Konzert: Mia Doi Todd & Ödland Ort: L'International, Paris, Datum: 26.07.10 Zuschauer: bestimmt 300 Konzertdauer: jeweils gut eine Stunde
Zum ersten Mal seit langer Zeit feierte ich meinen Geburtstag (ich bin 28 geworden!) in Paris und das hatte einen speziellen Grund: zusammen mit zwei Freuden habe ich im Club International ein Konzert ausgerichtet. Mon Petit Club heißt unser Veranstaltungs-Projekt und bisher läuft es wie geschmiert. Nachdem wir im Mai bei unserem ersten Gig bereits volle Hütte vermelden konnten, toppten wir heute trotz stickiger Temperaturen und Sommerferien die Zuschauerzahlen noch einmal locker. Das International platzte aus allen Nähten! Zu meiner Freude ließen sich viele Freunde und Bekannte blicken, die schon oft zu meinen Oliver Peel Sessions gekommen waren. Auch Promis wurden gesichtet. Die Kanadierin Coeur de Pirate, der in Frankreich ungemein erfolgreiche Engländer Charlie Winston (Hit: Like A Hobo), Saul Williams, Kultfilmer Vincent Moon, Schauspielerin Lizie Brochéré (auf dem ersten Foto), alle waren sie gekommen, um an dem Fest teilzuhaben. Die französische Girlgroup Ödland (na ja fast Girlgroup, drei Mädchen, ein Junge und der ist natürlich der Boss) bezauberte mit hochcharmantem und originellem Kammerpop, der mit unzähligen Spielzeuginstrumenten und Geige vorgetragen wurde. Allein schon die in ein blütenweißes Hochzeitskleid gehüllte Sängerin Alizée war optisch eine Augenweide. Oder wie es ein (mir nicht bekanntes) deutsches Mädchen im Publikum ausdrückte: "Die ist voll schön, ey". Voll schön waren auch die kuriosen Stücke, die man stilistisch nur schwierig in eine Schublade stecken konnte.Sprechgesang auf französisch und englisch (unglaublich niedlich der starke Akzent!), vielfältiger Einsatz von Geräuschen, die mit den Toys erzeugt wurden, Ukulele und Geige im Wechsel und ein Vintagekeyboard, das aus der Tiefe kam. Ein paar Tags bei last fm kommen mit den Begriffen Neofolk, Experimental und Avant-Garde begrifflich zur Hilfe, können aber dem Leser nur schwerlich vermitteln, was die verblüfften Zuschauer im International haben. Das war mehr als nur Musik, das war ein Theaterstück, ein modernes Märchen, eine traumverwunschene Inszenierung ersten Ranges!Ganz zu schweigen von den bizarren Texten: von Vintage Porno war irgendwann einmal die Rede, was immer das auch sein soll!Ein Fest für alle Sinne, betörend, verstörend, romantisch, infantil, märchenhaft, von einer anderen, schöneren Welt!
Die Kalifornierin Mia Doi Todd schließlich begeisterte mit ihrem teilweise brasilianisch angehauchtem souligen Folk und sie widmete mir sogar den neuen Titel Rising Tide (vom demnächst erscheinenden Album Magic Ocean Ship) Ich war sehr gerührt, zumal es sich bei der betörenden Ballade um einen meiner Lieblinsglieder im umfangreichen Repertoire der Folkeuse handelt. Mia bedankte sich auf der Bühne gleich mehrfach bei mir, aber meine beiden Kollegen Vincent und Camille hatten mindestens genauso großten Anteil am Gelingen des Abends, der zumindest für mich unvergesslich bleiben wird. Wahnsinn, wie lange und ausgiebig Mia spielte (14 Lieder, darunter 5 Zugaben!), ein schönes Lied reihte sich an das Nächste und am Ende wollte sie das begeistere Publikum fast gar nicht mehr gehen lassen. Auch zur Zeit selten live performte Songs wurden uns gegönnt, allen voran My Room Is White, ein Klassiker zu dem es auch einen Videoclip gibt. Insgesamt: ein voller Erfolg! Danke an Alle! Merci tout le monde! Thanks everybody!
Aftershow: Zufriedene Gesichter bei allen Beteiligten. Die Zuschauer plaudern schweißgebadet noch vor dem International und rauchen, bis die Lunge fetzt. Die Mädels (und der eine Junge) von Ödland räumen ihren ganzen Kram (unzählige Spielzeuge mit denen man Musikmachen kann, Wahnsinn!) in Boxen und verstauen alles in einem Transporter. Sie posieren sogar noch für ein Gruppenfoto für mich. Diese Band ist wahrlich ein schöner Anblick! Die Lyoner werden ihren Weg gehen, dessen bin ich mir sicher. Und wir können dann immer sagen, daß wir sie als allererste nach Paris geholt haben. Haha! Ich traue denen alles zu, sogar einen Auftritt im Olympia. Wenn Ödland eine Aktie wäre, würde ich wie blöd kaufen. Aber das sind sie natürlich nicht, sondern herzliche Menschen aus Fleisch und Blut, die sich auf ein Gläschen Champagner auch noch in die enge und stickige Kabine des International locken lassen. Mia Doi Todd, die vorher mit ihren Freuden Saul Williams und Vincent Moon geplaudert hat, gesellt sich hinzu. Welche Frau könnte schon ein Glas Champagner abschlagen? Eben! Was schon wesentlich ungewöhnlicher ist: Mia Doi Todd hat eine Pittbull-Mischung zu Hause in Kalifornien! Hilfe! Dabei wollten wir sie doch so gerne besuchen kommen. Jetzt nehmen wir wohl lieber ein Hotel, was? Sie ist mir ans Herz gewachsen und so Gott will, kommt sie im November nach Paris zurück. Was für ein Talent!
Setlist Ödland, Soirée Mon Petit Club # 2 @ International, Paris:
01: The Queen Of Hearts 02: The Caterpillar 03: La Chanson Du Parasite 04: Sextilis Fugitif 05: Sur Les Murs De Ma Chambre 06: Hype 07: Oiseau 08: The Well 09: Introduction à 31 Egarements 10: Train
11: Twinkle Twinkle 12: Drink Me
Setlist Mia Doi Todd, Soirée Mon Petit Club # 2 @ International, Paris:
01: Paraty 02: Summer Lover 03: Under The Sun 04: Skipping Stones 05: La Havanna 06: River Of Life 07: Rising Tide 08:Open Your Heart 09: My Baby Lives In Paris
10: Sleepless Nights 11: In The End 12: My Room Is White 13: What If We Do? 14: Autumn
Video by Rockerparis (merci!): Mia Doi Todd- My Baby Lives In Paris
Konzert: Mia Doi Todd (Butch McKoy, Every Man Has Your Voice) Ort: La Loge Paris Datum: 18.07.10 Zuschauer: 80-100 Konzertdauer: pro Künstler gut 30 Minuten
"Mia ist noch nicht da!" Die junge Dame, die in der Pariser Loge für den Programmablauf verantwortlich ist, wirkt schon leicht panisch, als sie feststellt, daß die kalifornische Singer/Songwriterin Doi Todd noch nicht eingetroffen ist. Ob jemand ihre Telefonnummer habe, will man wissen, aber ich sage nichts, obwohl ich Mias Handynummer kenne. Zwei Minuten später kommt die dunkelgelockte Chanteuse dann endlich angetrabt, spaziert durch den schönen rechteckigen Innenhof und möchte als Erstes noch einmal schnell auf Toilette. Sie beeilt sich und steht schon kurze Zeit später auf der Bühne, auf der schon ihr Percussionist Joseph wartet. Mia bittet mich ein Foto von ihr mit ihrem Iphone zu schießen, sieht dann aber, daß ich meine Kamera dabei habe und packt ihr in eine schicke rosa Hülle gewickeltes Smartphone weg. "Will you send me the link to the pictures, Oliver? Klar will ich, gerne erfülle ich ihr diesen Wunsch! Wie könnte ich der charmanten Lady auch etwas verwehren, was mir Spaß macht? Fotos von Mia zu knipsen ist fun, schließlich ist die Kalifornierin sehr charismatisch und ausdrucksstark. Aber es geht natürlich nicht nur um das Sehen und die Optik, sondern vor allem um das Hören und die Emotionen, die die Musikerin schürt. Wunderbar sanft und warm ihre Stimme, glockenklar und traumhaft schön ihr sirenenhafter Gesang. Vergessen sollte man aber auch ihr filigranes Fingerpicking nicht, das gerade beim Song River Of Life besonders gut zur Geltung kommt. Mit ein paar gekonnten Griffen erzeugt sie eine knisternde Atmosphäre, die man so ähnlich von Nick Drake her kennt. Intim, betörend, nahegehend. Anmutig und elegant steht die zieriche Amerikanerin da auf der Bühne und zieht die Zuschauer, darunter Kultfilmer Vincent Moon, mit ihrem grazilen Vortrag in ihren Bann. Es ist mucksmäuschenstill im bestuhlten Saal und man könnte die vielzitierte Stecknadel fallen hören. Doi Todd spielt ein paar Kostproben ihrer umfassenden Diskografie - 7 Alben stehen bereits zu Buche, und performt auch Neuheiten, die auf dem kommenden Opus drauf sein werden, wie Paraty, Open Your Heart und das wundervoll-melancholische La Havanna. Am berührendsten finde ich aber Rise Above, das durch eine ungemein hübsche Gitarrenmelodie und die umwerfende Stimme Mias begeistert. Ich bin emotional sehr bewegt, mir geht der Song sehr nahe. Salziges Wasser steigt in meine Augen und meine Knie werden butterweich. "Can you fix it with your love, can you rise above?" wimmert die Sängerin die Zeilen des Refrains. Zum Schluß gibt es dann noch die musikalische Liebeserklärung an ihren schauspielenden Lover Jean-Marc Barr, der heute abend nicht dabei sei kann. My Baby Lives in Paris (far from the Eiffel Tower), was für ein entzückendes Kleinod! Der positivste und lebensbejahendste Song, den die schwer verliebte Mia je geschrieben hat. Der Beifall hierfür ist hochverdient und dann covert Doi Tood zum Abgang auch noch die Piaf (La Vie En Rose), Kompliment!
Setlist Mia Doi Todd, La Loge, Paris:
01: Paraty 02: Summer Lover 03: Under The Sun 04: Skipping Stones 05: La Havanna 06: River Of Live 07: Rise Above /Rising Tide 08: Open Your Heart 09: My Baby Lives In Paris
10: La Vie En Rose (Edith Piaf Cover)
Insgesamt ein sehr schöner Konzertabend, zu dem auch andere Akteure aktiv beigetragen haben. Eliote & The Ritournelles, die den Ball eröffnet hatten, hatte ich zwar verpasst, aber mit dem bärtigen Barden Butch McKoy kam ich noch in den Genuß eines spannungsgeladenen Sets, vorgetragen voller Inbrunst und mit 200 Sachen auf der Akustischen. Den Mann muss ich mir merken, er spielt auch bei den ebenfalls interessanten I Love UFO. Als letzte Gruppe performten schließlich die Franzosen Every Man Has Your Voice, die mir schon einmal im Vorprogramm von Anna Ternheim sehr positiv aufgefallen waren. Mein guter Eindruck wurde heute noch einmal bestätigt, das Trio bot eine eigenständige Mischung aus Folk und Post Rock feil und die Stimmen von Sänger Christoph und Sängerin Andrea (die ein zauberhaftes Sommerblümchenkleid trug!) ergänzten sich perfekt.
Aftershow: Globetrotter, und das sind nun einmal alle Musiker, sind auch in einer fremden Stadt nie ganz allein. So war es nicht weiter verwunderlich, daß zwei amerikanische Freundinnen von Mia beim Konzert vorbeischauten und auch der aus New York stammende Musiker Saul Williams zugegen war. Wir unterhielten uns angeregt im Foyer der Loge und zu uns gesellte sich auch Kultfilmer Vincent Moon (La Blogothèque). Vincent erzählte begeistert von einer außerordentlich tollen Bar, die hier gleich um die Ecke sei. Ob wir nicht Lust hätten, da noch vorbeizuschauen? Klar hatten wir, schließlich hatte uns der Franzose den Mund wässrig gemacht! Hoffentlich keine Schicki-Micki Bar, in die er uns da führte? Weit gefehlt! Wer Moon kennt, weiß, daß er in jeder Hinischt die alternativen und abgefahrenen Plätze dieser Erde heimsucht. So entpuppte sich dann auch der Laden (Le Petit Bar, so der Name) als eine unfassbar altmodische Pinte, in der eine weißhaarige alte Französin (etwa 85-90 Jahre!), bei Schummerlicht zusammen mit ihrer dicken Katze hinter dem gammeligen Tresen kauerte und ziemlich patzig fragte, was wir trinken wollen. Wir orderten fast alle Bier aus der Flasche und pflanzten uns auf die abgeranzten Barhocker. An den Wänden hing überall Nippes rum, es gab Papierchen, Zeitschriften Medikamente der betagten Dame, Postkarten, Fotos von Katzen und George Brassens und nach unten hängende Spirtuosenflaschen, die so aussahen, als hätten sie noch den zweiten Weltkrieg erlebt. Hinter mir zwitscherte im Dunkeln ein Kanarienvogel im Käfig. Ein abgefahrenes Szenario! Die dicke Katze kletterte unterdessen immer mal wieder auf den Tresen und ärgerte damit die Patronin. Diese packte sich mehrfach das Vieh und warf es laut schimpfend ("va t-en"-hau ab!) unsanft in ihr Körbchen zurück. Wir lachten uns kaputt und wären vor lauter Gekicher fast von den ollen Barhockern gefallen! Die Alte wollte dann auch noch wissen, wo wir her kämen, erfuhr, daß wir bis auf mich und Vincent Amerikaner seien und fragte krächzend in die Runde: "Wer ist denn der Deutsche?" Ich bekannte mich im Sinne der Anklage für schuldig, lächelte ihr zu und reichte ihr die Hand. Sie ergriff sie, bedankte sich bei uns für den Besuch und kassierte für sechs Getränke lediglich 20 Euro. Ein Spottpreis für Pariser Verhältnisse! Vincent Moon hatte Recht, die Bar war wirklich umwerfend cool! Woher er den Schuppen kannte? Nun, bevor er mit dem Filmen von Musik anfing, war er eher auf Fotografie spezialisiert (von ihm stammt das Coverfoto von Alligator by The National) und hatte sich von seinem Lehrmeister Michael Ackerman inspirieren lassen, der die alte Dame und ihre Bar kannte und dort auch Bilder ausgestellt hatte, die aber heute nicht zu sehen waren. Ackerman lebe jetzt in Berlin gab uns die Wirtin mit auf den Weg und wir verschwanden breit grinsend in die laue Pariser Nacht...
Konzert: Mia Doi Todd Ort: Galerie Paris Datum: 03.07.10 Zuschauer: 50 oder Konzertdauer: circa 35 Minuten
Samstag, der 3. Juli 2010, ein Tag, der nicht nur das prima Fußballspiel Deutschland gegen Argentinien zu bieten hatte, sondern auch gleich zwei Gratiskonzerte an eher ungewöhnlichen Orten im feinen Viertel Saint Germain de Prés in Paris. Nachdem ich mich von der Kalifornierin Kacey Johansing verabschiedet hatte, die im schicken Blumenladen Sol Y Flor aufgetreten war, zog ich ein paar Straßen weiter, um erneut einer kalifornischen Folksängerin zuzuhören. Ich rede natürlich von Mia Doi Todd, die der Liebe wegen romantische Sommertage in Paris verbringt. Jean Marc Barr heißt ihr Herzbube und der ist nicht nur ein glänzender Schauspieler, sondern auch ein richtig guter Fotograf. Ein Allroundtalent also, der eine Ausstellung seiner schönsten Porträts organisiert hat und zum Abschluß dieses Events zum letzten Mal in die Galerie Etienne de Causans lud. Für seine weiblichen Fans gab es allerdings gleich eine doppelte Ernüchterung zu verkraften. Erstens war Jean Marc persönlich nicht anwesend, weil er berufliche Verpflichtungen in Besançon hatte und zweitens versprühte seine neue Liebe Mia Doi Todd soviel natürlichen Charme, daß die gelifteten Damen im Publikum gleich noch grimmiger dreinschauten. Ein paar von diesen High Society Ladies hatten wirklich ziemlich übel verschnittene Visagen und man fragt sich, warum sie soviel Geld an ihren Schönheitschirurgen bezahlen, wenn solche maskenhaften, völlig unnatürlichen, ja fast angsteinflößenden Gesichter dabei herauskommen. Aber damit müssen sie und ihr Umfeld ja leben, ich kann nur mein Unverständnis ausdrücken. Die verlorene Jugend kann man (n) (und Frau) einfach nicht zurückholen, das ist nun einmal so, selbst wenn jeder irgendwo nach der ewigen Jugend strebt.
Ob Mia Doi Todd wohl weiß, wie sie für immer jung bleibt? Sicherlich nicht. Wenngleich das frisch Verliebtsein viele Glückshormone bei ihr freisetzt, was man der Sängerin deutlich ansieht. Sie wirkt zur Zeit unglaublich inspiriert, gut gelaunt und tatendurstig und das wirkt sich auch auf ihre Musik aus. Die düsteren, schwermütigen Lieder der vergangenen Jahre lässt sie aus und ihre aktuellen Sets gewinnen deutlich an Leichtigkeit, Lebensfreude und Heiterkeit hinzu. Die Titel tragen nun optimistische und hoffnunsgfrohe Namen wie Open Your Heart, Summer Lover,My Baby Lives in Paris (natürlich meint sie damit Jean Marc Barr), La Vie en Rose (Edith Piaf Cover) oder Paraty (Paradise Exists). Beschwingt und immer mit einem Lächeln auf den Lippen trug die braungelockte Chanteuse all diese feinen Songs vor und bestach auch durch ihre immer besser werdenen Französischkenntnisse. Ihre Aussprache ist bereits jetzt sehr gut und auch ihr Vokabular wird von Tag zu Tag umfangreicher und präziser. Beim Vortrag des Lieds des Tages, My Baby Lives in Paris (es wird auf dem nächsten Album enthalten sein!), machte sie textlich dann auch noch einmal deutlich, wie es um ihr Gefühlsleben steht: "j'aime, j'aime, j'aime, je t'aime, je t'aime, je t'aime" heißt es da am Ende und das war nicht kitschig, sondern einfach nur wunderschön.
See you soon, Mia!
Die nächsten Konzerttermine von Mia Doi Todd in Paris:
10. Juli 2010: La Bellevilloise 14. Juli: Le Pop In 18. Juli, La Loge 26. Juli, International, Paris
Konzert: Mia Doi Todd (Vanishing Twins) Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 25 Datum: 13.06.10 Zuschauer: etwa 30 Konzertdauer: Mia fast eine Stunde, Jeanne Madic aka Vanishing Twins 15-20 Minuten
Als ich Ende der 1980er Jahre den famosen französischen Spielfilm Le Grand Bleu von Luc Besson in meiner heimatlichen Provinz im Fernsehen gesehen hatte, hätte ich nie im Leben daran gedacht, daß einer der Hauptdarsteller des Filmes rund zwanzig Jahre später einmal auf meinem Sofa sitzen würde. Noch dazu in Paris! Jean-Marc Barr war wirklich und leibhaftig da und ihm war es auch zu verdanken, daß wir einen solch hochrangigen musikalischen Gast empfangen durften. Zwischen Jean Marc und Mia Doi Todd hat es nämlich vor zwei Monaten gefunkt und so kam es, daß die Kalifornierin schwer verliebt die Sommerreise nach Paris antrat (sie will 2 Monate bleiben) und händchenhaltend neben ihrem Lover auf unserer weißen Couch Platz nahm.
Soviel zu den Klatschspalten, morgen soll es dann in dem ausführlichen Bericht wieder verstärkt um Musik gehen. Obwohl auch dort darauf hinzuweisen ist, daß Mia einen nagelneuen Song präsentierte, den sie extra für Jean-Marc geschrieben hatte, in dem auch die Songzeile "Je t'aime" vorkam. Ein verdammt tolles Lied, das leider niemand auf Video gebannt hat. Ob es je veröffentlicht wird? Sei's drum, die anderen Stücke waren auch herzerweichend und davon wird es demnächst ein paar Kostproben auf Video geben (das Video unten stammt von der Oliver Peel Session mit Mia im April)
Anmerkung: Auf dem ersten Foto sieht man links meine Frau, in der Mitte Jean-Marc Barre und rechts Mia Doi Todd. Außerdem gibt es hier gibt es bereits einen englischen Reviewbei Rockerparis.
Konzert: June Madrona & Mia Doi Todd Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 21 Datum: 03.04.2010Zuschauer: um die vierzig Konzertdauer: June Madrona 65 Minuten, Mia Doi Todd 45-50 Minuten
Erstklassige Künstler, aufmerksame und begeisterungsfähige Zuschauer, ein schmackhaftes Buffet aus Quiches und Sandwiches und ein Kater, der auch wieder seinen Senf (bzw. sein "Miau!") dazugeben mußte. Die Oliver Peel Session # 21 lief erneut wie am Schnürchen. Hinter dem Vergnügen steckte aber auch eine ganze Menge Arbeit, Aufregung, Organisation und Kommunikation. Ohne die tatkräftige Hilfe meiner Frau, die Unterstützung von Erwan und Morgan von Waterhouse Records, die June Madrona für mich an Land gezogen hatten und Simone White, die auf meinen Wunsch hin eine Empfehlungsmail an ihre Freundin Mia Doi Todd geschickt hatte, wäre diese Session nicht möglich gewesen.
Mein Dank geht an alle, die dabei waren und mitgeholfen haben, daß das Ganze ein rauschendes Fest wurde. Merci, thank you, danke schön!
Wer es ausführlicher wünscht:
Die Oliver Peel Session mit June Madrona war ausnahmsweise langfristig geplant. Erfreulicherweise harmoniere ich mit Erwan Broussine, seines Zeichens Chef des glänzenden Labels Waterhouse Records, sehr gut. Wir haben einen ähnlichen, sprich augezeichneten, Musikgeschmack und vertrauen uns gegenseitig. Er war es, der mir June Madrona zugeschustert hatte. Nie würde er mir einen miesen Künstler für eine Session empfehlen, weil er einfach nur mit guten Musikern zusammenarbeitet. Das Risiko eines Flops ist dementsprechend gering. Der Künstlerkatalog von Waterhouse ist mit etlichen Delikatessen bestückt. Mein Freund von Rockerparis würde zwar fragen: "Sind die Künstler bekannt?" (diese überaus nervige Frage stellt er immer, wahrscheinlich um mich zu ärgern, oder weil für ihn bekannt gleichbedeutend mit gut ist, was natürlich überhaupt nicht zutrift), aber ich könnte ihm souverän antworten: "Bekannt nicht, aber extrem gut!" Genau wie Pollyanna, die wir auch schon im Wohnzimer hatten, oder Christina Antipa, die am 8. Mai kommen wird. Kernband von Waterhouse Records sind aber ohne Zweifel June Madrona. Sie haben die meisten CDs herausgebracht, sind am aktivsten und waren schon auf der ganzen Welt unterwegs. Cool, daß sie am heutigen 3. April bei uns zu Gast waren!
Als ich gegen 16 Uhr die Haustüre aufstieß, saßen sie schon auf unserem Sofa und tranken ein Tässchen Tee. Meine Frau hatte die Sympathen hereingelassen, während ich noch letzte Einkäufe getätigt hatte. Bepackt mit Bierpacks und Softdrinks mußte ich erst einmal die Tasche abstellen, um sie zur Begrüßung zu umarmen. Bei Molly, der Cellistin und einzigen Frau der Rasselbande, machte ich das besonders gerne. Küßchen rechts, Küßchen links, ihr war das noch nicht so vertraut. Auch Ross der Sänger begrüßete mich mit Schmatzern auf die Wange (hat der Knabe etwa südfranzösische Wurzeln? Mein Schwiegervater vom Mittelmeer macht das nämlich auch immer so), während Sean, der Banjospieler es bei einem freundlichen Händedruck beließ. Hemmschwellen gab es keine und das Eis zwischen uns war schnell gebrochen. Wir verstanden uns auf Anhieb. Völlig unkomplizierte, herzliche und kommunikative Leute, die drei Musiker von June Madrona. So wünscht man sich das! Natürlich war wie immer unser Kater das erste Gesprächsthema und ich konnte stolz erzählen, daß es sich bei d'Artagan um eine Rasskatze, genauer um eine Ragdoll handelt. Da schmunzelten alle. "A Ragdoll?"- "Ja, das ist englisch und heißt so viel wie Lumpenpuppe." Die Rasse wurde erstmals in Kalifornien gezüchtet. Und Kalifornien liegt an der Westküste Amerikas, genau wie Olympia, Washington, wo June Madrona herkommen. Eine musikhistorisch wichtige Gegend, denn es handelt sich um die Wiege des Grunge, der hier und im nicht allzuweit entfernten Seattle seinen Ursprung nahm. Kurt Cobain soll die meisten Songs von Nevermind hier geschrieben haben. Zudem gilt die Gegend als Brutstätte der "Riot Grrrl" Frauen-Punk Bewegung mit den Aushängeschildern Bikini Kill und Sleater-Kinney Auch das famose kleine Label K Records ist hier beheimatet und zählt oder zählte solch großartigen Musiker wie Beck, The Gossip (damals hatten sie das "the" noch im Namen), Jeremy Jay, Kimya Dawson, Modest Mouse, Rose Melberg (auf dem Foto oben), The Softies oder Tender Forever zu seinen Artisten. Wikipedia rechnet auch die Sängerin Mirah zu den wichtigen Persönlichkeiten Olympias und ich denke June Madrona hätten auch hier ihren Eintrag längst verdient.
Diese wollten aber erst einmal eine Runde um den Eiffelturm drehen, schließlich gehört das zum Pflichtprogramm jedes guten Touristen. Weit zu latschten brauchten sie dafür nicht, denn das Eisenmonstrum ist nur etwa 10 Minuten von uns entfernt. Ich selbst ging nicht mit, denn ich mußte noch einmal in den Supermarkt, weil wir nicht genug Bier und Cola hatten.
Um 17 Uhr 30 waren Molly, Sean und Ross zurück und kurze Zeit später klingelte es an der Tür. Es war... Mia Doi Todd (auf dem Foto)!! Im Gegensatz zur Verpflichtung von June Madrona war das mit Mia eine ganz spontane Geschichte.Ich hatte sie drei Tage zuvor im Espace B gesehen und sie einfach gefragt, ob sie nicht Lust hätte, eine Wohnzimmer- Session bei uns zu spielen. Am Donnerstag hatte ich aber nichts mehr von ihr gehört, bevor ich mir dann am Freitag mittag ein Herz fasste und sie einfach auf ihrem Handy (sie hatte mir tatsächlich ihre Nummer gegeben!) anrief. Eine ablehnende Antwort erwartend, war ich völlig verdutzt, als sie mit freundlicher Stimme in die Muschel flüsterte: "Oh yes, I would like to come an play." Und da saß sie nun auf unserem Sofa und nahm sofort Kontakt zu ihren Landsleuten von June Madrona auf.Wahnsinn!
In der Folge tröpfelten auch die Gäste so langsam ein und gegen 18 Uhr 30 waren zwischen 35 bis 40 Personen in unserer guten Stube. Es konnte also gleich losgehen! Aufregung pur! Zumal auch einige neue Gesichter dabei waren, die zusammen mit ihren geladenen Freunden gekommen waren. Kurz vor Start waren plötzlich alle fast wie auf Kommando mucksmäuschenstill. Sie hatten wohl bemerkt, daß die Band ihre Plätze eingenommen hatte und ich zur kurzen Begrüßungsrede ansetzen wollte. Ein paar knappe Sätzchen von mir zu dem sympathischen amerikanischen Dreier und von nun an hatte Sänger Ross das Wort. Ein ungemein kommunikativer, energischer und weltoffener Bursche, der zu jedem einzelnen Lied eine Erklärung oder gar Anekdote parat hatte. "Half of June Madron's shows are about talking and tuning the guitars", äußerte er schmunzelnd. und traf damit den Nagel auf den Kopf. Schade bloß, daß ich nicht alles verstand, da Ross sehr viel und sehr schnell sprach. Das erste Lied Tent Caterpillar drehte sich um Schmetterlingsraupen, aber ich weiß nicht genau was es damit auf sich hatte. Mit The Western Flight kam dann gleich schon ein Highlight des Sets. Es ging thematisch darum, daß viele Freunde der Band das Städtchen Olympia verlassen, um andernorts ihr Glück zu versuchen. Bei einer Freundin von Ross, die nach L. A. gezogen war, ging das gar nicht gut: "I just heard that she died on the freeway, ... made me think of the night we almosted kissed" Trauerarbeit in einem wunderschönen melancholischen Lied und nicht zu Unrecht merkte Ross an, daß ihre Konzerte Therapiesitzungen ähneln würden, wobei wir (die Zuschauer) die Rolle des Phsychiaters einnähmen und er auf der Couch läge. Die Realität sah aber anders aus, Ross tobte über die improvisierte Bühne und unsere dicke Katze saß auf der Couch, genauer gesagt auf Sandra's Schoß!
Die drei Musiker vorne gaben ihr Allerbestes. Ross sang mit immenser Inbrunst, während Molly gefühlvoll den Geigenbogen durch ihr Cello zog und auch herrliche Backgroundgesänge beisteuerte. Sean schließlich ließ sein Banjo pluckern und spielte auch vereinzelt auf einer Ukulele. Genauer gesagt einer Bariton Ukulele aus Hawaii. Um Hawaii ging es aber bei keinem Song der Amis, sondern immer eher um Gegenden in ihrer Nähe. Nachdem sie den Ohrpiepssong Tinnitus ("what's that in french ? acouphène, ah ok") abgefeuert hatten und dabei in der Tat ohrenbetäubend laut wurden (meine Güte, hat dieser Ross eine feste und durchdringende Stimme!), performten sie das Stück The Sea Of Cortez, in dem es um den See zwischen Kalifornien und Mexico ging. "A beautiful place" wie die Kalifornierin Mia Doi Todd anmerkte. Auch bei Coeur d'Alenehandelte es sich um einen Titel, der sich mit einer Landschaft auseinandersetzte. "Coeur d'Alene is a city in Idaho", wurden wir aufgeklärt und erfuhren auch daß es dort eine See gleichen Namens gibt. Bei einer Recherche im Internet erfuhr ich darüber hinaus, daß sich auch ein in Idaho ansäßiger Indianerstamm Coeur d'Alene nennt.
Gegen Ende des gut einstündigen Sets, das mit herzerwärmenden Lagerfeuersongs mit Cellobegleitung gespickt war, wurden auch die Zuschauer einbezogen. Nicht, daß sie vorher passiv waren, im Gegenteil, sie bekamen von der Band Komplimente dafür daß sie so lange klatschten, was in Amerika eher selten der Fall sei. Zu Sante Fe sollten wir aber nicht nur klatschen, sondern auch mitsingen und zwar den Refrain "Sante Fe, Santa Fe, all the way to Santa Fe." Irgendwann hörte man den Singalong aus dreißig Kehlen. Wow, was für eine Stimmung! Aber sie hatte noch nicht ihren Höhepunkt erreicht, denn zum abschließenden Wolf Dream wurden die Gäste von Sean in die Kunst des Glas-zum-Singen-Bringens eingewiesen. Ganz ausführlich erklärte er, wie man durch Reiben des Randes des gefüllten Glases dieses als Vibrationsinstrument benutzen kann. Das Publikum begriff schnell und die paar Auserwählten machten ihre Sache prima. Ross zog es irgendwann sogar mitten ins Publikum und er marschierte mit Klampfe unter dem Arm plötzlich Richtung Schlafzimmer sang aber aus der Entfernung munter weiter. Ein fulminanter Abschluß eines grandiosen Konzertes!Nun haben June Madrona endgültig einen Wikipedia Eintrag als wichtige Persönlichkeiten von Olympia verdient.
Nach soviel Feuereifer war nun die Zeit für ruhigere Töne gekommen. Die zarte Folksängerin Mia Doi Todd schnappte sich ihre Akustische und trat nach vorne. Ich sagte sie kurz an, obwohl ich der Meinung war, daß man die Dame eigentlich nicht mehr großartig vorzustellen braucht. Die kennt doch jeder, oder etwa nicht? Irrtum, Kenner des Werkes der Kalifornierin waren im Auditorium in der Minderheit und einige sprachen hinterher von einer tollen Entdeckung. Ich selbst war vor ein paar Jahren auf ihr düster-melancholisches Lied The Way (vom 2005 er Album Manzanita) gestoßen und hatte Blut geleckt. Dieses mysteriöse Element, diese Schwermut, das war ganz nach meinem Geschmack! Es sollte aber lange dauern, bis ich in den Genuß eines Liveerlebnisses kam. Erst im November 2008 durfte ich an den süßen Früchten ihrer schmackhaften Livelieder naschen. Das war in der Pariser Flèche d'or und fand vor maximal 30 Zuschauern statt. Heute waren wir definitiv mehr und vor allen Dingen waren die Zuhörer konzentrierter und leiser als damals.
Mia begann im Stehen und erklärte vorab: "This is a song for Oliver." Ich fühlte mich wie vom Blitz getroffen und rätselte vor Aufregung über eine Minute lang, was sie denn da überhaupt sang. Erst als ich mich halbwegs beruhigt hatte und aufmerksamer hinhörte, fiel es mir wie Schuppen von den Haaren: "Klar, das war Who Knows Where The Time Goes von Sandy Denny! Ich hatte der Todd im Vorfeld gesteckt, daß ich großer Fan der ehemaligen Sängerin von Fairport Convention sei und ihr Cover in der Fleche d'or damals sehr genossen hatte. Also spielte sie es erneut und tat mir damit einen großen Gefallen. Hach, wäre Sandy doch noch am Leben! (sie starb tragisch mit 31 nach einem Treppensturz) Aber zum Glück gibt es ja auch heute noch Ausnahmetalente wie eben Mia Doi Todd und die treten das Erben klassischer Folksängerinnen wie Joni Mitchell, Judee Sill, Vashti Bunjan und auch eben jener Sandy Denny würdevoll an.
Nachdem die letzte Note des Evergreens verklungen war, wollte Mia ihr Konzert im Sitzen fortführen. Aber auf dem Stühlchen saß schon unser dicker Kater und der dachte gar nicht daran, seinen Platz zu räumen. Die Sängerin versuchte vergeblich ihn vom Stuhl zu kippen, denn der Schlaumeier hielt sich mit seinen scharfen Krallen gut fest. Erst als Mia ihre Hände zu Hilfe nahm und ihn ein wenig unsanft herunterwarf, konnte sie sitzenderweise weitermachen. Alle schmunzelten. Wieder einmal hatte d'Artagnan seinen kurzen Auftritt und er schien mächtig stolz, aber auch ein wenig gekränkt, daß er verscheucht worden war. Doi Todd spielte nun Summer Lover und brachte das entsprechende Feeling mit Hilfe von ein paar kurzen, warmen Gitarrengriffen ins Haus. Filigran und mühelos ihr elegantes Spiel, bildschön der Gesang. Prädikat: Champions League in der Kategorie weibliche Folksängerin! Wer das nicht checkte, dem war nicht zu helfen. Aber ich hatte glücklicherweise doch so einige Leute angefixt, denn Mia verkaufte hinterher alle 9 Exemplare ihres 2008 er Werkes Gea und hätte locker noch 5 mehr absetzen können! Verdient hatte sie sich das durch ihr traumhaftes Konzert, das mit dem sonnigen Paraty (eine Stadt in Brasilien, gelegen an der Costa Verde und von Mia als Paradies auf Erden besungen ) und dem geheimnisvollen River Of Life ( auch yes song betitelt und sie sang auch: "yes, yes, yes, und für die Franzosen oui, oui,oui") weiterging. Danach kam mit Sleepless Nights einer meiner Lieblinsgslieder der Künstlerin. Wenn man will eine Art Hit, wobei die Amerikanerin nicht nach schnellen Charterfolgen schielt und stattdessen ihren Fokus auf ein ausgefeiltes Songwriting und ihe herrliche Stimme legt. Aber auch gegen kunstvoll inszenierte Videos hat sie nichts einzuwenden. Das Stück Open Your Heart wurde von Kultregisseur Michel Gondry (Clips für die White Stripes, Björk, Radiohead und so viele andere) eindrucksvoll mit laufenden Bildern hinterlegt und sorgt dafür, daß die Frau endlich mal etwas mehr Aufmerksamkeit bekommt. Eigentlich hätte sie es nach 7 hervorragenden Alben ja eh längst verdient, daß sie in größeren Locations spielt. Sie ist nicht nur musikalisch herausragend, sondern obendrein noch blitzgescheit (Yale Absolventin) und sehr sprachbegabt. Spielend meisterte sie die schwierige Prüfung, den Piaf Klassiker La Vie En Rose in einem sehr ordentlichen Französisch vorzutragen und auch das sentimentale spanische Gracias a la vida (Violeta Parra) flutschte wie geschmiert. Mein Lieblingslied ihres etwa 50 minütigen Sets war aber Rising Tide. Hier kam ihre Stimme einfach am Besten zur Geltung und ich mochte auch ihr Guitarpicking und den Text ("can we fix it with our love can we rise above").
Was soll ich sagen? Ich schwebte am Ende Richtung siebter Himmel und wollte am liebsten nicht mehr von meiner Wolke runter. Mia Doi Todd hat in unserem Wohnzimmer gespielt, ich kann es immer noch nicht glauben!Was für ein unglaublicher 3. April!
Setlist June Madrona, Oliver Peel Session # 21, Paris:
01: Tent Caterpillars 02: The Western Flight 03: Tinnitus 04: The Sea Of Cortez 05: Our Friends 06: Coeur d'Alene 07: David's Apartment 08: Cascadia Summer 09: Inside Your Body 10: Santa Fe 11: Wolf Dream
Setlist Mia Doi Todd, Oliver Peel Session # 21, Paris:
o1: Where Does The Time Go (Sandy Denny) 02: Summer Lover 03: Paraty 04: River Of Life 05: Sleepless Nights 06: La Vie En Rose (Edith Piaf) 07: Rising Tide 08: Open Your Heart 09: All My City 10: Gracias A La Vida (Violeta Parra) 11: La Havana 12: What If We Do? 13: In The End
Links:
- English review & Pictures by Rockerparis, klick! - die gleichen Acts im Espace B, drei Tage zuvor, klick! - jede Menge Fotos von dieser Session mit June Madrona und Mia Doi Todd, klick! - Videos dieser Session bei Amazingbands, klick! - Merci beaucoup à amazingbands pour les superbes vidéos!
Mein Zuhause. Mein Blog. ist als kleines privates Konzert- Tagebuch entstanden. Und weil es zur Zeit musikalisch so spannend ist, wächst unsere Sammlung schnell. Wir schreiben die Berichte spontan, unüberarbeitet und so zeitnah wie möglich. Die Reviews stehen meist noch in der gleichen Nacht online, spätestens jedoch am nächsten Tag. Musik ist für uns vor allem Spaß und keine Wissenschaft.
Wir sind: Oliver Peel aus Paris Christoph aus nicht weit von Köln Julius aus Wien Gudrun aus Karlsruhe Tanita aus Mainz Jens aus Stuttgart Ursula aus Frankfurt Michael aus Chemnitz Dirk aus Mönchengladbach Vielen Dank unseren Gastautoren!
Willst Du mitmachen? Oder hast Du Anregungen? Über Kommentare (auch kritische) freuen wir uns sehr.