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Donnerstag, 18. November 2010

Sky Larkin, Köln, 17.11.10

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Konzert: Sky Larkin & Clound Nothings
Ort: Gebäude 9, Köln
Datum: 17.11.2010
Zuschauer: gut 250
Dauer: je 30 min


Am heutigen Mittwoch war es schwieriger kein Konzert zu sehen, als in irgendeinem Club zu landen. Alleine in Köln hätte ich gerne drei verschiedene Veranstaltungen besucht: The National im E-Werk, Angus & Julia Stone in der KulturKirche und den Wichita-Abend im Gebäude 9 mit Sky Larkin und Cloud Nothings (und Les Savy Fav als Hauptgruppe). Außerdem spielten Therapy? und Casiotone for the Painfully Alone. In Frankfurt hätte es u.a. Erland And The Carnival gegeben.

Meine Wahl war trotzdem einfach: da ich Sky Larkin schrecklich mag und lange nicht erlebt habe, und die Engländer viel zu selten zu sehen sind, waren sie gesetzt.

Sky Larkin waren Teil eines Dreiband-Abends im Gebäude 9. Das fabelhafte Wichita-Label feiert Geburtstag und schickte daher Bands auf Tour. Headliner dieser Tour sind Les Savy Fav, mit denen ich mich bisher nicht beschäftigt habe. Wir waren also wegen der Vorgruppen da.

Den Beginn machten Cloud Nothings aus Nordirland. Zumindest hatte ich das verstanden. Cloud Nothings stammen aus Cleveland und sind die Band mit den schwerst verständlichen Ansagen, die ich je erlebt habe. Sie sind allerdings auch ansonsten bemerkenswert und beeindruckten mich. Warum? Dazu später mehr!

Setlist Cloud Nothings, Gebäude 9, Köln:

01: Understand at all
02: Can't stay awake
03: Didn't you
04: Weird son
05: ?
06: Even if it worked out
07: Morgan
08: Leave you forever
09: Hey cool kid
10: Turning on

Woher die nächste Band stammt, weiß ich. Sky Larkin kommen aus Leeds und klingen auch so. Erstaunlicherweise spielte das Trio vor allem alte Lieder - und natürlich viel zu wenige. Eine Headliner-Tour hatten sie letzten Monat kurz vorher absagen müssen, eine halbe Stunde heute war besser als nichts, aber zu kurz. Ein Appetitanreger, nachdem man eine Weile nichts gegessen hat. Aber ein verdammt guter! Auch dazu in Kürze mehr!

Setlist Sky Larkin, Gebäude 9, Köln:

01: Antibodies
02: Fossil, I
03: Matador
04: Anjelica Huston
05: Kaleide
06: Tiny heist
07: Still windmills

Und nach Sky Larkin, als wir eigentlich gehen wollten, guckten wir uns aus Neugierde noch ein wenig von Les Savy Fav an. Musikalisch sind die Amerikaner nichts für mich; ihr trockener Punk (der Gesang erinnerte mich an die Dead Kennedys) war nicht das, was ich noch über Konzertlänge sehen wollte. Allerdings war die Show, die da stattfand unfassbar! Da waren Latexmasken, auf Gittern balancierende Sänger, viel zu viel nackte Haut und rote Unterhosen, Interaktionen mit dem Publikum, von der Bühne verspritztes Bier... und ich hatte ein wenig Angst vor der bärtigen Sänger der Band. Aber es war schon fasznierend... Vielleicht sehe ich mir das doch irgendwann mal ganz an.

Links:

- aus unserem Archiv:
- Sky Larkin, Köln, 25.02.09
- Sky Larkin, Paris, 23.02.09
- Sky Larkin, Amsterdam, 22.02.09
- Sky Larkin, Paris, 18.12.08
- Sky Larkin, Köln, 10.11.08
- Sky Larkin, Brüssel, 09.11.08
- Sky Larkin, Köln, 11.09.09

alles weitere morgen! Can't stay awake!



Donnerstag, 26. Februar 2009

Sky Larkin, Köln, 25.02.09

8 Kommentare

Konzert: Sky Larkin & Johnny Foreigner
Ort: Gebäude 9, Köln
Datum: 25.02.2009
Zuschauer: ca. 60
Dauer: Johnny Foreigner 30 min, Sky Larkin 50 min


Ein zweiter Anlauf! Vor drei Tagen hatten wir Johnny Foreigner und Sky Larkin beim ersten Termin ihrer gemeinsamen Europatour in Amsterdam gesehen. Sky Larkin, deren erste Headlinertour außerhalb Englands dies ist, hatten mich im Paradiso wieder einmal begeistert. Obwohl das Repertoire der jungen Band noch nicht furchtbar groß ist - das fabelhafte Debütalbum The Golden Spike ist vor ein paar Tagen erschienen - war auch mein viertes Konzert der Leedser hervorragend. Ihre Begleiter aus Birmingham enttäuschten unsere hohen Erwartungen allerdings mächtig. Weil ich ihr Album und ihre EP so sehr mag, wollte ich sie aber doch noch einmal sehen, vielleicht wären die Eindrücke ja jetzt andere. Schwedens Kronprinzessin Victoria hat schließlich bei Bekanntgabe ihrer Verlobung auch erwähnt, daß es nicht sofort "Klick" gemacht habe, die Liebe zu Daniel Westling sei langsam gewachsen.

Nachdem ich am frühen Abend Katie, Nestor und Douglas von Sky Larkin interviewt
hatte (folgt in Kürze!), kamen wir ziemlich pünktlich im Raum an. Leider war nicht furchtbar viel los, Aschermittwoch in Köln scheint nicht der beste Termin für Konzerte zu sein...

Um neun kamen die drei aus den Midlands dann ziemlich exzentrisch auf die Bühne. Sänger und Gitarrist Alexei
Berrow trug eine Tiermütze, Bassistin Kelly Southern das schlabbrigste Sweatshirt, das ich je gesehen habe - sexy!

Der Beginn ließ befürchten, daß es genauso würde wie in Amsterdam. Some summer, etwas wohl Neues, war auch im Paradiso der Auftaktsong. Dazu hatte alles sofort den Charme einer öffentlichen Probe und wirkte unfertig. Einer der Hauptkritikpunkt an Amsterdam war, daß JoFo nur vier bekannte Lieder, dazu vier Premieren, teilweise ohne jede Spielpraxis darboten. Der Ansatz, die neuen Sachen live einzustudieren, weil direkt nach der Tour im Studio aufgenommen wird, ist zweifelsfrei pragmatisch. Aber für eine erste echte Europatour taugt er sicher nicht.

Es wurde dann aber heute doch überraschend gut! Woran das so genau liegt, kann ich nur vermuten. Zum einen schienen die zwei Proben nach Amsterdam (vorgestern in Paris - Oliver hat darüber berichtet - und gestern im
Botanique in Brüssel) geholfen zu haben, denn die neuen Lieder saßen deutlich besser. Zum anderen wirkte die Band eine Ecke sympathischer, sogar Kellys Richten der Haare schien seltener und weniger störend zu sein. Egal ob das nun alles Selbsttäuschung war oder nicht, der Auftritt war gut! Natürlich machten mir die alten Lieder eine Ecke mehr Spaß als die unbekannten, die halbe Stunde war insgesamt aber sehr harmonisch (ein passendes Wort, um Johnny Foreigner zu beschreiben!) und extrem kurzweilig. Vor allem hat sie mir sehr viel Spaß auf ein echtes Konzert der Band aus Birmingham gemacht, mit all den tollen Liedern vom Debütalbum!

Vielleicht kann eine kleine Szene die Beklopptheit der Johnny Foreigners am besten beschreiben... Der herrlich
aussehende Roadie (breitkrempriger Hut und lange fizzelige Haare) bastelte gerade an der Bassdrum des Drummers Junior. Der sah ihn da unter seinem Becken kauern und schlug mit ganzer Kraft auf das Ding!

Eine kleinere aber noch schönere Besonderheit sind die vielen winzigen Keyboard-Sequenzen, die auch Junior spielt. Dazu hat er in sein Schlagzeug ein Keyboard eingebaut.

Setlist Johnny Foreigner, Gebäude 9, Köln:

01: Feels like summer
02: Yes you talk too fast!
03: neu (ohne Name)
04: Eyes wide terrified
05: neu (Kingston?)
06: Custom scenes and the parties that make them (neu
)
07: Cranes and cranes and cranes and cranes
08: You're all just jealous

Eine halbe Stunde später war dann Sky Larkin Zeit. Die Band um Sängerin Katie Harkin erhält für ihr Debütalbum The Golden Spike, das sie in Seattle bei Produzentenlegende John Goodmanson (Pavement, Death Cab For Cutie, Nada Surf, Blondie, Sleater-Kinney...) aufgenommen, und das bei Wichita erschienen ist, blendende Kritiken. Und auch live überzeugten mich Sky Larkin bislang restlos.

Das Konzert begann wie das im Paradiso. Die Bandmitglieder standen plötzlich auf der Bühne, frickelten noch etwas an ihren Instrumenten und ließen das dann in den Anfang von Pica übergehen.

Es folgte einer meiner Lieblinge, Antibodies. Mich faszinierte dabei (und immer wieder danach), wie perfekt
Douglas, Nestor und Katie ihre Songs live spielen. Vor allem das wilde Schlagzeugspiel von Trommler Nestor verzeiht eigentlich (aus meiner bescheidenen Laiensicht) keinerlei Fehler. Der Drummer schlägt meist in absoluter Höchstgeschwindigkeit auf seine Trommeln, trotzdem klang alles absolut präzise (oder neudeutsch auf den Punkt). Katie und Douglas harmonieren damit perfekt, sodaß Sky Larkin Konzerte ein lautes aber ein sehr großes Vergnügen sind!

Nach One of two die erste große Überraschung: "Das nächste Leid haben wir noch nicht gespielt, ihr erlebt also eine Premiere", kündigte die Gitarristin Geography an, das auch auf The Golden Spike enthalten ist. Natürlich klang auch dieses Stück vollkommen perfekt und weder
unsicher, noch wie ein Stück Mist, was Nestor befürchtet hatte. Ansonsten spielten Sky Larkin (Konzerttagebuch Wissen: ein Skylark ist ein Vogel - bei uns als Feldlerche bekannt; dazu aber mehr im Interview) die bekannten und liebgewonnenen Hits ihres Albums, unter anderem die Singles Molten und Fossil, I, das sensationelle Somersault, den Ohrwurm Matador und zum Schluß die aktuelle Single Beeline, die im außergewöhnlichsten Format, das ich je erlebt habe, erschienen ist, nämlich als Armbanduhr mit beiliegenden Downloadcodes! Großartig! Die ist aber leider mittlerweile vergriffen und wird sicher ein Sammlerstück.

Zur Zugabe kam Nestor mit Purzelbaum auf die Bühne
zurück - Stars in der Manege. Zugabe war erst einmal Keepsakes, das Lied, mit dem ich die Nordengländer auf einem Sampler des Leedser Labels Dance To The Radio kennengelernt hatte. In Amsterdam war hier Schluß. Das Kölner Publikum, vor allem der britische Teil, machten aber noch so lange weiter Krach, bis Katie & Co. wiederkamen, obwohl die Sängerin gestand, sie hätten gar nichts mehr. Nach kurzen Diskussionen, ein paar abgelehnten Vorschlägen (Wonderwall), englisch-irischen Gesprächen ("Where are you from?" - "grummelgrummel" - "Where?" - "grummel" - "Where's that?" - "Ireland"), Lästereien der Sängerin über Cowboy Dougs Stiefel ("weil wir durch Skandinavien touren sollten wir winterfeste Schuhe mitbringen, Douglas hat Cowboystiefel genommen! Er kam dann und hatte die Jeans reingesteckt!), stimmte Katie Larkin dann Handsome, eine B-Seite von Fossil, I an, ganz ohne Gitarre und sehr akustisch. Wow, bzw. hach, eine echte Perle noch einmal am Ende!

Gotteseidank spielen Sky Larkin sehr gerne in Deutschland. Wir werden sie also wiedersehen. Vermutlich werden sie auch bei einigen Festivals auftreten. Seht sie Euch da an! Diese extrem charmante Band ist extrem lohnenswert!

Setlist Sky Larkin, Gebäude 9, Köln:

01: Pica
02: Antibodies
03: One of two
04: Geography
05: Somersault
06: Summit
07: Octopus 08
08: Fossil, I
09: Matador
10: Molten
11: Beeline

12: Keepsakes (Z)

13: Handsome (Z)

Links:

- Sky Larkin und Johnny Foreigner am 23.02.09 in Paris
- und in Amsterdam einen Tag vorher
- Sky Larkin in Paris im Dezember
- und in Köln bei ihrer Quit yr jobs Tour
- und Brüssel, jeweils mit Los Campesinos!
- sowie als Support von Conor Oberst im Gloria in Köln im September 08
- mehr Fotos von Sky Larkin und Johnny Foreigner im Gebäude 9

Das Interview mit Sky Larkin folgt in Kürze hier!







Dienstag, 24. Februar 2009

Sky Larkin, Johnny Foreigner u.a., Paris, 23.02.09

2 Kommentare

Konzert: Sky Larkin & Johnny Foreigner & To Arms ETC & Gemma Ray

Ort: La Flèche d'or, Paris
Datum: 23.02.2009
Zuschauer: nicht sonderlich viele
Konzertdauer: wie immer pro Band ca. 35 Minuten



Seltsam. Keiner hier?

Als ich zusammen mit meinem Freund Philippe gegen halb neun in die szenige Flèche d'or eintrete, stehen gerade mal geschätzte 20 Leute rum, die darauf warten, daß sich der rote Vorhang für die erste Band des Abends öffnet.

"Les absents ont toujours tort", sagt ein französisches Sprichwort - die Abwesenden haben immer Unrecht. Aber ist das heute wirklich so? Hatten die Zuhausegebliebenen nicht ausnahmsweise Recht?

Ich kann es vorwegnehmen: Diejenigen, die nicht kamen, haben nicht allzu viel verpasst und dies trotz eines Line Ups, das eigentlich Gutes versprach!

Die brünette Engländerin Gemma Ray, die gerade von einer kleinen Deutschland Tournee (Cafe Zapata, Berlin; Grüner Jäger, Hamburg; Karlstorbahnhof, Heidelberg) nach Paris gekommen war, eröffnete das Programm. Sehr gute Kritiken im deutschen Musikexpress für ihr Album The Leader hatten sicherlich mit dazu beigetragen, daß sie Tourdaten für Deutschland bekam.

In der französischen Metropole musste sie zusammen mit ihrer mehrköpfigen Band allerdings vor fast leeren Rängen loslegen. Etwas mehr Interesse hätte die Sängerin und Gitarristin aber schon verdient gehabt. Ihr bluesig angehauchter Indierock war nämlich keinesfalls schlecht, ihre Stimme schön und markant. Den Wildwestmelodien made in London fehlte aber ein wenig Pfiff und vor allem der erste Teil des Sets war ein wenig fad. Dann wurde es aber doch deutlich besser. Mit der Ballade Dry River wurde ich zum ersten Mal neugierig gemacht und das anschließende Rockstück Name Your Lord war sogar richtig gut. Es würde mit seinem markanten Gitarrenriff und der schwülen Wüstenatmosphäre gut in eine der legendären Dessert Sessions von Josh Homme passen. Bring It On Me wiederum erinnerte an einen anderen (ehemaligen) Queens Of The Stone Age Musiker. Ich rede von Mark Lanegan, der zusammen mit Isobel Campbell schon ähnliche Stücke geschrieben hat.

Insgesamt legte Gemma Ray mit ihrer Band einen brauchbaren Auftritt aufs Parkett, aber an ähnliche Acts wie z.B. Howling Bell, The Duke Spirit oder eben Campbell & Lanegan kam das nicht ran.

Setlist Gemma Ray, La Flèche d'or, Paris:

01: Dig Me A River
02: On Your Own
03: Down
04: Tough Love
05: Fist Of Flower
06: Dry River
07: Name Your Lord
08: Bring It To Me
09: So Do I

Weiter ging es mit der Band To Arms ETC. Das Quintett aus London, angeführt von dem oberlippenbärtigen Sänger und Keyboarder Charles Cambell Jones war für mich die positivste Überraschung des Tages. Ihr Stil war nicht so leicht zu verorten. Es gab eine psychedelische Komponente, Harmonien wie man sie von den Beatles kennt, aber phasenweise auch eine noisige Seite. Eine Mischung aus Pavement, der Beta Band, den Beatles und den Super Furry Animals, so in etwa klang das für mich. Und es gibt wohl sogar schon eine LP, die ich zwar nicht gekauft habe, die mich aber dennoch interessieren würde. Schade, daß man die Londoner im dunklen Licht kaum erkennen konnte, denn besonders die schwarzhaarige Keyboarderin Tiia Jaakola (eine Finnin?) war mit ihrem Stewardessen Look und den weißen Pumps sehr süß.

To Arms ETC haben mich neugierig gemacht!

Neugierig war ich schließlich auch auf Sky Larkin, von denen mein Blogger Partner in schöner Regelmäßigkeit in den höchsten Tönen schwärmt. Ich selbst hatte das sympathische Trio aus Leeds im Dezember 2008 zusammen mit Los Campesinos! gesehen und hatte sie in guter Erinnerung, wenngleich ich damals nicht wirklich in Euphorie ausgebrochen war.

Die Band um die liebenswürdige Sängerin und Gitarristin Katie begannen und ob der flotten Rhythmen, der Spielfreunde und des jugendlichen Charms konnte ich die Schwärmerei von Christoph schon ein wenig verstehen. Ziemlich bald störte mich aber das übermäßig wuchtige Schlagzeugspiel von Heißsporn Nestor, der dermaßen hart draufprügelte, daß man die schöne Stimme von Katie kaum noch hören konnte. Er fetzte mir schlichtweg die Ohren weg, so daß ich mich von den Boxen entfernen musste. Im Laufe des recht kurzen Sets begann ich mich schließlich irgendwann fast ein wenig zu langweilen. Zu eintönig und gleichförmig waren die Lieder und es gab auch kaum einen Song, der wirklich hängenblieb. Am ehesten gelang das noch bei den fetzigen Stücken Fossil,I und Beeline, der Rest ging weitestgehend an mir vorbei. Schade, denn stilistisch gefallen mir Sky Larkin eigentlich ziemlich gut. Sie sind jung, frisch und wild und auch sehr nett. Wenn sie es schaffen, mehr punktgenaue Lieder mit Wiedererkennungswert zu komponieren, kann das durchaus noch was mit uns werden...

Es war schließlich schon fast halb zwölf bis das Trio Johnny Foreigner, endlich an den Start ging. Sie hatten wohl keinen richtigen Soundcheck gemacht und die mangelnde Vorbereitung merkte man auch ihrem recht chaotischen Set an, das allerdings energisch und sehr schwungvoll war. Aber auch hier fehlten mir die markanten Songs, an die man sich hinterher erinnert. Ein Höllenlärm, voller körperlicher Einsatz und eine hübsche, gutgebaute Bassistin reichen eben nicht aus, um mich wirklich zu überzeugen. Positiv werte ich allerdings, daß es ein bißchen mehr Abwechslung als bei Sky Larkin gab, weil sowohl der blonde Gitarrist Alexei Berrow, als auch die brünette Bassistin Kelly Southern sangen. Deshalb erinnerte das Ganze auch ein wenig an die Blood Red Shoes, aber nicht so gut eingespielt und auch ohne zwingende Hits wie It's Getting Boring By The Sea oder I Wish I Was Someone Better. Überhaupt schienen sie fast nur neue Sachen zu spielen, die vier letzten Stücke (insgesamt gab es 9 Songs) ihrer Setlist hießen:

- Kingston
- Custom Scenes
- Cranes And Cranes And Cranes And Cranes
- Von Dutch

Davon kennen Fans wohl nur Cranes, oder? Vorher gab es aber zumindest Eyes Wide Terrified, einen ihrer bekanntesten Songs. Trotz der vielen Pannen und den wenig geprobten Stücken war die Stimmung recht gut und man musste konstatieren, daß es sich um das Konzert handelte, das heute abend am besten beim Publikum ankam. Alexei machte am Ende sogar noch einen Abstecher ins Publikum und ließ sich feiern.

Insgesamt war es ein Programm, das viel Lärm, jugendliche Frische und mit To Arms ETC eine recht interessante Entdeckung bot, aber nicht so richtig überzeugen konnte. Ich habe schon bessere Abende in der Flèche d'or verbracht...


Setlist Johnny Foreigner, La Flèche d'or, Paris:

01: Grace (?)
02: Feels Like Summer
03: Yes You Talk Too Fast
04: New Song
05: Eyes Wide Terrified
06: Kingston
07: Custom Scenes And The Parties That Make Them
08: Cranes And Cranes And Cranes And Cranes
09: Von Dutch


- Mehr Fotos von Gemma Ray hier
- Mehr Pics von Sky Larkin hier
- " " To Arms ETC hier
- " " Johnny Foreigner hier



Sonntag, 22. Februar 2009

Sky Larkin, Amsterdam, 22.02.09

3 Kommentare

Konzert: Sky Larkin (& Johnny Foreigner)
Ort: Paradiso, Amsterdam
Datum: 22.02.2009
Zuschauer: etwa 60
Dauer: Johnny Foreigner 30 min, Sky Larkin 45 min


Eigentlich sollte der Abend mit Sky Larkin und Johnny Foreigner das zweite Konzert des Tages sein, denn für den Nachmittag hatten wir (begehrte) Karten für Neko Case, die Oliver am Vorabend noch in Paris gesehen hatte. Die Sängerin musste aber leider nach dem Soundcheck einsehen, dass ihre Gesundheit zu angeschlagen war, um aufzutreten. Uns blieb ein Schild auf der Tür mit dem Trost, sie komme im August oder September wieder - und das zweite Konzert im gleichen Club, am Abend.

Und auch das fing anders an als erwartet. Denn leider fehlte Johnny Foreigner vieles von dem, was sie auf Platte so interessant gemacht hatte. Viel Charme war da leider nicht, dafür eine Sängerin, die giggelte und sich ununterbrochen die Haare richtete. Von den acht gespielten Stücken waren vier ganz neu (und wenig geprobt), ein komisches Konzept für die erste Europa-Tour!

Entschädigt dafür haben der wundervolle Saal (mit hohen Decken und Kamin) und die ebenso wundervollen Sky Larkin! Auch auf die hätten wir fast verzichten müssen, denn ihr viertes Bandmitglied, der alte rote Minibus, zerfiel nach anderthalb Stunden Tour. Einen Ersatzbus und einige Stunden später standen die drei Engländer aber auf der Bühne und bestätigten meine (vorsichtig formuliert) extem positiven Eindrücke meiner ersten drei Konzerte der Band.

Alles Weitere später!

Setlist Johnny Foreigner,

01: Some summer (?)
02: Yes you talk too fast!
03: neu und ohne Namen
04: Eyes wide terrified
05: neu (Kingston?)
06: neu (Caston scenes?)
07: Cranes and cranes and cranes and cranes
08: You're all just jealous


Setlist Sky Larkin, Paradiso, Amsterdam:

01: Pica
02: Antibodies
03: One of two
04: Somersault
05: Summit
06: Octopus 08
07: Fossil, I
08: Matador
09: Molten
10: Beeline

11: Keepsakes (Z)

Links:

- Sky Larkin und Johnny Foreigner am 23.02.09 in Paris
- Sky Larkin in Paris im Dezember
- und in Köln bei ihrer Quit yr jobs Tour
- und Brüssel, jeweils mit Los Campesinos!
- sowie als Support von Conor Oberst im Gloria in Köln im September 08




Freitag, 19. Dezember 2008

Los Campesinos! & Sky Larkin, Paris, 18.12.08

3 Kommentare

Konzert: Los Campesinos! & Sky Larkin
Ort: la Maroquinerie, Paris (Inrocks Indie Club)
Datum: 18.12.2008
Zuschauer: nicht ausverkauft
Konzertdauer: Sky Larkin ca. 45 Minuten, Los Campesinos! genau 1 Stunde



Weihnachten das Fest der Liebe, des Friedes, der Familie. Ein besinnliche Zeit, die oft gar nicht so leicht zu ertragen ist, weil man über viele Dinge reflektiert, die man im Laufe des Jahres verdrängt hat.

Im kollektiven Kosumrausch (Weltwirtschaftskrise? War da was? Alle Läden sind proppevoll und die Leute schleppen bergeweise Pakete nach Hause, auch ich!) wird man in Paris vor den Türen der Läden z.B. auf unangenehme Weise daran erinnert, daß es viele Leute gibt, denen es wirklich hundsmiserabel geht. Von den Obdachlosen bzw. Clochards, poltisch korrekt SDF (sans domicile fixe= ohne festen Wohnsitz) genannt, spreche ich. Sie liegen in Schlafsäcken vor den Eingängen und hoffen auf milde Gaben. Das versetzt mir immer einen Stich ins Herz, weil ich weiß, daß eine Geldspende umgehend in eine Flasche Schnaps umgetauscht würde. Der nächste Wirtschaftsaufschwung - wenn er denn kommt - wird definitiv an ihnen vorbeigehen! Paris, die Stadt der Liebe und des Lichts (Paris, la ville lumière) kann so herzlos und düster sein!

Nach erledigten Weihnachtseinkäufen ging ich deshalb mit gemischten Gefühlen in die Maroquinerie. Die Rue Boyer, in der der Laden liegt, ist keine Glitzergegend. Das Viertel ist eher einfach und für Pariser Verhältnisse recht arm, sprüht aber vor Kreativität. Neben der Maroquinerie liegt gleich das Kultuzentrum La Bellevilloise, in dem auch ab und zu Konzerte stattfinden und die Bar La Feline, Anlaufstelle für Pariser Nachwuchsrockbands, ist auch nur einen Katzensprung entfernt.

Und die Maroquinerie selbst hat nicht nur den Konzertraum im Keller zu bieten. Man kann auch oben in einem ansprechend hergerichteten Restaurant essen, hinterher an der Bar mit den Bandmitgliedern plaudern und andere interessante und musikbegeisterte Leute kennenlernen. Es gibt auch eine heimelige Terrasse, aber die ist natürlich im Sommer attraktiver, obwohl sich selbst im Winter Leute unter die Heizstrahler hängen, um draußen zu qualmen.

Was ich erst seit kurzem weiß: In dem Komplex wird auch kreativ gearbeitet. Die Büroräume des vorzüglichen Labels Fargo befinden sich hier und die Jungs und Mädels, die für Fargo tätig sind, tun alles, um glänzende Künstler wie Alela Diane, J. Tillman (Soloprojekt des Drummers der Fleet Foxes), oder Alamo Race Track so gut wie möglich zu betreuen.

Heute ging es aber nicht um einen Labelabend von Fargo, sondern von Wichita aus England. Gleich vier ihrer Artisten sollten heute abend auftreten und zwar Lovvers, Those Dancing Days, Sky Larkin und Los Campesinos!

Those Dancing Days glänzten aber durch Abwesenheit und Lovvers bekam ich nicht mehr mit. Nicht schlimm, denn nach so vielen 2008 absolvierten Konzerten ist die Aufnahmefähigkeit logischerweise begrenzt. Und die zwei verbliebenen Bands versprachen auch noch einen gelungen Konzertabend...

Von Sky Larkin hatte mir Christoph schon oft vorgeschwärmt. Immer wenn ich ihn in den letzten Wochen am Telefon hatte, kam er irgendwann auf die junge Bands aus Leeds zu sprechen. "Habe jetzt Karten für Sky Larkin gebucht", erzählte er mir z.B. vor ein paar Monaten. Als ich verwundert nachprüfte, ob denn das Trio bereits Headliner für eigene Clubkonzerte in Deutschland sei, erfur ich, daß sie lediglich im Vorprogramm von Conor Oberst und seiner Mystic Valley Band auftraten. Hinterher schrieb er mir begeistert eine E- Mail: Sky Larkin waren großartig, Conor hingegen laaaaaangweilig!

Auch ich bekam in Paris die Gelegenheit die gleiche Kombination - Sky Larkin und Conor Oberst - zu sehen. Allerdings verpasst ich den Auftritt der Engländer trotz der Lobhudelungen von Christoph. Ehrlich gesagt: das war mir piepegal! Gerade in Frankreich werden Vorbands nämlich oft mit Desinteresse bestraft, was dazu führt, daß ich mich in beiden möglichen Fällen ärgere: Entweder die Vorgruppe ist wirklich mies und wird zu recht ignoriert und ich frage mich, warum ich für die Typen wichtige Lebenszeit vergeude, oder aber die Vorgruppe ist gut, bekommt aber kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Dann stört mich das Verhalten der Zuschauer. Eine klassische Lose/Lose Situation so etwas!

Heute war die Ausgangslage aber anders. Bei den sogenannten Inrocks Indie Clubs in der Maroquinerie gibt es keine Vor- und Hauptgruppe im herkommlichen Sinne. Zwar bekommt die Band, die als letzte ranmuß, am meisten Spielzweit eingeräumt, aber diese unterscheidet sich nur unwesentlich von derjeneigen der vorletzten Band. Im heutigen Fall haben Los Campesinos! beispielsweise nur gut 10 - 15 länger als Sky Larkin gespielt.

Und das Trio aus Leeds nutzte ihre Dreiviertelstunde wirklich konsequent. Mit Karacho und ohne wirkliche Verschnaufpausen polterten sie durch ihr fetziges und lärmumtostes Set und sammelten mit ihrem natürlichen Charme bei mir ordentlich Pluspunkte. Sängerin und Gitarristin Katie hatte für den Abend ein besonders ausgefallenes Bühnenoutfit gewählt. Die dauernd lächelnde Frontlady trug nämlich ein grünes Filzkleid im Stile von Robin Hood, inklusive Herzchen und güldenem Lametta! Auf ihrem Kopf hatte sie ein drolliges Käppi platziert, das man so ähnlich von Hofnarren her kennt. Auch die Fuß- und Beinbekleidung war außergewöhnlich. Rot-grüne Ringelsöckchen kombinierte sie mit stylischen silberfarbenen Sneakers von Puma. Ihr rotschöpfiger Drummer machte es sich da leichter. Jeans, nackter Oberkörper, Weihnachtsmann-Zipfelmütze und ein weißer Rauschebart waren sein Dresscode. Nur der Basser machte bei dieser Maskerade nicht mit, er verzichtete gänzlich auf solchen Schnickschnack und war auch sonst eher unauffällig. Die Show gehörte dem Girl und dem explosiven Drummer mit seinem Mützchen also fast ganz alleine. Katie hatte neben ihrem tollen Dress auch eine schöne Stimme in die Waagschale zu werfen. Sie bewegte sich irgendwo zwischen Björk und jungen Rockröhren von Neo- New Wave Bands. Eine charmantes und fetziges Girl!

Die gespielten Lieder kannte ich vorher nicht, aber das war auch nicht weiter schlimm, denn heute ging es hauptsächlich darum, das Jahr ordentlich ausklingen zu lassen und nicht zu sehr trüben oder ernsten Gedanken nachzuhängen. Christoph hat sicherlich zu den einzelnen Songs in seinen Reviews auch schon eine Menge erzählt. Ich beschränke mich somit auf den Verweis an den Kollegen. Allerdings gab es heute ein Weihnachtsspecial: Bei dem angekündigten Christmas Song handelte es sich witzigerwiese um... Last Christmas von Wham! Wham, igitt! Die mochte ich noch nie, aber ich kann mich noch sehr gut an das Lied erinnern, das jedes Weihnachten wieder ausgraben wird und auch das (eigentlich gar nicht so schlechte) Video ( hier gucken) mit der Feier in einer verschneiten Berghütte ist bei mir noch präsent.

Und was soll ich sagen? In der Version von Sky Larkin war das Lied wirklich gut! Der Schmalz und der klebrige Zuckerguß, der dem Original anhaftete, wurde kurzerhand durch einen schrägen Basslauf und eine heulende Giatrre ersetzt. Und es sang auch nicht George Michael (Gott sei Dank!) sondern Katie. Frohe Weinhachten!

Witzige Szene zum Abschluss: Drummer Nestor Matthews hatte sich dermaßen verausgabt, daß er minutenlang geschlaucht am Boden liegen blieb!

Aber Nestor sollte nicht der einzige Schlagzeuger des Abends bleiben, der im Weihnachtsmanngewand hinter seiner Schießbude agierte. Lustigerweise hatte sich nämlich auch Olli Campesinos einen weißen Bart umgehangen und ebenfalls eine rote Zipfelmütze aufgesetzt (ob das die gleichen waren und sie in der Kabine einfach nur getauscht hatten?).

Als erste der Campesinos! Familie erschien aber Ellen. Wow, sah die scharf aus! Rote Strähnchen peppten ihren Blondschopf auf und ihren aufregenden Körper hatte sie in ein rot-weiß gepunktetes Sixties-Kleid gehüllt. Dazu trug sie schwarz-weiße Pumps und selbst der Bass war farblich abgestimmt. Was ich von meiner Position aus nicht sah: Ellen hat ein Zungenpiercing! Als ich mich nach dem Konzert auf der Terrasse der Maroquinerie ein wenig mit ihr unterhielt, sah ich es ganz deutlich. Mamma Mia!...

Im Verlaufe des Konzertes fixierten meine Augen aber ein anderes Mädel der Band und zwar Harriet, die Violinistin. Ein ganz anderer Typ als Ellen, zumindest äußerlich. Flache Ballerinas, ein blaues Samtkleid und dazu ein entzückendes Lächeln so daß ihre wundervollen grünen Augen strahlten. Ich war verliebt. Zumindest platonisch. Ein Mädchen neben mir im Publikum bemerkte, daß ich Harriet permanent abknipste und zwinkerte mir zu: "Elle es très belle, hein?" - Sie ist sehr hübsch, oder? Ich war etwas verlegen, fand aber schnell meine Fassung wieder und antwortete knapp: "Ich brauch' die Fotos für eine Musikseite, das ist alles"...

Die dritte junge Frau in der Band, die Keyboarderin und Glöckchenspielerin Aleks befand sich schließlich in dem anderen Winkel des Saales und war somit ein wenig aus meinem Blickfeld. Auch sie war wie immer herzallerliebst und sehr stilvoll. Eine Art Alexandra Maria Lara der Indie-Musikszene. In einem wunderbaren Moment zeigte sie ihr schönstes Lächeln, so daß die Sonne aufging, ansonsten schien sie aber immer ein wenig traurig und nachdenklich. Sie wirkte so blaß, dünn und auch ein wenig müde, was mir Sorgen um ihre Verfassung bereitete.

Kurzum: Für die Stunde des Konzertes war ich gleichzeitig in Ellen, Harriet und Aleks verknallt, ich glaube in Harriet am meisten! Und es halte mir jetzt auch niemand Notgeilheit oder Untreue vor. Ich spreche hier von der reinen, unschuldigen und platonischen Anziehung durch drei reizende weibliche Geschöpfe, so wie ich sie zuletzt als Grundschüler für die Lieblingsmädchen aus meiner Klasse empfunden habe...

Aber es gibt ja auch genügend männliche Wesen bei Los Campesinos! Sie sind sogar in der Überzahl, so daß sich auch die weiblichen Zuschauer in der Maroquinerie nicht beschweren konnten. Wer wohl ihr Favorit war? Ollie, der spindeldürre Drummer mit den flinken und reaktionsschnellen Armen? Oder der Doppelpack aus den beiden Gitarristen Neil (trug T-Shirt von den Parenthetical Girls) und Tom (sein T-Shirt war von Deerhoof), die oft in das gleiche Mikro schreien? Oder am Ende doch der stets gutgelaunte Sänger Gareth, der seit dem letzten Konzert in Paris wieder ein paar Pfündchen zugelegt hat, ohne jedoch wirklich dick oder punmmelig zu sein? Hmm, wäre ich eine Frau würde ich Neil nehmen. Glaube ich zumindest. Oder Tom, der spricht nämlich sogar ein kleines bißchen französisch, weil seine Mutter bekanntermaßen Französischlehererin ist, was Gareth regelmäßig in Paris schamlos ausnutzt und den armen Tom immer als Dolmetscher vorschickt. "Tom, sag' mal was, Du kannst doch französisch!" Der braunhaarige Kerl ist dann immer ganz verdutzt und stammelt sinnloses Zeug vor sich hin. Immerhin bekam er einen wichtigen Satz zustande: "Joyeux Noel" (denkt Euch bitte die Pünktchen auf dem E dazu, ich finde die Tastenkombination nicht!) - Fröhliche Weihnachten!

Aber mal ganz kurz weg von den Musikern und hin zu den Songs. Die kamen gewohnt schräg, tempogeladen und wahnsinnig laut rüber und wie immer bekamen die falschen Waliser auch hin, vor lauter Aktion einigermaßen Struktur reinzubringen. Manchmal hat man zwar den Eindruck, sie hätten zu viele Ideen auf einmal unterbringen wollen, aber am Ende passt es dann doch irgendwie. Und zu perfekt und harmonisch wollen sie ja auch gar nicht sein, ihr leicht chaotisches Spiel und der schiefe Gesang von Gareth wird letzlich immer von der lieblichen Stimme von Aleks gerettet.

Innerhalb der einzelnen Songs des Sets zogen auch schon die vier neuen Stücke recht gut, aber letztlich platzte der Knoten beim Publikum erst so richtig mit dem alten Hit You! Me! Dancing! Von da an gab es bei den Zuschauern eigentlich kein Halten mehr, die Leute hüpften wie aufgedreht umher und zauberten so eine sensationelle Stimmung herbei! Kaum einen hielt es jetzt noch an sich. Als hätten die Campesinos Lachgas versprüht und sämtliche Bewegungsblockaden bei den Parisern gelöst! Vier Lieder lang glich das Konzert somit einem Abiball nach dem 5. Liter Bier und so ließen es sich auch die Bandmitglieder nicht nehmen, ins Publikum abzutauchen. Neil wurde auf Händen getragen und selbst die schüchterne Aleks kletterte nun wie die anderen auf eine Box und sang von dort aus weiter...

Was für ein gelungener Abschluss eines ereignisreichen Konzertjahres 2008!!

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Lesern vielmals für ihr Interesse bedanken und von Herzen frohe Weihnachten wünschen. Schaut auch an und nach den Feiertagen immer mal wieder bei uns vorbei. Es warten nämlich noch unsere beiden Listen mit den besten Konzerten des Jahres 2008 auf euch! Stay tuned!

Danke, Merci! Frohe Weihnachten! Seid lieb zu Papi, Mami und den Geschwistern...


Setlist Los Campesinos!, La Maroquinerie, Paris:

01: Ways To Make It Through The Wall
02: The International Tweexcore Underground
03: All Your Kayfabe Friends
04: Death To Los Campesinos!
05: Miserabilia
06: This Is How You Spell, Hahaha, I Destroyed The Hopes And Drams Of A Generation Of Faux-Romantics
07: Knee Deep At ATP
08: Documented Minor Emotional Breakdown # 1
09: My Year In Lists
10: You! Me! Dancing!
11: We Are Beautiful, We Are Doomed
12: Sweet Dreams, Sweet Cheeks

13: Broken Hearts Sounds Like Breakbeats (Z)


- Fotos von Sky Larkin hier
- Mehr Fotos von Los Campesinos! hier

- Rockingparis hat ein tolles Video von Los Campesinos! gefilmt. Man sieht dort Gareth, wie er Sky Larkin, Lovvers und das ganze Label Wichita lobt und auch den Hit Sweet Dreams, Sweet Cheeks. Hier klicken, da geht die Party am Ende ab!




 

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