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Montag, 9. September 2019

D:uel, Bochum, 08.09.19

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Konzert: D:uel - "Claudia Brücken & Susanne Freytag performen die Musik von Propaganda"
Ort: Zeche Bochum
Datum: 08.09.2019
Dauer: 70 min
Zuschauer: vermutlich nahezu ausverkauft



Wann immer bei Facebook nach den "zehn einflußreichsten Platten deines Lebens" oder "deinen Lieblingsalben" gesucht wird - Sachen, über die Musiknerds schrecklich gerne nachdenken - kommen mir Breaking glass von Hazel O'Connor, Grab that gun von The Organ, der EP-Sampler von Belle & Sebastian, Split von Lush, On fire von Galaxie 500 oder The Smiths' Louder than bombs in den Sinn. Und immer A secret wish von Propaganda. Neben Ideal war die Düsseldorfer Band für mich immer mein einheimischer Liebling. A secret wish höre ich auch 30 Jahre später ganz regelmäßig - vollkommen ohne Abnutzungserscheinungen.




Wie Ideal und die Smiths konnte ich auch Propaganda (Bürde der späten Geburt) leider nie live sehen, weder in der ersten Phase noch bei einer der kurzen Reunions. Was die ehemaligen Mitglieder machten, hatte ich nicht weiter verfolgt, bis 2013 ein Konzert von Claudia Brücken, einer der beiden Sängerinnen der Band in der A secret whish Zeit in Frankfurt aufploppte, das kurz nach der Ankündigung aber wieder abgesagt wurde. 2017 ergab sich die nächste Gelegenheit, diesmal musste ich das Konzert von Claudia Brücken und Susanne Freytag in London streichen, mein Wunsch, die Sängerinnen zu sehen, sollte weiter unerfüllt bleiben. Bis gestern.




Als ich an der Zeche ankam, ging gerade ein Platzregen runter. Der überdachte Bereich vor dem Eingang war knallvoll, Mit-Konzertgänger (und einige der Jacken) hatten die Veröffentlichung der Platte auch schon als Teenager erlebt, was zu erwarten gewesen war. Ob dies der Grund dafür war, den ganzen Innenraum der Zeche zum Sitzplatz-Bereich zu erklären, weiß ich nicht, da ich aber bei wenigen Bands lieber sitze als stehe und Musik wie die von Propaganda sicher nicht dazu gehört, hatte ich einen Stehplatz, musste also auf den schmalen Balkon, der von der Band aus links am Rand des Saals halbwegs nah bis an die Bühne geht. Ich beschwere mich nie über Konzertpreise, im Gegenteil, ich empfinde viele Konzerte als zu billig.* Aber bei einer Veranstaltung, deren Tickets 40 € (Stehplatz) und 50 € (Sitzplatz) kosten, sollten die, die stehen möchten, nicht auf den Katzentisch gestellt werden und die Sitzenden auf Bierbänke gepackt werden. Auf meinem Ticket hatte noch etwas von einem VIP-Einlaß 60 min vor unserem Pöbel-Einlaß gestanden. Ob man als VIP (noch) besser saß oder vielleicht sogar ein Schlüsselband oder eine Selfie-Gelegenheit bekam, weiß ich leider nicht mehr.




Bereits um kurz nach sieben kamen drei Musiker auf die Bühne. Später stellte Susanne Freytag sie uns vor: Philip Larsen (Keyboard), Paul Jones (Schlagzeug) und James Watson (Keyboard & Gitarre) (v.l.n.r.). Nach einer kurzen Kunstpause erschienen dann Susanne Freytag und Claudia Brücken, die sich zunächst in die zweite Reihe an ein Vibraphon stellte.

Ich hatte bewußt nichts über frühere Konzerte gelesen, keine Setlisten angesehen und wollte mich überraschen lassen. Wobei der Umfang der Überraschung vermutlich überschaubar sein würde, denn das Werk von Propaganda ist nicht riesig und beim zweiten Album 1-2-3-4 war nur noch Susanne Freytag bei zwei Liedern als Gast beteiligt. Claudia Brücken hat 2011 in einem Interview mit The Quietus beschrieben, daß sie und Susanne Freytag in der Band als austauschbar gegolten hätten, was zu ihrem Ausstieg geführt hatte. 

Das Konzert begann wie A secret wish mit Dream within a dream, dem vertonten Zitat von Edgar Allan Poes Gedicht, in ewig langer und herrlich monotoner Version (keine Ironie!). Bis auf ein kurzes und sehr fieses Gitarren-Solo gegen Ende war der Auftakt perfekt! Die Gitarre störte mich auch kurz im nachfolgenden The murder of love, danach waren diese Bon-Jovi-Gitarren weg und das Instrument klang wieder toll. Da man es mir nur schwer recht machen kann, setzte dann ab The murder of love immer wieder rhythmisches Klatschen ein. Bei elektronischen Bands gilt doch ganz besonders, daß das nicht passt. Hätten die Komponisten das gewollt, hätten sie das Klatschen programmiert. Mit Trompetenklängen haben sie es ja schließlich auch getan. 

In strenger Originalreihenfolge der CD ging es mit Jewel weiter. Ab dem zweiten Lied standen Susanne Freytag und Claudia Brücken nebeneinander, wobei Susanne Freytag meist ein Drumpad spielte und - zum Beispiel bei Jewel - nur zum Refrain zu ihrer Kollegin kam und da sang. Claudia Brücken hatte Jewel mit "zurück zur Jugend" angekündigt. Hätte ich in meiner Jugend Gelegenheit gehabt, Jewel auf einem Propaganda-Konzert zu hören, hätte es vermutlich genauso geklungen, jedenfalls hätte ich mir das gewünscht. Der Auftritt war keine schlechte Kopie einer grandiosen Band, es war ein sehr stilvoller Umgang mit der Platte und es gab die echten Stimmen, die eben nicht ausstauschbar sind.




Nach Jewel kommt auf A secret wish dessen Zwillings-Lied Duel, die Popversion des viel härteren Jewel. Hier ging es nach Jewel mit Frozen faces weiter, Duel wurde für später aufgehoben. Auch mit dem anderen offensichtlichen Lied machte man das. P-machinery, eigentlich auf der CD-Version zwischen Frozen faces (das auf der ersten Vinylveröffentlichung noch gar nicht drauf war) und Sorry for laughing. Bei Sorry for laughing (das ursprünglich von der Glasgower Postcard-Band Josef K stammt) trommelten die beiden Sängerinnen gemeinsam auf dem Keypad. 

Nach gut 45 Minuten waren die Lieder von A secret wish gespielt, zuletzt P-machinery und Dr. Mabuse ("never look back"), die Band ging von der Bühne. Es war gerade mal kurz vor acht.




Es fand ein kleiner Bühnen-Umbau statt. Auf Claudia Brückens Platz wurden zwei Snare-Drums aufgestellt, hinter die sich Paul Jones und Philip Watson stellten und den Takt zum von Susanne Freytag gesungenen Disziplin trommelten, im Original (als Discipline) ein Lied der Industrial Band Throbbing Gristle. Frühe Propaganda hatten das Stück im englischen Fernsehen gespielt. "Propaganda aller Orten, was hier fehlt, ist Disziplin." Wow, das war eindrucksvoll!

Danach kam Claudia Brücken zurück und widmete das nächste Stück Nico, also folgte die damalige B-Seite, das Velvet Underground Cover Femme fatale, was in seiner Pop-Stimmung einen harten Kontrast zum Industrial-Lied Disziplin davor darstellte. 

Duel fehlte noch, schon damals mein großer Liebling (was keine originelle Wahl von mir war). Auch das war wundervoll! Eigentlich meint man ja immer, gute Musik sei nicht kaputtzukriegen. Das ist großer Quatsch! Künstler können ihre Stücke sehr einfach hinrichten. Seit ich meine Jugendhelden Sisters of Mercy vor Jahren live gesehen habe, höre ich ihre Musik nicht mehr. Hits, getötet vom Schöpfer. Bei den Songs von A secret wish bestand die Gefahr natürlich auch, aber das passierte nicht. Der Abend war musikalisch sehr gut.

Mit Strength to dream endeten die Zugaben, also mit einem der Lieder, die nur auf der Vinyl-Version der Platte waren. Da das Lied nur eine Zeile Text hat, nutzen die Sängerinnen die Zeit, um sich zu verbeugen und uns zuzusehen. Ich gehe davon aus, daß sie nur zufriedene Gesichter sahen. 

Und weil die Tagesschau nach dem Abgang immer noch nicht zu Ende war, kamen sie noch einmal zurück. "Weil wir nur die Sachen spielen, bei denen Susanne und ich mitgewirkt haben, spielen wir noch einmal P:machinery." Das war mir recht. Claudia Brücken kündigte dann noch eine Tour im kommenden Jahr "mit neuem Material" an, die Band machte ein Selfie und ging. 

Meine Liste der Lieblingslieder, die ich mal live sehen möchte ist wieder um ein paar kleiner geworden. Und ähnlich wie bei den Primitives in einer sehr stilvollen und gut gealterten Art. Auf Platz eins ist dieser Liste ist jetzt übrigens Waking up von Elastica, aber das ist eine andere Geschichte.

Setlist D:uel, Zeche Bochum:

01: Dream within a dream
02: The murder of love
03: Jewel
04: Frozen faces
05: Sorry for laughing
06: The chase
07: P-machinery
08: Dr. Mabuse

09: Disziplin (Throbbing Gristle Cover) (Z)
10: Femme fatale (Velvet Underground Cover) (Z)
11: Duel (Z)
12: Strength to dream (Z)

13: P-machinery (Z)




* weil die vielen kleinen und mittelgroßen Indie-Bands viel zu wenig mit ihrer Kunst verdienen. Konzerte sind dafür eben fundamental wichtig.
 


Samstag, 24. Oktober 2009

The Thermals, Bochum, 23.10.09

3 Kommentare


Konzert: The Thermals (& Telekinesis)
Ort: Bahnhof Langendreer, Bochum
Datum: 23.10.2009
Dauer: The Thermals 63 min, Telekinesis


Schon den ganzen Tag hatte ich das Oh-wey-oh-oh-oh-oh von Now we can see im Ohr - eine besonders schöne Art Vorfreude auf eine Band, die mir in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist.

Die Thermals im Gebäude 9 gehören im Nachhinein zu den besten Konzerten, die ich bisher gesehen habe.
Oh-wey-oh-oh-oh-oh. Im Sommer war endlich wieder Gelegenheit, das Trio aus Portland live zu erleben. Kathy, Hutch und ihr neuer Schlagzeuger Westin (so wie die Hotels) spielten das Berlin- und Haldern-Festival. Sie waren da wie immer. Also schnell, laut, direkt - eben grandios! Während der Berliner Auftritt an der miesen Akustik des aus Angst vor klagenden Anwohnern kurzfristig als Auftrittsort benutzten Hangars litt, war Haldern aus vielerlei Gründen nicht besser zu machen. Bei strahlendem Sonnenschein spülte die Post-Power-Pop Band all die lieblichen Geigenklänge weg, die noch über den alten Reitplatz geschwirrt waren, und machten sich nicht nur für mich zu heimlichen Headliner des glänzenden Haldern-Festivals (die beiden letzten Sätze sind länger als ein durchschnittliches Thermals-Lied...).

Die Band aus dem Nordwesten der USA im Herbst noch einmal zu sehen, erzeugte dann schon seit langem große Vorfreude!

Die erste Vorgruppe des Abends, die Rosebuds, habe ich leider verpasst. Drei Bands (auch wenn sie alle gut gewesen wären), war mit heute ein zu strammes Programm.
Also fing es für uns mit Telekinesis an. Telekinesis ist die Fähigkeit mittels Gedankenkraft, Gegenstände zu bewegen und eine Band aus Seattle. Da ich an Musik aber nicht an Parapsychologie glaube, schreibe ich darüber weiter. Auf der Bühne bauten sich drei Musiker auf, ein Bassist, ein Gitarrist und zwischen ihnen ein singender Schlagzeuger. Der Schlagzeuger ist Michael Lerner, Kopf und auf Platte einziges Mitglied von Telekinesis. Diese Platte heißt Telekinesis! und erschien vor ein paar Monaten. Produziert wurde das Album von Chris Walla von Death Cab For Cutie, der ja auch diese Funktion bei den Thermals bekleidet hatte. Das scheint in Seattle und Portland auch nicht anders zu sein als in Köln.

Zunächst spielte Telekinesis einige Stücke in Bandstärke, dann irgendwann stand Michael auf und ging an eines der Mikros, um drei (glaube ich) Lieder alleine zu spielen. Auch wenn ich mich leider auf die gute halbe Stunde viel zu wenig konzentrieren konnte, gefiel mir Telekinesis sehr gut. Hoffentlich kommt bald die
Gelegenheit, Michael und seine Begleiter noch einmal über volle Konzertlänge zu sehen! Auf ihren Auftrittsort hatten sie sich jedenfalls schon einmal gut vorbereitet: "Wer war denn schon bei Starlight Express?" - "Wenn ich hier wohnen würde, wäre ich jeden Tag da!"

Nach ziemlich langer Umbaupause - die eigentliche Vorbereitung war recht schnell abgeschlossen - erschienen die drei Thermals um kurz nach zehn. Wie schon bei den sommerlichen Festivals waren die Mikros der beiden Hauptpersonen Kathy und Hutch extrem weit auseinander aufgebaut. Über ihnen thronte der Schlagzeuger mit der lustigen Emo-Frisur. "We're the Theeeeermals", eine der längsten Ansagen von Hutch, die ich bisher erlebt habe und dann "I let it go"... und
das war das gemeinsame Motto. Sie ließen - und der Saal auch. Alles stürmte in die Mitte, um zu tanzen, eine sehr coole Stimmung!

Hinterher waren wir uns einig, daß das Set
ausschließlich Hits enthalten habe. Könnte ich ein solches Konzert objektiv bewerten, käme ich vermutlich zu dem gleichen Ergebnis. Bei Liedern wie I called out your name fällt mir auch nur ein Zitat eines weisen Bayern ein - "was willst' da besser machen?"

Besonders originell ist die Musik der Thermals grundsätzlich natürlich nicht. Aber ihre Lieder haben trotz der schwierigen Voraussetzungen unfassbar tolle Melodien und einen extrem hohen Wiedererkennungseffekt. Warum also Änderungen der Änderungen willen machen, die nur in die Hose gehen würden? Als ich die drei vorher getroffen habe, habe ich sie gefragt, ob es für sie in der
amerikanischen Musikpresse kein Nachteil wäre, sich nicht irgendwelchen Moden zu beugen, sondern ihrem Stil extrem treu zu bleiben (sinngemäß...). Sie empfanden das als echtes Kompliment und versprachen lachend, auch bei der nächsten Tour nicht mit zwei Keyboards aufzutreten.

Ich würde gerne ausführlicher berichten, die Geschichte des Konzerts ist aber schnell erzählt... Das Set glich denen der Sommerkonzerte. An ein, zwei Stellen kamen neue (alte) Stücke dazu, dafür fehlte das Sonic Youth Cover 100%. Neu waren
I hold the sound und I might need for you to kill von der vorletzten Platte The body, the blood, the machine. Und gerade bei I might need for you to kill gab es dann doch etwas zu erzählen. Denn plötzlich krachte das Schlagzeug zusammen. Westin (oder war es Telekinese?) hatte ein Gerät kräftig zerlegt. Schon in Berlin wäre das fast passiert, da hatte aber ein feister Stahlträger der Bassdrum den Bewegungsspielraum genommen, heute mussten Westin und Tourmanager und Roadie Baptiste neu aufbauen.

Danach ging es ohne Pannen weiter, irgendwann kamen die ersten Crowdsurfer, und viel zu schnell leiteten We were sick, A pillar of salt und Now we can see das Ende des Konzerts ein.
Oh-wey-oh-oh-oh-oh.

Auch die Zugaben hatten es noch einmal in sich.
Our trip, Everything Thermals und It's trivia sind zusammen knapp sechs Minuten lang und perfekt!

Ein fantastisches Konzert der wundervollen Thermals! Wenn ich dieses Jahr nur dieses Konzert gesehen hätte, wäre ich vermutlich auch nicht unfzufrieden gewesen...

Setlist The Thermals, Bahnhof Langendreer, Bochum:

01: I let it go
02: This is how we know
03: I called out your name
04: A passing feeling
05: When I was afraid
06: Here's your future
07: I might need for you to kill
08: I hold the sound
09: Back to gray
10: Returning to the fold
11: No culture icons
12: Goddamn the light
13: Test pattern
14: St. Rosa and the swallows
15: We were sick
16: A pillar of salt
17: Now we can see

18: Our trip (Z)
19: Everything Thermals (Z)
20: It's trivia (Z)

Auch von diesem Konzert könnt ihr etwas gewinnen, nämlich den (noch inoffiziellen) Merch-Artikel, der mir bei den Thermals schon immer fehlt:











Links:

- aus unserem Archiv:
- The Thermals, Haldern, 15.08.09
- The Thermals, Berlin, 08.08.09
- The Thermals, Rüsselsheim, 21.07.07
- The Thermals, Köln, 19.12.06
- The Thermals, Paris, 02.12.06




Freitag, 27. Februar 2009

Amy MacDonald, Bochum, 26.02.09

7 Kommentare

Konzert: Amy MacDonald
Ort: Jahrhunderthalle, Bochum
Datum: 26.02.2009
Zuschauer: 5.000 (?) ausverkauft
Dauer: 70 min


Irgendwie ist Amy MacDonald so etwas wie ein Patenkind unseres Blogs. Wir hatten die junge Schottin bei ihrem ersten Konzert in Deutschland gesehen, als Vorgruppe von Paul Weller in Frankfurt, und seitdem durch immer größer werdende Hallen begleitet. Mittlerweile hat Amys Debütalbum in Deutschland Dreifach-Platin erreicht. Das Schicksal, bei Thomas Gottschalk und Wetten Dass aufzutreten, ist ihr scheinbar bisher erspart geblieben, das - und der Sprung in der nächsten Hallengröße (Kölnarena) sind aber nur eine Frage der Zeit. Am vergangenen Samstag folgte dann bei einer schrecklichen Gala der Echo als erfolgreichster Nachwuchskünstler International, bei dem sich Amy gegen Duffy, Leona Lewis, Gabriella Cilmi und die Zisterzienser Mönche durchsetzte.

Eine ungewöhnlich Karriere für Vorgruppen, über die wir hier berichten...

Der Auftritt in Bochum war Teil einer Kurztour durch deutsche B-Städte (neben Bremen noch Dresden, Stuttgart und Bremen).

In der Jahrhunderthalle hatte ich bisher keine Konzerte gesehen, ich reiße mich auch nicht schrecklich um Veranstaltungen im Ruhrgebiet, weil die meist für mich durch unkalkulierbare Staus nur mit vielem Fluchen und Schlägen aufs Lenkrad zu erreichen sind. Bis Essen lief es blendend, dann allerdings, zehn Minuten bevor ich die Reportage über die spannenden Bauarbeiten auf der A 40 aus Sicht eines Abschnittverantwortlichen bei 1live hörte, stand ich mitten in seinem Projekt im Stau. Der Plan, um 19 Uhr an der Halle zu sein, war dahin. Nach guten 30 Minuten Stop and Go, abgesperrten Hallenparkplätzen und einem Spaziergang durch den vermutlich nicht schönsten Teil Bochums, hörte ich dann an der Jahrhunderthalle angekommen Livemusik aus dem Innern des Gebäudes.

Leider war das schon die "Vorgruppe", auf die ich mich gefreut hatte, nämlich Steve Cradock, der Gitarrist von Ocean Colour Scene, der sein Soloalbum vorstellte. Ich bekam leider nur noch (von außen) das letzte Lied mit, das (so) gut klang.

Die Jahrhunderthalle ist ein unbestritten eindrucksvoller Bau, für Konzerte allerdings ein wenig unhandlich. Man geht nämlich durch eine schmale Tür in den Innenraum und steht dann vor einer Wand von Leuten. Die Tür befindet sich auf der Seite des Zuschauer, etwa in der Mitte der Halle. Wenn es also schon voll ist, geht
man durch diesen Eingang, steht vor den Menschenmassen und geht dann immer weiter nach rechts, weg von der Bühne, um irgendwo (das müsste schon Gelsenkirchen sein), einen freien Platz zu bekommen. Ein Palladium in Schlimm.

Moke aus Amsterdam waren zweite Band des Abends. Ich kannte die Holländer bisher nur dem Namen nach, hatte aber wissentlich kein Lied von ihnen gehört. Moke sind fünf Musiker, zwei Gitarristen, ein Keyboarder, ein Bassist und ein Schlagzeuger. Ihre Musik wird dem Britpop zugerechnet. Dem kann ich nicht richtig zustimmen nach einmaligem Hören. Bis auf ein ziemlich langweiliges Lied am Ende (The long way) gefielen mir die Stücke ganz gut, sie klangen aber eher nach Bands wie Keane als nach Oasis
oder deren Kumpels. Last Chance und Here comes the summer gefielen mir aus ihrem Set am besten. Aber richtig reinhören konnte ich mich nicht, weil Moke plötzlich schon fertig waren, nach gerade mal einer knackigen halben Stunde.

Knackig ist ein gutes Stichwort für einiges: zum einen habe ich selten ein so, nun, interessantes Publikum erlebt. Als braver Indiekonzertgänger sieht man ja immer nur gleiche Zuschauerschaften. Zu einem Radio-, Echo- und Weltstar (to come) gehen aber ganz andere Gruppen. Neben ein paar typischen Indiemädchen war so ziemlich alles an Leuten vertreten, was ein typischer Bevölkerungsquerschnitt des Ruhrgebiets hergibt. Von engumklammerten Pärchen über Mütter mit kleinen Kindern, älteren Ehepaare, sehr viel älteren Männer bis zu Frauentauschteilnehmern habe ich alles gesehen.

Zum anderen war auch der Zeitplan sehr zackig. Der Umbau zwischen Moke und Amy MacDonald dauerte gute zwanzig Minuten. Das wünscht man sich öfter. Auf großen Schnickschnack hatte die Schottin aber auch verzichtet. Es gab keine lästige
Bühnendeko, sondern war auf die Dinge beschränkt, die zum Musizieren gebraucht wurden.

Amy hatte die gleichen Bandmitglieder wie im Oktober in Köln dabei. Wir haben hinterher bedauernd festgestellt, daß die Zeiten, die Sängerin von ihrer stärksten Seite, nämlich alleine mit Gitarre zu sehen, vorbei sind und nicht mehr wiederkommen werden. So etwas wie den überragenden akustischen Auftritt mit gleichem Material vor Paul Weller wird es wohl nicht mehr geben. Durch die Band klingt die Musik der Glaswegian sehr nach den Versionen der Lieder, die auf ihrer Debütplatte zu finden sind. Der Unterschied zwischen der sehr popigen Plattenproduktion und Amy live ist ihre deutlich tiefere Stimme, die für mich die "Live-Amy" viel reizvoller macht als die auf Platte. Aber der Rest gleicht sich an, eine Entwicklung, die natürlich wegen
des überragenden Erfolgs vollkommen nachvollziehbar ist. Ein Konzert wie die akustischen Aufnahmen, die es gibt, hätte vermutlich 95% der Besucher verstört. Mir gefiel es trotzdem, ich trauere den ersten Auftritten, die ich gesehen habe (auch der im Glasgower Barrowland Ballroom war noch eine Ecke roher) nicht nach, sondern bin froh, daß ich die erlebt habe.

Amy hatte ein schwarzes Kleid mit bunten Drei- und Vierecken und hohe Lackschuhe an. Und ihren Verlobungsring! Denn die Sängerin ist seit einiger Zeit mit dem englischen Fußballer Steve Lovell (28) vom schottischen Erstligisten Falkirk F.C. liiert. Das ist daher so spektakulär, weil Amy ja ein Lied über die in England noch viel ekligeren F-Prominenten geschrieben hat (Footballer's wife). Wenn man aber die Natürlichkeit der jungen Schottin auf der Bühne erlebt, erscheint dieser Widerspruch nur oberflächlich zu bestehen, sie wirkt nämlich so
bodenständig, wie es die WAGs, die Frauen und Freundinnen der englischen Glamour-Fußballer, vermutlich schon als Kind nicht waren. Ich schweife ein wenig ab.

Mit einem ihrer besten Lieder startete das siebzigminütige Konzert, mit dem fabelhaften Poison Prince (da fällt mir ein, daß schon wieder ein Babyshambles Konzert abgesagt worden ist). Die Setlist war
etwa die vom Palladium im Herbst, bis auf einige kleine Verschiebungen. Im Stau stehend hatte ich bei 1live schon gehört, daß es ein Killers- und ein Springsteen-Cover geben würde. Die Überraschung war damit weg, ich wußte also, daß Amy Mr. Brightside und Dancing in the dark spielen würde. Ihre Version des Killers-Hits kam früh und war wieder sehr schön. Dancing in the dark, einer der unbestrittenen Höhepunkte des Abends kam dann als Teil der Zugaben.

Neben den Coversongs spielte die Band wieder die beiden neuen Lieder The next big thing und Troubled soul. Das letzte hatte es mir schon in Köln angetan, The next big thing mochte ich heute schon mehr als im ollen Palladium. Ich frage mich immer bei Künstlern, die die Songs ihres Debüts über viele Jahre geschrieben haben (Amy erzählt immer, daß Youth of today in frühster Jugend entstanden sei; in Bochum
erzählte sie This is the life habe sie mit 16 oder 17 geschrieben), ob sie auch für Nachfolgeplatten noch gute Songs schreiben können. Wenn diese beiden neuen wirklich Produkt des letzten Jahres sind, dann kann Amy das!

Mein Liebling war diesmal wohl The road to home. Sie hat auch irgendetwas dazu erzählt, das aber weitestgehend unverständlich war, und diesmal nicht aufgrund des starken Glaswegian Akzents der Sängerin, sondern wegen des "ekstatischen" Publikums. Sobald Amy ansetzte, etwas zu erzählen, brüllte einige der Leute irre laut "Amy!" Zugegeben, das war originell. Aber leider hörte man dadurch nicht, was die Sängerin erzählen wollte. Anfangs kommentierte sie dies auch noch damit, daß sie eine Geschichte erzählen wolle (vor Barrowland Ballroom; irgendwas mit Bono, dem Nobelpreisträger).
The next big thing dagegen wurde regelrecht totgeklatscht. Dummerweise verleitete das Schlagzeug am Anfang des Stücks die Leute dazu, rhythmusähnlich zu klatschen - in einer Lautstärke, die Bochum vermutlich bislang nur bei der letzten Meisterschaft des VFL erlebt hat. Leider führte das dazu, daß das neue Lied anfangs kaum zu hören war. Aber ich will nicht spießig wirken (doch, will ich doch!).

Nach Run (Konzerttagebuch Wissen: dem Lieblings-Amy-Lied von Paul Weller und Steve Cradock) war Schluß. Schluß vor den Zugaben, denn die gab es natürlich.

Dazu erschien Amy erst alleine und spielte Dancing in the dark und zeigte dabei all ihre Stärken. Ihre Version war wieder fabelhaft und eine echte Liebeserklärung an dieses
großartige Stück! Die Hommage an ihre schottische Heimat, Caledonia, fehlte leider heute in den Zugaben! Dafür gab es wie erwähnt noch Troubled soul, eine wirklich sehr schöne Ballade und zum Abschluß Let's start a band.

Unsere Vorhersagen bei Amy waren bisher alle richtig (das war auch nicht furchtbar schwer), heute bin ich sicher, daß die Schottin nicht mehr lange in so kleinem Rahmen spielen wird. Nächste Station Kölnarena. 2010 spätestens. Und unser Patenkind hat das vollkommen verdient!

Setlist Amy MacDonald, Jahrhunderthalle Bochum:

01: Poison Prince
02: L.A.
03: Youth of today
04: Barrowland Ballroom
05: Footballer's wife
06: Mr. Brightside (The Killers Cover)
07: A wish for something more
08: Mr. Rock & Roll
09: The next big thing (neu)
10: This is the life
11: The road to home
12: Run

13: Dancing in the dark (Bruce Springsteen Cover) (Z)
14: Troubled soul (neu) (Z)
15: Let's start a band (Z)

Links:

- Amy MacDonald im Palladium im Herbst 2008
- und ihr legendärer Auftritt im Barrowland Ballroom in Glasgow 2007
- Amy MacDonalds erstes Konzert in Deutschland
- und im Gebäude 9 in Köln


Nächste Termine:

30.03.2009: L’Oympia, Paris
31.03.2009: L’Oympia, Paris
03.07.2009: Rock Werchter
04.07.2009: Nibe Festival, Skalskoven
13.07.2009: Live at Sunset, Zürich
22.08.2009: Uelzen Open Air



Dienstag, 10. April 2007

Maximo Park, Bochum, 09.04.07

16 Kommentare
Konzert: Maximo Park
Ort: Zeche, Bochum
Datum: 09.04.2007
Zuschauer: seit langem ausverkauft

Ich hätte nie gedacht, daß eine 160 km-Konzertrückfahrt für irgendetwas gut sein könnte. Sie kann, sie kann... Sie kann nämlich wieder etwas runterbringen. Direkt nach dem Konzert von Maximo Park hätte ich wohl geschrieben, daß ich heute den größten Rockstar unserer Zeit gesehen habe und nur schwerlich irgendwann wieder ein ähnlich gutes Konzert sehen werde!

Die Zeche in Bochum scheint wirklich auf einem Zechengelände zu liegen und ist von Süden gut erreichbar. Bochum liegt überhaupt (geografisch) viel näher an Köln, als man gemeinhin denkt und ist daher für solche Gelegenheiten wie heute, nämlich Maximo Park ein halbes Jahr vor ihrem Auftritt in Köln schon einmal zu sehen, wirklich nicht zu abwegig.

Innen erinnert die Zeche an Erlebnisgastronomie, also an so Läden wie
Pflaumenbaum oder ähnliche Abfüllkneipen. Man geht um zig Ecken, überall sind Sachen in den Weg gebaut, bis man im Saal selbst ist. Der ist dann perfekt für Konzerte, denn es gibt eine Empore mit breiter Treppe und dadurch Platz für viele Leute, obwohl die Grundfläche sehr überschaubar ist. Ein schöner Ort für Indie-Konzerte. Auch wenn die Empore nett aussah, lockte mich die (unabgesperrte) Bühne mehr.

Gegen halb neun ging es überraschend los. Zum einen hatte ich den Beginn um neun erwartet, zum anderen dachte ich, daß ClickClickDecker erst als zweite Vorgruppe
auftreten würden. Ich lag jeweils daneben.

Schon nach ein paar Takten klang die Band, die sich kleidungsmäßig an das Ruhrgebiet angepaßt hatte (der Sänger trug eine Jogginghose, der Bassist eine Kappe auf vier Uhr und ein Sweatshirt, um das ihn in der Hochphase der Elho- und O'Neil-Skimode jeder auf der Piste beneidet hätte und der Gitarrist eine Jeans, die in den Kniekehlen hing), nach Hamburg. Unverkennbar waren Ähnlichkeiten zu Tomte oder Kettcar zu
hören. Mir gefiel die Musik also sehr gut. ClickClickDecker Sänger Kevin sagte, der Auftritt vor Maximo Park sei ihr 19. Konzert in Folge. Gegen Ende des halbstündigen Konzerts wurde seine Stimme immer gröber und gebrüllter, das tat einem wirklich guten Auftakt aber keinerlei Abbruch. ClickClickDecker sind eine der guten deutschen Indiebands, die ich auf alle Fälle noch einmal sehen möchte. Ach, und die Band kommt natürlich aus Hamburg.

Setlist ClickClickDecker:

01: Sozialer Brennpunkt
02: Wenn man alles verliert
03: Der Rhythmus Deiner Eier
04: Immerhin beabsichtigt
05: Äthna
06: Der ganze halbe Liter
07: Zurecht ungerecht
08: 107 leider unvermittelbar
09: Schuhe gekotzt

Sehr spektakulär war, daß während des gesamten Konzerts ein Kellner mit Tablett Getränke verkaufte. So was habe ich noch nie erlebt. Ein herrlicher Service. Gloria und E-Werk: Bitte nachmachen!

Warum in aller Welt die zweite Vorgruppe engagiert wurde, weiß ich nicht. Zum Aufwärmen können The Ghost of irgendwas nicht gebucht worden sein, ich vermute, daß es etwas mit Ostern zu tun hatte. Die Band, deren Namen ich trotz penetranter Wiederholung des Sängers immer noch nicht weiß, erzeugte nämlich nur so etwas wie kurzen, höflichen Applaus (mit Ausnahme zweier kleiner Grüppchen, die frenetisch alles feierten, was heute passierte; die Grüppchen hätten aber auch einen Bauchredner mit Puppe bejubelt).

Nach diesem Dämpfer kam dann aber der Grund meines Ausflugs: Maximo Park aus Newcastle. Und es begann furios. Auftaktsong war das fantastische "Graffiti" vom Debüt-Album "A certain trigger". Das, was Ghost of werauchimmer an ruhiger Stimmung mühsam aufgebaut hatten, war mit einem Mal weg. Der mittlerweile prallvolle Raum vor der Bühne tanzte und grölte mit. Und Sänger Paul Smith, der
(wir sind ja doch irgendwie auch ein Modeblog) schwarze Hose, schwarzes Hemd, schwarze Krawatte mit Punkten und ein braunes Club-Jacket und dazu einen Bowler trug, rannte gleich von Beginn an hin und her über die Bühne, illustrierte die Lieder gestenreich und nutzte die Reichweite und Leistungsfähigkeit seines drahtlosen Mikros vollkommen aus.

Nach "Graffiti" folgte das Eröffnungsstück der vor zwei Wochen erschienenen CD "Our earthly pleasures", "Girls who play guitars", das ankam, als wäre es schon seit
Jahren bekannt. Überhaupt war wenig Unterschied zwischen der Reaktion auf neue oder alte Lieder zu bemerken. Natürlich ziehen die Hits der ersten Platte ("Graffiti", "The coast is always changing" oder "Apply some pressure") besonders, die neuen kamen aber eben auch an, als wären sie schon ewig bekannt. Das Publikum scheint also (wie ich) die Platte schon x-mal gehört zu haben.

Trotz aller Lautstärke, Hin- und Her-Rennerei und Energie war das Konzert musikalisch ein Genuß. Paul Smith trifft die Töne und beherrscht seinen Part perfekt. Vor zwei Jahren habe ich Maximo Park im Gebäude 9 verpaßt. Ich habe das zwar sehr bereut, weiß aber jetzt erst, was ich da versäumt habe.

Natürlich waren dann auch schnell die ersten Crowdsurfer unterwegs, die die beiden Ordner rechts und links am Bühnenrand gnadenlos überforderten. Irgendwann stand einer der Schränke vor statt hinter mir, um schnell auf die Bühne klettern zu können, wenn sich jemand näherte. Das nahm mir die Sicht und das linke Ohr, denn statt im Schatten des Boxenturms stand ich dann plötzlich viel zu nah an den sehr lauten Lautsprechern. Da Herr Ordner aber immer mehr zu tun bekam, hatte ich auch immer häufiger wieder meinen mühsam erstandenen Platz.

Das Set der Engländer war buntgemischt aus beiden Alben. Leider fehlte von der
aktuellen Platte "Karaoke plays", das wohl nicht zum Liveprogramm gehört, denn auf zwei Setlisten von April-Konzerten in England fehlt das Lied auch. Das Programm scheint aber von Show zu Show zu variieren. "I want you to stay" zum Beispiel fehlte bei den englischen Konzerten. Auch war das Bochum-Set mit 19 Liedern das längste (Jippie!), das ich bisher gefunden habe. Das reguläre Programm endete mit "Going missing", dem dann drei Zugaben mit "Limassol" zum Schluß folgten.

Nüchtern und mit Distanz betrachtet habe ich heute den größten Rockstar unserer Zeit gesehen. Und ich bin sehr unsicher, ob ich irgendwann noch mal ein Konzert gleicher Güte sehen werde.

Setlist Maximo Park:

01: Graffiti
02: Girl who play guitars
03: Now I'm all over the shop
04: Our velocity
05: A fortnight's time
06: Postcard of a painting
07: Parisian skies
08: Russian literature
09: By the monument
10: I want you to stay
11: Books from boxes
12: Your urge
13: Apply some pressure
14: Nosebleed
15: The coast is always changing
16: Going missing

17: Kiss you better (Z)
18: The unshockable (Z)
19: Limassol (Z)

Links:

- mehr Fotos: vom Konzert im Palladium, aus Bochum und aus Köln
- Maximo Park live in: Köln (Palladium)
- Glasgow (02.10.07)
- Paris
-
Köln (bei der Soundwave Tour )
- Bochum im April 06
- Blood Red Shoes in: Paris (09.06.2007)
- Paris (08.06.2007)
- Köln (11.03.07)
- Paris (06.03.07)


Maximo Park spielen 2007 noch einige Konzerte und Festivals in Deutschland. Besorgt Euch Karten, Ihr werdet Euch ewig ärgern, die Band zu verpassen.

Köln: 16.10.07
Hamburg: 17.10.07
Berlin: 19.10.07
Dresden: 21.10.07
Wiesbaden: 22.10.07
Stuttgart: 23.10.07
München: 24.10.07



 

Konzerttagebuch © 2010

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