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Sonntag, 28. April 2019

Lisa Morgenstern, Dresden, 27.04.19

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Konzert: Lisa Morgenstern
Ort: Dreikönigskirche, Dresden
Datum: 27.04.2019
Dauer: 80 min
Zuschauer: ca. 115



Chameleon - Albumrelease

Im Februar 2017 war Lisa Morgenstern bei mir im Wohnzimmer. Im Rahmen der Crowdfundingaktion für ihr geplantes Album hatte ich das Konzert erworben. Damals kannte ich nur das vorherige Album „Amphibian“ und hatte Konzerte von Lisa gesehen, damals noch unter anderem mit Benni Cellini (Letzte Instanz). Bei uns spielte sie Solo, erstmals für mich mit Klavier und schönen alten Synthesizern, analog und mit vielen Kabeln und Drehknöpfen. Damals bekam ich eine erste Idee, wohin Lisas musikalische Reise gehen wird. An eine Veröffentlichung des Albums war vor 2 Jahren aber noch nicht zu denken, Lisa wollte sich Zeit nehmen und vor allem die richtigen Verbündeten für ihr Album finden.



So verging viel Zeit und die Fans mussten sich in Geduld üben. In letzter Zeit gab Lisa Morgenstern dann vermehrt Konzerte, darunter auch als Vorprogramm für Olafur Arnalds und sie hat lange schon den Termin für ein Konzert im September im Rahmen des Reeperbahnfestivals in der Elbphilharmonie angekündigt. Und dann kam vor ein paar Monaten endlich der Termin zum Releasekonzert in der Dreikönigskirche zu Dresden heraus. Möglicherweise ging es anderen ebenso: ich habe mein Wochenende umgeplant, Besuche verlegt, Tickets gekauft und große Vorfreude gespürt.



2 Stunden vor Beginn werfe ich einen Blick durch die Glaswand in das Kirchenschiff. Lisa und Miguel und die anderen sind mit dem Soundcheck beschäftigt, also störe ich sie nicht. Eine halbe Stunde vor Beginn erscheinen die ersten Gäste, das Foyer füllt sich langsam und die Stehtische werden belagert. Ich erkenne bekannte Gesichter, vermute Familie und Freunde der Künstlerin unter den Gästen, begrüße Miguel, der Lisa diesmal am Mischpult betreut. Vor zwei Jahren spielte er mit Lisa gemeinsam und hatte an den analogen Reglern in unserem Wohnzimmer beide Hände voll zu tun.



Wer Lisa Morgenstern kennt, weiß dass das Ambiente der Kirche wie gemacht ist für Lisas Musik. Kurz nach 20 Uhr gehen die Lichter aus, das Kirchenschiff wird dunkel und die Bühne in Lila getaucht. Die ersten beiden Titel hallen in die Dunkelheit. Es breitet sich Lisas neuer und doch schon vertrauter Sound aus, die Mischung aus Synthesizer, Klavier und der umwerfend spannungsreichen Stimme Lisas. Unter dem inzwischen hell strahlenden Altar ist sie mal Engel und mal das unsichtbare Tiefe. Einmal schwingt sich die Seele der Zuhörer fröhlich auf ins Licht und kurz darauf laufen Schauer den Rücken hinab, wölben sich die Poren zur Gänsehaut, wenn Lisa das tiefe Ende ihres Stimmumfangs erreicht. Die Töne aus Saiten, Tasten und Knöpfen untermalen und verstärken diese Stimmungen kongenial. Sie sind meist sparsam eingesetzt und drängen nie in den Vordergrund. Lisa spielt meist abwechselnd auf Klavier und Synthesizern und nach der Pause auch am Cembalo. In anderen Stücken liefern die Synthesizer die Grundstimmung der Titel und werden mit Klavier und durch Lisas Gesang ausgemalt und verstärkt.



In den sozialen Medien hat sich in letzter Zeit auch schon herumgesprochen, dass Lisa ihren bulgarischen Wurzeln nachforscht. Mittlerweile singt sie in Berlin in einem bulgarischen Frauenchor (Bulgarian Voices - https://www.bulgarianvoicesberlin.de). „Prituri“ ist ein Stück aus dessen Repertoire, das sie für den Chor arrangiert hat. Sie bringt es im zweiten Set nach Pause. Die Rolle des Chores übernehmen heute die analogen Klangerzeuger und Lisa schwingt sich mit ihrem Gesang zur tragenden Figur der bittersüßen Geschichte zweier Schäfer auf. Den Chor mit Lisa könnt Ihr am 21. August zum Pop-Kultur in der Berliner Kulturbrauerei erleben.



Das Set heute Abend kombiniert natürlich die Stücke ihres neuen Albums „Chameleon“ (C) und einige von „Amphibian“ (A) sowie neue oder nicht veröffentlichte Titel wie unter anderem „Chameleon“ selbst, der es offenbar nicht auf das gleichnamige Album geschafft hat.

Nach gut 80 Minuten und einer Zugabe wird Lisa mit viel Wärme herzlich von der Bühne verabschiedet und im Foyer beim Signieren ihrer CDs umringt.



Auf der Fahrt nach Hause kreisen meine Gedanken immer wieder um das Erlebte und wie sich alte und neue Lieder an diesem Abend zu einem Ganzen verwoben haben. Und ich frage mich gespannt, ob es mir gelingt, Lisa noch einmal in das Wohnzimmer der Scala zu locken. 

Setlist 
01. Atlas (C)
02. Codex (C)
03. Answers (C)
04. My Room (A)
05. Nocturne (A)
06. Colours (new)
07. Chameleon (N)
08. My Boat (C)

09. Journey to the end of the night (C)
10. Waltz of a Loner (C)
11. Prituri (bulgarisches Volkslied)
12. Glass (new)
13. At the top of a tree (C)
14. Levitation (C) 

15. Deflowering (C) (Z) 

Aus unserem Archiv
Lisa Morgenstern, Adorf, 11.02.17
Lisa Morgenstern, Berlin, 02.04.15
Lisa Morgenstern, Freiberg, 29.10.14
Lisa Morgenstern, Berlin, 14.09.14


Samstag, 16. Februar 2019

Distance, Light & Sky, Dresden, 15.02.19

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Konzert: Distance, Light & Sky
Ort: Dreikönigskirche in Dresden
Datum: 15. Februar 2019
Dauer: 85 min
Zuschauer: etwa 180



Eine überraschende musikalische Erkenntnis des letzten Jahres war, dass es sich für mich lohnt, a l l e n musikalischen Projekten Chantal Acdas Aufmerksamkeit zu schenken. Allen voran dem Trio mit Chris Eckman und Eric Thielemans unter dem Namen Distance, Light & Sky, weil hier inzwischen zwei Tonträger vorliegen, die wahre Schätze enthalten und für mich keinerlei Längen haben. Ich hatte Chris Eckman vor vielen Jahren als Veteranen der Glitterhouse-Familie in Beverungen erlebt und fand das zwar nett, aber nicht mehr. 
 


Chantals Musik hingegen hat mich schon über viele Jahre begeistert und mein Herz gefangen. Ich hatte dann sogar gemerkt, dass sie mir unter zwei anderen Namen schon mit ihrer Stimme bekannt gewesen war, bevor ich sie als Person wirklich wahrgenommen hatte. Bei unserer ersten Begegnung vof fünf Jahren war Eric Teil des Ensembles gewesen und hat mich mit seiner Fertigkeit am Marimbaphon und den filigranen drums begeistert.
 


Als ich nun die drei unterschiedlichen Personen auf der Bühne vor mir sitzen sah, musste ich doch ein wenig schmunzeln. Chris wirkte sehr fokussiert und seriös eher wie ein College-Professor oder Jugendpfarrer - ihm gegenüber war der quirlige Eric im Schlabberlook und Mütze, der keinen Moment still sitzen konnte und dazwischen Chantal wie ein bunter Vogel. Und dann produzierten diese unterschiedlichen Typen so ein Gesamtkunstwerk, an dem alle ihren ganz spezifischen Anteil hatten. Das ist doch eigentlich verblüffend und auch ein Stück beglückend zu sehen, dass das geht.
 


Auf der CD-Fassung war mir schon sehr lieb, wie sich die Stimmen von Chris und Chantal für viele der Stücke mischen. Wie die Haltung des genauer hinschauens uns auch ein wenig Ehrfurcht für die Wendungen des Lebens den Singenden gemein ist und zu gemeinsamen Liedern führt, in denen jede/r mal den Aufschlag machen darf bevor der/die andere kommentiert. In der Life-Fassung kam hinzu, dass es einfach total Spaß machte, Eric zu zu sehen, dass natürlich auch Fehler gemacht und viel gelacht wurde und dass das Publikum einfach wunderbar dabei war.
 


Das übrige tat der Raum. Der als Kirchenraum sehr auf den Altar und damit die Bühne fokussierte und zum hören einludt aber in der modernen Fassung nicht diese kalte Erhabenheit der Gotik ausstrahlt, sondern Menschen wirklich zum bleiben und wohl fühlen einlädt.
  


Das Programm begann gleich mit einem Lied, dass mir in Chantals Fassung letztes Jahr schon ans Herz gewachsen war: Don't go dark on me. Später  wurde es sogar richtig rockig und etwas später war für einige Minuten Eric solo im Zentrum des Geschehens.  Für das Finale hatten die drei sich viele meiner Lieblingslieder aufgespart wie Souls (ein wahrer Herzmoment) und in der letze Zugabe Son (bisheriges allerliebstes Lieblingslied meinerseits). So waren dies wunderbare fast anderthalb Stunden für mich. Viele scheinen ähnlich beglückt gewesen zu sein, denn es gab noch viele persönliche Gespräche und frohes Lachen am Merchstand.





Setlist:
01: Don't go dark on me *
02: The Lifer #
03: Look at my feet *
04: Wandering *
05: Good luck with that *
06: Slowed it to a stop *
07: Riding shotgun +
08: This place +
09: Throw in the hat *
10: Walking downhill *
11: Cold summer wood +
12: Souls +
13: Distance, Light & Sky +

14: In circles *
15: Son +

(+ Catching nets - 2014, * Gold coast - 2018)
 


Aus unserem Archiv:
Chantal Acda, Karlsruhe, 03.04.18
Chantal Acda, Karlsruhe, 04.04.18
Chantal Acda, Nürnberg, 09.04.14 

Tourdaten:
15.02. Dresden - Dreikönigskirche
16.02. Hannover - Feinkostlampe
17.02. Northeim - Alte Brauerei

 


Sonntag, 28. Oktober 2018

Scott Matthew & Rodrigo Leão, Dresden, 04.10.17

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Konzert: Scott Matthew & Rodrigo Leão
Ort: Societätstheater Dresden
Datum: 4. Oktober 2017
Dauer: 90 min
Zuschauer: etwa 100


Zuweilen kann ich nicht anders als Ratschläge, die ich anderen gebe, auch selbst anzunehmen. Diesmal folgte ich zum Beispiel der Einladung ins Societätstheater nach Dresden um den Tourauftakt von Scott Matthew & Rodrigo Leão dort zu erleben (obwohl es auch ein Konzert in Karlsruhe geben würde). Es gab dafür gute Gründe: Ich mag den intimen, kleinen Saal, an dem ich schon so schöne Konzerte erlebt habe. Und ich erwartete mir an einem Ort, der schon fast eine zweite Heimat von Scott in Deutschland geworden ist, eine ganz besonders intensive Atmosphäre. 


Die erste Beobachtung beim Eintreffen im Saal war: Wie erwartet war die Bühne voller Instrumente, denn auf dieser Tour reist ja das Ensemble von Rodrigo Leão mit - und zwar João Eleutério (Gitarre und Bass), Marco Alves (Posaune und Glockenspiel), Viviena Tupikova (Geige und Tasten) und der blutjunge Frederico Gracias (Schlagzeug). Aber entgegen meiner Erwartung war gar kein Rotwein auf der Bühne. Mit meinem Sitznachbarn kamen wir überein: Den würden die Musiker wohl noch mitbringen... Aber damit lagen wir falsch. Tatsächlich war dies mein erstes Scott Matthew Konzert ohne Rotwein auf der Bühne... 
 


Eine besondere Stimmung, ja hoch gespannte Erwartung, lag schon vor Beginn in der Luft und wurde vom Ensemble auf der Bühne erspürt und bedient und sicherlich durch Scotts Jetlagverfassung noch gesteigert, in der sich alles ein wenig fremd und ungewohnt für ihn anfühlte. Er ist ja ohnhin eine kleine Rampensau und Dresden ist für ihn ein gutes und heimatliches Pflaster.


Der Abend begann mit einem Instrumental der Portugiesen, das mit sehr getragenem Piano begann, um sich dann zu steigern. Spätestens beim Einsatz der Posaune hatte das Schiff schon ordentlich Fahrt aufgenommen. Etwas später musizierten die beiden Sänger The Child als ein inniges Duo und hatte für mich eine etwas lustigen Reibung zum vorherigen Titel Enemies
 


Scott nahm anschließend für The Fallen die akustische Gitarre zur Hand für die nächsten drei Titel. Ein wenig bediente das das Klischee eines Singer/Songwriters. Und z.B. Nothings wrong hatte auch einen "we shall overcome"- siegesgewissen Optimismus. Aber es wäre nicht Scott Matthew wenn das nicht im nächsten Moment gebrochen oder vom Schalk verlacht würde. Anschließend gab es eine kurze Pause für Scott und zwei instrumentale Stücke der Portugiesen.


In the end sah Scott wieder auf der Bühne und inzwischen war die Temperatur im Raum so gestiegen, dass er seine Jacke ausziehen musste. Nach Unnatural disaster durfte die Band eine kleine Pause machen für zwei Solo-Cover-Versionen, nämlich Smile und ein Song für den guten Geist des Hauses - Ina: I wanna dance. Das war ihm anscheinend so wichtig, dass er sich unter Streß setzte und es in einem einzigen großen fuck-up endete. Um den Song zu retten, mussten wir alle mitsingen. Für mich DER Moment des Abends, der mir wohl noch lange und wärmend in Erinnerung bleiben wird.


Dann hatte Scott wieder eine Pause und die Band übertraf sich selbst in einem sehr witzigen halb besoffen hingerotztem Stück: A Estrada und dem feurigen  A Comédia de Deus mit vielen Tempowechseln. Scott legte schließlich nach mit einem beschwörendes Death defying und einem wahren Glücksbad in Life is long. Das wäre meiner Meinung nach ein tolles Finale und passender Schlußpunkt gewesen, aber das Publikum wollte natürlich mehr.

Für die Zugabe ausgewählt wurde zunächst ein Instrumental und dann das altehrwürdige Gänsehautstück Abandoned. Ein Abend, der die Reise nach Dresden wert gewesen war, ging damit wunderbar zu Ende.



Setlist:
01: Intro
02: Enemies
03: The Child
04: The Fallen
05: Nothings wrong
06: That's life
07: Empty room
08: Muv
09: In the end
10: Unnatural disaster
11: Smile (Charly Chaplin)
12: I wanna dance (Whitney Houston)
13: A estrada
14: A Comédia de Deus
15: Terrible Dawn
16: Death Defying
17: Life is long

18: As Ilhas dos Açores  (Z)
19: Abandoned (Z)


Tour 2017:
4.10. Dresden, Societaetstheater
5.10. München, Kammerspiele
6.10. Karlsruhe, Tollhaus
7.10. Aachen, Musikbunker
8.10. Luxemburg, Philharmonie


Aus unserem Archiv:
Scott Matthew, Karlsruhe, 15.07.15
Scott Matthew, Stuttgart, 11.12.13
Scott Matthew, Beverungen, 26.05.12
Scott Matthew, Paris, 10.10.11
Scott Matthew, Frankfurt, 01.10.11
Scott Matthew, Paris, 02.11.09
Scott Matthew, Köln, 30.05.09
Scott Matthew, Haldern, 09.08.08




Montag, 16. Juli 2018

Steven Wilson, Dresden, 14.07.18

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Konzert: Steven Wilson
Ort: Junge Garde Dresden
Datum: 14.07.2018
Dauer: 150 min
Zuschauer: ca. 1500

Endlich war es der 14. Juli und die Vorfreude auf mein drittes Steven Wilson-Konzert - noch dazu unter freiem Himmel in einer der schönsten Freilichtbühnen mindestens in Sachsen war riesig. Bei Ankunft im Großen Garten waren nur wenige Leute unterwegs, obwohl wir spät dran waren. Auch die Wiese vor der Garde war leer, nicht mal ein öffentlicher gastronomischer Betreuerwagen war geöoffnet. Am Einlass war kaum Andrang. Hmm... Bevor hier überhaupt etwas anbrennen sollte, ging es gleich zum Merch. Hier entspann sich ob der leeren Ränge ein kleiner Dialog mit dem Händler. Seiner Meinung nach ist Dresden nach wie vor ein Tal der Ahnungslosen und Steven Wilson ist eben nicht Roland Kaiser. Dennoch waren wir uns einig: Respekt vor Steven Wilson und den Aufrechten, die dada waren und bei 5000 Plätzen immerhin ein gutes Drittel füllten. Mich beschleicht bei wenig gefüllten Konzertstätten immer ein Unwohlsein, weil ich nicht weiß wie Künstler mit sowas umgehen und darauf reagieren. 


Als Steven Wilson und seine Begleitband die Bühne betraten wurden sie bejubelt und lautstark begrüßt. Und der Meister ging sofort ans Mikro für ein paar Begrüßungsworte und los ging's mit Nowhere now und Pariah vom neuen Album mit Ninet Tayeb auf der Videoleinwand. Dann stöberte Steven Wilson in der Fundgrube seiner Schätze bis mit Refuge mein Höhepunkt des Abends kam, der Texte wegen und wegen der dazu eingespielten nahegehenden Videobilder. 


Steven Wilson nutzte die Bühne, um von Seite zu Seite und von Kollege zu Kollege zu wandern und zu tanzen, er dirigierte das Publikum und spielte mit uns. Im Verlaufe des Abends war dies meine größte Überraschung: ich hatte das Gefühl einen verwandelten Steven Wilson vor mir zu haben. Ganz im Gegensatz zu den Konzerten der Vergangenheit ist aus ihm ein Entertainer geworden, der sich die T-Shirts der Fans ansah und kommentierte, ein ABBA-Fan nicht weit von einem Sodom-Shirt, Bandbreite halt! Und dann sah er das SAGA - T-shirt. Er erzählte, dass er die Band nicht kannte, bevor ihn ein Interviewer fragte, ob er richtig liege mit der Vermutung nach Saga-Einflüssen in Steven Wilsons Musik. Dafür erwähnte er seine Wurzeln wie Ashra Tempel und Neu!, von denen letztere hier kaum bekannt waren. Steven Wilson entschuldigte sich dafür, dass er uns unsere eigenen musikalischen Wegbereiter nahegebracht hatte. Aber Saga blieb der running gag des Abends.


Zur Musik: Steven Wilson spielte natürlich die Songs des aktuellen Albums ergänzt durch eine Reihe Titel aus seinem schier unerschöpflichen Katalog bis hin zu Porcupine Tree-Songs aus den Anfangsjahren dieses Jahrtausends. Und: ich hatte hier schon Abende erlebt, an denen es mir fast die Trommelfelle zerschoss, heute jedoch war die Anlage aufs Beste ausgesteuert und das Zuhören ein Genuss. Die Begleiter glänzten in Soli und als ganzes Ensemble und wurden bei den passenden Gelegenheiten gefeiert.


Nach der Pause brachte Steven Wilson den bekannten und obligatorischen Hinweis, dass er ja bestuhlte Konzerte nicht mag. Wer's glaubt... Und er wundert sich immer wieder, warum die Säle voller Stühle sind und bat Leute mindestens zu Permanating aufzustehen und zu tanzen. Da standen aber eh schon fast alle. Und irgendwie schien er es zu genießen, das Publikum zu fordern und zu unterhalten - halt eine ganz neue Erfahrung.
Vielleicht hat seine musikalische Entwicklung hin zu To the bone auch dazu geführt, dass die enorme Verbreitung des Albums und seiner Musik auch Steven Wilson geöffnet hat. Alle auf und vor der Bühne fühlten sich sichtlich gut. 


Und so kam dann auch mit Ancestral der vorerst letzte Song, denn man müsse ja hier pünktlich um 22:30 zum Ende kommen, so dass mit dem Applaus für die Zugaben auch nicht allzu viel Zeit vertan wurde. Schnell kam die Band wieder auf die Bühne. Er als unbekannter Künstler verspüre nicht den Zwang, dass er seine nicht vorhandenen Hits spielen müsse. Sagte es und spielte: The sound of muzak (2002) und Song of unborn (2017) waren die perfekte Klammer und fassten den Abend noch einmal eindrücklich zusammen.



Setlist
Set 1:
Nowhere Now
Pariah
Home Invasion
Regret #9
The Creator Has a Mastertape
Refuge
People Who Eat Darkness
Ancestral

Set 2:
Don't Hate Me
Permanating
Song of I
Lazarus
The Same Asylum as Before
Vermillioncore 

Sleep Together

Encore:
The Sound of Muzak
Song of Unborn

stevenwilsonhq.com

Sonntag, 1. April 2018

Konzerttipps für Sachsen, April 2018

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Der April bringt den Frühling endlich und auch viele Konzert nach Sachsen. Das Foto zeigt in diesem Monat den Alten Gasometer in Zwickau, wo im vergangenen Monat Sarah Lesch zu Gast war.




Chemnitz
05.04. Small Fires @Aaltra
06.04. Hope @Atomino
09.04. Tidemore @Inspire
11.04. Andreas Spechtl + Saba Alizadeh @Atomino
11.04. Stephan Deller Trio @Kaffeesatz
13.04. Frére + Surma @Aaltra
13.04. Yeah But No @Atomino
14.04. Kill Your Boyfriend/Dora Flob @Lokomov
16.04. Three For Silver @Inspire
18.04. Isolation Berlin @Atomino
18.04. Kalamahara @Aaltra
18.04. Line Bøgh @Odradek
20.04. Errdeka @Atomino
20.04. Line Bøgh @ Scala Adorf
22.04. Tim Vantol @Atomino
25.04. Those Willows @Aaltra
26.04. Alicia Edelweiss & Sweet Sweet Moon / Alpine Dweller @Odradek

Dresden
01.04. Tracy Bruen & The Bluebirds @Blue Note
03.04. Radiuzm Palazzo +Telefon Telefon @Groove Station
05.04. Montreal @Groove Station
05.04. Hope @Beatpol
06.04. Rockhaus @ Alter Schlachthof
07.04. Mia @ Alter Schlachthof
07.04. Mutabor @Beatpol
07.04. Mr. Irish Bastard @Scheune
08.04. FINN @Groove Station
08.04. Anna Ternheim @Scheune
10.04. Balmorhea @Societätstheater
11.04. Desperate Journalist @Scheune
12.04. Black River Delta @Ostpol
14.04. Mr. Hurley & Die Pulverpiraten @Beatpol  
14.04. Die Skeptiker @Scheune
14.04. Tocotronic @ Alter Schlachthof
15.04. Prag @Jazzclub Tonne
15.04. Amusement Parks On Fire @Beatpol
17.04. Yonas @Beatpol
18.04. Candice Gordon @Scheune
19.04. – 22.04. Polimagie Festival @Beatpol & Ostpol
20.04. Radio Havanna @Scheune
20.04. Diller @Blue Note
21.04. byebye @Scheune
22.04. Lotte @Scheune
23.04. Bilderbuch @ Alter Schlachthof
23.04. Shred Kelly @Beatpol
25.04. Bender & Schillinger + Moglebaum @Beatpol
26.04. Julia Biel @Societätstheater
26.04. Reiche Söhne @Groove Station
27.04. King Khan And The Strings @Groove Station
28.04. Shout Out Louds @Beatpol

Leipzig
02.04. Editors @Haus Auensee
03.04. Magnum @Werk 2
03.04. IDESTROY @Moritzbastei
05.04. Schööf @Noch besser leben
06.04. Tocotronic @Werk 2
06.04. The Offenders @Werk 2
07.04. Dan Billu @Noch besser leben
07.04. Mia @Täubchenthal
12.04. Hope @Moritzbastei
12.04. Poems For Lila @Werk 2
13.04. Gogo Pengium @UT Connewitz
13.04. One Horse Band @Noch besser leben
13.04. Rockhaus @Täubchenthal
13.04. Die Letzte Instanz @Werk 2
16.04. Ätna & FHLAIPW @UT Connewitz
17.04. Moonlight Breakfast @naTo
19.04. Erdmöbel @Moritzbastei
19.04. 5K HD @Horns Erben
20.04. Antipro @Noch besser leben
21.04. Vincent von Flieger @Noch besser leben
23.04. Kaos Protokoll @Noch besser lebe
24.04. Minami Deutsch & Sonic Jesus & Wisp @UT Connewitz
24.04. Johannes Falk @Moritzbastei
24.04. Ryan McMullan @Neues Schauspiel
24.04. The Mechanical Tals @Noch besser leben
25.04. Aerofall @Noch besser leben
26.04. MURMURATIO (Arve Henriksen, Jan Heinke & Demian Kappenstein) @UT Connewitz
26.04. SAMA DAMS @Noch besser leben
26.04. Lucy Rose @Neues Schauspiel
26.04. Sohn @Täubchenthal
27.04. Pristine @Moritzbastei
27.04. Sojus1 @Noch besser leben
27.04. Cléo @Horns Erben
28.04. Franziska Günther @Horns Erben
28.04. VOXID @Werk 2
29.04. The Cool Quest @Täubchenthal
30.04. Clara Luzia @naTo

Reichenbach
16.04. Jante @Realitätsverlust

Zwickau
07.04. Isolation Berlin @Alter Gasometer
28.04. Ostfront @Alter Gasometer

Lichtentanne
07.04. The Pretty Things @St. Barbara
13.04. Mila Mar @St. Barbara
14.04. Bunte Hunde @St. Barbara
15.04. Elles Bailey @St. Barbara
18.04. Twin Bandit @St. Barbara
20.04. Modern Earl @St. Barbara
25.04. The Awesome Tuesday Fun Connection @St. Barbara


Donnerstag, 1. März 2018

Konzerttips für Sachsen, März 2018

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Meine Konzerttips für Sachsen im März zeigen wieder einen gut gefüllten Kalender:

Chemnitz
02.03. Sean Nagata @Kaffeesatz 
02.03. Jeronÿmus @Aaltra 
02.03. Lila Wolken @Atomino 
02.03. Greg Kowalski / Jon Porras @Weltecho 
05.03. Benjamin Yellowitz @Inspire 
08.03. Elephants on Tape @Aaltra 
09.03. Sunwatchers @Lokomov
09.03. René Neumann @Kaffeesatz 
12.03. Marla & David Celia @Inspire 
12.03. Dawn Brothers @Weltecho 
15.03. Paul Plut @Lokomov 
15.03. Alcuna Wilds @Aaltra 
15.03. DEKAdance @Weltecho 
16.03. Woman "Happy Freedom Tour" @Atomino 
17.03. Emily Maguire @Scala Adorf
19.03. Robert Graefe @Inspire 
21.03. Frida Lou @Max Louis 
23.03. Maria Schüritz @Kaffeesatz 
23.03. Whales und Fugly @Aaltra 
24.03. Nordra @ODRADEK 
24.03. Mister Me @Atomino 
25.03. Kwartirnik+ mit HEART OVT @Aaltra 
26.03. Moe & Jan Kalter 
29.03. Zimt @ODRADEK 

Dresden 
01.03. A Love Electric feat. Jo Aldinger @Jazzclub Tonne 
01.03. Coogans Bluff @Groove Station 
01.03. THE RURAL ALBERTA ADVANTAGE @Beatpol 
03.03. Love Machine @Scheune 
03.03. Erin Kostello @Blue Note 
03.03. Anna von Hauswolf @Beatpol 
04.03. Kat Frankie @Scheune 
04.03. Death by Chocolate @Beatpol 
06.03. The Gentle Lurch @Societätstheater 
06.03. Donots @ Alter Schlachthof 
09.03. Sarah Lesch (AUSVERKAUFT) @Beatpol 
10.03. Christian Steiffen (AUSVERKAUFT) @Beatpol 
11.03. Long Distance Calling @Beatpol 
13.03. Annemarie Reynis @Blue Note 
15.03. Erik Cohen @Groove Station 
15.03. Amanda @Beatpol 
15.03. Dennis Jones Band @Jazzclub Tonne 
16.03. Listener @Beatpol 
17.03. Samsara Blues Experiment @Beatpol 
17.03. Curse @Scheune 
18.03. Les Butcherettes @Beatpol 
18.03. CEDRIC @Groove Station 
18.03. Wallace Roney Group @Jazzclub Tonne 
19.03. IAMX @Beatpol 
21.03. Max Richard Leßmann @Scheune 
21.03. A Tale Of Golden Keys @Beatpol 
21.03. Kirk Fletcher @Blue Note 
22.03. Elif @Beatpol 
23.03. Satyricon @Beatpol 
23.03. Konrad Küchenmeister @Scheune 
25.03. The Baboon Show @Beatpol 
27.03. The Toasters @Beatpol 

Leipzig 
01.03. Owl Eye Ring @Noch besser leben 
01.03. Grandbrothers @UT Connewitz 
02.03. Erin Costelo @Horns Erben 
02.03. Cosby @Neues Schauspiel 
03.03. Benjamin Yellowitz & Aliya Thon @Noch besser leben 
03.03. Stefan Krawczyk @Moritzbastei 
04.03. Glashaus @Täubchenthal 
05.03. Liima (Nachholkonzert) @UT Connewitz 
06.03. Jeronÿmus @Horns Erben 
08.03. The Soft Moon @UT Connewitz 
08.03. Erja Lyytinen @Neues Schauspiel 
09.03. Bastian Bandt @Neues Schauspiel 
09.03. SOBI @Horns Erben 
09.03. MYRA @Werk 2 
10.03. POLIS @Neues Schauspiel 
11.03. And The Golden Choir @UT Connewitz 
11.03. Haiyti @Täubchenthal 
14.03. Kat Frankie (AUSVERKAUFT) @Täubchenthal 
16.03. Amanda @Neues Schauspiel 
17.03. Yellow Umbrella @Werk 2 
20.03. Laibach @Täubchenthal 
21.03. Max Prosa @Neues Schauspiel 
21.03. Yegor Zabelov @Noch besser leben 
23.03. Eau Rouge @Neues Schauspiel 
23.03. Felix Fuchs @Horns Erben 
23.03. Shawn Lee's Ping Pong Orchestra @Täubchenthal 
23.03. DEKAdance @naTo 
24.03. Trivium @Täubchenthal 
24.03. Max von Wegen @Horns Erben 
24.03. Die Skeptiker @Moritzbastei 
28.03. Her @Noch besser leben 
28.03. Máni Orrason @Horns Erben 

Reichenbach 
10.03. City Happening @Realitätsverlust 
29.03. Sem Seiffert @Realitätsverlust 

Zwickau 
03.03. Phillip Boa & The Voodooclub @Alter Gasometer 
10.03. Sebastian Hackel @Alter Gasometer 
11.03. Sarah Lesch @Alter Gasometer


Dienstag, 30. Januar 2018

Konzerttips für Sachsen, Februar 2018

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Schaubühne Lindenfels, Leipzig ©Thilo Mißler

Im Folgenden findet Ihr die Konzerte in Sachsen, die ich recherchieren konnte. Meine Empfehlungen für diesen Monat seht Ihr farblich hervorgehoben.

Chemnitz
06.02. Wælder + Orson Hentschel @Lokomov
08.02. Katiju /// M. Mert Güney & Emre Çankaya @ODRADEK
09.02. Wyatt E. Live @Lokomov
09.02. Autumn Valley @Kaffeesatz
09.02. Moris @Atomino 
09.02. Lotta Sleeps @Aaltra
11.02. Chris Foryth and the Solar Motel Band @Weltecho
12.02 Brendan Lewes @Inspire
12.02. Carl Gari & Abdullah Miniawy @Weltecho
15.02. Panteon & Jon Divello@Lokomov
16.02. KUF @Atomino
19.02. Thomas Franke Gerhardt @Inspire
23.02. Urlaub in Polen @Atomino
25.02. Giant Rooks @Atomino
26.02. Michael Lane @Inspire

Dresden
01.02. Leyya @Groove Station
02.02. Yellow Umbrella @Scheune
02.02. Lea W. Frey & Band @Kukulida
03.02. Katiju @Kukulida
03.02. Simon Jonas @Blue Note
03.02. Belgrad @Scheune
03.02. L'ÂME IMMORTELLE @Beatpol
04.02. Marion Fielder @Groove Station
06.02. Ätna & Frineds @Societätstheater
07.02. Wælder + Orson Hentschel @Scheune
08.02. Torpus & The Art Directors @Beatpol
09.02. Soud Massi @Beatpol
10.02. Holler My Dear @Jazzclub Tonne
10.02. Jon Gomm @Beatpol
11.02. Faber @Beatpol
14.02. IKARUS @Blue Note
14.02. KUF @Groove Station
15.02. Gold + Support: Kalle @Scheune
15.02. John Moon @Beatpol
17.02. Herbst in Peking + MAchine De Beauvoir @Scheune
17.02. Erobique @Beatpol
18.02. Gemma Ray @Groove Station
20.02. The American West @Blue Note
20.02. Lotta Sleeps @Groove Station
20.02. Milky Chance @ Alter Schlachthof
22.02. Callejon @Beatpol
23.02. Amenra & Boris @Beatpol
24.02. Eyal Maoz´Edom @Jazzclub Tonne
24.02. Shoshin @Groove Station
26.02. Giant Rooks @Scheune
27.02. White Wine @Beatpol
28.02. Onyx @Scheune
28.02. Grandbrothers @Beatpol


Leipzig
01.02. Moritz Schaller HMT Abschlusskonzert @Horns Erben
02.02. Moonmind @Horns Erben
02.02. Belgrad @Neues Schauspiel
03.02. Drens @Noch besser leben
04.02. Mary Broadcast @Noch besser leben
07.02. Winter Pop Fest: Sea + Air, Orph, Arpen @Schaubühne Lindenfels
07.02. Torpus And The Art Directors @Werk 2
09.02. Annelie @Noch besser leben
11.02. Jon Gomm @Werk 2
12.02. Giant Rooks @Täubchenthal
14.02. View @Werk 2
16.02. The But @Noch besser leben
16.02. We Inventred Paris @Werk 2
16.02. Sol Heilo @UT Connewitz
17.02. Falk @Moritzbastei
18.02. Yeah But No @Neues Schauspiel
18.02. Emily Barker @Werk 2
19.02. Holler My Dear @naTo
22.02. Hazel Brugger @Täubchenthal
23.02. Pothead @Werk 2
23.02. LAYA @Noch besser leben
23.02. James Vincent McMorrow @UT Connewitz
25.02. Leyya @Täubchenthal
27.02. Algiers @UT Connewitz
28.02. I am OAK @naTo
28.02. Dillon @Täubchenthal

Reichenbach
16.02. St. George @Realitätsverlust



Freitag, 1. Dezember 2017

Konzerttipps für Sachsen, Dezember 2017

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Das Jahr geht auf die musikalische Zielgerade und eines der Highlights in Chemnitz ist natürlich die Mania, die wie immer innerhalb weniger Tage ausverkauft ist.



Chemnitz 
02.12. Horst Adler Kapelle – Record Release @Weltecho 
04.12. Janda @Inspire 
06.12. Planting Robots @aaltra 
07.12. IVATU @Odradek 
08.12. Dämse @aaltra 
08.12. Still Trees – Record Release @Atomino 
11.12. Frida Lou @Kunstsalon Rosenhof 
11.12. A Choir Of Ghosts @Inspire 
14.12. No Money Kids @aaltra 
15.12. Dyse @Atomino 
15.12. Conny Ochs @Odradek 
20.12. x-mas-boys @Scala Adorf 
25.12. Mania for the dead @Atomino 
26.12. Mania for the dead @Atomino 
29.12. Atlas Ahead – Record Release @Weltecho 

Dresden 
01.12. Honig & Lotta Sleeps @Blue Note 
01.12. Klez.e @Beatpol 
02.12. Awkward I, Brother Grimm, Janda @Blue Note 
02.12. Bohren und der Club of Gore @Beatpol 
05.12. Barrenstein @Beatpol 
07.12. Meute @Beatpol 
07.12. KATIJU @ @Jazzclub Tonne 
07.12. Impala Ray @Ostpol 
08.12. Johnossi @Beatpol 
09.12 The Prosecution @Beatpol 
10.12. Jingle Crimes @Die100 
12.12. Malky – Play Acoustic Trio @Jazzclub Tonne 
14.12. Heisskalt @Beatpol 
14.12. Johanna Summer Trio @Jazzclub Tonne 
15.12. The Flying Eyes @Beatpol 
17.12. Mighty Oaks @Alter Schlachthof 
18.12. Kim Janssen @Beatpol 
21.12. Jarése @Die100 
22.12. The Picturebooks @Scheune 

Leipzig 
01.12. Russkaja @Werk2 
01.12. Brother Grimm, Janda @Horns Erben 
01.12. FIBEL @Noch Besser Leben 
02.12. Honig & Lotta Sleeps @Horns Erben 
02.12. Karl die Große @Neues Schauspiel 
04.12. Dame @Täubchenthal 
08.12. Who Made Who (Support Blond) @UT Connewitz 
08.12. Treptow @Noch Besser Leben 
09.12. Marmitako @Horns Erben 
09.12. Lotta Sleeps @Noch Besser Leben 
11.12. Lydia Lunch @UT Connewitz 
14.12. Wolf Mahn @UT Connewitz 
14.12. Atlas Bird @Neues Schauspiel 
15.12. Keimzeit @Täubchenthal 
15.12. Le – Than Ho @Pool Garden 
15.12. Cox And The Riot @Noch Besser Leben 
16.12. Conny Ochs @Noch Besser Leben 
17.12. Malky @Täubchenthal 
23.12. The Picturebook @Werk2 
29.12. Spin Machine @Noch Besser Leben 
29.12. Northern Lite @Täubchenthal Zwickau 
01.12. Paul Millns @Alter Gasometer 
02.12. Stoppok @Alter Gasometer 
15.12. Gruppa Karl-Marx-Stadt @Alter Gasometer 
28.12. Northern Lite @Alter Gasometer


Sonntag, 18. September 2016

Me And My Drummer, Dresden, 16.09.16

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Konzert: Me And My Drummer
Ort: Konzertplatz Weißer Hirsch
Datum: 16.09.2016
Dauer: 105 Min
Zuschauer: ca. 250



Magier im Zauberwald


Eine Konzertmuschel, ein großer Kurgarten in altehrwürdiger Sanatoriums- und Kurgegend umgeben von einem Zauberwald, wie Charlotte Brandi ihn bezeichnete, die mit Matze Bröllochs (ihrem Schlagzeuger) den Nachmittag dort umhergewandert war. Auf dem Dresdner Weißen Hirsch erschloss sich mir eine bisher unbekannte Konzertstätte, die ich hoffentlich noch öfter besuchen kann. Es sollte der vorerst letzte sommerliche warme Abend werden. Etwas belustigt schaute ich zu, wie sich das Publikum, nachdem es mit Speisen und Getränken versorgt war, in den Weiten des Gartens vor der Muschel in Liegestühlen und an Tischen verlor, während die Muschel selbst in leisem Orange erstrahlte.


Me And My Drummer eröffneten das Konzert mit Prague I & II und baten anschließend sogleich das Publikum auf die Vorbühne. Schnell leerte sich der Garten, manche brachten ihre Liegestühle mit nach oben, viele standen im Rund und einige saßen in der ersten Reihe. Am Ende waren fast alle Besucher auf der Bühne.



Charlotte Brandi und Matze Bröllochs waren gut aufgelegt, erzählten viel zwischen den Songs - besonders als sie spontan über England und ihre Erlebnisse dort philosophierten. Für mich war es das erste Konzert dieser Band und ich kannte bisher nur ihr aktuelles Album „Love Is A Fridge“. Das Album kommt mir beim Hören stets etwas zu glatt produziert vor, das Konzerterlebnis war vom ersten Titel an ein komplett anderes. Matzes Schlagzeug dominierte auf sehr angenehme Weise die druckvollen Songs und untermalte ebenso effektiv, fast grazil wie hörenswert die leiseren Lieder. Charlotte erzeugte mit Keyboards und Gitarre die Grundstimmungen der Songs. Gefangen genommen hat mich dann aber Charlottes Stimme, die ich als drittes Instrument wahrnahm, so markant und gleichzeitig wandlungsfähig kam sie rüber.



Insgesamt überraschten an diesem Abend zum einen die Spielfreude der beiden und ganz besonders die neuen Songs. „Bloodmoon“ begann als der bis dahin druckvollste, ich schloss die Augen dabei und mit Charlottes Gitarrenspiel tauchten die Bilder aus Kill Bill vor mir auf. Die nächste Überraschung war „Ein Wort“ - ein Song auf deutsch. Die Ankündigung darauf wurde besonders honoriert als wollten alle sagen, davon darf es künftig gern mehr geben.



Matzes Schlagzeugspiel zuzuschauen war eine Augenweide, weil er die Songs in die Nacht trug und dem Konzert ein stimmungsvolles Gerüst gab. Mit zunehmender Dauer wurde dann auch die Begeisterung des Publikums immer größer und so gab es als erste Zugabe „Happy Birthday“ für einen Fan oder Freund der Band mit einer klaren Ansage: jeder schließt bitte Augen und fühlt sich als Marylin Monroe. Und so wurde das Ständchen vielstimmig in den lauen Abend gehaucht. Überhaupt wählten Me And My Drummer als Zugaben beeindruckende Cover von Dolly Parton und der Freundin der Band Kat Frankie. Danach war dann aber endgültig Schluss. Nach der zweiten Zugabe verabschiedete sich Charlotte und Matze an den Merch-Stand und signierten geduldig für alle ihre CDs und Platten.



Webseite: http://www.meandmydrummer.com



Setlist:
01. Prague I & II
02. Heavy Weight
03. Gun
04. Grown Up Shape
05. Pentonville Road
06. The Wings
07. Nuts
08. Bloodmoon
09. Blue Splinter View
10. Ein Wort
11. Phobia
12. Runner

13. Happy Birthday (für Stefan) (Z)
14. Jolene (Dolly Parton cover) (Z)

15. Please Don't Give Me What I Want (Kat Frankie cover) (Z)

Aus unserem Archiv:
Me And My Drummer, Storkow, 27.08.16  
Me And My Drummer, Stade, 03.08.13
Me And My Drummer, Karlsruhe, 31.01.13
Me And My Drummer, Darmstadt, 27.01.13
Me And My Drummer, Paris, 25.10.12
Me And My Drummer, Rüsselsheim, 20.07.12
Me And My Drummer, Mannheim, 19.05.12

Donnerstag, 8. September 2016

Sound of Bronkow Tag 3, Dresden, 04.09.16

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Sound of Bronkow Musik Festival  Tag 3
für mich mit Konzerten von
  The Black Atlantic (40 min)
   Alice Merton (60 min)
 Ort: Societaetstheater in Dresden
Datum: 3. September 2016
Zuschauer: zwischen 100 und 150


Viel zu schnell erreichte das Sound of Bronkow den dritten und letzten Tag, der ja traditionell im Garten auströdelt als Spätstück oder auch musikalischer Brunch. Diesmal hatte ich mir The Black Atlantic herausgesucht als persönlichen Start. Fast könnte man ihn schon als Stammgast bezeichnen, stand der Name bei sieben Festivals doch schon dreimal auf dem Programm. Freilich immer unter etwas anderen Vorzeichen - insbesondere diesmal erstmals ohne die drei Freunde der Band. Leider kam - gleichzeitig mit mir - auch die schon lange am Horizont dräuende schwarze Wand mit ihrem Regen an.


Weshalb hektisches Umziehen in den Vorraum des Societaetstheaters anstand und die Entscheidung gefällt wurde, die Show akustisch zu spielen, weil ein Aufbau der Technik inkl. Soundcheck zu viel Zeit gefressen hätte. Der Künstler wurde liebevoll umringt, eingekreist und fast schon eingekesselt und es herrschte erstaunliche Ruhe dafür, dass ja nebenbei noch Käffchen, CDs und Bier verkauft wurden und Leute aus dem prasselnden Regen in das Theater drängten ohne zu wissen, was sie dort erwartete.


Sozusagen eine 360 Grad Show, die er aber bestens meisterte. Die ungeteilte Aufmerksamkeit war auf vielen Gesichtern abzulesen und auch viele junge Hörerinnen und Hörer schlug er mit seinem (leider etwas kurzen) Set in den Bann. Meine Highlights aus einem wirklich besonderen Konzert waren (wieder) der wunderbar innige Song for Mary (wirklich sehr ruhig - ein wahres Wunder, dass das funktionierte unter den Bedingungen) und Fragile Meadow, dass er dem frisch gebackenen Vater aus dem Organisatoren-Team des Festivals und allen Eltern widmete. Er spielte es wieder mit Ukulele. 


Das Publikum erbat sich nach dieser wunderbaren halben Stunde noch eine Zugabe und bekam das bestens gereifte Lied Madagascar (vom ersten Album Reference for fallen trees). Das war für mich ein wunderbarer Einstieg aus dem Abschied vom Sound of Bronkow 2016.


Setlist:
01: Haul
02: Enshrine
03: Fracture 
04: Sun battered 
05: Song for Mary
06: Fragile meadow
 
07: Madagascar (Z)


Als nächstes stand Alice Merton  auf dem Programm und aufgrund des Wetterberichtes war dieses Konzert in den Saal verlegt und dort rechtzeitig vorbereitet worden. Ich war sehr gespannt, denn die Hörbeispiele, die ich mir vorher angehört hatte, ließen großartiges erwarten. Sie hatte Begleitung durch Simon Kramer an der E-Gitarre und Jacob Stock am Bass (die wohl beide an der Pop-Akademie in Mannheim studieren und sich damit für mich wie von daheim anfühlen...). Der eigentlich noch zur Formation gehörende Drummer hatte leider keine Zeit und sein Fehlen wurde durch Schnipsen überspielt.


Man könnte nun etwas flapsig sagen: Es folgte eine Stunde voller Herzschmerz-Lieder. Wenn es aber so toll gemacht wird, wie z.B. im Song Lie to my face höre ich da gern zu. Außerdem hat Alice Merton eine Stimme, der man einfach verfallen muss. Dass die Themen, die für sie zu neuen Liedern führen oft mit enttäuschter Liebe zu tun haben, liegt wohl auch einfach am Alter und so ganz wächst man ja aus Thema auch als reifere Zuhörerin nicht heraus.


Ein wenig lustig war die Situation, dass just als das Lied Please don't leave me angesagt wurde, die beiden Begleitmusiker die Bühne verließen. Da mussten wir dann doch mal herzlich lachen. Trotz fehlender Rhythmus-Sektion war der letzte Song Hit the road running ein zündender Rausschmeißer für ein durch und durch wunderbares Konzert. Von Alice Merton verspreche ich mir noch so einiges.


Setlist:
01: Jealousy
02: No roots
03: Lie to my face
04: Glorious
05: Like Magic
06: Make your mind
07: I've got nothing to say
08: It keeps me awake
09: Please don't leave me
10: Back to Berlin
11: This is not your song
12: Blank memory
13: Hit the gorund running
11: Blank 

Alle Fotos


Tourdaten Black Oak
07.09. Dortmund Neues Schwarz   
08.09. Mainz Schon Schön       
09.09. Erfurt Franz Mehlhose   
10.09. Dresden  Blue Note
11.09. Jena Café Wagner
12.09. Mannheim tba    
13.09. Freiburg Swamp
14.09. Bern Musigbistrot
15.09. Chur Werkstatt
16.09. Rorschach Treppenhaus
17.09. Wien Haus der Musik

Tourdaten Alice Merton
10.10. Stuttgart Wilhelma Theater


Aus unserem Archiv:
Sound of Bronkow 2016 Tag 1 und 2
Sound of Bronkow Berichte 2012-2015
The Black Atlantic, Köln, 20.03.16   
Black Oak, Karlsruhe, 19.09.15
The Black Atlantic, Storkow, 21.08.15 
The Black Atlantic, Düsseldorf, 07.10.12
The Black Atlantic, Karlsruhe, 24.01.13
The Black Atlantic, Köln, 28.01.12
The Black Atlantic, Paris, 06.06.10 

 

 

Konzerttagebuch © 2010

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