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um
11:18
Konzert: Einar Stray Orchestra mit Support Therese Aune
Ort: Club Stereo in Nürnberg
Datum: 12. April 2017
Dauer: 35 min + 80 min
Zuschauer: über 100
Will I die inside before I die?
Diese inbrünstige Frage aus Pockets full of holes vom Einar Stray Orchestra lässt mich nicht kalt. Aber als ich es diesmal wieder aus vollem Herzen mitsang wurde mir klar: Das verhindern u.a. diese fünf jungen Menschen aus Norwegen für mich! Mit ihrer aus allen Schubladen ausbrechenden Musik, mit ihrer umwerfenden Live-Darbietung und auch mit ihren Texten - wenn das bei mir auch manchmal erst sehr viel später (an)kommt... Als bekannt wurde, dass sie nun - endlich! - mit ihrem neuen Album, von dem es ja vor einem Jahr in Frankfurt kräftig Appetit machende Kostproben gab, auf die Reise gehen, habe ich mich so gefreut, dass ich am liebsten gleich am ersten Abend im Societätstheater in Dresden dabeigewesen wäre.

Ich bin lange um den Plan einer Dresdenreise herumgeschlichen, aber das ging sich einfach nicht aus weder mit der Reisezeit zwischen Dresden und Karlsruhe als auch von München, wo ich die Woche dann schließlich verbrachte. Aber München hatte immerhin den Vorzug, dass Nürnberg für einen Abend in greifbare Nähe rückte. Die Zugverbindung zwischen den beiden Städten ist bis in den späten Abend hervorragend und Nürnberg - die zweite Tourstation - wurde gebucht. So würde ich auch den Club Stereo einmal kennenlernen. Zuletzt hatte ich die Band in Trio-Besetzung quasi akustisch in der Storkower Kirche gesehen und ich war neugierig, inwieweit das neue Material auch zu Neuerungen in der Band führen würde.

Zunächst war aber als Vorprogramm Therese Aune für etwas mehr als eine halbe Stunde am Start. Über die Ankündigung, dass sie mit auf die Tour von Einar Stray durch deutsche Lande gehen würde, hatte ich mich sehr gefreut, denn ich wollte sie lange schon einmal live erleben. Sie hatte für sich einen Synthie aufgebaut und das Programm lebte von ihrer Stimme und vorprogrammierten Schnipseln zu ihrer sparsamen Begleitung auf den Tasten. Zu meiner Freude war das Publikum sehr aufmerksam, obwohl das doch im großen und ganzen sehr ruhig war und es auch mal einen Fehlstart zu verkraften gab.
Für den eigentlichen Beginn des Konzertes war der Saal gut gefüllt und es herrschte eine gespannte Atmosphäre für den Auftritt von
Maja Gravoermoen Toresen: Violine & Gesang
Ofelia Østrem Ossum: Cello & Gesang
Einar Stray: Piano & Gesang
Lars Fremmerlid: Schlagzeug & Gesang
Steinar Glas: E-Bass, Gitarre & Gesang
Aus den Gesprächen ringsum hatte ich entnehmen können, dass es einige "Wiederholungstäter" gab und die Band damit nicht allen neu war. Wie zu erwarten, begannen sie mit einem Programm, das den Schwerpunkt auf die aktuellen Lieder legt. Mir kam es noch druckvoller vor als gewohnt, was aber in dem Kellerklub in Nürnberg (und bei mir) bestens ankam.
Erst dachte ich schon, es gäbe diesmal gar keine Ansagen, aber nach einigen Songs war wohl die Anspannung auf der Bühne etwas gelöst und Einar begrüßte Dresden ganz herzlich... Das war natürlich ein schöner Patzer und wurde dann für den Rest des Konzertes zum running gag umfunktioniert. Ich muss ja zugeben, dass sich für einen der deutschen Sprache nicht so kundigen Dresden wahrscheinlich einfacher als Nürnberg aussprechen läßt....
Nach einem diesmal ganz besonders tänzelnden Chiaroscuro war auch es Zeit, für Ofelia, ihre Brille abzunehmen, was wohl als Stimmungsbarometer taugt. In Dresden wäre die Brille das ganze Konzert drauf geblieben... Inzwischen schon vertraut für mich war das Lied Penny for your Thoughts mir sehr willkommen, um mich wenig später von Sommersaulting total verzaubern zu lassen. Die flimmernden Frauenstimmen waren so herrlich lautmalerisch und wurden dann von ordentlich bums dagegen abgelöst und in Musik gewordene Verwirrung gegossen.
Ein wenig verblüfft war die Band wieder darüber, dass im Publikum niemand auf den Wagentyp VW Caravelle reagierte. Ich musste zu Hause auch erst einmal googlen welches Kultauto sie in ihrem Lied zur Matrix für ein sommerlich frohes Lebensgefühl machen. Dann wurde es schon Zeit für den Anlauf zum Finale. Mein so heiß geliebtes wieder sehr hymnische Pockets full of holes und Synthesis mit einer Schlagzeugorgie. Die Band wurde über den Verlauf des Konzertes wirklich aufs Schönste gefeiert und mit Aufmerksamkeit begleitet. Und so mussten wir auch nicht zu lange um eine Zugabe bitten.
Es gab einen sehr ruhigen Song, wo sich vor meinem inneren Auge die Sonne im Meer spiegelte und schließlich zum Abschied das immer noch supertolle Lied Caressed. Ein wunderbares Konzert war damit zu Ende und am Merch sammelten sich die Leute, um sich die neuen Lieder mit nach Hause nehmen zu können.
Setlist:
01: Last lie
02: As far as I'm concerned
03: Glossolalia
04: Dear Bigotry
05: Chiaroscuro
06: Penny for your thoughts
07: 20.000 nights
08: Sommersaulting
09: Politricks
10: Thrasymachus
11: Caravelle
12: Pockets full of holes
13: Synthesis
14: Seen you sin (Z)
15: Caressed (Z)
Tourdaten:
11.04. Dresden Societätstheater
12.04. Nürnberg Club Stereo
13.04. Wien Fluc
14.04. Aflenz Sublime
15.04. Zürich Bogen F
17.04. Freiburg Waldsee
18.04. Köln Arttheater
23.04. Bielefeld Nrzp
24.04. München Milla
25.04. Leipzig UT Connewitz
26.04. Berlin Berghain Kantine
27.04. Hamburg Nochtspeicher
Aus unserem Archiv:
Einar Stray, Storkow, 26.08.16
Einar Stray Orchestra, Frankfurt, 02.06.16
Einar Stray Orchestra, Darmstadt, 16.05.15
Einar Stray, Berlin, 01.01.14
Einar Stray, Köln, 20.06.12
um
12:32
Erster Tag des Alínae Lumr Festivals
für mich mit Konzerten von LEA und Einar Stray Orchestra
Ort: Storkow
Datum: 26. August 2016
Dauer: 50 min + 45 min
Zuschauer: 50 und 300 (rammelvolle Kirche)
Wir hatten uns ein bisschen verschätzt mit unserer Fahrradtour, die wir so geplant hatten, dass sie rechtzeitig zum ersten Tag das Festivals alínae lumr in Storkow enden sollte: Wir waren etwas früh da. Aber so setzten wir uns in den Schatten am Markt und beobachteten das Schauspiel, wie unter einer gewissen Freitags-Nachmittags-Geschäftigkeit der Einheimischen die Stadt Storkow ganz sachte von den ALus übernommen wurde. Alles sympatisch, gesittet und geordnet und da wohl auch Petrus ein Ticket erworben hatte, war selbst das Wetter nur zum
Mit dem Beginn des ersten Konzerts des Programms am Mühlenfliess waren die Schatten schließlich auch lang genug, um sich ganz entspannt auf die Wiese zu lümmeln und LEA zuzuhören. Die mit ihrem letzten Lied so etwas wie den Spruch für das Festival ausgab: Nichts ist schöner als hier mit dir zu sein. Und das gilt nicht nur für Igel und Stachelschwein!
Ich hätte LEA normalerweise schon als Vorprogramm von Sóley am 26. Juli in Frankfurt erlebt. Aber dann war ich krank und konnte nicht fahren. Zwischenzeitlich hatte immerhin Oliver schon ein Statement abgegeben nach dem Treffen in Haldern. Ich war eigentlich nicht so sehr vor Ort, weil die Musik der jungen Frau so total meins ist. Sondern mehr, weil es als Auftakt für das Wochenende so gut passte.
Sonne, Wiese, voller Apfelbaum, dazu nette Leute ringsum und Liedtexte zwischen Melancholie und genauem hinschaun. Eine Stimme, die mich manchmal sehr berührte. Sympatisch und ehrlich wirkte das, auch gut gemacht. Sie berichtete von Kooperationen mit Nisse (für das Lied Dach) und Sebastian Madsen (für das Lied Staub) und tatsächlich hatte sie uns am Ende mit ihrem süßen und stachligen Liebeslied alle so weit, dass wir alle ein bisschen verliebt waren und noch eine Zugabe verlangten.
Setlist:
01: Vakuum
02: Kennst Du das
03: Wohin willst du
04: Dach
05: Du & Ich
06: Schwerelos
07: Staub
08: Applaus
09: Igel & Stachelschwein
10: Rückenwind (Z)
Anschließend hatte ich auf meinem privaten Programm den Markt, wo es (nachdem LEA ein wenig länger als ursprünglich geplant gespielt hatte) gleich Girlie geben würde (der Soundcheck hatte uns die letzten Songs auch schon ziemlich zerdonnert). Die hatten es aber nicht arg eilig mit dem Beginn und ich schwankte zwischen der Möglichkeit, mich auf der Burg umzusehen oder gleich mal auf die näher liegende Kirche umzuschwenken und letzteres gewann (auch dank einer gewissen Müdigkeit nach einem heißem Tag). In der Kirche war das Einar Stray Orchestra angesagt - mein am meisten herbeigesehntes Event für den ersten Tag in Storkow.
Es zeigte sich, dass die Besetzung diesmal ein Trio war, nämlich:
Maja Gravoermoen Toresen: Violine & Gesang
Ofelia Østrem Ossum: Cello & Gesang
Einar Stray: Flügel & Gesang
Das Konzert begann ohne Gesang mit Teppet faller, wo die kammerkonzertanten Möglichkeiten des Settings gleich ganz und gar ausgepielt wurden. Die Kirche war bis in die Gänge hinein gefüllt mit sehr sehr aufmerksamen, leisen und schließlich enthusiastisch klatschendem Publikum.
Auffällig war für mich zunächst, dass Einars üblicher Sitztanz am Flügel nur halb so seltsam wirkte wie sonst am E-Piano. Direkt in der ersten Ansage thematisierte er die bittersüße Beziehung zu Kirchen und Religion. Für sie sei der Raum Kirche immer noch sehr heimatlich besetzt dabei aber der Missbrauch im Säen von Misstrauen zueinander ein verhasstes Ärgernis.
Ich freute mich auch sehr über eine weitere Möglichkeit, Pocket full of holes zu hören und ein bisschen mitzusingen. Die Blicke gingen in unserer Reihe hin und her, saßen doch zwei Leute bei mir, mit denen ich dieses Erlebnis beim Neujahrskonzert 2014 in Berlin hatte teilen dürfen, als das Lied zum ersten Mal live gespielt wurde. Ein weiterer großartiger Gänsehaut-Moment war die acapella Fassung zu dritt von For the country.

Es gab schließlich auch einen Hinweis auf das fertige und von mir schon heiß ersehnte neue Album (im Januar 2017) und einen der neuen Songs: Penny for your thoughts. Sehr sehr schön passten natürlich auch die Klassiker und hier wieder als Rausschmeißer eingesetzten Chiaroscuro und Caressed in der Fassung des Tages in den Kirchenraum und es fiel uns allen sehr schwer zu akzeptieren, dass es WIRKLICH keine Zugabe geben würde, wenn wir auch noch so sehr bettelten... Dieses Konzert allein wäre die Fahrt nach Storkow schon wert gewesen! Und wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören, deshalb war nach dem Verlassen der Kirche für diesen Abend für mich der erste Festivaltag zu Ende.
Setlist:
01: Teppet faller
02: Pockets full of holes
03: Thrasymachus
04: For the country
05: Penny for your thoughts
06: Chiaroscuro
07: Caressed
Tourdaten Lea
26.09. Leipzig Täubchenthal
27.09. Dresden Scheune
28.09. Marburg Waggonhalle
29.09. Münster Hot Jazz Club
30.09. Kassel Theaterstübchen
09.10. Stuttgart Keller Klub
10.10. Saarbrücken Klub Garage
11.10. Darmstadt Centralstation (Lounge)
12.10. Erfurt Museumskeller
Alle Fotos
Aus unserem Archiv Berichte von 2015: Tag 1, 2, 3
Lea, Haldern, 11.08.16
Einar Stray Orchstra, Frankfurt, 02.06.16
Einar Stray Orchestra, Darmstadt, 16.05.15
Einar Stray, Berlin, 01.01.14
Einar Stray, Köln, 20.06.12
um
13:31
Konzert: Einar Stray Orchestra
Ort: Das Bett in Frankfurt
Datum: 2. Juni 2016
Dauer: 90 min
Zuschauer: knapp 40
Es ist mal wieder so weit: ich sitze total übermüdet, aber mit einem breiten Grinsen am Rechner, um über einen besonderen Abend zu berichten. Und auch (schon) wieder: Fast ist es des guten zu viel dieser Tage (*). Soll heißen, ich habe mir die Fahrt nach Frankfurt wirklich sehr, sehr gut überlegt. Aber nachdem ich das Einar Stray Orchestra beim Orange Blossom Festival im schönen Beverungen nicht sehen konnten, war mein Leidensdruck einfach zu groß um diese Gelegenheit ungenutzt verstreichen zu lassen und ich rede mir ein, ab Montag gibt es Winterschlaf (das Wetter ist ja danach!).

Fast wie eine Belohnung für meine Courage, mir mal wieder eine halbe Nacht um die Ohren zu schlagen, gab es für mich einen Überraschungsgast. Ein herrlicher Bonus, dieses Erlebnis teilen zu können! Zumal ich - nachdem mein Zug kurz vor Frankfurt noch 20 min verbummelt hatte - ein wenig kurz nach knapp in Das Bett hineinrauschte und ausnahmsweise mal ganz froh war, dass es nicht auf den Punkt losgegangen war. Mein geplanter Aufenthalt passte dann zum Glück auch fast auf die Minute zum Konzert (puh!).
Die Live-Stichproben nehme ich nun schon länger und am auffälligsten war für mich zunächst der neue Mann am Bass. Aber die Spielfreude war vom ersten Moment an als die alte zu erspüren. So waren
Maja Gravoermoen Toresen: Violine & Gesang
Ofelia Østrem Ossum: Cello & Gesang
Einar Stray: Piano/E-Gitarre & Gesang
Lars Fremmerlid: Schlagzeug & Gesang
Steinar Glas: E-Bass, Gitarre & Gesang
mit großem Spaß dabei. Am meisten juckte es sie wohl die allerneusten - gerade aufgenommenen Lieder zu präsentieren. Aber bitte Vorsicht mit den neuen Titeln, die in der Setliste unten vermerkt sind! An die Bilder-Setlisten der Cellistin Ofelia bin ich ja schon gewöhnt und wäre enttäuscht, wenn sich etwas an dem Brauch ändern würde. Aber auf der ausgedruckten Setlist hatten viele Songs einen Schlabberversionsnamen.
Und für die neuen Songs habe ich ja keine anderen Informationen und kann nichts "berichtigen". Aber was sind schon Namen? Die Live-Versionen entsprechen ja auch nicht der Wohnzimmer-Fassung auf CD. Und dieser Hang zum Exzess wird meiner Meinung nach eher ausgeprägter über die Jahre, die ich nun schon das Glück habe, ab und zu ein Zipfelchen Live-Erlebnis zu erhaschen. Wieder (wie in Darmstadt) befreite sich Einar zwischendurch vom Stuhltanzen am Piano und war mit einer E-Gitarre auf der Bühne unterwegs. Die Bilder davon sind mir alle verwackelt...
Der inhaltliche Aufbau des Konzertes hatte für mich eine sehr einnehmende Regie. Zunächst einiges Neues (darauf war ich ja auch gespannt!) aber damit noch ungewöhntes - mit Titeln vom zweiten Album etwas gemischt bevor dann etwa ab der Hälfte nach und nach auch meine Lieblings-Kracher kamen. Zunächst - und das der erste richtige Ah-Moment -

Pocket full of Holes - wo ich seit dem Neujahrskonzert in Berlin immer mitgrölen muss - will I die inside before I die - und anschließend die immer und immer wieder Gänsehaut erzeugende acapella Schönheit For the Country. Jemand hielt das aufstellen hierfür schon für die Vorbereitung zur Abschiedsverbeugung... Anschließend wurde noch ein neues Stück eingeschummelt: Deer Beergotry - nee Dear Bigotry (das wurde zum Glück angesagt) um dann 3 - 2 - 1 - Takoff! das Gran Finale einzuläuten, das sich 45 min steigerte und immer weiter steigerte. Im regulären Set gab es nämlich noch meine Lieblinge vom ersten Album, die sich einfach nicht verschleißen und live schon wieder anders und wunderbar schimmern durften: Chiaroscuro und Caressed.

Während 40 Personen im Bett natürlich nicht wie ein volles Haus wirken, so war doch die Begeisterung von Anfang an spürbar und mit Rufen und Applaus wurde wahrlich nicht gespart. Natürlich hatten wir schon am Anfang auf die Liste gesehen, und mit Freude festgestellt, dass noch drei Zugaben vorgesehen waren, die dann auch episch zelebriert wurden (mehr als 20 min für drei Songs!).
Und obwohl ich eigentlich schon im siebten Himmer war, war die letzte Zugabe We are the core seed noch einmal wahnsinniger und mitreißender als alles, was bis dahin geboten worden war. Was für ein Abend - was für eine Band. Ich war rundum glücklich und fühlte mich vom Schicksal beschenkt.
Zwischendurch wurde gar nicht arg viel gesprochen. Außer über das Aufnehmen der neuen Song mit Blick auf den Atlantik, in dem sie jeden Morgen geschwommen wären (im Januar, in Norwegen...) und woher der Trinkspruch Skol im norwegischen kommt. Sie hätten einen Menschen skalpiert, um dann aus dem Skalp (dem Skol) zu trinken. Naja, den nordischen Humor muss man schon ein wenig mögen. Allerdings von Ofelia würde ich mir wohl alles erzählen lassen. Sie hat einfach den Schalk im Nacken! Und ich weiß jetzt auch (endlich), dass sie Einar Stray so aussprechen, wie wir das auch in (nord)deutsch machen würden: mit "ei" und stolper "st".
Leider reichte meine Zeit dann nicht mehr für ein persönliches Dankeschön, denn ich musste mich zum Zug sputen. Noch gibt es ja auch das neue Album nicht zu erwerben. Die Musik wärmte mein Herz noch bis ich drei Stunden nach Konzertschluss endlich auch im heimischen Bett angekommen war.
Mehr Bilder
(*) Nämlich: 29.05. Konzert in KA, 01.06. Konzert bei uns (inkl. zwei Tagen drei Gäste
betreuen), ab 03.06. Maifeld Derby 04.06. Konzert bei uns (mit vier Gästen) und 05.06. noch ein mitorganisiertes Wohnzimmerkonzert.
Setlist:
01: Thrasymachus
02: Penny vor your thoughts
03: Caravelle
04: Arrows
05: Envelope
06: Honey
07: For the country
08: Pockets full of holes
09: Dear Bigotry
10: Chiaroscuro
11: Caressed
12: Beast (Z)
13: Montreal (Z)
14: We were the core seeds (Z)
Aus unserem Archiv:
Einar Stray, Berlin, 01.01.14
Einar Stray, Köln, 20.06.12
Einar Stray Orchestra, Darmstadt, 16.05.15
Tourdaten 2016
08.05. Rostock - Jaz
09.05. Hamburg - Nochtspeicher
10.05. Münster - Gleis 22
11.05. Leipzig - UT Connewitz
14.05. Magdeburg - Moritzhof
15.05. Beverungen - Orange Blossom Festival
22.05. St. Petersburg – Nordic Meta Fest [solo set]
29.05. Moskau – Nordic Meta Fest
31.05. Göttingen - Nörgelbuff
01.06. Oberhausen - Drucklufthaus
02.06. Frankfurt/M. - Das Bett
03.06. Köln -
15:00 Acoustic teaser gig at Le Pop Lingerie
19:00 At The B-Sites Festival
04.06. Chemnitz - Aaltra Vox Open Air
um
11:54
Kirchenkonzert der Bedroomdisco Darmstadt
mit Musée Méchanique und Einar Stray Orchestra
Datum: 16. Mai 2015
Dauer: 50 min + 80 min
Zuschauer: knapp 300
Alle wunderbaren Bilder von Guido - vielen Dank!
Das Jahr 2014 hatte ich mit einem ganz besonderen Neujahrskonzert in Berlin begonnen. Seitdem war für meinen Geschmack viel zu viel Zeit vergangen ohne ein Konzert mit Einar Stray (bzw. dem Einar Stray Orchstra). Irgendwie waren wir im Herbst 2014 nicht mehr zusammengekommen und beim lesen der Mai-Tour Stops hatte ich das Gefühl, dass das wieder nichts wird. Aber dann hatte meine Schwester zugesagt, dass wir das zusammen machen können und damit war Darmstadt der gesetzte Ort. Auch, weil wohl die Darmstädter Kirche einfach die beste Location und das beste Publikum der Tour bieten würde.
Vor Einar Stray hatte das Team der Bedroomdisco noch Musée Méchanique auf dem Programm des Kirchenkonzertes, die ich während ihrer aktuellen Tour eigentlich bequem in Karlsruhe hatte sehen wollen. So trafen wir uns also auf ihrer ersten deutschen Station 2015 und mit (wie sich später herausstellte) längerem Zeitslot. Sie waren auf der Bühne mit vier (nicht fünf) Personen. Wahrscheinlich in der Besetzung
Sean Ogilvie & Micah Rabwin: Gitarre, Piano und Gesang
Matt Berger: Schlagzeug
Brian Perez: Glockenspiel, Synthie, Glocken, Steelgitar, Tasten.
Man liest schon aus der Instrumentenliste heraus, dass mit Klangfarben nicht gespart werden sollte und die Songs sehr sorgfältig möbliert waren. In O, Astoria sorgte auch gleich ein sehr filigraner Beat-Teppich für ein aufhorchen meinerseits. Es wurden vor allem die Stücke der aktuellen Platte From Shores of Sleep geboten und die Live-Fassungen waren denen auf der CD bei mir zu Hause sehr ähnlich.

Ein bisschen musste ich schmunzeln, weil natürlich Sean und Brian so eine Vielzahl an Instrumenten zu spielen hatten, dass sie mitunter hoch konzentriert sein mussten und auch nicht klar war, ob die Arme von Sean mit der Gitarre vorm Bauch noch auf das hintere Keyboard reichen. So holte er sich im dritten Song The open sea mit dem Akkordeon die Tasten näher heran... Es war ein etwas verwegener (aber typischer) Stilmix mit triumphalem Finale. Ganz das, was man an der Band lieben muss. Die Ansagen teilte sich die Band auf mit etwas Deutsch und Spanisch eingemischt. Sie sorgten dafür, dass wir die Musiker als nette Zeitgenossen kennen lernten, die wohl auch den besonderen Ort sehr genossen.

Im letzten Drittel wurde für A wish we spoke auf das aktuellste Video von Rachel Blumberg hingewiesen. Für mich persönlich am überraschendsten war das Bekenntnis, dass das letzte Stück des Sets The old Shaker's Cask direkt durch Robert Schumanns Kinderszenen angeregt ist (konkret durch Der Dichter spricht). Die knappe Stunde mit Musée Mécanique war gut und unterhaltsam und ich kann also die Konzerte nur wärmstens ans Herz legen, wenngleich es auf Dauer vielleicht auch zu wenig abwechslungsreich ist.
Setlist:
01: O, Astoria
02: The Lighthouse and the Hourglass
03: The open sea
04: Like home
05: Castle walls
06: A wish we spoke
07: The man who sleeps
08: The old Shaker's Cask
Tour Musée Méchanique
16.05. Darmstadt – Bedroomdisco
17.05. Karlsruhe – Jubez
18.05. Dresden – Beatpol
21.05. Hasselt – Muziekodroom
22.05. Beverungen – Orange Blossom Special
23.05. Mannheim – Maifeld Derby
24.05. Hamburg – About Songs
25.05. Jena – Glashaus
26.05. Leipzig – Goldhorn
27.05. Nürnberg – MUZ
28.05. Hannover – Feinkostlampe
29.05. Köln – Die Wohngemeinschaft
30.05. Nijmegen – Merleyn
31.05. Leuwarden – Fries Straatfestival
01.06. Zürich- Bogen F
02.06. Freiburg – White Rabbit
03.06. St.Gallen – Folk Café
04.06. Le Port Franc
Nach dem nötigen Umbau begann schließlich der Teil des Abends auf den ich so gespannt war. Die Bühne nahmen nämlich
Maja Gravoermoen Toresen: Violine & Gesang
Ofelia Østrem Ossum: Cello & Gesang
Einar Stray: Piano/E-Gitarre & Gesang
Lars Fremmerlid: Schlagzeug & Gesang
Simen Aasen: E-Bass guitar & Gesang
in Beschlag und damit die mir schon wohlbekannte Besetzung von Einar Stray. Den starken Auftakt durfte das acapella Stück For the Country liefern. Damit war in wenigen Sekunden auch das letzte Schwatzen oder Flüstern im Raum erstorben.
Anschließend folgte Pockets full of Holes, das Lied wo ich unwillkürlich den vor dem Berliner Konzert noch geübten Refrain wieder mitsingen musste: Will I die inside before I die. Was für ein expressives Stück! Leider wurde spätestens im dritten Stück klar, dass wir vom Bass eigentlich nichts hörten. Das änderte sich auch über den Abend nicht. Für Politricks wechselte Einar an die Gitarre und nutzte den Moment für eine erste Ansage. Die Stücke des aktuellen Albums Politricks würden den Abend prägen und davon handeln, was sie für Erfahrungen mit dem
erwachsen werden machen.

Für Aleksander gab es ein herrliches Geigenintro, in das zunächst das Cello einstimmen durfte und erst dann entwickelte sich der Song in der Livefassung. Anschließend setzte Chiascuro einen brillianten Glanzpunkt im Programm. Welche Dynamik und welche Energie! Schließlich gab es als besonderes Geschenk noch ein als Experiment bezeichnetes neues Stück Last light, das sehr elegisch und mit wie ein Metronom schlagendem Beat gleich mein Herz eroberte.
Auch wirklich grandios das letzte Stück des Sets: We were the core seeds. Da ging mir das Herz ganz auf. Zum Glück aber gab es noch zwei Zugaben und der Abend endete auf einer jubilierenden Note mit einem wunderschönen Caressed nach eigentlich zu schnell vergangenen 80 min. Die Fahrt nach Darmstadt hatte sich mal wieder mehr als gelohnt!
Setlist
01: For the country
02: Pockets full of holes
03: Honey
04: Politricks
05: Aleksander
06: Chiaroscuro
07: Thrasymachus
08: Last light (neu)
09: Montreal
10: We were the core seeds
11: Teargas Plateglass
12: Caressed
Tour Einar Stray
14.05. Waldsee, Freiburg
16.05. Bedroomdisco, Darmstadt
17.05. Bedroomdisco, Nürnberg
18.05. FZW, Dortmund
20.05. Schon Schön, Mainz
21.05. Rosenkeller, Jena
23.05. MAU, Rostock
24.05. About Songs Festival, Hamburg
18.06. Schillertage Festival, Mannheim
23.06. Bremen, Lagerhaus
24.06. Berghain Kantine, Berlin
Aus unserem Archiv:
Musée Mécanique, Paris, 24.09.10
Musée Mécanique, Paris, 16.03.10
Musée Mécanique, Heerlen, 07.03.10
Einar Stray, Berlin, 01.01.14
Einar Stray, Köln, 20.06.12
um
16:53
Konzert: Neujahrskonzert mit Dear Reader und Einar Stray
Ort: Volksbühne in Berlin
Datum: 1. Januar 2014
Dauer: 70 min + 90 min
Zuschauer: etwa 700 (ausverkauft)
Alle Fotos Richtung Bühne von Markus - vielen Dank!
What we want and what we need are not always agreed.
Einar Stray und Dear Reader am gleichen Abend in einem wunderschönen Theater an einem Tag, wo ich sowieso Urlaub habe - das klingt eher nach einer Wunschvorstellung geboren in einer übermütigen und trunkenen Silvesternacht. Wie könnte ich so eine wunderbare Einladung also ausschlagen? Dazu noch in der Begleitung des genauso vorfreudigen und zum fotographieren ausgerüsteten Markus. Freilich mussten auch ein paar Kleinigkeiten organisiert werden. Karlsruhe liegt nun einmal ganz schön weit weg von Berlin und die Familienreisepläne kamen auch nur auf 3 Std. Autoentfernung an die Volksbühne heran. Umso schöner war es schließlich, mit Markus ganz nah vor der Bühne zu sitzen und zu wissen: Gleich geht es wirklich los.

Beim Hereinkommen in den Theaterraum der Volksbühne hatte mich schon der Geruch ganz sentimental gemacht. Dieser Bühnenstaub-unter-Scheinwerferbeschuss-Gestank meiner Jugend, wo ich noch regelmäßig jeden Monat je einmal im Theaterabo und einmal im Konzertabo (immerhin im Deutschen Nationaltheater in Weimar) "dran" war an den Brettern, die die Welt bedeuten. Zu diesem wohligen Gefühl trug auch bei, dass vor Beginn des Konzertes geläutet wurde und es tatsächlich ganz pünktlich begann.
Einar Stray mit seinen mir schon aus Köln bekannten Mitmusikern an Geige, Cello, Schlagzeug und Bass begrüßten uns mit einem Streicherintro im Dreiertakt, in das nach und nach erst das Schlagzeug, dann der Bass und schließlich Einar Stray mit Piano und Gesang einstimmten. Es hielt ihn kaum auf seinem Klavierhocker, statt dessen musste er tanzen und sich biegen und unter dem Mikro durchtauchen. Ihm gemäßer waren da die Stücke, wo er den Hocker verlassen durfte und E-Gitarre spielte. Endlich Bewegungsfreiheit!
Die CD Chiaroscuro und die EP For the country laufen bei mir sehr häufig und so waren mir viele der Stücke sehr vertraut. Die Faszination der Livedarbietung lag darin, einerseits die lieb gehaltenen Stücke zu hören (und mit ahhhh im Herzen zu erkennen in den ersten Takten), aber dann doch ganz neu gekleidet oder auf die Spitze getrieben zu finden. So war Caressed deutlich getriebener als gewohnt und Chiaroscuro expressivst auf die Spitze getriebene Essenz des Stückes.

For the country war der erste Moment, in dem ich dachte: Wow, dafür allein hat sich die Anreise gelohnt. Fast nur a capella Satzgesang und eine Strenge und zugleich Milde in diesem desillusionierenden Text auf die Musik übertragen. Da standen uns allen die Tränen in den Augen. Und auch im letzten Stück Teppet Faller, was auf Platte schon die Länge zweier Stücke hat um genug Zeit zu haben in einer explosiven Entladung zu enden, wurden alle ans Herz gewachsenen Stärken des Songs auf der Bühne potenziert. Es ging lange sehr still und rein instrumental - harmonisch und innig zu. Man fragte sich schon ein Stück weit, ob sie uns wirklich so harmlos aus dem Set entlassen wollten.

Aber am Ende wurde einem alles um die Ohren gehauen und ein Schlusspunkt gesetzt, wo eine Bitte um Zugabe wie Tabubruch erschiene. Die andere Faszination des Konzertes war die Freude, ganz neues Material zu hören und z.B. mitzusingen: Will I die inside before I die? Diese Stücke machten alle große Lust auf ein neues Album 2014!
Einar Stray war sehr zurückhaltend mit Ansagen, aber offensichtlich ein Stück weit gerührt darüber, in so einem schönen Saal das Konzertjahr 2014 beginnen zu können. Das Publikum begleitete das ganze Set enthusiastisch mit Applaus und so waren alle nach den 70 Minuten sehr zufrieden und glücklich.
Schade war allerdings, dass in der Abmischung der Musik das Schlagzeug als klarer Sieger hervorging, und es zu häufig die Frauenstimmen und sogar das Keyboard überdeckte. Die filigrane Musik von Einar Stray kam so ziemlich unter Wert verkauft im Publikum an.
Setlist Einar Stray:
1: Alexander
2: Caressed
3: Polytricks (neu)
4: ?? (neu)
5: Chiaroscuro
6: For the Country
7: Pockets full of holes (neu)
8: Montreal (neu)
9: We were the core seed
10: Teppet Faller
Ein Aspekt des Konzertortes, der mir sehr gut gefiel, war, dass man im Foyer der Volksbühne sehr gut seine Zeit verbringen konnte. Eine 20 min kurze Pause hätte ich unter normalen Umständen euphorisch begrüßt, aber hier war es fast zu kurz als Gelegenheit, Leute zu treffen und sich umzusehen. Aber schließlich freute ich mich ja auf Dear Reader und war sehr gespannt, welches Programm sie für uns vorbereitet hatten. Am Ende waren es natürlich wieder überwiegend Lieder vom aktuellen Album Rivonia, aber der Anteil der anderen zwei Alben war mit vier Songs vom ersten und drei vom zweiten Album überdurchschnittlich im Vergleich zu meinen letzten Konzerterlebnissen.
Dear Reader erschienen sichtlich stolz und gerührt auf der Bühne. Alle hatten sich grau, silber glitzernd und schwarz gekleidet, was sehr elegant aussah. Cherilyn MacNeil sprach wie gewohnt viel - viel auf deutsch und manchmal lieber englisch und ab und zu war sie doch zu aufgeregt, um ihre Ansage pointiert zu Ende zu bringen. Aber genau das liebe ich an ihren Konzerten. Sie wirkt so unverstellt und nahbar und ganz und gar zu Hause auf der Bühne. Begleitet wurde sie in Berlin wieder von Emma Greenfield mit Trompete und Gesang, die warme Männerstimme von Sam Vance-Law war dabei, der auch Geige spielte, Thomas Fietz am Schlagzeug und Michael Vinne am Bass (und Gesang!).
Die Abmischung des Sounds war hier tadellos. Das ganze Set war eine einzige Freude für mich. Die Stimmen, das Strahlen der Trompete, das klug eingesetzte Schlagzeug und die Spielfreude aller beteiligten waren auf den Punkt präsent. Besonders emotional nahm mich - wie eigentlich immer - Victory mit. Wonach man sich schon fragt, wozu sie alle die Instrumente mitbringen, wenn allein der Gesang so viel vermag. Cherilyn drückte das nach dem tobenden Applaus auch so ähnlich aus begleitet von ihrem unnachahmlichen Lächeln.
Persönliche Highlights waren für mich außerdem Dearheart - da ging mir schon bei der einleitenden Basslinie das Herz auf! Es war auf einen Platz weit vorn im Set gerückt, was sicher auch als Geschenk ans Publikum gemeint war. Das Lied vom Wal mit dem verrückten Akkordeonrutscher am Anfang ging mir auch wieder ordentlich in die Beine und ins Herz. Der Monkey am Ende der regulären Setlist wurde ordentlich durchgerockt, was ihm gut bekam.
Die drei Zugaben waren dann den Beziehungsliedern reserviert. Da fiel mir auf, wie besonders es doch eigentlich ist, ein Set zu haben, wo es um mehr als das Herzensdurcheinander zwischen Menschen geht (was sich natürlich auch nicht erschöpft und uns im echten Leben ja auch ordentlich beschäftigt - ich will das nicht trivialisieren).
Was blieb nach satten drei Stunden voll schönster Musik an diesem Neujahrsabend: ein übervolles Herz, Freude darüber, dass ich mich auf den Weg gemacht hatte und Dankbarkeit an alle Zuhörer, die genauso gebannt und fasziniert wie ich das Konzert genossen hatten. Wir ließen den Abend noch im Foyer ausklingen und fragten uns, welcher Konzertabend 2014 wohl dieses Neujahrskonzert toppen würde.
Setlist Dear Reader:
1: 27. 04. 1994
2: Down under, mining
3: Dearheart
4: Mole
5: Good hope
6: Man of the book
7: Whale
8: Took them away
9: Cruelty on Beauty on
10: Back from the dead
11: Victory
12: Already are
13: Great white Bear
14: Monkey
15: Left the ground
16: What we wanted
17: Bend
Aus unserem Archiv:
- Einar Stray, Köln, 20.06.2013 (Gudrun)
- Dear Reader, Rüsselsheim, 13.07.2013 (Christoph)
- Dear Reader, Freiburg, 21.05.2013 (Gudrun)
- Dear Reader, Stuttgart, 13.05.2013 (Jens)
- Dear Reader & Herrenmagazin, Freiburg, 13.11.2012 (Gudrun)
- Dear Reader & Get Well Soon, Düsseldorf, 04.10.2012 (Ursula)
- Dear Reader & Get Well Soon, Düsseldorf, 04.10.2012 (Gudrun)
- Dear Reader, Mannheim, 19.05.2012
- Dear Reader, Wiesbaden, 24.01.2012
- Dear Reader & Laura Gibson, Paris, 18.01.2012
- Dear Reader, Weinheim, 16.09.2011
- Dear Reader, Frankfurt, 11.09.2011
- Dear Reader & Ramona Falls, Wien, 08.10.2009
- Dear Reader & Ramona Falls, Marburg, 06.10.2009
- Dear Reader & Ramona Falls, Düsseldorf, 28.09.2009
- Dear Reader, Haldern, 15.08.2009
- Dear Reader, Berlin, 07.08.2009
- Dear Reader & Get Well Soon, Paris, 06.05.2009
- Dear Reader & Get Well Soon, Nijmengen, 25.04.2009
- Dear Reader, Köln, 18.04.2009
- Dear Reader, Paris, 19.02.2009
- Dear Reader & Sophie, Köln, 12.02.2009