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Montag, 10. Oktober 2011

Wu Lyf, Köln, 09.10.11

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Konzert: Wu Lyf
Ort: Gebäude 9, Köln
Datum: 09.10.2011
Zuschauer: ca. 350
Dauer: Wu Lyf 52 min, Young Montana? 50 min


"Wu Lyf. Besser als Tatort" hatte ich am frühen Abend bei Facebook gelesen. Als um kurz vor zehn immer noch ein hibbeliger Mensch vor einem Notebook stand und an kleinen Knöpfchen drehte (die vermutlich ohne Funktion waren), fragte ich mich, ob nicht doch der Tatort die bessere Wahl gewesen wäre. Nach 50 Minuten war der Mann, der das Vorprogramm mit iTunes gestaltet hatte und sich dafür den Namen Young Montana? zugelegt hatte, endlich durch. Der nächste Grund, sehr genervt zu sein, kam in Person eines großen langhaarigen, sehr betrunkenen Blonden mit Jägermeisterflasche unmittelbar anschließend und stellte sich vor mich, mit weiten Schwankungen in alle Richtungen. Na bravo! Jetzt wäre wohl auch ein Polizeiruf die bessere Wahl gewesen.

Daß der Abend in Köln doch noch gut wurde, lag an der Hauptgruppe, das ist schließlich deren Aufgabe. Wu Lyf, vor einem halben Jahr sehr gehypt, lösten die sehr ordentlich, auch wenn einiges, vor allem am Ende, arg improvisiert und fast hilflos wirkte. Wu Lyf waren weit weniger rätselhaft, als sie oder ihre Imageberater gerne hätten. Die Band kann auch ohne das gut mit den hervorragenden Songs ihres Debütalbums zurechtkommen. Die - und die unglaublich versoffen klingende Stimme des Sängers Ellery James Roberts waren die großen Pluspunkte des Abends. Ich habe noch nie jemanden mit so krächzender Stimme erlebt. Als er den Kumpel des Nerv-Blonden von oben anbrüllte, er sei ein "Schnitzel eating motherfucker", fühlte ich mich wie in einer schottischen Hafenpinte, kurz bevor Billard-Queues auf Köpfe krachen.

Zunächst fiel auf, daß Ellerys Stimme auf Platte nicht dramatisch arrangiert ist, sie ist live genauso dreckig und krächzend. Elle stand während des Konzerts meist an seiner
Orgel, die senkrecht zum Publikum stand. Damit wurde der Effekt eines Predigers etwas genommen. Wu Lyf (hui, mysteriös!) soll ja für "world unite! Lucifer youth foundation" stehen. Hinter der Bühne stand ein riesiges, beleuchtetes 3D Kreuz, das den Messe-Effekt erzeugt hatte.

Neben Ellery gehören Gitarrist Evans Kati (mit Wollmütze), Schlagzeuger Joseph Louis Harland Manning und Bassist Thomas David Francis McClung zur Band. A propos Wollmütze: ich stelle mir das Touren der vier Musiker schwierig vor. Während Evans der Jahreszeit entsprechend die Mütze nicht abzog, entledigten sich Schlagzeuger und Bassist schnell ihrer T-Shirts. Der Trommler goß sich sogar Wasser über den Körper, so warm war ihm. Ellery war da unsicherer. Er trug eine Wu Lyf Jeansjacke, darunter ein Hemd, das er irgendwann aufknöpfte. Das war ihm aber wohl auch zu kalt, er machte es zwischendurch wieder kurz zu. Wie die vier sich auch eine Temperatur im Bus einigen, ist mir ein Rätsel!

Auch wenn die Stimme des Sängers wie auf Aufnahmen klingt, unterscheiden sich die Stücke trotzdem. Zum einen verschluckt Ellery ganze Satzteile beim Singen, zum
anderen schienen mir die Texte oft abgewandelt - falls ich sie einmal verstanden habe. Abgemischt war die Musik gut, nur verstanden hat man wenig. Oder anders ausgedrückt: das Genuschel war wundervoll ausgesteuert!

In der Mitte gab es irgendwann einen Bruch. Nachdem die Band vorher ihr Programm knackig runtergespielt hatte, fingen sie irgendwann an (größtenteils unverständlich) sich mit Zuschauern und untereinander zu unterhalten. Der Bruch
wurde verstärkt dadurch, daß Ellery eine Weile verschwand, die Band währenddessen ein Instrumentalstück spielte. Danach wirkte vieles improvisiert, auch das Cover, das Bassist Thomas spielte (D7 von den Wipers, das Nirvana häufig live gecovert haben).

Nach We bros schien es auch so, als wüssten die Engländer nicht, was jetzt passieren solle. Sie spielten noch einen Abschlußsong, keine echte Zugabe, nach einem Plan wirkte da aber nichts mehr. Wahrscheinlich wäre ein straight durchgespieltes Konzert eindrucksvoller gewesen. Zur Musik hätte das besser gepasst.

Musikalisch haben Wu Lyf überzeugt, gar keine Frage! Allerdings sind sie keine
weltbewegende Band. Ihre Verwandten Maccabees oder Pete and the Pirates, an die sie ab und an erinnern (auch wenn beide dann wieder ganz anders sind), haben mich immer wieder mehr begeistert.

Es wurde also trotz des nervenden Beginns doch noch ein schöner Abend. Wu Lyf sind gut, rechtfertigen den riesigen Hype allerdings nicht.

[Nachtrag: der Tatort war wohl ähnlich. Gut, aber nicht weltbewegend. Sagt zumindest die Intro.]
Setlist Wu Lyf, Gebäude 9, Köln:

01: L Y F
02: Cave song
03: Such a sad puppy dog
04: [wahrscheinlich] Summas bliss
05: Spitting blood
06: Dirt
07: Instrumental
08: Concrete gold
09: D 7 (The Wipers Cover)
10: 14 crowns for me & your friends
11: We bros
12: Heavy pop

Links:

- Wu Lyf in Paris


Samstag, 3. September 2011

Wu Lyf, Festival Rock en Seine, 28.08.11

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Konzert: Wu Lyf

Ort: Scène Pression Live, Domain National de Saint Cloud, Festival Rock en Seine
Datum: 21:05, 28.08.2011
Zuschauer: so einige
Konzertdauer: etwa 50 Minuten



Das famose Konzert von Interpol auf der Hauptbühne war gerade eben zu Ende gegangen, da hielten sich auch schon die grünschnäbeligen Wichtigtuer von Wu Lyf auf der sehr weit enfternten Scène Pression Live bereit.


Ich nahm meine Beine unter den Arm und rannte den Weg zu dieser nagelneuen Stage, die durch ihre Hanglage überrascht. Wenn im Winter Schnee liegt, könnte man hier problemlos mit dem Schlitten runterrodeln. Es war bereits dunkel und Lampions an den Bäumen wiesen den Weg. Eine heimelige, rauschfördernde Stimmung machte sich breit und unzählige junge Leute bevölkerten die Wiese vor der Bühne. Ich kämpfte mich weiter nach vorne durch, um die Musiker besser zu sehen. Ober-Wu Lyf Ellery James Roberts stand hinter seiner alten, holzverschlagenen Orgel mit Schriftzug der Band und schlug sich beim Singen permanent mit der Faust aufs Herz, so als wolle er unterstreichen, daß bei ihnen alles von Herzen kommt und mit Herzblut nur so überflutet ist. Der leicht füllige Gitarrist Evans Kati wanderte unterdessen mit seiner Elektrischen vor und zurück. Basser Thomas McClung sah ich kaum, er war von Ellery verdeckt. War aber nicht so schlimm, denn am besten gefiel mir ohnehin der in der Nähe des großen weißen Kreuzes agierende Drummer Joseph Louis Harlan Manning. Mit höllischem Tempo und äußerst cooler Körperhaltung trieb der Milchbubi von hinten an und sorgte so für den richtigen Wumms.

Egal was man von Wu Lyf halten mag, der Autritt der jungen Band aus Manchester war äußerst geschlossen und von Teamgeist beseelt. Das verlieh dem Ganzen eine spezielle Dynamik, die auch das Publikum mit einbezog. Die Newcomer aus England schafften es, ein gewisses Lebensgefühl ihrer Generation zu vermitteln und so das weitestgehend spätpubertäre Publikum zu elektrisieren. Die Stimmung war fröhlich und ausgelassen, viele tanzten.

Auch ich verbrachte eine unterhaltsame halbe Stunde (den Anfang hatte ich verpasst) und musste anerkannen, daß Wu Lyf mit den Singles Heavy Pop, Dirt und dem abschließenden We Bros Zugnummern in ihrem Programm haben, die die Musikfans auf dieser Welt noch eine Weile mitreißen werden. Ob der sich am Ende mit nacktem Oberkörper präsentierenden Band langfristig eine große Zukunft bevorsteht, ist hingegen fraglich. Aber das interessierte an diesem Samstagabend vor den Toren von Paris eigentlich niemanden. Zu We Bros sang man von der Band angetrieben die Parolen "tous ensemble, alle gemeinsam" und hatte zumindest kurzfristig das Gefühl, Teil eines großen Ereignisses gewesen zu sein.



Mehr Fotos von Wu Lyf auf meiner Flickr-Seite, klick!

Aus unserem Archiv:

Wu Lyf, Paris, 28.06.2011

Konzerttermine von Wu Lyf:

07.10.2011: Festsaal Kreuzberg, Berlin
08.10.2011: Molotow, Hamburg
09.10.2011: Gebäude 9, Köln

11.10.2011: Sinkkasten, Arts Club, Frankfurt
12.10.2011: Kranhalle/Feierwerk
, München



Mittwoch, 29. Juni 2011

Wu Lyf, Paris, 28.06.11

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Konzert Wu Lyf (Apes & Horses)

Ort: La Mécanique Ondulatoire, Paris
Datum: 28.06.2011
Zuschauer. etwa 150
Konzertdauer: ungefähr eine Stunde Wu Lyf, Apes & Horses circa 40 Minuten


Um Sackhaaresbreite wäre ich hier nicht reingekommen. Dabei hatte ich, nachdem ich ungefähr eine halbe Stunde bei brütender Hitze in einer Schlange gestanden hatte und dabei von jungen, trendigen Menschen eingekesselt worden war, eigentlich das Ziel so gut wie erreicht. Ich stand unmittelbar vor dem Eingang zum Keller der Pariser Mécanique Ondulatoire, wo das Konzert der gehypten Briten Wu Lyf stattfinden sollte. Dann aber hieß es: "Von nun an kommen nur noch Leute rein, die auf der Liste sind, Karten können keine mehr gekauft werden"...

Und auf einer Liste stand ich nicht, ganz im Gegensatz zu vielen blutjungen Mädchen, die die Band Wu Lyf vor zwei Wochen beim Fernsehsender Canal + gesehen und hinterher kennengelernt hatten und auf einem weißen Zettel vermerkt worden waren. Ich konnte es nicht fassen, da waren kurz vor mir noch die letzten Leute gegen Bezahlung von lediglich 5 Euro in den Keller runtergeklettert und ausgerechnet bei mir wurde der Cut gemacht. So was nennt man dann wohl Pech! Aber ich hatte noch Hoffnungen, denn am Empfang saß eine junge Dame, die für den Veranstalter Supermonamour arbeitet und mich aus der Vergangenheit gut kennt. Sie weiß, daß ich Blogger bin und hat mich bereits einige Male akkreditiert. Ohnehin habe ich einen Draht zu Supermonamour, denn mit Troy von Balthazar und Scout Niblett arbeiten sie auch mit zwei Künstlern zusammen, zu denen ich engen Kontakt pflege. Da sollte es für mich doch ein Klacks sein, hier und heute noch reinzukommen. Oder nicht? Irrtum! Man ließ mich nicht durch! Ich hatte aber kaum genug Zeit, um mich über mein Pech und die mangelnde Kulanz der Veranstalter zu ärgern (ich werde mir das merken, falls diese Leute mal zu einer exklusiven Session von mir kommen wollen!), als mir plötzlich jemand von hinten auf die Schulter tippte. Es handelte sich um den Sänger von Apes & Horses (Foto), den ich bereits zwei mal live gesehen hatte. Ich schilderte ihm mein Problem, fragte ihn ob er mich nicht über seine Liste einschleusen könne. Da verneinte er entschuldigend, sein Kontingent sei leider erschöpft. Doch beim Durchgehen der Namen fiel ihm ein, daß ein Bekannter von ihm kurzfristig abgesagt hatte und ich dessen Platz nehmen könnte. Plötzlich hieß ich also Alban (Name von der Redaktion geändert) und war drin!

Das Kellergewöbe unten war heiß und stickig, viele Teenager standen dicht an dicht, schwitzten wie die Tiere und warteten gespannt darauf, daß es losgeht. Aber bevor sie ihre Lieblinge Wu Lyf bewundern durften, mussten sie sich noch gedulden, denn zuerst waren Apes & Horses dran. Ein französisches Quartett, daß sich seit Monaten alle Auftritte in kleinen Clubs selbst organisiert und deutlich an Spielpraxis hinzugewonnen hat, seitdem ich sie das letzte Mal gesehen habe. Ihr melodisch-melancholischer Indierock klang wesentlich kompakter, tighter, souveräner als vor ein paar Monaten. Wirklich eine hoffnungsvolle Band, die mit Sicherheit mehr englische als französische musikalische Vorbilder hat. An die Tindersticks kann man denken, aber auch an Echo & The Bunnymen oder Calla.

Die Jungs gaben sich allergrößte Mühe, einen guten Eindruck zu hinterlassen und konnten sicherlich auch den ein oderen anderen Fan hinzugewinnen. Ihr Dank ging am Ende vor allem an Wu Lyf, denn diese hatten die Franzosen spontan dazu eingeladen, für sie den Support zu machen, nachdem sie die Burschen von Apes & Horses bei der Fensehsendung Canal + kennengelernt hatten.

Es folgte eine kurze Pause, um etwas Luft zu holen und dann war es um 21 Uhr 15 endlich soweit. Die vier Grünspechte von Wu Lyf aus Manchester bahnten sich den Weg durch das Publikum zur kleinen Bühne und hielten teilweise in meiner unmittelbaren Nachbarschaft noch Schwätzchen mit den Fans. Ein Franzose wollte von dem schüchtern wirkenden Drummer wissen, wer denn auf seinem T-Shirt zu sehen sei, als der Befragte aber antwortete "Frida Kahlo", konnte der Froschfresser mit der Antwort nichts anfangen. Er kannte Frida Kahlo nicht.

Aber es ging ja heute auch nicht um Malerei, sondern Musik. Musik, die laut Aussagen der Zeitschrift Les Inrocks in jeder Hinsicht revolutionär sei.

Schon nach zwei Titeln war aber spätestens klar, daß der Sound von Wu Lyf keineswegs revolutionär war. Die Newcomer spielten zwar beseelt und hochdynamisch auf, handwerklich waren aber Mängel nicht zu überhören. Da war zum einen der Gesang des Leadsängers Ellery Roberts. Krächzig, verraucht und wutschäumend, aber nicht immer sattelfest und oft forciert wirkend. Definitiv kein neuer Ian Curtis, eher ein englischer Caleb Followill auf Extasy. Und seine Band gab zwar alles, war aber nicht so brillant wie es die wirklich Großen der Indieszene sind, denen kaum noch Fehler unterlaufen.

Andererseits waren die zitierten Schwächen von Wu Lyf auch irgendwo ihre Stärken. Das Ungestüme, das Naßforsche, das Respektlose, das ihrem Gebaren innewohnte, hatte nämlich durchaus Charme, ja euphorisierte in den besten Phasen gar die Meute. Bei zwei bis drei Liedern (vor allem dem abschließenden Heavy Pop) ging wirklich der Punk ab und die Zuschauer hüfpten trotz der Hitze wie die Wilden durch den engen Keller.

Gut auch das Teamwork innerhalb Band, Wu Lyf vermittelten den Eindruck einer eingeschworenen, gut zusammenhaltenden Truppe, in der jeder gleich wichtig ist und zum Gelingen des Gesamten beiträgt.

Seltsam allerdings, daß der Sänger nicht in der Mitte, sondern am rechten Bühnenrand (vom Zuschauer aus) agierte. Seine elektrische Orgel stand auf einer hellblauen Tonne und aus dieser Ecke raus schrie er wie ein kastriertes Schwein. Ihm zu Unterstützung kam gesanglich vor allem der optisch an Bono erinnernde Basser, der Chöre und Singalong Passagen druch den Keller brüllte. Ein ziemlich selbstverliebt wirkender Kerl, in dessen Nähe ein eher stiller Gitarrist performte, der als einziger nicht das Hemd auszog, obwohl alle seine drei Kumpels spätestens ab dem dritten Lied mit nacktem Oberkörper dastanden. Das hatte etwas Pubertäres, ging aber durch, weil sowohl Band als auch Publikum wahnsinnig jung waren und ich mich ohnehin fragte, was ich in meinem biblischen Alter (fast vierzig) hier zu suchen hatte.

Peinlich war es allerdings nicht, als alter Knacker hier zu sein. Die epische Kraft, die übersteigerte Theatralik, die verhallten Gitarren und Stimmen, das furiose Schlagzeugspiel, es gab schon Gründe, warum die jungen Menschen im Keller das mochten.

Trotz gelungener Stücke wie Dirt oder Heavy Pop konnte man aber nicht wirklich von einer Sensation, geschweige denn Revolution reden. Die Maccabees beispielsweise spielen genauso zackig und rasant auf, haben in der Person von Orlando Weeks aber zudem noch einen wirklich außergewöhnlich guten Sänger zu bieten, dd/mm/yyyy sind ähnlich ungestüm wie Wu Lyf, haben aber noch mehr Ideen und weniger Pathos, und Oneida aus New York sind noisiger, abgebrühter und spielerisch klar besser.

Nach einer Stunde war also deutlich geworden, daß hier eine durchaus talentierte Band über die Bühne gefetzt ist, die aber definitiv nicht an frühere Lichtgestalten der Musikszene von Manchester wie Joy Division oder The Smiths heranreichen kann.

Seid also skeptisch, wenn euch jemand erzählen will, daß Wu Lyf das achte Weltwunder sind, lehnt sie aber auch nicht allein deshalb ab, weil so ein unverschämt großer Wirbel um sie gemacht wird.

Setlist Wu Lyf, La Mécanique Ondulatoire, Paris:

01: L Y F
02: Cave Song
03: Spitting Blood
04: Dirt
05: 14 Crowns For Me & Your Friends
06: We Bros
07: Summas Bliss
08: Concrete Gold
09: Heavy Pop




 

Konzerttagebuch © 2010

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