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Freitag, 17. April 2015

Owen Pallett, Münster, 15.04.15

3 Kommentare

Konzert: Owen Pallett
Ort: Schloßgarten-Café, Münster
Datum: 15.04.2015
Dauer: knapp 80 min
Zuschauer: 200 vielleicht



Hmm, ein wenig komisch war dieses Konzert von Owen Pallett schon. Vor etwa zehn Jahren hatte ich den Kanadier erstmals gesehen, damals nannte er sich noch Final Fantasy und supportete eine Band, in der er selbst mitspielte, im Gebäude 9 in Köln. Und weil diese Arcade Fire damals einen grandiosen Auftritt ablieferten, verblasste in meiner Erinnerung der Support ein wenig. Danach sah ich Owen Pallett glücklicherweise unzählige Male wieder, zuletzt im vergangenen Sommer wieder vor Arcade Fire und beim tollen Weekend Fest in Köln - und jedes dieser Konzerte beeindruckte mich enorm. Nur mit Geige, Keyboard und Loop-Station spielt Owen bessere Konzerte als diese ganzen hippen Bands, die überall gefeiert werden, zusammen.

Daß bei nur zwei Deutschland-Terminen (und dem näheren der beiden in Münster!) trotzdem ein Owen-Konzert gesehen werden musste, hatte also nicht nur mit der allgemeinen Sucht und dem bisher livemusikalisch erstaunlich ereignislosen Frühjahr zu tun, es lag vor allem an meiner besonderen Wertschätzung für den Kanadier. Denn ansonsten rechtfertigt  nichts, mitten in der Woche Stunden entfernt zu einem Konzert zu fahren, daß für 22:15 Uhr angesetzt war.

Das Schloßgarten-Café in Münster scheint eine typische Hochzeitsgastronomie zu sein, überall lagen Magazine über das richtige Heiraten. Der Rote Salon, der als Konzertort ausgegeben war, war wohl hübsch, er war aber zunächst einmal sehr düster, als wir während des Vorprogramms kurz reinguckten. Diese Art elektronischer Musik, die dem dabei sitzenden Publikum vorgespielt wurde, fand ich langweilig, also reichte es auch passiv aus dem Vorraum. Das komische Metall-Gestell das unmittelbar mittig vor der Bühne stand und auf dem zwei Projektoren standen, würde ja für Owen sicher weggeräumt werden. Es schien mir Teil des Vorprogramms zu sein.

Um zehn spielte der Support immer noch. Auch um viertel nach, also zu Owens Startzeit. Der verprochen pünktliche Beginn war dahin. Bei zweieinhalb, drei Stunden nächtlicher Rückfahrt tut jede Minute mehr weh. Aber allein der Abbau des Metalldings würde eben Zeit kosten, nahm ich an. Als dann der erste Geigenton erklang (Owen fängt Konzerte immer sehr unvermittelt an) und wir in den Saal kamen, stand der Projektorhalter aber noch da. Den Künstler sah ich aber erst im zweiten Anlauf, er stand hinten links irgendwo. Da wir keine Stühle mit Jacken reserviert hatten und vorne alles voller Stühle war (hier ärgerte ich mich über zu wenig Strandurlauberfahrung), blieben uns die paar Stehplätze ganz hinten. 

Owen begann sein Konzert mit drei Solo-Stücken. Ob That's when the audience died dem Sitz-Publikum gewidmet war? Wahrscheinlich nicht, es wäre aber eine schöne Geschichte. Arctic circle und Many lives -> 49 MP waren die beiden anderen, bevor er seine Begleitband auf die Bühne bat. 

Die nächsten zehn Stücke, die er mit Ausnahme* von I am not afraid in der Dreierbesetzung spielte, stammten von seinen beiden Alben, die unter seinem Namen veröffentlicht wurden. Man kann und muß da nichts hervorheben, ich kenne kein schlechtes Owen Pallett-Lied. Weder unter dem eigenen noch unter dem alten Namen.

Zwischendurch fragte der seit einiger Zeit bärtige Sänger, ob wir etwas wissen wollten. Niemand wollte. "Dabei habe ich so viel zu erzählen!" Es ergab sich nur ein kurzer Dialog, der - weil nach vorne gesprochen - kaum verständlich war. Ich meine, ein Zuschauer vorne habe den Künstler mit der Aussage überrascht, Owen sei ein Genie. Er wollte sich dazu nicht äußern und fand den Dialog ganz offenkundig überflüssig.

Das Hören allgemein war kein Problem, im Gegenteil! Der Sound im Saal war brillant (und laut), man sah aber wenigstens hinten kaum etwas. Oder besser, man sah nur animierte Blumen. Teil des AV-Picknicks sind Animationen. Rund um die Bühne hingen Papierblumen, die von den beiden Projektoren angeleuchtet wurden. Ein angeleuchteter Künstler hätte mir auch gefallen, man kann aber nicht alles haben.

Als er nach dem großartigen The riverbed und dem Schlußsong The great elsewhere zu den Zugaben zurückkam, fragte Owen Pallett nach Wünschen. Ich bin leider nicht so der Reinschrei-Typ. Jemand in meiner Nähe schon - er wünschte sich This lamb sells condos. Owen antwortete, er spiele etwas von Steve Reich. Das machte er - und das herrlich minimalistische Stück dauerte bestimmt zwölf Minuten und lichtete die Reihen deutlich. Wie schade, denn zum einen war diese Steve Reich Demonstration hörenswert, zum anderen folgten mit The CN Tower... und ...Win and Régine noch zwei Final Fantasy Perlen zum Abschluß.

Wie dem Künstler das Konzert wohl gefallen hat? War die lange erste Zugabe sein Weg, Mißfallen auszudrücken? Ich weiß es nicht. Mir hat es musikalisch wie immer ausgezeichnet gefallen. Und wie Owen Pallett aussieht, weiß ich mittlerweile ja langsam auch.

Setlist Owen Pallett, AV-Picknick, Münster:

01: That's when the audience died (Final fantasy)
02: The arctic circle (Final fantasy)
03: Many lives -> 49 MP (Final fantasy)
04: In conflict
05: Keep the dog quiet
06: Soldier's rock
07: Tryst with Mephistopheles 
08: Song for five & six
09: I am not afraid
10: The secret seven
11: Infernal fantasy
12: The riverbed
13: The great elsewhere

14: Violin phase (Steve Reich) (Z)
15: The CN Tower belongs to the dead (Final Fantasy) (Z)
16: This is the dream of Win and Régine (Final Fantasy) (Z)

Links:


- aus unserem Archiv:
- Owen Pallett, Karlsruhe, 30.11.14
- Owen Pallett, Köln, 29.11.14
- Owen Pallett, Dresden, 17.06.14
- Owen Pallett, Paris, 11.12.12
- Owen Pallett, Düsseldorf, 26.05.12
- Owen Pallett, Eindhoven, 11.11.11
- Owen Pallett, Köln, 23.06.11
- Owen Pallett, Paris, 22.02.11
- Owen Pallett, Eindhoven, 18.02.11
- Owen Pallett, Paris, 01.06.10
- Owen Pallett, Barcelona, 28.05.10
- Owen Pallett, Frankfurt, 15.03.10 


* wahrscheinlich... Sehen konnte man von hinten kaum etwas. 
 

Freitag, 12. September 2014

Warpaint, Münster, 06.09.14

1 Kommentare

Konzert: Warpaint
Ort: Skaters Palace, Münster (Visions Party)
Datum: 06.09.2014
Dauer: knapp 90 min
Zuschauer: nicht ausverkauft



So richtig begeistert schien die Visions von ihrer eigenen Party im Skaters Palace in Münster nicht zu sein. In der Skatehalle, die bis auf ein paar doofe Säulen ein gute Ort für Konzerte ist, hing zwar ein großes Transparent des Energiegetränk-Sponsors, von der Musikzeitung war aber nichts zu sehen. Auch die Berichterstattung hinterher deutet nicht darauf hin, daß es sich bei diesem Abend um eine Herzensangelegenheit des Magazins handelte. Es gab nämlich keine. Auch von der anschließenden Party war nichts zu sehen, sie war aus "organisatorischen Gründen" abgesagt worden. Eine Herzensangelegenheit organisiert man anders. Dabei war das Konzert gar nicht schlecht besucht, auch wenn der Skaters Palace nicht ausverkauft war. 

Daß mir Warpaint (musikalisch) wichtig sind, kann ich schlecht verbergen. Nach meiner ersten Kurzbegegnung mit den Amerikanerinnen als Vorgruppe von Wolf Parade Anfang 2010 folgten viele eindrucksvoll gute Konzerte; in letzter Zeit fast zu viele. Die besorgten mails meiner Visions-Party-Verabredung konnte ich aber beruhigend beantworten - nein, ich hatte noch nicht genug. Warpaint machen es einem einfach, sie häufiger zu sehen, da sie nicht nur den Aufbau des Auftritts sondern auch den einzelner (oder vieler) Lieder konzerttäglich variieren. Wenn man die Musik der Gruppe also mag (und sie nicht per se langweilig findet), kann man sie ruhig immer mal wieder angucken.

Die beiden Vorgruppen erzeugten diesen Wunsch bei mir nicht. Die erste, der Sänger Mat Reetz, klang nach Brian Molko, die zweite, Blaenavon, zu pathetisch. 

Meine Versuche, vorher rauszufinden, wann die Bands auftreten, waren erfolglos. Der Veranstalter wollte oder konnte das nicht verraten. Wenn man nicht in der Stadt wohnt, in der ein Konzert stattfindet, können solche Informationen ganz wichtig sein. Deutschen Veranstaltern ist es aber offenbar zu spießig, bekanntzugeben, wann die Hauptgruppe anfängt. Andere Länder mit einer besseren Konzertkultur sind auch da kundenfreundlicher.


Warpaint traten um kurz vor zehn auf. Seit einer Weile spielt die Band nicht mehr das Stück Intro (das auch das erste Lied der aktuellen Platte ist) am Anfang. Obwohl es auf dem Album wundervoll in Keep it healthy übergeht, wird dieser Anfang live meist so nicht mehr gespielt. Stattdessen hatte Keep it healthy eine andere, offenbar improvisierte Einleitung. Das z.B. meinte ich damit, daß keines meiner Warpaint-Konzerte wie das andere ist. Auch wenn Keep it healthy einer meiner Lieblinge ist, wurde es ab Composure und Undertow, die übergangslos nacheinander gespielt wurden, richtig gut. Bees und Hi am Anfang des Konzerts sind vermutlich ein wenig zu ruhig oder harmlos; der Schwung kommt mit Composure. Das war auch diesmal deutlich.


Danach ließ das Tempo (im übertragenen Sinne) nicht mehr nach. Love ist to die wird erstaunlicherweise immer besser, je öfter ich es höre. Das anschließende Drive ist eine Art verborgener Schatz auf der neuen Platte. Ich habe das Stück lange nicht richtig wahrgenommen, es ist aber live enorm gut und fällt trotz der vielen Perlen deutlich auf. Und auch wenn Disco/very in meinen Augen eines der schwächeren Lieder der Band ist, war das Doppel Beetles und Disco mit einem improvisierten Übergang und 15 Minuten Spielzeit hervorragend.



Auch der Mann mit Konzert-Tourette und ohne Deo, der vor Beginn den armen Ordner immer wieder anbrüllte, wann "die Frauen" denn endlich kämen, ob die "ihre Tage haben, oder was?", schien zufrieden zu sein. Überhaupt war das Publikum scheinbar sehr glücklich. Der Applaus nach den Liedern wurde immer länger und ausgelassener. Spätestens bei der unsäglichen Aufforderung von Bassistin Jenny Lee Lindberg (mit geringeltem Rock, geringelten Socken und riesiger Brille), rhythmisch mitzuklatschen, schienen die Münsterländer beweisen zu wollen, daß sie Partypeople sind. Das klang schon ziemlich nach dem Rheinland im Februar! 

Wie neulich in Köln, kam zunächst Gitarristin Emily zu den Zugaben zurück und spielte alleine Baby, dessen Instrumentierung an Scout Niblett erinnert. Leider konnte das verliebte Pärchen (eher Paar) neben mir sich endlich gut unterhalten, weil es jetzt auf der Bühne leiser war. Das Gespräch war aber schnell vorbei, denn das wundervolle No way out (bestes Stück!) und ein 14 Minuten langes Elephants waren wieder ordentlich laut.

Früher haben Warpaint Elephants oder Beetles durch Improvisationen in die Länge gezogen. Zur Zeit machen sie es mit beiden Liedern. Allerdings schienen sie bei Elephants diesmal am Ende den Faden zu verlieren. Die letzten Minuten waren ein wenig unstrukturiert und albern, aber eben auch wieder ganz anders als jede Version bisher! Nein, es stimmte, ich hatte wirklich noch nicht genug. Auch das Konzert in Münster empfand ich als kurzweilig und musikalisch sehr gut! Schade, daß das von der Visions vermutlich niemand selbst erlebt hat!

Setlist Warpaint, Visions Party, Skaters Palace, Münster:

01: Keep it healthy
02: Bees
03: Hi
04: Composure
05: Undertow
06: Love is to die
07: Drive
08: Beetles
09: Disco / very

10: Baby (Emily solo) (Z)
11: No way out (Z)
12: Elephants (Z)

Links: 

- aus unserem Archiv:
- Warpaint, Luxemburg, 25.08.14
- Warpaint, Köln, 20.08.14
- Warpaint, Ewijk, 29.06.14
- Warpaint, Mannheim, 31.05.14
- Warpaint, Barcelona, 29.05.14
- Warpaint, Köln, 23.02.14
- Warpaint, Den Haag, 16.11.13
- Warpaint, Larmer Tree Gardens, 31.08.13
- Warpaint, Rüsselsheim, 20.07.12
- Warpaint, Rüsselsheim, 20.07.12
- Warpaint, Prag, 10.07.12
- Warpaint, Lüttich, 05.07.12
- Warpaint, Haldern, 13.08.11
- Warpaint, Köln, 28.06.11
- Warpaint, Amsterdam, 19.06.11
- Warpaint, Barcelona, 28.05.11
- Warpaint, Frankfurt, 11.11.10
- Warpaint, Paris, 06.11.10
- Warpaint, Brüssel, 16.05.10






Samstag, 9. Mai 2009

Maxïmo Park, Münster, 08.05.09

7 Kommentare

Konzert: Maxïmo Park (einslive Radiokonzert bei "Eine Nacht in Münster")
Ort: Skaters Palace
Datum: 08.05.2009
Zuschauer: lange ausverkauft (vielleicht 1.200 - ich kann so was nicht schätzen)
Dauer: 63 min


"Eine Nacht in Münster", die Stadtinvasion des NRW-Radiosenders einslive, bescherte der Radfahrer-Metropole heute diverse Radiokonzerte, darunter Selig, Clueso, eine amerikanische Band*, deren Namen ich gerade nicht weiß, und eben Maxïmo Park. Ein gut gewähltes Datum, denn just heute erschien Quicken the heart, die dritte Platte der Band aus Newcastle.

Nachdem ich einige der Stücke des neuen Albums beim kleinen Vorab-Konzert im März im Gebäude 9 erlebt hatte, hörte ich den Rest auf der Fahrt nach Münster zum ersten Mal. Meine Erwartungen waren ehrlich gesagt nicht besonders hoch, die Eindrücke beim ersten Hören der Platte auf der Fahrt nach Münster gar nicht verkehrt.

In Münster fielen mir zunächst die Fahrräder auf. Nicht, daß es Tausende davon gibt, ich war schon da. Nein, die abgestellten Räder waren von einslive mit einem
wundervollen Werbegeschenk versehen worden: sie hatten Sattelbezüge mit dem Motto des Abends bekommen! Großartig! Und sinnvoll! Denn kaum kam ich am Skaters Palace an, regnete es in Strömen. Der Einlaß begann dann zwar sehr pünktlich, weil aber die Securities die Ausweise aller Besucher, die unter irgendwelchen Umständen jünger als 16 sein könnten, zog sich alles ewig - und es regnete. Vor mir ging eine 29jährige Frau rein. Auch die musste ihren Personalausweis zeigen. Ich kann Alter ebenso wenig gut schätzen wie Besucherzahlen, in diesem Fall und in den meisten anderen hätte ich es mir aber durchaus zugetraut, die wenigsten Mittzwanzigjährigen ("twens" klingt doch zu altbacken) sehen schließlich U16 aus. Nun denn, die Ordner hatten ihre Vorgaben.

Als ich mich dann beschwerte, daß ich keinen Perso vorzeigen musste, reagierte einer von ihnen aber sehr cool: "darf ich mal den Ausweis sehen?" Jawoll!

Der Skaters Palace ist genau so, wie er klingt; eine mittelgroße ehemalige
Gewerbehalle mit viel Graffiti, überall Halfpipes, und ich meine auch den ein oder anderen Blutfleck von mißglückten Sprüngen gesehen zu haben.

Der Bau ist ziemlich verwinkelt und für regelmäßige Konzerte sicher nicht schrecklich gut geeignet. An der Architektur lag auch das eine große Problem des Abends: die Bühne ist riesig groß und tief und davor
gab es einen sehr breiten Fotograben - es waren Festival-Ausmaße. Aber damit war die Band eben auch ziemlich weit weg, was mit der Intimität eines Radiokonzerts nicht viel zu tun hatte.

Beginn 20 Uhr war überall verbreitet worden. Aber erst nach Nachrichten, Verkehrsfunk und zwei Liedern wurde es spannend.
Maxïmo Park kamen in drei Etappen auf die Bühne, erst Duncan Lloyd, Archis Tiku und Tom English, dann Lukas Wooller und schließlich Paul Smith.

In Köln im März hatte Paule erzählt, er habe neue Anzüge gekauft. Der heute war das wohl. Und
gleichzeitig das albernste Stück Männerkleidung, das ich jemals gesehen habe. Der Sänger trug einen Kurzarm-Anzug! Nicht umgekrempelt, mit kurzen Ärmeln! Sensationell!

Sein Bowler scheint endgültig eingemottet zu sein, denn auf dem Kopf hatte er erneut den 2009er Hut. Das - und der wohl dauerhaft geänderte
Bühnenaufbau (Lukas links) waren dann aber auch schon die Änderungen.

Der am besten zur Umgebung passende Titel machte den Auftakt. Graffiti war aber sicher eher an den Beginn gesetzt, um mit einem der größten Hits Stimmung zu machen. Die Vorgabe für den Abend war nämlich, viele neue Lieder zu spielen. Im Interview bei einslive hatte Paul vorher gesagt, heute sei der Tag, an dem die neuen Sachen aus ihren Käfigen gelassen würden. Man hätte bei
einer hasenfüßigeren Band erwarten können, daß bei einem Radiokonzert des vermutlich größten Senders mit Indie-Anteil in Deutschland eine ganze Menge Klassiker eingestreut werden, um sicher zu punkten. Die Nordengländer hatten da mehr Mut (oder Selbstvertrauen).

Wraithlike hatten Maxïmo Park schon vorab veröffentlicht, das folgende The penultimate clinch war also das erste richtig neue Lied (das sie aber auf der kleinen Clubtour im März schon getestet hatten). Ich habe ehrlich gesagt nicht genau drauf geachtet, ob auch diesmal Keyboarder Lukas dabei größere Gesang-Anteile hatte; das war mir im Gebäude 9 aufgefallen. Heute war ich unaufmerksam.

Paul Smith hatte wieder viel zu erzählen. "We have a new album. It's a Platte called Quicken the heart". Und wie ein guter Entertainer sagte er zu fast allen Liedern etwas. Meist stellte er sie hinterher kurz vor. "It's about a Gewitter", "A song about two people" usw. Bei
I want you to stay schwindelte er ein wenig ("das haben wir in Deutschland lange nicht gespielt" - bis auf Köln im März habe ich es immer gehört). Aber im Radio wird ja auch gelogen. Als wir auf die Band warteten, lief im Hintergrund natürlich der veranstaltende Sender. Bei einer Schalte ins Skaters Dings sagte die um kurz nach acht, die Band spiele bereits, was für viel Lachen sorgte.

Eines der neuen Stücke, das am besten zieht, ist Questing, not coasting. Der eingängige Refrain wird sicher dafür sorgen, daß das Lied ein Klassiker wird, gar kein Zweifel! Das wird auch schon gewünscht. Eine Frau in meiner Nähe hatte ein handgeschriebenes Schild mit dem Titel dabei, um es sich so zu wünschen. Das funktionierte ja auch. Mit By the monument, ihrem zweiten Wunschzettel, hatte sie leider weniger Glück. Paul sah das zwar, während er Books from boxes sang, winkte er aber in ihre Richtung ab. Schade! Aber obwohl auch einige andere Lieblinge fehlten, war es ein sehr gutes Konzert mit tollem Set, weil die neuen Stücke eben doch viel mehr Potential zu haben scheinen, als das Skeptiker befürchtet hatten. Neben Questing... ist The kids are sick again der zweite Liveknüller unter den Neuheiten und sicher das eingängigste Lied auf Quicken the
heart. Mein Liebling war aber schon auf der Fahrt Overland, west of Suez, mit dem ich live überhaupt nicht gerechnet hatte. Tanned, das Maxïmo Park seit vergangenem Jahr im Programm haben, und das ich nicht mochte, wird immer besser. Noch zwei, drei Konzerte, und ich schwärme davon in allerhöchsten Tönen!

Von den alten Sachen habe ich mich besonders über
Now I'm all over the shop gefreut! Ach, wie schön!

Mit den beiden Zugaben Calm und Apply some pressure endete das schöne
Radiokonzert nach einer guten Stunde. Anders als bei den Kaiser Chiefs sehe ich bei Maxïmo Park nicht die Gefahr, daß in ein paar Monaten ein Rundmail kommt, daß man mal eine längere (geplante!) Pause macht. Für mich erfüllte das Konzert dann auch den wichtigsten Zweck: es beruhigte mich ungemein!

A brief English review will follow soon!

Setlist Maxïmo Park, einslive Radiokonzert, eine Nacht in Münster, Skaters Palace:

01: Graffiti
02: Wraithlike
03: The penultimate clinch
04: Our velocity
05: I want you to stay
06: Questing, not coasting
07: In another world (you would've found yourself by now)
08: Books from boxes
09: The kids are sick again
10: Tanned
11: Going missing
12: Let's get clinical
13: Overland, west of Suez
14: Now I'm all over the shop
15: Girls who play guitars

16: Calm (Z)
17: Apply some pressure (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Maximo Park, Köln, 03.03.09
- Maximo Park, Haldern, 09.08.08
- Maximo Park, Nijmegen, 20.06.08
- Maximo Park, Wiesbaden, 22.10.07
- Maximo Park, Köln, 16.10.07
- Maximo Park, Glasgow, 02.10.07
- Maximo Park, Paris, 08.06.07
- Maximo Park, Köln, 26.05.07
- Maximo Park, Bochum, 09.04.07
- ein paar Fotos aus dem Skaters Palace
- mehr Fotos von MP-Konzerten

* das stand mal ein flapsiges "schreckliche" vor, das ich hierhin verschoben habe, weil die Band das wohl nicht ist. Ich kenne nur ein Radio-Lied, das ich nicht mag.




Sonntag, 26. Oktober 2008

Long Distance Calling & Leech, Münster, 16.10.08

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Konzert: Long Distance Calling & Leech
Ort: Tryptichon, Münster
Datum: 16.10.2008
Zuschauer: gut gefüllt, aber bei weitem nicht ausverkauft
Konzertdauer: ca. 1 Std. jede Gruppe


Auf unseren Karten steht Einlass 19:30, Beginn 20:30. Als wir um kurz nach 8 vor dem im Hafen von Münster gelegene Tyrptichon parken, schaut mich meine Freundin verstört an und meint nur fragend: Meinst du, wir sind hier richtig? Ja, wir sind richtig, ich war schon einmal hier, zumindest erinnere ich mich dunkel daran. Damals muss es wegen der Beatsteaks gewesen sein und ich habe etwas im Kopf, dass die Band damals nach dem Konzert 'ne Kiste Bier für die Fans organisiert hat, um sich für den schlechten Sound zu entschuldigen.

Aber lang, lang ist es her. Wir betreten also den in der ersten Etage gelegenen Club über die Treppe und öffnen die schwere Feuertür. Alles was wir dann erst einmal sehen ist Nebel, so viel Nebel, dass wir den Typen, der hinter der Kasse sitzt, nicht einmal sehen bzw. bemerken. In der Halle kommt uns dann als erstes ein Schäferhund freudig mit dem Schwanz wedelnd entgegen, der sich von uns ausgiebig streicheln lässt.

Neben uns sind noch zwei, drei weitere Persönchen im Raum, die sich auf die wenigen Sitzgelegenheiten verteilt haben. Zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht einmal die Bar eröffnet und beide Bands sind noch dabei, ihr großzügiges Merchangebot aufzubauen.

Ansonsten passiert nichts. Die Zeit verstreicht langsam und genauso langsam füllt sich die kleine Werkhalle im Hafen.

Zu später Stunde ist der kleine Saal dann doch recht gut gefüllt und die 5 Schweizer von Leech aus Zofingen betreten dann als erste Band die stark vernebelte Bühne. Gegründet wurde die Band zwar bereits 1995, doch erst dieser Tage ist mit ihrem aktuellen Album The Stolen View die erste von nunmehr 4 Veröffentlichungen auch in Deutschland veröffentlicht worden. Aber Schweizer lassen sich ja bekanntlich nicht lumpen und so haben die Jungs auch noch 2 Songs zu einer Split EP mit Long Distance Calling beigesteuert, um sie uns ebenfalls zu präsentieren. Die große Auswahl an Effektgeräten lässt Großes erahnen, wie ebenfalls das nicht Vorhandensein eines Mikro auf der Bühne.

Silent State Optimizer beginnt mit einem wunderschönen langen e-Bow Intro, bis dann auch der Rest der Band einsetzt und beginnt einen wunderschönen melodischen Klangeppich zu weben. Zuerst performt man mit 2 Gitarren, Keyboard, Rhodes und Schlagzeug. Im Rahmen des Sets werden aus 2 Gitarren auch mal drei ohne Rhodes oder 2 Gitarre mit Bass – aber immer mit Keys und Schlagwerk.

Musikalisch machen die Schweizer quasi das gleiche wie der heutige Hauptact Long Distance Calling, nur die Herangehensweise scheint eine andere zu sein. Wo Long Distance Calling sehr (Hard) rocklastig zu sein scheinen, sind Leech eher Alternative und Indie beeinflusst, scheint es. Das interessierte Publikum nimmt das gut einstündige Set wohlwollend auf und liefert den gerechtfertigten Applaus nach jedem der 6 Songs.

01: Silent State Optimizer
02: Oktober
03: Totem & Tabu
04: The Man with the Hammer
05: Inspiral
06: Ramses

Nach dem Set höre ich den langhaarigen Metalvertreter neben mir zu seiner Freundin sagen: Die hätten gerne noch Stunden lang weiterspielen können! Nun gut, genug Material scheinen Leech ja zu haben und nun bleibt zu hoffen, dass sie Blut geleckt haben und uns recht bald mal wieder mit ihrer schönen Musik beehren.

Danach verteilen sich die Zuschauer wieder im Saal und die männlichen vor allem an die Theke. Während Long Distance Calling mit dem Bühnenaufbau für ihr Heimspiel beginnen.

Leech haben gut vorgelegt und die Latte liegt hoch. Im Altersvergleich zu den Schweizern sind die fünf aus dem Raum Münster / Dortmund wohl noch als Jungspunde anzusehen. Mir sind sie das erste Mal im Januar aufgefallen als sie auf der Visions Party in Dortmund zwischen Dùne und eine langweiligen Punkband Namens Düsenjäger aus meiner Heimatstadt Osnabrück auftraten. Danach folgten Auftritte mit iLiKETRAiNS und nach den Sommerfestivals (u.a. Rock am Ring) dann auch eine Support Tour mit Dredg. Nun haben sie neben dem aktuellen Silberling Satellite Bay auch noch zwei weitere Titel, welche sich auf der Split EP 090208 mit Leech befinden, am Start, somit sollte das eine ruhige Sache werden.

Die Jungs betreten die Bühne und werden gleich mal mit Nebel eingeräuchert, so sehr, das sich nach dem dritten Song ein beherzter Fan der Nebelmaschine annimmt und sie umsetzt!

Münster scheint LDC zu lieben, denn die Band wird vom lokalen Publikum abgefeiert. Die Dame neben uns scheint gleich mal das ganze Konzert auf ihrem Handy mitzuschneiden. Während in der Mitte vor der Bühne ein deutlich angetrunkener Metalhead wankt, bei dem ich mir überlege, was er wohl eher machen wird, sich über die Bühne hinweg übergeben oder zusammenbrechen – aber siehe da: weder noch!

Zu Perlen des noch aktuellen Albums wie Jungfernflug oder Aurora gesellen sich die beiden Tracks Metulsky Curse Revisited und Black Bird Vs. Red Bug von der EP und Runden das souveräne Set ab. Als dann das Publikum nach einer Zugabe verlangt, bekommt es eine Premiere geboten, welche mit den Worten: "Wir haben den Song bisher nur einmal gespielt, mal schauen ob es klappt." Das Publikum dankt es ihnen und Dub n’ Roll setzt sich vom Rest des Repertoires der Band deutlich ab und geht wesentlich mehr nach vorne. Ein gutes Zeichen für das in Produktion befindliche zweite Album der Band, auf das man sich im kommenden Jahr sicherlich freuen darf!

1. Intro
2. Jungfernflug
3. Metulsky Curse Revisited
4. Aurora
5. Fire In The Mountain
6. Verry Last Day
7. Black Bird Vs. Red Bug

8. Dub n' Roll (z)

Alles in allem für gezahlte 9 Euro ein wunderschön stimmiger Abend, mit herrlicher musik, wie man sie wohl eher nicht alltäglich dargeboten bekommt – hoffentlich ändert sich das noch. Zeigen die 10 Musiker uns doch recht eindrucksvoll, wie klasse Musik auch ohne Gesang klingen kann … dabei wandern sie zielstrebig in den Fußstapfen von Rock Dinos wie Pink Floyd oder den frühen Genesis! Also mehr davon, bitte!

von Oliver S.


Donnerstag, 1. Mai 2008

The Indelicates, Münster, 30.04.08

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Konzert: The Indelicates
Ort: Amp, Münster
Datum: 30.04.2008
Zuschauer: gut 100 (recht voll)
Konzertdauer: 60 min.


Bis Köln lief alles prima. Um 18 Uhr war ich mit den Indelicates zu einem Interview verabredet. Und weil es ja ein Quasi-Freitag an diesem Mittwoch war, so vor dem ersten Mai, war ich großzügig beim Einplanen der Reservezeit. Bis Köln rollte der Verkehr dann ja auch gut. Das erste Viertel meiner Reserve verlor ich am Dreieck Heumar. Viel erschreckender waren aber die Aussichten. Die Stauschau sprach von 220 km Stau in NRW, schnell anwachsend. Mich hätten davon schon einmal direkt 26 km betroffen. Um das Interview irgendwie zu retten, entschied ich mich für eine Flucht durchs Sauerland. Ohne Erfolg, denn je näher ich mich der A1 näherte, desto langsamer kam ich voran. Über (und durch) Dortmund und viele Flüche später hatte ich mich um 18 Uhr dann Münster immerhin bis auf 40 km genähert, worüber ich mich eine ganze Weile freuen konnte, am Kamener Kreuz ging nämlich nichts mehr. Da auch die Telefonnummer des Amp nicht ging ("der Anschluß ist vorübergehend nicht erreichbar"), blieb mir nichts, als mich damit zu vertrösten, daß ich immerhin noch ein schönes Konzert sehen würde - irgendwann.

Zweieinhalb Stunden später als geplant erreichte ich das Amp wirklich noch. Recht schnell begegnete ich in dem extrem süßen Club dann auch Julia Indelicate, der Sängerin und Keyboarderin, bei der ich mich eigentlich nur für das Versetzen entschuldigen wollte. Julia sagte aber gleich, daß wir das Interview noch machen sollten, wir müssten nur kurz auf Simon warten, der gerade eine Gitarre kaufe! Zeit war glücklicherweise reichlich, denn die Engländer sollten erst um 23 Uhr auftreten.

Nach dem Interview mit dieser unglaublich sympathischen Band (das morgen hier folgt) und Abendessen in der Stadt, kamen meine Konzertbegleiter und ich um kurz vor elf wieder im Amp an. Da spielte gerade noch die Vorgruppe The Sellers aus Münster, die ihrem Namen alle Ehre machte und eindrucksvoll viele Merchandising Artikel anbot. Musikalisch kann ich die Band mit Sängerin nicht beurteilen, da ich dafür zu wenig von ihr hörte.

Das Amp ist einfach wundervoll. Der Club ist verwinkelt, überall stehen Sofas und Sessel. Auf die Bühne geht man eigentlich direkt zu, wenn man reinkommt. Allerdings ist dies die Bühnenrückwand, die durch einen schwarzen Vorhang abgetrennt ist. Man geht einmal um dieses Vorhangkonstrukt herum, an einer großen Bar vorbei und kommt in einen kleinen Raum auf der anderen Seite der Bühne. Ich habe mich gleich in diesen Laden verliebt! Allerdings hatte ich mir natürlich auch die richtige Band dafür ausgesucht, schließlich sind mir die Indelicates in den letzten Monaten extrem ans Herz gewachsen.

Warum das so ist, war ganz schnell wieder klar. Die fünf Bandmitglieder sind unglaublich sympathisch und vermitteln, daß ihnen Auftritte großen Spaß machen. Daher sind Konzerte der Indelicates (das war mein viertes) eine ganz große Freude. Dazu kommt die Musik. Live ist die Band eine ganze Ecke härter als auf Platte. Die beiden Gitarren sind ordentlich rockig und laut. Julias wundervoll hohe Stimme wird ab und zu richtig punkig. Der Sound im Amp war zwar sicher nicht der beste, das tat einem großartigen Konzert aber keinerlei Abbruch.

Los ging es mit "
The last significant statement to be made in Rock'n'Roll", also schon einem der Hits der Indelicates. Simon benutzte noch seine alte Gitarre. Im Gegensatz zu Köln vergangene Woche war er aber wieder fit. Seiner Stimme merkte man keine Grippeschädigung mehr an. In Köln hatte er sich sichtbar durch das Konzert gequält. Das war durch große Begeisterung des Publikums honoriert worden. Hier war die Stimmung gleich gut. Der vielleicht 30 qm große Raum vor der Bühne war knallvoll. Ich kann nicht beurteilen, wie viele der Besucher die Indelicates vorher kannten. In einer indiephilen Stadt wie Münster waren das sicher einige. Sicheres Indiz dafür sind die Mitsänger bei B-Seiten oder anderen non-Album-Tracks (liebe Indelicates, wenn ich Euch das nächste Mal sehe, wünsche ich mir das herrliche "The sequel to Peter Pan and Wendy"!). Viele der Zuschauer haben vermutlich aber vorher nichts von der englischen Band gehört. Aber auch bei denen kamen sie bestens an, die Stimmung im Amp war nämlich ausgezeichnet.

Das Set war ein anderes als vor ein paar Tagen, was bei mir weitere Pluspunkte eingebracht hätte, wäre das noch möglich gewesen. Neu war für mich "Better to know" von "America Demo", das ich noch nicht live gesehen hatte. Nicht neu war aber, daß es so viele kleine Momente gibt, die einfach zauberhaft sind. Julia und Simon sind nicht nur Musiker, sie sind auch große Entertainer. "
Julia, we don't live in the 60's" beginnt live wie auf Platte mit der Flöteneinlage der Sängerin. Sie nutzte die Metallflöte aber erst einmal für ein wenig "Scarborough fair". Den Interpreten, der das traditionelle englische Lied auch einmal gesungen hat, imitierte Simon wieder bei" Heroin". In Köln hatte er offenbar spontan "Heroin" als Tom Waits und Bob Dylan gesungen. Daran hatte er scheinbar ähnlich viel Spaß wie das Kölner Publikum, im Amp fing er "my heroine is on heroin" wieder mit Bob Dylan Stimme an!

Nach "
"Julia, we don't live in the 60's" (und dem Abfeuern einer kleinen Konfettibombe) kündigte Simon das letzte Lied an. Julia erwiderte: "No, it's not our last song." Er kontrollierte die Setlist, hielt den kleinen Zettel, der unter ihrem Keyboard lag, hoch und beschwerte sich, daß er mit so etwas arbeiten müsse.

Wirklich der letzte Song vor den Zugaben war "
Our daughters will never be free", das ich schon immer mochte, das mich aber im Amp vollkommen vom Hocker gerissen hat. Im Gegensatz zu den zwei oder drei Versionen, die ich kenne, ist das Lied live viel spärlicher arrangiert. Am Anfang ist da nur Julias traumhafte Stimme, dann setzt der Bass von Kate Newberry ein. Und die Stelle war für mich die schönste des Abends!

Die Zugaben waren diesmal "Pete Doherty", das Simon alleine sang und am Ende "We hate the kids". Dazwischen spielten sie "Heroin", mit einem Moment, der mir auch eine Antwort auf meine Ausgangsfrage, warum ich die Indelicates so sehr liebe, gab. Nach seiner Bob Dylan Strophe hatte Simon den Faden verloren. "Wie geht es weiter, Julia?" - "She's not dirty, she's past thirty".

Konzerttermine The Indelicates:

02.05.08 Biel, Schweiz
03.05.08 Berlin, Bang Bang Club
05.05.08 Wien, B72
06.05.08 Dresden, Beatpol
07.05.08 Erfurt, Engelsburg
14. - 16.08.08: Frequency Festival Salzburg

Setlist The Indelicates, Amp, Münster:

01: The last significant statement to be made in Rock'n'Roll
02: Sixteen
03: America
04: Stars
05: New art for the people
06: Fun is for the feeble minded
07: Vladimir
08: Better to know
09: Julia, we don't live in the 60's
10: Unity Mitford
11: Our daughters will never be free

12: Waiting for Pete Doherty to die (Z)
13: Heroin (Z)
14: We hate the kids (Z)

Links:

- aus dem Archiv:
- The Indelicates, Köln, 24.04.08
- The Indelicates, Köln, 04.10.07
- The Indelicates, Frankfurt, 30.09.07



 

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