Donnerstag, 1. Oktober 2015

Spark, Karlsruhe, 26.09.15


Konzert: Spark - die klassische Band
Ort: Ausklang - Schloßgarten Karlsruhe
Datum: 26. September 2015
Dauer: 70 min
Zuschauer: mehrere Tausend


Es war schon ein besonderer Samstag Abend für mich. Der letzte Tag des Karlruher Stadtgeburtstags-Marathons, an dem ich mich so lange gerieben hatte, um dann doch Teile davon zu umarmen. Und dieser Abschied sollte nun also ausgerechnet von Spark eingeläutet werden, die ich sowieso sehr schätze und nicht etwa von einer vordergründig massentauglichen Musik (*). Die letzten Auftritte mit Spark, die ich miterleben konnte, lagen schon etwas zurück und dort hatten das Material ihres Volksmusik-geerdeten Albums Folk Tunes vorgestellt. So hatte ich mir vor meinem inneren Auge vorgestellt, dass es ein Cross-over von klassischen Instrumenten, modernen und frischen Stücken mit zwischendurch sehr archaisch tanzbaren Teilen geben würde und fand das eine wirklich gute Wahl für so einen Abend an dem man mit vielen Besuchern rechnet, die nicht extra für die konkrete Musik kommen, sondern für die Veranstaltung und das Abschied nehmen.


Der Abend verlief dann aber etwas anders. Andrea Ritter und Daniel Koschitzki mit ihren Blöckflöten in allen Größen und Lagen und die Streicher Stefan Glaus und Victor Plumettaz ließen sich diesmal von Julia Okruashvili am Flügel begleiten und hatten im Programm vor allem die Stücke ihres neuesten Albums Wild Territories. Und das ist über weite Strecken sehr viel stärker an zeitgenössischer experimenteller klassischer Musik orientiert und in meinen Augen nicht so einfach zugänglich. Zumal wenn man ja die Musik zum allerersten Mal im Konzert um die Ohren gehauen bekommt.


Die sprichwörtliche Spielfreude von Spark war selbstverständlich groß wie immer und so schafften es die fünf Musiker tatsächlich, ein dahergelaufenes Publikum mit ihrer Musik zu begeistern. Die Kinder fanden es durchaus tanzbar und im Publikum ging auch der eine oder andere Fuß im Takt mit. Es durfte gestaunt werden über die Bravourstücke mit den Subbassflöten und in der geplanten etwa einen Stunde auf der Bühne erklangen Candybox, Venetian Gondola Song, Beyoncé, Alpha Dog I & II,  und ein Telemann Presto mit nur sehr sparsamen Ansagen und Erklärungen unterbrochen zu tosendem Applaus.


Ich muss sagen, das hätte ich mir vorher nicht vorstellen können. Und natürlich musste dann auch noch eine Zugabe her. Zu meiner großen Freude war das letzte Stück  Nymans An Eye For Optical Theory - ein Lieblingsstück von dem mir so ans Herz gewachsenen Folk Tunes Album - in meinen Augen ein echter Reißer. Liebe Veranstalter lasst Euch das ins Herz schreiben - die Leute können gute Musik genießen, wenn man sie ihnen präsentiert.

(*) z.B. einer Coverband mit Hits der 80er, usw.



Tourdaten:
24.09. Gent Handelsbeurs Concertzaal
25.09. Limoges Place de la République
26.09. Karlsruhe, Pavillon
27.09. Warschau Teatr Wielki
27.09. Warschau Teatr Wielki
11.10. Den Haag Nieuwe Kerk
15.10. Grenoble Auditorium Du Musée
17.10. Weingarten, Walzbachhalle
18.10. Giengen an der Brenz, Walter-Schmid-Halle
24.10. Zeulenroda, Dreieinigkeitskirche
31.10. Karlsruhe, Büchele Luft- und Klimatechnik
19.11. Leverkusen, Schloss Morsbroich
26.11. Davos
28.11. Nizza C'est pas classique
29.11. Rapperswil Schloss




Aus unserem Archiv:
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Spark, Karlsruhe, 30.06.12
 



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