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Samstag, 30. September 2017

Keston Cobblers' Club, 19.09.17, Karlsruhe

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Konzert: Keston Cobblers' Club
Ort: Jubez in Karlsruhe
Datum: 19. September 2017
Dauer: 90 min
Zuschauer: etwa 40


Schon seit einigen Jahren hat sich mein Herz auf die Frequenz der Musik der Keston Cobblers eingeschwungen. Es ist einfach die überbordende Lebensfreude, der Schalk in den Augen und der unwiderstehliche Charme - nicht zuletzt von einer Tuba auf der Bühne. So hat es mich mit großer Freude erfüllt, als die Tourpläne für Deutschland bekannt wurden und dazu noch ein Stop in Karlsruhe eingeplant war, um das Fass zum überlaufen zu bringen.


Aus Keston in Kent waren Matthew Lowe (Gitarre, Akkordeon), Tom Sweet (Trompete), Julia Lowe (Tasten und Akkordeon) und Harry Stasinopoulos (Drums) gekommen - Bethan Ecclestone an der Tuba war für die Tour ersetzt worden durch Daniel (dessen Nachname ich nicht herausfinden konnte und der auch noch fleißig Noten brauchte, um mit zu halten). Vor drei Jahren - 2014 - waren sie bei den Wohlfühlfestivals OBS, in Haldern und beim Maifeld aufgetreten. Leider war das Konzert im Juni 2014 in Karlsruhe geplatzt, aber im Januar 2015 im Indiewohnzimmer in Stuttgart hatte es noch einmal geklappt.


Wenn man es ganz einfach begründen will, warum ich die Musik der Briten so sehr mag: sie macht einfach gute Laune! Das macht sie u.a. indem sie unvermeidlich in die Beine geht. So war meine erste Handlung im Konzert, dass ich meinen sorgfältig vor der Bühne platzierten Stuhl, meinen Ruheplatz, sich selbst überließ, um mir einen Platz zum tanzen zu finden...


Geboten wurde jedoch nicht nur tanzbare Musik, sondern auch Witzeleien mit dem Publikum und untereinander, kleine Gymnastikübungen auf der Bühne und Mitsing-Gelegenheiten. Das Bestreben, den Raum direkt vor der Bühne zu füllen war jedoch von wechselndem Erfolg gekrönt. Es braucht ja auch als Publikum ein bisschen Abstand, um alles, was dort oben passiert, im Auge behalten zu können bei immerhin fünf Musikern!! Und das nie gleichförmig einfach weitergeht, sondern Plätze und Instrumente getauscht werden was das Zeug hält.


Es ist schön, wenn unter der Woche ein Konzert zur versprochenen Zeit beginnt und tatsächlich 22:00 Uhr zu Ende ist. Abgesehen davon, dass ich die Tanzerei echt nicht mehr gewohnt bin... Es bleibt zu hoffen, dass nicht mehr ganz so viel Zeit vergehen muss, bis die Cobblers wieder einmal den Weg nach Deutschland finden!




Setlist:
01: Bicycles
02: Your Mother
03: Won't look back
04: Almost Home
05: Demons
06: Wildfire
07: Contrails
08: Graceland (Paul Simon cover)
09: Parade
10: St. Tropez
11: The heights of Lola
12: Win Again
13: Forest Hill
14: Pett Level
15: We will heel
16: Dun Dun Dun

17: Half full (Z)
18: Wrecking Ball (Z)
 


Tourdaten:
12.09. Münster, Gleis 22
13.09. Dresden, Ost-Pol
14.09. Nürnberg, Muz Club
15.09. Erfurt, Franz Mehlhose
16.09. Darmstadt, Golden Leaves Festival
17.09. Basel, Parterre Kultur
19.09. Karlsruhe, Jubez
20.09. Köln, Studio 672
21.09. Hannover, Feinkost Lampe


Aus unserem Archiv:
Keston Cobblers Club, Mannheim, 01.06.14


Dienstag, 3. Juni 2014

Maifeld Festival 2014 in Mannheim, Tag 3

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Meine Konzerte: 
  Keston Cobblers Club (50 min)
  Spring Offensive (50 min)
  The Elwins (40 min)
  Hozier (50 min)

Ort: Maimarktgelände in Mannheim
Datum: 1. Juni 2014
Zuschauer: etwa 200 - über 1000
 

Ich hatte im Bericht zum zweiten Konzerttag in Mannheim das Konzert von Get well soon für mich zum Höhepunkt des Festivals erklärt gehabt und den Sonntag zur Zugabe erklärt. Trotzdem schaffte es auch der dritte Tag des Festivals mich noch einmal richtig auf Touren zu bringen. Wie im letzten Jahr, wo Útidur den dritten Tag mit einer Tanzorgie einläuten durften und mir vielleicht den schönsten Slot 2013 schenkten, waren es diesmal der Keston Cobblers Club, der beschwingt eine heitere Note für den Sonntag setzte.


Ein Mädel an der Tuba, ab und zu Trompete dazu Drums, Akkordeon und Gitarren - das ganze auch noch barfuss - hatte es eine Energie und Fröhlichkeit, die wohl auch die Wolken von der Sonne weggeschoben hätten, wären denn da welche gewesen. Nicht einmal der Sicherheitsmann konnte ganz still bleiben und musste den Takt mit klopfen. 


Für unser Wohnzimmerkonzert am Freitag, 13. Juni kann ich nun mit bestem Gewissen eine Abend mit Tanz und gute Laune versprechen und hoffe natürlich auf ähnlich gutes Wetter wie in Mannheim (sonst müssen wir die Probe auf die Wolkenschieberfähigkeiten machen...)


Spring Offensive waren der nächste Act auf der Freilichtbühne - das Zelt ließ ich bewusst links liegen, auch wenn es für Sonnenbrandprävention vielleicht die klügere Variante gewesen wäre. Die fünf Männer spielten Britpop in seiner souveränen Art und Weise, der gut in den Sommertag passte, mir dann in den formelhaften Posen aber doch etwas fremd blieb. Ich bin nicht cool, will nicht cool sein und bin froh, dass ich mich nicht in zu kurze Jacken packen muss, um in zu sein.


The Elwins aus Canada waren irgendwie lustig drauf, aber leider eindeutig zu laut und schmissen sich ran, indem sie mit uns einen deutschen Countdown übten. Irgendjemand muss ihnen mal verraten, dass sich das total komisch anfühlt als deutscher.


Ich wartete ja seit den Cobblers innerlich auf Hozier, und wandelte vor seinem Set noch einmal Abschied nehmend über das Gelände. Blieb kurz beim Dressurreiten der Steckenpferde stehen und fand die Idee und die Umsetzung tatsächlich viel witziger, als es sich im Programm gelesen hatte. Später traf ich noch auf eine total glückliche Siegerin mit Pokal und Schärpe.



Im Abschied nehmen ließ ich noch einmal innerlich Revue passieren, was schön war und was mir bleiben wird von den Tagen. In jedem Fall viele nette Gespräche mit Freunden, Bekannten und unbekannten. Das Maifeld ist ja ein Magnet für nette Leute und Musik begeisterte. 


Ich stellte fest, wie schön es ist, "alle" mal persönlich zu treffen, die man sonst nur so in der Ferne ihre Konzertkreise ziehen sieht. Musikalisch hatte es sich in jedem Fall auch gelohnt, nur die komische Geldumtauscherei nervte auch noch am dritten Tag... Vielleicht bin ich da aber auch nur ein bisschen komisch drauf.


Noch im innerlich einschwenkend auf Hozier fing es auf einmal an zu tröpfeln und dann immer doller zu regnen. Irgendwie ja ganz willkommen zur Abkühlung, aber auch etwas unpassend, weil man doch entschieden nass wurde, wenn man vor der Bühne stand. So weiß ich also immer noch nicht, wie Hozier aussieht (beim Soundcheck hatte ich nur die Mitmusiker gesehen), aber seine Stimme klang genauso toll, rund und einfach nur wahnsinnig gut! Vielen Dank für drei tolle Tage in Mannheim.





Aus unserem Archiv: 
Maifeld Derby, Tag 1
Maifeld Derby, Tag 1 - U.
Maifeld Derby, Tag 2
Maifeld Derby, Tag 2 - U. 
Maifeld Derby, Tag 3
Maifeld Derby, Tag 3 - U.

The Elwins, Paris, 10.09.13 :


 

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