Posts mit dem Label Nachtleben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nachtleben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 22. Februar 2016

Jens Friebe & Bum Khun Cha Youth, Frankfurt, 21.02.16

0 Kommentare

Konzert: Jens Friebe & Bum Khun Cha Youth
Ort: Nachtleben, Frankfurt
Datum: 21.02.2016
Dauer: Jens Friebe gut 70 min, BKCY 30 min
Zuschauer: etwa 80



In der Saison 1979/80 war ich zum ersten Mal in einem Fußballstadion. mein Onkel hatte mir eine Karte für das Spiel des 1. FC Köln gegen Bayern München geschenkt. Bei den Bayern, die - langweilig - sieben Spieltage später Meister wurden, spielte noch Paul Breitner, Trainer des FC war Hennes Weisweiler. Meine Lieblingsspieler waren Stephan Engels (der nicht gespielt hat), Pierre Littbarski und Tony Woodcock. Wäre ich irgendwann später so cool gewesen, eine Band zu gründen, hätte ich sie vielleicht Tony Woodcock Youth genannt. Ich war aber nicht cool.

In Frankfurt debütierte 1979/80 der Südkoreaner Bum Khun Cha (sportschauisch: Cha Bum). Die Eintracht beendete die Saison auf Platz neun, der südkoreanische Stürmer schoß eine Menge Tore, drei alleine gegen den FC und Jahre später gründete ein coolerer Mensch als ich die Bum Khun Cha Youth.

Wann ich zum ersten Mal mit der Band in Berührung kam, weiß ich nicht mehr, das kann man auf kicker.de nicht recherchieren, es muß aber in den späten 90ern gewesen sein. Gesehen habe ich die BKCY aber nie. Als sie als Support für ihren ehemaligen Schlagzeuger Jens Friebe in Frankfurt angekündigt wurde, war endlich die Chance da, einen der restlichen weißen Flecken auf meiner Bands-to-see-Karte wegzugucken.

Die Bum Khun Cha Youth sind heute Uli Nachtigall und Linus Volkmann. Gitarren und Schlagzeug gibt es nicht mehr, die BKCY ist eine Elektropop-Band. 

Schrecklich voll war das Nachtleben nicht, als die beiden auf die Bühne kamen (Uli mit Hunden auf dem T-Shirt, Linus mit Pferden). Linus Volkmann erklärte die Aufgabenverteilung der Band so, daß Uli der musikalische Kopf sei und er der, der redet (hat er nicht erwähnt, musste er aber auch nicht). Weil er wegen eines Infekts Antibiotika nehme, dürfe er keinen Alkohol trinken. Es sei sein erstes nüchternes Konzert. Viel merkte man zum Glück nicht davon, der halbstündige Auftritt war toll! Die sieben Lieder sind alle Hits. In meinem Kopf wechseln sich Finger weg vom Aupair, We all thank you, RAF und Hold the line seit gestern als Ohrwürmer ab. 

Die Kein-Bier-Politik von Linus hielt ein Lied, in der ersten Pause fragte er, ob ein Arzt anwesend sei, der ihm eins erlaube. Später verschwand auch Uli mal, während sich Linus Sorgen machte, daß seine Mutter von dem Auftritt erfahren könne. Und dazwischen diese tollen Popsongs!

Linus' Fazit nach einer halben Stunde: "Jens Friebe wird sich ganz schön strecken müssen!"

Setlist Bum Khun Cha Youth, Nachtleben, Frankfurt:

01: We all thank you, RAF
02: Finger weg vom Aupair

03: Alles ist besser, nur Du nicht
04: Coldplay
05: Taschenmesser
06: Hold the line


Mit Jens Friebe kam ich zum ersten Mal in Kontakt über sein großartiges Debütalbum Vorher Nachher Bilder. Obwohl ich auch alle Platten danach mochte, habe ich den Sänger erst einmal live gesehen (einmal war es noch knapp, da musste ich das King Georg nach seiner tollen Vorgruppe Zucker vorzeitig verlassen). 

In Frankfurt hatte der Sänger zuletzt immer im Bett gespielt. Weil das nie voll war, hätte man den Club gewechselt und wäre jetzt eben im Nachtleben. Der Plan habe aber nicht funktioniert, der Kellerclub war auch nur im gleichen Bett-Verhältnis gefüllt, erklärte Jens. "Dann spiel nächstes Mal in der Festhalle!" 


Begleitet wurde Jens Friebe von Chris Imler am Schlagzeug und Andi Hudl am Synthesizer (glaube ich, ich - oder er - stand hinter einer Säule). Jens spielt Keyboard und bei seinen punkigen Liedern E-Gitarre, von denen habe er aber nicht so viele. 

Die halbe Stunde Vorprogramm war sehr toll, die 70 min Jens Friebe nicht weniger. Was hat der Mann viele gute Lieder. Und wundervolle Texte. Wie Linus Volkmann sagte er fast alle Stücke an (toller Service für den Setlisten-Fetischisten in mir) und erzählte etwas über sie. Frau Baron, das vom Recht der ersten Nacht und einem Bauernjungen handelt, Dein Programm, sein Paso-Doble-Song, Warum zählen die rückwärts Mammi über den Weltuntergang und Sei mein +1 über Gästelisten und noch irgendwas, was ich vergessen habe. 


Cast a shadow von der ersten Platte ist ein Beat Happening Cover, das aus rechtlichen Gründen so wie das Original heiße. Er singt aber "Wirf einen Schatten", was eine geniale Übersetzung sei, auf die man erst einmal kommen müsse. 

Weil sich die Konzertgäste in Reutlingen beschwert hätten, daß das Konzert zu kurz gewesen sei, habe man aus Geheime Party einen "Brachial-Easy-Listening-Song mit Dub-Ende" gemacht. Nicht nur bei diesem Dub-Ende war der stehende Schlagzeuger Chris Imler sehenswert. Mein sichtbeschränkter Platz erlaubte mir, dem Drummer mehr Aufmerksamkeit als sonst zu widmen. Ich habe keine Ahnung, wie gut irgendwer an seinem Instrument ist, Chris scheint aber seines hervorragend zu spielen. Es sah toll aus.


Nach Du freust Dich ja gar nicht bat Jens eine Frau oder einen Mann mit hoher Stimme auf die Bühne, um den Refrain des nächsten Lieds mitzusingen. Es fand sich niemand, weil der Sänger ausgerechnet da nicht angesagt hatte, was denn das nächste Stück sein würde. Erst als er (I am not born for) plot driven porn anstimmt, kam eine Frau (Katharina) auf die Bühne und begleitete ihn. Schön war das, weil sie offenbar schon einmal gesungen hat.


Zur ersten Zugabe Es leben die Drogen, einem gemeinsam von Jens und Linus geschriebenen Titel, kam die Bum Khun Cha Youth zurück auf die Bühne. Danach spielten Andi, Chris und Jens noch drei Stücke bis Punkt elf. Das Nachtleben ist unmittelbar an der Konstablerwache, also mitten in der Stadt und unterliegt sicher den üblich strengen Lärm-Regeln. Trotzdem kam der Sänger noch einmal alleine wieder und spielte Lawinenhund (auch so einen Liebling) zum Abschluß.

Vielleicht hätte ich mich ohne die Bum Khun Cha Youth nicht aufgerafft, nach Frankfurt zu fahren. Jens Friebe kann man ja immer mal sehen. Wie dämlich das gewesen wäre, wurde mir in den 70 min Konzert sehr deutlich.

Setlist Jens Friebe, Nachtleben, Frankfurt:

01: Ich wusste zu viel von euch
02: Warum zählen die rückwärts Mammi
03: Frau Baron
04: Sei einfach nicht du selbst
05: Sag ja
06: Geheime Party
07: Hölle oder Hölle
08: Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus
09: Sei mein +1
10: Cast a shadow (Beat Happening Cover)
11: Schlaflied
12: Du freust dich ja gar nicht
13: (I am not born for) plot driven porn (mit Katharina)

14: Es leben die Drogen (mit BKCY) (Z)
15: Dein Programm (Z)
16: ? (Z)
17: Charles de Gaulle (Z)


18: Lawinenhund (Z)
 

Links:

- aus unserem Archiv:
- Jens Friebe, Köln, 15.10.07 



Montag, 20. Mai 2013

The Pigeon Detectives, Frankfurt, 17.05.2013

0 Kommentare
Konzert: The Pigeon Detectives
Support: The Blackberries
Ort: Nachtleben, Frankfurt am Main
Datum: 17.05.2013
Zuschauer: ca. 200
Dauer: Blackberries (ca. 30min), The Pigeon Detectives (ca. 70min)



The Pigeon Detectives. Noch so ein großartiger Bandname – und vor allem ein Bandname, der mir seit Jahren immer mal wieder vermutlich aufgrund der Großartigkeit aufgefallen ist. Nachdem ich in das nunmehr vierte Album der fünf Engländer, „We Met At Sea“, reingehört hatte, beschloss ich mir die „Tauben-Detektive“ mal live anzusehen, um festzustellen, ob sie der Kreativität ihres Bandnamens auch wirklich gerecht werden.

Da sich der Einlass aus unbekannten Gründen etwas verzögerte, nahmen meine Begleitung und ich erstmal oben in der Bar des Nachtlebens Platz – und wurden dann erst durch den plötzlichen Beginn der Supportband und die daraus resultierenden lauten Geräusche aus dem Untergeschoss hektisch aufgescheucht – schade, dass es keine Ansage mehr gab, aber nach wenigen Songs der Support-Band „The Blackberries“ musste ich für mich feststellen, dass ich auch nicht viel verpasst hätte. Die ambitionierten Jungs aus Solingen boten eine Mischung aus Indie, Rock und Pop – nicht nur äußerlich mit zwei Frontmännern stark an Mando Diao angelehnt, ein bisschen von den Hives, ein bisschen Franz Ferdinand – irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich das alles schon einmal gehört hatte und insgesamt zerbrach mein Interesse dann daran, dass mir zwischen all diesen mehr oder weniger klar heraus hörbaren Einflüssen einfach der eigene Stil fehlte. Böse gesagt, wenn auch nicht so böse gemeint – eher „stets bemüht“, als große Überraschung. Aber bei so jungen Bands, wie den Blackberries darf man darauf hoffen, dass sie in den nächsten Jahren hoffentlich ihren eigenen Stil klarer ausprägen werden.



So mittelmäßig wie der Abend bereits begonnen hatte, ging es dann auch über weite Strecken weiter. Souverän stylish in der Mehrzahl in Lederjacken gehüllt, eröffneten die Pigeon Detectives ihr Set mit einem soliden Ohrwurm-Garanten: „I Won't Come Back“ - funktionierte super, alle tanzen, Mini-Pogo vor der Bühne, alles soweit gut.

Die Tatsache, dass Frontmann Matt Bowman eine Rampensau par excellence ist, kann man kaum als Kritikpunkt anführen, allerdings war es nach einigen Songs einfach anstrengend, da die Grenze zwischen unterhaltsamen Ansagen, kleinen Scherzen und nerviger Selbstdarstellung einfach häufig nicht mehr erkennbar war. So kann es ja ganz nett sein, wenn man ein Mädchen zum Tanzen auf die Bühne bittet, aber dann selbst etwas überfordert ist, wenn diese junge Dame tatsächlich mit einem tanzt und nicht nur Bilder schießt – bei Matt aber wirkte der Umgang mit dem Publikum seltsam hölzern, vermutlich weil er so krampfhaft versuchte machohaft-souverän zu wirken. Auch anstrengend, dass ständige krampfhafte Hin-und-Her-Gespringe um des Gespringes willen, sowie Wasser für den reinen – sagen wir mal mangelhaften – Showeffekt über sich selbst und das Publikum schütten. Das das Publikum zu großen Teilen damit auf Dauer überfordert war, zeigte sich am Sicherheitsabstand, der zur Bühne eingehalten wurde, auch wenn Matt mehrfach in feinstem Northern Accent darum bat doch ein wenig näher zu kommen.

Viel ist mir vom Set leider nicht als herausragend in Erinnerung geblieben, was vermutlich auch daran liegen mag, dass sich viele Songs sehr ähneln und vom Aufbau her sehr klassisch Rock'n'Roll oder eben auch einfach relativ simpel sind. Trotzdem okay bis gut waren vor allem die Lieder des aktuellen Albums, wie z.b. „Animal“ und „I Don't Mind“ - penetrante Ohrwürmer, bestimmt total super, wenn man einen im Tee hat – für mich persönlich auf Dauer trotzdem nicht der Bringer und das trotz des charmanten britischen Englischs. Das es einigen anderen Anwesenden ähnlich zu gehen schien, zeigte sich daran, dass zwar während des Konzerts vereinzelt von offensichtlich angeheiterten Menschen wild getanzt wurde, dann aber doch nur eher aus Anstand und höflich zurückhaltend eine Zugabe erbeten wurde und nicht unbedingt, weil man wirklich noch mehr hören wollte.

Meine Begleitung und ich wurden an diesem Freitagabend sehr früh wieder in die Frankfurter Nacht entlassen. Es blieben einerseits diese simplen und sehr penetranten Ohrwürmer („I Won't Come Back“ vor allem!), die auf Dauer nur bedingt gute Laune machen und andererseits auch das Gefühl, dass etwas fehlte – nämlich das gewisse Etwas. Vermutlich wäre ich begeisterter gewesen, wenn ich mir klischeehaft britisch vor dem Auftritt ein paar Pints reingezogen hätte, da ich aber im Besitz meiner vollen Sinne war, rissen mich die Pigeon Detectives leider nicht vom Hocker. Um es theatralisch-neumodisch auf den Punkt zu bringen: eine Performance, die mir im wahrsten Sinne des Wortes nicht einmal ein Facebook-Like wert gewesen wäre/ist. Schade, denn den Bandnamen finde ich immer noch super.


Setlist, The Pigeon Detectives, Nachtleben Frankfurt, 17.05.2013:

01: I Won't Come Back
02: I Found Out
03: What Can I Say
04: Emergency
05: I Don't Mind
06: Romantic Type
07: Done In Secret
08: Day & Month
09: Say It Like You Mean It
10: Animal
11: Go At It Completely
12: Everybody Wants Me
13: Take Her Back

14: Hold Your Gaze (Z)
15: I'm Not Sorry (Z) 


Donnerstag, 25. April 2013

Balthazar, Frankfurt, 22.04.13

0 Kommentare

Konzert: Balthazar
Support: Love like Birds
Ort:Nachtleben, Frankfurt
Datum: 22.04.2013
Zuschauer: ca. 150
Dauer: Balthazar ca. 75 min, Love like Birds 30 min




Das Team des Maifeld Derby Festivals ist schon ziemlich großartig. Sie haben nicht nur für mich persönlich eines der besten, tollsten, grandiosesten Line-Ups des Festivalsommers 2013 zusammengestellt, sondern sie sind immer im Namen der guten Musik unterwegs sind und schafften es, mich am Montag Abend aus dem Haus zu locken, um einer ihrer Bandempfehlungen nachzugehen: Balthazar aus Belgien. Frankfurt zeigte sich an diesem Montag Abend als ausgestorbene Zombiestadt und so hatten sich kurz nach geplantem Veranstaltungsbeginn nur knapp 30 Leute im winzigen Nachtleben eingefunden, das an diesem lauen Sommerabend erschreckend nach wochenaltem, schalem Bier oder wahlweise Marihuana roch – aber hey, das ist ja Teil des Charmes.
 
Den Anfang machten „Love like Birds“, das Projekt der belgischen Sängerin Elke de Mey, die sehr sympathisch und zurückhaltend zuerst alleine nur mit Akustikgitarre bewaffnet auf der Bühne erschien. Bereits nach dem ersten Song, „Drink Up“ war ich von ihrer Stimme und ihrer Art sie ganz zart und vorsichtig in die Welt zu hauchen fasziniert – sehr Lana Del Rey nur in nicht nervig und ohne zu viel zu wollen, einfach sehr schön. Das 30 minütige Set verging für mich etwas zu schnell, da ich diese Art von melancholischer Musik sehr schätze – die Art von Musik, die in einem Bilder von Sommerregen heraufbeschwören und einem dieses besondere Gefühl von seltsamerweise positiver Melancholie bescheren. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir „Sailorboy“ und das letzte Lied des Sets „Heavy Heart“, beide von der 2011er „Love like Birds EP“ entnommen. Da „Love like Birds“ in ihrem Tourblog den „yellow dancer“ erwähnt, will ich es mir auch nicht nehmen lassen, dem kuriosen Herren in buntgestreiften Hosen und gelbem Shirt eine Zeile zu widmen: selten habe ich jemanden so bedingungslos abtanzen sehen, wie diesen Gentleman – mutig bis verstörend, allerdings zur Vorband weniger passend, durchaus aber amüsant (vor allem die gekonnten Drehungen!). Trotzdem sehr lustig zu beobachten, wie die Protagonisten auf der Bühne mit solchen extravaganten Besuchern umgehen – die Reaktionen reichten von kurzem Kichern seitens Elke de Mey, trotz dem Versuch sich zu beherrschen und bitterbösen, aber sehr amüsanten Blicken des einen Leadsängers von Balthazar, Maarten Devoldere, der die Darbietung eher verstörend zu finden schien.


Zu Beginn des Hauptacts hatte sich das Nachtleben glücklicherweise gut gefüllt und jetzt gestaltet sich der Bericht etwas schwieriger, da ich gar nicht weiß, womit ich am Besten anfange, um klar zu machen, wie gut die Show war. Wie gewohnt sehr reduziert inszeniert, ganz klar Indie-Rock und doch musikalisch so vielfältig und mächtig. Bereits der Opener „Later“ begeisterte mich vollkommen – die beiden Leadsänger der Band ergänzen sich perfekt: Maarten, der im absolut positivsten Sinne Wahnsinnige, in seiner Art Tom Smith-esque Mann an Keyboards und Gitarre und sein Gegenpart Jinte, mit elektrischer Gitarre und Violine ausgestattet, gaben beide vollste Energie. Als würde das nicht schon ausreichen, gäbe es da neben einer weiteren Violinistin und dem Schlagzeuger, der unter anderem mit Schellenkranz und Holzplatten kunstvoll auf seine Drums einschlug, noch den outfitmäßig coolsten Menschen auf Erden: Bassist Simon.


Beim Soundcheck schon durch seinen Will Smith-Pulli aufgefallen, stand er dann tatsächlich mit einem T-Shirt auf der Bühne, das ebenfalls Will Smith zeigte – wer kann, der kann. Im Laufe des Abends sollte er demonstrieren, dass der Bass bei Balthazar nicht nur im Hintergrund eine Rolle spielt, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Songs ist und einem keine Möglichkeit zum Entkommen gibt – man muss Tanzen und man will sich auch eigentlich nicht wehren. Das gesamte Konzert war so, wie man es sich wünscht: intimer Rahmen, eine Band, die alles gibt, die Art von Musik, die vollkommen für sich selbst spricht und man einfach abschaltet und sich an der Bassline entlanghangelt. Weitere Höhepunkte für mich persönlich „The Boatman“, „I'll Stay Here“, das herrausragende „Fifteen Floors“, „Morning“ (diese Bassline!), „Blues for Rosann“ (!) und „Blood Like Wine“ - ach und ganz ehrlich, einfach alles.


Kurzum: ich habe selten so viele Menschen auf einem Konzert ehrlich begeistert tanzen sehen! Die Band hat eine großartige Show abgeliefert und wer sich das entgehen lässt ist leider selbst Schuld.

Setlist, Balthazar, Nachtleben Frankfurt: 

01: Later 
02: The Boatman 
03: I'll Stay Here 
04: Blues for Rosann 
05: The Man who owns the place 
06: The Oldest of sisters 
07: Sinking Ship 
08: Sides 
09: Lion's Mouth (Daniel) 
10: Listen Up 
11: Fifteen Floors 
12: Morning 
13: Do not claim them anymore

14: Any Suggestion (Z) 
15: Blood like Wine (Z) 

Tourdaten, Balthazar:

25.04.: Scheune, Dresden
26.04.: Kellerclub, Stuttgart
27.04.: Rosenhof, Osnabrück
30.04. La Botanique, Brüssel

mehr Termine unter http://balthazarband.be

Links:

http://www.maifeld-derby.de/
http://lovelikebirds.wordpress.com/
http://lovelikebirds.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/LoveLikeBirds
https://www.facebook.com/balthazarband/info
 

Freitag, 9. Dezember 2011

Erdmöbel, Frankfurt, 03.12.11

0 Kommentare

Konzert: Erdmöbel
Ort: Nachtleben, Frankfurt
Datum: 03.12.2011


von Ursula von neulich als ich dachte

Die Bands, die ich am häufigsten live gesehen habe, sind mit jeweils vier Konzerten die Editors und Get Well Soon. Mein Freund muss da etwas länger zählen, unser Erdmöbel-Konzert am Samstag war nämlich sein dreizehntes! Gleichzeitig war es immerhin mein zweites nach dem letztjährigen Auftritt im Schauspiel Frankfurt. Wenn ich weiterhin immer mitkomme, wird Erdmöbel wohl über kurz oder lang auch meine live meistgesehene Band werden ... zumal wir dieses Mal Gästelistenplätze erhalten hatten.

Andere Frankfurter waren wohl nicht ganz so erpicht auf diesen Konzertbesuch, die Band wurde nämlich von dem Schicksal ereilt, das diejenigen trifft, die bei einem Batschkapp-Konzert im Vorverkauf nicht ausreichend Karten absetzen: einer Verlegung ins viel kleinere Nachtleben. Wir hatten von der Änderung im Internet gelesen, fanden aber auch bei unserer Ankunft im Nachtleben vor Ort diesen Aushang vor:

Ich hoffe doch sehr, dass dieser Zettel nicht ausschließlich am neuen Konzertort aufgehängt worden war ...


Die Verlegung des Konzertabends hatte neben der Verkleinerung noch eine Konsequenz: Im Nachtleben fand am Samstagabend ab 23 Uhr der Clubabend „Britpop strikes again“ statt, und die Betreiber hatten gegenüber der Band (wie wir hinterher erfuhren) nachdrücklich erklärt, dass nicht nur das Konzert, sondern auch das Abbauen bis zu dieser Uhrzeit erledigt zu sein hätte. Das führte dazu, dass die Ein-Mann-Vorband Friedemann Weise bereits kurz nach dem Einlass die Bühne betrat und somit früh anfing und schnell fertig war – meinen Freund freute es, denn ihn hatte der Sänger schon in Hachenburg leicht genervt. Ich fand seine Lieder eigentlich ganz witzig, was aber auch an der Kürze des Auftritts gelegen haben kann.

Etwa fünf Minuten nach Friedemanns Abschied standen dann noch weit vor 21 Uhr – und damit vor der angekündigten Anfangszeit - bereits Erdmöbel (plus Henning Beckmann an der Posaune) auf der Bühne. Wohl wegen des Zeitmangels hatte Ekki nicht einmal wie sonst seine Schuhe ausgezogen – wenn man es eilig hat, kommt eben keine Gemütlichkeit auf.

Die aktuelle Tournee blickt unter dem Titel „Retrospektive“ auf 17 Jahre Erdmöbel zurück, entsprechend bot die Setliste einen Blick auf die größten Hits aus dem Gesamtwerk. Auch im Alter der Zuschauer spiegelten sich diese 17 Jahre: Wie schon neulich bei PeterLicht sah man viel weißes Haar, aber auch die jüngsten Zuschauer Stella und Linus, die wohl nicht einmal gemeinsam auf 17 Jahre kamen. Ein Konzertabend für die ganze Familie, sozusagen.

Erdmöbel betraten die Bühne in der Art Anzüge, wie man sie in englischen Wohltätigkeitsläden kaufen kann, während hinter ihnen ein Poster die riesigen Köpfe der vier Bandmitglieder zeigte. Der Auftritt begann mit zwei Liedern vom ersten Album („Dreierbahn“, „Lang schon tot“), und wir erfuhren, dass Katja Epstein das darauf folgende Lied „Au Pair Girl“ nicht habe singen wollen, weil darin niemand stirbt. Wenig später folgte ein aus vier Liedern bestehendes „Akustikset“ auf selbst mitgebrachten Stühlen. Eines der darin enthaltenen Lieder, „Busfahrt“, war laut Markus bereits bei zwei vorherigen Nachtleben-Auftritten laut eingefordert worden und wurde nun endlich einmal gespielt. Manchmal muss man im Leben einfach Geduld haben.

Anschließend kam, wieder ohne Stühle, eine Reihe Lieder vom letzten Album „Krokus“, das verglichen mit „Altes Gasthaus Love“ und „No. 1 Hits“ stark repräsentiert war. Von letzterer Platte behauptete Ekki, man habe eigentlich „Up & Down“ (Cover der Vengaboys!) spielen wollen, da Christian Wübben aber nur Opamusik möge, habe man stattdessen auf „Wieder allein, natürlich“ von Gilbert O’Sullivan umdisponiert. Tatsächlich war die Setliste wohl spontan variabel, denn „Snoopy T-Shirt“ wurde dem Anschein nach einfach von Wolfgang Proppe am Keyboard angespielt, der Rest machte dann eben bereitwillig mit, Ekki initiierte anscheinend spontan „Nah bei dir“, und vor der allerletzten Zugabe „Die Devise der Sterne“ sagte Markus zu Ekki „Ich hoffe, Du spielst jetzt dasselbe wie ich“. Nur der Schlagzeuger war in diesen Plan noch nicht eingeweiht und musste sein Handwerkszeug wechseln.

Insgesamt wurde eine Maximalzahl von Liedern in den begrenzten Zeitraum gequetscht, aber auch die Kommunikation mit dem Publikum kam nicht zu kurz. So behauptete Markus Berges, er habe 1000 Mark (!) darauf gewettet, dass es in Frankfurt nicht, wie in so vielen anderen Städten, einen Oktoberfest-Klon gebe. Wir hätten doch „Apfelwein und Heinz Schenk“. Stimmt, aber auch ein Oktoberfest ... Die Band war übrigens vor ihrem Auftritt in einer Apfelweinkneipe gewesen, was möglicherweise die gegen Ende des Konzerts recht reibeisenartig werdende Stimme von Markus erklärt.

Wenn man unbedingt meckern wollte, könnte man sagen, dass die doch recht langwierige Bandvorstellung am Ende des Hauptteils – für jedes Bandmitglied wurde das Licht ausgemacht und musste im Rahmen des Songs „In den Schuhen von Audrey Hepburn“ mit der Textzeile „Das Licht geht an...“ dann vom Publikum wieder „angesungen“ werden – durchaus ein wenig Potenzial zum Sparen der knappen Konzertzeit geboten hätte. Aber man muss auch zugeben, dass die Zuschauer, die zumindest das kleine Nachtleben prall füllen konnten, begeistert mitklatschten und –sangen.

Nach dem blitzschnellen Abbauen stand die Band dann noch am Merchandisestand für Unterschriften und Gespräche zur Verfügung, wodurch wir auch vom engen Zeitplan erfuhren. Mein Freund wurde als alter Bekannter in Empfang genommen und freut sich nun sicherlich auf sein vierzehntes Erdmöbel-Konzert, das aber im Rahmen der aktuellen Tournee nicht mehr stattfinden wird – diese endet nämlich diesen Freitag in Köln. Außer natürlich, er fährt hin und hat es bislang verschwiegen.

Setlist Erdmöbel, Nachtleben, Frankfurt:

01: Dreierbahn
02: Lang schon tot
03: Au Pair Girl
04: Wurzelseliger
05: Der blaue Himmel (akustisch)
06: Lied über gar nichts (akustisch)
07: Busfahrt (akustisch)
08: Dawai Dawai (akustisch)
09: Ausstellung über das Glück
10: Wort ist das falsche Wort
11: Wieder allein, natürlich
12: Für die nicht wissen wie
13: Fremdes
14: Erster Erster
15: Snoopy T-Shirt
16: Das Leben ist schön
17: In den Schuhen von Audrey Hepburn

18: Anfangs Schwester heißt Ende
19: Wette unter Models
20: Nah bei Dir
21: Die Devise der Sterne

Links:

- Erdmöbel, Hachenburg, 30.10.11
-
Erdmöbel, Frankfurt, 10.10.10



Sonntag, 17. Oktober 2010

Diego, Frankfurt, 16.10.10

3 Kommentare

Konzert: Diego
Ort: Nachtleben, Frankfurt
Datum: 16.10.2010
Zuschauer: wenige (ca. 45)
Konzertdauer: ca. 80 Minuten


Neulich im Goldrausch

von Ursula von neulich als ich dachte

Diese Woche war alles wieder normal auf Frankfurter Bühnen: Für das Konzert von Diego im Nachtleben am Samstagabend gab es eine offizielle Einlass- und Anfangszeit (letztere eine Stunde später als erstere) und keine von beiden hatte etwas mit dem tatsächlichen Konzertbeginn zu tun. Der Auftritt der Karlsruher Band fing 45 Minuten später an als angekündigt, dafür war Fotografieren (und Biertrinken) auch wieder erlaubt.

Dennoch hatten sich im Nachtleben nur ca. 45 Zuschauer eingefunden, dabei haben Diego mittlerweile zwei in der Presse gelobte Alben veröffentlicht, und der Eintritt war mit 10 EUR an der Abendkasse auch sehr moderat. Stylten sich die Frankfurter etwa alle für die „Nacht der Maschinen“ in der Batschkapp?

So blieben die ersten drei bis vier „Reihen“ des Nachtlebens leer. Die Band forderte das Publikum auch nicht dazu auf, näher zu treten, weshalb der relativ große Abstand bestehen blieb und der Funke nicht so richtig überspringen konnte, während das empfehlenswerte Album Gold komplett vorgestellt wurde.

Einen schweren Abend hatte Schlagzeuger Christian, der sowohl mit einem steifen Nacken zu kämpfen hatte – so etwas sollte man übrigens unbedingt warm halten und somit keineswegs oben ohne auftreten! – als auch mit technischen Problemen konfrontiert wurde. Bei einer unfreiwilligen Pause murmelte er bei eiligen Reparaturarbeiten, dass „das wichtigste Teil fehle“ und zwang somit Sänger Andreas, die Unterbrechung zu überbrücken. Dessen peinlich berührte Aufforderung, ob es im Publikum vielleicht Fragen an die Band gebe, war dabei um einiges lustiger als der darauf folgende Witz über zwei Auto fahrende Vampire mit Fahrrädern auf dem Dachgepäckträger, die von der Polizei gestoppt und gefragt werden, ob sie etwas getrunken haben (Antwort: Zwei Radler).

Über Fußball wollte er dagegen nicht sprechen, und so erfuhren wir nicht, ob sich die Band nun nach dem ehemaligen Bremer Diego oder nach Diego Maradona benannt hat. Immerhin das Internet konnte uns später in diesem Punkt weiter helfen.

Offen blieb aber auch die ungestellte Frage, ob Diego nun eher wie Interpol klingen (findet Ursula) oder wie die Editors (Dirk). Vielleicht richten sie sich ja auch einfach nach dem großen Vorbild Joy Division.

Wir waren dann relativ froh, dass Andreas keine weiteren Witze zu kennen schien, und die Band mit repariertem Schlagzeug zwei ihrer größten Hits, Grizzly Bear und September March, spielte.

Von der nicht allzu großen Originalität der „Musikrichtung“ abgesehen, muss man aber feststellen, dass Diego als sehr junge Band zwei Alben herausgebracht haben, die sich gegenüber den internationalen Vorbildern nicht verstecken müssen, und diese auch live sehr gut darbieten können. Etwas schade war neben der geringen Zuschauerzahl lediglich die relative Wortkargheit der Bandmitglieder, zum Beispiel vermieden sie „Konzert-Standards“ wie die Vorstellung der Bandmitglieder oder den Hinweis auf den Merchandise-Stand. Nachdem Frankfurt aber nach dem Heimspiel Karlsruhe erst der zweite Termin der Tournee war, arbeiten die Bandmitglieder vielleicht noch an ihrer Lockerheit (nicht nur im Nacken).

Setlist Diego, Nachtleben, Frankfurt:


01: The Distance In Between Us
02: Echoes
03: Lucy
04: Connected
05: Grizzly Bear
06: September March
07: Fan City
08: King of Castle
09: Galama
10: A Lot Like You
11: Vienna
12: Metz
13: She Is

14: Misery Loves Company (?) (Z)
15: Smokie Eyes
16: Me vs. Music



Mittwoch, 4. November 2009

The xx, Frankfurt, 03.11.09

7 Kommentare

Konzert: The xx
Ort: Nachtleben, Frankfurt
Datum: 03.11.2009
Zuschauer: ca. 350 (seit langem ausverkauft)
Dauer: The xx 48 min, MissinCat 35 min


Eigentlich hätte ich The xx* am vergangenen Freitag zum zweiten Mal sehen wollen; da waren die sehr stark gehypten Londoner in Luxemburg angesetzt. Ein paar Tage vorher machte dann aber die Meldung die Runde, Keyboarderin Baria Qureshi sei vorerst ausgestiegen und alle Konzerte bis zum heutigen Tag abgesagt. In Köln im Luxor war mir Baria neben ihren drei Kollegen kaum aufgefallen, ihr Ausfall erschien mir also nicht schrecklich dramatisch.

Im Nachtleben in Frankfurt war ich noch nicht. Der Club liegt mitten in der Innenstadt, direkt an der Konstablerwache. Die vielen Leute vor der Tür schienen nicht wegen des Nikotins draußen zu stehen sondern weil sie noch Karten suchten. Das Konzert war nämlich seit Wochen ausverkauft und wurde glücklicherweise nicht in die Batschkapp hochverlegt. Jedenfalls hatten es offenbar viele verpasst, sich rechtzeitig um Karten zu kümmern und versuchten das jetzt bei jedem, der sich dem Nachtleben näherte, zu korrigieren. Der Club liegt im Keller einer hippen Kneipe und ist nicht richtig günstig zugeschnitten. Sein Grundriss gleicht einer SIM-Karte, wobei die Bühne auf der Seite mit der fehlenden Ecke oben ist. Damit wird eigentlich nur die obere Hälfte des Ladens anständig beschallt.

Als für The xx aufgebaut wurde, zeigten sich schon die ausstiegsbedingten Änderungen. In Köln hatten die vier Musiker noch nebeneinander gestanden, heute waren die beiden Mikros weit auseinander aufgestellt und in der Mitte in zweiter Reihe der elektronische Kram. Um zehn nach zehn erschienen die drei verbliebenen xx, Gitarristin Romy, Bassist Oliver und Keyboarder Jamie. Das Konzert begann mit dem Introstück der Platte, gefolgt von VCR. Auch wenn das nach Wichtigtuerei klingen mag, das fehlende Keyboard bemerkte man sehr deutlich! Jamie Smith spielt all die kleinen Drumbeats live. Ihm dabei zuzusehen, ist ein wahres Vergnügen. Welche Parts seiner Kollegin Baria er zusätzlich übernahm, kann ich nicht einschätzen, es fehlte aber etwas am Klangbild, die Albumtreue (bei kleineren Variationen) des Kölner Konzerts war anfangs nicht gegeben.

Mit Heart skipped a beat - dem Lied mit dem besten musikalischen Moment, kurz bevor der Refrain erstmals kommt - und Basic Space hatte das Konzert einen ersten Höhepunkt. Hier standen Jamies treibende Beats im Vordergrund, die Lieder punkteten locker! Vor allem hörte man dabei wenig von der mangelnden Eingespieltheit der drei als verkleinerte Band.

Die aber spielte danach immer wieder eine Rolle. Oliver hatte schon entschuldigend erwähnt, daß es ihr erstes Konzert als Trio sei. Daß die Komplexität der Stücke der Band mit dem sorgfältig nach Zufall klingenden Einsetzen der Stimmen, dem scheinbaren Nebeneinandersingen von Romy und Oliver, enorm viel Üben voraussetzt, ist klar. Wenn dann ein Rad aus dem Getriebe rausfällt, ruckelt es eben (haben Getriebe eigentlich Rädchen? Ich habe keine Ahnung...), die enorme Präzision, die mich in Köln noch so beeindruckt hatte, fehlte häufiger. Die Band stellte sich dem aber sehr sympathisch. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie sich wohl der Glasvegas-Sänger verhalten hätte, wenn ein Schlüsselmusiker - sagen wir, die Schlagzeugerin - kurzfristig ausgefallen wäre...

Ihren sicher am häufigsten gespielten Hit Crystalised verpatzen die drei xxe richtig ordentlich. Erst der vierte Versuch, ins Lied zu kommen, gelang. Der Anfang des Stücks ist auch schrecklich komplex und erforderte offenbar von Jamie viel neue Arbeit. Aber weder Publikum noch Band waren dadurch genervt; als das Lied endlich lief, wurde es gefeiert!

The xx spielten das gleiche Set wie in Köln, nur in anderer Reihenfolge. Auch das glänzende Womack & Womack-Cover Teardrops gehörte zum Programm. Ich hätte zwar auch gerne eines ihrer anderen Cover gehört, aber so war es auch absolut in Ordnung!

Hätte mir der Vergleich gefehlt, wäre ich heute begeisterter gewesen. Auch so war das Konzert ein gutes, es war aber weit davon entfernt, überragend zu sein. Wenn die Band etwas eingespielt ist oder Baria zurückkommt, werden die Auftritte auch wieder brillant werden, daran habe ich keinerlei Zweifel. Natürlich war es auch so ein toller Konzertabend mit einer aufregenden Band, von der wir noch viel hören werden - falls sie nicht vorher als Retter der Musikbranche verheizt werden...

12.01.2010, Grünspan, Hamburg
13.01.2010, Batschkapp, Frankfurt
22.01.2010, Astra-Kulturhaus, Berlin
25.02.2010, Backstage, München
27.02.2010, Essigfabrik, Köln

Noch eine Anmerkung: wenn man die vollkommen unbekannte Vorgruppe zu erkennen glaubt, weil man die Sängerin solo schon einmal in Köln vor Amy Winehouse gesehen hat, sieht man wohl zu viele Konzerte... MissinCat, die ich damals noch als Missing Cat aufgeschnappt hatte, lieferte einige ruhige Popsongs als Vorprogramm. Sie wurde diesmal von einer Band begleitet, passte aber nicht recht zur Hauptgruppe. Zu ihr passte dann aber mit MIA die Pausenmusik wieder ganz gut. Vielleicht habe ich einfach irgendeinen anderen Zusammenhang verpasst.

Setlist The xx, Nachtleben, Frankfurt:

01: Intro
02: VCR
03: Heart skipped a beat
04: Basic space
05: Fantasy
06: Shelter
07: Crystalised
08: Islands
09: Teardrops (Womack & Womack Cover)
10: Night time
11: Infinity
12: Stars

Links:

- The xx in Köln

* leider gibt es hier keine neuen Bilder, weil es mir nicht möglich war, Fotos zu machen...



 

Konzerttagebuch © 2010

Blogger Templates by Splashy Templates