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Montag, 3. Februar 2014

Sophie Jamieson, Stuttgart, 29.01.14

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Konzert: Sophie Jamieson
Ort: Cafe Galao in Stuttgart
Datum: 29. 01. 2014
Dauer: etwa 60 min
Zuschauer: rappelvoll - etwa 70-80


Quietly, you catch the dark (aus Glass)

Ich sprach hier schon kürzlich darüber, dass ich gerade im siebten Himmel bin. Und nach dem wunderbaren Konzert in Darmstadt nutzte ich natürlich auch die zweite Gelegenheit, Sophie Jamieson mit ihrer Band live zu erleben. Im schönen Café Galao hatte ich außerdem eine nette Weiberrunde dabei. Schon gleich nach der Arbeit hatten wir uns verabredet zum essen und quatschen - und um einen Platz an der Bühne zu  haben!


Es war ein wunderbarer Tag gewesen und ich hatte mich sehr auf den Abend gefreut. Als ich im Galao eintraf, war der Soundcheck im Gange. Das gab mir die Gelegenheit zu einem kleinen Hallo und ein paar Fotos, die dann später im Konzert niemanden stören würden. Kurz danach trafen auch die anderen ein und wir stellten fest, dass wohl noch viele andere die gleiche Idee gehabt hatten: Das Cafe war schon zwei Stunden vor Konzertbeginn gut gefüllt.



Ab da wurde es stetig voller und voller und sich zu unterhalten immer schwieriger. Alle verfügbaren Sitzgelegenheiten wurden an den Start gebracht und zur Toilette konnten wir vor dem Konzert nur noch durchs Fenster über den Bürgersteig und zur Tür wieder herein... Schön, als dann 20:40 Uhr endlich die Musik losging. 


Nicht nur vor sondern auch auf der Bühne war es einigermaßen eng. Als der Bass gestrichen wurde, musste ich bei mir denken, dass der Bart auch keinen Millimeter länger sein dürfte, um nicht im Stück mitzuspielen.


Im Vergleich zum Samstag erwartete ich, dass die Band hier wohl ein bisschen mehr Zeit für ihr Set haben würde. Das erwies sich als zutreffend, wenngleich ich gern noch 1-2 mehr Lieder gehört hätte. Angenehm fiel mir auf, dass Sophie deutlich selbstbewusster - mehr angekommen - schien. Die Ansagen waren alle verständlich und mitunter richtig witzig und mit einem verschmitzen Lächeln garniert. Das Publikum umarmte sie von Anfang an mit Welcome und reichlich Applaus, als sie erzählte, dass sie sich das erste mal von ihrer britischen Insel runter getraut hätten...


Das Set hatte für mich viele Stellen, die mir in ihrer Vertrautheit schmeichelten, aber auch interessante Neuentdeckungen wie Glass und Take. Bei Glass notierte ich mir die Zeile These are the wars that I can win vom Text und dachte - die lyrics muss ich doch noch einmal anschauen. Welche Kriege traut sie sich hier zu?  Das The weight comes zeigte sich ein wenig getriebener als auf der CD, aber nicht weniger schwermütig, Dinah bestach durch die innige Melodie (fast als wäre es ein Wiegenlied für ein Baby). Bei I don't beglückwünschte ich mich schließlich endgültig, nach Stuttgart gekommen zu sein. Emotionaler und stärker geht es wirklich nicht!


Beim als neues Stück angekündigtem Take war ich wieder ganz bezaubert vom expressiven Schlagzeug (wie ja schon in Darmstadt) und während Other kam es fast zum Schwertkampf der Gitarrenhälse, als die Gitarre massiert und verhauen wurde und das nur Zenitmeter neben dem Bass.


Bei Ode to the East war mein live-Faszinosum zuerst der gestrichene Bass. Eigentlich ist ja in diesem Song alles ganz, ganz ruhig und lebt von ganz verinnerlichten Emotionen, aber wie sich der Song live ins hymnische steigerte, war Wahnsinn, zumal es dabei gar nicht laut sondern nur intensiver und intensiver wurde. Und als es schließlich kurz vor Ende einen Moment ganz still wurde war die wieder einsetzende Stimme von Sophie messerscharf im Ziel und schnitt mir das Herz heraus. Was diese schüchterne Frau da mit sparsamsten Pinselstrichen vermag! Und wie eindrucksvoll es mit diesen Bandgenossen funktioniert.

Es gibt noch Konzerttermine in Deutschland. Mehr muss ich hier sicher nicht sagen...



Setlist:
01: The weight comes
02: Glass
03: Dinah
04: I don't
05: Take
06: Stain
07: Other
08: Ode to the east

09: Give (Z)

Aus unserem Archiv:
Einladung zu den Konzerten (Oliver)
Sophie Jamieson, 25. Januar in Darmstadt (Christoph)
Sophie Jamieson, 25. Januar in Darmstadt (Gudrun)




Freitag, 26. April 2013

Susie Asado, Stuttgart, 24.04.13

1 Kommentare
Konzert: Susie Asado
Ort: Café Galao in Stuttgart
Datum: 24. April 2013
Dauer: etwa 60 min
Zuschauer: 20


Aller guten Dinge sind drei?! Diese Woche stehen drei bisher unbekannte Locations auf meinem Konzertplan. Das an drei aufeinanderfolgenden Tagen in drei verschiedenen Städten. Abenteuer! 

Aber der erste "abenteuerliche Abend" ist mehr ein aufwärmen, Fingerübung sozusagen. Längst ist ein Besuch im Galao in Stuttgart dran. Diesmal überzeuge ich sogar meine Familie, denn es geht zu Susie Asado, die dieser Tage in weit südlicheren Gefilden unterwegs gewesen ist und nun noch kurz in Stuttgart Station macht - mit Noel als Begleitung und Begleiter. 


Bequem im Auto und bei herrlichstem Sonnenschein sind wir unterwegs. Es fühlt sich an wie ein Ausflug zu Freunden und ich bin voller Vorfreude (obwohl total müde). Das Galao gefällt mir sofort. So ein Ort der einen freundlich begrüßt. Viele sitzen an den Tischen draußen und genießen den Tag Sommer. Wir platzieren uns schon mal drinnen und in Bühnennähe und verbringen die Wartezeit bis zum Konzert indem wir Gingerbier bestellen und kurz darauf mit den Künstlern Neuigkeiten austauschen. Wie nett!


Ein bisschen schade vielleicht, dass die Sonne viele potentielle Zuhörer draußen hält (vielleicht aber auch gut, denn als es dunkel wird und im Finish des Konzerts schließlich ein Pulk von der Straße hereinkommt, wird mit Sekt angestoßen und ungeniert geschwatzt). So bleiben "wir Pastorentöchter" unter uns. Es gibt Geschichten von den Tagen in Italien und dem Tag in Bern.


So viele Eindrücke, so viel zu staunen. Und die Musik einerseits vertraut und mich damit wohlig in den Arm nehmend, aber auch mit neuem und mit leicht anderen Facetten als gewohnt. 


Anschließend wünschen wir uns gegenseitig gute Weiterreise mit einem warmen Gefühl in der Brust. Schön, dass sich unsere Wege wieder einmal gekreuzt haben!

Hier ein Live-Eindruck:


Aus unserem Archiv:
Susie Asado in Karlsruhe, 11.11.2012







 

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