gitarrist Stephen Mc Bean agierte derweil am äusseren rechten Bühnenrand und sorgte mit seinen heulenden Gitarrenriffs
und seiner markanten Stimme für den psychedelischen und bisweilen auch metallischen Sound. Sehr wichtig für den Charakter der einzelnen Lieder war aber auch der rotgelockte Keyboard- und Orgelspieler, der mit ein paar Tastengriffen die peacig-esoterische Atmosphäre herstellte. Durch sein Spiel wurde das Ganze angenehm sphärisch und gerade bei den Balladen, die auch ihren Platz im Set hatten, setzte er Akzente.
Fast das gesamte Konzert bestand übrigens aus Liedern des aktuellen zweiten Albums,
mit "Druganaut" in der Mitte wurde aber auch einmal eine Kostprobe vom ersten, selbstbetitelten, Werk gegeben. Und diese Nummer hatte es wahrlich in sich. Tempowechsel, sich fast ins Hypnotisch steigernde experimentelle Klänge und krachende Gitarren. Besser hätten das damals Led Zeppelin nicht hinbekommen, von denen die Kanadier mit Sicherheit beeinflusst wurden. Trotz dieser offensichtlichen 70-ies Anleihen schaffen es Black Mountain insgesamt modern und auch eigenständig zu klingen. Es ist schwer sie in eine Schublade zu stecken,
neben Blues-Rock gibt es auch Elemente in den Songs, die in Richtung Post-Rock gehen.
Eine spannende Gruppe also, die sich phasenweise immer mal wieder von ihrer sanfteren Seite zeigte und Tempo und Lautstärke gekonnt drosselte und dann fast nach David Bowie (oder sogar Damon Albarn) klang. Manchmal gab es zwar kleinere Hänger zu verzeichnen, aber letztlich wurde doch sehr gut die Intensität gehalten.
Und gerade der Abschluss mit Bright Lights (Lights Bright) war schlichtweg grandios.
Wenn der Song irgendwann explodiert, gibt es kein Halten mehr und dem Zuschauer fliegen die Gitarren und die wuchtigen Drums nur so um die Ohren. Ein richtiger Ohrenputzer zum Schluss, was will man eigentlich mehr nach einem solch gelungenen Abend?
Setlist Black Mountain, La Maroquinerie, Paris:
01: Stormy High
02: Bastards
03: Wucan
04: Queens Will Play
05: Druganaut
06: Tyrants
07: Stay Free
08: Evil Ways
09: Bright Lights
Ausgewählte Konzerttermine von Black Mountain:
29. Mai: Kilbi Festival, Dudingen
30.Mai: 59:1, München
31. Mai: Festsaal Kreuzberg, Berlin
01. Juni: UT Connewitz, Leipzig
02. Juni: Forum, Bielefeld
04.Juni: Melkweg, Amsterdam