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Donnerstag, 29. August 2019

Vorfreude auf das Sound of Bronkow 30.8.-1.9. in Dresden

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Die alljährliche innige Vorfreude auf das Sound of Bronkow Musikfestival am Societätstheater in Dresden ist mein mir sehr lieb gewordener spätsommerlicher Luxus und vertreibt mir schon das neunte Jahr die Trauer darüber, dass der Sommer nun bald vorbei ist.


Es war 2011 das erste Festival auf das ich mich gewagt habe und ist seitdem meine Referenz wenn ich beschreiben soll, wie ich mir das ideale Musikfestival vorstelle. Hier stimmt für mich alles: die Musik, die Orte, die Leuten hinter den Verkaufsständen. Und dieses Jahr wird wohl auch das Wetter wieder einen guten Teil dazu beitragen, dass es ein rundum schönes Wochenende wird. 


Der Zeitplan steht.

Ich freue mir schon ein Loch in Bauch darüber, Garda und Kliffs wieder zu erleben. Wen treffe ich denn vor Ort neben den "üblichen Verdächtigen"?

Bands:
  Altameda (CAN)   
  AWKWARD i (NL)   
  Bernhard Eder (AT)   
  Daniel Norgren (SWE)   
  Debbi Love (CZ)   
  Dylan LeBlanc 
  Freschard and Stanley Brinks (F)
  Garda (D)
  Kliffs (CAN)    
  Moritz Krämer & Francesco Wilking (D)

  Pauls Jets (AT)   
  Peach Pyramid (CAN)   
  Samana (UK)   
  Sea of Love (D)    

  Soft Grid (D)    
  Spinning Coin (UK)    
  Standard Crow Behavior (DE)    
  Surprise Act (???)    
  Swutscher (D) 
  Tho(ma)s Henley (UK)
  Vögel die Erde essen (D)    


Aus unserem Archiv:
Sound of Bronkow 2016 Tag 12 und 3  
Sound of Bronkow 2015 Tag 2 
Sound of Bronkow 2015 Tag 1
Sound of Bronkow 2014 Tag 3
Sound of Bronkow 2014 Tag 2
Sound of Bronkow 2014 Tag 1
Sound of Bronkow 2013 Tag 3
Sound of Bronkow 2013 Tag 2
Sound of Bronkow 2013 Tag 1
Sound of Bronkow 2012 Tag 3
Sound of Bronkow 2012 Tag 2
Sound of Bronkow 2012 Tag 1


Donnerstag, 8. September 2016

Sound of Bronkow Tag 3, Dresden, 04.09.16

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Sound of Bronkow Musik Festival  Tag 3
für mich mit Konzerten von
  The Black Atlantic (40 min)
   Alice Merton (60 min)
 Ort: Societaetstheater in Dresden
Datum: 3. September 2016
Zuschauer: zwischen 100 und 150


Viel zu schnell erreichte das Sound of Bronkow den dritten und letzten Tag, der ja traditionell im Garten auströdelt als Spätstück oder auch musikalischer Brunch. Diesmal hatte ich mir The Black Atlantic herausgesucht als persönlichen Start. Fast könnte man ihn schon als Stammgast bezeichnen, stand der Name bei sieben Festivals doch schon dreimal auf dem Programm. Freilich immer unter etwas anderen Vorzeichen - insbesondere diesmal erstmals ohne die drei Freunde der Band. Leider kam - gleichzeitig mit mir - auch die schon lange am Horizont dräuende schwarze Wand mit ihrem Regen an.


Weshalb hektisches Umziehen in den Vorraum des Societaetstheaters anstand und die Entscheidung gefällt wurde, die Show akustisch zu spielen, weil ein Aufbau der Technik inkl. Soundcheck zu viel Zeit gefressen hätte. Der Künstler wurde liebevoll umringt, eingekreist und fast schon eingekesselt und es herrschte erstaunliche Ruhe dafür, dass ja nebenbei noch Käffchen, CDs und Bier verkauft wurden und Leute aus dem prasselnden Regen in das Theater drängten ohne zu wissen, was sie dort erwartete.


Sozusagen eine 360 Grad Show, die er aber bestens meisterte. Die ungeteilte Aufmerksamkeit war auf vielen Gesichtern abzulesen und auch viele junge Hörerinnen und Hörer schlug er mit seinem (leider etwas kurzen) Set in den Bann. Meine Highlights aus einem wirklich besonderen Konzert waren (wieder) der wunderbar innige Song for Mary (wirklich sehr ruhig - ein wahres Wunder, dass das funktionierte unter den Bedingungen) und Fragile Meadow, dass er dem frisch gebackenen Vater aus dem Organisatoren-Team des Festivals und allen Eltern widmete. Er spielte es wieder mit Ukulele. 


Das Publikum erbat sich nach dieser wunderbaren halben Stunde noch eine Zugabe und bekam das bestens gereifte Lied Madagascar (vom ersten Album Reference for fallen trees). Das war für mich ein wunderbarer Einstieg aus dem Abschied vom Sound of Bronkow 2016.


Setlist:
01: Haul
02: Enshrine
03: Fracture 
04: Sun battered 
05: Song for Mary
06: Fragile meadow
 
07: Madagascar (Z)


Als nächstes stand Alice Merton  auf dem Programm und aufgrund des Wetterberichtes war dieses Konzert in den Saal verlegt und dort rechtzeitig vorbereitet worden. Ich war sehr gespannt, denn die Hörbeispiele, die ich mir vorher angehört hatte, ließen großartiges erwarten. Sie hatte Begleitung durch Simon Kramer an der E-Gitarre und Jacob Stock am Bass (die wohl beide an der Pop-Akademie in Mannheim studieren und sich damit für mich wie von daheim anfühlen...). Der eigentlich noch zur Formation gehörende Drummer hatte leider keine Zeit und sein Fehlen wurde durch Schnipsen überspielt.


Man könnte nun etwas flapsig sagen: Es folgte eine Stunde voller Herzschmerz-Lieder. Wenn es aber so toll gemacht wird, wie z.B. im Song Lie to my face höre ich da gern zu. Außerdem hat Alice Merton eine Stimme, der man einfach verfallen muss. Dass die Themen, die für sie zu neuen Liedern führen oft mit enttäuschter Liebe zu tun haben, liegt wohl auch einfach am Alter und so ganz wächst man ja aus Thema auch als reifere Zuhörerin nicht heraus.


Ein wenig lustig war die Situation, dass just als das Lied Please don't leave me angesagt wurde, die beiden Begleitmusiker die Bühne verließen. Da mussten wir dann doch mal herzlich lachen. Trotz fehlender Rhythmus-Sektion war der letzte Song Hit the road running ein zündender Rausschmeißer für ein durch und durch wunderbares Konzert. Von Alice Merton verspreche ich mir noch so einiges.


Setlist:
01: Jealousy
02: No roots
03: Lie to my face
04: Glorious
05: Like Magic
06: Make your mind
07: I've got nothing to say
08: It keeps me awake
09: Please don't leave me
10: Back to Berlin
11: This is not your song
12: Blank memory
13: Hit the gorund running
11: Blank 

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Tourdaten Black Oak
07.09. Dortmund Neues Schwarz   
08.09. Mainz Schon Schön       
09.09. Erfurt Franz Mehlhose   
10.09. Dresden  Blue Note
11.09. Jena Café Wagner
12.09. Mannheim tba    
13.09. Freiburg Swamp
14.09. Bern Musigbistrot
15.09. Chur Werkstatt
16.09. Rorschach Treppenhaus
17.09. Wien Haus der Musik

Tourdaten Alice Merton
10.10. Stuttgart Wilhelma Theater


Aus unserem Archiv:
Sound of Bronkow 2016 Tag 1 und 2
Sound of Bronkow Berichte 2012-2015
The Black Atlantic, Köln, 20.03.16   
Black Oak, Karlsruhe, 19.09.15
The Black Atlantic, Storkow, 21.08.15 
The Black Atlantic, Düsseldorf, 07.10.12
The Black Atlantic, Karlsruhe, 24.01.13
The Black Atlantic, Köln, 28.01.12
The Black Atlantic, Paris, 06.06.10 

 

Dienstag, 6. September 2016

Sound of Bronkow Tag 2, Dresden, 03.09.16

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Sound of Bronkow Musik Festival  Tag 2
für mich mit Konzerten von
  St. Paul's within the Walls (35 min)
  Bergen (50 min)
  Gemma Ray (50 min)
  Rue Royale (60 min)
 Ort: Societaetstheater in Dresden
Datum: 3. September 2016
Zuschauer: zwischen 100 und 200


Am zweiten und dritten Tag des Sound of Bronkows finden ja traditionell die für alle offenen Konzerte im Garten des Societaetstheaters statt. Am Samstag war auch für bestes Wetter gesorgt. Es schien die Sonne als Colin Murphy und Sabine Zeissig (ehemals Vermont) mit dem neuen Projekt St Paul's within the Walls die Bühne einnahmen und bis zum letzten Akkord im Garten am Samstag Abend blieb es warm genug und wohlig. Alles passte also bestens.


Die Leute von den Kumpels & Friends hatten mich sehr neugierig gemacht auf ihren Opener am Samstag und es zeigte sich, dass der Verweis auf Belle and Sebastian berechtigt war, wenngleich nicht so viele Leute auf der Bühne versammelt waren ... Leider war es aber für mich nicht die reine Freude, denn die beiden Musiker wirkten doch sehr nervös und standen sich mitunter mit der zu lauten E-Gitarre selbst im Weg. Das wirkte alles in allem weder rund noch fertig genug um mein Herz zu erfreuen. Aber wahrscheinlich haben Christoph die Ohren geklingelt, als wir darüber geredet haben, dass das was für ihn gewesen wäre...


Setlist:
01: Click Click
02: Another Story
03: Fallout shelter
04: A gentle urge
05: Monkey
06: The man
07: The end of the affair
08: Mr. Alien green
09: The doubters


Weiter ging es mit Bergen und da war die Bühne voll. Ich habe es aufgegeben, die Namen alle zusammen zu suchen. Aber Mario Cetti mit einer akustischen Gitarre, Axel Spickenheuer am Bass, Stefan Reinert hinter den Drums noch ein weiterer Herr an der E-Gitarre, Diana Weilandt am Keyboard und ein Herr an einem unfotographierbar weiß gleißenden Piano brachten es in Summe auf sechs Leute. Das war ganz großes Kino wenngleich ohne Bläser und ohne Chor...
 


Geboten wurden vor allem die Song der aktuellen etwas kurzen Scheibe Zeiten für Kerle, als da wären Klötze, Zeiten für Kerle, Die laufenden Toten, Frau vom Fischer und Rennen. Leider habe ich nicht ordentlich genug mitgeschrieben, um die genaue Reihenfolge zu rekapitulieren. Die besondere Note des Konzertes waren jedoch die Geschichten und Geschichtchen rings um die Lieder, die mir ja inzwischen eigentlich vertraut sind, die aber so noch einmal in ein anderes Licht rückten. Ich weiß auch nicht, wie sie das machen, dass Alltag und Enttäuschungen, die ja nun mal nix glamouröses an sich haben, zu so etwas schönem und poetischen verdichtet werden ohne offensichtliche Kunstgriffe. Und - nun gut - dann mag ich eben deutschen Schlager (aber fast nur in der Ausprägung á la Bergen).

  

Im Saal ging es schließlich für mich weiter mit Gemma Ray, die ihren Schlagzeuger Andy Zammit  und Fredrik Kinbom am Bass (und Lap Guitar) mitgebracht hatte. Nach dem Konzert habe ich mir Christophs Bericht vom Bonner Konzert 2015 noch einmal angesehen und muss ihm in mehreren Aspekten rückhaltlos zustimmen: Frau Rays Live-Präsenz ist grandios und in ihrer selbstbewussten Ausstrahlung durchaus mit Anna Calvi vergleichbar. Ihr Mann für die Beats ist hervorragend und stiehlt ihr manchmal fast die Show (ganz aus Versehen, denn rein äußerlich oder in seiner Präsenz ist nichts was nach vorne drängt) und ich habe auch gestaunt, wie selbstverständlich er mit einer Hand das Piano spielt und mit der anderen die Drums wenn nötig.



In der knappen Stunde im Saal bot Gemma Ray vor allem Titel des aktuellen Albums The exodus suite. Gemma und ihre Gitarre waren absolute Hingucker und strahlten jeden Moment Intensität aus. In der E-Gitarre steckte ein Messer - ein ziemlicher Dolch. Wir hatten uns von hinten schon gefragt, ob wir unseren Augen trauen könnten, aber tatsächlich lag nach dem Konzert die Gitarre mit dem Messer auf der Bühne und daneben noch ein weiteres Messer mit dem sie in einem Stück die Saiten zum klingen gebracht hatte.
 


Mit dem ersten Stück We do war ging sofort ein wohliger Grusel-Impuls durch mein Herz. Vor meinem inneren Auge entfaltetet sich eine Tarantino - mäßig überzeichnete Wüste voller Weite und Verzweiflung. Wie eine unsere Sinne umgarnende Sirene streckte die warme und doch sehr intensive Stimme eine Hand nach meinem Herzen aus.  Das war der Intensität einer PJ Harvey verwandt, wenn auch eine Spur expressiver - vor allem in der Art, wie sie die E-Gitarre spielte. Es gab auch Drums-getriebenen und fast rockige Stücke - wie z.B. Motorbike oder Titel wie There must be more than this  wo auch die Besen auf den Drums die Dynamik übernahmen, während die Gitarre fast langweilig  gleiche Akkorde zu spielen hatte. Der dritte Mann gab häufig noch eine sehr eigene Farbe in die Mischung durch eigentümlich verzerrte Klänge die ich nicht immer gleich zuordnen konnte. Alles in allem also ein eindrückliches und wunderbares Konzert.


Setlist:
01: We do war
02: There must be more than this
03: The machine
04: Motorbike
05: If you want
06: Swamp Snake
07: Ifs & Buts
08: The original one
09: We are all wandering
10: Caldera, Caldera


Nachdem ich die Band in der Kleinen Bühne übergangen hatte, stand mein erhofftes Highlight des Samstags auf dem Programm: Der Auftritt von Rue Royale im Saal. Die beiden und ihre Musik sind mir über die Jahre doch sehr ans Herz gewachsen (über sie schrieb ich einst meinen ersten Bericht für das Konzerttagebuch). Und so sehr ihnen eine Zeit für Familie und Kind von Herzen gegönnt war, so sehr fieberte ich doch dem Moment entgegen, sie wieder live auf der Bühne zu sehen und etwas neues Material zu hören.


Sie selbst verwiesen im Laufe des Konzerts auf die Pause mit großen Anführungszeichen und drückten damit fast ohne Worte aus, dass auch für sie die nun ersten Schritte zurück auf die Bühne besonders bedeutungsvoll sind. Für ein sehr herbeigewünschtes Konzert besteht ja doch immer die Gefahr, dass auch schon ein gutes Niveau eher enttäuschend ist, weil man so große Erwartungen hat. Aber an diesem Abend hatte ich das Gefühl, eine ganz besondere Stunde mit allem im Saal zu teilen. Seien es welche die Rue Royale zum ersten Mal erlebten oder solche die wie ich mit großen Erwartungen gekommen waren.



Längere Zet gab es keine Ansagen, aber die vertrauten Zutaten der beiden so inniglich verschränkten Stimmen mit Gitarre und sehr pointitiert eingesetzten Drums und diesmal eher wenige Piano. Neu waren einige eingesetzte Soundschnipsel und auch die eigentlich altvertrauten Lieder hatten damit eine neue und eigene Dynamik und waren wie ganz neu zusammengesetzt. Ich hatte das Gefühl, die beiden wollten die knapp bemessene Zeit im Festivalprogramm nicht mit reden vertun. Aber nach einigen Stücken brach der der Bann und das Gefrotzel war wie eh und je das Salz in der Suppe der Konzerte. Mehr als einmal hatte ich Gänsehaut wegen vertrauter Lieder oder neuer Wendungen und Verkleidungen. Schließlich war das letzte Stück U.F.O. mein große Finale der Gefühle. Sie sind wieder da und so gut wie nie zuvor! Ich freue mich schon so auf ihre neue Platte!

Setlist:
01: Dark Cloud Canopies
02: Crater
03: Set out to discover
04: Tiny Parcels
05: Adhesive ? (neu)
06: Get me standing
07: Parachutes and Lifeboats
08: Guide to an escape
09: Shouldn't have closed my eyes
10: Every lot ? (neu)
11: U.F.O.

Alle Fotos


Tourdaten Gemma Ray
17.09.  Wredenhagen Scheune
18.09.  Hamburg Hafenklang
19.09.  Bremen Club Moments Radio Bremen Live
20.09.  Halle     Objekt 5
21.09.  Erfurt Museumskeller
22.09.  Schorndorf Manufaktur
23.09.  München Milla
24.09.  Rosenheim Asta
25.09.  Baden Royal
26.09.  Freiburg Jazzhaus
27.09.  Wetzlar Franzis
28.09.  Oberhausen Druckluft
30.09.  Luxemburg     Gudde Welen
01.10.  Köln King Georg
02.10. Haldern Haldern Pop Bar  

 

Tourdaten Rue Royale
06.11. Privatclub – Berlin
07.11. Musa – Göttingen
08.11. Feinkostlampe – Hannover
09.11. Kassette – Düsseldorf
10.11. Wohngemeinschaft – Cologne
11.11. Lindenberg Hotel – Frankfurt
13.11. Cafe Galao – Stuttgart
14.11. Pension Schmidt – Münster

 

Aus unserem Archiv:   
Sound of Bronkow 2016 Tag 1 3
Sound of Bronkow Berichte 2012-2015
Gemma Ray, Bonn, 05.03.15
Gemma Ray, Berlin, 01.01.13
Gemma Ray, Paris, 23.02.09

Rue Royale, Karlsruhe, 18.01.14
Rue Royale, Paris, 26.09.13
Rue Royale, Frankfurt, 17.09.13
Rue Royale, Berlin, 07.04.13
Rue Royale, Frankfurt, 06.04.13
Rue Royale, Rüsselsheim, 21.07.12
Rue Royale, Göttingen, 28.05.12
Rue Royale, Köln, 28.01.12
Rue Royale, Karlsruhe, 24.01.12
Rue Royale, Karlsruhe, 16.03.11
Rue Royale, Paris, 27.01.10




Montag, 5. September 2016

Sound of Bronkow Tag 1, Dresden, 02.09.16

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Konzert mit Leyya
Ort: Societaetstheater in Dresden
Datum: 2. September 2016
Dauer: 50 min
Zuschauer: etwa 150


Seit fünf Jahren schon bin ich mit einem inneren Dilemma geschlagen. Einerseits bin ich ein Sommermensch und insofern leide ich innerlich schon lange bevor sich der Herbst nicht mehr übersehen lässt in der Erwartung der kurzen und grauen Tage und der Erwartung, was sie mit mir anstellen werden. Andererseits liegt aber das Sound of Bronkow Musik Festival in Dresden traditionell sehr spät im Sommer. So spät, dass die Meteorologen das schon Herbst nennen. Damit bin ich gezwungen, eine Zeit herbei zu sehnen, die ich eigentlich fürchte. Während der drei heiteren Tage unter lauter netten Menschen mit herrlicher Musik ist dann freilich alles Friede, Freude, Eierkuchen und es zeigte sich noch jedes Jahr,  dass die Vorfreude mehr als berechtigt war. 


Und - wie schon 2015 - war ich nicht mehr allein-anreisende Genießerin, sondern das Erlebnis wurde mit ähnlich tickenden Freunden geteilt - sozusagen in Sternfahrt auf Dresden. Es ist ein wenig lustig, dann auch jedes Jahr neu einige bekannte Gesichter zu treffen, zu denen ich weder Namen noch irgendetwas weiß, außer dass sie jedes Jahr - wie ich - vom Sound of Bronkow Programm angezogen werden. Ihnen wird es wohl mit meinem Gesicht ähnlich gehen. Und die Bedienung in den Weinstuben grüßt mich wie eine alte Bekannte, wo ich doch meist nur für ein Wochenende hereinschaue.
   Für die Ausgabe 2016 hatte ich mich vor allem gefreut auf Rue Royale am Samstag und Jenny Berkel am sehr frühen Sonntag morgen. Ich war außerdem sehr gespannt auf The Black Atlantic, Bergen, Gemma Ray und Alice Merton. Für Freitag hatte ich mir diesmal nur Leyya herausgesucht.
 

Wir hätten uns eigentlich im Rahmen des Zeltivals in Karlsruhe schon kennenlernen sollen, da war ich allerdings leider krank. Nun waren sie in Duo-Besetzung: Sophie Lindinger (Gesang und Synthies) und Marco Kleebauer (Gitarre und Synthies) aus Eferding nach Dresden gekommen und verhexten die SOB-Besucher im Saal schon mit dem ersten Stück. Dem Zauber wohl selbst nicht so ganz vertrauend, baten sie vor dem zweiten Song, ob wir uns nicht in geschwisterlicher Unterstützung auch hinstellen könnten, sie würde sich sonst auf der Bühne so komisch vorkommen.
 

Was sollte das anderes hervorrufen, außer grinsen und aufstehen im "Parkett" - weiter hinten konnte man es mit sitzen und stehen eh nach Gusto halten. Wahrscheinlich ist es für Künstler und Künstlerinnen eher doof, in Schubladen gepackt zu werden, aber Vergleiche sind - neben dem Verweis auf Aufzeichnungen der Musik - noch das beste Mittel um über das Erlebte im Konzert berichten zu können.


Die Musik von Leyya lebt natürlich viel von elektronisch ermöglichten Soundbasteleien und klugem Einsatz von künstlichen Beats. Für mich ist dabei allerdings der wirkliche Trumpf die Singstimme, die den eigentlichen Energiebogen spannt und in den besten Momenten des Abends eine große Sehnsucht nach Portishead-Material wieder entfachte. Weil sie fast auf dem Weg dazu war, diese Lücke zu füllen. Ein gutes Beispiel hierfür war für mich der energetisch zwischen sehr innig und fast schon schreien wechselnde Song Brando, wo ich jedes Mal im Refrain neu Gänsehaut verspürte. Oder auch Butter an manchen Stellen.


In meiner Welt ist das ein großes Paar Schuhe, dass sie da füllen müsste und so ganz passen sie auch nicht, aber in der Entwicklung der Dinge, die hoffentlich noch kommen, traue ich ihr zu, einen sehr eigenständigen und ähnlich herrlichen Beitrag im Musikkosmos zu leisten. Auch so mehr spielerische zum tanzen einladende Stücke wie Superhero trugen dazu bei, dass wir mit einem breiten Grinsen aus dem Konzert gingen und auch gern noch länger zugehört hätten.


Setlist:
01: Intro
02: Wolves
03: IDM
04: We do ok
05: Brando
06: Superego
07: I want you
08: Jordan
09: Hooligan
10: Butter
11: Driffing 

Alle Fotos


Aus unserem Archiv: 
Sound of Bronkow 2016 Tag 2 und 3
Sound of Bronkow 2015 Tag 2 
Sound of Bronkow 2015 Tag 1
Sound of Bronkow 2014 Tag 3
Sound of Bronkow 2014 Tag 2
Sound of Bronkow 2014 Tag 1
Sound of Bronkow 2013 Tag 3
Sound of Bronkow 2013 Tag 2
Sound of Bronkow 2013 Tag 1
Sound of Bronkow 2012 Tag 3
Sound of Bronkow 2012 Tag 2
Sound of Bronkow 2012 Tag 1



Freitag, 12. August 2016

Empfehlung Sound of Bronkow Festival in Dresden

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Es wird höchste Zeit hier noch einmal ganz arg zu schwärmen. Es ist nämlich nur noch drei Wochen hin bis zu den drei tollen Tagen im Societaetstheater  in Dresden, wenn die Kumpels und Friends dort wieder lauter wunderbare Musik und knufte Musiker zusammengeladen haben zum Sound of Bronkow Musik Festival - diesmal vom 2.-4. September. Zum Glück hatte Eike schon Anfang Juli den Ball abgeschlagen, um die Kunde in die Welt zu tragen.


Die Musik ist für mich dabei natürlich ein wichtiger Lockfaktor. Dieses Jahr freue ich mich ganz besonders auf ein Wiedersehen mit Rue Royal und The Black Atlantic. Bin aber auch sehr sehr gespannt endlich, endlich Gemma Ray und Jenny Berkel live zu erleben. Das alles in der einzigartigen Atmosphäre des Gartens und der beiden Säle im Soci und eingebettet in eine herrliche Ecke von Dresden. Ganz nebenbei sind natürlich auch noch die Kumpels und Friends genau das, was der Name verspricht und machen das Festival zusammen mit der wundervollen Crew des Socis zu einer einzigen Charmeoffensive.

Geboten wird darüber hinaus die Party am Freitag, 2.9.2016 ab 21 Uhr im Ostpol und das schon traditionelle Late Night-Konzert im Thalia Kino am Samstag um 1 Uhr.


Beschreibungen der Bands durch die Kumpels & Friends:



Aus unserem Archiv:
Sound of Bronkow Berichte 2012-2015
Gemma Ray, Bonn, 05.03.15
Gemma Ray, Berlin, 01.01.13
Gemma Ray, Paris, 23.02.09 

Rue Royale, Karlsruhe, 18.01.14
Rue Royale, Paris, 26.09.13
Rue Royale, Frankfurt, 17.09.13
Rue Royale, Berlin, 07.04.13
Rue Royale, Frankfurt, 06.04.13
Rue Royale, Rüsselsheim, 21.07.12
Rue Royale, Göttingen, 28.05.12
Rue Royale, Köln, 28.01.12
Rue Royale, Karlsruhe, 24.01.12
Rue Royale, Karlsruhe, 16.03.11
Rue Royale, Paris, 27.01.10
The Black Atlantic, Köln, 20.03.16
The Black Atlantic, Düsseldorf, 07.10.12
The Black Atlantic, Karlsruhe, 24.01.13
The Black Atlantic, Köln, 28.01.12
The Black Atlantic, Paris, 06.06.10




Mittwoch, 23. September 2015

Sound of Bronkow Tag 2, Dresden, 05.09.15

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The Sound of Bronkow Music Festival 
Tag 2 mit den Konzerten von
  Lotta sleeps (35 min)
  Lilly among clouds (40 min)
  The Moonband (60 min)
  Binoculers (50 min)
  NovemberDecember (60 min)
  The Weather Station (50 min)
Ort: Societaetstheater Dresden
Datum: 5. September 2015
Zuschauer: knapp 300


Der zweite Tag des Sound of Bronkow Musikfestivals begann traditionell im Apfelgarten und das bei schönstem Wetter. Später am Tag wurde der Garten in das Foyer umgepackt, als die Regenwolken das Regime übernahmen und ich war sehr beeindruckt wie problemlos und ruhig das klappte.  Die Dresdner Band Lotta sleeps mit fünf jungen Männern auf der Bühne und vielen Instrumenten (u.a. Geige, Trompete und eine Cigarbox-Gitarre darunter) durfte den Auftakt des Tages machen. Sie verbreiteten so viel gute Laune, dass ich mir spontan ihre zwei Tonträger mit eingepackt habe. Was für ein wunderbarer Beginn!
 

Setlist Lotta Sleeps:
01: To Rome, to Rome
02: Woods of Birnam
03: 100
04: Set a fire to your hometown
05: Pale blue dress
06: Slow down
07: Mr Bonaparte 


Weiter ging es mit Lilly among clouds, die live aus dem Soundcheck heraus das Konzert begann. Lilly Brüchner sang zunächst ihre Lieder zur Gitarre, und wechselte später ans Keyboard. Der erste (und wirklich bleibende Eindruck) war DIESE STIMME! Dann - sympathisch - dieser fränkische Dialekt... Sie nahm sich Zeit, zu ihren Songs einiges zu sagen. Z.B. bei Blood & history die ihrer Meinung nach häufig überzogenen Ansprüche an Familie und Verwandtschaft. Als müsste da alles immer eia popeia sein. Außerdem bestand sie darauf, dass doch jede und jeder auf gewissen Eigenheiten bestehen sollte, auch wenn dazu ein bisschen Mut gehört. Mein klarer Höhepunkt, der mich auch echt ein bisschen mitgenommen hat war Your hands are like home (aber auch Lilly musste hier zittern und hatte schließlich Tränen in den Augen...). Zum Ende hin durften wir schließlich auch mit-oh-en und hatten damit wohl gerade einen der Höhepunkte des Sound of Bronkow erlebt.


Tourdaten Lily among clouds
17.09. Erlangen - E-Werk
18.09. Chemnitz - Atomino
19.09. Magdeburg - Moritzhof
20.09. Berlin - Monarch
21.09. Hannover - Warenannahme
22.09. Rostock - Helgas Stadtpalast
23.09. Hamburg - Reeperbahn Festival
26.09. Düsseldorf - FFT



Anschließend füllte die Moonband die Bühne bis zum Rand. So viele Menschen - dabei fehlte sogar noch die Schlagzeugerin! Sie spielten eine sehr traditionelle Variante des Folk und z.B. einige Cover (u.a. von Bob Dylan). Ihre Verfahrensweise beschrieben sie dabei so: Man nimmt einen traurigen Text und macht eine lustige Melodie dazu. Ich fand das sympatisch und solide. Es passte gut in den Sommernachmittag, hat mich aber nicht aus den Pantoffeln gehauen.


Mein erstes herbeigesehntes Highlight des zweiten Tages war das Konzert mit Binoculers. Das stand nun im Kleinen Saal auf dem Plan. Der Saal war gut gefüllt, aber es kamen wohl diesmal noch alle herein, die dabeisein wollten. Das Set war von Anfang an toll und die Aufmerksamkeit wie die Begeisterung des Publikums hoch. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir vor allem Songs aus der zweiten Hälfte des Sets. Z.B. fand ich  Agravic ganz und gar großartig und herzbrechend. Die ganz großen Highlights des Sets waren für mich die beiden finalen Stücke Monsters und The place where you come from. Natürlich baten wir um Zugaben (und ich war mir schon etwas unsicher, ob es nach dem starken Finale so eine gute Idee war). Es gab einen Binoculers-Knaller hintendran - ich habe förmlich noch das zutiefst verlassene Bow and Arrow aimed at the horizon in meinen Ohren. Was für ein Gänsehautmoment! Wirklich ganz, ganz wunderbar war das wieder gewesen. 


Setlist Binoculers:
01: Shine And Then Gone
02: Repeller Boat
03: Where The Water Is Black
04: Moonbeams
05: Islands
06: Black/White Bird
07: Contrails
08: Agravic
09: Monsters
10: The Place You Come From


11: Bow & Arrow (Z)


Im Großen Saal ging es weiter mit den Dänen NovemberDecember. Das war prima poppig und entspannt, aber letzlich nicht so mein Fall, zumal sie sich in ihrer Attitüde meiner Meinung nach auch ein bisschen zu ernst nahmen. So nutzte ich die Zeit, um ein bisschen zu essen und am Merchstand nach dem Neusten zu sehen und vielleicht auch ein paar Schwätzchen zu machen. Denn ich wusste ja, im nächsten Slot wollte ich pünktlich und ganz und gar aufmerksam sein können!

(c) Michael Reich
Denn ich hatte sehr große Erwartung an The weather Station aus Kanada. Seit ich David Simard zu Gast gehabt hatte, der mir von seiner Landsmännin Tamara Lindemann vorgeschwärmt hatte, war ich neugierig darauf gewesen, sie auch einmal live zu erleben. Zum Glück war die Tour durch Deutschland so gelegt, dass ich sie in Dresden sehen konnte, denn alle Stationen waren schrecklich weit weg von Karlsruhe. Für die Tour hatte sie aus der Band Ben Whiteley am Bass mitgebracht und Erik Heestermans aus den Niederlanden für die Drums gewonnen. Das war eine prima Besetzung und sie spielten wunderbar zusammen auf. Die Stimme von Tamara stand im Mittelpunkt, wurde aber gut gestützt durch Drums und Bass und die Gitarre. 

(c) Michael Reich
Leider war Tamara ein bisschen erkältet (für das nächste Konzert war dann die Stimme endgültig weg) und so war sie ein bisschen unschlüssig, ob sie uns mit einer Zugabe wirklich eine Freude machen könnte. Sie sagte in etwa ihr singen würde sich heute so anfühlen wie wohl für dem Drummer, wenn er keine Sticks nehmen kann, woraufhin es natürlich eine kleine Einlage von den Drums ohne Sticks gab. In Erinnerung geblieben ist mir außer den wunderschönen und filigranen Liedern auch ihre ruhige und doch bestimmte Art, über ihre Songs zu reden.

There’s this song – this one song called ‘Shy Women’ – it’s about a little moment – a friend and I meet, and she doesn’t feel that she can reveal her own darkness to me – so we talk about nothing.  It stuck with me.  In the end I wrote that it would be a ‘luxury to be not so ashamed’.  I meant that – I didn’t realise I did till the record was done and I was home.  But I meant that.  It is a luxury, though.  To allow yourself to not disappear.  To allow someone else that as well.

Das Ende dieses Konzertes war für mich das Ende des zweiten Tages und des Festivals (den Sonntag musste ich mir schenken). Aber wie hatte sich das wieder gelohnt nach Dresden zu kommen. Alle erhofften Highlights hatten meine Erwartungen übertroffen und gleich mehrer andere Bands hatten mein Herz erobert. Vielen Dank an die kumpels and friends für all die Liebe und die Arbeit!
(c) Michael Reich
 
Setlist The Weather Station:
01: Don't understand
02: Flood Plain
03: Shy women
04: All of it was mine
05: Like Sisters
06: It came so easy (solo)
07: I mined (solo)
08: Personal eclipse (solo)
09: Nobody 

10: Way it is way it could be (Z)


Tourdaten in/um Deutschland:
04.09. München, Hauskonzerte.com
05.09. Dresden, Sound of Bronkow Festival
10.09. Berlin, Privatclub
11.09. Hamburg, Aalhaus 

20.11. Brüssel, Botanique 

Alle Bilder vom Festival:

 

 

Donnerstag, 10. September 2015

Sound of Bronkow Tag 1, Dresden, 04.09.15

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The Sound of Bronkow Music Festival 2015 Tag 1 
 für mich mit den Konzerten von
   The Gentle Lurch (60 min)
   Erdmöbel (90 min)
Ort: Societaetstheater Dresden
Datum: 4. September
Zuschauer: knapp 300


Wie hatte ich mich dieses Jahr wieder auf das Festival des Labels Kumpels and Friends in Dresden gefreut! Ein Grund hierfür war, dass sage und schreibe vier Bands angesagt waren, die ich unbedingt sehen wollte und dann noch das Sahnehäubchen Erdmöbel obenauf platziert war. Dies neben einer ganzen Zahl weiterer interessant klingender Bands und der einmaligen Atmosphäre in und um das Societaetstheater. Zufällig begann nun mein Festival mit einem erhofften Highlight: The gentle Lurch. Ich hatte bisher nur einmal das Glück gehabt, sie live zu erleben und seitdem war mir die aktuelle Platte Workingman's Lurch sehr ans Herz gewachsen. Ein Wiedersehen war also wirklich überfällig und es war auch etwas spannend, ob sich wohl der absolvierte Aufenthalt in Übersee auswirken würde...


Der kleine Saal war kurz vor Beginn des Konzertes gut besetzt und füllte sich anschließend bis an den Rand und darüber hinaus. Vor der Tür wurden schließlich sogar Leute abgewiesen, weil die Kapazität erschöpft war. Das Interesse war also nicht nur bei mir groß! Ich finde es schon ein bisschen mutig, ein Konzert mit einer englischen Gedicht-Rezitation zu beginnen. Aber es war sofort ruhige Aufmerksamkeit da und es wurde der Auftakt zu regelrechtem Übermut in der folgenden knappen Stunde. Auf der Bühne waren die vertrauten Gesichter von Cornelia Mothes an den Tasten, Frank Heim und Lars Hiller an diversen Saiteninstrumenten, wie auch Ronny Wunderwald als Schelm und Künstler an den Drums. Ein neuer Bassist, Johannes Till war schon wunderbar integriert. Außerdem war zusätzlich Ludwig Bauer (mir insbesondere aus dem Weihnachts-Konzert mit Sea of Love noch vertraut) mit einigen Aufgaben betraut (leider saß er etwas zu weit links als dass er es auf eines meiner Bilder geschafft hätte).


Die Musik ist ja prinzipiell so ein bisschen ein schlingern und stampfen. Ein Etwasmussmanjafürsherzetun (*). In Gedanken kann man am Lagerfeuer sitzen oder mit dem Pferd die Weite Nordamerikas durchstreifen. Dabei den Blick wahlweise in die Ferne schweifen lassen oder ins Innere versenken. Live wurde aber so richtig Dampf drauf gegeben und Fahrt aufgenommen - umsteigen vom Pferd in die Eisenbahn würde ich sagen. Das Publikum und die Band schaukelten sich an der gegenseitigen Begeisterung hoch und teilten wohl eine unvergeßliche und besondere Show miteinander. 
Das Set endete mit dem fast euphorischen Don't tell, my brother. Und ein ungeschriebenes Festivalgesetz verletztend, überzeugte das tobende Publikum die Band zu einer Zugabe, die eine echte Liebesgabe wurde. Ein neues Stück mit Neles Gesang. Es rieselte Konfetti und keiner verließ den Raum ohne ein seeliges Lächeln im Gesicht.

 
Setlist:
01: Workingmans lurch
02: Some pieces of advice to the Golden Bream
03: The Darkest Grove Of Pines
04: On how to tamp leaks
05: Nesting
06: Cannot
07: The Night when frank got drunk for the first time, age 23 +
08: Our bodies become the ground
09: Don't tell, my brother

10: From behind (Z) 



(*) Wie es Luitpolt Löwenhaupt in der Weihnachstgans Auguste so schön sagt...

Tourdatum:
10. Sept 2015 – Wärmehalle Süd – Leipzig 


Erdmöbel tauchten an meinem Horizont auf mit dem Album no. 1 hits. In Bezug auf die Bandgeschichte war das schon reichlich spät. Irgendwie blieb das hängen im Ohr und im Herzen. Allerdings fehlte dazu noch immer das Liveerlebnis und deshalb hatte ich mich gefreut, als sie für das diesjährige Sound of Bronkow angekündigt wurden. Das würde bestimmt ein Spaß!


Tatsächlich war das, was Markus Berges, Ekki Maas, Wolfgang Proppe und Christian Wübben zusammen mit ihrer Bläsersektion Henning Beckmann (Posaune) und Christa Becker (Flöte) (für drei Songs war überdies Kristin Kroneberger die Frau an der Bratsche) veranstalteten vielleicht eher ein Tanztee als ein Indie-Rock-Konzert, aber das störte wohl keinen, weil die Texte mit dem abgedrehten Humor sich unter die Haut bohrten und weil lächeln und tanzen einfach so viel Spaß machen.


Und als geborene Entertainer mit so vielen Jahren Bühnenerfahrung hatten sie das Publikum eins fix drei um den kleinen Finger gewickelt. Und wenn es bei Blinker auf nüchterne Zuschauer vielleicht schon sehr albern gewirkt haben mag, es war ein Riesenspaß!



(*) amazon wusstes noch: Sie haben diesen Artikel am 1.6. 2007 gekauft...

Setlist:
01: Anfangs Schwester heißt Ende
02: 77ste Liebe
03. Club der Senkrecht begrabenen 
04: Gefäße
05: Am Arsch, Welt, kannst du mich kaputtschlagen
06: Für die nicht wissen wie
07: Dawei, Dawei
08: Genau wie ich es mir wünsche
09: Fremdes
10: Busfahrt 
11: Kung Fu Fighting
12: Ausstellung über das Glück
13: Wort ist das falsche Wort
14: Vergnügungslokal mit Weinzwang
15: In den Schuhen von Audrey Hepburn
16: Blinker
17: Das Leben ist schön
 

18: Die Devise der Sterne (Z)
19: Nah bei dir (Z)  



Tourdaten:
03. Dezember  München Milla Club
04. Dezember  Plauen Malzhaus
05. Dezember  Kassel Theaterstübchen
09. Dezember  Duisburg Grammatikoff
10. Dezember  Hamburg Knust
11. Dezember  Worpswede Music hall
12. Dezember  Berlin Frannz club
17. Dezember  Köln Kulturkirche Nippes
18. Dezember  Köln Kulturkirche Nippes
20. Dezember  Darmstadt Centralstation


Aus unserem Archiv:
Sound of Bronkow 2015 Tag 2
The Gentle Lurch, Reutlingen, 25.07.14
Sound of Bronkow 2014 Tag 3
Sound of Bronkow 2014 Tag 2
Sound of Bronkow 2014 Tag 1
Sound of Bronkow 2013 Tag 3
Sound of Bronkow 2013 Tag 2
Sound of Bronkow 2013 Tag 1
Sound of Bronkow 2012 Tag 3
Sound of Bronkow 2012 Tag 2
Sound of Bronkow 2012 Tag 1

Alle Fotos vom Festival:


 

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