Samstag, 24. Oktober 2009

Modern Folks, Paris, 23.10.09

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Konzert: Modern Folks

Ort: Le Truskel, Paris
Datum: 23.10.2009
Zuschauer: 40-50
Konzertdauer: etwa 35-40 Minuten



Im kleinen Pariser Pub Le Truskel lassen sich nicht nur Stars wie Kele "Bloc Party" Okereke und Paul "Interpol" Banks zur Aftershow blicken, sondern auch zahlreiche Nachwuchsmusiker aus Frankreich, England und dem Rest der Welt, um ihre Songs einem interessierten Publikum vorzustellen. Die Shows sind gratis, das Bier für Pariser Verhältnisse nicht teuer und die Mädchen hübsch (die Jungs auch, aber das ist mir egal), es gibt also etliche Gründe hier mal vorbeizuschauen. Auf die Idee gebracht hatte mich die hochcharmante Münchnerin (oder genauer Weilheimerin) Kathi, die für einen Blog namens Huskmagazine. de schreibt und zur Zeit in Paris weilt (die Weilheimerin weilt, was für ein Wortspiel!). Ohne ihren Hinweis wäre ich heute wahrscheinlich nicht im Truskel gelandet. Und das wäre schade gewesen! Die aus Grenoble stammenden Franzosen Modern Folks gefielen mir nämlich ganz ausgezeichnet! Ihre Topfreunde bei MySpace heißen Yeasayer, Grizzly Bear und TV On The Radio, aber wie diese Brooklyner Bands klingen sie eigentlich nicht. Eher nach alten New Wave Gruppen wie Echo and The Bunnymen und The Chameleons oder modernen Vertetern dieser Gattung wie Interpol, Wintersleep oder Crystal Stilts. Dennoch haftet ihrem hochmelodischen Darkrock keineswegs der fade Beigeschmack des x-ten Aufgusses bei. Die Jungs klingen äußerst frisch, inspiriert, spielfreudig und mitreißend. Schon nach ein paar Minuten hatten sie mich mit ihren sphärischen Gitarren auf ihre Seite gezogen und ich wunderte mich, daß sie nicht schon bekannter sind. Möglicherweise liegt es an ihrer Herkunft. Französische Bands, die nicht aus Paris stammen, haben es schwerer als ihre hauptstädtischen Kollegen. Das mussten auch die Modern Folks zwei Tage vorher schmerzlich erfahren. Ihr Konzert auf dem Pariser Hausboot La Dame De Canton war äußerst spärlich besucht, die Rede war von lediglich sechs (!) Zuschauern. Um so schöner für die Band, daß sich heute im Truskel circa. 50 vergnügungssüchtige Menschen einfanden, die den Modern Folks zuhörten. Gespielt wurden 11 Songs, von denen eine Handvoll auf einer EP namens All The Neighbours, They Will Follow drauf sind. Leider fehlt auf dieser Veröffentlichung einer der Kracher des Abends, Out For A Day. Ein dynamisches, berauschendes Stück Musik, das die legendären The Chameleons nicht besser hinbekommen hätten. Schon sensationell, daß ausgerechnet eine Band aus Grenoble so etwas wesentlich geschmackssicherer als englische Heulbojen wie Glasvegas oder die White Lies präsentiert. Da fragt man sich, wozu man eigentlich diese ganzen gecasteten Newcomer aus England braucht, die im NME erst hochgejubelt und dann niedergeprügelt werden, wenn man in Frankreich wesentlich bessere Alternativen hat. Unsere geneigten Leser sollten einfach in solch starke Lieder wie White Sheets oder High Expectations reinhören, um zu verstehen, wovon ich rede. Atemberaubend, oder nicht? Und live natürlich noch wesentlich druckvoller und intensiver!

Kurzum: Die Modern Folks sind eine der Entdeckungen der letzten Monate. Ein brandheißer Tip!

Setlist: Modern Folks, Le Truskel, Paris:

01: State Of Nature
02: Out for a day
03: Now..
04: Slowly...
05: High Expectations
06: Very Last Time
07: White Sheets
08: All The Neigbours, They Will Follow
09: N-S Animal
10: Common Reflection
11: Socially Useless




The Thermals, Bochum, 23.10.09

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Konzert: The Thermals (& Telekinesis)
Ort: Bahnhof Langendreer, Bochum
Datum: 23.10.2009
Dauer: The Thermals 63 min, Telekinesis


Schon den ganzen Tag hatte ich das Oh-wey-oh-oh-oh-oh von Now we can see im Ohr - eine besonders schöne Art Vorfreude auf eine Band, die mir in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist.

Die Thermals im Gebäude 9 gehören im Nachhinein zu den besten Konzerten, die ich bisher gesehen habe.
Oh-wey-oh-oh-oh-oh. Im Sommer war endlich wieder Gelegenheit, das Trio aus Portland live zu erleben. Kathy, Hutch und ihr neuer Schlagzeuger Westin (so wie die Hotels) spielten das Berlin- und Haldern-Festival. Sie waren da wie immer. Also schnell, laut, direkt - eben grandios! Während der Berliner Auftritt an der miesen Akustik des aus Angst vor klagenden Anwohnern kurzfristig als Auftrittsort benutzten Hangars litt, war Haldern aus vielerlei Gründen nicht besser zu machen. Bei strahlendem Sonnenschein spülte die Post-Power-Pop Band all die lieblichen Geigenklänge weg, die noch über den alten Reitplatz geschwirrt waren, und machten sich nicht nur für mich zu heimlichen Headliner des glänzenden Haldern-Festivals (die beiden letzten Sätze sind länger als ein durchschnittliches Thermals-Lied...).

Die Band aus dem Nordwesten der USA im Herbst noch einmal zu sehen, erzeugte dann schon seit langem große Vorfreude!

Die erste Vorgruppe des Abends, die Rosebuds, habe ich leider verpasst. Drei Bands (auch wenn sie alle gut gewesen wären), war mit heute ein zu strammes Programm.
Also fing es für uns mit Telekinesis an. Telekinesis ist die Fähigkeit mittels Gedankenkraft, Gegenstände zu bewegen und eine Band aus Seattle. Da ich an Musik aber nicht an Parapsychologie glaube, schreibe ich darüber weiter. Auf der Bühne bauten sich drei Musiker auf, ein Bassist, ein Gitarrist und zwischen ihnen ein singender Schlagzeuger. Der Schlagzeuger ist Michael Lerner, Kopf und auf Platte einziges Mitglied von Telekinesis. Diese Platte heißt Telekinesis! und erschien vor ein paar Monaten. Produziert wurde das Album von Chris Walla von Death Cab For Cutie, der ja auch diese Funktion bei den Thermals bekleidet hatte. Das scheint in Seattle und Portland auch nicht anders zu sein als in Köln.

Zunächst spielte Telekinesis einige Stücke in Bandstärke, dann irgendwann stand Michael auf und ging an eines der Mikros, um drei (glaube ich) Lieder alleine zu spielen. Auch wenn ich mich leider auf die gute halbe Stunde viel zu wenig konzentrieren konnte, gefiel mir Telekinesis sehr gut. Hoffentlich kommt bald die
Gelegenheit, Michael und seine Begleiter noch einmal über volle Konzertlänge zu sehen! Auf ihren Auftrittsort hatten sie sich jedenfalls schon einmal gut vorbereitet: "Wer war denn schon bei Starlight Express?" - "Wenn ich hier wohnen würde, wäre ich jeden Tag da!"

Nach ziemlich langer Umbaupause - die eigentliche Vorbereitung war recht schnell abgeschlossen - erschienen die drei Thermals um kurz nach zehn. Wie schon bei den sommerlichen Festivals waren die Mikros der beiden Hauptpersonen Kathy und Hutch extrem weit auseinander aufgebaut. Über ihnen thronte der Schlagzeuger mit der lustigen Emo-Frisur. "We're the Theeeeermals", eine der längsten Ansagen von Hutch, die ich bisher erlebt habe und dann "I let it go"... und
das war das gemeinsame Motto. Sie ließen - und der Saal auch. Alles stürmte in die Mitte, um zu tanzen, eine sehr coole Stimmung!

Hinterher waren wir uns einig, daß das Set
ausschließlich Hits enthalten habe. Könnte ich ein solches Konzert objektiv bewerten, käme ich vermutlich zu dem gleichen Ergebnis. Bei Liedern wie I called out your name fällt mir auch nur ein Zitat eines weisen Bayern ein - "was willst' da besser machen?"

Besonders originell ist die Musik der Thermals grundsätzlich natürlich nicht. Aber ihre Lieder haben trotz der schwierigen Voraussetzungen unfassbar tolle Melodien und einen extrem hohen Wiedererkennungseffekt. Warum also Änderungen der Änderungen willen machen, die nur in die Hose gehen würden? Als ich die drei vorher getroffen habe, habe ich sie gefragt, ob es für sie in der
amerikanischen Musikpresse kein Nachteil wäre, sich nicht irgendwelchen Moden zu beugen, sondern ihrem Stil extrem treu zu bleiben (sinngemäß...). Sie empfanden das als echtes Kompliment und versprachen lachend, auch bei der nächsten Tour nicht mit zwei Keyboards aufzutreten.

Ich würde gerne ausführlicher berichten, die Geschichte des Konzerts ist aber schnell erzählt... Das Set glich denen der Sommerkonzerte. An ein, zwei Stellen kamen neue (alte) Stücke dazu, dafür fehlte das Sonic Youth Cover 100%. Neu waren
I hold the sound und I might need for you to kill von der vorletzten Platte The body, the blood, the machine. Und gerade bei I might need for you to kill gab es dann doch etwas zu erzählen. Denn plötzlich krachte das Schlagzeug zusammen. Westin (oder war es Telekinese?) hatte ein Gerät kräftig zerlegt. Schon in Berlin wäre das fast passiert, da hatte aber ein feister Stahlträger der Bassdrum den Bewegungsspielraum genommen, heute mussten Westin und Tourmanager und Roadie Baptiste neu aufbauen.

Danach ging es ohne Pannen weiter, irgendwann kamen die ersten Crowdsurfer, und viel zu schnell leiteten We were sick, A pillar of salt und Now we can see das Ende des Konzerts ein.
Oh-wey-oh-oh-oh-oh.

Auch die Zugaben hatten es noch einmal in sich.
Our trip, Everything Thermals und It's trivia sind zusammen knapp sechs Minuten lang und perfekt!

Ein fantastisches Konzert der wundervollen Thermals! Wenn ich dieses Jahr nur dieses Konzert gesehen hätte, wäre ich vermutlich auch nicht unfzufrieden gewesen...

Setlist The Thermals, Bahnhof Langendreer, Bochum:

01: I let it go
02: This is how we know
03: I called out your name
04: A passing feeling
05: When I was afraid
06: Here's your future
07: I might need for you to kill
08: I hold the sound
09: Back to gray
10: Returning to the fold
11: No culture icons
12: Goddamn the light
13: Test pattern
14: St. Rosa and the swallows
15: We were sick
16: A pillar of salt
17: Now we can see

18: Our trip (Z)
19: Everything Thermals (Z)
20: It's trivia (Z)

Auch von diesem Konzert könnt ihr etwas gewinnen, nämlich den (noch inoffiziellen) Merch-Artikel, der mir bei den Thermals schon immer fehlt:











Links:

- aus unserem Archiv:
- The Thermals, Haldern, 15.08.09
- The Thermals, Berlin, 08.08.09
- The Thermals, Rüsselsheim, 21.07.07
- The Thermals, Köln, 19.12.06
- The Thermals, Paris, 02.12.06




Green Day, Dortmund, 14.10.09

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Konzert: Green Day, Prima Donna
Ort: Westfalenhalle 1, Dortmund
Datum: 14.10.2009
Zuschauer: gut gefüllt, aber bei weitem nicht ausverkauft
Dauer: gut 150 min


von Oliver S.

Eigentlich, ja, eigentlich hatte ich so überhaupt keine Lust auf Green Day. Irgendwie sind Green Day in den vergangenen Jahren an mir vorbeigerauscht wie werweißwas. Ich gestehe, ich bin halt kein Freund von Punkrockopern! Dazu kommt, daß ich körperlich total unmotiviert bin … irgendwie. Aber Augen zu und durch!

Für mich zählt ja die Westfalenhalle in Dortmund nach wie vor zu einer der schönsten Konzerthallen überhaupt. Kein multifunktionaler, neuzeitlicher Sportpalast mit Namenszusatz Arena. Obwohl auch hier Multifuntionalität groß geschrieben wird, sind die Stuhlreihen noch klein und man sitzt quasi auf des Nachbars Schoß, die Wege sind kurz und eng. Alles in allem ergibt sich dadurch aber immer wieder eine sehr schöne Atmosphäre. Nur seitdem Oberhausen, Düsseldorf und Köln nun solch tolle Arenen haben, zieht die Rock n Roll Welt eher an dieser Halle vorbei. Gleichsam muss man den Großfunktionären von Livenation ja beinahe schon dankbar sein, fällt dort doch einmal ein Konzert für die Region ab. Dabei handelt es sich dann zumeist um nachgeschobene Zusatzdaten (nach den oben genannten Arenen), oft klappt dann der Kartenabsatz nicht ganz so wie angedacht. Auch heute trifft all das zu: Green Day sollten erst nur in Köln spielen, Dortmund wurde dann später nachgeschoben. Auch wenn die Halle gut gefüllt ist, ausverkauft ist sie noch lange nicht. Viele Sitze bleiben leer und auch im Innenraum kann man nicht von einem dichten Gedränge sprechen – es sei denn man steht in den ersten Reihen.

Als wir die Halle kurz nach 19:30 h betreten, steht schon die Vorband Prima Donna aus Hollywood auf der Bühne. Irgendwie eine Mischung aus Billy Idol und der Rocky Horror Picture Show, Hollywood halt. Die fünf Herren sind stylisch gekleidet, Leopardenfelljacken, Lederjacken, weiße Sonnenbrillen und teilweise herrlich toupiertes Haupthaar! Dazu obercoole Gitarren im Surferlook und in den Trendfarben rot und himmelblau … herrlich. Musikalisch jetzt nicht so der Hit, ich habe aber auch schon wesentlich Schlimmeres, Unhörbareres als Supportband ertragen müssen. Der Sänger legt sich wirklich ordentlich ins Zeug. Er legt sogar sein Leopardenmäntelchen ab, um dann mit nacktem Oberkörper in Richtung Graben zu stürmen. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte.

Dann wird umgebaut. Als kurz vor 21 h die Takte eines der zahllosen Michael Jackson Klassiker kurz vor dem Ende der Umbaupause erklingen, erscheint auf der Bühne ein pinkes Karnickel. Augenscheinlich betrunken. Der Rammler leert vor der johlenden, pubertierenden Masse eine Flasche Bier auf ex, bevor er sich dann daran begibt, den Song YMCA mit eindeutigen Gesten zu untermalen. Zum Schluss seiner Performance rutscht das pinke Ungetier dann auch noch die Stagetreppe rückwärts am Geländer entlang herunter. So einfach kann man einen Support einsparen.

Licht aus, Spot an: Green Day kommen. Eines vorweg: bei den Gesprächen zur Bühnengestaltung muss es ungefähr so abgelaufen sein:

Band: "Was können wir denn für die Show kriegen?"
Designer: "Videowall, Pyros, Catwalk, Klopapierwerfer, Wasserpistolen und Schläuche, Luftpistole zum Verschiessen von T-shirts, Konfetti und natürlich jede Menge bunte Lämpchen …"
Band: "O.k., nehmen wir alles!"

Das ist es dann auch, was Green Day bieten: eine bunte schrille Show, die irgendwie an Holly- oder eher an Bollywood erinnert. Es kracht und blitzt, Rauchbomben fliegen. Die drei Bandmitglieder selbst verstärken sich auf der Bühne dabei von drei weiteren Musikern an Gitarre, Keyboards bzw. Saxophon und dem Gesang!!!

Der erste Teil des Sets besteht größtenteils aus Titel der letzten Rockopern von Green Day. Wobei eines gleich auffällt: hier wird einem schon etwas fürs Geld (Stehplatz um die 35€) geboten. Denn zum einen begibt sich Billie Joe Armstrong bei der dritten Nummer Know your enemy auf eine Spritztour durch den Innenraum und um ganz ehrlich zu sein, geplant sieht das nicht aus, denn seine Bodyguards scheinen es schwer zu haben, dem kleinen Wiesel durch die Massen zu folgen. Immer wieder holt Billie an diesem Abend die
doch recht jungen anwesenden Menschen auf die Bühne. Hierbei wohl der Höhepunkt im zweiten Teil, in dem vermehrt Klassiker zum besten gegeben werden, Laura, die ihr Glück nicht wirklich fassen kann und den Herrn immer wieder umarmt, bis er ihr dann das Mikro in die Hand drückt und sie Longview singen lässt.

Das sagenumwobene Ende dieser Sause findet sich dann in dem Song King for a day, wobei die Band wie zu Karneval kostümiert auf der Bühne erscheint und diverse Rockklassiker von den Stones oder Ben E. King zum besten gibt; Billie sich von Sanis auf die Bühne tragen lässt, während der Rest auf der Bühne liegend spielt und zum Schluss très cool mit einem fetten Damenhut und grauseliger Brille sowie einem BH (sieht ein wenig aus wie Dame Edna) hinter seinem Schlagwerk aufsteht und Ich bin Schnappi, das kleine Krokodil singt.

Aus klingt der bunte Abend dann mit Billie alleine an der Gitarre, wie er Good Riddance (Time of your Life) vorträgt. Man muss sagen, dass man bei Green Day sicherlich vortrefflich unterhalten wird, und die Eintrittspreise für das, was man dafür bekommt, wirklich fair sind. Aber irgendwie wollen die neuzeitlichen Punk Epen nicht wirklich mit dem alten Material der Band harmonieren, obwohl diese augenscheinlich wirklich Spaß bei dem hat, was sie da macht und sich für den Zuschauer den Allerwertesten aufzureißen scheint. Wer nun Interesse an singenden Fans, Wasser und Pyroschlachten hat, der kann sich hier einen Eindruck des geordneten Chaos verschaffen.

Setlist Green Day, Westfalenhalle, Dortmund:

01: Song of the Century
02: 21st Century Breakdown
03: Know Your Enemy
04: East Jesus Nowhere
05: Holiday
06: The Static Age
07: Before the Lobotomy
08: Are We the Waiting
09: St. Jimmy
10: Boulevard of Broken Dreams
11: Hitchin' A Ride
12: When I Come Around
13: You Really Got Me (The Kinks cover)
14: Brain Stew
15: Stayin' Alive (Bee Gees cover)
16: Jaded
17: Longview
18: Basket Case
19: She
20: King for a Day
21: Stand By Me (Ben E. King cover)
22: Satisfaction (The Rolling Stones cover)
23: 21 Guns
24: American Eulogy

25: American Idiot (Z)
26: Minority Play (Z)

27: Last Night on Earth (Z)
28: Good Riddance (Time Of Your Life) (Z)

Fotos folgen!




Freitag, 23. Oktober 2009

Eskimo Joe, Düsseldorf, 20.10.09

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Konzert: Eskimo Joe (& The Alexandria Quartet)
Ort: ZAKK, Düsseldorf
Datum: 20.10.2009
Zuschauer: nicht ausverkauft, aber gut gefüllt.
Dauer: ca. 90min.


Setlist Eskimo Joe, ZAKK, Düsseldorf:

01: Foreign Land
02: Inshalla
03: Sarah
04: New York
05: London bombs
06: Sydney song
07: Preassure
08: Childhood behaviour
09: Falling for you (Intro)
10: Falling for you
11: Losing my mind
12: Losing friends over love
13: Don't let me down
14: Wake up
15: Older than you
16: Black fingernails, red wine

17: I'm so tired (Z)
18: From the sea (Z)



Vampire Weekend, Paris, 22.10.2009

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Konzert: Vampire Weekend
Ort: Le Nouveau Casino, Paris
Datum: 22.10.2009 (eigentlich schon 23.10.)
Zuschauer: ausverkauft
Konzertdauer: 50-55 Minuten



Paris in der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober. Vampire Weekend geben vor restlos ausverkauftem Haus ein recht exklusives Konzert, um in einer kleinen Location die neuen Songs ihres zweiten, Im Januar 2010 erscheinenden Albums zu testen. Es geht erst um 0 Uhr 40 los! Und ich dachte immer, die strebsam wirkenden Jungs wären zu solch später Stunde längst schon im Bett. Vielleicht fließt in ihren Adern ja doch mehr Rockerblut als ich vermutete ?!

Aber kommen wir zum wichtigsten Punkt: Das Konzert war schlichtweg grandios! Schmissig, schwungvoll, tanzbar, ohrwurmig, druckvoll und auf den Punkt gespielt. Frontmann Ezra Koenig, von dem ein paar Mädchen behaupteten, er hätte zugenommen, war in Topform. Er wirbelte eine Stunde lang gutgelaunt über die Bühne und riss mit seinem Enthusiasmus alle mit. In den vorderen Reihen wurde durchgängig Pogo getanzt, das Nouveau Casino glich einem Tollhaus! Crowdsurfing und Pogo bei Vampire Weekend, wer hätte damit gerechnet? Ich zumindest nicht, denn die drei Konzerte, die ich von den Ostküstlern voher gesehen hatte, waren gegen das was heute ablief, trantütig und fad.

Nach dem heutigen Gig habe ich keinen Zweifel mehr daran, daß der Hype um die Band vom Jahre 2008 absolut gerechtfertigt war. Jedes, aber wirklich jedes Lied vom Debütalbum schlug nämlich ein wie eine Bombe! Was die neuen Songs betrifft, gilt es mit der Beurteilung noch ein wenig abzuwarten. White Sky ist zumindest äußerst tanzbar, Run wartet mit einer hübschen Melodie und tollen Synthies auf, Cousins kommt stürmisch und irgendwie mexikanisch daher und Horchata wechselt zwischen Romatik und Dschungelfeeling.

Insgesamt ein Konzert, das sich locker für die Jahres- TopTen qualifizieren wird!

Setlist Vampire Weekend, Nouveau Casino, Paris:

01: White Sky
02: Holiday
03: Cape Cod Kwassa Kwassa
04: I Stand Corrected
05: M79
06: Cousins
07: California English
08: One
09: A-Punk
10: Run
11: Campus
12: Oxford Comma

13: Mansard Roof
14: Horchata
15: Walcott

Pour nos lecteurs français:

Un concert époustoufflant! C'était dense, ultra-carré, dynamique et euphorisant. J'ai rarement vu une telle ambiance dans le Nouevau Casino. Tout le monde dansait, c'était la folie! Les tubes du premier album fonctionnaient à merveille et les nouveautés étaient plus que prometteur. Rien à dire, les Vampire Weekend méritent le buzz! Cool!

Live Videos von Vampire Weekend aus dem Pariser Nouveau Casino:

- Cousins
- M79
- A Punk (zumindest 1 Minute, inklusive Crowdsurfing)

Live-Videos von den neuen Liedern von Vampire Weekend (in mehr oder minder guter Qualität): Run
Cousins
White Sky
Horchata

Aus unserem Archiv:

Vampire Weekend, Paris, 28.08.09
Vampire Weekend, Paris, 04.07.08
Vampire Weekend, Paris, 05.11.07
Vampire Weekend, Brüssel, 04.11.07

Mehr Fotos von Vampire Weekend hier



 

Konzerttagebuch © 2010

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