Posts mit dem Label My Bee's Garden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label My Bee's Garden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 5. November 2010

Tame Impala, Köln, 04.11.10

2 Kommentare

Konzert: Tame Impala (& My Bee's Garden)
Ort: Gebäude 9, Köln
Datum: 04.11.2010
Zuschauer: nicht ausverkauft, vielleicht 3/4 voll
Dauer: Tame Impala knapp 70 min, My Bee's Garden 25 min


[Warnung] Wer euphorisch vom Tame Impala-Konzert zurückkommt oder sich wahnsinnig auf die Band aus Australien freut, sollte vielleicht besser hier weiterlesen. Ich gehöre nämlich nicht zur ersten Gruppe.

Vor etlichen Jahren habe ich einmal erlebt, wie ein Australier eine Ratte totgetreten hat - barfuß. Seitdem gehören Aussies mit nackten Füßen für mich in die gleiche Kategorie wie Batman oder Uma Thurman, sie sind Superhelden. Als gleich zwei davon die Bühne des Gebäude 9 betraten (also Australier, nicht Uma Thurmans), konnte eigentlich nichts schiefgehen. Aber offenbar gibt es zwischen dem Treten von Pedalen und Ratten Unterschiede, die heutigen hatten in meinen Ohren nämlich nichts Heldenhaftes, ich fand das Konzert der sehr gehypten Tame Impala äußerst langweilig, in Phasen sogar scheußlich.

Wären vorher mit My Bee's Garden nicht ganz tolle Franzosen aufgetreten, hätte ich die Fahrt nach Köln sehr bereut.

So fing es nämlich an: gegen neun war der Saal noch leer, zumindest vorne. Hinten, zur Kneipe hin, schienen schon viele zu stehen, von da kam nämlich unfassbarer Lärm. Bloggerkollege Oliver hatte mir von den Franzosen vorgeschwärmt, mich aber auch gewarnt, daß sie ohne zwei Musiker (u.a. das Schlagzeug) nach Deutschland kämen. Wären die dabei gewesen, wäre es vielleicht einfacher gewesen, gegen den Krach anzuspielen, so hörte man immer etwas vom Hintergrund, was nervig war.

My Bee's Garden stammen aus Paris und sind ein Projekt von Melody Prochet. Live wurde die Frau mit dem wundervollen Namen von Maude Nadal und Jérôme Pichon (siehe Kommentar) unterstützt. Melody und Maude singen und spielen Keyboard, nein falsch, Melody spielt etwas unendlich Cooleres, ein Omnichord. Jérôme begann mit E-Gitarre und sorgte für die Shoegaze-Note der Musik. Die ersten Lieder erinnerten mich aber trotz der Gitarre vor allem an Au Revoire Simone. Die zarten Stimmen der beiden Sängerinnen ergänzen sich sehr gut, nur ganz selten, eigentlich zu selten für meinen Geschmack kam auch Jérôme zu Gesangseinsätzen.

Eine Besonderheit im Set war das von ihnen regelmäßig gespielte My Bloody Valentine Cover Only shallow gegen Ende, das ich nicht erkannt hätte, weil My Bee's Garden es ganz und gar abgespeckt spielten, eigentlich nur mit Schellen als Instrumentierung, wundervoll! Ach, der ganze (kurze) Auftritt war wirklich toll!

Mit Abstand am besten gefiel mir aber, wie Maude und Melody synchron mitwippten. Ganze Lieder lang trippelten sie nicht nur im Takt, sie hoben auch gleichzeitig rechtes bzw. linkes Bein!

Setlist My Bee's Garden, Gebäude 9, Köln:

01: Bud and Deanie
02: All off a sudden
03: Favorite lion
04: Sailor mood
05: Lone wolf's home
06: Only shallow (My Bloody Valentine Cover)
07: Hunt the sleepers
08: New age ballad
09: Single finger

Das waren dann auch die neun besten Lieder des Abends. Nachdem My Bee's Garden abgeräumt hatten, betraten die vier Australier, die gerade in aller Munde sind, die Bühne. Tame Impala sind Kevin Parker (Gesang und Gitarre), Dominic Simper (Gitarre), Nic Allbrook (Bass) und Jay Watson (Schlagzeug). Kevin und Dominic stellten sich rechts und links an den Rand, die beiden anderen standen hinten in der Mitte, ein merkwürdiger Bühnenaufbau.

Sänger Kevin hatte ein eindrucksvolles Brett mit Effekten vor seinen nackten Füßen aufgebaut. Hätte mich der Blick auf den Fuß nicht immer wieder abgeschreckt, wäre es durchaus faszinierend gewesen, ihm beim Bedienen der Pedale zuzusehen. Auch der zweite Gitarrist spielte barfuß, die beiden anderen waren zunächst angezogen.

Mit Rock der späten 60er Jahre kann ich nicht viel anfangen, allerdings beschäftige ich mich damit mangels Interesse auch gar nicht. Mag
also sein, daß Tame Impala so klingen, wie das viele Kritiker schreiben, nämlich so, als kämen sie aus einer Zeitkapsel aus eben jener Epoche. Das wird schon stimmen, beurteilen kann ich es nicht. Für mich sind Referenzen eigentlich wenig relevant, wenn ich Musik zum ersten Mal höre und beurteilen möchte, also habe ich Tame Impala auf mich wirken lassen. Mein erstes Urteil war allerdings schnell gefällt, ich langweilte mich; die psychedelischen Melodien und der sanfte Gesang von Kevin packten mich überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, nach drei Liedern war ich so weit, gehen zu wollen.

Ich blieb und hörte weiter zu. Die Stücke wirkten auf mich beliebig, es blieb nichts hängen. Weil dann auch die Musiker aussahen, als langweilten sie sich genauso, verstärkte das den Effekt des egalen Zuhörens noch weiter. Natürlich bin ich als jemand, der mit 60er Rock, Psychedelic-Rock, Blues und ähnlichen Dingen nichts anfangen kann, nicht der Richtige, ein Konzert von Tame Impala neutral beurteilen zu können. Aber ich habe auch eine große musikalische Neugierde und Toleranz, beides half hier nichts.

Richtig scheußlich wurde es gegen Ende, als Tame Impala
Remember me coverten. Das Original ist Teufelswerk, das Cover nicht viel besser. Nein, eine neue Lieblingsband habe ich hier nicht gefunden.

Ach, aber eines war dann trotzdem extrem toll: auch wenn das
Synchrontanzen der beiden Französinnen schon bemerkenswert war, kam die beste Konzertszene meines Lebens erst bei den langweiligen Aussies. Der Bassist der Band folgte irgendwann dem Beispiel seines Schlagzeugers und zog sein T-Shirt aus. Während einer kurzen Instrumental-Gefrickel-Pause hockte er sich auf den Bühnenboden, nahm die Wasserflasche und wusch seinen nackten Oberkörper! Warum? Keine Ahnung! Ich habe aber so meine Zweifel, daß der Musiker aus einer großen australischen Stadt stammt.

Setlist Tame Impala, Gebäude 9, Köln:

01: It's not meant to be
02: Solitude is bliss
03: Why won't you make up your mind
04: Alter ego
05: Lucidity
06: Expectation
07: Synth interlude
08: Desire be, desire go
09: Sundown syndrome
10: Reprise
11: Remember me (Blue Boy Cover)
12: Skeleton tiger / Half full glass of wine




Dienstag, 2. November 2010

Tame Impala & My Bee's Garden, Paris, 01.11.10

1 Kommentare

Konzert: Tame Impala & My Bee's Garden

Ort: La Maroquinerie, Paris

Datum: 01.11.10

Zuschauer: ausverkauft

Konzertdauer: My Bee's Garden, etwa 35-40 Minuten, Tame Impala 70 Minuten



So etwas nennt man dann wohl einen Hype. Leute, die mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln (inklusive Bestechunsgversuche des Kartenabreißers) versuchen, noch in die restlos ausverkaufte Maroquinerie (Kapazität: 500 Plätze) zu kommen und Veranstalter, die auf den ausgehängten Zettel schreiben: "Le concert est vraiment complet!!!"- das Konzert ist wirklich ausverkauft!!!).

Fragt sich bloß, ob der Rummel um die psychedelisch rockenden Australier Tame Impala wirklich gerechtfertig ist. Das Szenario erinnert mich ziemlich stark an die Anfänge von MGMT. Auch da spielete eine junge Band zunächst in der Maroquinerie, bevor die Jungs dann ein paar Nummern größer wurden und in das Olympia (Kapazität 2500) wechselten. MGMT mochte ich - genau wie heute Tame Impala, damals in der Maroquinerie sehr, gingen mir schon ziemlich bald aber auf den Wecker. Ob mir mit Tame Impala das Gleiche passiert. Erst hui dann pfui? Schau' mer mal...

Demnächst ein ausführlicher Bericht! Dann auch lobende Worte zu den Parisern My Bee's Garden, die auch auf der Deutschland Tour Support von Tame Impala sein werden.

So hier ist er , der ausführliche Bericht:

Knoti Seauton - erkenne dich selbst.

Diesen Spruch, der Socrates (ein Philosoph, kein Rocker) zugeschrieben wird, brachte mein damaliger Mathepauker sehr gern. Ich bekam das Sätzlein in die Fresse geballert, als ich nach vorangegangener mündlicher Prüfung auf die Frage: "welche Note würdest Du dir selbst geben?" mit: "eine 2", antwortete. Mein Lehrer schüttelte den Kopf, grinste und meinte: "Knoti seauton, Oliver. Für mich war das eine vier. Weil du aber Selbstbewußtsein gezeigt hast, einigen wir uns in der Mitte, du kriegst eine 3"...

Kevin Parker, der kluge Kopf hinter der australischen Band Tame Impala ist mit seiner Selbsteinschätzung viel realistischer als ich damals. "Ich habe Probleme auf der Bühne charismatisch zu wirken, ich glaube ich gebe einen sehr schlechten Rockstar ab", sagte der langmähnige Barfußlatscher dem französischen Rolling Stone in einem Interview. Wie recht er hat! Charismatisch fand ich ihn beim Auftritt in der Pariser Maroquinerie nicht die Bohne. Allein schon die Tatsache, daß er nicht wie es sich gehört in der Mitte, sondern an der Seite singt und Gitarre spielt, spricht gegen ihn. Ich muss zugeben, daß ich gewisse Probleme hatte, ihm die gespielten 70 Minuten zuzugucken. Wie er da mit seine Käsefüßen auf die unzähligen Pedalen trat, sich seine strähnigen Haare nach hinten kämmte und bisweilen an der Seite danieldüsentriebte, das war schon wenig ästhetisch. Kein Vergleich zu meinen männlichen Helden der Musikszene: Paul Banks, Troy von Balthazar, Bill Callahan. Was sind diese Herren doch elegant in allem was sie auf der Bühne tun!

Aber mit dieser nicht bösartig gemeinten Lästerei bin ich auch schon durch mit meiner Kritik. Musikalisch war das Set der Australier nämlich tadellos. Sie spielten frisch und frei auf, hauten umbarmherzig ihre Hits raus und variierten wunderbar Tempo und Lautstärke. Vor einer flimmernden grünen Leinwand performend, zogen sie mit ihrer Mischung aus psychedelischem 60ies Pop, 70 er Jahre Hardrock und modernem Elektropop das Publikum schnell auf ihre Seite. Lange war die Stimmung in der knackig vollen Maroquinerie nicht mehr so elektrisch aufgeladen wie heute! Zum Crowdsurfing kam es zwar nicht ganz, aber es fehlte manchmal nicht viel.

Für eine solch junge Band war die Hitdichte beeindruckend. Solitude Is Bliss mischte schon sehr früh die Meute auf und man sah vorne die Köpfe der Zuschauer schnell nach vorne und hinten schnellen. Der treibende Rhythmus ging aber auch wirklich in die Beine und der Song schien fast wie der perfekte Soundtrack für ein Bikerrennen mit 200 Sachen! Letztlich wurde der (nackte) Fuß nie vom Gaspedal genommen und einige Leute rockten die ganzen 70 Minuten wie wild mit. Cool! Ich persönlich wurde von Desire Be, Desire Go am meisten gepackt. Mann, das war ein Hammer! In diesen Song packten die Jungs wirklich all ihre musikalischen Einflüsse rein, es war wie eine Zeitreise durch den Rockkatalog der letzten vierzig Jahre. Unverschämt melodisch und catchy und diabolisch wild und schnell. Auch hier dachte ich wieder an ein möderisch gefährliches Motorradrennen über einen Higway!

Tame Impala schenkten den Leuten wirklich krass ein und am Ende sah man unzählige schweißgebadete aber glückliche Gesichter. Herrschende Meinung war hinterher, daß man wohl die letzte Chance genutzt hat, die Senkrechtstarter in solch einem intimen Rahmen zu erleben. Sie spielen demächst definitiv in wesentlich größeren Locations. Darauf kann man einen lassen! Achso: Ohrenstöpsel nicht vergessen! Und früh zu den Konzerten in Deutschland und der Schweiz kommen, denn die Mädels (und der eine Junge) von My Bee's Garden sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern sie haben auch ein paar richtig schöne dreampoppige, shoegazige Songs im Gepäck, mit denen sie sicherlich einige Zuschauer bezaubern werden (wer eine ausführlichere Info zu My Bee's Garden haben möchte, lese bitte meine Archivartikel, die ich unten verlinkt habe).



Setlist Tame Impala, La Maroquinerie, Paris:

01: It's Not Meant To Be
02: Solitude Is Bliss
03: Make Up Your Mind
04: Alter Ego
05: Lucidity
06: Expectation
07: Interlude
08: Desire Be, Desire Go
09: Sundown Syndrome
10: Reprise
11: Medley-Remember Me
12: Skeleton Tiger
13: Half Full Glass Of Wine

- Aus unserem Archiv:

Tame Impala, Paris, 26.08.10

My Bee's Garden, Paris, 15.05.10
My Bee's Garden, Paris, 07.02.10


- Links:

- Das Klienicum zum Album Innerspeaker von Tame Impala. Eike schreibt (hier!) gewohnt blumig: "Tame Impala gelingt dabei ein Album seismografischer Abtastung all jener Klangexponate, die für eben jenes Genre herhalten müssen."


- Auch Spiegel Online schwärmt und zwar hier

Ausgewählte Konzerttermine von Tame Impala (ohne Gewähr):

03.11.2010: Botanique, Brüssel
04.11.2010: Gebäude 9, Köln
05.11.2010: Mascotte, Zürich
06.11.2010: Le Romandie, Lausanne
08.11.2010: B72, Wien
09.11.2010: 59: 1 München,
11.11.2010: Beatlemania, Hamburg
12.11.2010: Rolling Stone Weekender, Wangels



Dienstag, 12. Oktober 2010

Wildbirds & Peacedrums, Paris, 11.10.10

2 Kommentare

Konzert Wildbirds & Peacedrums (My Bee's Garden)

Ort: Café de la Danse, Paris
Datum: 11.10.2010

Zuschauer: nicht sonderlich viele

Konzertdauer: Wildbirds 75 Minuten, My Bee's Garden etwa eine halbe Stunde



Hmm. Wie war das denn jetzt? Kunst oder Käse? Bevor ich meine Konzerteindrücke über die Schweden Wildbirds & Peacedrums in Worte fasse, muss ich erst noch einmal in mich gehen. Passiert mir eher selten, daß ich kein Statement parat habe, aber in diesem Fall drängt es sich auf, das Geschehene noch einmal in Ruhe Revue passieren zu lassen ...

So, bin in ich mich gegangen, hier der Bericht:

My Bee's Garden, das Projekt der jungen Französin Melodie Prochet, wird in Pariser Indiekreisen immer bekannter. Wie so oft war ich früh am Ball (Eigenlob stinkt? Egal!) und habe bereits am 7. Februar schwelgerisch über den luftigen Shoegaze-Pop von Melody berichtet (klick!). In der Zwischenzeit hat das innovative Label Kitchen (Young Man, Coming Soon, Wave Pictures) zugeschlagen und sich My Bee's Garden unter den Nagel gerissen. Und die Glückssträhne geht noch weiter und wird sie auch bald nach Deutschland führen: als Support der gehypten Psychedelic-Popper Tame Impala treten My Bee's Garden in Köln, München und Hamburg auf. Respekt!

Schade, daß heute in Paris nicht alles so rund lief. Melody, ihre Keyboarderin Maud Nadal (Myra Lee) und ihr Gitarrist Jerôme Pichon (Reza) hatten mit sehr unangenehmen Soundproblemen zu kämpfen. Gleich mehrfach und bei mindestens 4 Liedern knackte der Verstärker auf äußerst häßliche Weise. Die jungen Franzosen nahmen die Sache sehr professionell. Sie erschreckten sich zwar genauso wie die Zuschauer, spielten die Lieder aber zu Ende, als wäre nichts gewesen. Natürlich trübte das die Performance und die hübsch arrangierten Lieder konnten so nicht zu voller Entfaltung kommen. Dennoch: Potential ist bei My Bee's Garden reichlich vorhanden. Fans von Acts wie Pram, Stereolab, Blonde Redhead oder Broadcast sollten bei den Franzosen auf ihre Kosten kommen. Dream Pop ist angesagt und wird auf unterschiedliche Weise zelebriert. Die vermittelte Atmosphäre ist etherisch, traumversunken, melancholisch. Bubblegum-Refrains gibt es nicht, so daß sich die Songs nicht sofort einprägen, dafür aber Langzeitwirkung entfalten. Kommt bei den Konzerten von Tame Impala pünktlich, damit ihr euch die (Wahl)-Pariser in Ruhe ansehen könnt. Es lohnt sich auf jeden Fall, zumal Melody und Maud sehr hübsch sind. Aber das ist nur ein schöner Bonus zur ohnehin ansprechenden Musik...

Das mit dem hübschen Äußeren kann man sicherlich auch auf die Sängerin des schwedischen Duos Wildbirds & Peacedrums beziehen. Mit ihren dunklen Haaren und Augen sieht Mariam Wallentin zwar nicht unbedingt wie die typische Skandinavierin aus (und ist es auch nicht, sie stammt aus dem Iran), ist aber zusammen mit ihrem Ehemann Andreas Werliin fester Teil einer neuen schwedischen Musikszene fernab von Abba. Ihre Freunde heißen Loney, Dear, Lykke Li oder Frida Hyvönen, aber Wildbirds klingen ganz anders als diese folkig-poppigen Schweden. Schwer zu sagen, wem sie stilistisch ähneln. Betreiben wir doch ein wenig Namedropping, nur um eine ungefähre Standortbestimmung zu haben: Fever Ray, Zola Jesus, Björk, My Brightest Diamond, Micachu, Bat For Lashes, Tune-Yards, St. Vincent und ... ähem... Shakira! Das wären die Künstler, die mir in den Sinn kämen. Beschrieben ist damit der Sound von Wildbirds & Peacedrums aber immer noch nicht so richtig...

Das teilweise gothisch oder auch sakral angehauchte Spektakel begann gegen 21 Uhr. Die Sitzreihen waren nicht komplett besetzt, was vielleicht auch daran lag, daß Wildbirds & Peacedrums in der Vergangenheit bereits zwei mal Konzerte in Paris gecancelt haben. Da mochte sich der ein oder andere gedacht haben: diese Schweden können mich mal gern haben! Woran auch immer es gelegen haben mag, Fakt war, daß die Zuschauerresonanz nur mitelmäßig war. Die Band ist aber in der Tat auch eher etwas für Spezialisten. Ihre Musik ist schwer greifbar, experimentell, fordernd, um nicht zu sagen: anstrengend! Einen klassischen Aufbau "Strophe-Refrain- Strophe" gibt es bei dem Pärchen nicht und auch Gitarren fehlen völlig im Instrumentarium. Alles fokussiert sich auf das Zusammenspiel zwischen ihrer Stimme und seinem unkonventionellen Schlagzeugspiel. Ich musste mich schon stark konzentrieren, um den ersten drei Liedern zu folgen. Alles war so spröde, so düster, so wenig einladend. Für mich bisher Uneingeweihten, der noch nie eine Platte des Duos gehört hatte, ziemlich harter Tobak! Dann marschierte plötzlich ein gemischt-geschlechtlicher Chor ein. 4 junge Männer und vier junge Damen mit himmelblauen Kutten bauten sich im Hintergund auf und steuerten Gesänge bei, die ebenfalls sehr speziell klangen. Wert auf Harmonien im klassischen Sinne wurde jedenfalls nicht gelegt, stattdessen dominierten eher schräge Töne.

Ich bewegte mich nun bühnentechnisch in die Nähe der Sängerin und beobachtete hinter meiner Linse ihre Gestik und Mimik. Mit den Armen schien sie zu predigen, den Mund verzog sie bisweilen zur Grimasse. Nonverbale Kommunikation mit ihrem trommelnden Ehemann gleich 0! Jeder spielte seine Part runter und konzentrierte sich sich nur auf seine Aufgabe. Bei ihr kam zu dem bluesigen Gesang noch das Beklöppeln einer Steeldrum hinzu. Ein tolles Instument! Ich mag die karibisch angehauchten Töne die durch das Bearbeiten dieser großen Schale entstehen sehr gerne. Dennoch, das Liedmaterial blieb sperrig.

Im Laufe der Zeit kam ich aber trotzdem immer besser rein. Mit ihrer mir oft zu kraftvoll eingesetzten Stimme konnte ich mich zwar bis zum Ende nicht so richtig anfreuden, aber sein innovatives Schlagzeugspiel gefiel mir immer mehr. Auch die Chöre verblüfften mich, etwas Vergleichbares hatte ich bisher noch nicht gehört. Ein paar Kenner im Publikum gingen auf den Sitzen richtig mit, der Rest schaute sich die Sache stillschweigend und regungslos an. Ich begriff, daß von den Liedern hypnotische Wirkung ausgehen kann, wenn man die Gebrauchsanweisung oder die Affinität dafür hat. Für einen Ungeschulten wie mich war das Ganze allerdings nicht auf Anhieb berauschend und nachvollziehbar. Die eingefleischten Fans hingegen applaudierten so lautstark und langanhaltend, daß es nach einem ersten Zugabenblock mit drei Titeln sogar noch einen alles abschließenden Song gab. Ich hatte den Eindruck, daß Mariam um Fassung rang, denn sie verharrte einen Weile still hinter ihrem Mikro, bevor sie mit zitternden Gesichstzügen zu dem Lied ansetzte. Trotz steigender Bekanntheit und Popularität schien sie von dem stürmischen Empfang der Pariser sehr gerührt zu sein und musste sich eine Träne verdrücken. Da ich in ihrer unmittelbaren Nähe am Bühnenrand stand, war nun auch ich plötzlich stark ergriffen. Mir wurde klar, wie emotional belastend es sein muß, Konzerte zu geben, sich einem fremden Publikum auszuliefern. Vor allem, wenn man wie die Wildbirds einen Stil pflegt der nicht unbedingt gängig ist. Die Schweden liefern Kunst ab, die man nicht mögen muss, aber respektieren sollte. Das tue ich hiermit. Ob ich noch zum Fan werde, weiß ich hingehen nicht. Schau'mer mal...

Setlist Wildbirds & Peacedrums (merci à Michael):

01: The Wave
02: The Drop
03: Bleed Like There Was No Other Flood
04: Tiny Holes
05: Under Land And Over Sea
06: Great Lines
07: The Course
08: The Lake
09: The Well
10: Places
11: Fight For Me
12: Peeling Of The Layers

1. Zugabe: 3 Lieder
2. Zugabe: 1 Lied

Links:

- Fotos von Wildbirds & Peacedrums, klick
- Fotos von My Bee's Garden, klick

Aus unserem Archiv:

My Bees Garden, Paris, 07.02.10




Montag, 17. Mai 2010

The Ruby Suns & My Bee's Garden, Paris, 15.05.10

1 Kommentare

Konzert: The Ruby Suns & My Bee's Garden
Ort: le Point Ephémère, Paris
Datum: 15.05.2010
Zuschauer: nicht viele, höchstens 100



Hier braucht man gar nicht lange drumrumzureden: das Konzert der Ruby Suns aus Neuseeland war fad! Selten habe ich mich dieses Jahr so gräßlich gelangweilt und den allermeisten der ohnehin nicht sehr zahlreich erschienenen Zuschauern erging es ähnlich. Viele gähnten ungeniert rum und rissen ihre Mäuler auf, ohne die Hand vor den Mund zu nehmen. Sittenverfall auch in Frankreich. Dabei sollte der Stil der Ruby Suns doch eigentlich genau im Trend liegen. Afro-Beats, tropische Rhythmen, zwei Schlagzeuge und eine Band mit psychedelischen T-Shirts und Blumenkränzen auf der Bühne. Die angesagte Mixtur, mit der Bands wie Vampire Weekend, MGMT, oder Fool's Gold reüssieren, blieb stumpf wie eine alte Rasierklinge.

Zugegeben, ich persönlich war schlecht vorbereitet in diese Veranstaltung gegangen, verfügte nicht über das aktuelle Album Fight Softly und kannte auch die Vorgänger kaum. Immerhin war ich aber dabei, als die Ruby Suns in gleicher Location für die Dodos eröffneten und fand das gar nicht einmal übel. Irgend etwas müssen sie seitdem verändert haben. Zunächst einmal war das Mädel von damals nicht mehr in der Band, zum anderen trug das Ganze heute ein ziemlich penetrantes Diskoparfüm, das ich damals nicht erschnüffelt hatte. Wie auch immer, das Konzert rauschte an mir vorbei und auch meine Freunde fanden das alles andere als prickelnd. Schade, man geht ja eigentlich zu einem Gig, um sich zu amüsieren und nicht um zu nörgeln. Wengistens die Zugabe, das Kate Bush Cover Runnig Up That Hill, in völlig neuem Gewande, sorgte für ein klein wenig Stimmung.

Aber ganz umsonst war ich auch nicht gekommen, denn zumindest die zweite Vorgruppe My Bee's Garden unterstrich ihr Potential. Eine Girlgroup aus Frankreich, die freilich nicht ganz auf männliche Hilfe verzichten kann. Trotz der drei Herren an Schlagzeug (der omnipräsente Jean Thevenin aka Jaune), Gitarre (Jerome Pichon, ansonsten auch bei Reza aktiv) und Bass geben aber die beiden hübschen Frauen den Ton an. Melody Prochet spielt Omnichord und singt und Maud Nadal greift in die Tasten ihres Keyboards oder zupft (deutlich seltener) an einer roten E-Gitarre. Der Stil? Dreampop/Shoegaze, à la Stereolab, Pram oder Blonde Redhead, versehen mit einer charmanten französischen Note. Und das Songmaterial kann sich bereits jetzt sehen lassen. Bud & Deanie, Lone Wolf's Home, oder Random Walk, da ist genug Stoff vorhanden, um ein schönes erstes Album zu basteln. Coverversionen wie Only Shallow von My Bloody Valentine brauchen sie dann nicht mehr. Schade, daß der Sound heute nicht optimal war, denn gerade beim Shoegaze kommt es auf die perfekte Abmischung drauf an. Macht aber gar nichts, denn seit ihrem Konzert im Februar im Intenational weiß ich, daß ich bei My Bee's Garden am Ball bleiben muss.

Warum man aber die schwedische (?) Band Holdiday For Strings als erste Vorgruppe gebucht hat, bliebt mir ein Rätsel. Gibt es wirklich Leute, die diesem platten New Wave Aufguss etwas abgewinnen können? Der riesige wikingerhafte Sänger sah zudem zum Gruseln aus, obwohl er wahrscheinlich ein sanftes Teddybärchen ist...

Insgesamt also ein eher durchwachsener Konzertabend.

Setlist My Bee's Garden, Point Ephémère, Paris:

01: Bud & Deanie
02: Hunt The Sleeper
03: Lone Wolf's Home
04: Half Asleep
05: Only Shallow (My Bloody Valentine)
06: Random Walk
07: Sailor Mood
08: Favorite Lion



Sonntag, 7. Februar 2010

My Bees Garden & El Boy Die, Paris, 07.02.10

0 Kommentare

Konzert: My Bees Garden & El Boy Die
Ort: L'International
Datum: 07.02.2010
Zuschauer: recht viele


Résumé en français ci-dessous!


Helfen Wadenwickel nun gegen Fieber, oder nicht? Hinsichtlich dieser Frage, liege ich mit meiner Frau nicht auf einer Wellenlänge. Sie hält das für Quatsch und empfiehlt stattdessen eine weitere Paracetamol-Tablette, ich hingegen schwöre auf die blöden Wickel. Kulturunterschiede nennt man das wohl. In Frankreich sind Omas Hausrezepte schon lange nicht mehr in Mode und auch die in Deutschland unbegreiflicherweise enorm populäre Homöopathie hat hier deutlich weniger Anhänger. "Oliver, wenn sie mal eine Tablette vergessen haben sollten, machen sie es wie ich: nehmen sie einfach noch eine", riet mir unlängst mein französicher Hausarzt und grinste dabei diebisch. Er würde wahrscheinlich einen Lachkrampf kriegen, wenn ich ihm erzählte, daß die Deutschen auf so seltsame Dinge wie das Kneipen und Heilfasten stehen. Vielleicht würde ihm auch seine Kippe dabei aus dem Mund fallen, denn er raucht, wohlgemerkt auch während seiner Sprechstunde!

Aber eigentlich hängt mir das Thema Fieber bzw. Grippe zum Halse raus. Seit Tagen bin ich an das Bett gefesselt, finde ein wenig Abwechslung in der Lektüre von J.D. Salinger oder glotze Videos auf YouTube wo der wirklich urkomische Arno Dübel die selbstgefälligen Moderatoren Kerner und Maischberger mit seinen provokanten Aussagen veräppelt. Der Mann hat schauspielerisches Talent, Theaterleute oder Fernsehmacher sollten ihm mal eine Stelle anbieten. Natürlich sind seine Haltung und seine Äußerungen absolut unhaltbar, aber zumindest sorgten seine Sprüche für etwas Kurzweil bei der Bekämfung meiner Grippe.

Aber letztendlich fehlten mir die Konzerte. Schöne Sachen habe ich verpasst, z.B. Midlake, Cats In Paris, Brett Anderson, oder auch Mintzkov. C'est la vie, wie der Franzose sagen würde!

Heute aber musste ich einfach wieder mal raus auf die Piste, obwohl ich nach wie vor üble Halsschmerzen hatte. Dick verpackt machte ich mich auf den Weg ins International, wo heute die halbe Pariser Indieszene abhing. 2/3 der Band von Herman Düne waren da, aber auch Yeti Lane, Tahiti Boy, My Broken Frame, My Girlfriend Is Better Than Yours, Franz Is Dead und so weiter und so fort.

Wer stand auf dem Programm, bei so viel Andrang? Der traurige Singer/Songwriter Thomas Méry, von dem ich nur noch ein paar Songs mitbekam, El Boy Die und My Bees Garden.

El Boy Die? Noch nie gehört? Na dann wird's aber Zeit! Das Projekt des Franzosen Emmanuel, der singt und Gitarre spielt und der Schlagzeugerin Cab ist nämlich wirklich spannend. Das erste Album How The Way Is Long wurde auf dem glänzenden Water House Records Label veröffentlicht und enthält etliche mystische und pechschwarze Songs, die man in die Schubladen Folk, aber auch Grunge einordnen könnte. Warscheinlich deshalb auch die MySpace- Freundschaft zu Scout Niblett, denn in der Tat gibt es musikalische Parallelen. Emmanuel verwendet aber zusätzlich tribalische Gesänge und verleiht seinen spannungsgeladenen Liedern auch gerne mal ein mittelalterliches Ambiente. In der Regel fingen die Stücke immer sehr behutsam und still an, bevor sich gegen Ende die Spannung in einem wilden Hagel aus Schlagzeugsalven und jaulenden Gitarren entlud. Post-Grunge, oder auch Post-Folk, diese (wahrscheinlich gar nicht existierenden Kategorien) kamen mir in den Sinn. Schade, daß zwei Streithähne im Publikum von der mitunter harten und aggressiven Musik aufgepeitscht, eine Keilerei anfingen. Einer der beiden Burschen hatte im offensichtlich besoffenen Kopf enorm ausladend getanzt, was den Kerl hinter ihm dermaßen nervte, daß er ihn mit einem Fußtritt zu Boden beförderte. Der Suffkopf stand stark torkelnd wieder auf und wollte es dem anderen nun heimzahlen. Unschöne Szenen mit fiesen Drohgebärden ereigneten sich, aber zum Glück herrschte am Ende wieder Frieden und man konnte sich auf das Konzert konzentrieren.

El Boy Die haben mich neugierig gemacht, ich werde sie mir in Zukunft noch einmal ansehen!

- Videoclip El Boy Die - Lullaby

Zum Abschluss des Konzertabends marschierten zwei entzückende Mädchen und drei Jungs ein. My Bees Garden ist das Projekt von Melody Prochet, die alle schon von meinen Konzertberichten über Myra Lee kennen (nein?, wie ihr stöbert hier nicht jeden Tag??) Jeder von unseren täglich 100 000 Lesern hat gelesen, wie ich von ihr in der Rolle der Keyboarderin und der Sängerin Maud Nadal schwärmte, die die Mädels an der Spitze von Myra Lee sind. Bei My Bees Garden ist die Aufgabenverteilung umgekehrt. Da singt Melody, Maud summt lediglich im Background und spielt Keyboard und Gitarre. Auch stilistisch ist das Ganze etwas anders. Während man Myra Lee am besten unter das Genre Folk fasst, passen bei My Bee's Garden die Begriffe Pop und Shoegaze besser. Ein ätherischer verhallter Gesang, sphärische Gitarren und eine zarte Melacholie, die mich in einigen Momenten an Blonde Redhead oder Stereolab erinnerte. Ziemlich schnell war ich von diesem Sound eingenommen und erfreute mich an Stücken wie Lone Wolf's Home und Half Asleep. Zur Mitte hin gab es dann auch ein Cover, das die Mädels nicht als solches deklarierten, das ich aber nach genauerem Hinhören als Only Shallow von My Bloody Valentine identifizieren konnte. Deutlich weniger noisig als das Original, aber stimmlich und melodisch war das keine Lichtjahre von den Engländern entfernt. Ohnehin gefielen My Bee's Garden vor allem dadurch, daß sie eine sinnliche, eigenständige Musik kreierten, die ich in dieser Form noch nicht gehört hatte. Kein einfältiger Bubblegum Refrain weit und breit, stattdessen immer wieder hübsche Chorgesänge und viele feine Ideen. So sollte Pop klingen!

Aber jetzt zurück ins Bett. Vielleicht sollte ich mir noch einen Wadenwickel machen?


Setlist My Bee's Garden, International:

01: Favorite Lion
02: Random Walk
03: Lone Wolf's Home
04: Half Asleep
05: Only Shallow (My Bloody Valentine Cover)
06: Bud & Deanie
07: Hunt The Sleeper
08: Sailor Mood


- Videos: My Bee's Garden: Lone Wolf's Home live - Bud & Deanie

Pour nos lecteurs français:

My Bee's Garden. Cela se traduit par le jardin de mon abeille, c'est ça? En allemand on utilise l'expression "eine flotte Biene" -une abeille attractive, si on parle d'une jolie fille. Et des (très) jolies filles, il y en a même deux dans My Bee's Garden! D'une part la chanteuse et omnichordiste Melody Prochet et d'autre part Maud Nadal, qui fait les choeurs, joue de la guitare et du synthé dans le groupe. Ceux qui sortent souvent dans les petites salles parisiennes, connaissent déjà ces deux filles puisqu'elles jouent aussi dans Myra Lee, projet dont Maud est la chanteuse principale. Pour My Bee's Garden on échange donc les rôles et le style n'est pas non plus tout à fait le même. Si on peut rapprocher Myra Lee plutôt du folk, la classification entre pop et shoegaze est beaucoup plus juste pour nos jardinières. Accompagnées de trois musiciens masculins (dont l'omniprésent Jean Thevenin à la batterie), Melody et Maud envahissent aujourd'hui l'International qui était bien rempli pour cet événement. Une grande partie de la scène indie pop/folk a répondu présent, on repère des membres de Yeti Lane, My Girlfriend Is Better Than Yours, Mina Tindle, Toy Fight et My Broken Frame parmi les spectateurs. Curieux comme tous les autres, ils vont entendre des chansons, éthérées, planantes, douces et envoutantes, chantées par une voix suave qu'on pourrait rapprocher de Jane Birkin, Trish Keenan de Broadcast ou bien Kazu Makino de Blonde Redhead. Mais My Bee's Garden est bien plus que la somme des ces influences. Leur jardin montre des fleurs que l'on n'a vu pousser nulle part ailleurs. Portées par une douce melancolie les belles chansons prennent rarement une direction prévisible et tournent souvent dans plusieurs sens, sans jamais perdre le fil conducteur. Les melodies sont bien présentes, mais sans s'imposer d'une manière trop directe comme dans les refrains bubblegum, dont on se lasse après quelques secondes. Toute la délicatesse de ce projet est là. Etre harmonieux et accessible, sans vouloir plaire aux oreilles inondées par une pop sucrée et platte des radios mainstream. Chez l'abeille on trouve du miel, mais on ne s'écoeure pas. L'ambiance oscille toujours entre soleil et nuages.

Dans un set bien équilibré se distinguent au début des morceaux comme le sublime Lone Wolfe's Garden ou le rêveur Hald Asleep, puis la belle et originale reprise Onyl Shallow de My Bloody Valentine et ensuite Sailor Mood qui charme par les choeurs de toute beauté de Melody et de Maud. Un titre qui me fait penser à Stereolab, groupe anglais, qui a avec Laetitia Sadier une française au micro, une des meilleures chanteuses de l'Hexagone. Et même si les morceaux n'atteignent pas encore la classe absolue des tubes de Emperor Tomato Ketchup, My Bee's Garden est un nouveau projet très très prometteur. Super!




 

Konzerttagebuch © 2010

Blogger Templates by Splashy Templates