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Samstag, 27. Oktober 2012

MaMa Festival, 25 & 26. 10.12

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Konzert: MaMa Festival, Paris, mit Erevan Tusk, Peter Kernel, Clara Luzia, Me And My Drummer (und vielen anderen, die ich nicht gesehen habe)
Orte: Galerie W, Le Petit Moulin und Café de la Cigale
Daten: 25 & 26.10.2012
Zuschauer: Erevan Tusk erstes Set etwa 80, zweites Set etwa 20, Peter Kernel zweites Set etwa 80 Leute; Clara Luzia erstes Set etwa 15 Zuschauer, zweites Set ungefähr 40, Me and My Drummer circa 60
Konzertdauer: pro Set 30 Minuten





Bei dem MaMa Festival handelt es sich um ein Event, das in kleinen und mittelgroßen Bars und Clubs im verruchten Pigalle-Viertel von Paris stattfindet. Hier in der Nähe der berühmten Moulin Rouge, der unzähligen Sexshops und des Sacré Coeur mühen sich Newcomer und bereits etablierte Bands ab und bereichern so das kulturelle Leben des ohnehin schon trubeligen Viertels. Die Showcases sind teilweise gratis, teilweise bezahlpflichtig, je nachdem wo sie stattfinden. Ich habe mich wie gewohnt an die kleineren Acts gehalten und die Konzerte in der überfüllten Cigale vermieden. So konnte ich gratis in den Genuß erstaunlicher Musik kommen. Im Einzelnen.

Erevan Tusk (Galerie W)

Die Pariser Band trat in der Galerie W auf. Diese befindet sich in der Nähe einer Bar, die in einer Filmszene für Amélie Poulain verwendet worden war. Die Galerie verfügt über zwei Räumlichkeiten, einem großen, kargen Ausstellungsraum und einer kleinen Ladenboutique. Erevan Tusk spielten in dem größeren Raum , Peter Kernel in der Boutique. Die Franzosen agierten schwungvoll und hochmelodisch wie eh und jeh. Ein betörender Ohrwurm nach dem anderen wurde abgefeuert und die Harmoniegesänge waren unfassbar schön. Wenn Erevan Tusk Amerikaner wären spielten sie wie die Fleet Foyes vor 2000 Zuschauern, so aber dürfte ihre aktive Fangemeinde auf 500 zahlende Konzertgäste beziffert werden. 


Locations wie das Café de la Danse füllen sie also immerhin schon. Insofern erstaunlich, daß heute deutlich weniger Leute da waren. Lag aber vor allem an der frühen Uhrzeit (das erste Set fand um 18 Uhr 40 statt) und an dem Umstand, daß viele Musikfans gar nichts von den Konzerten im Rahmen des MaMa Festivals wussten. Da bedurfte es schon ein wenig Eigeninitiative, um alle Veranstaltungsorte und die Spielzeiten der jeweiligen Bands herauszufinden. Diejneigen, die da waren, genossen allerdings das Set in vollen Zügen. Songs wie Frostbitten, In Your Shadow oder Cassidy warem aber auch einfach unwiderstehlich! Was für ein Drive! Welche ein Rhythmus! Welch fantastische Melodien! Kurzum , das Ganze gefiel mir wieder so gut, daß ich mir von Erevan Tusk später auch noch das zweite Set ansah.


Peter Kernel (Galerie W)



Zwischen den beiden Sets von Erevan Tusk fand aber auch ein 30- minütiges Konzert von Peter Kernel statt und zwar in der anderen Räumlichkeit der Galerie W, von der ich oben schon erzählt hatte. Hier war es so eng und voll, daß man die Musiker auf der Bühne nicht richtig sah. Den männlichen Part (Aris an der Gitarre) bekam ich ein paar mal halbwegs zu Gesicht, die wie eine Furie schreiende blonde Sängerin und Bassistin namens Barbara allerdings nie. Die beiden bezeichen ihre Musik als Art-Punk, man könnte allerdings auch mit Kategorien wie Noise oder Post Rock kommen. Aris und Barbara stammen aus Kanada bzw der Schweiz und leben in Paris. Dennoch hatte ich sie live nie erlebt, ein Versäumnis, wie sich herausstellte. Die Musik von Peter Kernel war nämlich herrlich explosiv, aggressiv und durch und durch indie. Als Vorgruppe haben sie immerhin schon für Wolf Parade, Sunset Rubdown und Why? fungiert und wenn sie so weitermachen, werden sie selbst mal zumindest mittelgroße Indieclubs füllen. Eine schöne Entdeckung!


 

Clara Luzia (Le Petit Moulin)




Die talentierte junge Dame aus Östterreich hatte ich in der Vergangenheit bereits schon einmal mit einer ausgewachsenen Band erlebt. Im atmosphärischen Divan Du Monde war das, anläßlich des Festivals "les femme s'en mêlent". Der Auftritt ist mir in bester Erinnerung geblieben. Ich war schwer angetan von den hochmelancholischen Indie Pop Liedern, den feinen Arrangements, der wundervollen Instumentierung (Cello, Akkordeon!), der berührend-brüchigen Stimme von Clara Luzia und den klugen Texten. Heute musizierte Clara Luzia allerdings alleine auf ihrer E-Gitarre. Das Ganze spielte sich in einem urigen Gewölbekeller eines Kaffes ab und war genau das Richtige für Freunde intimer, authentischer Musik. Ohne Netz und doppelten Boden gab die hübsche Songwriterin Zeugnis ihres Seelenlebens, hauchte, greinte, klagte in ihr Mikro und berührte mich enorm. Für ihre emotionale Art der Liedkunst bin ich äußerst empfänglich und die Lieder sind auch so herrlich markant, das sie im Ohr hängenbleiben. Das Mädel mit dem Karohemd, den original Bue Jeans und den Cowboyboots  perfomte alte und neue Stücke, wobei die neueren Sachen auf einem 2013 erscheinenden Album drauf sein werden. Absolute Perle war für mich das altbekannte The Waving Ones: "the waving ones are us, don't you recognize us? been waiting here for years for someone to guide us home"...
Ich schmolz wirklich dahin, als ich diese Zeilen hörte. Seelentröster dieses Kalibers gab es gleich mehrfach, manchmal war ich fast den Tränen nah.

Nach einem dreißigmiütigen Set gab es eine kurze Pause und dann später nochmal einen ebenfalls halbstündigen Nachschlag. Wow, das war sooo schön! Mit wundervoll ist nicht hinreichend beschrieben, wie die Musik von Clara Luzia klingt.


Me And My Drummer (Le Café de la Cigale)

Für mich ging es nach Clara Luzia aber dennoch weiter, schließlich will man ja bei einem solchen Festival mehrere Bands für sich entdecken. Ich rannte also von der Petit Moulin rüber ins Café de la Cigale, welches... drei mal dürft ihr raten!... gleich neben der berühmten Cigale liegt. Eigentlich kein richtiger Konzertort, aber anläßlich des Festivals wurden alle möglichen Locations genutzt, um Musik erklingen zu lassen. Im vorderen Teil des Cafés hingen Leute rum, die mit dem Café nix am Hut hatten, hinten drängten sich die Musikfans und lauschten dem deutschen gemischten Duo, Charlotte Brandi (Gesang und Keybord) und Matze Prölloch (Schlagzeug). Schon nach einer kurzen Zeit kamen mir so manche Assoziationen und Referenzen in den Sinn. Das erinnerte mich an Lykke Li, Dillon, Bat For Lashes oder Wildbirds and Peacedrums und ging auf Anhieb gut ins Ohr. 

Zwar war die soulig angehauchte Stimme der aparten Blondine Charlotte nicht unbedingt mein Fall, aber sie steckte so viele aufrichtig erscheinende Emotionen in ihren Gesang, unterstrich das alles noch durch eine expressive Gestik, daß ich keinesfalls gleichhgültig bleib. Von dem Set (Highlight natürlich der Hit You're A Runner) sah ich allerdings nur gut 15 Minuten, so daß meine Eindrücke nicht sehr fundiert sind. Angenehm fiel mir auf, wie gerührt die Band über den Empfang in Paris war. Man merkte, daß es etwas Besonderes für sie war, in der Stadt der Liebe aufzutreten und ich denke sie haben die Chance genutzt, sich hier ein paar neue Fans hinzuzugewinnen. Wir werden sie in Paris 2012 wiedersehen, dessen bin ich mir sicher.


CD Kritik: Me And My Drummer- The Hawk, The Beak, The Prey bei http://www.plattentests.de/rezi.php?show=9346





Freitag, 15. Juni 2012

Erevan Tusk & The Dove & The Wolf, Paris, 13.06.12

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Konzert: Erevan Tusk & The Dove & The Wolf
Ort: Le Nouveau Casino, Paris

Datum: 13.06.12

Zuschauer: etwa 400, ausverkauft!

Version française en bas du texte!



Im April habe ich mich selbst etwas prahlerisch als Talentsichter bezeichnet als ich vom Konzert der beiden damals unbekannten Pariserinnen Louise und Paloma aka The Dove & The Wolf in dem recht piefigen Schuppen Le Vieux Léon erzählte bzw. schwärmte. Heute nun kann ich mir erst recht auf die Schulter klopfen, denn die Mädels traten in dem renommierten Indieclub Le Nouveau Casino vor 400 begeisterten Leuten auf. Louise und Paloma waren sogar so nett, hinterher Leuten zu erzählen, daß dies mein Verdienst gewesen sei, was mir ehrlich gesagt die Schamesröte ins aufgedunsene Gesicht trieb. Ich habe ein wenig mitgeholfen, ja, habe The Dove & The Wolf der tollen Videoseite Le Cargo vorgeschlagen und durch meinen euphorischen Text (der auch auf französich vorlag) das Vorankommen ein klitzekleinwenig beschleunigt. Ansonsten war es aber ausschließlich das Talent des Duos, was den heuten attraktiven Konzerttermin ermöglichte.

Schon bald werden Konzertveranstalter, Booker und Labeleute nicht mehr an Louise und Paloma vorbeikommen. Zu offensichtlich sind ihre musikalischen Qualitäten, zu entzückend schön ihre Harmoniegsänge, zu stark ihre subtilen Songs.

Heute im Nouveau Casino warfen sie all diese Qualitäten in die Waagschale und überzeugten auf ganzer Linie. Sie waren nicht ganz allein mit ihren Akustikgitarren gekommen, sondern hatten auch Verstärkung in der Person des Drummers/Gitarristen Xavier aus Spanien dabei, der sogar in der Mitte des Sets eine schöne Eigenkomposition vorstellte. Traumhaft gut kamen bei der hervorragenden Akustik ihre bildhübschen Stimmen zur Geltung und wunderbar klangen auch die perlenden Gitarrenakkorde. Verblüffend, daß die beiden Mädels in ihrem jungen Alter (beide sind erst 22) schon in der Lage sind, solche komplexen, clever arrangierten Songs zu schreiben. Die beiden verlassen sich eben nicht auf den Niedlichkeitsfaktor, begnügen sich nicht damit, süßlich Folkpopsongs für den Mainstream zu komponieren, sondern arbeiten bereits jetzt an guten Strukturen, die sie von der Masse abheben.

Der kreierte Sound war sehr atmosphärisch und traumversunken, manchmal geradezu hypnotisierend. Man hörte ein wenig Parallelen zu den Fleet Foxes heraus, aber auch zu First Aid Kit, Emmylou Harris oder Alela Diane, aber das sind nur beschreibende Eckpfeiler, die Musik von The Dove & The Wolf ist bereits jetzt erstaunlich eigen.

Setlist The Dove & The Wolf, Nouveau Casino, Paris:

01: The Choir
02: To The Other Side
03: To The West/The Shore
04: Moving Shadows
05: River
06: Insane, In Love
07: Interlude
08: Springtime


Wer sie sich zu Hause ein wenig anhören möchte, dem empfehle ich Springtime und The Shore und natürlich das tolle Akustikvideo von Le Cargo.

springtime by the dove & the wolf

the shore by the dove & the wolf



Tja und dann ging es mit Erevan Tusk weiter. Verzauberten uns eben noch hübsche Mädchen, waren nun gut gebaute Männer auf der Bühne, die den schönen Mädels im Publikum weiche Knie bereiteten. Keine Frage, Erevan Tusk scheinen eine gewaltigen Schalg bei den Weibern zu haben! Wenn ich in der Band wäre, würde ich das schamlos ausnutzen! Aber die Jungs von Erevan Tusk sind vielleicht zu romantisch veranlagt, um wild rumzuvögeln. Zumindest ihre Musik hat diese romantische Note, die der Sache das gewisse Etwas verleiht. Aber es sind nicht nur Süßholzraspler, diese Musiker mit gleich zwei verscheiden Leadsängern, sondern sie beherrschen auch den knackigen, amerikanisch gefärbten Indierock verblüffend gut. Im Grunde genommen hört man ihnen nicht die Spur an, daß sie Franzosen sind, was vielleicht auch daran liegt, daß Sänger Mij/Jim (er wird mal so, mal so genannt) aus Schweden stammt und nicht den typischen französischen Akzent beim Singen der englischen Zeilen hat, der normalerweise sofort die gallische Herkunt verrät.

Jim, Pacôme, Pierre, Nico und Alex heißen die fünf Bandmitglieder und jeder spielte heute seinen Part ganz ausgezeichnet. Es war ein Set was durchgängig flutschte und keine Längen aufwies. Dafür waren die Melodien einfach zu packend, die Harmoniegsänge zu herzergreifend, die Energie der Band zu mitreißend. Ein paar Leute kamen gar nicht aus dem Tanzen raus und die Stimmung war wirklich ganz ausgezeichnet.







Garant für die hohe Qualität des Konzerts waren die astreinen Songs. In Your Shadow, By The Larches (sehr beatlesk!), Frostbitten und natürlich Cassidy waren die Highlights eines ganz tollen Auftritts. Vor internationalen Bands wie Shearwater, REM, The Decemberists oder Modest Mouse brauchten sich die Franzosen mit diesem Liedmaterial wirklich nicht zu verstecken. Und so passte es dann auch perfekt, daß sie am Ende Neutral Milk Hotel und ihren Klassiker King Of Carrot Flowers coverten. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie längst das Konzert in trockene Tücher gebracht und das Publikum auf ihre Seite gezogen. Das Cover war das Tüpfelchen auf dem i und bechloß etwa 80 musikalisch hochklassige Minuten.


Toll, einfach toll!

Setlist Ervan Tusk, Nouveau Casino, Paris 2012

01: Rain Tuning
02: KebneKaise
03: Nora
04: Phrasal Show
05: In Your Shadow
06: By The Larches
07: Ivy Ghosts
08: Punctured Lung
09: Truth Or Dare
10: Mammoths
11: One Of These Days
12: Tepid Din
13: Frostbitten
14: From The Steeple Spire

15: Cassidy

16: King Of Carrot Flowers (Neutral Milk Hotel)

E.P "Sheen" by Erevan Tusk

Pour nos lecteurs français:

En avril je me suis qualifié moi-même "dénicheur de talent" après avoir vu Paloma Gil et Louise Hayat-Camard alias The Dove And The Wolf. C'était un peu prétentieux, je l'avoue, mais le succès des filles m'a donné raison! Les voilà dans la prestigieuse salle indé du Nouveau Casino en première partie des fabuleux Erevan Tusk. Devant 400 personnes acquises à leur cause. Ce n'est quand même pas mal, non?

Mais tout le mérite en revient à Paloma et Louise. C'est grâce à leur talent évident que leur ascension va si vite. J'ai modestement apporté ma contribution en proposant à mes amis du Cargo de faire une session avec elles, mais c'est tout. Tôt ou tard aucun label, agence de booking ou bonne salle de concert ne pourra les éviter, leur musique est tout simplement trop séduisante, leurs harmonies vocales trop belles, leur qualités de composition et d'écriture trop subtiles pour passer à coté de ce phénomène.

Ce soir au Nouveau Casino les deux filles montrèrent tous leurs atouts et donnèrent un concert de toute beauté. Elle ne sont pas venues toutes seules, mais étaient accompagnées par l'espagnol Xavier qui jouait de la batterie et de la guitare électrique. Au milieu du concert Xavier a même eu le droit de présenter un de ses titres qu'il avait écrit pour son propre groupe!

Les trois musiciens ont pu profiter d'un son excellent ce qui rendait les voix pures encore plus belles et les accords de guitares encore plus profonds et envoutants. C'était bluffant de voir que deux filles de seulement 22 ans sont déjà capables d'écrire des chansons aussi mûres, complexes et bien arrangées. Elles auraient pu faire dans la simplicité en faisant des tubes folk/pop sucrés et gentillets qui ne font de mal à personne, mais plaisent à tout le monde. Mais The Dove and the Wolf ne sont pas Cocoon et ont des ambitions musicales beaucoup plus grandes. Leurs idoles sont plutôt Neil Young (qu'elles reprennent, mais pas ce soir), Bob Dylan (l'ancien groupe s'appelait comme un morceau du maître: Girls From The North Country*) et Ryan Adams, références impeccables donc.


Les titres étaient atmosphériques et oniriques, parfois hypnotisants et j'étais complètement entré dans leur univers pendant les 30 ou 40 minutes de concert qui se termina en feu d'artifices avec Spring Time. C'était sublime, grand bravo à The Dove and The Wolf qui ont gagnées de nouveaux fans aujourd'hui.

Les garçons ont eu droit aux jolies filles, mais environ 15 minutes plus tard c'était au tour des filles de profiter de beaux hommes sur scène. Et des belles filles il y en avait vraiment tout plein au Nouveau Casino ce soir! Visiblement Erevan Tusk ont la cote chez la gente féminine et si j'étais à leur place j'en profiterais aussi! Mais bon, les musiciens d'Erevan Tusk semblent trop romantiques pour collectionner les filles d'un soir. Leur romantisme et lyrisme se montre en tout cas dans leur morceaux irrésistibles qui charmaient par des mélodies accrocheuses, des harmonies vocales magnifiques. En live, le tout est présenté avec une dynamique et un jeu de scène passionnante.

Ils n'ont rien à envier aux groupes rock indé américains et il est remarquable que dans leur cas leur origine ne s'entende pas. Jim et Pacôme n'ont pas d'accent quand ils chantent les paroles anglaises ce qui les distingue de la plupart des autres groupes français actuels.

Je viens de citer Jim et Pacôme, mais il y a également Pierre, Nico et Alex dans le groupe et chacun d'entre eux jouait sa part remarquablement bien ce soir. C'était un concert harmonieux, bien maîtrisé et dense, joué avec une passion et une classe folle. L'ambiance était donc très bonne, il y avait notamment des filles qui dansaient sans cesse durant les 80 minutes d'une prestation sans temps mort.


Garant pour la haute qualité du concert étaient les innombrables chansons tubesques du groupe. In Your Shadow, By The Larches (avec un son très à la "Beatles") Frostbitten ou Cassidy sont cité parmi plein d'autres perles. Des presque classiques qui aurait pu être écrites par des groupes magnifiques comme Shearwater, REM, The Decemberists ou Modest Mouse. Et vu ces références superbes, ce n'était pas étonnant que le groupe termina avec King of Carrot Flowers de Neutral Milk Hotel, qu'ils présentèrent groupé, bras dessus-dessous sur le devant de la scène!

Une soirée mémorable pour la sortie du premier album Fortify Your Innocence.


* la chanson originale s'appelle Girl (singulier) From The North Country.



Freitag, 8. Oktober 2010

Erevan Tusk & Peasant, Paris, 07.10.10

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Konzerte: Erevan Tusk & Peasant (SuperBravo, Chris Pureka)
Orte: La Loge & l'Espace B

Datum. 07.10.2010
Zuschauer: jeweils etwa 30



Wieder mal ein vollgepacktes Programm für euren Konzertblogger an diesem 7. Oktober! Um 19 Uhr spielten in der Loge die Franzosen Erevan Tusk und ab 21 Uhr liefen im Espace B gleich drei Künstler auf. Zeitlich schien mir das alles machbar, aber es gab ein paar Widrigkeiten, die dazu führten, daß ich nicht alles mitbekam, was heute so geboten wurde. Ein Brand auf meiner U-Bahnlinie sorgte für einen Stromausfall, der denVerkehr für eine halbe Stunde unterbrach und mich viel zu spät zum Konzert von Erevan Tusk kommen ließ. Verdammt schade, denn die von Sänger MiJ angeführte Truppe drückt musikalisch bei mir auf die richtigen Knöpfchen. Sie spielen reinrassigen Indierock mit folkiger Noten und kanadischen Vorbildern. Ihre Lieblingsbands heißen unter anderem Wolf Parade, Sunset Rubdown und Handsome Furs, na klingelt's da irgendwo? Aber Erevan Tusk sind keine Raubkopierer, sie haben aus ihren Einflüssen einen wunderbaren Sound kredenzt, der zweifelsohne internationale Klasse hat. Ich mag so ziemlich alles an ihnen, ihre Melancholie, die Meldodien, die erlesen arrangierten Songs. Mij ist mir im vergangen Jahr schon mit seiner anderen Band Starboard Silent Side sehr positiv aufgefallen, jetzt gibt es also zwei Projekte von ihm, die ich nicht aus den Augen (und Ohren) verlieren darf.

Heute gab es am Ende auch noch ein Neutral Milk Hotel Cover, King Of Carrot Flowers, vorgetragen zwischen den entzückten Zuschauern, die für 6 Euro voll auf ihre Kosten kamen.

Danach betrieb ich noch reichlich Smalltalk, schloß nette neue Kontakte und zog mit einer Bekannten Richtung Espace B ab,
schließlich war der Abend noch jung. Nicht gerade um die Ecke das Espace B und auch hier ließen mich die Pariser Verkehrsbetriebe ein wenig im Stich. Geschlagene 15 Minuten mussten wir auf den nächsten Bus warten, einen mittlere Katastrophe in Paris! Als wir am Ort des Geschehens eintrafen, war die Französin Armelle Pioline alias SuperBravo mit ihrem Set schon fast durch. Zwei sanfte Lieder auf der Akustikgitarre gab es noch von der Holden Sängerin dann war leider Schluß. Holden ist eine in Frankreich höchst erfolgreiche Band, die auf französisch singt, SuperBravo das Soloprojekt von Armelle und hier zwitschert sie fast ausschließlich in englisch. Ich mag ihre Stimme und Ausstrahlung, mehr als diese Allgemeinplätze kann ich auf Grund der Kürze des begutachteten Sets nicht als Kommentar beisteuern.

Anschließend trat die Amerikanerin Chris Pureka auf, aber auch von ihrem Konzert bekam ich nicht allzu viel mit. Ich hatte mich vor der Tür des Clubs festgequatscht und dann überfiel mich zu allem Überfluß auch noch eine brutale Hungerattacke. Ich hatte einen Teller Spaghetti Bolognese auf dem Tresen gesehen und wollte im Stile eines kleinen Kindes sofort genau das Gleiche. Erst wiesen mich die Barkeeper ab, sagten die Küche habe geschlossen und Nudeln gäbe es nur für die Künstler. Als ich dann aber von meinem quälenden Hunger berichtete und meinen treudoofen Dackelblick aufsetzte, hatten sie Mitleid und brachten mir auch einen Teller. Als ich aufgegessen hatte, war Chris Pureka aus Massachusetts schon mit ihrem Programm durch. Ihre Musik klang nicht übel!

Dann war die Zeit für Damien deRose aka Peasant gekommen. Den jungen Singer/Songwriter hatte ich zur Tour zu seinem Vorgänger-Album On The Ground schon einmal auf einer Bühne gesehen, heute aber ging es um die Promotion für sein neuestes Werk Shady Retreat. Dennoch gab er dennoch so einige Leckerbissen von On The Ground, das ich wirklich ziemlich oft gehört habe. Richtig tolle melancholisch-unschuldige Lieder sind da drauf, zum Beispiel das an Elliot Smith erinnernde Raise Today, das verträumte The Wind und die betörende Ballade Exposure er auch heute performte. Ungewöhnlich war allerdings wo er spielte, nämlich nicht auf, sondern vor der Bühne! Er performte quasi durchgängig zwischen den Zuschauern, völlig unplugged. Es hatte zuvor Probleme mit dem Gitarrenverstärker gegeben, weshalb sich der Bursche mit der wundervollen Falsett- Stimme dazu entschied, den Stecker rauszuziehen, das Mikro auszuschalten und sich mit seiner Klampfe unters Volk zu mischen. Kurios und intim!

Sein neues Album soll übrigens granatenhaft toll sein, da ich die Songs aber vorher nicht kannte, berührten sie mich etwas weniger als das mir bekannte Material.

Peasant sollte jeder Folkfan auf seinem Schirm haben, der Junge ist talentiert und angenehm bescheiden!

Setlist Peasant, Espace B, Paris:

01: We're Good
02: Raise Today
03: The Stars
04: The Wind
05: Tough
06: Prescriptions
07: Doesn't Mean
08: Into The Woods
09: Hard Times
10: Exposure

Aus unserem Archiv:

Peasant, Paris, 29.09.2009


Link:

- Das Klienicum über Peasant



 

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