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Montag, 14. November 2016

The Soulboy Collective, Stuttgart, 12.11.16

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Konzert: The Soulboy Collective
Ort: Claudias Wohnzimmer in Stuttgart-Feuerbach
Datum: 12. November 2016
Dauer: knapp 40 min
Zuschauer: 30



The Soulboy Collective ist eine äußerst selten auftretende und dann auch noch hoch flüchtige Substanz, die sich anscheindend nur unter ganz besonders günstigen Umgebungsbedingungen materialisiert. Zuletzt gelungen ist dies an dem - zumindest nach Christophs Meinung - magischsten Ort überhaupt, nämlich vor etwa drei Jahren beim Indietracks-Festival in Ripley und nun zur großen Freude aller anwesenden an einem nicht minder magischen Ort in Stuttgart-Feuerbach. Besonders hervorgehoben werden muss, dass die Erscheinung bemerkenswert lang andauerte. Ganze zehn Songs fröhlich wippenden Twee-Pops oder wie sonst man das aus der Zeit gefallene Hüften-schubsende Evergreengenre nennen mag.


Sicher Teil (wenn man auch nicht mit Sicherheit weiß zu welchem Anteil) der günstigen Konstellation am Samstag war, dass das Hauptagens Jürgen Dobelmann aus dem in Spuckweite liegenden Kornwestheim stammt. Die Feuerbacherer Inkarnation des Kollektivs bestand nicht nur aus den Soulboys Felix Homeier an der Gitarre und Bernd Hartwich am Bass sondern auch aus der Sängerin Lexa und einem Computer-Simulanten, der bei Bedarf reichlich Drums, Bläser und jeder Menge Babababadabab bereit hielt. Wer sich in aller Vorsicht den musikalischen Rückständen der Soulboys nähert, wird Songs wie  Happily married (but not to each other) oder Boy Gets Girl Boy Loses Girl Boy Gets Girl Again und wie sie nicht alle heißen, nicht so schnell wieder aus dem Ohr bekommen. Da ist wohl wirklich allerhand unerklärliches im Spiel oder kurz gesagt: Magie! Und da ist es selbst mir oft krittelndem Goldöhrchen irgendwie egal, wenn nicht jeder Ton sitzt und ein Sicherheitsabstand zu Perfektion eingehalten wird. Die lächelnden Gesichter ringsum sind Beweis genug für den Zauber.



Aus unserem Archiv:
The Soulboy Collective, Ripley, 28.07.13  

Die schönsten Bilder vom gelungenen Experiment hat der Gig-Blog online!


Dienstag, 30. Juli 2013

The Soulboy Collective, Ripley, 28.07.13

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Konzert: The Soulboy Collective
Ort:Indietracks Festival, Ripley
Datum:28.07.2013
Dauer: rund 30 min
Zuschauer: randvoll gestopfte Kirche (und Zuschauer draußen vor jedem Fenster!)



Irgendwann beim letzten Lied I'm not in love but I could be brachen im Publikum alle Dämme. Die große spanische Gruppe im hinteren Teil der Kirche brach in lauten Jubel und Gejohle aus und steckte den Rest der Zuschauer damit an. Bis dahin hatten die vielleicht 50 Zuschauer in der knallroten Holzkapelle andächtig und angetan den vier Musikern zugehört, die als The Soulboy Collective den "Sound of young Kornwestheim" spielten.



Ich war wie üblich schlecht vorbereitet und kannte nur das Stück, das auf dem Festival-Sampler drauf war (den man hier für 2 Pfund kaufen kann). Als ich auf den letzten Drücker nach anderen Verpflichtungen in die Kirche kam, war die bereits gerammelt voll. The Soulboy Collective waren aber noch mit Soundcheck beschäftigt und spielten mehrfach ein Lied, das unglaublich toll war. So klingt Kornwestheim? Wow!


The Soulboy Collective wurde in den frühen 90er Jahren gegründet, veröffentlichte aber erst 2011 das Debütalbum Clique Tragedy. Von der ursprünglichen Band ist nur noch Sänger Jürgen Dobelmann übrig. In der Indietrack Besetzung (Jürgen, Sängerin Lexa, Gitarrist Felix und Bassist Stefan) war TSC bisher nicht aufgetreten. Man merkte den Gesichtern der Musikern die Nervosität am Anfang deutlich an, den Stücken allerdings nicht. Und je größer die Resonanz, Quatsch, die Begeisterung des Publikums war, desto breiter wurde Lexas Lachen! 



The Soulboy Collective spielte sechs Stücke. Vier davon stammten von der Debütplatte, Before you break my heart und Not again werden auf einem Sampler beim Berliner Indiepop Label Firestation Records erscheinen. Die Band bezeichnet ihre Musik als Pickpocket Pop, beeinflusst von 60s Pop. Wer unter großer Popmusik nicht Radiokrams sondern Saint Etienne oder Pulp versteht, wird (und muß) die herrlichen Duette lieben (und Leute, die Saint Etienne oder Pulp nicht mögen, kommen hier eh nicht hin)!


Natürlich war der Auftritt viel zu kurz. Ich hatte das Gefühl, die ganze Kirche würde das nächste Konzert sofort gegen noch einige weitere TSC Stücke eintauschen. Immerhin hatten wir ja das besonders tolle Soundchecklied schon einige Male gehört, quasi als Zugabe vor dem Konzert. Als es im Set an der Reihe war, kündigte es Sänger Jürgen als das Stück an, das wir schon viermal gehört hätten. "It's called Not again."

Doch, zu gerne wieder! Eines der absoluten Festival Highlights! 

Setlist The Soulboy Collective, Indietracks Festival, Ripley:

01: Before you break my heart 
02: Let's stay undecided 
03: It must be you 
04: It's all because of you 
05: Not again 
06: I'm not in love but I could be

Links:

- mehr Fotos von The Soulboy Collective beim Indietracks Festival



 

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