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Montag, 14. März 2016

Lætitia Sadier, Köln, 11.03.16

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Konzert: Lætitia Sadier (& Nicholas Krgovich)
Ort: King Georg, Köln
Datum: 11.03.2016
Dauer: Lætitia Sadier ca. 55 min, Nicholas Krgovich knapp 40 min
Zuschauer: 70 - 80



Nur einmal merkte man, das Lætitia Sadier und ihre Band ihr erstes Konzert spielten. Bei Dry food, einer Single vom letzten Jahr, waren sich die Musiker wohl nicht ganz sicher, wann das Lied zu Ende ist. "Another round?"

Lætitia Sadier spielte mit einer Begleitband aus Coventry, die sich offenbar für diese Tour der ehemaligen Stereolab-Sängerin angeschlossen hat. Nicht nur der, auch den kanadischen Support Nicholas Krgovich begleitete sie. Ein Konzept, das nicht nur praktisch war, auch eines, das aufging.


Nicholas Krgovich stammt aus Vancouver und ist Freund des Hauses. Vor ein paar Jahren hatte ich Nicholas schon einmal im King Georg gesehen. Es war eines der ungewöhnlichsten Konzerte meines Lebens. Nicholas tanzte zu Songs, die er vom Notebook abspielte. Dazu liefen im Hintergrund gute Fernsehserien (Portlandia und Parker Lewis!). Diesmal war es ein echtes Konzert. Der Sänger war angeschlagen (grippig) und trank Tee statt Bier. 

Nicholas spielte Keyboard und wurde von einem Keyboarder (Andy), einem Schlagzeuger (Matt), einem Bassisten (Joe) und einem Gitarristen begleitet. Den Namen des Gitarristen habe ich nicht verstanden, er glich Bjarne Mädel wie die Faust aufs Auge.

Zur Musik muß ich wohl auch etwas sagen... Nicholas' Programm war komplett anders als 2011. Das Konzert klang nach einer langsamen Version der Kings Of Convenience. Einer sehr langsamen. Das machte es für mich anstrengend. Anstrengendes Easy listening.

Obwohl die Band die gleiche blieb und auch Lætitias Songs mehrheitlich langsam waren, war die zweite Hälfte des Abends alles andere als lahm.


Nachdem Stereolab 2009 eine unbestimmt lange Pause eingelegt hat, hat die Sängerin drei Soloalben veröffentlicht, das letzte 2014. Von dem (Something shines) stammten die meisten der Lieder, neuer war eben nur Dry fruit. Von ihrer bekanntesten Band spielte sie nichts, obwohl sie ab und zu International colouring contest im Programm hat.

Mir gefielen - vielleicht wegen des Vorprogramms - die flotteren Lieder am besten. Mit Abstand am tollsten war Then I will love you again vom letzten Album, was für ein Hit! Das längste Stück - The milk of human tenderness - war das Gegenteil von Then I will love you again, ein sperriges Lied, das von "the rich" und "the poor" handelt und nicht enden wollte.


Kurz vor Schluß kam dann doch noch ein Lied ihrer alten Band... von Monade (Etoile), ein weiteres Highlight.


Die beiden Zugaben waren ein wenig ein Abbild des Abends. Es begann mit Butter side up, einem Lied, das viele Teile habe und daher kompliziert zu spielen sei. Die neue Band meisterte das hervorragend (nur wir klatschten zu früh), bevor das Porgy and Bess Stück Summertime, das Lætitia alleine sang, den Abend beendete. Das Lied bedeutet der Sängerin offenbar etwas. Mir nicht. Ich mochte ihre eigenen sehr viel lieber als dieses oft gehörte und abgenudelte Stück. 

Nicholas Krgovich war nichts für mich, Lætitia Sadier schon. Mein erster von vielen King Georg Abenden in diesem Jahr (Scout Niblett! Momus! Locas In Love!) war trotzdem sehr lohnenswert.


Setlist Lætitia Sadier, King Georg, Köln:

01: Find me the pulse of the universe
02: Ceci est le coeur
03: Then I will love you again
04: Echo port
05: Dry fruit
06: The milk of human tenderness
07: Oscuridad
08: Release, open your little earthling hands (?)
09: Statues can bend
10: Etoile (Monade)

11: Butter side up (Z)
12: Summertime (Ella Fitzgerald Cover) (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Lætitia Sadier, Paris, 23.03.11
- Lætitia Sadier, Paris, 30.10.10
- Nicholas Krgovich, Köln, 07.05.11




Donnerstag, 24. März 2011

Laetitia Sadier & We//Are//Animal, Paris, 23.03.11

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Konzert: Mon Petit Club # 6 présente: Laetitia Sadier & We//Are//Animal

Ort: L'International, Paris
Datum: 23.03.2011

Zuschauer: relativ viele
Konzertdauer: pro Act etwa 45 Minuten


Donnerwetter! Die walisischen Raubeine We/Are//Animal sind wirklich der Hammer! Unglaublich, was die fünf harten Jungs heute im International ablieferten. Gerade zurück aus Texas, wo sie beim Festival SXSW aufgetreten waren, gingen sie in Paris aufs Ganze und ließen die Funken sprühen. Kurt Cobains Enkel hätte man meinen können, aber Sänger Owen (ein ganz wilder Hund!) nannte mir gegenüber eher die Kinks und die Rolling Stones als Einflüsse. Außerdem mögen sie die Queens Of The Stone Age.



Ich muss lange zurückdenken, wann ich zuletzt von einer Garagenrockband so begeistert war. Ich glaube das dürfte bei meinen ersten Konzerten von und mit den Blood Red Shoes gewesen sein, oder auch als ich 2004 zum ersten Mal die Kings of Leon gesehen habe. Damals waren sie noch roh und ungeschliffen, heute posen sie nur noch und spielen sphärischen Stadionrock wie U2. Die Kings of Leon passen dennoch als Vergleich, weil Owen von We//Are//Animal eine unglaublich verrauchte, krächzige Stimme hat, die derjenigen von Caleb Followill sehr ähnelt.

In den Abend eingeleitet hatte die famose Laetitia Sadier, die auf ihrem ersten Soloalbum The Trip sehr persönliche und sehr traurige Themen wie den Suizid ihrer Schwester vertont hat. Enstprechend intim und melancholisch klangen die reduzierten Songs dann auch. Ich bin Fan der Stereolab und Monade Sängerin und nach dem heutigen Konzert bin ich es sogar noch ein wenig mehr, denn schließlich hatte ich den Abend mitorganisiert und Laetitia, die in London wohnt, spielt nur sehr selten in Paris. Was für eine Ehre für uns von Mon Petit Club, sie bei uns begrüßen zu dürfen! Und Laetitia ist sehr nett, natürlich und intelligent. Sie spricht auch gut deutsch, wußte sogar was "semoule" (vom Couscus) auf deutsch heißt: Gries.

So, Freunde, ich muss ins Bett, der Tag war lang, ich war schon beim Soundcheck der Bands um 15 Uhr dabei und habe bis zwei Uhr morgens noch mitgefeiert. Die Draufgänger von We//Are//Animal sind dann noch mit ein paar sehr hübschen (deutschen!) Mädels weitergezogen und haben sich sicherlich noch prächtig amüsiert. Es war ihr erstes Konzert in Paris überhaupt und ich denke, sie werden wiederkommen. Ich prohezeihe ihnen eine rosige Zukunft. They kick ass!



Dienstag, 2. November 2010

Mice Parade & Silje Nes & Laetitia Sadier, Paris, 31.10.10

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Konzert: Mice Parade & Silje Nes & Laetitia Sadier (Daniel Lippel)

Ort: Café de la danse,Paris
Datum: 31.10.10
Zuschauer: 31.10.2010
Konzertdauer: von 20 Uhr bis 22 Uhr 45!


Fabelhafte Künstler am letzten Tag des Monats Oktober im Pariser Café de la Danse! Mice Parade hatten unglaublich gute Support-Acts für diese Tour verpflichtet. Die Norwegerin Silje Nes (auf dem Foto)hauchte ihre zarten Folksongs ins Mikro und ließ mich dahinschmelzen, Laetitia Sadier (Stereolab, Monade) spielte abgesehen von einem Song ihre Stücke vom ersten Soloalbum The Trip (+ 3 von Monade) alleine auf der Elektrischen und überzeugte durch Stimme und gutes Songwriting und Mice Parade boten als Headliner soagr drei verschiedene Sängerinnen auf. Ein wunderbarer Konzertabend (organisiert von den pffifigen Leutchen von Kongfuzi Booking), den man sich prima durch CD-Käufe versüßen konnte. Die Silberlinge von Mice Parade kosteten lediglich 5 (!) Euro, die Scheibchen von Leatitia und Silje waren für moderate 10 Euro zu haben.

Mehr Bericht demnächst!

Setlist Laetitia Sadier, Café de la Danse, Paris:

01: Fluid Sand
02: Lost Language (Monade)
03: Becoming (Monade)
04: Wash'n Dance
05: Invitation (Monade)
06: The Trip
07: Statues Can Bend


Setlist Silje Nes, Café de la Danse, Paris, klick!



 

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