Montag, 3. Februar 2014

Sophie Jamieson, Stuttgart, 29.01.14

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Konzert: Sophie Jamieson
Ort: Cafe Galao in Stuttgart
Datum: 29. 01. 2014
Dauer: etwa 60 min
Zuschauer: rappelvoll - etwa 70-80


Quietly, you catch the dark (aus Glass)

Ich sprach hier schon kürzlich darüber, dass ich gerade im siebten Himmel bin. Und nach dem wunderbaren Konzert in Darmstadt nutzte ich natürlich auch die zweite Gelegenheit, Sophie Jamieson mit ihrer Band live zu erleben. Im schönen Café Galao hatte ich außerdem eine nette Weiberrunde dabei. Schon gleich nach der Arbeit hatten wir uns verabredet zum essen und quatschen - und um einen Platz an der Bühne zu  haben!


Es war ein wunderbarer Tag gewesen und ich hatte mich sehr auf den Abend gefreut. Als ich im Galao eintraf, war der Soundcheck im Gange. Das gab mir die Gelegenheit zu einem kleinen Hallo und ein paar Fotos, die dann später im Konzert niemanden stören würden. Kurz danach trafen auch die anderen ein und wir stellten fest, dass wohl noch viele andere die gleiche Idee gehabt hatten: Das Cafe war schon zwei Stunden vor Konzertbeginn gut gefüllt.



Ab da wurde es stetig voller und voller und sich zu unterhalten immer schwieriger. Alle verfügbaren Sitzgelegenheiten wurden an den Start gebracht und zur Toilette konnten wir vor dem Konzert nur noch durchs Fenster über den Bürgersteig und zur Tür wieder herein... Schön, als dann 20:40 Uhr endlich die Musik losging. 


Nicht nur vor sondern auch auf der Bühne war es einigermaßen eng. Als der Bass gestrichen wurde, musste ich bei mir denken, dass der Bart auch keinen Millimeter länger sein dürfte, um nicht im Stück mitzuspielen.


Im Vergleich zum Samstag erwartete ich, dass die Band hier wohl ein bisschen mehr Zeit für ihr Set haben würde. Das erwies sich als zutreffend, wenngleich ich gern noch 1-2 mehr Lieder gehört hätte. Angenehm fiel mir auf, dass Sophie deutlich selbstbewusster - mehr angekommen - schien. Die Ansagen waren alle verständlich und mitunter richtig witzig und mit einem verschmitzen Lächeln garniert. Das Publikum umarmte sie von Anfang an mit Welcome und reichlich Applaus, als sie erzählte, dass sie sich das erste mal von ihrer britischen Insel runter getraut hätten...


Das Set hatte für mich viele Stellen, die mir in ihrer Vertrautheit schmeichelten, aber auch interessante Neuentdeckungen wie Glass und Take. Bei Glass notierte ich mir die Zeile These are the wars that I can win vom Text und dachte - die lyrics muss ich doch noch einmal anschauen. Welche Kriege traut sie sich hier zu?  Das The weight comes zeigte sich ein wenig getriebener als auf der CD, aber nicht weniger schwermütig, Dinah bestach durch die innige Melodie (fast als wäre es ein Wiegenlied für ein Baby). Bei I don't beglückwünschte ich mich schließlich endgültig, nach Stuttgart gekommen zu sein. Emotionaler und stärker geht es wirklich nicht!


Beim als neues Stück angekündigtem Take war ich wieder ganz bezaubert vom expressiven Schlagzeug (wie ja schon in Darmstadt) und während Other kam es fast zum Schwertkampf der Gitarrenhälse, als die Gitarre massiert und verhauen wurde und das nur Zenitmeter neben dem Bass.


Bei Ode to the East war mein live-Faszinosum zuerst der gestrichene Bass. Eigentlich ist ja in diesem Song alles ganz, ganz ruhig und lebt von ganz verinnerlichten Emotionen, aber wie sich der Song live ins hymnische steigerte, war Wahnsinn, zumal es dabei gar nicht laut sondern nur intensiver und intensiver wurde. Und als es schließlich kurz vor Ende einen Moment ganz still wurde war die wieder einsetzende Stimme von Sophie messerscharf im Ziel und schnitt mir das Herz heraus. Was diese schüchterne Frau da mit sparsamsten Pinselstrichen vermag! Und wie eindrucksvoll es mit diesen Bandgenossen funktioniert.

Es gibt noch Konzerttermine in Deutschland. Mehr muss ich hier sicher nicht sagen...



Setlist:
01: The weight comes
02: Glass
03: Dinah
04: I don't
05: Take
06: Stain
07: Other
08: Ode to the east

09: Give (Z)

Aus unserem Archiv:
Einladung zu den Konzerten (Oliver)
Sophie Jamieson, 25. Januar in Darmstadt (Christoph)
Sophie Jamieson, 25. Januar in Darmstadt (Gudrun)




Sonntag, 2. Februar 2014

Glasvegas, Köln, 26.01.2014

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Konzert: Glasvegas
Ort: Gebäude 9, Köln
Datum: 26.01.2014
Dauer:Glasvegas 105min, Charter 35min
Zuschauer: max. 400, nicht ausverkauft



Glasvegas. Einer der wohlklingendsten Bandnamen überhaupt. Banalerweise nur die Mischung aus dem Tribut an die bodenständige schottische Heimat und dem klassischen Hauch Amerika mit seinen glitzernden verheißungsvollen Metropolen. Wenn der Name im negativen Sinne zum Programm wird...

Ich persönlich ließ mich von meiner Liebe zum schweren schottischen Akzent, dem stark von Van Gogh inspirierten Plattencover ihres Debütalbums und der schmerzhaften Melancholie des Nachfolgewerks EUPHORIC///HEARTBREAK\\\ sehr schnell um den Finger wickeln. Ende 2013 folgte dann Album Nummer drei der Alternative-Rock-Band aus Glasgow namens Later...When The TV Turns To Static, das wohl in etwa dem Mittelweg zwischen Stadionatmosphäre von Album Nummer eins und alles überlagerndem vor Pathos triefendem Herzschmerz von Album Nummer zwei entspricht.

Als freudige Überraschung an einem sonst mäßig euphoriebeladenen Abend fand meine erste Live-Begegnung mit Glasvegas im letzten Herbst im Vorprogramm von Hurts statt. Wenige schrammelnde Songs, kaum verständliche Vocals, Stroboskoplichtgewitter und ein Frontmann der wahlweise mit Lederjacke oder knappgeschnittenem Oberteil wortkarg aber doch irgendwie sympathisch den Rockstar markiert. Weite Teile der Hurts-Fanmeute zeigten sich schockiert, doch für mich war es seltsamerweise haargenau das, was ich mir ausgemalt hatte. Also einige Monate später dann mit einer gefährlichen Mischung aus Skepsis und Neugier trotz Kälte, Dunkelheit, Regenwetter und ausgeprägter Sonntagslethargie ab zum Tourauftakt ins Kölner Gebäude 9 – perfekte Voraussetzungen also für einen Abend, der hinter den Erwartungen zurückbleiben wird.

Während der Vorgruppe Charter ist das recht kleine Gebäude 9 maximal halb gefüllt. Interessanterweise, aber trotzdem sehr unangenehmerweise, fast schon verärgerte Stille seitens des Publikums, als bei der Vorstellung der Band erwähnt wird, dass sie aus Berlin kommen. Tja, dafür gibt’s wohl mittlerweile aus Prinzip keinen Applaus mehr. Viel mehr Worte kann ich leider über die Vorband auch nicht verlieren, um keine schlechten Worte verlieren zu müssen. Zu unausgegoren und zugleich deutlich repetitiv gestaltet sich das dargebotene Set. Über weite Strecken leider nur höflicher Applaus, statt ehrlicher Begeisterung.

So sehr es mir das Herz bricht, wird die mittelmäßige Stimmung, die sich während der Vorgruppe bereits angekündigt hatte, den Abend maßgeblich bestimmen und vielleicht wären die Menschen, die sich während der Vorgruppe noch einfanden, besser wahlweise auf ihrer Couch oder gleich im warmen Bett liegen geblieben. Das Set beginnt mit dem Titelsong des aktuellen Albums, der leider nicht besonders zu überzeugen weiß. Zu leiernd, zu wenig Inhalt. Man könnte die mangelnde Stimmung natürlich auf den Sonntagabend schieben, man könnte anmerken, dass es sich um den ersten Abend der Tour handelt, dennoch wären das alles nur Ausflüchte, da eine wirklich gute Band genau diese Stimmung zu vertreiben weiß bzw. sich davon bestenfalls nicht beeinträchtigen lässt. 

Vor allem bei Songs von EUPHORIC///HEARTBREAK\\\ jedoch macht sich bemerkbar, dass Glasvegas auch anders können. Euphoria, Take My Hand, The World Is Yours und auch Lots Sometimes, das den Abend überzeugend beschließt, retten in Ergänzung mit It Is My Own Cheating Heart That Makes Me Cry und Geraldine des Debütalbums den Abend halbwegs.


Diesen zu wenigen Glanzpunkten sind aber zu viele Schwachpunkte gegenübergesetzt, die sich vor allem in den ruhigen Momenten bemerkbar machen, in denen die Stimme des Sängers James Allan nicht alleine zu tragen vermag. Irgendwo zwischen verschiedenen Stilen, großen Gefühlen und Fußballgesängen scheinen Glasvegas sich verloren zu haben. Die Songs des neuen Albums wissen halbwegs zu überzeugen; das zutiefst dunkle I'd Rather Be Dead (Than Be With You) beispielsweise sehr schön mit mehrstimmigem und mehrhändigem Klavierspiel in Szene gesetzt. Auch das Zusammenspiel mit dem Publikum spiegelt den Abend adäquat wider – höflich, charmant und in manchen Momenten sichtlich bemüht, aber irgendwie fehlt im großen Ganzen das gewisse Etwas.

Objektiv betrachtet eine solide Leistung, mehr aber, trotz aller Sympathie für die nette Band von Nebenan, leider nicht. Definitiv lässt sich hier keine bedingungslose Empfehlung aussprechen, aber für Freunde heiserer Krächzvocals und breiter von schwerem schottischen Dialekt plattgewalzter Lyrics trotzdem mal ganz nett. In den Momenten in denen sich Glasvegas merklich in ihrer Musik fallen lassen können blitzt glücklicherweise aber durch, was an diesem Abend wohl noch möglich gewesen wäre. Schade, maybe next time.


Setlist: Glasvegas. 26.01.2014. Gebäude 9 Köln


01 Later... When The TV Turns To Static
02 Youngblood
03 It Is My Own Cheating Heart That Makes Me Cry
04 Euphoria, Take My Hand
05 I Feel Wrong (Homosexuality, Part One)
06 If
07 Secret Truth
08 The World Is Yours
09 Dream Dream Dreaming
10 Geraldine
11 Ice Cream Van
12 Go Square Go

13 Flowers & Football Tops (Z)
14 I'd Rather Be Dead (Than Be With You) (Z)
15 Daddy's Gone (Z)
16 Lots Sometimes (Z)


Aus dem Archiv:




Konzertempfehlungen für Berlin Februar und März 2014

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Willkommen bei den Konzertempfehlungen für Berlin für die kommenden zwei Monate. Meine persönlichen Highlights habe ich rot markiert. Besonders freue ich mich auf Moonface (09.02.), Samantha Crain (10.02.), das stargaze-festival in der Volksbühne (14.-16.2.), Grails (07.03) und Hauschka (22.03.). Viel Freude beim Stöbern und Ergänzungen sind - wie immer - gerne gesehen!


Februar:


02.02.  Entertainment For The Braindead - T Berlin
02.02.  Robert Henke - Haus der Kulturen der Welt
03.02.  The Hidden Cameras - HAU
03.02.  Blitzkids MVT - Berghain Kantine
03.02.  Elaiza - Grüner Salon
04.02.  Martin Gallop - Privatclub
05.02.  Turbostaat - Schokoladen
05.02.  His Golden Messenger - Monarch
05.02.  Kellerklänge 31 - Kultstätte Keller
06.02.  Aoife O´Donovan - Privatclub
06.02.  Iza Lach - Privatclub
06.02.  Turbostaat - Bi Nuu
06.02.  Me & Kat Frankie & My Drummer - HO Berlin
06.02.  Mogwai - Tempodrom
06.02.  Ulver - Lido
07.02.  Vincent Long - Sofasalon
07.02.  Milky Chance - Astra
07.02.  Flittchenbar - Südblock
07.02.  Annamaykantereit - Badehaus
07.02.  Turbostaat - Lido
07.02.  Mary Ocher + Ofrin - HO Berlin
08.02.  Dictaphone + Raz Ohara Ensemble - HO Berlin
08.02.  Paint Me Picasso - Privatclub
08.02.  Turbostaat + Findus - SO36
08.02.  The Milk Carton Kids - Heimathafen
09.02.  Au Revoir Simone - Lido
09.02.  Dorian Wood - Privatclub
09.02.  Golden Kanine - Badehaus
09.02.  John Waters - Volksbühne
09.02.  Kilians - Postbahnhof
09.02.  Lobomyr Melnik + Moonface - HO Berlin
10.02.  Samantha Crain - Monarch
10.02.  Twenty One Pilots - Postbahnhof
11.02.  Heather Nova - Passionskirche
11.02.  Nikos Zournis - Privaclub
11.02.  The Soft Moon - Berghain
12.02.  Patti Smith - Apostel Paulus Kirche
12.02.  Happy Jawbone Family Band - Westgermany
12.02.  Me & Kat Frankie & My Drummer - Waschhaus Potsdam
12.02.  Solander - Privatclub
13.02.  Jenny Wilson - Prince Charles
13.02.  Arthur Beatrice - Privatclub
13.02.  Ja, Panik - Lido
13.02.  Manel - Bi Nuu
13.02.  Maximo Park - Huxley´s
13.02.  St. Vincent - Postbahnhof
14.02.  Babylon Circus - Lido
14.02.  PUP - White Trash
14.02.  Nils Frahm, Holy Other, Cantus Domus - Volksbühne
15.02.  Pantha Du Prince, 1000 Robota - Volksbühne
15.02.  Adam Ant - Postbahnhof
15.02.  Bill Callahan - Heimathafen
15.02.  Vance Joy - Privatclub
16.02.  Alin Coen Band - Huxley´s
16.02.  Die Höchste Eisenbahn - Lido
16.02.  Mouse On Mars, My Brightest Diamond - Volksbühne
17.02.  Ben Taylor - Privatclub
17.02.  Future Islands - C-Club
17.02.  James Arthur - Postbahnhof
17.02.  James Vincent McMorrow - Heimathafen
17.02.  Ron Pope - Lido
18.02.  Deep Dark Woods - Crystal
18.02.  Bombay Bicycle Club - Postbahnhof
18.02.  Brother & Bones - Comet Club
18.02.  Gary Numan - Imperial
18.02.  Kendra Morris - Maschinenhaus
18.02.  Samaris - Berghain Kantine
18.02.  Ian Fisher - Auster Club
18.02.  Long Distance Calling - Lido
18.02.  Stromae - Astra
19.02.  Chris Pureka - Privatclub
19.02.  Eyedress - Berghain Kantine
20.02.  Graciella Maria - Untertitel
20.02.  Cage The Elephant - Lido
20.02.  Death Letters - Monarch
20.02.  Haim - Astra
20.02.  Nathaniell Rateliff - Bi Nuu
20.02.  Satellite Stories - Berghain Kantine
20.02.  The Burning Hell - Weser 58
20.02.  Wasp Summer + Ryan O´Reilly - Marie Antoinette
21.02.  Birdpen - Berghain Kantine
21.02.  Frederico Albanese & Poppy Ackroyd - Grüner Salon
21.02.  City And Colour - Huxley´s
21.02.  Ry X - Passionskirche
22.02.  Damien Jurado - Heimathafen
22.02.  Fenster (Record Release Party) - SchwuZ
22.02.  David Judson Clemmons - Roter Salon
22.02.  Gesaffelstein - Huxley´s
22.02.  MarieMarie - Grüner Salon
22.02.  Rainer Von Vielen - Privatclub
22.02.  Supreme Cuts - Berghain Kantine
23.02.  Nina Persson - Heimathafen
23.02.  Paper & Places - Privatclub
23.02.  Click Click Decker - Roter Salon
24.02.  Mariam The Believer - Privatclub
24.02.  Unmap - Prince Charles
24.02.  Matt Elliott - Roter Salon
24.02.  William Fitzsimmons - Postbahnhof
24.02.  We Invented Paris - Bi Nuu
25.02.  Balthazar - Postbahnhof
25.02.  Ben Schadow & Band - Privatclub
25.02.  Moderat - Columbiahalle
25.02.  Mutual Benefit - Berghain Kantine
26.02.  Breton - Privatclub
26.02.  The Notwist - Heimathafen
26.02.  Dena - Berghain Kantine
26.02.  The Head And The Heart - Kesselhaus
27.02.  Birdy - Astra
27.02.  Fanfarlo - Bi Nuu
27.02.  Moderat - Columbiahalle
27.02.  Per Anders - Privatclub
28.02.  Matt Pryor - Privatclub
28.02.  Cloud Boat - Imperial
28.02.  Tinariwen  - BiNuu



März:


01.03.  Aufbau West - Privatclub
01.03.  Fever Creek Festival mit Town Of Saints
02.03.  I Am Oak - Privatclub
02.03.  Lydia Lunch - Grüner Salon
02.03.  Ryan Sheridan - Postbahnhof
03.03.  A Wilhelm Scream + Aspai - Cassiopeia
03.03.  Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra - Volksbühne
04.03.  Bonnie Prince Billy - Apostel Paulus Kirche
04.03.  The Dope - about blank
04.03.  The Excitements - Privatclub
05.03.  Boho Dance - Badehaus
05.03.  John Newman - Huxleys
05.03.  John Allen - Schokoladen
05.03.  Forest Swords - Berghain
05.03.  Rob Lynch - Privatclub
05.03.  Howe Gelb - Magnet
06.03.  Neneh Cherry - Berghain
07.03.  Coogans Bluff - Bassy
07.03.  Grails - Comet Club
08.03.  John Murry - Privatclub
08.03.  Messer - Cassiopeia
08.03.  Wille & The Bandits - Comet Club
09.03.  Maria Taylor - Comet Club
10.03.  Midlake - Heimathafen
10.03.  VUM - tba
10.03.  Nadine Shah - Frannz
10.03.  Nils Frahm - Philharmonie
11.03.  John Grant - Berghain
11.03.  The Deer Hunter - Magnet
11.03.  The Intersphere - Comet Club
12.03.  Anna Calvi - Huxleys
12.03.  Darkside - Astra
12.03.  Die Heiterkeit - Privatclub
12.03.  The Soft Hills - Badehaus
13.03.  Miraculous Mule - Privatclub
13.03.  Prefuse 73 - Gretchen
14.03.  Blackbird Blackbird - Gretchen
14.03.  Finner & Band - Privatclub
14.03.  Nachtklänge 74 - Heilig Kreuz Kirche
14.03.  Toy - Comet Club
15.03.  The Jezabels - Astra
15.03.  The Lone Below - Privatclub
15.03.  Thees Uhlmann & Band - Lindenpark Potsdam
16.03.  Someone Still Loves You Boris Yeltzin - Privatclub
18.03.  George Ezra - Berghain Kantine
18.03.  Joseph Huber - Auster Club
18.03.  King Khan And The Shrines - Lido
18.03.  Left Boy - Astra
18.03.  Yuck - Imperial
19.03.  MØ - Magnet
19.03.  Chrysta Bell - Grüner Salon
19.03.  Hundreds - Heimathafen
20.03.  Edgar Tones - Privatclub
20.03.  Oum Shatt - about blank
20.03.  Austin Lucas, Emily Barker & PJ Bond - Cassiopeia
20.03.  Theodore, Paul & Gabriel - Maschinenhaus
22.03.  2Raumwohnung - Astra
22.03.  Gregor McEwan & Band - Privatclub
22.03.  Hauschka (Record Release) - Radialsysteme V
24.03.  Tuxedomoon - K17
24.03.  We Are Scientists - Lido
25.03.  Chvrches - Columbiahalle
25.03.  Joan As Policewoman - Postbahnhof
25.03.  Wye Oak - Privaclub
26.03.  Blaudzun - Privatclub
26.03.  Teho Teardo & Blixa Bargeld - Berghain
26.03.  Arliss Nancy - Cassiopeia
26.03.  This Is The Kit - Berghain Kantine
26.03.  Olli Schulz - Lindenpark Potsdam
27.03.  Robyn Hitchcock - Monarch
27.03.  Mark Morriss - Privatclub
28.03.  Lisa Bassenge - Roter Salon
29.03.  Gabby Young & Other Animals - Postbahnhof
29.03.  Michael Gira - Berghain Kantine
29.03.  The Bollock Brothers - BiNuu
29.03.  Angel Olsen - HAU1
30.03.  Bratsch - Grüner Salon
30.03.  Broken Bells - Postbahnhof
30.03.  Peggy Sue - Privatclub
30.03.  Tycho - Privatclub
31.03.  Architects - Lido
31.03.  Gabriella Cilmi - Berghain Kantine
31.03.  Glasperlenspiel - Heimathafen
31.03.  The Baskery - Privatclub


Samstag, 1. Februar 2014

Lanterns on the Lake, Darmstadt, 25.01.14

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Kirchenkonzert der Bedroomdisco mit
  Sophie Jamieson und Lanterns on the Lake
Ort: Friedenskirche in Darmstadt
Datum: 25. Januar
Dauer: 40 min + 65 min
Zuschauer: knapp 400


Im September 2013 habe ich mich verliebt. Die Stimme von Sophie Jamieson war in mein Leben getreten und seitdem lief die wundervolle Musik der EP Where immer und immer wieder zum morgendlichen Tee. Wir hatten schon angefangen Pläne zu machen für ein Wohnzimmerkonzert in Karlsruhe, als sich herausstellte, dass es Anfang 2014 tatsächlich einige Konzerte in Deutschland geben würde. Die Termine in Darmstadt und Stuttgart hatte ich mir fest vorgemerkt und als klar wurde, dass es sogar ein gemütliches Kirchenkonzert geben würde, konnte ich auch Begleitung mit Auto besorgen und mich ganz und gar auf den Darmstädter Abend freuen.



Christoph war scharf auf Lanterns on the Lake, ich voller Vorfreude auf das Liveerlebnis mit Sophie Jamieson - wir trafen uns schließlich in Darmstadt, um uns beide unsere Wünsche von der Bedroomdisco erfüllen zu lassen. Und die Friedenskirche erwies sich als  ein wunderbar einladender Ort mit besten Voraussetzungen für einen schönen Abend mit Musik. Alle standen unter dem Eindruck, dass dies ein besonderer Abend werden würde.



Es war der erste Abend der Tour außerhalb der britischen Insel für Sophie und ihre drei Männer Liam Hoflay, Alex Betancourt and Amos Memon. Ich glaube, sie waren ein bisschen geplättet, dass es gleich mit einem so großen Format begann und alle Ansagen von Sophie waren ganz verhuscht, weil sie sich wohl am liebsten verkrochen hätte. 


Aber musikalisch gab es nichts zu verstecken. Im Gegenteil passte die spröde und sich Minute um Minute entfaltende Musik wunderbar in diesen Rahmen. Das Publikum war ganz aufmerksam und honorierte das gehörte mit enthusiastischem Applaus.



Überraschend für mich war es, wie sehr mich beim Liveerlebnis die Beiträge der Mitmusiker fesselten. Ihre Beiträge höre ich nun auch von Konserve ganz deutlich: Das behutsame Spiel des Schlagzeugers mit einer bemerkenswerten Frisur; den Mann am Bass, der bei einigen Stücken, die Saiten strich und die ganze Zeit wie ein guter Junge rüberkam und den Mann an der E-Gitarre, der ganz kunstvoll und filigran seine Akzente setzte. Sie alle machten die Stücke erst so intensiv, dass es die Balkendecke der Kirche immer wieder mal ein Stück weit anhob, obwohl es nie wirklich laut wurde.



Nach für meinen Geschmack etwas zu langer Pause ging es schließlich mit Lanterns on the Lake weiter. Es begann mit einem zünftigen Walzer und die gestrichene Gitarre rechts vorn war der Hingucker.  Man sollte für ihn den Preis des hingebungsvollsten Gitarristen einführen! 



Später wurde es ordentlich laut, es rumste und krachte. Zum Teil intensiv, zum Teil für mich auch zu Schlagzeug-betont. Was ich besonders schade fand bei der eigentlich sehr filigran zusammengebauten Musik. Damit wurde nämlich z.B. die exzellente Geige zugedeckt, die in den leiseren Stücken für mich einfach nur wunderbar anzuhören war. Aber das ist jammern auf hohem Niveau, denn natürlich haben mich die fünf Musiker mit diesem Konzert ganz für sich eingenommen und damit einen neuen Fan gewonnen.


Liebe Bedroomdisco - bitte weiter so!



Aus unserem Archiv:
Lanterns on the Lake, Darmstadt, 25.01.14 (Christoph)
Lanterns On The Lake, Köln, 23.01.14
Lanterns On The Lake, Köln, 09.11.11
Lanterns On The Lake, Paris, 05.11.11
Lanterns On The Lake, London, 07.09.11

Mehr Bilder:





Stephen Malkmus & The Jicks, Köln, 31.01.14

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Konzert: Stephen Malkmus & The Jicks
Ort: Gebäude 9, Köln
Datum: 31.01.2014
Dauer: Stephen Malkmus & The Jicks gut 90 min, The Megaphonic Thrift 28 min
Zuschauer: 2/3 volles Gebäude 9



Vor anderthalb Jahren spielte Stephen Malkmus ein Solokonzert auf dem Dach des Museum Ludwig, mein erstes King Ludwig Konzert und mein erstes Konzert mit Stephen aber ohne Pavement. Der Auftritt war in jeder Hinsicht wundervoll, der mächtige Dom im Hintergrund, vorbeirasende Unwetterwolken und dazu großartige Lieder und Gastauftritte der kleinen Malkmus-Töchter (Lottie sang ein Stück namens Balloons, vom Vater begleitet) - und hat mir alle folgenden ein wenig versaut. Weil es eben nicht mehr besser geht. Das Konzert mit den Jicks ein paar Monate später war gut, diese Konstellation ist mir aber nur die drittliebste nach Pavement und Stephen solo. Trotzdem sprach natürlich überhaupt gar nichts dafür, das heutige Konzert auszulassen, schließlich sind Stephen Malkmus & The Jicks trotz der großen internen Konkurrenz eine tolle Band!

Wie das Konzert war und ob die Aufforderung "Seid pünktlich da, damit Ihr die Vorgruppe nicht verpasst" sinnvoll war, gleich hier ausführlich!

Setlist The Megaphonic Thrift, Gebäude 9, Köln:

01: Exploding eyes
02: Raising flags
03: Bergen revels (?)
04: Moonstruck
05: Broken glass, yellow eyes
06: Neues

Setlist Stephen Malkmus & The Jicks, Gebäude 9, Köln:

01: Chartjunk
02: Rumble at the rainbo
03: (Do not feed the) Oyster
04: Forever 28

05: Share the red
06: The janitor revealed
07: Lariat
08: Senator
09: Brain gallop
10: Phantasies
11: Shibboleth
12: Asking prize
13: Stick figures in love
14: Out of reaches
15: Cinnamon and lesbians
16: Surreal teenagers

17: Houston Hades (Z)
18: Lions (Linden) (Pavement) (Z)
19: ? (Z)
20: Box elder (Pavement) (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Stephen Malkmus, Köln, 09.06.12 
- Pavement, New York, 23.09.10
- Pavement, New York, 21.09.10
- Pavement, Nijmegen, 06.07.10
- Pavement, Paris, 07.05.10
- The Megaphonic Thrift, Paris, 16.03.12



 

Konzerttagebuch © 2010

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