Konzert: Furia Sound Festival
Ort: Cergy-Pontoise bei Paris
Datum: 01.07.2007
Zuschauer: ein paar Tausend
Heute gab es für mich eine Premiere zu feiern, allerdings keine musikalische, sondern lediglich eine verkehrstechnische. Zum ersten Mal in meinem Leben (eigentlich unglaublich!) stieg ich in Paris in einen RER-Zug (vergleichbar mit der deutschen Straßenbahn), um von Paris zum Festivalgelände von Cergy-Pontoise zu gelangen, wo wieder das Furia Sound Festival ausgetragen wurde. Schon letztes Jahr war ich dabei und erfreute mich an hochklassigen Acts, wie z.B. den Editors, Art Brut oder den Young Knives.
Dieses Jahr stammten die für mich interessanten Künstler aber eher aus den USA, als aus England, denn Sonic Youth und QOTSA gaben sich am heutigen Sonntag, dem dritten Festivaltag die Ehre. An den Tagen zuvor hatten in meiner Abwesenheit u.a. die Rakes, Frank Black (Pixies) und die brasilianischen Newcomer Bondo Da Role für Stimmung gesorgt.
Vor und nach diesen großartigen Headlinern hatten die Veranstalter aber auch vernünftige "Lückenfüller" aufgeboten, damit keine Langeweile aufkam.
Als erste Gruppe des Tages sahen Cécile und ich auf einer der beiden Nebenbühnen die spannende Tuareg-Band Tinariwen aufspielen. Bei den Tuaregs handelt es sich
Beim Blick auf die Bühne erspähte ich sechs nicht mehr ganz junge Männer,
Was er da so sang, war für mich übrigens logischerweise nicht verständlich, da ich der Sprache Tamashek, der sich Tinariwen bedienen, nicht mächtig bin, aber das machte nichts. Musik muß man fühlen und Emotionen haben Tinariwen nicht nur bei mir ausgelöst. Sicherlich kein Stil für's tägliche Hören, aber wenn man sich auf die für unsere Ohren leicht exotischen Klänge einlässt und sich dabei beispielsweise eine karge Wüstenlandschaft vorstellt (was man aber nicht zwangsläufig muß!), so kann man schnell dem hypnotischen Zauber, der "Aman Iman" innewohnt, verfallen!
Später am Nachmittag heizten dann die Franzosen von Superbus dem Publikum
Der Abend war schon eingefallen, als der schwedische Singer/Songwriter Peter von Poehl sein Set auf der zweiten Nebenbühne begann. In Frankreich ist der Mann
Im Grunde genommen ist Peter ja auch schon ein bißchen ein Franzose, denn er lebt schon lange in Paris, beherrscht die Sprache folglich sehr ordentlich und musizierte bereits als Gitarrist in der Band von Bertrand Burgalat, AS Dragon. Ob seine Solokarriere wohl auch in Deutschland
Heute hatte er sogar eine richtige Band dabei, mit Tropeter, Saxophonist und Klarinettist, was den Sound
Hier ist die Setlist von Peter von Poehl vom Furia Sound Festival:
01: Little Creatures
02: Travelers
03: Scorpion Grass
04: Tooth Fairy Part 2
05: The Lottery
06: A Broken Skeleton Key
07: Going Where The Tea Trees Are
08: The Story Of The Impossible
09: Lost In Space
Auszug aus Der Setlist You Say Party! We Say Die! : (in der richtigen Reihenfolge)
- The Gap
- Five Year Plan
- Cold Hands! Hot Bodies!
- Downtown Mayors
- Quiet World
- Opportunity
- Stockholm Syndrom
- Giant Hands
- Midnight Snack (Z)