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Dienstag, 20. Dezember 2016

Martha Rose, Paris, 07.12.16

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Konzert: Martha Rose
Ort: Le Motel
Datum: 07.12.2016
Zuschauer: etwa 40


Manchmal ist Facebook doch eine sinnvolle Erfindung! Hätte nämlich mein bayerischer Bloggerfreund Eike mir keine Event Einladung für das Pariser Konzert der in Berlin lebenden Britin Martha Rose geschickt, ich hätte es glatt verpasst!


Dabei verfolge ich seit 2013 eigentlich ziemlich genau was Martha Rose so treibt. Damals hatte ich sie zufällig über gemeinsame Musikfreunde beim End Of The Road Festival kennengelernt* und in der Folge glatt zu einer meiner OP Sessions nach Paris eingeladen. Das Wohnzimmerkonzert mit ihr war wundervoll und die Wahlberlinerin war auch ansonsten ein sehr angenehmer, höflicher, liebenswürdiger Gast.

2014 kam sie dann noch einmal nach Paris um ein paar Songs ihrer selbstverlegten EP im Plattenladen Balades Sonores vorzustellen, dann aber hörte ich eine Weile nichts mehr von ihr.


Nun hat also Martha inzwischen ihr erstes richtiges Album Spit auf einem deutschen Label namens Treibender Teppich auf Vinyl rausgebracht und glücklicherweise stattete sie ihm Rahmen ihrer kleinen Tour hierzu der französischen Hauptstadt einen Besuch ab. Austragungsort des Konzert war das kleine aber feine Motel, in dem immer sehr viele Indiemusiker und Musikliebhaber abhängen. Auch an jenem Montag im Dezember war es wieder gut besucht und leider wurde auch dieses Mal teilweise zu viel geschwatzt während Martha und ihre beiden Berliner Musiker spielten. Da gibt es dann immer ein paar respektlose Plaudertaschen die in unmittelbarer Nähe zur kleinen Bühne lautstark ihren letzten Abend beschreiben und dabei keinerlei Rücksicht auf die Künstler nehmen.

Aber ich war viel zu gut gelaunt und froh die Britin wieder mal live zu erleben, um mir davon den Abend versauen zu lassen. Ich versuchte einfach mich nur auf das Konzert zu konzentrieren und mich nicht über die Plauderer zu ärgern.

Musikalisch wurde hier so einiges geboten. Am Anfang spielte Martha ein traditionell klingendes Folklied (Hares On The Mountain), aber im Laufe des Abends wurde eher flotter Indiepop als karger Folk gespielt. Alles klang wahnsinnig frisch, lieblich und melodiös und die wundervolle Stimme von Martha schwebte über allem. Die beiden Jungs in der Band steuerten die catchy Gitarren bei. Ansteckend auch die Fröhlichkeit von Miss Rose, die wie immer sehr charmant lächelte und sichtlich Spass hatte.


Einiges war richtiggehend tanzbar, so zum Beispiel der Uptempo Song Can't Not Say oder der tolle Titelsong Spit, aber es gab auch melancholische, dreampoppige Titel wie Kiss Me, bei der die Stimme von Rose regelrecht Kapriolen schlug. Mann war das charmant !

Dann aber immer wieder schnelle Lieder mit viel Rhythmus und Popappeal wie z.B Cowcat, das hinsichtlich der Gitarrenparts fast an Motorama erinnerte, stimmlich nicht weit von Kate Bush entfernt war. Stark auch der Midtempo Song Lips.



Gegen Ende wurde es im Motel immer ausgelassener und immer mehr Leute tanzten. Dass das neue Lied Infanta auf Anhieb so grandios rüberkam, lässt auf ein wundervolles zweites Album hoffen. Aber so weit sind wir noch nicht, feiern wir erst einmal den ersten Longplayer Spit gebührend ab! Ein Album, das man unbedingt gehört haben sollte!

Setlist:


* sie spielte Geige in dem Projekt Laish von Danny Green. Danny hat heuer auf Talitres ein neues Album veröffentlicht.



Freitag, 25. Januar 2013

Meeting mit Peter Hook (Warsaw, Joy Division, New Order), Paris, 21.01.13

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Meeting mit Peter Hook (Warsaw, Joy Division, New Order)
Ort: Le Môtel, Paris
Datum: 21.01.2013
Zuschauer: sehr viele, etwa 150
Dauer: etwa 40 Minuten Interview



Kein böses Wort über Barney Sumner oder die schmerzvolle Trennung von New Order, keine Auseinandersetzung mit der der Frage, was die übrigen alten Bandmitglieder von Joy Division oder andere der Gruppe Nahestehende davon halten, daß er, Peter Hook, mit alten Joy Division Alben auf Tour gegangen ist.

Klarer Fall, daß hier war eher eine Promoveranstaltung als ein kritisches Interview mit Peter Hook.

 

Hooky war extra nach Paris gekommen, um seine beiden inzwischen auf französisch übersetzten Bücher "Unknown Pleasures- Joy Division vu de l'interieur" und L'Haçienda- la meilleure façon de couler un club"* zu vermarkten und im kleinen Indieschuppen Le Motel dem englischen Moderator Rede und Antwort zu stehen. 


Die kleine Herrenrunde wurde aufgelockert durch die charmante Übersetzerin und Dolmetscherin Suzy Borello, der es zu verdanken ist, daß die Franzosen die Werke nun in ihrer Landessprache lesen können.

 

Hooky, Suzy und der mir nicht namentlich bekannte Moderator saßen auf der kleien Fäche, die ansonsten hier meist von lokalen Bands als Bühne genutzt wird  und unterhielten sich äußerst entspannt und angeregt. Erstaunlich wie gelöst Peter Hook wirkte. Er lächelte oft, bewies Charme und Witz und schien sichtlich Spaß an der Veranstaltung zu haben. All diejenigen, die einen agressiven,verbitterten Kotzbrocken erwarteten, wurden eines Besseren belehrt. Der ex-Bassist von Joy Divion war die Ruhe selbt, sprach mit sanfter Stimme, lobte immer mal wieder die engagierte Übersetzerin und ging extensiv auf die Fragen ein.



Warum er denn mit den alten Platten von Joy Division auf Tour gegangen sei? Na, weil die Lieder nach wie vor großartig seien und viele unbekannte Songs schon damals eher selten gespielt wurden. Insight sei so ein Beispiel, ein klasse Song, den nicht viele kennen. Er habe sich von Bobby Gillespie von Primal Scream inspirieren lassen, der mit Screamadelica getourt war. Warum nicht selbst noch einmal mit den alten Songs von Joy Division durch die Städte ziehen? Das gab es nie nach dem Tode von Ian Curtis und das sei rockhistorisch gesehen ein Kuriosum. Keine spezielle Tour zum 10, 20 oder 30 Jährigen Jubiläum der Alben Closer oder Unknown Pleasures, keine Festivalauftritte mit Joy Division Material, nichts. Aber gut, das habe daran gelegen, daß New Order eben noch aktiv war. Als er dann bei New Order ausgestiegen ist, hatte er plötzlich wieder die Zeit und Muße sich mit Joy Division zu beschäftigen.  Erst 2010 habe er noch einmal die Platten gehört und festgestellt, daß die Lieder super und gut gealtert seien. Dem Produzenten Martin Hannett habe er auch jetzt, 33 Jahre (!) später, die ihm damals zu glattgeschmirgelte Produktion verziehen. Er habe damals lieber wie The Clash oder The Sex Pistols klingen wollen. Überhaupt The Sex Pistols. Als er Barney, Ian und Stephen1976 das kultige Konzert der Pistols in Manchester in der Lesser Free Trade Hall gesehen haben, wussten sie, daß sie auch als Band durchstarten wollen. Zudem habe er, Hooky, sich gesagt: "was die da machen, das kannst du auch." Led Zep, die er sehr schätze, habe er in dieser Zeit auch gesehen, aber die zu kopieren war ihm musikalisch viel zu anspruchsvoll, das traute er sich nicht zu. Joy Divison wollten also ein wenig wie die Pistols klingen, beziehunsgweise genauso energiegeladen und wild live auftreten, aber auch von The Doors waren sie besessen und stark beeinflusst.


Da hakte dann der Morderator ein, sagte The Doors seien unter Tausenden erkennbar durch das markante Orgelspiel von Ray Manzarek, Joy Division hingegen durch das einzigartige Basspiel von Hooky. Der Gelobte nahm das Kompliment gerne an und klopfte sich selbst auf die Schulter: "ja, stimmt, keiner spielte und spielt den Bass wie ich und das Tollste für mich ist, wenn junge Musiker auf mich zukommen und mir sagen: "ich habe deinetwegen mir dem Basspielen angefangen. Diese Art von Selbstbeweihräucherung wirkte aber nie zu penetrant oder unangenehm, weil Hooky dabei immer schelmisch grinste und das Ganze mit einem gewissen Augenzwinkern versah. So als wolle er ausdrücken: "tut mir leid, ich spreche einfach nur Wahrheiten aus, so ist es eben" Gleiches Bild als Hook sagte: "Manchester ist immer noch die wichtigste und einflußreichste Musikstadt der Welt, wer wolle das ernsthaft bestreiten?" Fast hätte ich reingerufen: "was ist denn mit Brooklyn oder Portland, Oregon?", aber dazu kam ich gar nicht, weil der englische Moderator meinte: ist Liverpool nicht die wichtigste Musikmetropole der Welt? (Anmerkung von mir: die sind lustig, die Engländer!).


Wie ein gütiger Lehrer gab sich Hooky beim Thema Auftreten einer jungen Band. Man müsse 100 % an sich glauben und denken, man sei großartig, sonst könne man das den Leute nicht übermitteln. Aber man müsse auch ziemlich bescheuert sein und kein Sicherheitsdenken haben. Es sei sicherlich vernünftiger, einen ordentlichen Beruf zu ergreifen. Sie selbst seien damals enthusiastisch, aber auch sehr naiv gewesen, hätten nie geglaubt, daß es mal einen solchen Kult um die Band geben würde. Aber er wolle nicht verschweigen, daß er es dadurch zu Wohlstand gebracht habe. Seine beiden Wagen seinen jedenfalls keine Gebrauchten ("no crappy cars"), sondern eher ziemlich tolle Modelle. Er könne sich wahrlich nicht beschweren, wisse aber, daß er ziemlich viel Glück gehabt habe. Wenn er neben dem frühen Tod von Ian Curtis etwas bedauere sei das, daß so viele Mithelfer der ersten Stunde heute nicht finanziell von dem Boom profitierten könnten, Martin Hannett (der Produzent), Rob Gretton (der Manager von Joy Division und New Order) und Tony Wilson (der Labelboss von Factory) seien tragischerweise so früh gestorben.

 


Bezüglich New Order gab er sich diplomatisch und pragmatisch. Für die Fans sei es doch toll, daß man 2013 die Chance habe, New Order gleich in zwei Bandformationen zu sehen, ihn als Peter Hook and The Light, der mit Movement ("the album sounded like Joy Division but it had New Order Lyrics") und Power, Corruption and Lies auf Tour gehe und New Order mit Barney. Diese beiden Alben seien ihm in der Diskografie sowieso am liebsten, während Barney sie nie wirklich mochte, weil sie noch so viel mit Joy Division zu tun hatten.

 


Über das Thema Haçienda wurde nicht viel gesprochen. Der fatale Niedergang des falsch geführten Nachtclubs in den New Order viel eigenes Geld gesteckt hatten, blieb weitestgehend außen vor, wichtiger war das Thema Joy Division. Hooky habe das Buch geschrieben, um als Insider die Sachen darzustellen und auch mit gewissen Fehlvorstellungen aufzuräumen. Ohne es gelesen zu haben: eine Abrechung mit den anderen Bandmitglieder scheint es keinswegs zu sein. Eher eine persönliche Darstellung mit der Distanz der Jahre, die dazu führt, daß man über einiges heutzutage eher lachen kann. Peter Hook liebt Joy Disbion, es ist ein ganz wichtiger Teil seiner Existenz. Als reine Coverband will er Peter Hook and The Light aber nicht verstanden wissen. Das habe in England immer so einen ranzigen Beigeschmack. Bei ihm geht es vielmehr darum, die Lieder nicht sterben zu lassen und wie oben geschildert auch unbekanntere Songs ins Rampenlicht zu stellen.


Auch das ähnlich chaotisch wie die Hacienda geführte Factory Label kam kurz zur Sprache. Erstaunlicherweise meinte Hooky hierzu, daß Factory die Art und Weise, wie Record Labels arbeiten, entscheidend geändert hätte. Da fragte ich mich natürlich: "wie meint er denn das jetzt? Factory ist durch Missmanagement pleite gegangen, Maßstäbe im ordentlichen Führen eines Labels haben sie in wirtschaftlicher Hinsicht ja wohl keine gesetzt. Aber nun gut, solche Interviews sind dann trotzdem oft zu kurz, um mehr in die Tiefe zu gehen und Vorgänge richtig zu erklären.

 

Dennoch: immerhin stand Peter Hook 40 Minuten lang Rede und Antwort und nahm sich dann noch alle Zeit der Welt, um Bücher zu signieren und für Erinnerungsfotos zu posieren.

Auch mein Konzertticket von dem Sensationsgig im Trabendo hat er unterschrieben. Der Gig wurde von den Lesern eines sehr bekannten Pariser Newsletters deutlich auf Platz eins gewählt, bei mir landete die Show auf Platz zwei.

Wo wird Peter Hook am Ende des Jahres 2013 mit Movement und Power Corription & Lies landen? Sicherlich weit vorne!



* In der englischen Originalausgabe heißen die Werke "Unknown Pleasures: Inside Joy Division" und "The Haçienda: How Not To Run A Club"



Montag, 1. Oktober 2012

Paper Beat Scissors, Paris, 27.09.12

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Paper Beat Scissors
Ort: Le Môtel Paris
Datum: 27.09.12
Zuschauer: etwa 40
Konzertdauer: ungefähr 40 Minuten

Aus Kanada kommen die tollsten Musiker, das sollten wir eigentlich längst alle wissen. Zumindest Grammy-Gewinner Arcade Fire kennt ja auch jeder, allerdings nicht jene Musiker, die mit Mitgliedern von Arcade Fire kollaborieren und teilweise beachtliche eigene Alben herausgebracht haben. Mike Feuerstack alais Snailhouse ist zum Beispiel ein solcher. Hat etliche hervorragende Longplayer auf seiner Habenseite und hat neben Julie Dorion eben auch schon mit Jeremy Gara, dem Drummer von Arcade Fire zusammengearbeitet.

Mike Feuerstack spielt auch auf dem exquisiten Album von Tim Crabtree alias Paper Beat Scissors Gitarre und hat es sogar mitproduziert. Und gemixt hat das Ganze....klar, Jeremy Gara von Arcade Fire!


Tim Crabtree bräuchte aber dieses ganze Namedropping eigentlich gar nicht. Seine durch Mark und Bein gehende Stimme ist dermaßen markant, daß man sie einfach nicht mehr vergisst und seine Songs sind so gefühlvoll intensiv und brutal schön, daß man ihnen mit Haut und Haaren verfällt. Ging mir zumindest so. Schon nachdem ich die Killerballade Rest Your Bones zum ersten Mal gehört hatte, war ich süchtig nach ihr. Der greinende Gesang von Crabtree und die wunderschönen Hornarrangements setzten mich einfach emotional schachmatt.



Natürlich spielte Crabtree diesen Song und anderer ähnlicher Güte auch heute beim letzten Konzert seiner Europatour durch kleine Clubs, was im Pariser Môtel stattfand. Leider aber war die Wirkung nicht ganz so groß, was keineswegs an dem sehr engagierten Musiker, sondern den unverschämt laut schwätzenden Leuten lag. Die scherten sich einen Scheißdreck darum, daß kurz vor ihnen auf der winzigen Bühne jemand alles gab, sich die Seele aus dem Leib schrie, den Mund zur Grimasse verzog, um sein Werk den Leuten nahezubringen. Am liebsten hätte ich diesen Störenfrieden schallende Ohrfeigen verpasst oder sie per Fußtritt in den Arsch nach draußen befördert! Weil ich aber keine Krawalle wollte, hielt ich mich dann doch zurück. Das Set des Kanadiers war unterdessen phssenweise untergegangen. "Die Bedingungen waren einfach mies", redete er hinterher dann auch Klartext, war aber kurze Zeit später schon wieder besserer Dinge. Er weiß nun eben, daß man es als noch unbekannter Künstler in eienr fremden Stadt wahnsinnig schwierig hat, ist sicherlich nicht zum ersten Male mit Ignoranten konfrontiert gewesen. In Hamburg beim Reeperbahn Festival allerdings, da sei alles hervorragend gewesen, ließ er mich noch wissen, bevor er seine Sachen zusammenpackte.



Ich wünschte ihm noch eine gute Reise nach Halifax und bat ihn, Kanada von mir zu grüßen. Diesem Land der Ausnahmemusiker. Crabtree wird sicherlich seiner Heimat alle Ehre machen und definitiv in Zukunft noch bessere Shows mit einem aufmerksameren Publikum bekommen!

Setlist Paper Beat Scissors, Le Môtel, Paris

01: Folds
02: Once
03: Forgotten
04: Morning Theft (Jeff Buckley)
05: Flicker

06: Watch Me Go
07: Tendrils
08: Rest Your Bones
09: Be Patient


Sonntag, 23. September 2012

Amanda Mair, Paris, 21 & 22.09.12

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Amanda Mair
Orte: Le Môtel und L'Institut Suédois, Paris
Daten: 21 & 22.09. 2012
Zuschauer: Môtel: etwa 30, Institut Suédois gut 200
Konzertdauer: jeweils etwa 35 Minuten



Hätte ich das Debütalbum der extrem jungen Schwedin Amanda Mair (wie alt ist sie? 17? 18?) vorher gehört, wäre ich höchstwahrscheinlich nicht zu ihren beiden kurzen Pariser Konzerten an diesem Wochenende gegangen. Viel zu glatt und poppig ist das Ganze geworden, ohne jede Ecke und Kante, überzuckert und mainstreamlastig produziert. Allein schon das Cover, wie eine Werbung für ein Deo!



Vielleicht war dies auch der Grund, daß das ursprünglich in der 500 Zuschauer fassenden Flèche d'or zusammen mit Helio Sequence (USA) geplante Konzert am Freitag weger schwacher Vorverkaufszahlen gecancelt wurde. Zum zweiten Mal in diesem Jahr im Übrigen, denn schon vor ein paar Monaten war Amanda Mair (damals mit La Sera) hier angesetzt gewesen, bevor der Gig kurzfristig abgesagt wurde.



Die arme Amanda, nun musste sie ersatzweise mit dem winzigen Le Môtel vorlieb nehmen. Ein eher ranziger Ort, in dem sich in der Regel kleine französische Indiebands vor ein paar Freunden abmühen und erste Erfahrungen sammeln. Allerdings auch eine Kultstätte, weil hier viele Musiker verkehren, die Location als After Show-Ort sehr beliebt ist und hier auch schon Asse wie Liz Green, Loney Dear, Mina Tindle und Peter Doherty gespielt haben.



Als ich gegen 21 Uhr ins Môtel eintrat, spielte Amanda auf der winzigen Bühne gerade ihr erstes Lied auf ihrem elektrischen Piano. Die Köpfe der bereits anwesenden Leute vor mir erschwerten mir den Blick auf die Sängerin. Erst später konnte ich erkennen, wie puppig das Küken aussah. Aber Pluspunkte für niedliches Aussehen wollte ich heute, wie auch sonst, keine verteilen.



Mir fiel ziemlich bald unangenehm auf, daß viele Leute, die auf den Sofas rumhingen, laut plapperten. Das war in diesem winzigen Raum besonders störend, da man teilweise Schwierigkeiten hatte, den Gesang und die Ansagen zwischen den Songs zu verstehen. Dabei war die Stimme von Amanda wirklich schön. Den in der Presse oft gebrachten Kate Bush-Vergleich konnte ich allerdings nicht nachvollziehen, ich hörte wenn überhaupt gewisse Parallelen zu Frida Hyvönen, vielleicht auch deshalb, weil beide Pianistinnen sind. Allerdings waren die Texte von Amanda weit von dem herrlichen Zynismus und der Ironie von Frida entfernt. Ihre Lieder drehten sich um den typischen Liebeskummer bei Teenagern und ähnliche Themen. Allerdings muss man bedenken, daß Amanda beim Schreiben der Lyrics teilweise erst 15 Jahre alt gewesen ist und man insofern kaum ein reifes Songwriting erwarten kann. Milde im Urteil ist also gefragt und es wäre ungerecht, Amanda Mair jegliches Talent abzusprechen. Ich traue es ihr durchaus zu, in den nächsten Jahren bessere Texte zu schreiben und auch interessantere Arrangements hinzukriegen. Die Stimme ist da, das Gefühl auch und das Pianospiel wußte ebenfalls zu betören.



In der Vergleich zum Album reduzierten Variante gab es ein paar Lieder mit Potential. Skinnarvisberget, ein Lied über einen Berg (klar!) bei Stockholm und Leaving Early gehörten sicherlich dazu. Letztgenannter Titel hatte wirklich eine gute Melodie und zumindest die Qualität eines "guilty pleasure".



Am nächsten Tag spielte Amada dann das Ganze nochmal im äußerst gut besuchten schwedischen Kulturinstitut. Diesmal musizierte sie an einem wundervollen klassischen Konzertflügel und nun konnte man auch ihre Stimme deutlich besser und nuancierter hören. Die Leute standen dicht an dicht, hörten bis auf wenige Ausnahmen still und bedächtig zu und spendierten der jungen Dame ordentlich Beifall. Hier wurde nochmal deutlich, daß Amanda Mair Talent hat und zukünftig definitiv in der Lage sein wird, bessere Alben zu produzieren. Sie müsste sich mit den richtigen Leuten umgeben, vielleicht mal Loney Dear oder Anna Ternheim zu Rate ziehen und fragen, wie die ihre Songs schreiben. In der schwedischen Musikszene gibt es so viele gute Künstler, da muss es doch möglich sein, der hübschen Amanda auf die Sprünge zu helfen, oder etwa nicht?

Setlist Amanda Mair, Le Môtel, Paris:

01: Doubt
02: You've Been here Before
03: House
04: Before
05: Leaving Early
06: Sense 
07: Skinnarviksberget




Donnerstag, 7. Oktober 2010

Liz Green, Paris, 06.10.10

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Konzert: Liz Green
Ort: Le Môtel, Paris
Datum: 06.10.10
Zuschauer: 30 oder so
Konzertdauer: halbe Stunde


Liz Green aus nächster Nähe, sozusagen gleich vor meinen Füßen in einem winzigen Pariser Schuppen. Wie toll ist das denn? Sehr toll natürlich, schließlich ist Liz eines der größten Talente der britischen Folkszene!

Aber wie kam es zu diesem ungewöhnlichen und intimen Gig, der zudem gratis war? Hätte eine Liz Green nicht eine größere Location verdient gehabt? Nun, dazu muss man wissen, daß die hochtalentierte Chanteuse aus Manchester bei zwei Titeln des Albums der Pariser Indieband Villeneuve mitgewirkt hat und auch höchst erfreulicherweise beim heutigen Konzert von Villeneuve im Café de la Danse live in Erscheinung trat. So blieb ihr nur noch die Möglichkeit einer Aftershow, denn schon am morgigen Tage wird sie nach Australien aufbrechen. Ihr Stelldichein im winzigen Motel war also stark improvisiert und seitens der Künsterlin enorm großzügig. Ich denke nicht, daß sie eine Gage bekommen hat. Ihr Kurzauftritt- ein Geschenk an die Pariser! Danke Liz!

Ist sowieso ein tolles Mädel, diese rothaarige Engländerin. Ihr natürliches, humorvolles und eigenwilliges Wesen sucht in der heutigen Welt der kühlen Arroganz ihresgleichen. Sie scheint aus einem anderen Zeitalter zu stammen, ich könnte sie mir gut in einer Verfilmung eines Jane Austen Romans vorstellen. Ganz sensationell ist ihre Stimme. Bluesig/soulig/jazzig und wie von einer alten Grammofonplatte stammend. Keine Ahnung wo sie diese Töne herholt!

Im Motel spielte sie ein halbes Dutzend Lieder, deren Namen sie in einem kleinen Büchlein eingetragen hatte. Setlisten auf einem Zettel gibt es bei ihr nicht. Ich kannte nicht alles, aber gleich zu Beginn spielte sie den Rambling Man und danach Bad Medecine, bereits jetzt so etwas wie ein Klassiker. "We've got no way out, we have got no way out of this" singt sie in dieser einschmeichelnden Blues-Ballade, die eigentlich weltbekannt sein müsste. Aber Liz Green wird ihren Weg gehen, dessen bin ich mir sicher. Obwohl sie bisher nur zwei EP's veröffentlicht hat, ist ihr Songmaterial bereits jetzt beachtlich. Midnight Blues, French Singer, Grinnin' In Your Face, soviele Lieder mit Potential! Und sie arbeitet fleißig an neuem Stoff, denn nächstes Jahr soll endlich das Debütalbum erscheinen. Kein Wunder also, daß das letzte Lied des heutigen Abends noch gar keinen Titel hatte. Inhaltlich ging es um das Meer und ich wäre am liebsten mit Liz auf große Bootstour gegangen. Aber das ging natürlich nicht, sie musste ja weiter nach Australien und zwar mit dem Flugzeug!

Toll!



Mittwoch, 11. November 2009

Peter Doherty, Paris, 10.11.09

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Konzert: Peter Doherty

Ort: Le Motel
Datum: 11.11.2009



Aus dem winzigen Motel erreichte mich am späten Abend die Nachricht, daß Peter Doherty dort ein paar Liedchen gespielt haben soll. Warum sagt mir bitte schön niemand Bescheid? Eigentlich war ausschließlich die junge Engländerin Anto Dust dort angesetzt. Meine Freundin Anne-Line war aber dabei und vielleicht liefert sie uns ein paar Bildchen (hier bei Twitter kann man schon ein paar sehen) und die Namen der dargebotenen Lieder...

Macht sie doch glatt! Peter kam mit seiner Freundin Céline (das ist die brünette Ballettänzerin in seiner Band), da Babyshambles Bassist Drew MacConnell mit oben erwähnter Anto Dust zusammen ist und Doherty sich ansehen wollte, was die Auserwählte seines Bandkollegen so drauf hat. Die Setlist von Peter war natürlich kurz, aber nicht unspektakulär:

01: Don't Look Back Into The Sun (The Libertines)
02: Can't stand Me Now (The Libertines)
03: She Loves You (The Beatles)
04: Happy Birthday (für einen Gast)

Danke für die Infos, Anne-Line!

Aus unserem Archiv:

Pete Doherty, Berlin, 07.08.09
Pete Doherty, Paris, 10.03.09
Pete Doherty, Paris, 09.03.09 (ausführlicher)
Pete Doherty
, Paris, 09.03.09
Pete Doherty, Paris, 28.11.08
Pete Doherty, Paris, 05.06.08


Sowieso war am 10.11. in Paris schon wieder die Hölle los! Eine nette Einladung für das Konzert der Rifles in der Boule Noire musste ich ausschlagen, weil ich im Glaz'Art weilte und auch A-ha spielten Take On Me in meiner Abwesenheit in Bobino. Interessiert sich hier jemand für die Setlist der Norweger? Mein Freund Cyril hat sie mir überliefert:

Setlist A-ha, Bobin'o-Paris:

01: The Sun Always Shines On TV
02: Riding The Quest
03: The Bandstand
04: Scoundrel Days
05: Stay On These Roads
06: Manhattan Skyline
07: Hunting High And Low
08: The Blood That Moes The Body
09: I Dream Myself Alive
10: And You Tell Me
11: Velvet
12: Train Of Thought
13: Suny Mystery
14: Forever Not Yours
15: Shadowside
16: Summer Moved On
17: Foot Of The Mountain
18: Cry Wolf
19: Analogue
20: The Living Daylights
21: Take On Me




Mittwoch, 28. Januar 2009

Loney, Dear, Paris, 27.01.09

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Konzert: Loney, Dear
Ort: Le Motel, Paris
Datum: 27.01.2009
Zuschauer: vielleicht 80
Konzertdauer: ca. eine Stunde



Die Nachricht erreichte mich in den Abendstunden des 26. Januar. Per MySpace Bulletin verkündeten die Betreiber des winzigen Pariser Pubs le Motel eine kleine Sensation:

Emil Svanängen aka Loney, Dear würde in dem Laden, der ansonsten vornehmlich die Pariser Nachwuchs-Musikszene beherbergt, ein akustisches Konzert geben! Ich war schwer beeindruckt. Ein Künstler, der im Jahre 2007 mit gleich zwei Alben auf Platz drei der äußerst angesehen Jahresbestenlisten der Musikzeitschrift Les Inrocks verteten war auf kleinstmöglicher Bühne, zum Anfassen sozusagen, das gibt es nicht alle Tage!

Leider hatte ich aber für diesen Abend schon etwas vor. Schließlich wollte ich zusammen mit meiner Frau zu den Kaiser Chiefs ins Olympia. Lange eingeplant, einen riesigen Spaß verheißend und somit unverzichtbar. Was tun? Nun, da der Papa nicht alles gleichzeitig machen kann, schickt er einfach andere ins Motel. In diesem Fall unseren treuen Leser Philippe D. Der hatte schließlich Loney, Dear in der Maroquinerie zum Konzert des Jahres 2008 gewählt.

Er war so unglaublich nett, mir eine Zusammenfassung des Abends zuzusenden. Diese will ich euch auch nicht vorenthalten:

Die Konzertbühne im Motel ist wirklich winzig! Weniger als 3 Quadratmeter, denke ich! Und der Raum ist ebenfalls nicht größer als ein überdimensionaler Schuhkarton. Er war zum Bersten gefüllt. Emil Svanängen erschien alleine mit seiner Gitarre, seine hübsche Begleiterin, die ansonsten Keyboard spielt, war also heute nicht dabei. Grund für sein überraschendes Erscheinen war eine Art Warm Up für eine zweimonatige Konzerttour durch die USA (zusammen mit Andrew Bird!). Da wollte er sich wohl in Europa noch ein wenig einstimmen und die Titel seines neuen Albums Dear John testen. Morgen (28/01/09) wird er den Eurostar nach London nehmen und in der St Giles Church auftreten.

Er hat etliche Lieder vom brandaktuellen Album gespielt, darunter Airport Surroundings, I Was Going Out, Summers, Violent, Harsh Words, Under A Silent Sea, aber auch alte Liveklassiker wie Carrying A Stone, I Am John und das absolut fabelhafte Sinister In A Way Of Hope. Die Stimmung im Publikum war logischerweise famos!

Und das tollste war, daß Emil nach wie vor seine grundsympathische, offene und zugängliche Art beibehalten hat. Als ich ihm nach dem Konzert das neue Album zum signieren vorlegte, schaute er sich in aller Ruhe das Cover und das Booklet an und schien vom Ergebnis überrascht. Er hatte die CD bisher noch nicht in der Endfassung gesehen...

Nach Europa kommt er wohl wieder im April. Darauf kann man sich jetzt schon freuen!

Merci mille fois à Philippe pour ce très bon résumé!

Links:

Videoclip Loney Dear- Aiport Surroundings
Videoclip Loney, Dear - I Am John





Mittwoch, 20. Februar 2008

The Yolks, Paris, 19.02.08

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Konzert: The Yolks
Ort: Le Motel, Paris
Datum: 19.02.2008
Zuschauer: ca. 100



Am Geburtstag meiner Schwester gab es ein Widersehen mit den Yolks.
Ihr erinnert Euch an die Band? - Ja, genau, die Yolks sind die jungen Pariser, die letztes Jahr in meiner Wohnung gespielt hatten und somit für die erste Oliver Peel Session (Trademark) verantwortlich waren. Anlaß für die Wohnzimmer-Einlage im letzten Dezember war Philippe's Geburtstag, der auf Grund von Platzmangel bei mir stattfand. Auch heute wurde wieder ein neues Lebensjahr eingeläutet. Daß der ursprünglich aus Schottland stammende Pariser Barry schon am 8. Februar 36 wurde, tat dabei nichts zur Sache. Und wie das bei Konzertjunkies nun einmal so ist, mußte natürlich mit Musik gefeiert werden! Da bot sich die kleine, aber feine Bar "Le Motel" als Austragunsort an. Hier spielen regelmäßig junge, aufstrebende Gruppen vor einem neugierigen Publikum und auch lokale Musikgrößen wie Syd Matters, die Huspuppies und andere, lassen sich gerne mal blicken.Als ich mit Cécile im Motel eintrudelte, war es allerdings noch sehr leer, selbst Barry, das Geburtstagskind (ein schöner deutscher Ausdruck, der sich nicht übersetzen läßt) war noch nicht da. Ich begutachtete ein wenig ein altes Poster von den Smiths (und fragte mich, wer von den Burschen um Morrissey denn Johnny Marr war*), dann ein anderes Plakat von Blur und schließlich auch ein Poster der Berliner Volksbühne. Irgendwann kam dann auch Barry angeschlichen und der wohnzimmerartige Raum - garniert mit Sofas und Sesseln- füllte sich langsam aber sicher. Auf der winzigen Bühne standen schon die Instrumente rum, aber die Yolks hatten noch Zeit vor der Tür einen Kebab runterzuwürgen, denn zunächst spielte der Folk-Barde Chapter 9 ein paar melancholische Balladen. Eigentlich sind Chapter 9 eine Band, aber heute war der Sänger Marc ganz alleine im Motel zu Gast und stellte sich zur Belustigung der Besucher als "Nous sommes Chapter 9" (wir sind...) vor. Die Musik des Fans von Wilco und Damien Rice war nicht übel und stimmte angenehm auf den Abend ein.

Gegen 21 Uhr 15 dann der Auftritt der Yolks und ähnlich wie bei der Oliver Peel Session (Trademark) marschierten sie auch heute wieder durch den Flur ein. Diesmal waren aber auch Laurent der Bassist und Olivier, der Batteur dabei. "Yesterday was saturday and tomorrow is monday" waren die ersten Strophen die man vernehmen konnte und das Intro leitete ein in "Snowing Holidays", ein sonniges Folk-Pop Stück, das die letzten Reste der Winterdepression verjagte. Inzwischen war es knackig voll geworden und man hatte engen Kontakt zu seinem jeweiligen Nachbarn. Wohl dem, der ein hübsches Mädchen neben sich hatte! Eine wohlig-warme Stimmung also, die mit "Why" fabelhaft untermalt wurde. Wie Sänger Arnaud erklärte, sollte uns das stark beatleske Lied an den Strand entführen. Man findet es übrigens auch auf der MySpace Seite der Band. "Spider House", das herrlich beschwingte "Lazy" (in dem auch wieder die Strophe "Yesterday was saturday" vorkam) und "Night Walk" folgten, bevor mit "Gym Tonic" (lustiges Spielwort) ein nagelneues Lied zum Besten gegeben wurde. Es sollte uns "in Bewegung bringen" und der flotte Titel im Stile von Herman Düne tat das auch, sofern man sich auf dem engen Raum denn bewegen konnte.

Ich selbst hatte mich entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten auf einen Sessel im hinteren Teil des Raumes gepflanzt, um ein wenig Platz zu haben. Neben mir schlummerte friedlich Pierre, der wohl etwas Schlafmangel mitgebracht hatte. Gähnend langweilig war es allerdings auf keinen Fall, denn die vierzig Minuten Konzertdauer vergingen wie im Fluge und das Set hielt auch noch unter anderem "Talk Too Much", "Twat" und das flamenco-artige "Sin Embargo" bereit, allesamt Stücke, die man sich bei MySpace in Ruhe anhören kann.

Der Abend hatte also wieder einmal bewiesen, daß die lokale Pariser Musikszene quitschfidel ist und es auch im Bereich Folk-Pop jede Menge Nachwuchs gibt. Und das Motel kann ich sowieso jedem empfehlen, der mal in Paris zu Gast ist.

Setlist The Yolks, Le Motel, Paris

01: Snowing Holidays
02: Why
03: Spider House
04: Lazy
05: Night Walk
06: Gym Tonic
07: Little Fish
08: Talk Too Much
09: Sin Embargo
10. Twat
11: Temptation

* der zweite von rechts, oder?



 

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