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Sonntag, 1. April 2018

Konzerttipps für Sachsen, April 2018

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Der April bringt den Frühling endlich und auch viele Konzert nach Sachsen. Das Foto zeigt in diesem Monat den Alten Gasometer in Zwickau, wo im vergangenen Monat Sarah Lesch zu Gast war.




Chemnitz
05.04. Small Fires @Aaltra
06.04. Hope @Atomino
09.04. Tidemore @Inspire
11.04. Andreas Spechtl + Saba Alizadeh @Atomino
11.04. Stephan Deller Trio @Kaffeesatz
13.04. Frére + Surma @Aaltra
13.04. Yeah But No @Atomino
14.04. Kill Your Boyfriend/Dora Flob @Lokomov
16.04. Three For Silver @Inspire
18.04. Isolation Berlin @Atomino
18.04. Kalamahara @Aaltra
18.04. Line Bøgh @Odradek
20.04. Errdeka @Atomino
20.04. Line Bøgh @ Scala Adorf
22.04. Tim Vantol @Atomino
25.04. Those Willows @Aaltra
26.04. Alicia Edelweiss & Sweet Sweet Moon / Alpine Dweller @Odradek

Dresden
01.04. Tracy Bruen & The Bluebirds @Blue Note
03.04. Radiuzm Palazzo +Telefon Telefon @Groove Station
05.04. Montreal @Groove Station
05.04. Hope @Beatpol
06.04. Rockhaus @ Alter Schlachthof
07.04. Mia @ Alter Schlachthof
07.04. Mutabor @Beatpol
07.04. Mr. Irish Bastard @Scheune
08.04. FINN @Groove Station
08.04. Anna Ternheim @Scheune
10.04. Balmorhea @Societätstheater
11.04. Desperate Journalist @Scheune
12.04. Black River Delta @Ostpol
14.04. Mr. Hurley & Die Pulverpiraten @Beatpol  
14.04. Die Skeptiker @Scheune
14.04. Tocotronic @ Alter Schlachthof
15.04. Prag @Jazzclub Tonne
15.04. Amusement Parks On Fire @Beatpol
17.04. Yonas @Beatpol
18.04. Candice Gordon @Scheune
19.04. – 22.04. Polimagie Festival @Beatpol & Ostpol
20.04. Radio Havanna @Scheune
20.04. Diller @Blue Note
21.04. byebye @Scheune
22.04. Lotte @Scheune
23.04. Bilderbuch @ Alter Schlachthof
23.04. Shred Kelly @Beatpol
25.04. Bender & Schillinger + Moglebaum @Beatpol
26.04. Julia Biel @Societätstheater
26.04. Reiche Söhne @Groove Station
27.04. King Khan And The Strings @Groove Station
28.04. Shout Out Louds @Beatpol

Leipzig
02.04. Editors @Haus Auensee
03.04. Magnum @Werk 2
03.04. IDESTROY @Moritzbastei
05.04. Schööf @Noch besser leben
06.04. Tocotronic @Werk 2
06.04. The Offenders @Werk 2
07.04. Dan Billu @Noch besser leben
07.04. Mia @Täubchenthal
12.04. Hope @Moritzbastei
12.04. Poems For Lila @Werk 2
13.04. Gogo Pengium @UT Connewitz
13.04. One Horse Band @Noch besser leben
13.04. Rockhaus @Täubchenthal
13.04. Die Letzte Instanz @Werk 2
16.04. Ätna & FHLAIPW @UT Connewitz
17.04. Moonlight Breakfast @naTo
19.04. Erdmöbel @Moritzbastei
19.04. 5K HD @Horns Erben
20.04. Antipro @Noch besser leben
21.04. Vincent von Flieger @Noch besser leben
23.04. Kaos Protokoll @Noch besser lebe
24.04. Minami Deutsch & Sonic Jesus & Wisp @UT Connewitz
24.04. Johannes Falk @Moritzbastei
24.04. Ryan McMullan @Neues Schauspiel
24.04. The Mechanical Tals @Noch besser leben
25.04. Aerofall @Noch besser leben
26.04. MURMURATIO (Arve Henriksen, Jan Heinke & Demian Kappenstein) @UT Connewitz
26.04. SAMA DAMS @Noch besser leben
26.04. Lucy Rose @Neues Schauspiel
26.04. Sohn @Täubchenthal
27.04. Pristine @Moritzbastei
27.04. Sojus1 @Noch besser leben
27.04. Cléo @Horns Erben
28.04. Franziska Günther @Horns Erben
28.04. VOXID @Werk 2
29.04. The Cool Quest @Täubchenthal
30.04. Clara Luzia @naTo

Reichenbach
16.04. Jante @Realitätsverlust

Zwickau
07.04. Isolation Berlin @Alter Gasometer
28.04. Ostfront @Alter Gasometer

Lichtentanne
07.04. The Pretty Things @St. Barbara
13.04. Mila Mar @St. Barbara
14.04. Bunte Hunde @St. Barbara
15.04. Elles Bailey @St. Barbara
18.04. Twin Bandit @St. Barbara
20.04. Modern Earl @St. Barbara
25.04. The Awesome Tuesday Fun Connection @St. Barbara


Donnerstag, 1. März 2018

Konzerttips für Sachsen, März 2018

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Meine Konzerttips für Sachsen im März zeigen wieder einen gut gefüllten Kalender:

Chemnitz
02.03. Sean Nagata @Kaffeesatz 
02.03. Jeronÿmus @Aaltra 
02.03. Lila Wolken @Atomino 
02.03. Greg Kowalski / Jon Porras @Weltecho 
05.03. Benjamin Yellowitz @Inspire 
08.03. Elephants on Tape @Aaltra 
09.03. Sunwatchers @Lokomov
09.03. René Neumann @Kaffeesatz 
12.03. Marla & David Celia @Inspire 
12.03. Dawn Brothers @Weltecho 
15.03. Paul Plut @Lokomov 
15.03. Alcuna Wilds @Aaltra 
15.03. DEKAdance @Weltecho 
16.03. Woman "Happy Freedom Tour" @Atomino 
17.03. Emily Maguire @Scala Adorf
19.03. Robert Graefe @Inspire 
21.03. Frida Lou @Max Louis 
23.03. Maria Schüritz @Kaffeesatz 
23.03. Whales und Fugly @Aaltra 
24.03. Nordra @ODRADEK 
24.03. Mister Me @Atomino 
25.03. Kwartirnik+ mit HEART OVT @Aaltra 
26.03. Moe & Jan Kalter 
29.03. Zimt @ODRADEK 

Dresden 
01.03. A Love Electric feat. Jo Aldinger @Jazzclub Tonne 
01.03. Coogans Bluff @Groove Station 
01.03. THE RURAL ALBERTA ADVANTAGE @Beatpol 
03.03. Love Machine @Scheune 
03.03. Erin Kostello @Blue Note 
03.03. Anna von Hauswolf @Beatpol 
04.03. Kat Frankie @Scheune 
04.03. Death by Chocolate @Beatpol 
06.03. The Gentle Lurch @Societätstheater 
06.03. Donots @ Alter Schlachthof 
09.03. Sarah Lesch (AUSVERKAUFT) @Beatpol 
10.03. Christian Steiffen (AUSVERKAUFT) @Beatpol 
11.03. Long Distance Calling @Beatpol 
13.03. Annemarie Reynis @Blue Note 
15.03. Erik Cohen @Groove Station 
15.03. Amanda @Beatpol 
15.03. Dennis Jones Band @Jazzclub Tonne 
16.03. Listener @Beatpol 
17.03. Samsara Blues Experiment @Beatpol 
17.03. Curse @Scheune 
18.03. Les Butcherettes @Beatpol 
18.03. CEDRIC @Groove Station 
18.03. Wallace Roney Group @Jazzclub Tonne 
19.03. IAMX @Beatpol 
21.03. Max Richard Leßmann @Scheune 
21.03. A Tale Of Golden Keys @Beatpol 
21.03. Kirk Fletcher @Blue Note 
22.03. Elif @Beatpol 
23.03. Satyricon @Beatpol 
23.03. Konrad Küchenmeister @Scheune 
25.03. The Baboon Show @Beatpol 
27.03. The Toasters @Beatpol 

Leipzig 
01.03. Owl Eye Ring @Noch besser leben 
01.03. Grandbrothers @UT Connewitz 
02.03. Erin Costelo @Horns Erben 
02.03. Cosby @Neues Schauspiel 
03.03. Benjamin Yellowitz & Aliya Thon @Noch besser leben 
03.03. Stefan Krawczyk @Moritzbastei 
04.03. Glashaus @Täubchenthal 
05.03. Liima (Nachholkonzert) @UT Connewitz 
06.03. Jeronÿmus @Horns Erben 
08.03. The Soft Moon @UT Connewitz 
08.03. Erja Lyytinen @Neues Schauspiel 
09.03. Bastian Bandt @Neues Schauspiel 
09.03. SOBI @Horns Erben 
09.03. MYRA @Werk 2 
10.03. POLIS @Neues Schauspiel 
11.03. And The Golden Choir @UT Connewitz 
11.03. Haiyti @Täubchenthal 
14.03. Kat Frankie (AUSVERKAUFT) @Täubchenthal 
16.03. Amanda @Neues Schauspiel 
17.03. Yellow Umbrella @Werk 2 
20.03. Laibach @Täubchenthal 
21.03. Max Prosa @Neues Schauspiel 
21.03. Yegor Zabelov @Noch besser leben 
23.03. Eau Rouge @Neues Schauspiel 
23.03. Felix Fuchs @Horns Erben 
23.03. Shawn Lee's Ping Pong Orchestra @Täubchenthal 
23.03. DEKAdance @naTo 
24.03. Trivium @Täubchenthal 
24.03. Max von Wegen @Horns Erben 
24.03. Die Skeptiker @Moritzbastei 
28.03. Her @Noch besser leben 
28.03. Máni Orrason @Horns Erben 

Reichenbach 
10.03. City Happening @Realitätsverlust 
29.03. Sem Seiffert @Realitätsverlust 

Zwickau 
03.03. Phillip Boa & The Voodooclub @Alter Gasometer 
10.03. Sebastian Hackel @Alter Gasometer 
11.03. Sarah Lesch @Alter Gasometer


Sonntag, 11. Februar 2018

Winter Pop, Leipzig, 07.02.18

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Konzert: Arpen, Orph, Sea+Air
Ort: Schaubühne Lindenfels, Leipzig
Datum: 07.02.2018
Dauer: 30, 50 Winter Pop, Leipzig, 07.02.18, 30 min
Zuschauer: 130

Das Winter Pop Fest ist eine tolle Idee, an einem Abend in des Winters Kälte mit einem kleinen Musikfest Wärme in die Herzen zu bringen. Die Bandauswahl ließ einen spannenden Bogen erwarten und für mich gab es kein Halten im Vorverkauf, weil immerhin 2 Künstler des Abends schon in der Scala gespielt haben und ich mir ihre aktuellen Projekte ansehen und anhören wollte.

Die Schaubühne Lindenfels liegt im aufstrebenden Plagwitz, das Ambiente eines morbiden Saales und das dezent wechselnde Bühnenlicht gaben dem Abend die heimelige Atmosphäre.

Ein paar Zuschauer hätten es gern mehr sein können, immerhin war der Saal mit den optimistisch gerechneten 130 Besuchern leider nicht gut gefüllt. Sie verloren sich etwas im Saal und mussten am Ende ausdrücklich nach vorn gebeten werden.




Arpen
Arpens selbstbetiteltes Soloalbum im Ohr freute ich mich auf sein Trio mit Philipp Rumsch und Jakob Müller. Sie eröffneten den Abend mit einem minimalistischen Set. Zwei Soundtüftler und Arpen spielten sparsam arrangiert Titel verschiedener Phasen. Zumindest einer war aus Arpens Soloalbum, es waren dann noch ältere sowie ein ganz neues Stück dabei. Meist begannen sie mit knarzenden sich steigernden Beats und bauten sich dann wie Gewitterwolken in die Höhe. Vor allem im letzten Titel, bei dem, als er verklang, Arpen über die schwindenden Töne sein Leid oder seinen Ärger rausschrie so jedenfalls mein Eindruck. Das waren 30 beeindruckende Minuten des Openers.





ORPH
Der zweite Act des Abend war gleichzeitig meine größte Vorfreude. Immerhin spielt Steffi Narr bei ORPH. Sie war mit ihrem Trio Coucou bereits zu Gast in der Scala. Nun war ich sehr gespannt auf ihr Projekt ORPH, von dem ich nicht wusste, dass sie bereits 2012 ein Album herausgebracht haben. Sie wurden zu Beginn des Abends als ScienceFiction Pop gekündigt. Was ich empfand, war eine wunderbare Mischung aus Zukunftsmusik und aus der Zeit gefallenem Bühnenoutfit der spanischen Eroberung Amerikas. Mit der Beleuchtung der Bühne ergab dies träumerische 50 Minuten mit den pyramidenförmigen Tränen von Simba. ORPH spielt verträumte Melodien, kompakte Arrangements aus Gitarrenband mit Keyboardsamples, Trompete und großer Trommel Augen- und Ohrenweide.




Das neue Album gab es 2 Tage vor dem offiziellen Release. Ich wünsche ihm ein großes Publikum. ORPH bringt definitiv eine eigene Farbe in die Szene!




Sea + Air
Eleni Zafiriadou (Vocals, Harpsichord, Organ Bass Pedal) und Daniel Benjamin (Vocals, Gitarre, Drums und Percussion) spielen ihren einzigen Clubgig in diesem Jahr in Deutschland zum Winter Pop Fest in Leipzig. Sie stiegen mit Songs aus Evropi ein (Lady Evropi) und My Hearts Sick Chord (Do Animals Cry?) in den Abend ein. Sea + Air haben eine eigene Ausstrahlung, die mich in die Songs zog. Sie haben ihre eigene Instrumentenwelt um sich herum aufgebaut, Eleni links und Daniel rechts auf der Bühne. Passte etwas nicht in einem der Songs, flogen schonmal im Spaß die Trommelstöcke über die Bühne. Angekündigt waren auch neue Songs, aber da ich noch eine lange Heimfahrt und einen frühen Start in den nächsten Bürotag vor mir hatte, habe ich die Schaubühne nach einer halben Stunde Sea+Air gegen Mitternacht schon verlassen müssen.




Schade, ohne die technischen Verzögerungen am Anfang des Abends hätte ich mehr von den beiden hören und sehen können.

Die erste Auflage des Winter Pop Fests ist gelungen, die Idee wunderbar und ruft nach einer Fortsetzung im nächsten Jahr.


Aus unserem Archiv:
Arpen, Karlsruhe, 30.11.14 


Orph, Beverungen, 25.05.12 
Orph, Mannheim, 19.05.12


Sea + Air, Storkow, 22.08.15
Sea + Air, Karlsruhe, 03.10.13
Sea + Air, Ludwigsburg, 30.11.13
Sea + Air, Karlsruhe, 21.07.13
Sea + Air, Mannheim, 31.05.13 
Sea + Air, Darmstadt, 03.03.13 
Sea + Air, Köln, 24.10.12

Dienstag, 30. Januar 2018

Konzerttips für Sachsen, Februar 2018

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Schaubühne Lindenfels, Leipzig ©Thilo Mißler

Im Folgenden findet Ihr die Konzerte in Sachsen, die ich recherchieren konnte. Meine Empfehlungen für diesen Monat seht Ihr farblich hervorgehoben.

Chemnitz
06.02. Wælder + Orson Hentschel @Lokomov
08.02. Katiju /// M. Mert Güney & Emre Çankaya @ODRADEK
09.02. Wyatt E. Live @Lokomov
09.02. Autumn Valley @Kaffeesatz
09.02. Moris @Atomino 
09.02. Lotta Sleeps @Aaltra
11.02. Chris Foryth and the Solar Motel Band @Weltecho
12.02 Brendan Lewes @Inspire
12.02. Carl Gari & Abdullah Miniawy @Weltecho
15.02. Panteon & Jon Divello@Lokomov
16.02. KUF @Atomino
19.02. Thomas Franke Gerhardt @Inspire
23.02. Urlaub in Polen @Atomino
25.02. Giant Rooks @Atomino
26.02. Michael Lane @Inspire

Dresden
01.02. Leyya @Groove Station
02.02. Yellow Umbrella @Scheune
02.02. Lea W. Frey & Band @Kukulida
03.02. Katiju @Kukulida
03.02. Simon Jonas @Blue Note
03.02. Belgrad @Scheune
03.02. L'ÂME IMMORTELLE @Beatpol
04.02. Marion Fielder @Groove Station
06.02. Ätna & Frineds @Societätstheater
07.02. Wælder + Orson Hentschel @Scheune
08.02. Torpus & The Art Directors @Beatpol
09.02. Soud Massi @Beatpol
10.02. Holler My Dear @Jazzclub Tonne
10.02. Jon Gomm @Beatpol
11.02. Faber @Beatpol
14.02. IKARUS @Blue Note
14.02. KUF @Groove Station
15.02. Gold + Support: Kalle @Scheune
15.02. John Moon @Beatpol
17.02. Herbst in Peking + MAchine De Beauvoir @Scheune
17.02. Erobique @Beatpol
18.02. Gemma Ray @Groove Station
20.02. The American West @Blue Note
20.02. Lotta Sleeps @Groove Station
20.02. Milky Chance @ Alter Schlachthof
22.02. Callejon @Beatpol
23.02. Amenra & Boris @Beatpol
24.02. Eyal Maoz´Edom @Jazzclub Tonne
24.02. Shoshin @Groove Station
26.02. Giant Rooks @Scheune
27.02. White Wine @Beatpol
28.02. Onyx @Scheune
28.02. Grandbrothers @Beatpol


Leipzig
01.02. Moritz Schaller HMT Abschlusskonzert @Horns Erben
02.02. Moonmind @Horns Erben
02.02. Belgrad @Neues Schauspiel
03.02. Drens @Noch besser leben
04.02. Mary Broadcast @Noch besser leben
07.02. Winter Pop Fest: Sea + Air, Orph, Arpen @Schaubühne Lindenfels
07.02. Torpus And The Art Directors @Werk 2
09.02. Annelie @Noch besser leben
11.02. Jon Gomm @Werk 2
12.02. Giant Rooks @Täubchenthal
14.02. View @Werk 2
16.02. The But @Noch besser leben
16.02. We Inventred Paris @Werk 2
16.02. Sol Heilo @UT Connewitz
17.02. Falk @Moritzbastei
18.02. Yeah But No @Neues Schauspiel
18.02. Emily Barker @Werk 2
19.02. Holler My Dear @naTo
22.02. Hazel Brugger @Täubchenthal
23.02. Pothead @Werk 2
23.02. LAYA @Noch besser leben
23.02. James Vincent McMorrow @UT Connewitz
25.02. Leyya @Täubchenthal
27.02. Algiers @UT Connewitz
28.02. I am OAK @naTo
28.02. Dillon @Täubchenthal

Reichenbach
16.02. St. George @Realitätsverlust



Freitag, 1. Dezember 2017

Konzerttipps für Sachsen, Dezember 2017

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Das Jahr geht auf die musikalische Zielgerade und eines der Highlights in Chemnitz ist natürlich die Mania, die wie immer innerhalb weniger Tage ausverkauft ist.



Chemnitz 
02.12. Horst Adler Kapelle – Record Release @Weltecho 
04.12. Janda @Inspire 
06.12. Planting Robots @aaltra 
07.12. IVATU @Odradek 
08.12. Dämse @aaltra 
08.12. Still Trees – Record Release @Atomino 
11.12. Frida Lou @Kunstsalon Rosenhof 
11.12. A Choir Of Ghosts @Inspire 
14.12. No Money Kids @aaltra 
15.12. Dyse @Atomino 
15.12. Conny Ochs @Odradek 
20.12. x-mas-boys @Scala Adorf 
25.12. Mania for the dead @Atomino 
26.12. Mania for the dead @Atomino 
29.12. Atlas Ahead – Record Release @Weltecho 

Dresden 
01.12. Honig & Lotta Sleeps @Blue Note 
01.12. Klez.e @Beatpol 
02.12. Awkward I, Brother Grimm, Janda @Blue Note 
02.12. Bohren und der Club of Gore @Beatpol 
05.12. Barrenstein @Beatpol 
07.12. Meute @Beatpol 
07.12. KATIJU @ @Jazzclub Tonne 
07.12. Impala Ray @Ostpol 
08.12. Johnossi @Beatpol 
09.12 The Prosecution @Beatpol 
10.12. Jingle Crimes @Die100 
12.12. Malky – Play Acoustic Trio @Jazzclub Tonne 
14.12. Heisskalt @Beatpol 
14.12. Johanna Summer Trio @Jazzclub Tonne 
15.12. The Flying Eyes @Beatpol 
17.12. Mighty Oaks @Alter Schlachthof 
18.12. Kim Janssen @Beatpol 
21.12. Jarése @Die100 
22.12. The Picturebooks @Scheune 

Leipzig 
01.12. Russkaja @Werk2 
01.12. Brother Grimm, Janda @Horns Erben 
01.12. FIBEL @Noch Besser Leben 
02.12. Honig & Lotta Sleeps @Horns Erben 
02.12. Karl die Große @Neues Schauspiel 
04.12. Dame @Täubchenthal 
08.12. Who Made Who (Support Blond) @UT Connewitz 
08.12. Treptow @Noch Besser Leben 
09.12. Marmitako @Horns Erben 
09.12. Lotta Sleeps @Noch Besser Leben 
11.12. Lydia Lunch @UT Connewitz 
14.12. Wolf Mahn @UT Connewitz 
14.12. Atlas Bird @Neues Schauspiel 
15.12. Keimzeit @Täubchenthal 
15.12. Le – Than Ho @Pool Garden 
15.12. Cox And The Riot @Noch Besser Leben 
16.12. Conny Ochs @Noch Besser Leben 
17.12. Malky @Täubchenthal 
23.12. The Picturebook @Werk2 
29.12. Spin Machine @Noch Besser Leben 
29.12. Northern Lite @Täubchenthal Zwickau 
01.12. Paul Millns @Alter Gasometer 
02.12. Stoppok @Alter Gasometer 
15.12. Gruppa Karl-Marx-Stadt @Alter Gasometer 
28.12. Northern Lite @Alter Gasometer


Samstag, 22. April 2017

Apples in Space, Leipzig, 21.04.17

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Konzert: Apples in Space
Ort: Moritzbastei Leipzig
Datum: 21.04.2017
Dauer: 90min
Zuschauer: ca. 50



Erfrischend und erwachsen


Apples in Space sind eine meiner Lieblingsbands seit ihrem Gastspiel 2015 in unserem Wohnzimmer. Es braucht zur Begründung keine Worte, das Erlebte ist ausschlaggebend. 3 Wochen vor dem nächsten Konzert in der Scala haben Katrin und ich die Chance für einen Überraschungsbesuch in Leipzig genutzt. Die Apples sitzen im Innenhof der Moritzbastei und spielen sich ein. Nach dem kalten Ostern ist es der erste milde Nachmittag. Die Begrüßung ist pure Freude übers Wiedersehen und Freude auf dieses und die nächsten Konzerte. Ich bin heute sehr neugierig auf die Titel des neuen Albums, neugierig auf die Art ihrer Präsentation, bisher kannten wir ja nur den halbakustischen Wohnzimmerauftritt. Und das neue Album zeigt noch so viel mehr musikalische Einflüsse der Kollegen Janusz und Jonathan auf die Songs.



Das Fazit gleich vorweg: Die Apples haben sowohl mit dem neuen Album als auch auf der Bühne eine erstaunliche Entwicklung zu einer großen Band hinter sich. Da sind die Dramaturgie der Setlist, die abwechslungsreich arrangierten Songs des Abends, die die verschiedenen Aufmerksamkeitsspannen des Publikums bedienen und die Spannung immer wieder ansteigen lassen. Schon der Einstieg ins Konzert ist unüblich. Die meisten Bands starten mit Titeln ihres aktuellen Albums und holen dann die Fans mit den bekannten älteren Stücken erst später ab. Die Apples gehen den Abend genau andersherum an und erobern den Saal zunächst gleich mit 3 Titeln des 1. Albums (Apples in Space), bevor sie auf fulminante Art Fahrt mit den ersten Titeln des aktuellen Albums (The Shame Song) aufnehmen.



So geht es temporeich und schweißtreibend zum Mittelteil, den Julie und Phil nach einer Unterstützung von Jonathan an den Tasten dann allein bestreiten und die akustischen Momente Gänsehaut erzeugen (Manor Hotel).



Phil und Julie stehen im Scheinwerferkegel allein mit ihren teilweise herzzerreißenden Songs Paper Town und Upon This Wave. Da werden große Gefühle in eruptive Musik gegossen und ganz leise dargeboten. Ich bin berührt von der bewundernswerten Souveränität, die die beiden mit ihrer hochdramatischen Songarchitektur hier ausspielen. Sie bannen das Publikum dabei mit großen Gesten wie den Ausflügen von Phil und seiner Gitarre vor die Bühne oder Julies schmachtende Blicke in Phils Richtung.



Wieder vereint auf der Bühne treibt die Band den Abend in Richtung Ziel. Bei der Tour de France würde man von einer Bergankunft sprechen – hier zogen die Apples mit den letzten Titeln noch das Tempo an und ließen das Publikum in Nachhall der letzten Songdonner allein zurück im Saal, so schnell verließen sie den Raum.


Sie ließen sich dann auch nicht lange bitten, um für 2 Zugaben wiederzukommen, erst Phil und Julie zu zweit und mit einer ganz ruhigen Fassung von Ophelias Song. Den Schlusspunkt setzte die Band mit Tin Can Odyssey unter den grandiosen Abend einer Band, der ich nur allergrößte Aufmerksamkeit wünsche.



Fazit, zweiter Teil: Alte und neue Songs klangen für uns wie aus einem Guss. Die szenischen Schmankerl waren geschickt gesetzt und zeugten von einem großem Einfühlungsvermögen der Band und ihrer Kenntnis über die Wirkung ihrer Musik. Wie Janusz bestätigte, sind diese Punkte auch Gegenstand längerer Diskussionen, sicher ein Ausdruck der Sorgfalt, die die Band diesbezüglich gegenüber ihrem Publikum umtreibt.
Nach einem Schwatz über die Mühen in den Ebenen des Musikbusiness in der nicht mehr ganz so milden Leipziger Frühlingsnacht, sind Katrin und ich mit einem leuchten im Herzen wieder heimgefahren. Zum Glück für uns sind es diesmal nur 3 Wochen bis zum nächsten Konzerterlebnis mit Apples in Space.


Setlist
01. I Was The Moon *
02. The Old Man & The Country *
03. Vespa *
04. Shame **
05. All My Things **
06. November **
07. The House Is Empty Now *
08. Manor Hotel **
09. The Never Read Letter *
10. Paper Town *
11. Upon This Wave **
12. Because The Nights Are Empty **
13. Technical Failure **
14. Farewell, Little World *
15. Behind Closed Doors **

16. Ophelias Song (Z) *
17. (A Tin Can) Odyssey (Z) **

* vom Album “Apples in Space” (2015)
** vom Album “The Shame Song“ (2016)


Aus unserem Archiv
Apples in Space, Adorf, 20.09.2015
Apples in Space, Karlsruhe, 13.09.2015
Apples in Space, Köln, 03.03.2015
Apples in Space, München, 10.04.2013

Samstag, 18. Juni 2016

Nadine Maria Schmidt, Leipzig, 21.05.16

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Konzert: Releasekonzert in großer Besetzung 
  Nadine Maria Schmidt und Frühmorgens am Meer
Ort: Neues Schauspiel in Leipzig
Datum: 21. Mai 2016
Dauer: 120 min
Zuschauer: knapp 200


Unfassbar: Es ist tatsächlich schon vier Jahre her, dass ich mich zuletzt auf den Weg ins Neue Schauspiel nach Leipzig gemacht habe. Auch 2016 ist der Grund ein Release-Konzert in großer und besonderer Besetzung für eine Platte von Nadine Maria Schmidt. In der Zwischenzeit ist freilich auch viel passiert. Vor vier Jahren noch hatte sie sich z.B. etwas zweifelnd daran gemacht, einen nicht von ihr selbst stammenden Text in Musik zu kleiden. Es sei wie einen fremden Schlüpper anzuziehen. Doch diesmal stand ein ganzer Liederreigen in den Startlöchern für den Nadine sich die Worte von den besten Wortkünstlern angeeignet hatte.


Als ich schließlich sehr erwartungsfroh wieder in der schnoddrig schönen Bühne in Leipzigs Westen Platz genommen hatte, wurde mir klar, dass ich gar nicht recht wusste, was mich erwarten würde. Ein wenig putzig, nachdem ich zwei Neu-Leipziger Freunde überredet hatte, mich zu begleiten und sich das keinesfalls entgehen zu lassen. Auf einer Ebene ganz und gar berechtigt, sind doch die Konzerte von  Nadine immer ganz besonders und von einer Haltung geprägt, die meine Freunde ansprechen würde. Erst recht in der großen Besetzung mit der ganz persönlichen Stimmung voller Herzen im Publikum. 


Aber mir wurde auf einmal erst recht bewußt, dass ich von den neuen Liedern noch kaum etwas kannte und über die neue Platte quasi nichts wusste. Als ein bester Fan der Welt hätte ich eigentlich das Privileg gehabt, auch vor dem offziellen Release-Tag am 3. Juni "meine" Platte schon in Händen zu halten, aber ich hatte Nadine gebeten, den Brief nicht zu schicken, weil ich ihn mir persönlich abholen würde. Viele der anderen im Saal hatten sich schon ein paar Tage in die neuen Lieder versenken können und ich war mir auf einmal nicht recht klar darüber, ob es so klug gewesen war, das Porto zu sparen...


Aber natürlich sind solche Gedanken müßig. Das Konzert würde für sich sprechen und ein besonderer Abend werden. Warum also nicht Freundschaft mit den neuen Liedern schließen im besten aller denkbaren Settings?! Nadine begann dann - als hätte sie meinen inneren Dialog gehört - mit einem mir sehr vertrauten Stück: Aluna. Das ganz ohne große Besetzung sondern nur mit Ukulele auf die Bühne gebracht wurde. Als stiller Anker oder auch um den Ton für das Konzert zu setzen: Ernsthaft und ehrlich - aber doch mit dem typischen Funken Hoffnung und tiefer Zärtlichkeit für alles menschliche. So weit der Plan. In Wirklichkeit musste sie mehrfach ansetzen und dann doch noch eine Ansage vom Herzen reden, bevor ihr innerer Pegel richtig eingestellt war für den Abend. Was aber gut aufgehoben war und erst recht die herzliche und erwartungsfrohe Stimmung fühlbar machte.


Anschließend wurde im Dunkeln eine Lesung eingespielt und dann füllte die Bühne schließlich die angekündigte große Besetzung. Mit Cello, Bratsche, Posaune, Klarinette, Klavier, Gitarre, Bass, Percusssion, Schlagzeug, Background-Gesang und einer leuchtenden Nadine dazwischen, davor und von allen getragen (später gab es auch noch Hackbrett und Melodika).


Auch hier war wie ein Bonus für mich der erste Song einer, den ich per Video kurz zuvor kennengelernt hatte: Ich bin der Regen. Dazu noch mit dem Text einer Lyrikerin, die mir durch ein sehr emotionales Konzert mit Hermann von Veen ins Herz gepflanzt wurde. Allein dieses Lied wäre mir die Reise nach Leipzig wert gewesen. So viele Gedanken und Gefühle wurden in mir aufgewühlt und freigesetzt und eingesponnen. Und ich spürte, wie auch bei meinen Sitznachbarn der Funken übersprang und alles war einfach nur herrlich. 


Was stach an dem Abend noch heraus? Ich kann es gar nicht so einfach benennen, um nicht dann doch alles aufzuzählen. Ich liebte die Posaune. So etwas herrlich hymnisches brachte sie in die Musik und war doch ganz geerdet, oder das Cello. Ebenso die vielen Frauenstimmen auf der Bühne - so wunderbar aufeinander eingestimmt und in der Fülle des Abends so reich. 


Oder vielleicht doch der herrliche Übermut inmitten all der Ernsthaftigkeit, die Spontan-Vertonung des Ringelnatz-Gedichts mit dem hingebungsvoll mitgesungenen Die Löcher sind die Hauptsache in einem Sieb (und wer wollte das bestreiten oder für unwichtig erklären?). Es gab Zugaben mit geliebten und bekannten Liedern und das Bitten und Betteln des Publikums brachte noch ein allerallerletztes Lied hervor, welches den Abend auf mit Nadine Solo beendete, wie er begonnen hatte.

Musiker:
Nadine Maria Schmidt - Gesang, Gitarre
Till Kratschmer - Klavier
Chris Turrak - Bass, E-Cello
Susann Großmann - Gesang
Tanja Haberland - Gesang
Tim Köhler - Gesang
Ralf Bauer - Posaune
Moritz Brümmer - Cello
Filip Sommer - Bratsche
Johannes Ziemann - Schlagzeug
Andreas Krödel - Klarinette
Torsten Philip - Hackbrett

 

Setlist:
01. Aluna
02: Ich möchte leben (gelesen)
03: Ich bin der Regen (Selma Meerbaum-Eisinger)
04: Denk es o Seele (Eduard Mörike)
05: Vorfrühling (Hedwig Lachmann)
06: Frische Fahrt (Joseph von Eichendorff)
07: Das Karussell (Rainer Maria Rilke)
08: Die Stadt (Theodor Storm)
09: Der Panther (Rainer Maria Rilke)
10: Mein blaues Klavier (Else Lasker-Schüler)
11: Leise sprich, leis geh (Oscar Wilde)
12: Sophie Scholls letzter Brief
13: Herbstbaum (Jochen Arlt)
14: Drei Jahre später (Jochen Arlt)
15: Winter (Annette von Droste-Hülshoff)
16: Ich hab Dich so lieb (Joachim Ringelnatz)

17: Das Leben ist schön
18: Und keiner hats gemerkt
19: Bitte lob mich

20: Sommerlied (noch ohne Namen)



Tourdaten 

Trio-Tour
28.05. Dresden, Club Passage
29.05. Meißen, 2. Internationales Sing & Song Klosterfestival
03.06. Zwickau, il Tavolino (mit Polis)
04.06. Plauen, Malzhaus
07.06. Bayreuth, Sübkültür
08.06. Weimar, Other Music Academy
10.06. Oranienburg, Kulturkonsum


Nadine Maria Schmidt & Susann Grossmann - Tour
22.06. Lübeck, Tonfink - Kulturcafé & Bar
23.06. Dierhagen, Kirche
24.06. Greifswald, Kulturzentrum St. Spiritus
01.07. Weil der Stadt, Straßenmusikfestival
02.07. Tübingen, Club Voltaire
06.07. Carwitz, Kirche
08.07. Schwerin, tba
09.07. Bad Wilsnack, Schloss


Aus unserem Archiv: 
Nadine Maria Schmidt, Karlsruhe, 10.10.14
Nadine Maria Schmidt, Adorf, 12.01.13
Nadine Maria Schmidt, Karlsruhe, 14.09.12
Nadine Maria Schmidt, Leipzig, 01.06.12
Nadine Maria Schmidt, Karlsruhe, 03.05.12




Dienstag, 7. Juni 2016

We Invented Paris, Leipzig, 03.06.16

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Konzert: We Invented Paris
Ort: Moritzbastei Leipzig
Datum: 03.06.2016
Dauer: ca. 100 min
Zuschauer: ca. 50

Als wir am frühen Freitagabend in Leipzig ankommen ist das Stadtzentrum voller Riesenräder, Bühnen und Menschen. Ein Blick und aha – laut Suchmaschinen ist an diesem Wochenende Stadtfest. Die Tonne in der Moritzbastei füllt sich daher auch langsam und nachher sind immerhin gut 50 Gäste im Publikum. Eine spätere Befragung durch Flavio, den Sänger zeigte, dass die meisten bereits auf We Invented Paris-Konzerten gewesen sind.
Zu Beginn gegen 22 Uhr saßen alle noch wie in den ganz alten Zeiten in der Disco am Rande des Saales, begaben sich aber mit den ersten Tönen in die Mitte und vor die Bühne.



We Invented Paris hatten kein neues Album im Gepäck, dafür einige neue Lieder. Ihre Musik sorgte schon immer für viel Bewegung – sowohl auf der Bühne als auch davor. Die bekannten Songs gehen sofort ins Ohr und in die Glieder, die neuen erscheinen einen Zacken schärfer, soll heißen, sie sind schneller und treibender.



Dazu bringt Flavio neues Instrument zum Einsatz. Fast ist er ein wenig beschämt als er es ankündigt: Er hatte beim Schreiben der neuen Songs einfach mal keine Lust auf Gitarre. Und so hat er sich mit diesem zwischen hammergeil und oberpeinlich aussehenden Teil einen Wunsch erfüllt. In den Nachschlagewerken der Welt wird es als Keytar geführt. Mit sichtlichem Spaß fegt Flavio manchmal wie ein Derwisch über die Bühne, egal ob singend oder spielend. Und mit dem neuen Instrument geht es teilweise in Richtung Dance und Disco, dazwischen streuen die Songs von „Rocket Spaceship Thing“ immer wieder eine Brise Melancholie.



We Invented Paris sind eine der empathischsten Bands, die ich kenne. Sie haben ein beinahe unheimliches Gefühl für Melodien. Und die Rhythmussektion wird auch schon mal mit Kisten und Drumsticks ausgedehnt auf Gitarrist und Bassist.



Insgesamt erleben wir ein sehr abwechslungsreiches und kurzweiliges Konzert. Als weiteren Kontrast setzt sich Flavio ins Publikum, die Band hat kurz Pause und Flavio spielt auf einem Spielzeug-Keyboard umringt von den Zuschauern den Titel Lost With You. Und weiter ging es mit Band und alten und neuen Songs. Dazwischen keine Ansage, ob und wann ein Album in Arbeit ist, man kann es nur vermuten, dass We Invented Paris diese Tour nutzen, um die neuen Songs und den frischen Sound der Band auszutesten. 



Das Publikum jedenfalls empfängt die neuen Songs mit offenen Armen und Ohren. So ist es folgerichtig, dass mehrere Zugaben vom Publikum gefordert werden. Für das letzte Stück „Silence“ verlässt die Band wieder die Bühne und spielt rein akustisch umringt vom Publikum. Dies ist der Gute-Nacht-Gruß der Musiker mit dem Versprechen, wiederzukommen.



Hoffentlich bleibt diese Nähe, die sich am Merchandising-Tisch fortsetzt erhalten.

Setlist
01. The Busker
02. Mont Blanc
03. Bubbletrees
04. Polarbears
05. Spiderman
06. Fuss
07. Auguste Piccard
08. Catastrophy
09. Touriste
10. Lost With You
11. Dane On Water
12. Sleeptalker
13. Kaleidoskope
14. Farmer
15. Iceberg
16. Air Raid Shelter (Z)
17. Nothing To Say (Z)
18. More (Z)
19 Silence (Z)



Aus unserem Archiv
We Invented Paris, Mannheim, 19.02.2014
We Invented Paris, Wiesbaden, 24.04.2014
We Invented Paris, Mannheim, 19.12.2012



Donnerstag, 5. Mai 2016

Laura Gibson, Leipzig, 03.05.16

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Konzert: Laura Gibson
Ort: Werk 2, Leipzig
Datum: 03.05.2016
Dauer: 80 min
Zuschauer: ca. 80


Ich kenne Laura Gibson seit ihrem Album "Beast of Seasons" (2009), habe es aber bisher nie geschafft, ein Konzert zu besuchen. Auf der Suche nach Gelegenheiten in dieser Woche habe ich dieses hier erst recht kurzfristig gefunden und auf der Anfahrt noch in das aktuelle Album hineingehört, um mich auf den Abend vorzubereiten.



Als ich den Saal betrete, spielt die Vorband mit 4 jungen Herren gerade ihren ersten Titel und klingt wie eine 1970er US-Band aus dem mittleren Westen. Die Überraschung ist groß, als die Ansage nach dem Titel in deutsch herüberkommt. Leon Francis Farrow kommen aus Berlin und promoten gerade ihr Debütalbum. Die Songs geben sich erdig und mit ziemlich glaubwürdigem amerikanischen Akzent. Die halbe Stunde mit ihnen ist recht kurzweilig. Schon alleine Sänger und Gitarrist/Keyboarder Phil Nemeth ist eine Augen- und Ohrenweide, erinnert er mich doch in Statur und Bühnenpräsenz ab und zu an Prince.

Als Laura Gibson mit ihrer Band die Bühne betritt, hat sich der Saal dann doch halbwegs ordentlich gefüllt. Laura begrüßt das Publikum mit den neuen Songs. Das Album "Empire Builder" wird ausgiebig vorgestellt und die Band überzeugt mit sehr variablem Instrumenteneinsatz und wohlgesetzten musikalischen Leckerbissen: wenn man Schlagzeug mit Schneebesen und anderem Küchengerät oder einen Song mit 2 Violinen spielt, zeugt das für mich von Souveränität.



Zwischen den Liedern kämpft Laura Gibson immer wieder mit ihrem Husten, dem Gesang merke ich aber nichts an. Ihre Stimme klingt zerbrechlich und vermittelt oft eine Einsamkeit, die Körpersprache jedoch zeigt Präsenz und Bodenhaftung. Ich nehme ihr ab, dass sie die Geschichten ihrer Songs durchlebt hat, obwohl sie dazu in ihren Ansagen bis auf wenige Ausnahmen keinen Bezug nimmt. "Empire Builder" zum Beispiel. In dem Song thematisiert sie ihre Zugfahrt von der West- zur Ostküste und gleicht Aufbruch, Reise und Ankommen mit ihren Lebenserfahrungen ab. "Damn Sure" ist eine Reihung sicher geglaubter Fixpunkte im Leben, die sich im Rückblick dann doch als nicht sicher zeigten. Diese Songs lässt sie wirken und für sich stehen, erzählt dagegen von der Geschichte um "Dark Lake", eine Gegend in Oregon, wo sie für eine gewisse Zeit artist in residence war, um dort zu schreiben. Den Dark Lake selbst hat sie dabei nicht besucht und in dem Song ihre eigene Vorstellung von ihm in Verse und Melodie gebracht. 


Nach dem Akustikset mit "The Longest Day" von ihrer allerersten EP und als erstem von ihr je geschriebenen Lied kehrt die Band zurück auf die Bühne. Das Set endet nach einer überraschend schnellen Stunde mit "The Last One" vom aktuellen Album. Die Zugaben bauen dann noch einmal Spannung auf für das große Finale mit "La Grande".



Es war ein Abend mit einer zurückhaltenden, sehr sympatischen Künstlerin, die eine ganz große ihrer Zunft ist - nur dass das offenbar nicht so viele wahrnehmen. Ich wünsche ihr viele Besucher auf den ausstehenden Konzerten und jede Menge Abnehmer für die CDs und Schallplatten.

Setlist:
01. Damn Sure
02. The Cause
03. Empire
04. The Search For Dark Lake
05. Not Harmless
06. Five And Thirty
07. Louis
08. The Longest Day
09. ???
10. Two Kids
11. Caldera, Oregon
12. The Last One

13. Milk-Heavy, Pollen-Eyed (Z)
14. La Grande (Z)


nächste Konzerte:
05.05.2016 Pecs (H)
06.05.2016 Wien (AT)
07.05.2016 Dornbirn (AT)


Aus unserem Archiv:
Reza & Laura Gibson, Paris, 12.12.2009
Laura Gibson, Paris, 10.05.2012
Laura Gibson & Calexico, Paris, 16.11.2012


Donnerstag, 16. April 2015

Carrousel, Leipzig, 15.04.15

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Konzert: Carrousel
Ort: Werk 2, Leipzig
Datum: 15.04.2015
Dauer: 75 Min.
Zuschauer: ca. 50


Carrousel sind Sophie Burande und Léonard Gogniat, auf Tournee begleitet von ihrem Schlagzeuger Thierry Cattin und sind im Schweizer Jura beheimatet. Ich habe die Band im April 2014 in Chemnitz kennengelernt, als sie zum monatlichen Kwartirnik im Aaltra aufspielten. Dort hatte ich sie und ihre Musik sofort ins Herz geschlossen. 

Gestern nun waren Carrousel im Werk 2 in Leipzig zu Gast. Das Mischpult beeindruckend breit und bereit, die Bühne sparsam bestückt mit 2 Mikros , Gitarrenständer, Spielzeugklavieren und kleinteiligem Schlagzeug. Der Soundcheck scheint lange vorbei, die Techniker nutzen einen Laptop für den Livestream und versorgen das sich füllende Auditorium mit aktuellem Spielstand aus Porto. Ich sehe hämisches Grinsen.


Trotz Champions League sind um die 50 Gäste im Raum, als das Konzert beginnt. J’avais rendez-vous – das Publikum lässt sich nicht lange bitten und leistet der Einladung der Band Folge, nah an die Bühne zu kommen. Carrousel spielen französischsprachige Popmusik. Mit der Instrumentierung verbreiten sie eine unglaubliche Leichtigkeit: Léonard spielt akustische Gitarre, Sophie singt und spielt Akkordeon, Toy-Pianos und Melodica, Maultrommel und Glockenspiel. Thierry legt die Rhythmen unter die Lieder am Schlagzeug und Cajon.  


Die Musik, die Lieder und das Licht korrespondieren mit dem Bandnamen – es ist wie eine ausgelassene Karussellfahrt. Es gibt die schnellen und langsamen Runden, ich lasse den Blick schweifen und mich mitreisen. So wechselt die Szenerie auf der Bühne ebenso wie die Stimmungen der Songs. Fast jeder Titel lädt zum Tanzen ein und kaum jemand im Publikum steht still. Irgendwann schickt uns Carrousel mit Sergio Leone auf staubiger Straße in die Nacht. Da sind die 75 Minuten plötzlich wie im Flug vergangen. Zur Zugabe kommt die Band an den Bühnenrand und das Publikum ganz nah. Gute-Nacht-Lied. Und anschließend treffen sich alle am Merchandising-Stand.


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Le manque du place
Eva 

 

Konzerttagebuch © 2010

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