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Mittwoch, 12. August 2015

Calexico, Karlsruhe, 10.08.15

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Konzert: Calexico
Ort:  Tollhaus in Karlsruhe im Rahmen des Zeltivals
Datum:  10. August 2015
Dauer: 120 min
Zuschauer: etwa 1200

  
Verrückt, wie man sich auf ein Konzert freuen kann, nur weil die bisher einzige Livebegegnung so beglückend war... Calexico setzten dieses Jahr den musikalischen Schlusspunkt des Zeltivals und waren nach zwei Jahren mit ihrem neuen Album Edge of the sun zurück in Karlsruhe. Aber vielleicht noch verrückter ist es, dass mir die Musiker schon wie gute Bekannte - fast Freunde vorkamen, nur weil ich ihnen schon einmal zwei Stunden ganz fasziniert zugeschaut hat: Joey Burns mit seiner Akustikgitarre und DER Stimme, Jairo Zavala der Mann links außen für E-Gitarre und Pedal Steel und den unnachahmlichen Hüftschwung, Jacob Valenzuela und Martin Wenk an den Trompeten und Vibraphon (und je einmal auch Akkordeon), Ryan Alfred ganz weit rechts am Bass, Sergio Mendoza zwischen den ganzen Tasteninstrumenten und der überragend coole Mann am Schlagzeug John Convertino. 


Und anscheinend ging es nicht nur mir so, denn noch bevor das Konzert überhaupt begann, war die Stimmung hervorragend und nicht einmal die tropischen Temperaturen konnten dem Abbruch tun. Das musikalische Programm würde wohl ohnehin zu unseren verschwitzten Gesichtern passen und es zeigte sich: auch auf der Bühne floss der Schweiß für die nächsten zwei Stunden in Strömen. Die eigentliche Faszination der Livepräsenz von Calexico finde ich schwer in Worte zu fassen. Aber in unserer kleinen Gruppe vor der Bühne waren wir uns einig: Calexico sind live überragend gut und mitreißend und bekehren auch jeden, der nicht auf Mexiko-Trompeten und Wüstenrock steht für die Dauer des Konzertes, dass er etwas wunderbares geboten bekommt.


Sicher ist eine Zutat hierfür die Meisterschaft jedes einzelnen Musikers, die auch gezeigt werden darf - meist an vielen verschiedenen Instrumenten und beim Satzgesang. Dann die kongeniale Zusammenführung von nord- und südamerikanischem Weltgefühl (mit einer Prise Europa gewürzt) und die dabei in jeder einzelnen Note mitschwingende Wahrhaftigkeit. Dazu die sympatische Präsenz von Joey als Primus inter Pares, der obendrein dem Publikum das Gefühl gibt, eigentlich das überhaupt wichtigste zu sein an diesem Abend - und man glaubt ihm tatsächlich, dass er das wirklich so meint.


Für diesen Abend im Tollhaus durfte ein seltener gespieltes (aber ehrwürdiges) Lied den etwas nachdenklichen und passend heißen Anfangspunkt setzen: Frontera/Trigger - der Blick ging hier ins Weite, so wie ich das an Calexicos Musik so schätze. Anschließend wechselte die Stimmung souverän auf Indiepop mit einem neuen Song: Falling from the Sky und das ebenfalls brandneue Cumbia de Donde schlug den dritten Pflock im Genrespektrum ein mit einem Sprung nach Mexiko. Eine hitzige Rumba mit Trompeten und betörendem Wechselgesang - auch das in bewährter und eigener Calexico-Manier. Immer wieder ein Höhepunkt für mich der Klassiker Roka, der mit sehnsuchtsvollem Bogen für mich Gänsehaut pur verursachte und ein großes warmes Glücksgefühl. Dieser Bogen wurde mit dem neuen Miles from the Sea fortgeführt, im Dreiertakt und mit dem Akkordeon in Martin Wenks Armen.

Das ist aber nicht Martin Wenk :)
Im Dreiertakt wiegend und träumerisch ging es weiter: Sonic Wind rief wieder wunderbar sehnsuchtsvoll mit gedämpften Trompete und Pedal Steel in die Ferne. Hingegen mitreißend tänzerisch präsentierte sich das rein instrumentale Coyoacán zum rotem Mond am Bühnenhintergrund. Aber melancholisch sehnsuchtsvoll war anschließend Moon Never Rises (beide Titel vom aktuellen Album).  Nun war es Zeit für einen Tempowechsel und ordentlich mitklatschen. Splitter präsentierte sich als Pop mit Vibraphon und machte dann wieder Raum für Wüstenrock Drenched. Ein wirklicher Höhepunkt im hervorragenden Programm war für mich Bullets & Rocks. Die flirrende Stimmung  bot die Gelegenheit für eine einmalig inniges Trompetensolo, das immer wieder ins eigene Echo spielte und sich tief in meine Erinnerung einbrannte.


Calexicos Stärke als kongeniale Band wurde für Fortune Teller zurückgestellt, wo Joey Burns nur vom Bass begleitet auch solo zeigte, dass es letztlich die Güte des Songwritings ist, was mich so bezaubert - und diese Stimme! Traurig und melancholisch mit Pedal Steel jammernd kam anschließend Inspiracion - Jacob Valenzuela Lied. Und die trockene Wüste zurück mit Beneath the City of Dreams  und Alone Again Or - eine Paradenummer für Jairo Zavala als Gitarrero. Das heizte die Stimmung ordentlich auf und der Wechselgesang für  Puerto wurde vom Klatschen des Publikums angefeuert bevor das offizielle Set derart hitzig zu Ende war.
 


Aber natürlich war das nicht das Ende des Konzertes. Statt dessen gab es noch zweimal Zugaben. Fast schon traditionell wurde Chris Cacavas für den ersten Song auf der Bühne willkommen geheißen - diesmal für Angel of Death (ein Hank Williams cover). Und nach den heißen orientalischen Rhythmen vom aktuellen Roll Tango wurde ebenso fast schon traditionelle ausführlichst Güero Canelo in einer wilde feiernden Rumba mit ordentlich Hüftenkreisen und jeder Menge exzessiver Solos an den Instrumenten zelebriert. Und das Publikum wurde nicht müde beim mitsingen.
 


Zu Beginn der zweiten Zugabe gab es zunächst eine kleine ungeplante Einlage, denn aus der ersten Reihe wurde eine Kinderzeichnung auf die Bühne gereicht und Joey versprach, sie seinen Kindern mitzubringen und eine Brieffreundschaft anzuregen. Musikalisch wurde noch einmal mit Corona auf den Mexikanischer Marktplatz beim Volksfest eingeladen bevor Follow the River  sehr ruhig und verträumt wie ein Versprechen im Abschied auf mich wirkte.


Die Zuschauer im Tollhaus waren glücklich und kühlten in großer Zahl im Garten noch etwas ab. Mir fehlten Para und Minas de Cobre als Lieblingssongs. Aber was soll man machen. Es bleibt die Hoffnung, dass es nach sechs so erfolgreichen Besuchen in Karlsruhe hoffentlich auch ein siebtes Konzert mit den sieben Tausendsassas geben wird!


Setlist:
01: Frontera/Trigger
02: Falling From the Sky
03: Cumbia de donde
04: Maybe on Monday
05: Roka  (Danza De La Muerte)
06: Miles from the Sea
07: Sonic Wind
08: Coyoacán
09: Moon never rises
10: Splitter
11: Drenched
12: Bullets & Rocks
13: Fortune Teller
14: Inspiración
15: Beneath the City of Dreams
16: Alone again or (Love cover)
17: Puerto

18: Angel of Death (Hank Williams cover with Chris Cacavas)
19: Roll Tango
20: Güero Canelo

21: Corona (The Minutemen cover)
22: Follow the river

Calexico Livemitschnitt in Ancienne Belgique Brüssel 27.04. 2015


Tourdaten: 
06.08. Isny
07.08. Jena
08.08. Luhmühlen
10.08. Karlsruhe
19.08. Nürnberg       
22.08. Winterthur

30.10. Brüssel
01.11. Utrecht
02.11. Bastschkapp Frankfurt
03.11. Posthof Linz
04.11. Museumquarter Wien
06.11. Metropop Festival Lausanne
10.11. Werk 2 Leipzig
18.11. Konzerthaus Dortmund
19.11. Columbiahalle Berlin


Alle Fotos:
 

Aus unserem Archiv:
Calexico, Karlsruhe, 10.07.13
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Calexico, Paris, 14.10.08
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Samstag, 13. Juli 2013

Calexico, Karlsruhe, 10.07.13

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Konzert: Calexico mit Support Depedro
Ort: Tollhaus in Karlsruhe im Rahmen des Zeltivals
Zuschauer:  1200
Datum: 10.07.2013
Dauer: 45 Minuten + 120 Minuten

Ich hatte mich schon sehr auf den Zeltival-Abend mit Calexico gefreut, aber mit dem Gedanken gespielt, die Vorband Depedro zu übergehen. Es klang nicht so richtig nach meinem Geschmack. Einerseits mag ich die spanische Sprache und manche spanische Musik, aber nicht wenn es mir zu folkloristisch oder poppig ist bzw. Machismo oder eine gewisse Selbstverliebtheit des Latinos ausstrahlt. Und noch ein bisschen in der Abendsonne zu träumen war tatsächlich sehr verlockend. 


Aber Depedro zu verpassen wäre ein großer Fehler gewesen: Es gab eine überwältigende Hitdichte. Jairo Zavala zeigte sich als geborener Entertainer der aber zugleich geerdet war und in der vorgeführten Lebensfreude die Unbill des Lebens nicht aussparte. Dazu gab es einen Witzbold am Schlagzeug und Unterstützung an Keyboard bzw. zweiter Gitarre. Das sprach mich vom ersten Lied an aus tiefstem Herzen an, erst wippte der Fuß, dann schwang die Hüfte und beim ersten mitgesungenen Lalala war ich ihm verfallen. Er war ein 10 kW Herzen-Erhitzer aus dem Chillmodus des Sommerabends im Biergarten auf das Calexicokonzert. In den Gesichtern der Besucher des Tollhauses wurde das Lächeln angeknipst und der Tanzmodus aktiviert.

Zum Glück verabschiedete er sich mit dem Versprechen: We are back in October! denn die 45 Minuten waren viel zu schnell vorbei.


Nach wohltuend kurzem Gitarren stimmen ging es schon 15 min später weiter mit Calexico. Und natürlich hatten die sieben Musiker alles mitgebracht, was ich mir erhofft und erwartet hatte: strahlende Trompeten, viele Gitarren, Pianos, ein differenziert gespieltes Schlagzeug und Akkordeon. Und Spielfreude ohne Ende - ganze 2 Stunden würden sie uns an dem Abend unterhalten.


Die ersten Songs rissen mich nach dem emotionalen Überschwang des Supportes nicht so recht mit. Es gab Zeit, sich auf der Bühne umzusehen und ein echter Wermutstropfen war, dass die E-Gitarre vom ersten Moment an in der Abstimmung zu laut eingestellt war. An meiner Position übertönte es manchmal fast den Gesang, der doch hier gerade so wichtig ist und puschte die E-Gitarre in die Position der Leadstimme.


Es war ein für mich überaus interessanter Zeitvertreib, den verschiedenen Temperamenten auf der Bühne zu zu sehen. Südamerikanische Hüftschwünge mit indianischer Geschmeidigkeit rieben sich am spanischen sehr stolzen Temperament des einen Kopf größeren Südeuropäers. Daneben das fast spröde wirkende Herz der Band an Gesang und akustischer Gitarre (Burns) und Schlagzeug (Convertino) und dazu noch das typische Understatement aus Nordeuropa mit seinem ganz eigenem Charme an Bass und Gitarre. 


Und dann die Momente, wo sie fast alle wie die Chorknaben vorn nebeneinander stehen und sich das Herz aus dem Leib singen mit halb geschlossenen Augen und einer Innigkeit als hätten sie ein gemeinsam schlagendes Herz. Jeder ein Meister seines Faches und dies über den Abend verteilt in der Regel an mehreren Instrumenten beweisend.


Mit Roka von meinem Lieblingsalbum Garden Ruin kommt für mich das erste Ah! und ich bin im Calexico-Konzert richtig angekommen.  Hier ist sie - die vertonte Sehnsucht nach dem Horizont, der Ferne. Es setzt das vertraute E-Gitarren-Intro ein mit einem zurückhaltenden Rhythmus unterstützt und dann der sehnsuchtsvoll zurückgenommene Gesang. Schließlich rufen die Trompeten das Verlangen weit hinaus. Es gibt Raum für Soli am Piano und an der E-Gitarre, die uns alle ein bisschen anfixen und der Tanz mit dem Tod bekommt einen Charme, der fast ein bisschen gefährlich wirkt: Danza de la muerte Que viene a verte Bailala (*).



Ebenso wirbt der nächste Song Dead Moon mit schwerem und sehnsuchtsvollem Herzen erfolgreich um meine Gunst - diesmal darf die Stealgitarre das Verlangen untermalen.


Para wird ein weiterer Knaller. Ganz dramatisch zelebriert zerreißt es mir als Zuhörerin fast das Herz vor Verlangen. Der vertraute Basslauf ein Gänsehautmoment, die Trompeten setzen gleißende Akzente und der Spieler hat das Akkordeon so im Arm als hätte er den Wunsch, das Leiden des Liedes durch eine menschliche Umarmung zu lindern.


In den wenigen Zwischenansagen zeigt sich Joey Burns als netter Zeitgenosse. Da Calexico schon im Tollhaus zu Gast war, kann er einschätzen, was sich durch den Umbau verbessert hat und gratuliert Karlsruhe und den Tollhäuslern zu den neuen Bedingungen. Das bringt natürlich Sympathiepunkte!


Die erste Zugabe muss sich das Publikum durch sehr langes Klatschen erbitten und mit Fortune Teller geht es eher ruhig los. Die Band umarmt ihre Instrumente (Trompete, Akkordeon und Gitarren) als wäre die Schmuserunde in der Disko kurz vor dem Abschluss des Tanzabends dran.


Zum zweiten Song der Zugabe gibt es auf der Bühne Verstärkung. Vorgestellt als alter Freund aus Tucson, der jetzt hier lebt, darf Chris Cacavas an eine E-Gitarre. Während er noch ein bisschen justieren und stimmen muss, stimmt Burns die Eingangssequenz von Neon Golden (The Notwist) an bis schließlich das Zimtmädchen abgefeiert wird und alle ihrem Affen ordentlich Zucker geben. Dieser Schwung trägt dann ins letzte Lied des ersten Zugabenblocks, das noch einmal mexikanische Trompeten und den Rhythmus zelebriert und fast gebetsmühlenartig das Güero Canelo wiederholt und mit dem Publikum im Zwiegesang Oh Oh feiert. Es gibt ausgedehnte und zum Teil theatralische Soli und begeisterten Applaus.


Auch die finale zweite Zugabe zieht noch einmal alle Register an Emotionen und es wird an Liebe und Hingabe zwischen Band und Zuschauern nicht gespart. Die beiden fehlenden Musiker von Depedro kommen mit auf die Bühne und es ist eine Stimmung wie nach einer durchfeierten Nacht: Überglücklich aber doch auch im Abschied schon der guten Zeit nachtrauernd. Der Augenblick wo Wehmut und Glück gleichermaßen glühen. 

Aber der schönste Moment ist für mich ein ganz unscheinbarer: Nämlich als sich Joey Burns nach den zwei Stunden Konzert von Zuschauern vorn von der Bühne helfen lässt, um sofort ganz für sein Publikum dasein zu können. Er steht für alle Wünsche und Fragen in selbstverständlicher Freundlichkeit und ohne Allüren zur Verfügung und es scheint ihm wirklich Freude zu machen, dass wir seine Musik mögen. 

Was für eine eindrucksvolle Persönlichkeit sich in diesen kleinen Gesten zeigt!



(*) Tanz den Tanz mit dem Tod, der dich holen kommt - tanz!

Setlist, Calexico (link führt zu Spotify-playlist)


01: Epic
02: Across The Wire 
03: Splitter
04: Roka (Danza De La Muerte)
05: Dead Moon
06: Minas De Cobre (For Better Metal)
07: Inspiracion
08: Man Made Lake 
09: Para
10: Woven Birds
11: Ballade Of Cable Hogue
12: Maybe on Monday
13: Alone Again Or
14: Puerto
15: All systems red
16: Crystal Frontier 
17: Stray

18: Fortune Teller (Z)
19: Cinnamon Girl (Neil Young Cover mit Chris) (Z)
20: Güero Canelo (Z)

21: The Vanishing Mind (Z)



Mehr Fotos:


  
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Calexico, Stuttgart, 04.07.2013

 

Freitag, 5. Juli 2013

Calexico, Stuttgart, 04.07.2013

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Konzert: Calexico
Vorband: Depedro
Ort: Freilichtbühne Killesberg, Stuttgart
Zuschauer: wohl über 1000, aber viel zu wenige
Datum: 04.07.2013
Dauer: Calexico 104 Minuten / Depedro 30 Minuten



„It won't rain tonight.“ Joey Burns' Blick richtet sich gen Himmel, der Sänger und Gitarrist genießt den Liveauftritt, obwohl die Freilichtbühne am Killesberg von viel weniger Zuschauern besucht wird, als Calexico verdient hätten. 
 Burns, der die Band zusammen mit Schlagzeuger John Convertino vor 17 Jahren in Tucson, Arizona, gegründet hat, kennt das aus jüngster Erfahrung. Der Besucherzuspruch beim Europa-Tourauftakt vergangenes Wochenende beim Glastonbury Festival litt unter dem gleichzeitig stattfindenden Auftritt der Rolling Stones. Heute eröffnet zeitgleich die hippe Französin Zaz das Stuttgarter JazzOPEN auf dem Schlossplatz in der Innenstadt; ein möglicher Grund für das magere Bild, das sich mir vor Stuttgarts schönster Open Air Bühne bietet. 
Der ovale Innenraum, die niedrigen Tribünen ringsum erinnern an ein kleines, römisches Amphitheater. Ähnlich wie die Berliner Waldbühne lebt die Freilichtbühne am Killesberg von ihrer idyllischen Lage. Hoch über dem Stuttgarter Kessel im weitläufigen Killespark gelegen, versteckt sich das Gelände hinter stattlichen Bäumen. 
Als der junge Spanier Jairo Zavala mit seinem Trio Depedro sein Support-Set beginnt, ist noch nicht einmal ein Viertel der möglichen Besucherfläche gefüllt, noch dazu sind viele derjenigen, die sich auf den Tribünen niedergelassen haben, denkbar unaufmerksam, diskutieren über vergangene Silversterfeierlichkeiten, während Zavala mit seiner Band wohl temperierten Latino-Rock spielt. 


Sein 2009 veröffentlichtes Debütalbum wurde mit Burns und Convertino eingespielt. Der Spanier im roten Hemd, der mit den Koteletten ein wenig wie ein jüngerer Nils Lofgren wirkt, ist selbst Teil der aktuellen Besetzung Calexicos. Mit seinem eigenen Projekt hat er eine halbe Stunde Zeit das Stuttgarter Publikum zu überzeugen. Dieses Jahr erschien mit „La increíble historia de un hombre bueno“ ein gelungenes Album voller Songs, die wie poppige hispanische Versionen potentieller Calexico-Nummern klingen. Gegen Ende des Auftritts nimmt endlich auch die Aufmerksamkeit zu, großer Applaus zum Schluss. 

Zu einem guten Drittel sind die Kapazitäten schließlich gefüllt, als die sieben Musiker, aus denen sich Calexico derzeit zusammensetzt, ihr Set wunderbar mit „Epic“, dem ersten Stück des im vergangenen Jahr erschienen aktuellen Studioalbums „Algiers“ eröffnen. Die ersten Reihen toben, die Band brilliert mit einem Song, der sich auch auf einem der letzten Wilco-Alben blendend eingereiht hätte. Joey Burns singt mit sanfter Stimme ein subtiles Liebeslied, die Temperaturen erreichen gefühlt Wüstentemperaturen.
 

 Mariachi-Trompeten sind fest integriert im bandeigenen Sound, Texmex nannte man die Musikrichtung Richie Valens' oder Los Lobos', die spielend mexikanische Einflüsse mit Country und Rockmusik kombinierte, für Calexico erfanden Kritiker den Begriff „desert noir“. Was damit gemeint ist, zeigen Burns, Convertino und ihre fantastischen Mitmusiker bereits im zweiten Song in Stuttgart; „Across The Wire“, hat alles zu bieten, was diese Formation so einmalig macht: Folkloristische Trompeten und Akkordeon-Einsatz, jazziges Drumming und eine eingängige Melodie wie aus einem altmexikanischen Volkslied. Reißt man so einen Song aus dem Kontext, ignoriert man den Text, könnte man Gefahr laufen, das alles für Kitsch zu halten. Macht man natürlich nicht, dafür klingt es auch zu gut, und als aus dem Publikum ein selbstgemachter Schal in Mexikos Nationalfarben zu Joey Burns geworfen wird, ist der Funke der Band auch auf die schwäbischen Zuschauer übergesprungen, die höchst sporadisch auf Konzerte gehen, einfach nur um mal wieder auf ein Konzert zu gehen. „Oh, Italy“, Burns wickelt den Schal um den Mikrophonständer. „It's Mexican!“, schallt es aus der Menge. Natürlich ist es das. Burns lächelt verschmitzt. Calexico fühlten sich immer mit Mexiko verbunden, das hört man der Musik an jeder Stelle an, insbesondere die frühen Texte sind durchzogen von der Grenzproblematik zwischen den USA und ihren südlichen Nachbarn. 

 So staubig, so trocken wie die Wüste Arizonas klingen auch die Songs Calexicos: Wer einmal „Roka (Danza De La Muerte)“ gehört hat, weiß das. Live gewinnt die Mörderballade an eigentümlicher Dynamik, die Trompeten passen genau, die spanischen Zeilen sind genau wie Schatten an einem Tag in einem Wüstendorf bei 45C° ein angenehmer Kontrast. 
Martin Wenk, den ich bereits mit Nada Surf sah, steuert immer wieder scharfe Bläsersätze bei, erzeugt tanzbare Partystimmung auf einem ernstzunehmenden Indie-Konzert. Ganz selten geht so etwas gut, bei Calexico droht zu keiner Sekunde die Qualität des Abends zu kippen. Tanzen, feiern und ein Konzert genießen können, müssen keine Widersprüche sein. 
„The Black Light“, das 1998 veröffentlichte zweite Album, wird immer mein liebstes sein. Überall schallen einem Mariachi-Klänge entgegen, Rhytmus-Gitarren wie aus einem Italo-Western-Soundtrack Morricones und das scheppernde Schlagzeug John Convertinos machen die Platte zu einer der perfektesten der späten 90ern. Mit „Minas De Cobra (For Better Metal)“ wird in Stuttgart nur ein Lied vom 15 Jahre alten Meisterwerk gespielt, es ist ein Höhepunkt der ersten Hälfte des Sets. 

Stärker als in seiner eigenen Band kann sich Depedro-Sänger Jairo Javala als Leadgitarrist bei Calexico auszeichnen, zusammen mit Ryan Alfred (Kontrabass und E-Bass), dem erwähnten Multiinstrumentalisten Martin Wenk (Trompete, Gitarre, Vibraphon, Akkordeon, Flügelhorn), Sergio Mendoza (Keyboards und Gitarre) und Jacob Valenzuela (Trompete Vibraphon, Keyboard) sorgt er für die perfekte Live-Umsetzung herausragender Musik.  
„Crystal Frontier“, einen der gelungenen Grenzsongs, gibt es in einer ausgesprochen langen Version zu hören. Der treibende Song, mit gelungenen Nick Cave – Elementen wird durchsetzt von einem „Guns Of Brixton“-Zwischenspiel; der düstere The Clash-Klassiker wird gekonnt von London in den amerikanischen Wüstenstaub transformiert. 
Im direkten Anschluss erreicht das Konzert seinen besten Moment, „Not Even Stevie Nicks“ berührt sofort, Burns hebt die Stimme an, lässt sie in ungeahnte Höhen steigen, dazwischen dann ein weiteres Cover, Joy Divisions' „Love Will Tear Us Apart“, es ist vermutlich das stärkste, das ich bisher gehört habe – vor allem weil Calexico völlig anders klingt als Ian Curtis' Band. Die Suizid-Metaphorik trifft einen hart, sie verstärkt den eigenen Song zusätzlich, als dieser wieder einsetzt. „He drives off the cliff Into the blue, into the blue / Not even she could save him / Not even she could save him“, singt Burns und beschließt den Song todtraurig, „Found him inside the motor“. 


Nach zwei weiteren Liedern verlassen die sieben illustren, internationalen Musiker die Bühne und kehren mit Lucas von Depedro zurück. 
Gemeinsam mit Burns singt er den schönen Folksong „Look At Miss Ohio“ von Gillian Welch in einer erhabenenVersion. 
Die Band wirkt glücklich, Burns bedankt sich überschwänglich, lobt die Schönheit der Location, das Publikum an sich: „What an incredible Evening, what an amazing night!“ 
Zwei weitere Songs, dann soll endgültig Schluss sein, der Applaus ebbt nicht ab und die Band kehrt für „The Vanishing Mind“, mit dem das aktuelle Album endet, ein letztes Mal zurück. Die Musiker verneigen sich, Burns dankt für den Schal in mexikanischen Farben, er hätte ihnen Glück gebracht. Kurzerhand wickelt er ihn sich um den Hals, fragt, ob er ihn mit zum nächsten Konzert nach Wien nehmen könne, ein letzter tosender Applaus, dann ist Schluss. Burns hatte Recht, es hat nicht geregnet.

 Setlist, Calexico, Stuttgart:

01: Epic
02: Across The Wire 
03: Splitter
04: Roka (Danza De La Muerte)
05: Dead Moon
06: Para
07: Minas De Cobre (For Better Metal)
08: No Te Vayas
09: Maybe On Monday
10: Fortune Teller
11: Ballade Of Cable Hogue
12: Two Silver Trees
13: Crystal Frontier (inkl. Guns Of Brixton; The Clash-Cover)
14: Not Even Stevie Nicks (inkl. Love Will Tear Us Apart; Joy Division - Cover)
15: Puerto
16: Black Heart

17: Look At Miss Ohio (Gillian Welch - Cover) (mit Lucas von Depedro) (Z)
18: Corona (Z)
19: Guero Canelo (Z)

20: The Vanishing Mind (Z)

 Links:
- aus unserem Archiv:
- Calexico, Paris, 16.11.2012  
- Calexico, Paris, 14.10.2008 
- Calexico, Paris, 08.09.2008

Donnerstag, 20. September 2012

Laura Gibson & Calexico, Paris, 16.11.12

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Konzert: Laura Gibson & Calexico
Ort: Le Trianon, Paris
Datum: 16.11.12
Zuschauer: geschätzte 1000
Konzertdauer: Laura Gibson etwa 35 Minuten, Calexico circa 80 Minuten

Erkenntnisse, Beobachtungen, Fakten zum Konzert von Laura Gibson & Calexico im Pariser Trianon:

- Laura Gibson trägt jetzt eine schwarze Brille, das verstärkt den Eindruck, eine gütige, aber strenge Lehrerin vor sich zu haben.

- Optisch wird sie deshalb Laura Veirs immer ähnlicher. Auch ansonsten gibt es Parallen: beide sind toll!

- Darf ich noch einmal erwähnen, daß Fräulein Gibson 2009 bereits in meinem Wohnzimmer musiziert hat?

- Am 12 Dezember 2009 war das und dieses wundervolle Erlebnis wird wohl für immer unvergesslich bleiben, es sei denn ich kriege Alzheimer oder so was...

- Damals spielte sie eine super Akustikversion von Spirited, heute brachte sie diesen schwungvollen Ohrwurm erneut.

- Laura wird bei ihren Konzerten regelmäßig von männlichen Mitmusikern begleitet. Diese speisen sich in der Regel aus Akteuren von Musée Mécanique aber heute kam mit Brian Alfred auch der Kontrabassist von Calexico mit hinzu (bei Skin, Warming Skin)



- Der Drummer war im Vergleich zum letzten Konzert neu. Er verlieh dem Set ordentlich Punch!

- Ohnehin habe ich Laura Gibson nie so angriffslustig gesehen. In manchen Passagen trat sie mit ihren schönen Cowboyboots fast wütend auf den Boden, zum Beispiel beim glänzenden Opener La Grande. Gut so, ein wenig Feuer kann nie schaden!

- Natürlich gibt es aber immer noch die beschauliche, melancholische Laura, so bei dem samtweichen Milk-Heavy Pollen Eyed, einem "Love Song" wie sie erklärte, den sie dem Pariser Publikum widmete.






- Ganz wundervoll hierbei die Trompete, die ganz gefühlvoll das Lied untermalte und ihm eine feierliche, fast weihnachtliche Note gab!




- Und dann kam mit ganz viel Wums, ouhouhouhou-singalongs und einer unwiderstehlichen Melodie Spirited, ein Klassiker im Programm von Gibson, der erneut durch die Trompete enorm bereichert wurde.

- Bei Feather Lungs saß Laura Gibson am Piano: ein Wiegen-Lied, das sie ursprünglich  für ihre ganz kleine Nichte (1 Jahr alt) geschrieben hatte, daß nun aber auch für "anxious adults" geieignet sei.

- Ganz feine Pedal Steel bei Skin Warming Skin, auch schöne Chorgesänge mit den Männern und erneut ein wahnsinniger Singalong.




- Dramatische Version von Time Is Not, Wüstenklima pur, erneut Pedal Steel, das Ganze viel besser als auf dem Album, zum Ende hin enorme Tempobeschleunigung, treibende Drums.


- Den Abschluss bildete das countryekse und sehr schmissige The Fire, bei dem die Leute begeistert mitklatschen. Sie wollten sich wohl schon für Calexico warm machen, denn da wurde permanent mitgeklatscht. Hierzu aber mehr dann morgen...


Setlist Laura Gibson, Le Trianon, Paris

01: La Grande
02: Red Moon
03: Milk-Heavy, Pollen Eyed (Love Song dedicated to the crowd)
04: Spirited
05: Feather Lungs
06: Skin, Warming Skin
07: Time Is Not
08: The Fire


- Nun, ich hatte es ja schon angedeutet: bei Calexico wurde viel mitgeklatscht. 

- Für meinen Geschmack etwas zu viel, denn phasenweise fülte ich mich wie in der Hitparade bei Dieter Thomas Heck. Jede noch so kleine Gelegenheit wurde genutzt, um die Patschehändchen gegeneinander schmettern zu lassen. 


- "Schuld" daran waren vor allem die folkloristischen spanischen bzw. mexikanischen Lieder mit den Mariachi Trompeten.

- Stehe ich auf mexikanische Musik? Nö, eher nicht

- Mag ich wüstensandgetränkten Folk mit menacholischer Note? Ja. Deshalb mochte ich speziell jene Songs, die in diesem Stil gehalten waren.




- Insofern ein wenig eine Achterbahn der Gefühle. Wenn der unfassbar smarte Joey Burns mit seiner markanten, Ryan Adams nicht unähnlichen Stimme sang, war es toll.
- Wenn die Mexikaner in der Band auf spanisch intonierten, war das eher nix für mich.

- Sehr gut folglich z. B. der sehr schöne Opener Epic (vom neuen Album Algiers), Fortune Teller (mit famosen Chören im Stile der Fleet Foxes), Para (totraurige, aber ungemein schöne Ballade).

- eher nix für mich: Across The Wire, Roka, Inspiracion (was war das? Flamenco? Igitt!)

-Jetzt wird man mich fragen: "aber du weißt doch, daß es bei Calexico auch immer wieder spanische Musik und Mariachi gibt?

- Stimmt, aber ich hatte das nicht mehr so intensiv im Gedächtnis.





- Die neuen Sachen klangen durchweg sehr vielversprechend. Epic, Splitter (ein sehr flotter Song), Sinner In The Sea oder Hush, das war vieles dabei, was das Herz erwärmt. Sehr subtile, nachdenkliche Songs, die sicherlich veritable Grower sind.

- Wunderhübsch: Titelsong Algiers, der im Zugabenteil gebracht wurde.

- Auch wie immer ganz großartig: der alte Klassiker Crystal Frontier. Hier fanden Calexico für mich die optimale Mischung aus Wüstenfolk und traditoneller mexikanischer Musik.


- Souverän und hochklassig am Schlagzeug der alte Haudegen Convertino, der seine Sticks immer hält wie ein chinesischer Tischtennsispieler seinen Schläger.

- Schon grandios wie der Covertino rührte, strich, klöppelte und dabei immer ganz cool guckte.

- Nach Crystal Frontier gab es riesigen Applaus, der noch ein weitere Zugabe zur Folge hatte. The Vanishing Mind war ein guter Abschluss eines Konzert, daß vom Pariser Publikum enthusiastisch aufgenommen worden war.

- Trotz der kleinen Lästereien, auch ich ziehe ein positives Fazit, war ein gelungenes Konzert von Calexico!

- Verschweigen will ich aber nicht, daß mir Laura Gibson einen Tick besser gefallen hat. Aber diesbezüglich bin ich wohl einfach befangen...



Setlist Calexico, Le Trianon, Paris

01: Epic
02: Across The Wire
03: Splitter
04: Roka
05: Fortune Teller
06: Para
07: Minas De Cobre (For Better Metal)
08: Inspiracion
09: Griptape
10: Dead Moon
11: Sinner In The Sea
12: Hush
13: Maybe On Maybe
13: Alone Again Or (Love)
15: Puerto


16: Algiers
17: Corona (The Minutemen)

18: Crystal Frontier

19: The Vanishing Mind

Konzerttermine Calexico & Laura Gibson:

20.09.2012: Centralstation, Darmstadt
21.09.2012: Volkshaus, Zürich
22.09.2012:  Wiener Konzerthaus, Wien
23.09.2012: Huxley's Neue Welt, Berlin
24.09.2012: Trafo, Berlin (+ Get Well Soon und Anna Ternheim, ohne Laura Gibson)
25.09.2012: Grosse Freiheit 36, Hamburg




Mittwoch, 15. Oktober 2008

Calexico, Paris, 14.10.08

3 Kommentare


Konzert: Calexico (Get Well Soon)
Ort: La Cigale, Paris
Datum: 14.10.2008
Zuschauer: ausverkauft
Konzertdauer: Get Well Soon: knapp 40 Minuten, Calexico: knapp 2 Stunden Trompetenhagel!



Die Deutschen Get Well Soon haben sich in "meiner Stadt" Paris teuer verkauft! Ach was sage ich da, Tiefstapelei, sie waren ganz fantastisch! Vorgruppe des Jahres, überhaupt keine Frage und mit diesem famosen Auftritt, der auch beim neugierigen Publikum extrem gut ankam (ein Herr neben mir: Wer ist das? Wo kommen die her? England, Amerika? Deutschland?! Wow!), avancieren sie zum heimlichen Headliner beim Festival des Inrocks im November an gleicher Stelle! Und bis dahin will Konstantin Gropper dann auch fließend französisch sprechen, das hat er versprochen. Heute reichte es immerhin zu der Ansage: "Nous sommes Get Well Soon et nous sommes très heureux d'être ici ce soir."

Allein dieser eine Satz dürfte bei den patriotischen Franzosen für bessere Verkaufszahlen des Albums sorgen. Und wenn er Nachhilfe braucht, kein Problem: Meine Frau und ich stehen gerne bereit! Wir machen Freundschaftspreise für Musiker...

Setlist Get Well Soon, La Cigale, Paris:

intro
01: Prelude
02: People Magazine Front Cover
03: If This Hat Is Missing I Have Gone Hunting
04: I Sold My Hands For Food So Please Feed Me
05: We Are Safe Inside While They Burn Down Our House
06: Listen! Those At Sea Sing A Song On Christmas Day
07: My Automatic Heart
08: Lost In The Mountains (Of The Heart)

Anschließend entzündeten Calexico mit einem Donnerhagel aus Pauken und Trompeten ein wahres Feuerwerk guter Laune. Die Cigale tobte! Fast die Hälfte (12 von 23 Liedern) des ausgewogenen und vorzüglichen Sets stammte vom neuen Album Carried To Dust und diese Neulinge zogen wirklich auf Anhieb sehr gut. Aber es gab auch einige Klassiker im Programm, Across the Wire, Sunken Waltz und ein hervorragendes Black Heart, allesamt von Feast Of Wire, zudem Brisbee Blue und ein granatenhaftes Roka, beide von Garden Ruin.

Fast am meisten gefreut habe ich mich aber über He Lays In The Reins, ein Titel, der mit meinem Liebling Iron & Wine aufgenommen wurde.
Joey Burns übernahm den Gesangespart von Sam Beam sehr gut und war auch ansonsten bester Dinge. Bekleidet mit seinem traditionellen Karohemd, scherzte der smarte Bursche oft mit dem Publikum und unterzeichnete am Ende auch noch bereitwillig Autogramme am Merchandising-Stand.

Euphorisierend!

Setlist Calexico, La Cigale, Paris:

01: Bisbee Blue
02: Wash
03: Bend To The Road
04: Across The Wire
05: Sunken Waltz
06: Two Silver Trees
07: Roka
08: El Gatillo
09: Inspiración
10: Black Heart
11: Slowness
12: In The Reins
13: Writer's Minor Holiday
14: The News About William
15: Man Made Lake
16: Alone Again Or
17: Fractured Air
18: Crystal Frontier

19: House Of Valparaiso (Z)
20: Victor Jara's Hands (Z)
21: Guero Cando (Z)

22: Red Blooms (Z)
23: Corona (Z)

Ein ausführlicherer Konzertbericht folgt morgen!

Calexico-Fans aufgepasst!!! Der qualitativ hervorragend gemachte Fabchannel überträgt heute abend in bester Qualität das Konzert von Calexico im Amsterdamer Paradiso live auf seiner Seite. Mit Get Well Soon geht es dort um 19 Uhr 30 los, Calexico folgen um 20 Uhr 30. Also unbedingt hier reinschauen!


Links:

- jede Menge Fotos von Joey Burns und Calexico hier
- Fotos von Get Well Soon hier




 

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