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Donnerstag, 4. Juli 2013

Dawn Landes, Paris, 25.06.13

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Konzert: Dawn Landes (Sylvie Lewis, Sarah-Jeanne)
Ort: La Dame De Canton
Datum: 25.06.2013
Zuschauer: etwa 70
Konzertdauer: etwa 45 Minuten (Nur Dawn)




Wie schnell ein Jahr vorbei ist! Je älter man wird, um so schneller dreht sich gefühlsmäßig die Sanduhr. Ich gehe stramm auf die 50 zu, das muss man sich mal vorstellen! Gestern war ich noch 27! Nun gut, ich sehe ohnehin erst aus, als sei ich 32, aber das liegt daran, daß ich eben ein echter Rock'n Roller bin. Ich muss mich da mal selbst für loben (mache ich immer gern), daß ich trotz meines Jura Studiums nicht zum Spießer geworden bin. Mein Nachbar unter mir kann das nicht von sich behaupten, der hat den gleichen Käse studiert und endete tatsächlich als Anwalt. Und locker ist er keineswegs. Er war es, der uns letztes Jahr im Juli 2012 den Spaß verdarb, als er während der Oliver Peel Session mit der reizenden Dawn Landes (Foto) lautstark von seinr Terrasse aus protestierte und die wahrlich nicht sehr geräuschintensive Show zum Abbruch zwang, weil er sich in seiner Feiertagsruhe gestört fühlte (es war 20 Uhr 30 an einem Samstagabend als das passierte, Anmerkung der Red.).

Dawn selbst war auch ganz perplex, ihr tat das alles schrecklich Leid, obwohl sie selbst gar nichts dafür konnte. Sie hatte lediglich wie immer Akustikgitarre gespielt und dazu gesungen, dies als Lärmbelästigung auszulegen, war eher ungewöhnlich.


Nun gut, die Sache ist inzwischen verdaut, die Oliver Peel Sessions finden bei anderen netten Leuten statt und Dawn Landes kam zum Glück auch im (sogenannten) Sommer 2013 nach Paris zurück. Wie ich ein Jahr älter geworden, aber immer noch so bildhübsch, daß man sprachlos darüber ist, wie sie das anstellt.

Das schöne Konzert fand auf dem Hausboot La Dame de Canton statt, das damals La Ginguette Piratte hieß und vor 10 Jahren das erste Pariser Konzert von The National ausrichtete. Unwahrscheinlich, daß Dawn eine ähnlich steile Karriere wie The National hinlegen wird, aber Puristen werden sie für ihre spartanische Instrumentierung und ihre wunderbare Stimme für immer lieben. Auch ihre Songs haben das gewisse Etwas, das sie von der Masse der Singer/Songwriterinnen abhebt. Das wunderbar warmherzige Try To Make A Fire Burn Again z.B., welches sie auch auf eine der Sofar Sounds Wohnzimmerkonzerte in New York performte, oder ihr Hit Bodyguard, bei dem sie immer (und natürlich auch heute) immer so lasziv singt und Männerherzen höher schlagen lässt.



Aber auch französisches Liedgut verteidigte sie gekonnt, ihr eigener Song Mal Habillés von der gleichnamigen EP des letzten Jahres wurde von den Franzosen gut aufgenommen, selbst wenn der Akzent der frankophilen Amerikanerin nicht ganz astrein ist. Sie performte das Stück zusammen mit Sylvie Lewis, die ihn meiner Abwesenheit das Vorprogramm bestritten hatte. Die beiden Grazien trällerten dann sogar einen noch schöneren Chanson mit dem Titel Bonsoir Bonjour, bei denen wundervolle Harmoniegesänge das Boot erfüllten und eine ganz feierliche Stimmung voller Charme und Poesie enstand. Sylvie spielte Ukulele, Dawn Akustikgitarre.


Dawn und Sylvie spielten auch noch ein anderes feines Stück zusammen, nämlich das Woody Guthrie Cover Way Over Yoonder In The Minor Key ganz zum Schluß, das ganze rein a'accapella nur durch Schenkelklopfen begleitet. Ganz toll.


Highlight des leider nur 40 minütigen Sets aber Twilight, das ungefähr in der Mitte gespielt wurde, ebenfalls mit Sylvie. Ein ganz feiner Country Song voller Liebreiz, Eleganz und Melancholie, der mir immer tief unter die Haut geht, obwohl er schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Vielleicht nach wie vor der beste Song von Dawn, obwohl sie heute auch zwei neue Tracks brachte, die nicht von schlechten Eltern waren.

 

Insgesamt wieder ein prima Konzert der Dame aus Kentucky, die mir hinterher versprochen hat, in Zukunft noch einmal eine neue Oliver Peel Session, dann hoffentlich ganz ohne Störung von Nachbarn, einzuspielen. Yeah, baby, alles wird gut!




Montag, 7. Februar 2011

Sarah Jeanne, Paris, 05.02.11

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Konzert: Sarah Jeanne
Ort: La Bellevilloise, Paris
Datum: 05.02.11
Zuschauer: mindestens 200
Konzertdauer: etwa 45 Minuten


Bericht Sarah-Jeanne in Kürze.


Concerts à venir de Sarah-Jeanne:

15.02.2011: Le Connetable, Paris
20.02.2011: Café 25° Est, Paris
07.04.2011: Pop In, Paris

Montag, 22. November 2010

Sarah Jeanne, Paris, 21.11.10

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Konzert: Sarah Jeanne (Ziegler)

Ort: 25 ° Est, Paris

Datum: 21.11.2010

Zuschauer: 80 bis hundert
Konzertdauer: netto etwa gut eine Stunde (es gab eine Pause in der Mitte)




Die Pariserin Sarah Jeanne vermittelt Zärtlichkeit, Warmherzigkeit, Sensibilität bei allem was sie auf und außerhalb der Bühne tut. Allein schon wie sanftmütig lächelnd und behutsam sie ihrer Gitarre hält, wenn sie die Saiten stimmt, ein Genuß! Kein Wunder, daß ihre hübschen Folk- Songs Wärme, Trost und Geborgenheit aussenden...

Ja, dieses Mädel gefällt mir richtig gut, es ist eine Wohltat ihr zuzuhören. Bislang spielt sie noch selten in den bekannteren Locations der Seine-Metropole, kämpft sich vorwiegend durch Cafés, Kneipen und Bars, die in den meisten Fällen nichts oder wenig zahlen. "Konzerte wie dieses heute sind gut, um Spielpraxis zu bekommen", ideal sind die Bedingungen aber nicht, bekannte Sarah Jeanne nach ihrem Auftritt im Restaurant 25 ° Est offenherzig. Aber ich denke, sie wird ihre Chance schon bald bekommen, denn an ihrer festen, liebevollen Stimme kommt man nicht so leicht vorbei. Sie singt quasi ausschließlich in englisch, sieht man mal davon ab, daß sie ein Stück des Franzosen Mano Solo coverte. Meine Lieblingsstücke in ihrem schönen, zweigeteilten Set waren Little Boy, If (feines Fingerpicking), Irish Songs (in Irland geschrieben) und natürlich ihr Country- Hit Tranquil Man (King Of The Road), den sie auch schon einmal bei einer Oliver Peel Session vorgetragen hatte. Erwähnung finden sollte auch ihr guter Bassist, der das Konzert durch sein bluesig-funkiges Spiel bereicherte.



Insgesamt ein wirklich schönes Konzert! Von Sarah Jeanne wird sicherlich noch zu hören und zu lesen sein...

Pour nos lecteurs français:

On sent la douceur, la chaleur humaine et la sensibilité chez la jeune chanteuse parisienne Sarah Jeanne Ziegler dans tout ce qu'elle fait sur et en dehors de scène. Rien que la manière dont elle tient sa guitare, avec délicatesse en est une preuve. Pas étonnant alors que ses chansons folk intimistes transmettent beaucoup de chaleur, de bien-être et de reconfort.

Oui, c'est vrai que je suis sous le charme de cette fille naturelle et attachante! Pour l'instant elle joue plutôt dans des bars, des cafés et les restos de la capitale qui payent mal our rien du tout. "Des concerts comme ce soir sont bien pour se roder, mais ce n'est pas l'idéal, surtout pour la qualité de l'écoute.",m'expliqua-t-elle après. Je la comprends, mais je pense que d'ici peu, elle aura plein d'occasions de montrer son talent dans de "véritables" salles de concerts. Pas facile de ne pas succomber au charme de sa voix, sensuelle et ferme à la fois. Sarah Jeanne compose et chante uniquement en anglais, mis à part une exception ce soir ou elle reprit Allez Viens de Mano Solo. Mes morceaux préferés dans un beau set etáient Littly Boy, If (on remarque ici son jeu subtil de guitare), Irish Songs (écrit apres des vacances en Irlande) et bien sûr son tube country Tranquil Man, qu'elle avait déjà interprété lors d'une Oliver Peel Session, où exceptionnellement elle n'avait pas son bassiste Nelson, qui ce soir encore enrichissait le concert de son jeu bluesy/funky!

Setlist Sarah Jeanne, 25° Est, Paris:

Teil I

01: Our Home

02: Little Boy
03: Who Knows
04: So It Goes
05: If
06: Allez Viens (Mano Solo)
07: You'Ve Been Down

Teil II, u.a. :

Irish Songs
Tranquil Man
Every Single Day
Waves



Donnerstag, 11. November 2010

Ollie Fury & Sarah Jeanne & Gregory and The Hawk, Paris, 07.11.10

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Konzert: Ollie Fury & Sarah Jeanne & Gregory and The Hawk

Ort: ein Wohnzimmer und ein Innenhof, irgendwo in Paris
Datum: 07.11.2010

Zuschauer: etwa 15 Konzertdauer: pro Künstler jeweils ein Lied


Inzwischen ist es mehr oder weniger zu Gewohnheit geworden, daß wir am Ende der Oliver Peel Sessions Nachwuchstalenten die Gelegenheit bieten, ihre Songs vor einer kleinen Runde (den Übriggebliebenen) vorzutragen. Im Publikum befinden sich nämlich regelmäßig Musiker aus Paris, die Bock haben, auch mal im Rampenlicht zu stehen und ihre Künste zu zeigen.

Diesmal schnappten sich Ollie Fury und Sarah Jeanne, jeweils au Paris, die Akustische und schmetterten mit Inbrunst einen Song. Was der schöne Ollie (sieht aus wie ein junger Robert Redford) sang, weiß ich grad net mehr, aber seine Stimme war wie immer kraftvoll, warm und markant wie sein Kinn. Er wird seinen Weg gehen, bekommt immer mehr gute Konzerttermine in Paris angeboten und hat bereits vor ein paar Monaten bei uns im Wohnzimmer geglänzt. Sarah Jeanne performte ihre himmlische Country-Ballade Tranquil Man und hat innerhalb von drei Minuten etwa 10 neue Fans hinzugewonnen. Die natürliche Blondine mit den schönen Cowboy Boots gefällt mir außerordentlich gut, ich werde sie demnächst zu einer "richtigen", sprich längeren Oliver Peel Session einladen.

Der Hammer schlechthin war aber die sehr spezielle Zugabe von Meredith Godreau aka Gregory and The Hawk, die bei dieser Oliver Peel Session als Erste an den Start gegangen war! Dummerweise war da aber meine formidable neue Filmerin Clô ihrem noch nicht anwesend, so daß wir mit Engelszungen auf Meredith einredeten, um sie zur neuerlichen Performance eines Songs an der Harfe zu bewegen. Ich wollte unbedingt ein hochkarätiges Video von Clô, um der Nachwelt zu zeigen, wie sensationell schön Gregory and The Hawk spielt und singt. Unsere Überredungskünste schienen aber nicht zu fruchten, Meredith hatte gegen 23 Uhr bereits ihre 7 Sachen gepackt und war abflugbereit. Wir ließen dennoch nicht locker und siehe da: Meredith ging unser Treppenhaus runter, packte im Innenhof des Gebäudes ihre Harfe noch einmal aus und spielte vor der grünen Tür unserer Nachbarn ihren Seelentröster Landscapes! Ein großer Teil der noch bei uns im Wohnzimmer anwesenden Gäste hatte gar nicht gepeilt, was da unten im Hof abging. Auch für sie also die Chance, sich dieses absolut wundervolle Video anzusehen!



Konzertdaten Ollie Fury:

14.11.2010: International, Paris
02.12.2010: Espace B, Paris
12.12.2010: Les Disquaires, Paris
14.01.2011: Le Cuberdon, Overijse, Belgien
15.01.2011: The Senor Duck, Lüttich
17.01.2010: Bar Du Matin, Brüssel


Konzertdaten Sarah Jeanne:

21.11.2010: 25 ° Est, Paris
11.12.2010: La Bicyclette Café, Paris
29.12.2010: Les Disquaires, Paris
07.04.2011: Le Pop In, Paris

Konzertdaten Gregory and The Hawk:

15.11.2010: Hafen 2, Offenbach
17.11.2010: In Love With, Berlin
18.11.2010: The Windmill Brixton, London
20.11.2010: Prince Albert, Brighton



Donnerstag, 4. November 2010

Sarah Jeanne & Setting Sun, Paris, 02.11.10

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Konzert: Sarah Jeanne & Setting Sun
Ort: Le Pop In
Datum: 02.11.2010
Zuschauer: als ich kam 17


Sarah Jeanne Ziegler ist mir zum ersten Mal in meinem Leben im eigenen Wohnzimmer begegnet. Ich weiß gar nicht mehr, wie es dazu kam, daß sie zur Session mit June Madrona in unserer guten Stube landete. Sie war bereits Fan der tollen Truppe aus Olympia und hatte irgendwie davon Wind bekommen, daß die Amis bei uns spielen. Ich fand Sarah Jeanne auf Anhieb sympathisch und sie berichtete mir hinterher, daß sie selbst Musik macht. Erst viel später fand ich die Zeit, einmal in ihre Songs bei MySpace reinzuhören. Sehr zärtliche und warmherzige Lieder, genau wie ich die Pariserin kennengelernt hatte. Ich mag die Wehmut in ihrer Stimme, die Unaufgeregtheit, die intime Note ( dringende Anspieltips So It Goes und besonders Tranquil Man). Insofern schade, daß ich das Konzert der Folkeuse im Pop In verpasst habe. Ich war ja vorher bei Syd Matters und als ich um halb 12 eintrudelte, spielte der Amerikaner The Setting Sun bereits seine letzten Lieder. Sarah- Jeanne traf ich dennoch etwas später und wir plauderten ein wenig. Ich ließ es mir nicht nehmen, die Blondine abzulichten und ihre Setlist einzufordern.



Auch Gary Levitt, der Mann hinter dem Moniker Setting Sun, fand lobende Worte für die Französin: "Hey, du hast wirklich eine sehr schöne Stimme" gab er ihr mit auf den Weg. Der dunkelhaarige Bursche hatte zuvor ganz allein vom Leder gezogen. Autor von bereits vier Alben und in Amerika mit guten Kritiken bedacht, ist er in Frankreich leider noch ziemlich unbekannt. Stilistisch wird er verglichen mit Destroyer oder auch Beck, aber in einem kleinen Keller wie dem Pop in klang das Ganze natürlich anders als auf den Alben oder Myspace, zumal er hier und heute nur mit Akustikklampfe antrat und unmöglich die Vielschichtigkeit und die reichhaltige Instrumentierung der Platten nachbilden konnte. Die Songs, die ich noch hören durfte, machten aber richtig Laune und hinterher plauderten wir auch noch ein wenig über das Leben auf Tour, den Kultcharakter des Pop In und seine restlichen Tourtermine. Dann fragte er mich plötzlich: "Hey, you want a CD?" - Ziemlich verdattert sagte ich: "Sorry, I don't have any money with me" und log damit auch nicht, denn ich hatte wirklich alles verpulvert. Dennoch griff er in die Kartonkiste und gab mir sein neues Album Fantasurreal mit auf den Weg. Unglaublich nett, oder?

- Setlist Sarah Jeanne, Le Pop In, Paris, klick!
- Setlist Setting Sun, le Pop In, Paris, klick!

Link:

Eliteblogger Eike hat sich auch bereits mit Setting Sun und seinem kleinen, aber feinen Label Young Love beschäftigt.Man kann dort auch mp3s abstauben. Klick!



 

Konzerttagebuch © 2010

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