Posts mit dem Label The Dodos werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label The Dodos werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 8. September 2009

The Dodos & Wye Oak & Mina Tindle, Paris, 07.09.09

0 Kommentare

Konzert: The Dodos (Wye Oak, Mina Tindle)
Ort: La Maroquinerie, Paris
Datum: 07.09.2009
Zuschauer: ausverkauft!
Konzertdauer: insgesamt mit den drei Acts fast 2 1/2 Stunden Musik



An einem heißen Spätsommertag an dem die Mainstreamfuzzis zu Coldplay (aber Vorsicht: immerhin spielten dort auch die Flaming Lips (!) und Bat For Lashes im Vorprogramm), die Nostalgieheinis zu den Pastels (zusammen mit den Tenniscoats) und die Indieblödmänner zu den Dodos gepilgert sind, schloß ich mich der letzten Fraktion an.

Es wartete in der Maroquinerie nämlich ein rundum feines Programm auf die nach dem langen Festivalsommer nach Clubkonzerten dürstenden Zuschauer. Kein Wunder also, daß der Kellerschuppen ausverkauft war und sich schwitzende Menschen auf der Pelle hingen.

Den Auftakt der Hitzeschlacht machte Mina Tindle. Schon seit etlichen Monaten klebe ich der hochcharmanten Pauline, so ihr bürgerlicher Vorname, auf den Fersen. Kaum eines ihrer wunderbaren Konzerte habe ich verpasst, seitdem ich mich im Oktober 2008 in der Flèche d'or mit dem MinaTindle-Virus infiziert habe. Und auf die Wange geküsst habe ich sie auch (ich deutscher Charmeur, ich!), obwohl das ja wegen der schweinsichen Grippe in Frankreich angeblich zur Zeit verboten sei.

Aber kommen wir zur Musikalie. Mina hat nämlich in den Sommerferien nicht gefaulenzt, sondern an neuen Songs gefeilt, von dem sie auch den ein oder anderen heute spielte. Zunächst ganz alleine an der Gitarre, wechselte sie hinters Piano, bevor ihre Band einmarschierte. Diese war allerdings heute etwas dezimiert. Stammschlagzeuger Thomas Pirot befand sich ebenso wie Banjospieler JP Nataf nicht auf der Bühne, sondern unter den Zuschauern. Mit dabei war allerdings Maxime (er klimpert auch bei den tollen Toyfight und Please Don't Blame Mexico) am Klavier und der Multiinstrumentalist Sidi Ali, der neben dem E-Gitarrensound für den Glöckchen-und Melodicaklang verantwortlich zeichnete. Zu dritt performten sie natürlich auch den Indiehit The Kingdom, der als Vinylsingle erhältlich ist und nicht nur mit einem hübschen Artwork (ein Fuß, der von Pauline?), sondern auch mit einem inseitig befindlichen Downloadcode aufwarten kann. Andere Perle des Sets: To Carry Many Small Things, bei dem Pauline ihre ganzen stimmlichen Fähigkeiten ausspielte. Gesegnet mit einem Goldkehlchen, das dem der Kandierin Feist nicht unähnlich ist, trällerte sie so herzallerliebst ins Mikro, daß sich mir die Nackenhaare aufstellten. Ihre Stimme scheint mir noch fester und perfekter geworden zu sein und auch ihr Akzent ist für eine Französin, die englische Texte intoniert, sehr beachtlich. Da zeigte sich sogar Oberdodo Meric Long angetan und zwinkerte Mina nach der Show auch noch nett zu.


Nach einer Umbaupause ging es mit dem amerikanischen gemischten Doppel Wye Oak weiter. Sie spielt Gitarre und singt, er trommelt (mit einer Hand!) und spielt Keyboard (mit der anderen Hand) und dies gleichzeitig! Womit haben wir es bei den beiden musikalisch zu tun? Mit welchen anderen Bands sind sie vergleichbar? Mit den Blood Red Shoes? Mit den White Stripes? Mit Cat Power? Mit Scout Niblett? Mit PJ Harvey? Oder etwa mit Beach House? Hmm... Nun, sie sind weder so garagenrockig wie die Blood Red Shoes, noch so heavy und bluesig wie die White Stripes, nicht so balladesk und soulig wie Cat Power, nicht so kratzbürstig und feurig wie Scout Niblett, auch nicht so extravangt wie PJ Harvey und schon gar nicht so schmachtend und menalcholisch wie Beach House. Und dennoch: ihr Sound hat von allen zitierten Bands etwas. Zudem haben sie sich seit dem letzten Mal, als ich sie in der Pariser Flèche d'or gesehen hatte, weiterentwickelt, ein neues Album (The Knot) rausgebracht, das dem sehr ordentlichen If Children folgte und sich auch optisch verändert. Wobei sich das mit der optischen Veränderung eher auf die Sängerin Jenn Wasner bezog, die deutlich blondere Haare und ein wesentlich feminineres Outfit hatte. Drummer Andy Stack sah mit seiner Brille und seinem Matematikgeniegesicht eigentlich noch aus wie vorher. Aber das Wichtigste ist: sie haben mich heute richtiggehend beeindruckt! Hatten sie mir schon beim ersten Male gut gefallen, wurde mir heute klar, daß wir es hier mit einer wirklich hochinteressanten und starken Band zu tun haben, die in Indiekreisen noch gehörig Staub aufwirbeln sollte! Sie hat nämlich eine außergewöhnlich schöne Stimme und er ein solch ausgeprägtes Taktgefühl, daß es schon mit dem Teufel zugehen sollte, wenn die nicht noch deutlich bekannter würden. Also auf gar keinen Fall verpassen, wenn sie mit den Dodos in Hamburg und Berlin spielen!

Hier die Termine:

09.09.09: Michelle Records, Hamburg, Schaufensterkonzert, 18 Uhr
09.09.09: Byte FM Residency , Grüner Jäger, Hamburg, 20 Uhr
10.09.09: Molotow, Hamburg
11.09.09: Magnet, Berlin

In Paris war es inzwischen fast 22 Uhr geworden, als die Dodos endlich aus der Kabine ins Scheinwerferlicht traten. Aus dem Duo Meric Long (Gitarre, Gesang) und Logan Kroeber (Drums, Backgroundgesang) ist inzwischen dauerhaft ein Trio geworden, denn der Vibraphonist Keaton Snyder verstärkt die Truppe nun regelmäßig. Eine Bereicherung dieser Keaton, denn es war schon beeindruckend, wie er mit dem Geigenbogen das Xylophon ähnliche Instrument bearbeitete. Charismatischster Akteur bei den Kaliforniern ist aber weiterhin der smarte Meric Long, der nicht nur ein blendendes Ausshen, sondern auch eine gehörige Portion Energie zu bieten hat. Von Anfang an wirbelte er mit viel Einsatz über die Bühne und ließ sich dabei auch nicht durch die subtropischen Temperaturen in der Maroquinerie aufhalten. Es dürften gut und gerne 45 ° gewesen sein und man fühlte sich, als würde man mit Klamotten in einer Sauna stehen. Logisch, daß bei diesen Bedingungen das Hemd von Meric ziemlich schnell die Farbe wechselte und immer dunkler wurde. Am Ende klebte ihm das schweißtriefende Teil am wohlgeformten Körper und er dürfte bestimmt 2-3 Liter Flüssigkeit verloren haben. Aber auch Logan Kroeber agierte rsant. Sein atemberaubend schnelles und perkussives Schlagzeugspiel ist ja schon legendär und man fragt sich, ob er sich nicht bald einen Tennisarm holt, wenn er so weitermacht. Witzig ist, daß er äußerlich beim Spiel kaum Regung zeigt, Grimassen schneiden ist bei ihm im Gegensatz zu der Witzfigur die bei den Killers hinter der Schießbude sitzt, nicht angesagt.

Der Auftakt in das fulminante Set erfolgte mit einem Knüller vom Vorgängeralbum Visiter. Mit Paint The Rust hinterließen die Dodos gleich ihre spezielle Duftnote, die da wäre: pschydelisch angehauchter Indierock in Lichtgeschwindigkeit. Schrammelig, verhallt, düster und äußerst tight. Keine Frage, diese Band ist nicht nur ein Bloggerhype, der ein paar Monate hält. Den besten Beweis dafür lieferten die 3 Jungs mit ihren neuen Stücken vom Album Time To Die, von dem sie so einiges spielten. Besonders schön war Fables, mit Sicherheit eine Perle unter den Neuheiten, aber auch Longform und andere neue Songs wussten zu gefallen. Verblüffend war, daß die Dodos immer noch so schrammelig und düster klangen wie eh und je, obwohl Time To Die doch eigentlich melodiöser, poppiger und ruhiger gehalten ist als der Vorgänger Visiter. Einige Zuschauer bemängelten dann auch hinterher, daß die schöne, an Paul MacCartney erinnernde Stimme von Meric Long, manchmal etwas unter dem Lärm und dem Trommelhagel unterging. Aber es ist wie es ist, die Dodos, insbesondere Meric, sind nun einmal hyperaktive, junge Leute, die sich nur ungerne zurücknehmen und stattdessen lieber volle Pulle spielen. Das gefiel wiederum den Tempofanatikern im Publikum und letztlich kamen die allermeisten Besucher auf ihre Kosten. Klar zu erkennen war allerdings, daß die alten Knüller wie Jodi, Fools oder Red And Purple immer noch am besten zogen. Für die neuen Sachen brauchen die Fans halt eben noch ein wenig Zeit...

Pour nos lecteurs français:

Le 7 septembre 2009 fut une journée riche en événements musicaux. Coldplay jouaient au Stade de France (avec les Flaming Lips et Bat For Lashes en première partie!), les cultissimes Pastels (même Kurt Cobain était fan!) occupaient le Point FMR et les Dodos étaient tête d'affiche à la Maroquinerie. Quoi choisir? Les Dodos bien sûr! De plus les deux premierérs parties étaient excellents! La très charmante française Mina Tindle ouvrait le bal avec ses compositions douces et belles et impressionnait une fois de plus par sa voix de velours, souple et ferme à la fois, qui rapelle un peu celle de Feist, mais on mieux! Mina commencait seule à la guitare, puis s' installait derrière son piano, avant que son groupe, composé du clavieriste Maxime (également membre des magnifiques Toy Fight et Please Don't Blame Mexico) et du multiinstrumentaliste Sidi Ali viennent la soutenir.Étonnament son batteur Thomas Pirot (qui brille aussi dans Nelson et Please Don't Blame Mexico) et le charismatique JP Nataf, qui joue souvent le banjo pour elle, n'étaient pas sur scène, mais regardaient le beau spectacle en tant que visiteur. C'était un peu dommage, Thomas aurait peut-être pu donner un peu plus de punch à des morceuax comme le single The Kingdom (disponible en vinyle avec un code de téléchargement) mais cela permettait la voix de Mina Tindle de s'exprimer pleinement. Côté morceaux on pourra citer surtout To Carry Many Small Things et la dernière chanson Lovely Day qui clôturait un concert court, mais sublime.

Puis le public dans une maroquinerie chaude à mourir a eu droit à un duo amérciain, délicat et complexe à la fois. La blonde Jenn Wasner y jouait de la guitare et chantait d'une manière touchante ( sa voix rapellait un peu celle de Cat Power, mais aussi celle de Scout Niblett ou Beach House) et Andy Stack battait comme un beau diable avait sa main droite, tandis que sa main gauche jouait du piano! Les deux ont su parfaitement alterner les phases calmes et melancholiqes et les passages puissants et dynamiques. Un jeune groupe plein de promesse donc, qui vient de publier son deuxième album The Knot qui succède au déjà très bon If Children. À suivre de très près!


La Maroquinerie étaient pleine comme un oeuf quand les surpuissants Dodos entammaient leur set. Desormais devenu trio ( avec Keaton Snyder au vibraphone), le groupe de San Francico, emmené par leur beau chanteur Meric Long a joué à fond les ballons dès le début. Et quel début! Avec le déjà classique Paint de Rust, tiré de l'album Visiter , ils ont tout de suite donné un exemple de leur style atypique avec une composition psychédelique et ultrarapide. Puis ils ont joué pas mal de titres de leur nouvel album Time To die , comme le beau Fables ou l'intense Longform. Ils étaient en belle forme, bougaient énormément et transpiraient comme des boeufs. Concert irréprochable donc, si ce n'est le fait qu'on avait du mal à percevoir la très belle voix á la Paul MacCartney de Meric Long et qu'avec tout le bruit la finesse et la subtilité en ont souffert un peu. Reste a constater que les titres du précédant album Visiter comme Fools ou Jodi fonctionnnait toujours le mieux et que les fans ont encore besoin d'un peu de temps pour se familiariser avec les nouveautés.




Montag, 20. Juli 2009

The Dodos, Nijmegen, 19.07.09

0 Kommentare

Konzert: The Dodos
Ort: Valkhof Nijmegen (de affaire Festival)
Datum: 19.07.2009
Zuschauer: regenbedingt wechselhaft viele
Dauer: regenbedingt auf 55 min verkürzt


Obwohl nichts darauf hingewiesen hatte, vor allem die riesige Gewitterwolke am Mittag nicht, daß es den ganzen Tag sonnig und trocken sein würde, hielt sich das Wetter in Nijmegen wacker. Bis zum Auftritt der Dodos... Kurz bevor die Amerikaner auf die Bühne gehen wollten, ging ein heftiger Schauer über dem Festivalpark runter. Da die Hauptbühne ein halbkreisförmiges Vordach hatte, flüchteten alle Zuschauer in die ersten Reihen. Allerding regnete es schräg und genau in die falsche Richtung, und plötzlich knackte es überall über die Boxen. Die Crew wurde hektischer, um die Technik vor größeren Schäden zu schützen.

Währenddessen spielte die Band, die alles beobachtete, mit Handtüchern. Sänger
Meric Long hatte seines noch als Schutz für seine Gitarreneffekte benutzt. Das von Schlagzeuger Logan Kroeber hatte ein großes Loch, das das Handtuch für ihn enorm spannend machte. Er probierte immer wieder aus, wie er sich den Lappen am besten um den Arm wickeln könnte und hatte mächtig viel Spaß damit. Irgendwann rangelten Logan und Vibraphon-Spieler Keaton Snyder mit ihren Handtüchern - großartig!

Während Keaton sich die Zeit auch damit verkürzte, spektakuläre Fingerübungen für sein Instrument zu machen, trommelte Logan auch schon mal auf den Scheinwerfern rum. Die Pause war trotz dieser lustigen kleinen Sachen ähnlich zäh wie meine Einleitung.

Nach einer Dreiviertelstunde endlich das Zeichen, daß es losgehen könnte. Und endlich Gelegenheit, die ungewöhnlichen Instrumente in Aktion zu erleben. Während Sänger Meric nur langweilig Gitarre spielt (er spielt sie schon spannend...), fallen der merkwürdige Schlagzeug Aufbau und das fabelhafte Vibraphon sofort auf.

Logans Schlagzeug kommt ohne Bassdrum aus. Dafür hatte er einige Trommelbecken um sich herum aufgebaut. Der Star war aber der große Glockspiel-Onkel in der Mitte der Bühne. Ein Vibraphon ist ein Schlaginstument, das neben seinen Metallplatten so etwas wie Orgelpfeifen an der Front hat. Und weil ein so aufwendiges und teures Instrument dann nicht einfach so wie ein Kinderglockenspiel bedient wird - das wäre ja Verschwendung - spielt man es meist mit mehr als einem Schlägel (mein Lieblingswort!) pro Hand. Keaton hatte schon seine Trockenübungen mit vier der Klöppel gemacht. Gleich zu Beginn packte der Vibraphonist aber auch noch einen Cellobogen aus und spielte damit die Metallplatten... Sagenhaft! Und als wäre das noch nicht genug, hatte er zusätzlich eine Trommel neben seinem Platz, die er parallel zum Vibraphon bediente, wenn er eine Hand frei hatte. Die Musik musste schon gar nicht mehr gut sein, um daraus ein klasse Konzert zu machen...

Aber sie war es natürlich! Die Kalifornier wurden in Europa mit ihrer Platte Visiter 2008 richtig bekannt.
Das Nachfolgealbum A time to die erscheint (physisch) im September, ist allerdings diese Woche auf der Bandseite schon einmal zu testen, was für altbackene Musikhörer, die keine vorab geleakten Sachen anhören, sehr praktisch ist. Nach ihrer letzten Single Fools kam dann auch schon das erste der neuen Stücke namens The strums. Wie alle Lieder der Dodos klingt das Stück für mich, als hätten Beach Boys und Foals eine Supergroup gegründet; also nach schrammelig interpretierter Hippie-Musik - ein Kompliment übrigens!

Die Musik braucht (wie bei wenigen anderen Bands) jedes einzelne Element bzw. Instrument. Zum einen wäre vieles ohne Merics Stimme viel uncharmanter. Auch sein Gitarrenspiel, das herrliche Untermalen des Vibraphons und die speziell klingenden Trommeln (oft auch am Rand gespielt) sind alle unverzichtbar. Auch wenn ihre Sachen gerne mit Freak oder Psych Folk bezeichnet werden, haben sie nichts Anstrengendes, obwohl es immer wieder herrlich laut wird.

Mit dem dritten Lied (Men) setzte der Regen wieder ein. Glücklicherweise blieben die
fiesen Knackgeräusche aus, die alle elektrischen Geräte in der Regenpause immer wieder gemacht hatten.

Beste Lieder im Set waren für mich Winter, das neue Fables und natürlich Jodi. Schade, schade, daß der Regen (und die Abhängigkeit der beiden Bühnen von einander) ein großes Überziehen nicht zuließ. Das letzte Stück widmeten Meric und der von ihr geblendete Logan der wiederkehrenden Sonne: The ball.

Ich hätte mir gerne mehr von dieser wundervollen Musik angehört! Aber sie kommen ja wieder - im November!

Setlist The Dodos, de affair, Nijmegen:

01: Fools
02: The strums (neu)
03: Men
04: Fables (neu)
05: Jodi
06: Winter
07: Troll Nacht (neu)
08: Paint the rust
09: The ball

Links:

- The Dodos in Paris im vergangenen November
- mehr Fotos von den Dodos in Nijmegen




Samstag, 15. November 2008

The Dodos, Paris, 14.11.08

1 Kommentare

Konzert: The Dodos (The Ruby Suns)

Ort: Le Point Éphémère, Paris
Datum: 14.11.2008
Zuschauer: ausverkauft
Konzertdauer: ca. 80 Minuten (The Ruby Suns gut 30 Minuten)



Leute mit Durchblick und erlesenem Musikgeschmack gingen heute nicht in die Cigale zum Festival des Inrocks, sondern ins kleine Point FMR am Canal St. Martin. Denn während der 3. Festivaltag nur indiepoppige Durchschnittskost bot (Cajun Dance Party, Black Kids, Ting Tings, allesamt Bands, die mich wenig interessieren), wartete der winzige Club im 10. Pariser Arrondissement mit wahren Gaumenfreuden auf. The Ruby Suns und The Dodos im Doppelpack, Indiekonzertgänger was willst Du mehr!?

Ich versuchte so schnell wie möglich von zu Hause aus aufzubrechen, aber die Schreibarbeiten an dem Alela Diane und Fleet Foxes Artikel hielten mich lange auf. Festivalzeiten sind für Konzertblogger wie uns Vergnügen und Dauerstress zugleich, vor allem wenn man so detailliert schreibt wie wir das beim Konzerttagebuch tun, um unsere Leser bestens zu informieren.

Ich kam also erst gegen 20 Uhr aus meiner Bude und hastete zur Metro. Auf meinem I-pod lief Mogwai und zwar Like Herod, dieses bestialisch- geniale 18 Minuten Stück, indem auf sehr ruhige Passagen brachialer Gitarrenlärm folgt. Ein wahres Meisterwerk, daß ich immer wieder gerne in der Metro höre, weil die Kühle und das abstoßend-anonyme Element irgendwie gut zur Atmosphäre in der U-Bahn passt. In der Metro gucken die Leute immer so bedrückt und mieslaunig als sei eben gerade ihre süße kleine Katze gestorben, oder als hätten sie Stress mit ihren Schwiegereltern oder ihrem Boss gehabt. Eine richtige Ansammlung von sauertöpfischen Menschen ist das, ich selbst nehme mich da gar nicht aus, vor allem wenn ich mich sputen muss, um pünktlich zum Konzert zu erscheinen. Ein versiffter Penner steigt gerade ein und fängt an, sein Sätzlein aufzusagen, daß er im Moment in einer verdammt schwierigen Lage sei, keine Arbeit und kein Dach über dem Kopf habe und Geld brauche, um heute Nacht im Trockenen zu schlafen. Man kennt das Elend dieser armen Schlucker ja, aber gerade in dem Moment, in dem er weiterreden will, gibt es auf meinen Ohren ein Donnerhagel an krawalligen Gitarren. Vor Schreck schaffe ich es nicht rechtzeitig, dem Obdachlosen ein Geldstück zuzuschieben, daß er aber wohl leider ohnehin versoffen hätte. Paris kann brutal sein, ja ein richtiger Alptraum sogar, wenn man zu denen gehört, die keine Perspektive haben und das sind nicht wenige. Aber auch der Durchschnittspariser scheint zu leiden, allein auf der rund 30 minütigen U-Bahnfahrt sehe ich mindestens 5 Personen mit völlig abgefressenen Fingernägeln.

Auch in der Gegend um Jaurès, wo das Point FMR liegt, gibt es zahlreiche Bettler und auch ein paar zwielichtige Gestalten. Natürlich wollen die zu keinem Musikkonzert, die Kerle haben ganz andere Sorgen. Aber gerade solche recht ranzigen Viertel sind der ideale Nährboden für die Subkultur. In geleckten Arrondissements wie dem 8. oder 16. kann logischerweise kaum etwas Kreatives entstehen. Das Point Éphémère ist deshalb spannend, weil die Betreiber hinsichtlich der Künstlerauswahl freie Hand haben. Der Laden- ein altes Fabrikgebäude am Kanal St. Martin, verschönert mit zahlreichen Graffitti, ist nicht groß und so ist es auch möglich, mit recht unbekannten Bands, fernab des Mainstreams, die Hütte voll zu kriegen. Hier habe ich in den vergangenen Jahren schon ein paar richtig tolle Konzerte erlebt. My Brightest Diamond 2007 (mein damaliges Konzert des Jahres!) werde ich wohl nie vergessen und auch die Hidden Cameras, The Thermals, Erase Errata, The Islands und Efterklang habe ich in sehr guter Erinnerung.

Als ich eintrete, haben die Ruby Suns schon angefangen, so ein Mist! Nach vorne ist auch kein Durchkommen mehr und hinten steht man rum wie Falschgeld. Vor allem aber nervt, daß schon wieder in meiner Nachbarschaft laut und ohne Unterlass geplaudert wird. Ich stelle mich in eine andere Ecke, aber auch dort muß ich mitbekommen, daß ein Schnösel hinter mir in aller Ausführlichkeit von dem Apero mit seinen Freunden erzählt. Ich warte drei Lieder ab, dann platzt mir der Kragen. Ich mache ein lautes Zischgeräusch, in Frankreich sehr beliebt, um die Leute zur Ruhe zu bitten und ernte dafür eine recht aggressive Reaktion. Man könne das doch höflicher sagen, bekomme ich mitgeteilt. Eine Frechheit! Ich antworte postwendend, daß es von ihm doch höchst unhöflich sei, während der Lieder zu quatschen, nebenan gäbe es eine Bar, da könne man sich unterhalten, wenn man das wolle. Ich glaube der Typ hätte mich am liebsten gegen den Betonpfeiler vor mir geklatscht, aber er ist so perplex, daß jetzt Ruhe herrscht und ich noch den Rest des Vortrages ungestört verfolgen kann. Die Ruby Suns, ein gemischtes Duo aus Neuseeland, sie (Amee Robinson) an der Gitarre und an den Drums, er (Ryan McPhun) am Keyboard und ebenfalls den Drums (und zwar im Stehen!), bekommt Unterstützung von Logan, dem Schlagzeuger von den Dodos, der erst Minuten zuvor seelenruhig an mir vorbeigelatscht war.

Die drei trommeln wie die Wilden und es macht Spaß, ihnen dabei zuzusehen. Die Musik der Ruby Suns zu beschreiben fällt gar nicht so leicht, denn sie vermischen karibisch anmutende Rhythmen mit elektronischem Indie und Freak Folk. Das Gemisch, daß dabei rauskommt ist gar nicht so ungenießbar wie man vermuten könnte, im Gegenteil ein Stück wie Oh Mojave macht total Laune und vertreibt häßliche Winterdepressionen im Fluge. Mnachmal klingen die Neuseeländer ein wenig wie Architecture in Helsinki, sind aber nie so nervig wie die Australier, sondern liefern einem das Bacardi-Rum-Feeling frei Haus. Ein Antidepressivum ohne Rezept sozusagen und tanzbar ist die Geschichte, die ansonsten musikalisch auch noch mit den Beach Boys, oder Animal Collective vergleichbar wäre, auch! Wenn ich nur genau wüßte wie die Titel heißen, die zum Großteil von dem 2008er Album Sea Lion stammen! Gerne hätte ich eine Setlist des rund 30 bis 40 minütigen Gigs ergattert, aber daraus wird aufgrund meiner Entfernung zur Bühne nichts. Eins ist aber klar: Diese Band werde ich im Auge behalten und ich rate jedem, der zu einem Konzert der Dodos in Deutschland geht, püntlich zu kommen, denn dort werden die beiden Kiwis auch mit von der Partie sein!

In der Pause zwischen den beiden Acts schaffe ich es, bis ganz nach vorne durchzukommen und dort sind die Leute auch viel angenehmer. Ein interessantes Völkchen an Pariser Alternativen und amerikanischen Konzertgästen steht da rum und wartet, daß es endlich los geht. Wenn ich alternativ sage, heißt das natürlich nicht, daß die Leute aussehen und so drauf sind, wie diejenigen die in den 70 er Jahren zu Friedensdemos gegangen sind. Birkenstocklatschen und selbstgestrickte Pullis trägt hier keiner mehr und das hübsche schwarzhaarige Mädchen mit der asymetrischen Frisur neben mir hat ein Brillengestell von Prada. Irgendwie witzig die heutige Indie-Szene, alle haben irgendwann einmal das Buch No Logo von Naomi Klein gelesen, aber ein paar Markensachen neben den gekonnt versifften Teilen aus dem Secondhandladen (hier sagt man "Vintage" dazu), sollen es dann doch schon sein. Und die Neohippies von heute wünschen sich sicherlich alle einen Highspeedinternetanschluß in ihrem VW-Bus, der am besten auch eine Klimaanlage haben sollte. Innerlich lache ich mich über diese Bobos= Bohème Bourgeois tot, denn man gibt sich zwar gerne politisch links und diskutiert über die schlimmen Probleme in der Pariser Banlieue, aber abends kehrt man doch erleichtert in sein schönes Apartment im 6. Arrondissement zurück. Irgendwie gehöre ich wohl auch zu diesen Bobos, auch wenn ich das gar nicht beabsichtige. Aber was soll ich machen? Etwa nach Neuseeland auswandern? An den Ruby Suns sieht man ja wohin das führt, nach Frankreich und Deutschland nämlich! Dann bleibe ich lieber gleich hier und bin wie alle anderen ein Herdentier, das sich selbst vormacht, individuell zu sein. Und diese Lemminge stehen jetzt hier und warten auf die Dodos, sogenannte Freak-Folks oder wie man die heutzutage auch immer nennen mag. Typen, die möglicherweise nie etwas mit Bob Dylan oder Neil Young anfangen konnten, sich aber trotzdem gerne auf diese Dinosaurier berufen, weil das natürlich viel besser rüberkommt, als zu sagen, daß man gerne die Strokes und Interpol hört. Ob das bei den Dodos der Fall ist, weiß ich nicht. Es ist mir aber auch egal, denn sie machen famose Musik, die trotz ihres experimentellen Charakters eine roten Faden hat und neben den tribalen Passagen, in denen wie wahnsinnig geklöppelt und auf einen alten Mülleimer geprügelt wird, wunderschöne Melodien bietet. Darüber hinaus hat der Sänger Meric Long eine wiklich fabelhafte Stimme, die statt nach Bob Dylan eher nach den Beatles klingt, ob man jetzt Lennon oder Mc Cartney nennt, spielt keine Rolle. Bestimmt hat er das weiße Album auf dem Speicher seines Vaters gefunden und diese Scheibe mindestens genauso gern gehört wie Pet Sounds, die Papi auch in seiner Sammlung hatte. Beatles und die Beach Boys, kenne schlechten Referenzen, aber die Jungs von den Dodos bieten neben den klassischen Einflüssen auch viel Neues an. Zwar haben Animal Collective schon vorher Alben gemacht, die ähnlich wie der Stoff von The Visiter klingt, aber die Dodos sind trotzdem originell und zudem wesentlich hörbarer als Animal Collective. Selbst ohne diesen ganzen Trommelwirbel, den Oberlippenbartträger Logan Kroeber da inszeniert, wären die Stücke noch sehr gut, denn Meric Long könnte sie auch problemlos alleine an der akustischen Gitarre vortragen. Nein, nein, kein Zweifel, das Duo The Dodos, das live immer zu dritt kommt, ist höllisch gut! Und szenisch eine Wucht, das kann wohl keiner bestreiten, der heute oder bei früheren Shows mit dabei war! Wanhsinnig schnell spielen die Heißsporne und verlieren trotzdem nie den Überblick. Fools, unter anderem in dem unsäglichen Film Shortbus verwendet (schlimmste Szene: ein Schwuler bläst sich mittels akrobatischer Yogastellung selbst einen und spritzt sich seinen Saft in die eigene Fresse!) ist ganz grandios und macht mir noch einmal klar, daß ich hier am richtigen Ort bin. Auch Joe's Waltz ist wunderbar und weiß sehr zu gefallen. Eines von vielen Highlights ist etwas später das mindestens 10 Minuten dauernde Paint The Rust, das scheppert und rockt wie verrückt, aber auch das mildere Eyelids, das schon sehr früh geboten wurde, liebe ich sehr. Eine besondere Freude machen mir die Dodos, als sie das wunderschöne Ashley spielen. Mit Sicherheit das lieblichste Stück, das fast ganz ohne schrammelige Gitarren auskommt und zeigt, daß es die Jungs auch drauf haben, wenn sie harmonisch und sanft aufspielen. Meistens geht aber trotzdem die Post ab und dann nicken die Leute im Publikum wie wild mit ihren Köpfen. Jodi hat einen Affenzahn drauf, während Horny Hippies, eine der Zugaben, die von dem alten Album Beware Of The Maniacs stammt, wieder poppigere Töne bietet. Beim abschließenden The Ball verausgabt sich Meric Long bis zum Äußersten, er hüpft von seinem Stühlchen auf und drischt wie besessen auf seine Gitarre ein. Als er unter lautem Applaus fertig ist, sieht sein Hemd aus, als hätte er damit unter der Dusche gestanden. Logan Koerber ist nicht ganz so feucht geworden, aber auch er und der dritte Mann im Bunde haben alles gegeben. Zwischenzeitlich waren sogar einmal vier Musiker auf der Bühne, denn der Sänger der Ruby Suns war bei einem Stück hinzugestoßen.

Die Ruby Suns und die wirklich sensationell guten The Dodos, was für eine explosive Mischung, was für ein Fest für Indiefans!

Setlist The Dodos, Point Éphémère, Paris*:

01: Walking
02: Red & Purple
03: Eyelids
04: Fools
05: Joe's Waltz
06: Winter
07: It's That Time Again
08: Paint The Rust
09: Jodi
10: Ashley
11: The Season

12: Untitled (Z)
13: Horny Hippies/The Ball (Z)

* Noch eine Anmerkung zu der Setlist: Der Sänger Merci Long hat sie mir nach dem Konzert persönlich auf einen Zettel notiert, denn es gab offiziell keine. Wer also diese Setliste für einen Blog oder eine Musikseite übernimmt, möge bitte einen Link zu uns setzen. Danke!

* Merci de ne pas reprendre ce setliste sans citer notre blog, car c'est le chanteur Meric qui me l'a notée après le concert. Donc personne ne peut l'avoir en fait. Merci!

Ausgewählte Konzerttermine von den Dodos (zusammen mit den Ruby Suns):

17.11.2008: Nachtleben, Frankfurt
18.11.2008: Headcrash, Hamburg
19.11.2008: Aarhus, Dänemark
20.11.2008: Kopenhagen, Dänemark
21.11.2008: Knaack, Berlin
22.11.008: Akropolis, Prag, Tschechische Republik
23.11.2008: 59-1, München, im schönen Bayern
24.11.2008: Chelsea, Wien, Österreich
25.11.2008: Stalker, Padova, Italien
26.11.2008: Casa 139, Mailand
27.11.2008: Isc, Bern, Schweiz (mit Jennifer Gentle)
28.11.2008: Le Romandie, Lausanne (mit Jennifer Gentle)
29.11.2008: Luxor, Köln (mit Jennifer Gentle)
30.11.2008: Vera, Groningen, Niederlande (mit Jennifer Gentle)
02.12.2008: Melkweg, Amsterdam, Niderlande (mit Jennifer Gentle)
03.12.2008: VK Concerts, Brüssel, Belgien (mit Jennifer Gentle)

Links:

- Videoclip The Dodods - Fools
- The Dodos - Red And Purple Studiosession
- Ashley live in Montreal, wunderbar!
- Jodi, ebenfalls live in Montreal, unfassbar schnell!
- The Ball live, gute Qualität
- The Ruby Suns, Tane Mahuta, Video von der Blogothèque, die Band spielt mitten auf der Straße zwischen fahrenden Autos!
- The Ruby Suns - Oh, Mojave, ebenfalls von der Blogothèque, angucken!




Sonntag, 10. August 2008

The Dodos, Haldern-Festival, 09.08.08

0 Kommentare

Konzert: The Dodos
Ort: Hauptbühne des Haldern Pop Festivals
Datum: 09.08.2008
Zuschauer: so einige
Konzertdauer: ca. 40 Minuten


Dodos sollen angeblich eine Vogelart (kenn' ich nicht!) sein, das wusste auch der holländische Moderator zu berichten, der die Jungs aus San Francisco, Kalifornien vorstellte. Wahrscheinlich hatte er kurz vorher Wikipedia konsultiert , wo man ebenfalls erfährt, dass Dodo auch ein Vorname und ein Song von David Bowie sein kann. Haben wir also wieder etwas gelernt!

Wie die Burschen allerdings live sind, musste man schon selbst erfahren (und nur für diejenigen, die bei Haldern 2008 leider nicht dabei waren, empfehle ich sich ausschließlich und allein auf meinen Bericht zu verlassen!). Allerdings war frühes Erscheinen hierzu erforderlich, aber was heißt schon früh? Ich rede hier von einem Auftritt um kurz vor drei nachmittags! Das sollten eigentlich auch diejenigen geschafft haben, die in der Nacht zuvor spät (bzw. früh) in ihr Zelt gekrochen waren...
Wie auch immer, wer zu spät kam, den bestrafte das Leben (oder so) und der verpasste dann eben einen der besten Auftritte des gesamten Festivals, auch wenn dieser lediglich gut 35 Minuten lang war.

Aber diese 35 Minuten hatten es in sich! Sie waren prall gefüllt mit psychedelischem Freak-Folk mit bluesiger Duftnote! Verantwortlich hierfür: Meric Long, der blendend aussehende Sänger der Band, der 2005 bereits die Solo EP „Dodo Bird" in Eigenregie veröffentlicht hatte und sein oberlippenbärtiger kongenialer Partner, der explosive Drummer Logan Kroeber. Zudem gab es noch einen dritten Mann auf der Bühne, der Pauke und Xylophon spielte (hoffentlich erzähle ich da gerade keinen Mist, für mich sahen die Instrumente jedenfalls danach aus!).

Diese drei Heißsporne machten von Beginn an Dampf. Drummer Logan prügelte dermaßen kraftvoll auf seine Drums ein, dass veritable Donnertöne dabei heraus kamen. „Bumm, Bumm, Bumm", da schepperte es gewaltig im Karton! Zudem spielte der Knabe rasant schnell, was aber nicht weiter verwunderlich ist, wenn man weiß, dass er vorher in einer Metall-Band gespielt haben soll. Meric hingegen kauerte über seiner Gitarre und schrammelte auf ihr wie wild herum. Heraus kamen rohe, aber dennoch nicht disharmonische Laute, die er mit seiner knabenhaften Stimme perfekt begleitete. Der Kerl kann richtig schön singen, manchmal erinnerte er mich sogar an den jungen Paul Mc Cartney! Besonders interessant war der Kontrast zwischen der lieblichen Stimme und dem brachialen, tribalischen Sound, der mich von Anfang an in seinen Bann zog. Ich glaubte einen Bastard aus den Beatles, den wahnsinnigen Archie Bronson Outfit und Animal Collective vor mir zu haben. Irre! Und die gespielten Songs waren auch erste Sahne, allen voran das kleine psychedelische Meisterwerk „Paint The Rust", mit dem minutenlang das gesamte Festivalgelände bombadiert wurde. Aber auch „Fools", das von einem tollen Trompetensolo von Meric eingeleitet wurde, war von bester Qualität. „Fools, Fools, Fools, ohohoh" schallte es dem Publikum entgegen und das Schlagzeug wechselte zwischen hektischen Trippelschritten und gewaltigen Donnerschlägen hin und her.

Dritter Knüller des hochklassigen Sets war schließlich das geniale „Jodi", das modern interpretierten Wild West Sound bot und ebenfalls enorm schnell vor sich hingaloppierte. Der Refrain allein ist ein unglaublicher Zungenschnalzer: „Jodi my dear I'm sorry but I must disappear", erklang es da unter anderem hochmelodisch im Refrain und ich konnte meine Kamera kaum noch halten, so wild wie ich mitwippte!

Die letzten beiden Stücke „The Ball" und „The Season" schliesslich, kamen nicht von dem Album „Visiter", sondern dürften den selfreleasten Werken entsprungen sein. Aber auch diese Lieder standen den anderen Tracks in nichts nach und gaben mir Lust, mich auf die Suche nach diesen schwer zu findenden Schätzen zu machen.

Great!!!

Setlist The Dodods, Haldern Pop Festival:

01: It's That Time Again
02: Paint The Rust
03: Jodi
04: Fools
05: The Ball
06: The Season




 

Konzerttagebuch © 2010

Blogger Templates by Splashy Templates