Donnerstag, 4. November 2010

Konzertankündigung Slut

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Konzertankündigung: Slut
Orte & Daten


Geht es nach der Fachjournaille und den Feuilletons, so sind Slut eine deutsche Band, die so gar nicht deutsch klingen mag. Das ist ja auch etwas Gutes, denn so ist der potenzielle Empfängerkreis der Slut'schen Musik gleich um einiges größer. Wäre ja auch schade, wenn man die Autos mit den vier Ringen aus Ingolstadt (wo Slut herkommen) nur in Deutschland fahren könnte!
Am Besten fahren Slut dennoch in deutschsprachigen Gefilden. Und so touren sie nach der abgeschlossenen Corpus Delicti-Tour mit Juli Zeh, die auch einen höchst anregenden Abend im Wiener WUK enthielt, gleich wieder. Unter anderem auch in Wien, wo der geschätzte Teenbeat Club bereits jetzt ein volles Haus vermelden kann.
Slut haben sich auch wieder was Feines ausgedacht, es dürften ihnen die Konzerte klassischen Zuschnitts etwas fad geworden sein, und geben ausschließlich (?!) Songs ihrer ersten beide Alben For Exercise And Amusement und Interference zum Besten.


Ausgewählte Konzerttermine von Slut (ohne Gewähr):

08.11.2010: Lido, Berlin

09.11.2010: Logo, Hamburg

10.11.2010: Luxor, Köln

12.11.2010: B72, Wien

13.11.2010: Feierwerk, München



Sarah Jeanne & Setting Sun, Paris, 02.11.10

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Konzert: Sarah Jeanne & Setting Sun
Ort: Le Pop In
Datum: 02.11.2010
Zuschauer: als ich kam 17


Sarah Jeanne Ziegler ist mir zum ersten Mal in meinem Leben im eigenen Wohnzimmer begegnet. Ich weiß gar nicht mehr, wie es dazu kam, daß sie zur Session mit June Madrona in unserer guten Stube landete. Sie war bereits Fan der tollen Truppe aus Olympia und hatte irgendwie davon Wind bekommen, daß die Amis bei uns spielen. Ich fand Sarah Jeanne auf Anhieb sympathisch und sie berichtete mir hinterher, daß sie selbst Musik macht. Erst viel später fand ich die Zeit, einmal in ihre Songs bei MySpace reinzuhören. Sehr zärtliche und warmherzige Lieder, genau wie ich die Pariserin kennengelernt hatte. Ich mag die Wehmut in ihrer Stimme, die Unaufgeregtheit, die intime Note ( dringende Anspieltips So It Goes und besonders Tranquil Man). Insofern schade, daß ich das Konzert der Folkeuse im Pop In verpasst habe. Ich war ja vorher bei Syd Matters und als ich um halb 12 eintrudelte, spielte der Amerikaner The Setting Sun bereits seine letzten Lieder. Sarah- Jeanne traf ich dennoch etwas später und wir plauderten ein wenig. Ich ließ es mir nicht nehmen, die Blondine abzulichten und ihre Setlist einzufordern.



Auch Gary Levitt, der Mann hinter dem Moniker Setting Sun, fand lobende Worte für die Französin: "Hey, du hast wirklich eine sehr schöne Stimme" gab er ihr mit auf den Weg. Der dunkelhaarige Bursche hatte zuvor ganz allein vom Leder gezogen. Autor von bereits vier Alben und in Amerika mit guten Kritiken bedacht, ist er in Frankreich leider noch ziemlich unbekannt. Stilistisch wird er verglichen mit Destroyer oder auch Beck, aber in einem kleinen Keller wie dem Pop in klang das Ganze natürlich anders als auf den Alben oder Myspace, zumal er hier und heute nur mit Akustikklampfe antrat und unmöglich die Vielschichtigkeit und die reichhaltige Instrumentierung der Platten nachbilden konnte. Die Songs, die ich noch hören durfte, machten aber richtig Laune und hinterher plauderten wir auch noch ein wenig über das Leben auf Tour, den Kultcharakter des Pop In und seine restlichen Tourtermine. Dann fragte er mich plötzlich: "Hey, you want a CD?" - Ziemlich verdattert sagte ich: "Sorry, I don't have any money with me" und log damit auch nicht, denn ich hatte wirklich alles verpulvert. Dennoch griff er in die Kartonkiste und gab mir sein neues Album Fantasurreal mit auf den Weg. Unglaublich nett, oder?

- Setlist Sarah Jeanne, Le Pop In, Paris, klick!
- Setlist Setting Sun, le Pop In, Paris, klick!

Link:

Eliteblogger Eike hat sich auch bereits mit Setting Sun und seinem kleinen, aber feinen Label Young Love beschäftigt.Man kann dort auch mp3s abstauben. Klick!



Mittwoch, 3. November 2010

Syd Matters, Paris, 02.11.10

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Konzert: Syd Matters

Ort: Le Bataclan, Paris
Datum: 02.11.10
Zuschauer: ausverkauft, also 1500!
Konzertdauer: 105 Minuten


Ein verrückter Konzertabend. Wieder einmal.

Wer uns regelmäßig liest, weiß, daß ich riesiger Fan der Pariser Band Syd Matters bin. Das Konzert meiner Lieblinge im legendären Bataclan (Fassunsgvermögen 1500 Zuschauer) war somit Pflichttermin für den heutigen 2. November 2010. Das Dumme war bloß, daß ich die Sache regelrecht verpennt hatte. Es gibt im Spätherbst/Frühwinter einfach zu viele gute Konzerte auf einmal und ich frage mich ohnehin schon, wie lange ich die Strapazen körperlich und seelisch durchhalten kann. Die für das unsrige Konzerttagebuch durchgearbeiteten Nächte zähle ich schon gar nicht mehr. Langer Rede kurzer Sinn: unkoordiniert und müde wie ich war, hatte ich weder Karte noch Akkreditierung für das seit langem ausverkaufte Konzert. Und die Jungs von Syd Matters kurzfristig noch mit einer Bitte um einen Gästelistenplatz anzuhauen, wollte ich auch nicht. Schließlich waren sie mitten in der Vorbereitung auf diesen mit Spannung erwarteten Auftritt in einem der bekanntesten Konzertsäle der Stadt.

Reichlich traurig fuhr ich gegen 20 Uhr 30 Richtung Pop In, wo ich mich mit den Konzerten der Französin Sarah Jeanne Ziegler und dem Ami Setting Sun auf Gratisbasis trösten wollte. Mein Kohldampf befahl mir aber zunächst einen Besuch in einem indischen Schnellimbiss um die Ecke. Ich stopfte das scharf gewürzte Zeug hastig in mich hinein wie ein seit Tagen völlig ausgehungerter Bergarbeiter und kam plötzlich auf die Idee, doch mal vor dem Bataclan vorbeizuschauen. Der Konzertsal liegt wohlgemerkt nicht weit vom Pop In entfernt, ich konnte also zu Fuß hin-und herlaufen. Ich hoffte wie durch ein kleines Wunder, irgendwelche Bekannte aus dem Umfeld der Band zu treffen, die mich in letzter Minute einschleusen. Vor der Tür hingen aber nur noch ein paar Schwarzhändler rum, die die Tickets für 40 Euro verkaufen wollten. Ich lehnte dankend ab und sah plötzlich ein recht junges Mädchen, das mich fragte, ob ich ihr ihre überschüssige Karte zum Normalpreis abkaufen wolle. Sie habe sich gerade mit ihrem Freund gestritten und der Kerl sei dann einfach wutschnaubend abgehauen. Ursprünglich hatte sie vor, mit ihrem Lover das Konzert zu besuchen. Nun aber hatte sie eine Karte über. Ich bezahlte ihr die 24 Euro und wir wünschten uns beide ein schönes Konzert. Sie dachte nicht im Traum daran, sich den Abend komplett vermiesen zu lassen und ging auch mit rein.

Drinnen hatte die Show schon seit einer Weile begonnen. Meine Uhr war um kurz vor 21 Uhr stehengeblieben, aber es war nun schon bereits halb zehn. Eine knappe halbe Stunde hatte ich also dummerweise verpasst. Das Set sollte aber 105 Minuten dauern, so daß das nicht allzu tragisch war. Dass sich mein Kommen definitiv noch gelohnt hatte, stellte sich ohnehin schon nach wenigen Minuten heraus. Ein ungemein fein austarierter, glasklarer Sound erfüllte das Rund, die Gitarren klangen unverschämt melodiös und Jonathan Morali sang schön wie nie zuvor. Innerhalb von 10 Minuten war ich mental hundert Prozent bei der Sache und tauchte ganz tief ab in die wunderbaren Klangwelten, in die uns die Pariser entführten. Sensationell wie brillant hier aufgespielt wurde! Alles passte, das Zusammenspiel der fünfköpfigen Gruppe funktionierte wie am Schnürchen. Die Stimmung im Publikum war entsprechend prima. Syd Matters haben ohnehin die besten Fans der Welt. Alle sind sie nett, friedlich und rücksichtsvoll, keiner nervt, keiner kommt einem dumm. Ein Mädchen, das vor mir stand, bot mir sogar ihren Platz an, damit ich bessere Fotos schießen konnte. Es war wie an Weihnachten oder Neujahr, wo sich Fremde auf der Straße ein frohes Fest, oder ein gutes neues Jahr wünschen. Es fehlte nur noch, daß wir uns alle wie in der Kirche an die Hand nahmen. Mit leuchtenden Augen blickten die Leute nach vorne, wo sich die fünf hochsympathischen und angenehm bescheiden gebliebenen Musiker alle Mühe dieser Welt gaben, um ihren Fans etwas zu bieten. Dieser Einsatz kam wahnsinnig gut an und nach jedem beendeten Lied gab es lange Ovationen für die Helden auf der Bühne. Fast eingeschüchtert bedankten sich die Musiker mit einem kurzen Kopfnicken. Dann konzentrierten sich wieder auf ihr feines Programm. Wenn ich eben die peacige Atmosphäre erwähnte, so lag das sicherlich am Sound von Syd Matters. Der Gesang von Jonathan Morali war (wie immer) fast pastoral zu nennen, die traumhaft schönen Chorgesänge hätten genauso gut von einem Kirchenchor stammen können und die Orgel gab dem Ganzen eine feierliche Note. Eine angenehme Wärme durchflutete meine ganzen Körper und ich erlebte das Konzert wie einen schönen Traum. Die Songs vom neuen Album Brother Ocean funktionierten prächtig und besonders Lost sorgte für einen mächtigen Klos in meinem Hals. So muss es wohl klingen wenn man im Paradies aufgenommen wird. Chöre so profund schön, daß kein Dichter dieser Welt sie mit Worten beschreiben könnte, ein Refrain der im Ohr hängenbleibt ("what a strange feeling to be lost") und ein perfektes, elegantes Zusammenspiel wie bei Real Madrid. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatten sie mich völlig um ihren Finger gewickelt. Die guten Songs reihten sich wie Perlen auf einer Kette, End & Start Again bot die melodischsten Gitarren der Welt, It's a Nickname swingte ungeheuerlich, Anytime Now! rockte ungewohnt laut und bei Obstacles andymöllerte ich wie blöd. Es war einfach zu ergreifend, ich konnte nicht anders als heiße Tränen zu vergießen. "Let's say sunshine for everyone, but as far as I can remember we've been migratory animals, living under changing weather", da bleibt einfach kein Auge trocken. Glasigen Blickes sah ich die Band zum ersten Mal die Bühne verlassen...

Nach einer Weile kam zunächst Jonathan alleine zurück und trug die reduzierte Balade Shore* vor, bevor die andern vier wieder mit hinzustießen und gemeinsam den Seelentröster Everything Else zelebrierten. Ein Fest. Dann trat Olivier Marguerit nach vorne und heizte dem Publikum klatschenderweise ein, um es bei Me & My Horses zum Mitmachen zu bewegen. Der Song war an Dramatik kaum zu überbieten und katapultierte sich von Minute zu Minute weiter nach oben. So etwa Fulminantes hatte ich schon lange nicht mehr gehört, das hatte fast epische Ausmaße wie bei A Silver Mount Zion! Die Zuschauer jubelten wie unter Droge. Dann war wieder Schluß. Oder doch nicht? Nein, es ging weiter. Lost Bird erreichte Werte auf der Melancholieskala, die man eigentlich nur von Genies wie Nick Drake (Fruit Tree) oder Elliott Smith her kennt. Aber Syd Matters müssen keinen Vergleich scheuen, sie spielen in einer ganz hohen Liga. Nach dem David Bowie Cover Space Oddity räumten sie mit To All of You, einem für die Serie Oc California beutzten Song, noch einmal auf ganzer Linie ab. Was für ein unfassbares Konzert! Weltklasse, absolute Weltklasse!

Nächster Halt auf dem Weg in den französischen Pop Olymp: das Olympia.! In dieser Kultstätte spielen Syd Maters am 29. März 2011. Ich bin wieder dabei. Logisch! In spätestens 20 Jahren wird man Syd Matters eh in einem Atemzug mit Serge Gainsbourg nennen.





Setlist Syd Matters, Bataclan, Paris, klick!

Aus unserem Archiv:

Syd Matters, Paris, 20.09.10
Syd Matters, Paris, 21.01.09
Syd Matters, Paris, 11.06.08
Syd Matters, Paris, 13.02.08
Syd Matters, Paris, 25.05.07
Syd Matters, Paris, 31.01.07


- * Top Video, Syd Matters Shore akustisch auf le hiboo.com. Unbedingt angucken. Klick!



Dienstag, 2. November 2010

Tame Impala & My Bee's Garden, Paris, 01.11.10

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Konzert: Tame Impala & My Bee's Garden

Ort: La Maroquinerie, Paris

Datum: 01.11.10

Zuschauer: ausverkauft

Konzertdauer: My Bee's Garden, etwa 35-40 Minuten, Tame Impala 70 Minuten



So etwas nennt man dann wohl einen Hype. Leute, die mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln (inklusive Bestechunsgversuche des Kartenabreißers) versuchen, noch in die restlos ausverkaufte Maroquinerie (Kapazität: 500 Plätze) zu kommen und Veranstalter, die auf den ausgehängten Zettel schreiben: "Le concert est vraiment complet!!!"- das Konzert ist wirklich ausverkauft!!!).

Fragt sich bloß, ob der Rummel um die psychedelisch rockenden Australier Tame Impala wirklich gerechtfertig ist. Das Szenario erinnert mich ziemlich stark an die Anfänge von MGMT. Auch da spielete eine junge Band zunächst in der Maroquinerie, bevor die Jungs dann ein paar Nummern größer wurden und in das Olympia (Kapazität 2500) wechselten. MGMT mochte ich - genau wie heute Tame Impala, damals in der Maroquinerie sehr, gingen mir schon ziemlich bald aber auf den Wecker. Ob mir mit Tame Impala das Gleiche passiert. Erst hui dann pfui? Schau' mer mal...

Demnächst ein ausführlicher Bericht! Dann auch lobende Worte zu den Parisern My Bee's Garden, die auch auf der Deutschland Tour Support von Tame Impala sein werden.

So hier ist er , der ausführliche Bericht:

Knoti Seauton - erkenne dich selbst.

Diesen Spruch, der Socrates (ein Philosoph, kein Rocker) zugeschrieben wird, brachte mein damaliger Mathepauker sehr gern. Ich bekam das Sätzlein in die Fresse geballert, als ich nach vorangegangener mündlicher Prüfung auf die Frage: "welche Note würdest Du dir selbst geben?" mit: "eine 2", antwortete. Mein Lehrer schüttelte den Kopf, grinste und meinte: "Knoti seauton, Oliver. Für mich war das eine vier. Weil du aber Selbstbewußtsein gezeigt hast, einigen wir uns in der Mitte, du kriegst eine 3"...

Kevin Parker, der kluge Kopf hinter der australischen Band Tame Impala ist mit seiner Selbsteinschätzung viel realistischer als ich damals. "Ich habe Probleme auf der Bühne charismatisch zu wirken, ich glaube ich gebe einen sehr schlechten Rockstar ab", sagte der langmähnige Barfußlatscher dem französischen Rolling Stone in einem Interview. Wie recht er hat! Charismatisch fand ich ihn beim Auftritt in der Pariser Maroquinerie nicht die Bohne. Allein schon die Tatsache, daß er nicht wie es sich gehört in der Mitte, sondern an der Seite singt und Gitarre spielt, spricht gegen ihn. Ich muss zugeben, daß ich gewisse Probleme hatte, ihm die gespielten 70 Minuten zuzugucken. Wie er da mit seine Käsefüßen auf die unzähligen Pedalen trat, sich seine strähnigen Haare nach hinten kämmte und bisweilen an der Seite danieldüsentriebte, das war schon wenig ästhetisch. Kein Vergleich zu meinen männlichen Helden der Musikszene: Paul Banks, Troy von Balthazar, Bill Callahan. Was sind diese Herren doch elegant in allem was sie auf der Bühne tun!

Aber mit dieser nicht bösartig gemeinten Lästerei bin ich auch schon durch mit meiner Kritik. Musikalisch war das Set der Australier nämlich tadellos. Sie spielten frisch und frei auf, hauten umbarmherzig ihre Hits raus und variierten wunderbar Tempo und Lautstärke. Vor einer flimmernden grünen Leinwand performend, zogen sie mit ihrer Mischung aus psychedelischem 60ies Pop, 70 er Jahre Hardrock und modernem Elektropop das Publikum schnell auf ihre Seite. Lange war die Stimmung in der knackig vollen Maroquinerie nicht mehr so elektrisch aufgeladen wie heute! Zum Crowdsurfing kam es zwar nicht ganz, aber es fehlte manchmal nicht viel.

Für eine solch junge Band war die Hitdichte beeindruckend. Solitude Is Bliss mischte schon sehr früh die Meute auf und man sah vorne die Köpfe der Zuschauer schnell nach vorne und hinten schnellen. Der treibende Rhythmus ging aber auch wirklich in die Beine und der Song schien fast wie der perfekte Soundtrack für ein Bikerrennen mit 200 Sachen! Letztlich wurde der (nackte) Fuß nie vom Gaspedal genommen und einige Leute rockten die ganzen 70 Minuten wie wild mit. Cool! Ich persönlich wurde von Desire Be, Desire Go am meisten gepackt. Mann, das war ein Hammer! In diesen Song packten die Jungs wirklich all ihre musikalischen Einflüsse rein, es war wie eine Zeitreise durch den Rockkatalog der letzten vierzig Jahre. Unverschämt melodisch und catchy und diabolisch wild und schnell. Auch hier dachte ich wieder an ein möderisch gefährliches Motorradrennen über einen Higway!

Tame Impala schenkten den Leuten wirklich krass ein und am Ende sah man unzählige schweißgebadete aber glückliche Gesichter. Herrschende Meinung war hinterher, daß man wohl die letzte Chance genutzt hat, die Senkrechtstarter in solch einem intimen Rahmen zu erleben. Sie spielen demächst definitiv in wesentlich größeren Locations. Darauf kann man einen lassen! Achso: Ohrenstöpsel nicht vergessen! Und früh zu den Konzerten in Deutschland und der Schweiz kommen, denn die Mädels (und der eine Junge) von My Bee's Garden sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern sie haben auch ein paar richtig schöne dreampoppige, shoegazige Songs im Gepäck, mit denen sie sicherlich einige Zuschauer bezaubern werden (wer eine ausführlichere Info zu My Bee's Garden haben möchte, lese bitte meine Archivartikel, die ich unten verlinkt habe).



Setlist Tame Impala, La Maroquinerie, Paris:

01: It's Not Meant To Be
02: Solitude Is Bliss
03: Make Up Your Mind
04: Alter Ego
05: Lucidity
06: Expectation
07: Interlude
08: Desire Be, Desire Go
09: Sundown Syndrome
10: Reprise
11: Medley-Remember Me
12: Skeleton Tiger
13: Half Full Glass Of Wine

- Aus unserem Archiv:

Tame Impala, Paris, 26.08.10

My Bee's Garden, Paris, 15.05.10
My Bee's Garden, Paris, 07.02.10


- Links:

- Das Klienicum zum Album Innerspeaker von Tame Impala. Eike schreibt (hier!) gewohnt blumig: "Tame Impala gelingt dabei ein Album seismografischer Abtastung all jener Klangexponate, die für eben jenes Genre herhalten müssen."


- Auch Spiegel Online schwärmt und zwar hier

Ausgewählte Konzerttermine von Tame Impala (ohne Gewähr):

03.11.2010: Botanique, Brüssel
04.11.2010: Gebäude 9, Köln
05.11.2010: Mascotte, Zürich
06.11.2010: Le Romandie, Lausanne
08.11.2010: B72, Wien
09.11.2010: 59: 1 München,
11.11.2010: Beatlemania, Hamburg
12.11.2010: Rolling Stone Weekender, Wangels



Mice Parade & Silje Nes & Laetitia Sadier, Paris, 31.10.10

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Konzert: Mice Parade & Silje Nes & Laetitia Sadier (Daniel Lippel)

Ort: Café de la danse,Paris
Datum: 31.10.10
Zuschauer: 31.10.2010
Konzertdauer: von 20 Uhr bis 22 Uhr 45!


Fabelhafte Künstler am letzten Tag des Monats Oktober im Pariser Café de la Danse! Mice Parade hatten unglaublich gute Support-Acts für diese Tour verpflichtet. Die Norwegerin Silje Nes (auf dem Foto)hauchte ihre zarten Folksongs ins Mikro und ließ mich dahinschmelzen, Laetitia Sadier (Stereolab, Monade) spielte abgesehen von einem Song ihre Stücke vom ersten Soloalbum The Trip (+ 3 von Monade) alleine auf der Elektrischen und überzeugte durch Stimme und gutes Songwriting und Mice Parade boten als Headliner soagr drei verschiedene Sängerinnen auf. Ein wunderbarer Konzertabend (organisiert von den pffifigen Leutchen von Kongfuzi Booking), den man sich prima durch CD-Käufe versüßen konnte. Die Silberlinge von Mice Parade kosteten lediglich 5 (!) Euro, die Scheibchen von Leatitia und Silje waren für moderate 10 Euro zu haben.

Mehr Bericht demnächst!

Setlist Laetitia Sadier, Café de la Danse, Paris:

01: Fluid Sand
02: Lost Language (Monade)
03: Becoming (Monade)
04: Wash'n Dance
05: Invitation (Monade)
06: The Trip
07: Statues Can Bend


Setlist Silje Nes, Café de la Danse, Paris, klick!



 

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