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Sonntag, 3. März 2013

Post Punk Revival mit Savages, The KVB und Motorama, Paris 2013

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Konzerte: Savages, The KVB, Motorama
Orte: Le Nouveau Casino, La Mécanique Ondulatoire, La Maroquinerie 
Daten: 23/02/2013; 13/02/2013; 25/02/2013
Zuschauer: jeweils ausverkauft
Konzertdauer: jeweils in etwa eine Stunde

Wer glaubte, das Post Punk Revival sei schon wieder beendet, täuscht sich. In den frühen 2000 er Jahren durch Bands wie Interpol, Yeah Yeah Yeahs oder The Rapture losgetreten, und in den Jahren um 2005 auf seinem Höhepunkt (Bloc Party, Maximo Park, Kaiser Chiefs) angelangt, verlief sich die Bewegung in den letzten Jahren mehr und mehr im Sande. Viele Bands hörten auf (The Rakes, The Long Blondes, The Dead 60s, The Cooper Temple Clause), entwickelten sich in eine andere Richtung, oder liefen ihren einstigen Erfolgen hinterher.
Inzwischen sind aber andere Gruppen hinzugestoßen, die weiterhin in der Tradition von Joy Divsion, der Gang Of Four, oder Siouxsie and The Banshees komponieren. The XX und ihr Minimalsound wäre zu nennen, aber auch Warpaint, The Horros, Wu Lyf oder The Soft Moon.


Savages (Photo Gilles B, merci) aus England scheinen mir in der Tat eine Mischung aus Joy Division der Gang Of Four und Siouxsie Sioux zu sein. Zumindest würden sie gerne so klingen. Die vierköpfige Girlgroup, angeführt von der androgynen Französin Camille Berthomier (John et Jehn) spielten am 23. Februar vor ausverkauften Haus im Nouveau Casino und waren so bemüht und so krampfhaft "dark and mean", daß es schon fast lächerlich wirkte. Camille ließ stimmlich demonstrativ Siouxsie Sioux raushängen, klang dabei aber eher nach einen gescheiterten Blues Sängerin als der New Wave Ikone. Mit ausladenden Armbewegungen schien sie Aerobic auf der Bühne zu betreiben, guckte saumäßig grimmig und keifte in ihre Mikro. Ihre weibliche Begleitband machte hierzu ordentlich Dampf und viel Krach, wirkte aber wie eine ambitionierte Schülerinnenband auf mich. Das war wirklich viel Lärm um nicht viel, wenngleich mir grundsätzlich der Gitarrensound und der knarzige Bass zusagte. Dummerweise gab es aber keinen einzigen Song der hängenblieb und so war das Ganze mehr Pose als sonst was. Die üppigen Vorschusslorbeeren waren Savages definitiv nicht wert.




Interessanter scheinen mir da The KVB aus England zu sein. Kölner kommen beim Erklingen des Namens immer sofort auf die Assoziation Kölner Verkehrsbetriebe, aber die sind hier sicherlich nicht gemeint. Stattdessen reden wir von einem enorm jungen, gemischten Duos, bestehend aus Kat Day (Keyboards) und Klaus von Barrel (Gitarre, Gesang, Keyboard). Die beiden spielten im gut gefüllten Gewölbekeller la Mécanique Ondulatoire und wussten durch ein paar beeindruckende Passagen zu gefallen. Ihr Sound ist hypnotisch, verhallt, psychedelisch und höllisch laut, die kreierte Atmospähre düster und gefahrverheißend. Zwar erfinden sie im Grunde genommen auch nicht viel Neues, klingen vielmehr wie eine Kreuzung aus Joy Divison, My Bloody Valentine und A Place To Bury Strangers, aber Tracks wie Shadows sind schon faszinierend. Die Mischung aus den feuerspeienden Gitarren,den treibenden Beats und der Grabesstimme von.. ließ mich jedenfalls nicht kalt und trieb meine  Puls nach oben. Allerdings standen zwei Spanierinnen vor mir, die trotz des gewaltigen Lärms ohne Unterlass plauderten.

So war der Genuß leider nicht ungestört und dies obwohl ich ganz weit vorne stand.


Schön aber, daß The KVB bei ihren Songs variierten. Da gab es elektronischere Stücke wie Never Enough, psychdelisch verhallte Sachen wie Leaning und eben die Noisekeule wie bei Shadows.


Von The KVB werden wir deshalb sicherlich noch öfter hören und nicht nur im Zusammenhang mit dem Kölner Nahverkehr. Das neue Album Immaterial Visions ist gerade erst erscheinen und dürfte in Indie Kreisen für Aufmerksamkeit sorgen.


 

Abschließend möchte ich hier auch noch kurz Motorama erwähnen. Die russische Band performte wie berichtet am 25. Februar in der ausverkauften Maroquinerie und zeigte, daß man auch völlig bombastfrei und ohne bleiernde Monotonie und Düsternis Post Punk spielen kann. Die Mischung aus den unverschämt flotten Ryhthmen und den herrlichen Melodien ging voll in die Beine und bestätigte meine äußerst gute Meinung der Truppe aus Rostov-On-Don.

 Unter dem Strich kann man sicherlich sagen, daß das Post Punk Revival noch gute Tage vor sich hat. The Cure, Joy Division, Siouxsie Sioux und Wire werden nach wie vor unzählige junge Gruppen in den kommenden Jahren beinflussen.



Sonntag, 8. April 2012

Dan Mangan, Paris, 06.04.12

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Konzert: Dan Mangan (Flip Grater)

Ort: La Mécanique Ondulatoire
Datum: 06.04.2012

Zuschauer: etwa 130
Konzertdauer. Dan etwa 75 Minuten, Flip Grater 30 Minuten



Der Kanadier Dan Mangan muss in Paris noch kleinere Brötchen backen als in Deutschland. Für den Publikumsliebling von Haldern und anderer deutscher Festivals reicht es in der Seine-Metropole noch nicht ganz zur großen Zugnummer. Sein für das Nouveau Casino (Kapazität: 400 Besucher) geplantes Konzert musste in die wesentlich kleinere Mécanique Ondulatoire verlegt werden, wo maximal 150 Leute Platz finden. Damit schien der sympathische Bursche aber schon sehr zufrieden zu sein: "Als ich beim ersten Mal hier spielte waren vielleicht 5 Leute da, beim letzten Mal etwa 30-40 und heute mindestens 3 mal soviele, es geht also aufwärts."


Und in der Tat, auch in Frankreich kommen so ganz langsam ein paar Leute auf den Geschmack. Allerdings bestand das heutige Publikum zu nicht geringen Teilen aus Kanadiern, oder vielmehr Kanadierinnen. Gleich neben mir hatte ein Grüppchen junger Mädels Stellung bezogen und feierte von Anfang bis Ende.

Vorangegangen war aber zunächst der recht kurze Auftritt der charmanten Flip Grater aus Neuseeland. Die Dame mit dem schicken Pagenschnitt und dem Stewardessen-Look sang mit sehr schöner Stimme reduzierte Foksongs auf ihrer Akustikgitarre und wusste durchaus zu gefallen. Leider aber bekam ich nur noch 3 Lieder mit, weil ich vorher im Meditations-Kurs war. Ich lerne da " im Hier und Jetzt zu sein" und weder an die Vergangenheit noch die Zukunft zu denken. Ein schwieriges Unterfangen und immer wenn ich da raus komme, bin ich irgendwie müde und matt vom vielen Nichtstun und Nichtsdenken. Deshalb fällt es mir auch schwer, viel über Flip Grater zu sagen, außer, daß ich mich gerne einmal näher mit ihr beschäftigen möchte, sie hat immerhin schon drei Alben herausgebracht, die zum Teil sehr gute Kritiken bekommen haben.

Meine Müdigkeit trug ich leider auch mit zum Konzert von Dan Mangan rüber. Es war ein seltsames Gefühl. Ich stand da apatisch und leer vor der Bühne und die jungen Mädchen neben mir waren in unglaublicher Partylaune, hüpften rum wie verückt und knipsten sich ständig selbst ab. Ich fühlte mich in ihrer Gegenwart wie ein launischer , alter Mann, der des Lebens schon ziemlich überdrüssig ist und auch in punkto Konzerte schon alles gesehen hat.


Dabei gaben sich Dan Mangan und seine Mistpieler allergrößte Mühe, mich und die Leute bei Laune zu halten. Von Anfang an schmetterten sie ihre Folkrocker mit viel Inbrunst und Einsatz und machten dabei einen Höllenlärm. Gut, daß ich Ohrenstöpsel dabei hatte, sonst hätte mich der zauselige Trompeter weggeblasen! Ganz zu schweigen von Dan, der wieder mal sang wie ein besoffener Matrose und mit seiner unfassbaren, herrlich würzigen Reibeisenstimme wahnsinnig auftrumpfte.


Performt wurden überwiegend Tracks vom letzten Output Oh Fortune (inklusive des starken Titelstracks!), aber auch Sachen von Nice, Nice Very Nice. Fast alles Uptempo-Nummern, die vordergründig fröhlich und stimmungsvoll waren, aber auch viel Melancholie intus hatten.



Als besonders schön vermerkte ich Leaves, Trees, Forest. Eine warmherzige Gitarrenballade mit tollen Harmonien und einer einschmiegsamen Melodie.



Aber auch Road Regrets ragte heraus, mit seiner flotten Akustikgitarre, dem polternden Bass und der einprägsamen Textpassage:" It's a crying shame." Die Kanadierinnen neben mir hüpften rum wie auf einer Abi-Fete, umarmten sich pausenlos und vergaßen nie laut kichernd, sich auch selbst noch einmal für die Ewigkeit festzuhalten. Fast gewann ich den Eindruck, daß vorne auch Hänschenklein hätte gespielt werden können, ohne die Stimmung einzutrüben, aber das war vielleicht nur so ein Gedanke von mir. Tatsache war aber, daß Dan das wilde Treiben von der Bühne aus genau verfolgte und auch sah, daß die Mädchen immer mit Blitzlicht rumknipsten. Da machte er plötzlich ein ganz braves Gesicht, posierte mitten im Lied und wurde prompt abgelichtet. Dan schmunzelte gütig und besann sich wieder auf seinen Song. Eine äußerst charmante Szene.

Kurze Zeit später wurde er ziemlich ernst, redete vom Irak Krieg und Geoge W.Bush, bevor ihn ein Zuruf aus dem Hintergund jäh unterbach. Er brummelte leicht genervt zurück: "Hey I am trying to be deep!", nahm dann aber wieder den Faden auf und erklärte das das nun folgende Post War Blues von verfehlter Außenpolitik handele. Auch dieser Song wieder enorm druckvoll und laut und trotz seiner Thematik und seines Titels nicht gerade an alte Bob Dylan Songs erinnernd.



Die Stücke wurden in der Folge kompromisslos und ohne großen Ansagen abgefeuert, bis man irgendwann das Pulver verschossen hatte und unweigerlich dem letzten Lied zusteuerte. Natürlich war es Robots, natürlich wurde mitgesungen ("Robots need love too") und natürlich ging Herr Mangan mitsamt seiner Gitarre durch das johlende Publikum. Trotz dieser Vorhersehbarkeit war es wieder toll und endorphinanregend.

Die Stimmung hatte seinen Höhepunkt erreicht und so war es nur normal, daß auch noch eine Zugabe her musste. Dabei schien es wirklich so, als habe die Band diese nicht eingeplant. Das Licht war schon angegangen und die fünf Musiker wirkten so, als wollten sie nun schleunigst oben an die Bar. Aber das Publikum ließ sie noch nicht so schnell ziehen und so gab es als Sahnehupferl noch das absolut wundervolle Tina's Glorious Comeback ("we're not Elvis anymore"), daß ein rundum gelungenes Konzert beschloß.

Es ist also sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis Mangan auch Frankreich im Sturm erobert.

Aus unserem Archiv:

Dan Mangan, Haldern, 13.08.11
Dan Mangan, Frankfurt, 05.06.11




Donnerstag, 20. Oktober 2011

Erin Lang & Edward Barrow & House Of Wolves, 17.10.11

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Konzert: Erin Lang & Edward Barrow & House Of Wolves

Ort:La Mécanique Ondulatoire, Paris
Datum: 17.10.11
Zuschauer: etwa 40


Die in Montreal lebende Kanadierin Erin Lang ist mir in den letzten Wochen ans Herz gewachsen. Ihr Album You Are Found läuft bei mir rauf und runter und auch ihre herzliche, natürliche Art hat es mir sehr angetan. Nachdem sie am 18. September im International gespielt hatte, waren wir ins Gespräch gekommen und sie erzählte mir ganz offfenherzig, daß sie mal mit Roger O'Donnell, dem Keyboarder von The Cure, liiert war. Noch immer verstünden sie sich gut und deshalb war sie auch zum Bestival 2011 (ein Festival auf der Isle Of Wight) gereist, wo die Kultband um Robert Smith aufgetreten war.

Einen Einflluss auf ihre Musik scheint The Cure aber nicht unbedingt gehabt zu haben. Statt Post Punk/New Wave dominieren bei Erin eher die leisen, folkig-ätherischen Töne. Sie verfügt über eine solch hauchzarte Stimme, daß man sich an Stina Nodenstam, Mazzy Star oder Isobel Campbell erinnert fühlt. Genau mein Wetter!

Schön also, daß Erin schon im Oktober zurück in der Stadt der Liebe war. Völlig aufgedreht und recht fassunglos erzählte sie mir vor ihrem Konzert von ihren verrückten Abenteuern auf der Tour. Zum Beispiel davon, daß ihr Cellist unterwegs abgesprungen war, höchtswahrscheinlich weil er gerade eine depressive Episode durchmacht. Abgefahren! Da verliert der zierliche Persönchen tatsächlich unterwegs ihr Bandmitglied (und nebenbei auch noch den Schlüssel zum Tourbus) , mit dem sie aus Kanada aufgebrochen war. Was tun? Örtlichen Ersatz suchen! Unglaublich, daß Erin in der Tat am Tage ihres Konzertes den französischen Violinisten Marius aufgetan hat, mit dem sie mittags probte und dann auch an diesem 17. Oktober abends live spielte.

Die beiden harmonierten wirklich prima zusammen und hätte ich es nicht gewusst, ich hätte nie gedacht, daß sie erst heute zueinander gefunden haben. Das Konzert war allererste Sahne und Erin stellte mir mit ihrem butterweichen, glockenklaren Gesang sämtliche Nackenhaare auf. Wow, war das atemberaubend intim! Wobei Erin Lang live eine Spur rockiger ist, als auf ihrer sehr getragenen CD (von der sie kein einziges Lied performte). Wenn sie E-Gitarre spielte, merkte man, daß in ihr Feuer lodert und sie nicht nur ein schüchternes kleines Mäuschen ist. Ab und zu griff sie wirklich beherzt in die Saiten und erinnerte dann fast an die frühe PJ Harvey oder Julie Doiron. Aber auch eine Kalimba kam zum Einsatz und dann wurde es ruhiger und exotischer.

Instrumententechnisch konnte Erin dennoch nicht aus dem Vollem schöpfen, denn wenn sie in Kanada ist, spielt sie mit ihrer Band The Foundlings (eine variable Anzahl befreundeter Musiker), in der es Trompete, Kontrabass, Mandoline und Akkordeon gibt. Allerdings nicht weiter tragisch, daß dies am Montag alles fehlte, da auch die abgespeckte Variante an jenem 17. Oktober ganz vorzüglich klang.

Wunderbarst!

Setlist Erin Lang, La Mecánique Ondulatoire, Paris:

01: Anchor
02: Threds
03: Taps
04: Carried Away
05: Kalimba
06: Quite
07: A Fire In This House



Anschließend waren die Herren an der Reihe. Zunächst erklomm der Franzose Edward Barrow die kleine Bühne, schnappte sich die Autoharp und spielte hochmelancholische Balladen, die er mit einer Fußtrommel untermalte. Sein barock-folkiges Set fand ich nicht durchgängig packend, aber mit Life Is Beautiful zauberte er ein unfassbar schönes Lied aus seinem nicht vorhanden Hut. Meine Güte war das wundervoll! Das setzt sich der Kerl allen Ernstes dahin und singt mit der traurigsten Stimme der Welt*, daß die Welt schön sei. Ein formidabler Widerspruch. Ich muss ihn im Auge behalten, zumal er sonst normalerweise mit einer Band unterwegs ist und dann sicherlich mehr Abwechslung in sein Konzert bringen kann, als dies heute der Fall war.



Ganz zum Schluß trat noch der amerikanische Singer/Songwriter Rey Villalobos aka House Of Wolves auf, der mit einer brüchig-wehleidigen, sehr leisen und an Chris Garneau erinnernden Stimme fragile Folkballaden auf der Akustischen vortrug und damit vor allem die Damen im Publikum verzauberte.

Auch er hat in seiner Heimat eine Band um sich, die er aber aus Kostengründen nicht mitbringen konnte. Aber auch solo und völlig reduziert, wußte und weiß er Herzen zu erwärmen!





* machen sagen, sie erinnere an Anthony von den Johnsons, ich tendiere eher zu Scott Walker.

Achtung: House Of Wolves am 20. Oktober im King Georg in Köln und am 21. Oktober in der Haldern Pop Bar in Rees-Haldern. Hingehen!




Mittwoch, 29. Juni 2011

Wu Lyf, Paris, 28.06.11

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Konzert Wu Lyf (Apes & Horses)

Ort: La Mécanique Ondulatoire, Paris
Datum: 28.06.2011
Zuschauer. etwa 150
Konzertdauer: ungefähr eine Stunde Wu Lyf, Apes & Horses circa 40 Minuten


Um Sackhaaresbreite wäre ich hier nicht reingekommen. Dabei hatte ich, nachdem ich ungefähr eine halbe Stunde bei brütender Hitze in einer Schlange gestanden hatte und dabei von jungen, trendigen Menschen eingekesselt worden war, eigentlich das Ziel so gut wie erreicht. Ich stand unmittelbar vor dem Eingang zum Keller der Pariser Mécanique Ondulatoire, wo das Konzert der gehypten Briten Wu Lyf stattfinden sollte. Dann aber hieß es: "Von nun an kommen nur noch Leute rein, die auf der Liste sind, Karten können keine mehr gekauft werden"...

Und auf einer Liste stand ich nicht, ganz im Gegensatz zu vielen blutjungen Mädchen, die die Band Wu Lyf vor zwei Wochen beim Fernsehsender Canal + gesehen und hinterher kennengelernt hatten und auf einem weißen Zettel vermerkt worden waren. Ich konnte es nicht fassen, da waren kurz vor mir noch die letzten Leute gegen Bezahlung von lediglich 5 Euro in den Keller runtergeklettert und ausgerechnet bei mir wurde der Cut gemacht. So was nennt man dann wohl Pech! Aber ich hatte noch Hoffnungen, denn am Empfang saß eine junge Dame, die für den Veranstalter Supermonamour arbeitet und mich aus der Vergangenheit gut kennt. Sie weiß, daß ich Blogger bin und hat mich bereits einige Male akkreditiert. Ohnehin habe ich einen Draht zu Supermonamour, denn mit Troy von Balthazar und Scout Niblett arbeiten sie auch mit zwei Künstlern zusammen, zu denen ich engen Kontakt pflege. Da sollte es für mich doch ein Klacks sein, hier und heute noch reinzukommen. Oder nicht? Irrtum! Man ließ mich nicht durch! Ich hatte aber kaum genug Zeit, um mich über mein Pech und die mangelnde Kulanz der Veranstalter zu ärgern (ich werde mir das merken, falls diese Leute mal zu einer exklusiven Session von mir kommen wollen!), als mir plötzlich jemand von hinten auf die Schulter tippte. Es handelte sich um den Sänger von Apes & Horses (Foto), den ich bereits zwei mal live gesehen hatte. Ich schilderte ihm mein Problem, fragte ihn ob er mich nicht über seine Liste einschleusen könne. Da verneinte er entschuldigend, sein Kontingent sei leider erschöpft. Doch beim Durchgehen der Namen fiel ihm ein, daß ein Bekannter von ihm kurzfristig abgesagt hatte und ich dessen Platz nehmen könnte. Plötzlich hieß ich also Alban (Name von der Redaktion geändert) und war drin!

Das Kellergewöbe unten war heiß und stickig, viele Teenager standen dicht an dicht, schwitzten wie die Tiere und warteten gespannt darauf, daß es losgeht. Aber bevor sie ihre Lieblinge Wu Lyf bewundern durften, mussten sie sich noch gedulden, denn zuerst waren Apes & Horses dran. Ein französisches Quartett, daß sich seit Monaten alle Auftritte in kleinen Clubs selbst organisiert und deutlich an Spielpraxis hinzugewonnen hat, seitdem ich sie das letzte Mal gesehen habe. Ihr melodisch-melancholischer Indierock klang wesentlich kompakter, tighter, souveräner als vor ein paar Monaten. Wirklich eine hoffnungsvolle Band, die mit Sicherheit mehr englische als französische musikalische Vorbilder hat. An die Tindersticks kann man denken, aber auch an Echo & The Bunnymen oder Calla.

Die Jungs gaben sich allergrößte Mühe, einen guten Eindruck zu hinterlassen und konnten sicherlich auch den ein oderen anderen Fan hinzugewinnen. Ihr Dank ging am Ende vor allem an Wu Lyf, denn diese hatten die Franzosen spontan dazu eingeladen, für sie den Support zu machen, nachdem sie die Burschen von Apes & Horses bei der Fensehsendung Canal + kennengelernt hatten.

Es folgte eine kurze Pause, um etwas Luft zu holen und dann war es um 21 Uhr 15 endlich soweit. Die vier Grünspechte von Wu Lyf aus Manchester bahnten sich den Weg durch das Publikum zur kleinen Bühne und hielten teilweise in meiner unmittelbaren Nachbarschaft noch Schwätzchen mit den Fans. Ein Franzose wollte von dem schüchtern wirkenden Drummer wissen, wer denn auf seinem T-Shirt zu sehen sei, als der Befragte aber antwortete "Frida Kahlo", konnte der Froschfresser mit der Antwort nichts anfangen. Er kannte Frida Kahlo nicht.

Aber es ging ja heute auch nicht um Malerei, sondern Musik. Musik, die laut Aussagen der Zeitschrift Les Inrocks in jeder Hinsicht revolutionär sei.

Schon nach zwei Titeln war aber spätestens klar, daß der Sound von Wu Lyf keineswegs revolutionär war. Die Newcomer spielten zwar beseelt und hochdynamisch auf, handwerklich waren aber Mängel nicht zu überhören. Da war zum einen der Gesang des Leadsängers Ellery Roberts. Krächzig, verraucht und wutschäumend, aber nicht immer sattelfest und oft forciert wirkend. Definitiv kein neuer Ian Curtis, eher ein englischer Caleb Followill auf Extasy. Und seine Band gab zwar alles, war aber nicht so brillant wie es die wirklich Großen der Indieszene sind, denen kaum noch Fehler unterlaufen.

Andererseits waren die zitierten Schwächen von Wu Lyf auch irgendwo ihre Stärken. Das Ungestüme, das Naßforsche, das Respektlose, das ihrem Gebaren innewohnte, hatte nämlich durchaus Charme, ja euphorisierte in den besten Phasen gar die Meute. Bei zwei bis drei Liedern (vor allem dem abschließenden Heavy Pop) ging wirklich der Punk ab und die Zuschauer hüfpten trotz der Hitze wie die Wilden durch den engen Keller.

Gut auch das Teamwork innerhalb Band, Wu Lyf vermittelten den Eindruck einer eingeschworenen, gut zusammenhaltenden Truppe, in der jeder gleich wichtig ist und zum Gelingen des Gesamten beiträgt.

Seltsam allerdings, daß der Sänger nicht in der Mitte, sondern am rechten Bühnenrand (vom Zuschauer aus) agierte. Seine elektrische Orgel stand auf einer hellblauen Tonne und aus dieser Ecke raus schrie er wie ein kastriertes Schwein. Ihm zu Unterstützung kam gesanglich vor allem der optisch an Bono erinnernde Basser, der Chöre und Singalong Passagen druch den Keller brüllte. Ein ziemlich selbstverliebt wirkender Kerl, in dessen Nähe ein eher stiller Gitarrist performte, der als einziger nicht das Hemd auszog, obwohl alle seine drei Kumpels spätestens ab dem dritten Lied mit nacktem Oberkörper dastanden. Das hatte etwas Pubertäres, ging aber durch, weil sowohl Band als auch Publikum wahnsinnig jung waren und ich mich ohnehin fragte, was ich in meinem biblischen Alter (fast vierzig) hier zu suchen hatte.

Peinlich war es allerdings nicht, als alter Knacker hier zu sein. Die epische Kraft, die übersteigerte Theatralik, die verhallten Gitarren und Stimmen, das furiose Schlagzeugspiel, es gab schon Gründe, warum die jungen Menschen im Keller das mochten.

Trotz gelungener Stücke wie Dirt oder Heavy Pop konnte man aber nicht wirklich von einer Sensation, geschweige denn Revolution reden. Die Maccabees beispielsweise spielen genauso zackig und rasant auf, haben in der Person von Orlando Weeks aber zudem noch einen wirklich außergewöhnlich guten Sänger zu bieten, dd/mm/yyyy sind ähnlich ungestüm wie Wu Lyf, haben aber noch mehr Ideen und weniger Pathos, und Oneida aus New York sind noisiger, abgebrühter und spielerisch klar besser.

Nach einer Stunde war also deutlich geworden, daß hier eine durchaus talentierte Band über die Bühne gefetzt ist, die aber definitiv nicht an frühere Lichtgestalten der Musikszene von Manchester wie Joy Division oder The Smiths heranreichen kann.

Seid also skeptisch, wenn euch jemand erzählen will, daß Wu Lyf das achte Weltwunder sind, lehnt sie aber auch nicht allein deshalb ab, weil so ein unverschämt großer Wirbel um sie gemacht wird.

Setlist Wu Lyf, La Mécanique Ondulatoire, Paris:

01: L Y F
02: Cave Song
03: Spitting Blood
04: Dirt
05: 14 Crowns For Me & Your Friends
06: We Bros
07: Summas Bliss
08: Concrete Gold
09: Heavy Pop




Donnerstag, 6. Dezember 2007

Julie Doiron, Paris, 05.12.07

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Konzert: Julie Doiron
Ort: La Mécanique Ondulatoire, Paris
Datum: 04.12.2007
Zuschauer: ca. 20 -25 (wenn man das Thekenpersonal mitrechnet)


"Danke , daß ihr gekommen seit, ich hätte gedacht, heute würde sich hier niemand einfinden!"

Wohlgemerkt, Julie Doiron richtete diese (aufrichtig gemeinten) Worte an ca. 20 Personen, die den Weg in die Kellergruft hinabgestiegen waren. Das mußte sie erklären: "da ich ja gestern bereits an gleicher Stelle gespielt habe und der Laden gerammelt voll war, bin ich davon ausgegangen, daß diejenigen, die mich sehen wollten, alle schon da waren; und außerdem gibt es ja bestimmt noch andere Konzerte heute in Paris." - Nun, das stimmte schon, aber ich hätte der symphatischen Kanadierin auch heute einen vollen Keller gewünscht, zudem Julie Doiron doch wirklich nicht so unbekannt ist. Seltsam, seltsam, die Indie- und Folkszene ist selbst in einer Weltstadt wie Paris sehr klein....

Sei's drum, ausgezeichnete Künstler in solch intimer Atmosphäre zu sehen, hat auch etwas für sich. Näher als heute konnte ich wirklich nicht dran sein und niemand, aber auch wirklich niemand versperrte die Sicht auf die Bühne. Wie auch, es saßen schließlich alle die da waren auf dem Boden! Ja, ja, im Schneidersitz gegen die Steinwände anlehnen war angesagt. War auch schon bei der als Vorgruppe auftretenden Lisa Li Lund so. Diese spielte feenhaften Elektro-Folk im Stile von Stina Nordenstam, oder den Mates Of States. Lustigerweise hatte ich die aparte Lisa, die wohl trotz des Namens Französin und nicht Schwedin ist, bereits kurz vorher getroffen. Und zwar als ich gerade die gemischte (typisch Frankreich!) Toilette verließ. Die junge Künstlerin wollte auch auf's stille Örtchen und war froh, daß das begehrte Plätzchen frei wurde. Sichtlich erleichtert konnte sie dann kurz später ein paar ihrer schönen Kompositionen vortragen. Zunächt ganz alleine am Keyboard, später an der Gitarre (ebenfalls alleine) und schließlich in Begleitung von Julie Doiron und ihrem schluffigen Schlagzeuger, der mit Flip Flops angekrochen kam. Das machen ja gerade die Angelsachsen sehr gerne, im Dezember fast barfuß rumlaufen, das gibt ihnen anscheinend einen Kick...

Nach einem abschließenden Liedchen alleine auf der Treppenstufe zog sich Fräulein Lund zurück und überließ Julie und ihrem Drummer die Bühne. Zunächst verschwanden aber die beiden noch einmal kurz. Zurück auf dem gekachelten Boden begann die Kanadierin, die sehr gut französisch spricht, mit "Snow Falls In November" interessanterweise also mit dem Lied, durch das ich auf die Künstlerin aufmerksam geworden bin. Man findet es auf dem Album "Goodnight Nobody". War dieses Lied noch ziemlich folkig, wurde es später noisiger und düsterer. PJ Harvey war musikalisch manchmal nicht allzu weit entfernt, aber das ist ja schließlich nicht die schlechteste Referenz. "The Wrong Guy" und "No More" zwei Stücke vom neuesten Output "Woke Myself Up" erfreuten mein Herz. Auch schön: ein französisches Lied, welches vom Album "Desormais" stammte. Leider weiß ich nicht genau, um welchen Chanson es sich handelte, da ich diese CD vorher nicht besaß. So verlief das Konzert dann angenehm und niveauvoll circa. 7 Stücke lang, bis Julie plötzlich etwas schwankte, ihre Gitarre niderlegte und sichtlich erschöpft nach einem Glas Wasser fragte. Der Armen, war es schlecht geworden! Weshalb, konnte sie sich selbst nicht so genau erklären, vielleicht war es die stickige Luft in dem Kellerschacht, die ihr zu schaffen machte. Unnötigerweise entschuldigte sie sich für ihren schwachen Zustand und bat den phlegmatischen Drummer, mit ihr die Instrumente zu tauschen. Sie wollte sitzen und somit Schlagzeug spielen, er bekam ihre Gitarre, von der er behauptete, daß sie wie immer nicht richtig gestimmt sei. Überhaupt hatte der schlaksige Mann einen köstlich trockenen Humor. Um Julie Zeit zu geben, sich etwas zu erholen, erzählte er in aller Seelenruhe Stories von dem Leben auf Tour. Das letzte Mal, daß er sie so schwach erlebt habe, sei in Holland gewesen. In Groningen, um genau zu sein (er erklärte den Franzosen auch wie die Holländer das aussprechen, herrlich!). Dort hätten sie einen Joint geraucht und Julie sei es so übel geworden, daß sie kreidebleich wurde und die Zunge rausstreckte. Er macht hierzu wunderbar die Mimik der angeschlagenen Sängerin nach. Überhaupt amüsierte ihn das Thema sehr. Legal Hasch rachen zu dürfen, daß sei doch für nordamerikanische Verhältnisse traumhaft. Was wir für ein Glück in Europa hätten! Er war nicht mehr zu stoppen und schloß gleich eine andere Anekdote aus Amsterdam an, wo sie ein Kraut namens Casablanca geraucht hatten. Der Typ, der ihnen davon ein Gramm zurechtgeschnitten hätte, hätte den coolsten Job der Welt, usw.

Irgendwann spielten sie aber auch wieder Musik, wenngleich die vorherige Rollenaufteilung geeigneter war. Julie kämpfte tapfer, sang auch noch ab und zu mit und brachte so das Konzert irgendwie über die Bühne. Sie tat mir so leid, aber wie konnte ich ihr helfen? Ich beschränkte mich aufs Klatschen, wünschte ihr hinterher von Herzen gute Besserung und kaufte ihr auch noch zwei CDs ab. Nicht aus Mitleid übrigens, sondern weil sie eine hervorragende Musikerin ist, die es verdient hätte, vor größerem Publikum zu spielen.

Get well soon, Julie!



Dienstag, 4. Dezember 2007

Lazy Lester, Paris, 03.12.2007

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Konzert: Lazy Lester

Ort: La Mécanique Ondulatoire, Paris
Datum: 03.12.2007
Zuschauer: etwa 150

Diesmal nicht im eigenen Wohnzimmer, aber in einer ebenfalls ausgefallenen Location fand das Konzert der Swamp-Blues Legende Lazy Lester statt. Austragunsort war nämlich das Mécanique Ondulatoire, eine urige Bar im Bastille Viertel, ausgestattet mit einem abgefahrenen Kellergewölbe, in das man mittels einer äußerst schmalen Steintreppe gelangen konnte. Unten angekommen, mußte man aber auch erst noch an dem bärbeißigen und stiernackigen Kassenwart vorbei, der einem den Tarif entgegenraunzte: 10 €. Sein Stellvertreter hatte einen herrlich langen Rauschebart, Koteletten und zurückgegelte lange Haare. Allzu gerne hätte ich ihn photographiert, ich traute mich aber nicht, weil er so grimmig schaute...

In der Höhle des Löwen selbst, hatten sich zahlreiche Herren fortgeschrittenen Alters versammelt, die einen für Pariser Verhältnisse sehr ungewöhlichen Look pflegten. Es dominierten ausrasierte feiste Nacken, mit Pommade zurückgekämmtes Deckhaar, Bomberjacken und tiefblaue Jeans, die am Fußende umgekrempelt waren, so daß man den hellen Saum sehen konnte. Daneben gab es auch noch ein paar langhaarige, intellektuell aussehende Typen, Marke Geschichtsstudent im 35. Semester. Mit meinen 36 Lenzen war ich bei weitem nicht der Älteste. Dies war mit Sicherheit der Künstler selbst. 1933 im Staate Lousisan geboren, tritt Lazy Lester, mit bürgerlichem Namen Leslie Johnson, als eine der ganz wenigen Swamp Blues Legenden immer noch auf. Zu Recht, wie ich mich selbst überzeugen konnte. Zwar ist er ein wenig hager und gebrechlich, seine Stimme und sein Gitarrenspiel sind aber immer noch ausgezeichnet. Um zur Bühne zu gelangen, mußte sich der unglaublich gütig und liebenswert aussehende Mann, mangels Zugang von hinten, den Weg durch das Publikum bahnen. Ich erschrak ein wenig, als er plötzlich mit seiner Gibson neben mir stand, um die letzten Meter zu seinem Stühlchen zurückzulegen. Begleitet wurde er von Thibaut Chopin, einem französischen Blues-Musiker der selbst auch eigene Projekte hat. Thibaut spielte zunächst auschließlich Mundharmonika, gegen Ende aber auch oft Kontrabass. Die beiden Künstler waren bester Laune und begeisterten mich und die anderen mit famosen Stücken, zu denen ich verzückt mitwippte. Leider kannte ich die Diskographie von Lazy Lester bisher überhaupt nicht, ich muß soagr gestehen, daß ich eher durch Zufall bei ihm gelandet bin. Ich wollte nämlich eigentlich zur ursrünglich angekündigten Julie Doiron, die aber erst am 4. und 5. Dezember in diesem coolen Keller spielen wird. Aber was sag ich da? Cool? - Mitnichten, es war kochend heiß und der Schweiß rann mir nur so von der Stirn! Zum Glück aber nicht verraucht, darum hatte der Künstler ausdrücklich gebeten. "Thank you for not smoking, i hate the smell of cigarettes", bedankte sich dann auch Lazy artig und verzog bei dem Gedanken an Tabakgeruch etwas angewidert die Mundwinkel. Gegen Bier hatte er aber nichts einzuwenden, das wurde ihm spontan von einem jungen Mann serviert. Herr Lester guckte ihn etwas verwundert mit seinen gütigen Augen an und meinte dann mit köstlichem Humor: "wie habe ich das verdient, daß Du mir einfach so ein Bier bringst, was willst Du von mir?". Mit gut geölter Stimme ging es dann weiter im Programm und zwar mit einer Cover Version von Jimmy Reed "Brright Lights, Big City" und einige Zeit später gab es auch noch ein anderes Cover, diesmal von Country Legende Hank Williams. Zwei Glanzlichter eines vorzüglichen Sets (Frage von Lazy ans Publikum: "c'est bon?" - oui!), das nach circa. einer Stunde unterbrochen wurde, weil Lazy ein Päuschen machen wollte. Mit seinem Bierbecher in der Hand kletterte er die Steintreppe nach oben und verzog sich an die Bar. Ich harrte unterdessen im Keller mit ein paar anderen Nachteulen aus. Als aber nach gut einer halben Stunde immer noch nicht fortgefahren wurde, stieg ich auch nach oben und sah Lazy Lester mit Fans an der mit unfassbar vielen Sprituosen ausgesatteten Bar gemütlich plaudern. Er ließ sich alle Zeit der Welt. Recht hat er, warum sollte man sich in seinem Alter noch beeilen? Mich hingegen zog es raus auf die Straße und von dort aus nach Hause, der Tag war lang...



 

Konzerttagebuch © 2010

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