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Mittwoch, 2. April 2014

September Leaves und Plumes, Karlsruhe, 22.03.14

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Doppelkonzert: September Leaves und Plumes
Ort: Café Nun in Karlsruhe
Datum: 22. März 2014
Dauer:je 60 min
Zuschauer: etwa 70


Tonight is an island we can rest on 
(aus Away from home, Plumes)

Die Konzerte im Nuncafé sind ja immer etwas Besonderes: Bemerkenswerte Musiker & spezielle Atmosphäre. Aber dieser Abend hatte das Potential, sagenhaft zu werden, denn nicht nur waren Plumes nach einem knappen Jahr tatsächlich hier (das allein hätte mich schon auf das Höchste gespannt gemacht), es war auch das erste Konzert von September Leaves in der neuen Besetzung - Gerd und Uta - in Karlsruhe. Dort wo Gerd für wichtige Jahre zu Hause gewesen war.


So gab es viel Hallo kreuz und quer von Leuten, die Gerd Böttler sehen wollten und dabei die anderen trafen, die mit dem gleichen Anliegen hergekommen waren. Die Stunde nach dem Einlass war folglich gefüllt mit vielen Wie geht's? Was habt Ihr so erlebt? und Schön Euch zu sehen! Als pünktlich 21 Uhr schließlich die Musik begann, kehrte sofort eine gespannte Aufmerksamkeit ein für das, was 2014 musikalischer Stand bei September Leaves ist.


Das Paar auf der Bühne hatte uns eine wunderbare Stunde vorbereitet. Darin enthalten waren zum ersten meine Lieblingslieder von den ersten zwei Alben - manche in neuem Gewand. So habe mit innerlichem Ahhhh gehört: Maple tree, Like a monarch, Chocolate stars, Distance is a monster und Heroes. Darüber hinaus hatte es ja zweitens einen kleinen Vorgeschmack über die If yes - EP gegeben und so waren Global warming und Cold lakes zwar noch vergleichsweise Neuland, aber doch schon etwas vertraut und schon halb neue Lieblinge.


Sehr interessant für mich waren aber besonders die Nummern der dritten Gruppe, für die ich mir in der Setlist einfach Namen ausgedacht oder wie gehört aufgeschrieben habe, weil sie mir ganz neu waren: Drink milk, Humankind und Publicity. Die waren tatsächlich klare Anzeichen für ein frisch gelüftetes Projekt und machten Vorfreude darauf, hoffentlich bald diese und vielleicht weitere Lieder bald auch zu Hause hören zu können. Einerseits fielen die Texte auf, andererseits war z.B. die Posaune bei Humankind ein wunderbarer Hingucker und musikalischer Genuss.


Ein sehr schöner emotionaler Abschluss wurde mit Enzo am Akkordeon in der Zugabe geschafft - quasi als ein Brückenschlag, der uns alle angerührt zurück ließ.

Setlist:
01: Maple tree
02: Like a Monarch  
03: Cold lakes

04: Chocolate stars
05: Heroes
06: Drink milk 
07: Humankind
08: Publicity
09: Distance is a monster
10: Global warming 

11: Distance is a monster (Z) 


In der Umbaupause waren die Künstler sichtlich bemüht, die Zeit nicht überlang zu dehnen, bevor Plumes ihr Set beginnen konnten. Aber es war doch allerhand Technik ab- und wieder aufzubauen und es war fast ein kleines Wunder, wie reibungslos das gelang. 


Plumes Musik ist wunderbar leicht: tupfend und tänzelnd, aber eigentlich nicht sehr eingängig. Ich merke es immer wieder, wenn sich ein Melodiefetzen in meinem Ohr verhängt hat und ich ihn nachsummen will. Hier hopsen die Phrasen - von Taktwechseln getrieben -  recht wild und unerwartet hin und her und machen es interessant aber auch schwer zu kopieren. Oder sie bekommen so einen unbemerkten Schubs aus der Reihe, der einem beim Hören gar nicht auffällt, aber beim nachmachen das Genick bricht.


Ihre Präsenz auf der Bühne ist stets sehr schlicht, direkt, sympathisch und nahbar und auch an diesem Abend spürte man in allen Ansagen die Freude, Teil dieses Abends zu sein. Im Cafe Nun war das Ensemble Plumes vertreten durch  Todd Harrop am Schlagwerk, Geof Holbrook an den Tasten und seine Stimme leihend und Veronica Charnley als Sängerin - oft auch mit E-Gitarre.



In der Setlist gab es die vertrauten Lieder des Debuts wie Phonebooth (... is a perfect place to warm her voice), your Train of Thought through tunnels, away from home (mit dieser eingängigen Passage: one box at a time gets emptied out so oft wiederholt, dass auch ein großer Umzugswagen am Schluss leergeräumt wäre) und schließlich, als Zugabe, noch Messy love.



Schön, diese über das vergangene Jahr so lieb gewordenen Lieder nun wieder live zu hören und innerlich mit zu summen, aber weit interessanter für mich war natürlich zu hören, was es an neuem Material gab (von dem vieles schon für das nächste Album aufgenommen worden ist zu Beginn des Jahres in der Nähe von Dresden). Und das war überreichlich vertreten:

Secret Love, Stray dog de France, Spawning Ground, Seaweed, Swimming, Overlooking the fire hazard

waren klar Plumes-Songs und ebenso klar Boten für ein wunderbares neues Album! Das Publikum war von Plumes genauso bezaubert, wie ich es während meiner ersten Begegnung mit ihnen in Mainz sofort war. Es wurde begeistert applaudiert und gelacht und eine Zugabe gefordert. 

Was für ein wunderbarer Abend. Wirklich sagenhaft, fand ich...
Sagenhaft auch die Fotos von  Nicole Böttler!



September leaves
Bericht Karlsruhe, 14.07.12

23.03. Köln – Melodica Festival
26.03. Köln – Die Wohngemeinschaft mit Hello Piedpiper
27.03. Wuppertal – Hutmacher
28.03. Kiel – Prinz Willy
29.03. Lübeck – Tonfink

Plumes
Bericht Mainz, 26.04.13

24.03.    Winterthur - Portier

25.03.    Tübingen - Wilhelma
27.03.    Offenbach - Parkside Studios
28.03.    Aachen - Raststätte
29.03.    Köln - Kulturcafé Lichtung
02.04.    Berlin - Schokoladen
03.04.    Hamburg - Astrastube
05.04.    Magdeburg - Volksbad Buckau


 

Sonntag, 9. September 2012

Sound of Bronkow Festival Tag 2, Dresden, 01.09.2012

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Sound of Bronkow Festival - zweiter Tag
Ort: Dresden (Societätstheater)
Datum: 1. 9. 2012 14:00 - 2:30 Uhr
Zuhörer: 100-200


Nach der Erfahrung 2011 wäre ich wahrscheinlich zum Sound of Bronkow 2012 gefahren ganz unabhängig davon, ob ich dort auf Bands treffen würde, die ich schon kannte und schätzte oder immer schon einmal gern sehen wollte. Aber es schadet natürlich beim vorfreuen auch nicht, beides zu haben. Für den 1. September freute ich mich ganz besonders auf ein Wiedersehen mit September Leaves und Sea+Air. Ich war sehr neugierig, erstmals zu erleben wie Sons of Noel and Adrian sich präsentieren und Dropout Patrol hatte ich mir schon als CD Direkt Einkauf vorgemerkt. Zusätzlich klangen Masha Qrella, Die Heiterkeit und Kid Kopphausen für mich vielversprechend.

Es war also mit bekannten Gesichtern zu rechnen. Aber der Tag begann mit einem unerwarteten Wiedersehen mit Christian aus Göttingen der mich dort im Hostel so nett umsorgt hatte (*). Ich glaube, wir fanden es beide sehr witzig, uns ausgerechnet in Dresden zu treffen!

Im Publikum gab es außer Musikern vom Setup auch Sea of Love und George Jephson (zusammen mit Thos Henley ist er Oh Othello) und zum Sonntag Abend waren auch Garda aus der Schweiz zurück.

Der Samstag hatte 14 Uhr ohne mich mit Sebastian Witte begonnen. Für September Leaves waren gegen 15 Uhr etwa 60 Leute im Garten versammelt.

Er wirkte auf mich etwas angespannt. Es gab auch keine Trompete und kein Bogenspiel auf der Gitarre. Aber er präsentierte musikalisch wieder sehr frisch und neu ein grooviges ''Like a monarch'' mit abgefahrenen loops, eine ziemliche Schunkelversion von ''Chocolate stars'' und ein nicht enden wollendes ''everything is ok'' (in ''Distance is a monster''). Schließlich war eines meiner liebsten Lieder ''Mapletree'' ein schöner Schluss eines etwas zu kurzen Sets. Ich hatte das Gefühl, dass er das Publikum im Garten ganz für sich gewinnen konnte und es war ein sehr schöner Tagesauftakt für mich.
Nach kurzer Umbaupause nahm ein weiterer Herr mit Gitarre die Bühne in Besitz: Dad rocks! aus Island (Snævar Njáll Albertsson lebt jetzt in Dänemark und singt auch bei der Band Mimas). Er hatte seine Setliste auf die Gitarre geklebt und berichtete uns, dass er nun 4 Wochen mit dem Zug zu Konzerten fahren würde. Seine Lieder und sein Auftreten waren geerdet und ehrlich und handeln von alltäglichem. Damit hatte er mich im Handumdrehen. Seine Singstimme schaffte außerdem eine beeindruckende Höhe. Er veröffentlicht seine Lieder unter Creative Commons, um künstlerische Auseinandersetzung damit zu ermöglichen. Das Publikum wollte ihn nicht gern gehen lassen. Als er als zweite Zugabe spaßeshalber nur noch ein Metallica cover anbieten wollte, gab es auf Zuruf ''One''... Das gab einen besonders fröhlichen Abschied. Ich kann nur empfehlen, sich ein Konzert in der Nähe nicht entgehen zu lassen.

Tourdaten:
09.9. Bonn, das Nyx
10.9. Lüttich, L'an Vert
11.9. Mainz, Schon Schön
12.9. Zürich, Bar Rossi
13.9. Lyon, Périscope
14.9. Nyon, La parenthèse
15.9. Delémont, Collège
16.9. Porrentruy, Houseshow
18.9. Münster, Teilchen & Beschleuiger
20.9. Hamburg, Hasenschaukel
24.9. Paris, tbc
25.9. Rennes, House show
26.9. Lille, La Malterie

The Coloradas sind Roy Davis and Bernie Nye. In Dresden war es an diesem Tag aber Roy solo. Zu der Musik stellt man sich Squaredance und gute Laune vor. Damit war das Prinzip "Mann mit Gitarre" durch drei Vertreter sehr weit gespannt gewesen und sehr deutlich geworden, was selbst in dieser Verkürzung und kondensierten Form alles möglich ist. Die Performance machte gute Laune und es wirkte so, als ob er selbst auch Spaß am Konzert und am ganzen Festival hatte.

Ein großer Kulturschock war danach das Konzert von Die Heiterkeit im Saal. Die drei Damen aus Hamburg stellten ihre Musik sehr unterkühlt und spröde (fast eintönig) vor. Der markant tiefen Stimme hörte ich gern zu, aber es dauerte 30 min bis beim nachstimmen tatsächlich mal ein Lächeln über das Gesicht huschte. Es gab auch keine Zwischenansagen. Als live-Erlebnis haben sich dich Damen für mich nicht wirklich empfohlen.
Setliste, Die Heiterkeit, Dresden:
Alle Menschen
Alles ist so neu und aufregend
Hauptquartier
Die Liebe eines Volkes
Heiterkeit
Romeo
Alle Wege
Für den nächstbesten Dandy
Lane
Komm in meine Arme
Solange es Euch gut geht
Auf dem Gipfel des Erfolgs



Es ging anschließend in der kleinen Bühme mit William Morgan weiter, vielleicht DIE positivste Überraschung für mich im Festival. Er stammt aus Sydney und lebt seit einigen Monaten in London. Er gehört wie Nigel Wright zum Label Butterfly Collectors und hatte für sein Set in Dresden auch Unterstützung durch Clay Dean am Bass, der mit Nigel Wright tourt. Außerdem einen deutschen Drummer. In seinen expressivsten und emotionalsten Nummern erinnerte er mich an Muse. Er hat eine unglaubliche Stimme und Ausstrahlung und alle sollten sich unbedingt diesen noch sehr jungen Mann merken. Zwischendurch machte er sehr sympatische Ansagen zu seinen Liedern und es wechselte zwischen Stücken solo und mit Bandunterstützung. Wie sollte man auch solchen Worten widerstehen können: "you will fall for me or I will fall"? Im direkten Vergleich zu Nigel Wright würde ich sogar sagen, dass William Morgan für mich der überzeugendere Musiker war. Trotz der jungen Jahre wirkte seine Musik rund und reif und es gab musikalisch nichts zu wünschen.

Setlist, William Morgan, Dresden:
Your face
coping fine
shooting star
the painter
Into my arms
The floods
Fall
Tasti's Song
Morning theft
Where do you keep
Pulse




Nach diesem Set ging es im Saal weiter mit Sons of Noel and Adrian aus Brighton, die an diesem Abend neun Musiker auf die Bühne brachten: drei Gitarren, Cello, Bass, Schlagwerk, Klarinette und Trompete. Ich kannte Emma Gatrill. Sie hatte noch ein weitere Frau dabei und die beiden Damen machten mir besonders viel Freude. Es gab sehr viel zu sehen (inklusive Tanzeinlagen trotz der Enge auf der Bühne) und es ist ihnen garantiert gelungen, auf Jahre hin alle bösen Geister auszutreiben. Musikalisch war es eher anspruchsvoll und schwer einzuordnen. Ich würde aber immer wieder gern eine Stunde mit diesen Musikern verbringen und mich von ihnen überraschen lassen. Leider waren sie so spät zu Ende, dass ich den größten Teil des Konzertes von Sea+Air im Foyer schon verpasst hatte und Masha Qrella auf der kleinen Bühne (die gewartet hat) war dafür leider an diesem Tag kein Ersatz. Sie spielt ihr Set so rockig und rotzig, dass von der Musik nichts übrig blieb außer Schlagzeug. Nach vier Liedern habe ich es aufgegeben. Auch Kid Kopphausen hatten wohl einen riesigen Saal im Kopf und ich fühlte mich nur niedergebrüllt und kann eigentlich nichts berichten, weil ich geflohen bin.


Als wunderbaren Tagesausklang gab es aber noch Dropout patrol im Thalia Kino 1:30 (etwa 50 min). Sie spielten und präsentierten sich unglaublich sympatisch und in sich ruhend. Es wurde viel gelacht und zwischen Schlagzeuger und Jana Sotzko die Bälle zugeworfen. Die Stimme und Singhaltung erinnerten mich mitunter an die jungen Rainbirds (die ich immer noch sehr liebe). Ein wunderschönes Konzert und ein wunderbarer Ausklang des Tages. Hier also eine dicke Empfehlung, sich ein Konzert zu gönnen.

Tourdaten:
12.10. Chemnitz - AC17
13.10. Netschkau - Borwaerk
14.10. Karlsruhe - Halle 14
15.10. Marburg - Baari-Bar
16.10. Liege (BE) - Le Garage
17.10. Brüssel (BE) - Mme Moustache
18.10. Trier - Villa Wuller
19.10. Köln - Klub Genau

(*) http://meinzuhausemeinblog.blogspot.de/2012/05/rue-royale-gottingen-280512.html




Dienstag, 17. Juli 2012

September Leaves, Karslruhe, 14.07.12

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Konzert: September Leaves

Ort: Alte Fleischhalle in Karlsruhe
Datum: 14.07. .2012

Dauer: etwa 40 min

Zuschauer: etwa 60 Personen



Bericht und Fotos von Gudrun aus Karlsruhe

Es wird höchste Zeit für einen Konzertbericht mit September Leaves!


Unsere Wege kreuzten sich erstmalig im Juli 2011 bei einem sommerlichen Open-Air Konzert in der schwäbischen Provinz. An jenem Abend war September Leaves (Solo) der Zauberer mit Gitarre, Trompete und Loops, der vor Sea + Air auftrat (für diese Band hatte ich mich eigentlich auf den Weg gemacht). Und hinterher der nette Zeitgenosse, der mich dann ziemlich spät im Auto noch mit nach Karlsruhe nahm. Seitdem läuft die bei der Gelegenheit erworbene CD ''Cover the sky with gold'' mindestens wöchentlich einmal bei mir bzw. die CD ''Friendship manifesto''

http://septemberleaves.bandcamp.com/album/friendship-manifesto

ist dran. Musikalisch hatte es also voll bei mir eingeschlagen.


Im Herbst 2011 war September Leaves unterwegs in der Band von Florian Ostertag bei der ersten Runde der TVNoir Konzerte. Das Schicksal fügte es, dass just in dem Konzert in Freiburg für das ich mir eine Karte besorgt hatte krankheitsbedingt Florian Ostertag kurzfristig durch September Leaves ersetzt wurde. Ein ganz einmaliges Erlebnis, weil alles auf den letzten Moment improvisiert war und auf Zuruf noch halb auf der Bühne entwickelt wurde, aber die Herzen der Freiburger komplett im Sturm genommen wurden (von meinem Herzen mal gar nicht zu reden). Da konnte Gert Böttler zeigen, was in ihm steckt!

Den Bericht darüber bin ich leider schuldig geblieben.

Seitdem hatte ich auf eine neue Gelegenheit gewartet, diese Musik live zu erleben. Es wollte sich aber lange Zeit nicht finden bis es nun im Juli 2012 endlich so weit war.

Das Konzert war angekündigt als ein Dankeschön für Hannah Gahlert, die als Abschlussarbeit (Werbe- u.a.) Materialien für September Leaves gestaltet hat (sie
ist auf einem der Fotos auf der Bühne zu sehen und der ''deal'' ist hier nachzulesen:
http://septemberleaves.com/2012/01/31/winter-is-the-new-spring/ ). Es war als Konzert in Karlsruhe gleichzeitig auch ein Event mit vielen Freunden und Bekannten.

An diesem Abend waren September Leaves konkret Gerd Böttler (Gesang, Gitarre, Trompete), Enzo Fragapane (Tasten, Backvocals, Gitarre) & Ilja Thamm (Schlagzeug, Backvocals). Sie spielten in der Alten Fleischhalle auf dem Gelände wo Karlsruhe gerade einen Schlachthof abgerissen hat und vor hat, Kultur und Medien anzusiedeln. Z.B. ist dort auch das Tollhaus und die Rockmusikhalle Substage. Einige der alten Gebäude bleiben und haben auch eine gewisse industriegeschichtliche Ausstrahlung. Dazu gehört auch die Alte Fleischhalle. Drin ist noch alles ganz provisorisch und unfertig. Aber als Ausstellungsort für die Abschlussarbeiten des Grafik-Design-Kurses der Carl-Hofer-Gewerbeschule war der Ort sehr gut geeignet. Neben der Kunst gab es eine Bar und eine Weinverkostung und tatsächlich (!) schien auch die Sonne und es blieb trocken bis wir wieder zu Hause waren.

Es war also in jeder Beziehung die schönste Samstag Abend Stimmung.


In der angegebenen Besetzung hörte ich die Musik nun erstmals - auch wenn die Herren schon länger in verschiedenen Projekten miteinander gearbeitet haben und gut miteinander vertraut sind. Alles etwas druckvoller als auf CD - auch weniger verträumt und verspielt im Vergleich zum Solo, aber es waren ja trotzdem die geliebten Songs in etwas frecherem Gewand. Es begann gleich mit einem der mir besonders lieben Lieder ''Maple Tree'' und das Programm mischte Altes, Neues und Unveröffentlichtes in repräsentativer Weise. Die Gitarre wurde ab und zu mit dem Bogen gespielt, was immer wieder eine tolle Atmosphäre schafft!

Ein toller Abend - nur leider viel zu schnell vorbei.

Allen, denen sich die Gelegenheit bietet, September Leaves live zu sehen, sei dies hiermit von Herzen empfohlen. Wer nicht allein auf mein Urteil trauen möchte, dem seien die in der Setliste eingefügten samples als Beweisstücke beigelegt.

Setlist:

Maple Tree (FM) http://vimeo.com/23964725
Chocolate Stars (CS) http://www.youtube.com/watch?v=29RXC4Y40cI
The night (FM) http://vimeo.com/5634174
Retrospective http://vimeo.com/38110035
Like a monarch (FM) http://vimeo.com/45351562
Distance is a monster (FM) http://www.youtube.com/watch?v=0rhX5T_GBJw
Control http://vimeo.com/41868781
The flames (FM) http://vimeo.com/41868780
Oh come you tender sleep (FM)

Zugabe:

Heroes http://www.youtube.com/watch?v=kfahYTKeYIg

Die Abkürzungen stehen für die beiden Alben:
Cover the sky with gold (CS)
Friendship Manifesto (FM)

Das Stück Control ist z.B. auf dem Sampler der Zeitschrift ZEST
enthalten:

http://www.z-e-s-t.com/info.php



 

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