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Freitag, 30. November 2018

My Brightest Diamond, Paris, 23.11.18

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Konzert: My Brightest Diamond
Le Point Ephémère Paris
Zuschauer: etwa 300


So eine rundum locker-ausgelassene Stimmung gibt es eigentlich viel zu selten bei Konzerten, zu denen ich sonst so gehe. Bei My Brightest Diamond in Paris wurde vorher, -während und auch hinterher getanzt. Schon die Einlaufmusik war tanzbar und während noch ein paar Leute verdutzt auf die Bühne starrten, wo man My Brightest Diamond nicht sah, sondern lediglich ihre Stimme vom Band hörte, bahnte sich die zierliche rotgefärbte Sängerin ihren Weg durch das überraschte Publikum. Der Titel passte perfekt zu der Situation: It's me on the Dance Floor






In den letzten Jahren ist die Musik der hochtalentierten Amerikanerin in der Tat immer elektronischer und discolastiger geworden, was auch mit praktischen Aspekten zu tun. Das Reisen mit Ukulele, Autoharfe und und und ist Shara irgendwann zu beschwerlich und zu teuer geworden und so ist sie wieder dazu übergegangen, als Duo mit reduziertem Instrumentarium zu funktionieren und gewisse Passagen und speziell die Chorgesänge vorher aufzunehmen.  Schon im April hatte sie vor Dominique A auf diese Weise und in dieser Konstellation nur mit einem Schlagzeuger gespielt, an jenem Freitagabend im November was das ebenso der Fall. Und der Bursche war wirklich verdammt gut, Jharis Yokley hiess er, ein toller Trommler.



Und weil Shara Frankreich, seine Kultur und seine Sprache liebt, hatte sie sich erneut die Mühe gemacht, ein paar ihrer Songs ins Französische zu übersetzen. Aus This Is My Hand wurde Ceci est ma main, aus Another Chance wurde Une autre Chance, Champagne blieb Champagne. Die drei Lieder spielte sie hintereinander weg, bevor sie wieder ins Englische wechselte.




Was auch wechselte, war die Stimmung der Lieder, denn im Lauf des Sets wurde das Ganze immer mal wieder deutlich gitarrenlastiger. Shara hatte sichtlich Spass daran, ihre Elektrische aufheulen zu lassen und in die Luft zu reissen und zu zeigen, dass die Indierocklady in ihr noch sehr lebendig ist.



Besonders wild wurde es bei Dorian und Inside a Boy, da zeigte die in einem kurzen goldenen Glitzerkleid performende US-Amerikanerin, welch ein Vulkan in ihr brodelt. Schon das mysteriöse Gitarrenintro wurde von den Fans gefeiert und in der Folge hörten wir Riffs die man definitiv als heavy bezeichnen konnte. Gepaart mit ihrer Sopranostimme war das unwiderstehlich.



Und da gegen Ende auch der Blogothèque Mitbegründer Chryde im Publikum stand, widmete sie diesem und ihrem kleinen, inzwischen siebenjährigen Sohn die hinreissende Ballade I Never Loved Someone. Erstaunlich wie sie es schaffte, nicht ins Kitschige abzudriften, obwohl die Grenze manchmal stimmlich und textlich angetestet wurde. Josh T. Pearson, der auch im Publikum stand, sagte hinterher, er habe noch nie in seinem Leben ein schöneres Lied gehört. Wer sich fragt, warum Shara dem Blogothekler Chryde diesen Song widmete, sollte sich das 2011 in Berlin gedrehte Video ansehen, da kullern am Ende bei allen Beteiligten die Tränchen. Clyde hatte das Video zusammen mit Vincent Moon gefilmt.



Die beiden Zugaben waren auch noch mal hochkarätig. Der alte mit viel Theatralik performte Klassiker Be Brave mit seiner spannungsgeladenen Atmosphäre, die sich gegen Ende des Songs mit krachenden Gitarren und einem ekstatischen Gesang auf herrliche Weise entlud und das diskolastige White Noise setzten dem Konzert die Krone auf. Supportact Ian Chang war inzwischen hinzugestoßen und trommelt in einer sehr experimentellen Phase eifrig mit. Auch ein Rapper namens  Napoleon Maddox hatte seinen Auftritt.



Sie war so gutgelaunt, dass sie einige Fans noch während des Konzertes drückte und abbusselte und in der Menge zwischen den Fans nach dem Konzert weitertanzte, als schon längst Musik vom Band lief. Ob sie das bei anderen Konzerten ihrer aktuellen Tourné auch gemacht hat, weiss ich nicht. In Paris war es schliesslich eine Releaseparty ihres neuen Albums A Million and one, so etwas musste eben gebührend gefeiert werden. Passend dazu gab es kleine, auf der Innenseite signierte, Hütchen für ein paar Fans.



Setlist:
01: It's me on the dance floor
02: Ceci est ma main (This is my hand)
03: Une autre chance (Another Chance)
04: Champagne
05: You wanna see my teeth
06: Sway
07: Supernova
08 Mother
09: White Noise
10: Dorian
11: Inside a boy
12: I have never loved somebody
13: Be brave
14: White noise

Aus unserem Archiv:
My Brightest Diamond, Lille, 20.11.18
Shara Nova, Hamburg, 23.08.18
Shara Nova, Antwerpen, 05.01.18
My Brightest Diamond, Paris, 13.02.15
My Brightest Diamond, Haldern, 08.08.14
My Brightest Diamond, Eindhoven, 07.02.14
My Brightest Diamond, Straßburg, 30.03.12
My Brightest Diamond, Paris, 28.03.12
My Brightest Diamond, Berlin, 24.11.11
My Brightest Diamond, Haldern, 13.08.11
My Brightest Diamond, Paris, 07.10.08
My Brightest Diamond, Haldern, 08.08.08
My Brightest Diamond, Evreux, 27.06.08
My Brightest Diamond, Paris, 22.04.08
My Brightest Diamond, Paris, 02.10.07
My Brightest Diamond, Paris, 26.02.07

Mittwoch, 21. November 2018

My brightest Diamond, Lille, 20.11.18

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Konzert: My Brightest Diamond (Duo), Support Ian Chang
Ort: L'Aeronef in Lille
Datum: 20. November 2018
Dauer: 30 min + 80 min
Zuschauer: etwa 100
 

Ich habe Shara Nova aka My brightest Diamond dieses jahr schon dreimal auftreten gesehen. Wieso also extra eine Fahrt nach Lille? Das ist eine gute Frage und ich kann sie vermutlich nicht überzeugend beantworten. Ein Grund ist: die Musikerin hat viele Gesichter bzw. präsentiert ihre Songs in sehr unterschiedlichen Besetzungen und gibt ihr damit sehr unterschiedliche Facetten.  In Antwerpen im Januar und in Hamburg im Sommer hatte die klassische Musikerin schillern dürfen mit ihrer phantastischen Stimme und ihrer Bühnenpräsenz zwischen orchestraler Üppigkeit (Elbphilharmonie) und mittelalterlicher Herbheit (DeSingl - sogar in zwei sehr unterschiedlichen Settings).
 


Ich vermisste die Rockmusikerin, die mich in Eindhoven und Paris so vom Hocker gerissen hatte. Ein zweiter Grund ist, dass es gerade ein ganz neues Album gibt, für das sie mir mit den diesjährigen Auftritten schon den Mund wässrig gemacht hatte. Das würde ich live zu gern neu kennenlernen dürfen. Deshalb hatte ich die kleine Tour zum neuen Album mit wenigen Stationen in Europa schon länger im Blick. Lange war ich mental um den Pariser Termin herumgeschlichen, der eigentlich günstig am Wochenende liegt und wieder eine besondere Show versprach. Bis mir Lille ins Auge sprang, wo ich sowieso lieben Freunden einen Besuch versprochen hatte.
 


Denen passte zum Glück der Termin und ich hatte einen schönen Nachmittag, die herb schöne Stadt so nah an Belgien und am Meer mit den gut durchgemischten europäischen Einflüssen ein wenig kennen zu lernen. Alles war fußläufig gut zu erreichen und ich hatte Begleitung ins Konzert. Was ich mir zuvor nicht überlegt hatte: Ich hatte auch einen Pfadfinder. Die Venue liegt nämlich echt verborgen in einem Hochhäuser-Neubau Komplex (Centre commercial Euralille in der Avenue Willy Brandt) im 2. Obergeschoss und ich hätte mich allein sicher nicht hingefunden, weil ich die Möglichkeit nicht in Betracht gezogen hätte, irgendwo oben zu suchen.
 


Ein Vorteil in Frankreich ist, dass es tatsächlich fast auf die Minute pünktlich losging. Wenngleich zu dem Zeitpunkt der Publikumsraum eher spärlich besetzt war. Ich zählte etwa 60 Leute für Ian Chang, der 30 min lang Multimedia-Schlagzeug spielte. Er gab zuvor eine Warnung für Epileptiker - bekräftigt durch die Information, gestern hätte jemand einen Anfall bekommen. Das hielten wir für einen Scherz, es erschien mir später aber gar nicht mehr so abwegig. Unter Mitwirkung kleiner Scheinwerferroboter und vom Laptop eingespielten Samples brachte er sich ziemlich ins Schwitzen. Das Publikum war ein wenig zwiegespalten. Er wurde angefeuert, aber ich habe mit vielen anderen eher darauf gewartet, wann er endlich fertig ist. Es war mir zu monoton und zu wenige Einfälle für eine halbe Stunde zuhören.
 


Es ging nach kurzer Umbauzeit in sehr überraschender Weise los. Statt Band kam nur ein Schlagzeuger auf die Bühne, aber man hörte kurz darauf Shara schon singen. Schließlich merkten wir auch ganz vorn: sie tanzte sich von hinten durch das Publikum zur Bühne vor. Sehr wild und fast nicht fotographierbar. Ein vom Publikum enthusiastisch gefeierter Auftakt, der zum Charakter des Konzertes gut passte. Als freundliche Geste an ihr französisches Publikum in Lille und für die nächsten Stationen waren einige Songs auf Französisch vorbereitet.
 


Shara sang und tanzte, sie wechselte ans Keyboard oder setzte sehr akzentuiert die E-Gitarre ein. Später erzählte sie uns, dass sie noch am Morgen ohne Stimme aufgewacht war, und schon befürchtet hatte, das Konzert absagen zu müssen. Aber der Apotheker wusste Rat und ihre Stimme war an diesem Abend definitiv in Hochform für das Konzert mit einer spürbar überbordenden Energie und Freude, das Konzert spielen zu können.
 

Für mich war des Konzert emotional trotzdem nicht so packend. Entgegen meinen ursprünglichen Plänen, kaufte ich mir das neue Album nicht am Merchstand, da hier beim Entstehen wohl ein zu prägender Einfluss von Tim Fite am Werk gewesen war. Zu flippig und zappelig das Ganze bis auf ein paar wenige Ausnahmen. 
Hatte sich die Fahrt trotzdem gelohnt? Definitiv!
Denn es gab auch meine Herzensmomente. Beim Song A million pearls hatte sie mich komplett eingefangen, außerdem war Inside a boy wunderbar und allein für die abendliche Version von I have never loved somebody like you war es wert, dabei gewesen zu sein. Als Zugabe und Sahnhäubchen noch mein so geliebtes Be brave - das war einfach herrlich.
 


Ebenso verrückt war, dass das Publikum sie partout nicht gehen lassen wollte nach den Zugaben und während die Bühne schon abgeräumt wurde, noch immer weiter klatschte und klatschte. Shara konnte das nicht herzlos mit ansehen und mischte sich unter das Publikum um noch eine längere Zeit mit allen zur eingespielten Musik wild zu tanzen. So endete das Konzert ungeplant etwa im gleichen Geiste, wie es begonnen hatte.
 


Setlist:
01: It's me on the dance floor

02: This is my hand (f)
03: Rising star
04: Supernova
05: Champagne (f)
06: You wanna see my teeth (f)
07: I want candy
08: A million pearls
09: Sway

10: Another
10: Dorian
11: Gunshot Glitter
12: Inside a boy
13: I have never loved somebody

14: Be brave (Z)
15: White noise (Z)

 

Tourdaten:
15.11. Kopenhagen
16.11. Kampnagel Hamburg
17.11. Franz Club Berlin
18.11. Artheater Köln

20.11. L'Aeronef Lille
21.11. L'Astrolabe Orléans
22.11. La Vapeur  Dijon
23.11. Point Éphémère Paris 

24.11. Le Périscope  Lyon
26.11. Tivoli Vredenburg Utrecht
27.11. Oslo Hackney London

   

Aus unserem Archiv:
Shara Nova, Hamburg, 23.08.18
Shara Nova, Antwerpen, 05.01.18
My Brightest Diamond, Paris, 13.02.15
My Brightest Diamond, Haldern, 08.08.14
My Brightest Diamond, Eindhoven, 07.02.14
My Brightest Diamond, Straßburg, 30.03.12
My Brightest Diamond, Paris, 28.03.12
My Brightest Diamond, Berlin, 24.11.11
My Brightest Diamond, Haldern, 13.08.11
My Brightest Diamond, Paris, 07.10.08
My Brightest Diamond, Haldern, 08.08.08
My Brightest Diamond, Evreux, 27.06.08
My Brightest Diamond, Paris, 22.04.08
My Brightest Diamond, Paris, 02.10.07
My Brightest Diamond, Paris, 26.02.07



Samstag, 6. Januar 2018

miXmass Tag 1, Antwerpen, 05.01.18

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Festival des Ensembles Baroque Orchestration X
meine Konzerte:
      The Golden Glows (10 min)
      Liesa van der Aa & B.O.X. (15 min)
      Arne Leurenthrop & B.O.X. (15 min)
      Dez Mona & B.O.X. (15 min)
      Helga Davis, Shara Nova & B.O.X (20 min) 
      Pétur Ben (15min + 45 min)
      Mugison (10 min + 45 min)
      Anthony Romaniuk & Mads Brauer (30 min)
      DAAU & B.O.X. (40 min)
      Shara Nova (20 min)       
      Nocturnal (30 min)
Ort: Musiktheater deSingel in Antwerpen
Datum: 5. Januar 2018
Zuschauer: etwa 300


In meinem Jahresrückblick habe ich beklagt, dass mir einige Lieblingkünstler-Konzerte 2017 geplatzt sind. So habe ich nicht lange gezaudert: das Konzert von Shara Nova in Antwerpen werde ich sehen! Das Ensemble Baroque Orchestration X (B.O.X.) lädt für zwei Abende Mitstreiter (wie Shara) aus aller Welt in ein schönes Konzerthaus, um zusammen zu musizieren. Ganz mein Geschmack und dazu noch in der Weihnachtspause. Tatsächlich fühlte es sich wie ein unfassbar nettes Jahrgangsstufen-Treffen an... Zusätzliche Pluspunkte für mich waren, dass sich unter den "ehemaligen Klassenkameraden" auch einige Namen fanden, die mich ähnlich wie Shara anzogen: Efterklang, die Isländer Pétur Ben und Mugison, die ich 2016 in Reykjavík in Wahnsinnsform gesehen hatte und Valgeir Sigurðsson mit Liam Byrne, deren Auftritt 2015 in Island eine große positive Überraschung war.


Baroque heißt bei B.O.X., dass das Ensemble auf den Klang alter Musikinstrumente baut. Aber es führt Musik aller Epochen enthusiastisch und hoch professionell auf. Deshalb passt der Name miXmass auch so gut für das Festival. Leider passte er auch, weil es im Vorfeld schwer fiel, die verteilten Informationen zum Ablauf zusammen zu setzen. Oder die Orte im Programm mit den Orten, die es im Konzerthaus gab, in Deckung zu bringen. Da sich tatsächlich erst kurz vor 20 Uhr die Türen öffeneten, machte mich das etwas nervös. Aber mit Beginn löste sich das alles in Wohlgefallen auf. Die Besucher (alle Altersgruppen waren gekommen!) waren allesamt besonders freundlich und umsichtig und ich fand einen Platz, wo ich mir Notizen machen konnte und für die nächsten 6 Stunden auch so viel sitzen konnte, wie mir gut tat.


Der Abend begann mit einem Teil, der B.O.XXL genannt wurde: ein Estradenprogramm, wo die B.O.X. Ensemblemitglieder jeweils wenige Songs unterschiedlicher Projekte mit Künstlern präsentierten:
  A FolksongbookThe Golden Glows
  White ChalkLiesa Van der Aa
  AmnesiacAnd They Spoke in Anthems

  SágaDez Mona
  You Us We All.  Shara Nova  & Helga Davis  
  The Loom of Mind:  Pétur Ben & mugison


Was hier ein bissch verrückt und zerfasert klingt, ging als Konzept grandios auf. Die 90 min reihten sehr unterschiedliche Musikstile und Klangkosmen aneinander und bot mir diverse Höhepunkte. Es begann zunächst fast kammermusikalisch mit zwei Frauen- und einer Männerstimme. Dazu eine Gitarre. Schräger Folk, der dann im zweiten Stück durch B.O.X. unterstützt wurde und durch den Klang eines Blasinstrumentes etwas gespenstisches beigemischt bekam. Später lernte ich, dass es sich um ein Holzblasinstrument, das Cornetto handelte (das im Ansatz wie Blechblasinstrumente gespielt wird)


Für Liesa van der Aa wurde anschließend alles aufgeboten - ganz großes Kino - und auch die Sängerin war kraftvoll und fast rockig. Ich kann die Assoziation zu PJ Harvey, die Oliver in seinem Bericht schildert, sehr gut nachvollziehen. Ähnlich intensiv war auch das nachfolgende Projekt von Arne Leurentop, wenngleich die Intensität sich mehr als Innigkeit audrückte. Im ersten Stück schaffte es ein Geigentremolo über dem Gesangspart, mir die Tränen in die Augen zu drücken, während es im zweiten Stück die interessante Verknüpfung der altmusikalisch aufgefassten und instrumentierten Aria mit einer modernen Gesangsphrasierung war, die mich aufhorchen ließ.
 

Das nächste Projekt jagte das Publikum ganz schön durch die Lande. Es gab Anklänge an Tango - nicht zuletzt durch das benutzte Akkordeon (Roel Van Camp) schön gefärbt, aber auch Balkantöne klangen auf. Dann setzte gar ein schmachtender Kontertenor (Gregory Frateur grandios!) glanzvolle Akzente. Wiederum total anders, war schließlich die Barockoper You us we all. Die Musizierhaltung  war hier klar barock, aber die Texte sehr heutig und wirklich witzig: "Dear Britney Spears, we have a lot of commonalities.. " Das war wunderbar verspielt, aber traf dann doch ins Schwarze. Ganz herrlich war neben der hinreißenden Shara auch die Stimme von Helga Davis, die mich im Sturm erobert hat. Was für eine Ausstrahlung!
 

Anschließend wurde es wieder poppiger mit den schon oben genannten Isländern. Ein Höhepunkt hier war ein herrlich besoffener Walzer und der Schlusspunkt von mugison als Hallenabrißversuch mit Ankündigung. Das erinnerte mich dann doch sehr wohlig an das Wahnsinnskonzert von 2016. Ein klares Votum dafür, unbedingt noch bis 1 Uhr für das Konzert von mugison zu bleiben!


Der Übergang zum angekündigten Surprise-Act war etwas unglücklich. Den meisten war wohl nicht aufgefallen, dass in der hinteren Ecke des Theatersaales alles vorbereitet war und man verließ den Raum auf der Suche nach der VOX-Bühne... Aber die Efterklang-Kollegen Casper Clausen & Rasmus Stolberg wußten natürlich, dass nun Anthony Romaniuk (B.O.X. - Tastenmann) & Mads Brauer (Efterklang-Soundtüftler) hier etwas vorhatten. Was fast als Privatkonzert für uns Handvoll begonnen hatte, fand jedoch über die Zeit immer mehr Zuhörer (wahrscheinlich fanden uns die suchenden Zuschauer...). 
 

Die Idee war eigentlich denkbar einfach. Anthony nahm sich Repertoire-Stücke für Klavier (Bach, Bartok und Schostakovich konnte ich zuordnen) her und wandelte sie sich an bzw. verfremdete das mir so wohlvertraute. Dazu lieferte Mads sehr zurückhaltende elektronische Töne und es war wie eine Zwiesprache zwischen einem extrovertierten Pianisten und einen introvertierten Computernerd. Zum Teil war es wie zerfleddern, aber es war unfassbar interessant und für mich zum Teil sehr, sehr lustig.
 

Auf der großen Bühne hatten sich derweilen DAAU (Die Anarchistische Abendunterhaltung) alles aufgebaut, was sie so brauchte. Es gab wieder das ganze Ensemble und die Musik war zunächst sehr sphärisch. Im Vergleich zum Eingangskonzert fehlte der Gesang, aber auch hier fiel mir  wieder dieses Blasinstrument auf, das mit seinem Klang so sehnsuchtsvoll durchs Mark geht. Aber so "zahm" blieb es nicht. Es wurde sogar recht temperamentvoll mit Balkan-Anklängen und der im Programm "versprochene" Punk klang für mich ein wenig wie Musik für die Globolinks.


Inzwischen war es 23:00 Uhr und Zeit für meinen privaten Höhepunkt des Abend. Shara Nova ließ sich von vier Musikern des B.O.X. begleiteh: Harfe, Klavier, Cornetto(!) und Vioal da Gamba. Dafür hatte sie ein paar Tage zuvor Musik brandneu arrangiert. Zum Teil auch neue Musik mitgebracht - was für eine Freude! Man spürte während des ganzen Konzertes, dass alle einen totalen Spaß hatten. Schon das erste Stück beantwortete mir dann auch die Frage, ob ich mir vielleicht doch zu große Hoffnungen gemacht hatte: Sharas Stimme gepaart mit ihrer Ausstrahlung nahm das Publikum vom ersten Moment an total gefangen und entführte uns alle in den Himmel (ups, falsches Fest!). 


Anschließend hatte sie uns ein neues Lied Chance mitgebracht. Mir gefiel die filigrane Begleitung, die den Fokus sehr auf ihre Stimme legte, aber auch Platz für vielfältige Farben fand. Zuletzt hatte ich sie ja mit ordentlich Bums erlebt - das war nun etwas ganz anderes. Auch so ein wohlbekanntes Stück wie If I were queen von A tousand shark's teeth konnte so wunderbar neu glitzern und schillern. 
 

Nach dem ersten Stück war wohl das nächste neue und sehr melancholische Lied One million perls mein ganz privates Superhighlight - wirklich Gänsehaut pur. Wobei das Motto für das (leider kurze aber sehr, sehr intensive Set) vom letzten Stück ausgesprochen wurde: Love goes through and through. Anschließend schrieb ich eine Nachricht, dass ich wohl mein schönstes Konzerterlebnis für 2018 gerade schon erlebt hätte...


Nachdem sich auf der kleinen Bühne fünf Personen mit einer Harfe und einem Klavier etwas kuschlig gefühlt haben dürften, stand anschließend Pétur Ben (Pétur Þór Benediktsson) mit seiner Gitarre ganz allein auf der großen Bühne und das war ein so krasser Gegensatz, dass ich mich schon fragte, welche Gründe es dafür wohl gab. Der Isländer hatte sich mit seiner Platte Wine for my weekness (2008) in mein Herz gespielt und war anschließend von meinem musikalischen Horizont gekippt. Von mir unbemerkt hatte er 2012 ein Album veröffentlicht God's lonely man und Soundtracks für Ragnar Bragason's Filme gemacht (z.B. Metalhead). Beim 2016er Airwaves waren wir uns wieder begegnet und die druckvolle Livevorstellung dort hatte mich extrem kalt erwischt, aber mir auch sehr gefallen. 


In Antwerpen war er allerding nur auf sich und seine Gitarre angewiesen. Er spielte einige Stücke, die ich auch in Reykjavík gehört hatte, wie Painted Blue und Skinny Girl. Außerdem ist mir ein Klassiker von Iggy Pop Search & Destroy im Gedächtnis geblieben.  Selbst mit diesen sehr sparsamen musikalischen Mitteln riß er mir das Herz aus. Wie macht er das nur? Schließlich beantwortete sich auch die Frage nach der großen Bühne: Für die letzen 15 Minuten bat er die Sängerinnen des Kórus auf die Bühne. Wie in Reykjavík fand ich die zwei Stücke Warehouse in the sky und Lonesome like me sehr, sehr eindrucksvoll. Ich bin auf das Konzert von Kórus am zweiten Festivaltag nun sehr gespannt.


Bevor es mit mugison zum letzten Konzert auf der großen Bühne ging, war nach Pétur Ben noch eine halbe Stunde Raum, für die ich mich noch nicht zwischen unterschiedlichen Angeboten entschieden hatte. Im Vorbeigehen fing mich das Konzert Nocturnal ein mit Jon Birdsong am Kornett & Anthony Romaniuk am Flügel. Vielleicht war der Pianist tatsächlich der meistbeschäftigte Mann des ersten Tages... Jedenfalls boten die beiden sehr zauberhafte Nachtmusik. Zum Teil dezent und dunkel, zum Teil auch aufbegehrend und frech, aber alles mit einer wunderbaren Spielfreude. Besonderen Spaß machte es Anthony, als das Kornett durch Blasen kurz über den Flügelsaiten diese zum schwingen brachte. Dafür sollten wir alle unbedingt so nah wie möglich herankommen.


Der Abschluss mit mugison begann - wie alle Programmpunkte - pünktlich. Aber er wurde nicht ganz so, wie ich es mir nach dem XXL-Konzert erwartet hatte. Alle - inkl. mugison - waren doch etwas müde. Trotzdem war es ein toller Abschluss zunächst solo und später mit Pétur. Ich fand es irgendwie rührend zu sehen, wie die Spannung sichtbar von Pieter Theuns abfiel und er ein ganz inniges - dabei mehr oder weniger wortloses - Lob von Casper Clausen erhielt. Ja, das hier hatten sie echt toll hingekriegt.



B.O.X.:
Pieter Theuns (Theorbe), Anthony Romaniuk (Cembalo, Orgelpositiv), Bart Vroomen (Barockposaune), Ira Givol (Viola da gamba), Jon Birdsong (Cornetto, Trompete), Joshua Cheatham (Viola da gamba, Violone), Jutta Troch (Barockharfe), Lambert Colson (Cornetto), Liam Byrne (Viola da gamba, Soprangambe), Mattijs Vanderleen (Schlagwerk) en Pieter Vandeveire (Viola da gamba).  



Aus unserem Archiv:
Liesa van der Aa, Saint Ouen, 27.01.13
My Brightest Diamond, Paris, 13.02.15
My Brightest Diamond, Haldern, 08.08.14
My Brightest Diamond, Eindhoven, 07.02.14
My Brightest Diamond, Straßburg, 30.03.12
My Brightest Diamond, Paris, 28.03.12
My Brightest Diamond, Berlin, 24.11.11
My Brightest Diamond, Haldern, 13.08.11
My Brightest Diamond, Paris, 07.10.08
My Brightest Diamond, Haldern, 08.08.08
My Brightest Diamond, Evreux, 27.06.08
My Brightest Diamond, Paris, 22.04.08
My Brightest Diamond, Paris, 02.10.07
My Brightest Diamond, Paris, 26.02.07

Pétur Ben, Reykjavik, 02.11.16 
Mugison, Reykjavik, 04.11.16



Samstag, 21. März 2015

My Brightest Diamond, Paris,13.02.15

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Konzert: My Brightest Diamond mit Support Tim Fite
Ort: Le Gaîté Lyrique in Paris
Datum: 13. Februar 2015
Dauer: 35 min + 100 min
Zuschauer: etwa 600 (nicht ganz ausverkauft)



Ich bin in unserer Familie ein bisschen berühmt berüchtigt. Aber ich schwöre, diesmal kam die Idee, Freitag den dreizehnten zum Glückstag in Paris zu machen, nicht von mir... Zu viert hatten wir schließlich am Bühnenrand gestanden und schauten uns nach dem Konzert in die Augen, die ein Glück teilen konnten, für das uns in dem Moment noch die Worte fehlten. Am nächsten Tag sprach ich mit den Kanadiern in Paris noch etwas stammelnd darüber: Eigentlich brauche ich dieses Jahr kein Konzert mehr zu besuchen. Es wird keines mithalten können...


Als der Plan aufkam, konnte ich recht bestimmt sagen: Gute Idee, das wird sich lohnen. Die drei Konzerte, die ich mit My brightest Diamond schon erlebt hatte, waren alle grandios gewesen. Zuletzt in Eindhoven mit dem Material der neuen Platte hatte sie sich in die Jahresbestenliste gespielt - das erste in Berlin 2011 hatte mich zum Schreiber fürs Konzerttagebuch werden lassen und wird auch deshalb immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Was ich aber nicht wusste war, dass Paris ein ganz besonderer Konzertort für Shara Worden ist und sie an diesem Abend auch vom Publikum in einmaliger Weise getragen werden würde. Insofern wurde die etwas spinnerte Entscheidung für Paris zu einer, die weise genannt werden kann.


Wir hatten uns ein Quartier gesucht, von dem wir zur Gaîté Lyrique laufen konnten. Das Theater überraschte uns sehr positiv. Es machte von außen ordentlich was her mit einer Jugendstilfassade und hatte ein stilvoll modernes Innenleben. Auch Einlass und übriges Personal waren freundlich und effektiv, gelassen und fast heiter. Wir verbrachten noch etwas Zeit in dem Café und studierten die Bühnenzeiten. Erst fünf Minuten bevor es mit Tim Fite  losgehen sollte, suchten wir uns Plätze im Saal und standen damit noch in der zweiten Reihe.


Tim (mit bürgerlichen Namen Timothy Sullivan) ist ein Hans Dampf in allen Gassen oder Jack of all trades. Ein Schelm, der sich und sein Publikum ordentlich auf den Arm nimmt. Er spielt mit Worten, Samples alter Schallplatten (die vom iPad kommen), bastelt und macht Kurzfilme. An diesem Abend war er von der großen Projektion ganz eingenommen neben der er fast ein bisschen klein wirkte. Seine Einmannshow war und ist wahrscheinlich jederzeit wirklich sehenswert, auch wenn man - wie ich - eigentlich nicht so viel mit Hiphop anfangen kann. Aber die Ironie, das spielerische, die überbordende Spielfreude, das Geplänkel mit dem Publikum, die kamen nicht nur bei mir bestens an.


Er hatte eine Tour de Force vorbereitet:  iBeenHACKED  sein aktuellstes Album war prominent vertreten mit dem Titelsong, BigMAC, No Philsophy, The Phoney und Like. Man kann das natürlich kindisch finden wenn somebody got my nose gesungen und gespielt wird. Oder wenn Sexy Leroy seine Auftritte auf der Leinwand hat. Oder The Dog & Pony Show mit der Episode On crying gezeigt wird. Oder die Stimmung zwischendurch angeheizt wird, indem das Publikum von ihm gerufene Fragen, ob wir noch Lust haben, mit möglichst enthusiastischem "ja!" - in Paris natürlich mit "Oui!" - beantworten soll. Und doch kommt auch jedes Mal - schwupps - etwas mit, das so gar nicht kindisch ist, sondern einen wachen Blick auf die moderne Welt zeigt.
 

Der endgültige Ohrwurm, der uns auch Tage später noch anhing war Burn it down. Auch hier geht es zunächst etwas schräg los, wenn Ställe brennen sollen, nur weil die Kühe und Hühner ihn auslachen. Aber es wird ernst, wenn Banker sich daneben benehmen... Das Publikum war jedenfalls im Refrain eifrig dabei, alles brennen zu lassen. Und es gab besonders großes Hallo, als Shara Worden für ein Sing- und Tanzduett auf die Bühne kam.


Der Umbau war schnell erledigt - es musste ja nur das iPad und das Mikro abgeräumt werden und der Ablauf sah auch vor, dass es nach nur 15 min mit My Brightest Diamond weitergehen sollte. Sie hatte an diesem Abend am Schlagzeug Tim Mulvenna (+) und  Fontaine Burnette am Bass dabei. Damit war auch der Ton schon klar gesetzt: heute gab es eine Rockshow.



Bestätigt wurde das gleich zu Beginn mit einem recht dunklen Rocksong von Jeff Buckley Gunshot Glitter, in dem die E-Gitarre rotzig herangenommen wurde und anschließend in ähnlichem Habitus das trotzige I am not the bad guy vom aktuellen Album This is my hand (2014) folgte. Beide Songs mit den für Shara so typischen Wechseln zwischen sehr tiefen und hohen weiblichen Stimmlagen an diesem Abend ziemlich rockig.


Mein erster Höhepunkt und auch der Moment wo der Saal das erste mal explodierte war Pressure, wofür Shara ans Keyboard wechselte. Diesmal mit moves, die den Inhalt des Refrains ausdrückten. Dafür gab es Unterstützung durch Tim Fite und den Bassisten (sehr expressiv!). Es startet ja mit einem sehr charakteristischen Trommelwirbel (der in mir immer die Erinnerung an die Marching band Version von Eindhoven anstößt). Der setzte auch hier den ganzen Saal in Bewegung. Nach der Zeile Disperse the white light durfte dann endgültig der Mann an den Drums ausflippen und alle zum zappeln bringen. Im Herzen trage ich zwar die Version mit fetten Bläsern - die hier leider fehlten - aber es war doch auch so Glück pur.


Es folgte Before the Words - ebenfalls vom aktuellen Album. Erstmals erschloss sich mir nun der Refrain, nachdem uns Shara dazu den Mythos der Ureule dargelegt hatte, die von Anbeginn der Zeiten existiert und in den Erzählungen der Mütter für uns lebendig bleibt. So wurde die Version des Abends für mich schamanisch und innig. Be brave ist einer meiner Lieblinge vom Vorgängeralbum (All things will unwind, 2011), das immer wieder bei mir Gänsehaut auslöst: be brave dear one - be changed to be undone. In der rockigen Umsetzung auch sehr stark.


Lover, killer vom aktuelles Album hat diese synkopischen Rhythmen, die gar nicht so einfach zum klatschen sind. Damit ist es eigentlich eine Tanznummer und irgendwie ganz luftig, obwohl es um so ernste und dunkle Inhalte geht. High low middle - ihr Lied über Detroit - macht mir immer gute Laune und wurde entsprechend enthusiastisch vom Publikum aufgenommen und mitgesungen. Diese gute Stimunng wurde gebrochen durch Say what (Album Bring me the workhorse, 2009) - ein sehr inniger, unendlich trauriger Song, den ich noch nie von ihr live gehört hatte. 


Mein nächster absoluter Höhepunkt war das Wiegenlied I have never loved someone (2011), das nie verfehlt mir die Tränen der Rührung in die Augen zu treiben. Ein wahrhaft funkelndes Kleinod. Für die Pariser hatte sie anschließend etwas ganz besonderes vorbereitet: Ihren Song Apparition, dessen Text ein Gedicht von Mallarme ist, wurde von ihr erstmals im französischen Original aufgeführt. Die Einführung in den Song war sehr geheimnisvoll (eine Geistergeschichte) und die Version auf der Bühne auch sehr introvertiert.


Als letztes Stück der regulären Setlist war das Titelstück des aktuellen Albums in der französischen Version vorgesehen, die zu Beginn der Tour veröffentlicht worden war. Ich fand es sehr interessant, wie unterschiedlich der Song wirkt, wenn die einfachen englischen durch die gleichen aber französischen Aussagen ersetzt werden. Irgendwie stellt man sich dann gleich einen viel zierlicheren Körper vor (jedenfalls ging mir das so). Natürlich wurde anschließend enthusiastisch um Zugaben geklatscht. Und es gab zunächst Inside a boy von All things will unwind, was ich auch sehr ins Herz geschlossen habe. Die Zeile We are stars colliding wird wohl nie seine Wirkung auf mich verfehlen. 


Anschließend gab es noch eine echte Überraschung. Tim und Shara schlüpften in zueinander passende Overalls, die Tim Fite für die Hand in Hand Tour gestaltet hatte, und legten eine heiße Tanznummer hin. Sie drückte noch einmal sehr fröhlich aus, was sich schon als roter Faden durch den Abend gezogen hatte: Hier sind zwei Freunde zusammen unterwegs, die - so verschieden sie Musik machen - doch voneinander lernen und sich ergänzen. Das gab eine ziemlich lustige und extrovertierte Nummer im Publikum - herrlich! Ebenso eindrucksvoll, Fontaine Brunette die Hüften schwingen zu sehen - unfassbar köstlich (man sehe sich das verlinkte Video an).


Hier war wohl der Höhepunkt und das Finale geplant gewesen, aber die Pariser ließen nicht locker. Noch zweimal kam Shara mit all time hits auf die Bühne. Feeling good ist ohnehin ein unzerstörbarer Song, der aber von ihr an diesem Abend in einer wahnsinnigen Version zelebriert wurde, und auch dem Bass ordentlich Schmiss erlaubte. Das setzte mich komplett in Extase (und nicht nur mich). Noch in der Erinnerung bekomme ich Gänsehaut und es fühlte sich wie ein ganz persönliches Geschenk an. Als auch anschließend der Saal (zurecht!) tobte, kam Shara noch ein letztes Mal heraus, setzte sich auf den Bühnenrand und kam schließlich noch einmal ins Publikum, um mit uns Fever zu zelebrieren. So ging ein Abend zu Ende, der uns bestimmt noch sehr, sehr lange im Herzen leuchten wird.


(*) fast vertrottelt hätte ich auch den Fakt, dass wir damit den - für mich halt sehr nebensächlichen - Valentinstag in Paris hatten...
(+) leider nicht mein Lieblingsdrummer Earl Harvin



Setlist:
01: Gunshot Glitter (Jeff Buckley cover)
02: I Am Not The Bad Guy
03: Pressure (mit Tim Fite)
04: Before The Words (mit Tim Fite)
05: Be Brave
06: Lover Killer
07: High Low Middle
08: Say What
09: A Bronze Head
10: Resonance
11: I Have Never Loved Someone
12: Apparition (in Frz.)
13: Ceci Est Ma Main ("This Is My Hand" Frz.)

14: Inside A Boy (Z)
15: It takes two   (Z, mit Tim Fite, Rob Base, DJ Easy cover)

16: Feeling Good (Z, Nina Simon cover)(#)

17: Fever (Z, Peggy Lee cover) 


(#) von Leslie Bricusse & Anthony Newley

Alle Bilder des Abends:
 
 

Hand in Hand Tour:
Feb 08 Vera - Groningen
Feb 09 Tivoli De Helling - Utrecht
Feb 11 Stereolux - Nantes
Feb 12 Aetonef - Lille
Feb 13
Gaîté Lyrique - Paris
Feb 14/15 Festival Generiq - Dijon
Feb 17 Salumeria Della Musica - Milan
Feb 18 Bogen F - Zürich
Feb 19 Bad Bonn - Dudingen

 

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