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Mittwoch, 27. Januar 2016

Lingby, Köln, 23.01.16

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Konzert: Lingby and their super-fabulous bigbandchoir 180
Ort: Aula der Gesamtschule Rodenkirchen, Köln
Datum: 23.01.2016
Dauer: gut 50 min
Zuschauer: 700



Musik ist für mich oft schrecklich rätselhaft. Zum Beispiel werde ich vermutlich nie verstehen, wie ein Text passend zu einer Melodie erschaffen wird. Gut, es gibt Lieder, bei denen ich mir den Schaffungsprozess durchaus vorstellen kann, die mag ich dann aber nicht, weil sie anspruchloser Radiopop sind.

Genauso wenig wie den Songwriting-Prozeß konnte ich mir vorstellen, wie die tollen Lingby ihr Projekt "Lingby and their super-fabulous bigbandchoir 180" realisieren könnten. 180 Musikschüler von unterschiedlichen Kölner Schulen gemeinsam auf eine Bühne zu bekommen, die eigenen Stücke umzuarrangieren und zusammen aufzuführen - ok. Aber wie das gut klingen sollte, war mir ein Rätsel. Das wäre aber auch nicht so wichtig, dachte ich. Dieses Projekt klang so unterstützenswert, daß musikalische Abstriche vollkommen egal wären. Ich war sicher, daß der frühe Abend toll werden würde!

Für 18 Uhr war das Konzert in der Aula der Gesamtschule Rodenkirchen angekündigt worden. Wir waren gut eine Stunde vorher da, denn 180 Schüler haben Eltern, Großeltern und Geschwister, es würde also voll werden. Das Interesse war so groß, daß es eine Weile dauerte, bis alle im Saal waren. 


Das Konzert begann mit dem Einzug der Musiker. Das dauerte ewig. 180 Orchestermitglieder sind eine ganze Menge! Bevor deren Konzert mit Lingby begann, spielten die Band-AGs der Schulen. Es gab eine instrumentale Seven nation army Version mit Saxophon, ein Beatles Cover und ein Metal-Stück. Das letzte Lied hatte eine der Schul-AGs gemeinsam mit Lingby-Sänger Willi Dück geschrieben. Willi spielte und sang bei Together strong auch mit. Aber auch ohne ihn wäre es vorzüglich gewesen. Wenn Lingby Singles veröffentlichen würden, wäre das eine super B-Seite!

Lingby begannen ihr Konzert mit einem der unveröffentlichten Lieder, die die Kölner Band seit knapp einem Jahr live spielt. Bei Mmh interesting hatten die vielen Bläser ihren ersten Auftritt.

"25 Querflöten. 

16 Klarinetten. 
23 Altsaxophone. 
9 Tenorsaxophone. 
23 Trompeten. 
13 Posaunen. 
11 Tenorhörner. 
Jede Menge Xylophone, Metallophone, Floortoms und Snares."

Mmh interesting
klang schon phänomenal gut! Musikschülerniveau? Unsinn! 



Impatience danach verzichtete auf die 180-köpfige Verstärkung. Die hatte bei If anything, dem dritten Stück dann wieder einen großen Auftritt. Bei Lingby ist grundsätzlich schon toll, daß neben der "normalen Indieband"-Besetzung Blasinstrumente zum Einsatz kommen. Die Bläser machen die ohnehin hervorragenden Stücke noch einmal bedeutend aufregender. Wenn sie gut gespielt werden, gilt scheinbar beim Hörnern und Posaunen "viel hilft viel". If anything war wundervoll! Aber neben den vielen Orchestermusikern begleitete auch ein Solist Lingby bei dem Stück, Sven, ein Geiger. 


Es folgten Two, einer meiner Lieblinge, und This takes me out (mit Solist Osan an der akustischen Gitarre). Two, This takes me out und Be still danach waren sehr schön, umwerfend wurde es dann mit House of glass. "Das ist eines der Lieder, bei denen alle mitmachen", kündigte Willi an. Und dabei ahnte man dann, wie wahnsinnig viel Arbeit in der Vorbereitung und Koordination dieses Abends stecken musste. Die beiden Heß-Schwestern Carmen und Judith dirigierten und spielten ihre Instrumente gleichzeitig. Rechts stand ein Chor, links die Schlagzeuger, überall Bläser und dazwischen Dirigenten. Das alles zu koordinieren, ist eine Herausforderung, weit jenseits meiner Vorstellungskraft.

Wegen der über ganz Köln verteilten Schulen fanden die Proben vor allem in Kleingruppen statt. Und es klang, als spielte genau dieses Ensemble seit Ewigkeiten zusammen!



Auch bei Like a stone kamen alle zum Einsatz. In der nur-Lingby-Version ist Like a stone ein Riesenhit. Mit Orchester und Chor ein Riesen-Riesenhit!


Zwischen den beiden spielten die Lingbys Twist and turn mit Chorbegleitung, auch das war zu schön!

Nach dem nächsten unveröffentlichten Lied (Tired eyes) war Schluß. Das Wagnis, das Lingby eingegangen waren, hat sich vollkommen gelohnt. Ich bin zwar nicht viel objektiver als die Angehörigen der 180 Musiker, nach dem Abend ist das Urteil aber einfach. Wundervoll!


Setlist Lingby and their super-fabulous bigbandchoir 180, Köln:

01: Mmh interesting
02: Impatience
03: If anything
04: Two
05: This takes me out
06: Be still
07: House of glass
08: Unter the cover of dark
09: Twist and turn
10: Like a stone
11: Tired eyes

Links:

- aus unserem Archiv:
- Lingby, Köln, 11.04.15

- Lingby, Offenbach, 01.04.15
- Lingby, Offenbach, 07.08.14
- Lingby, Köln, 12.04.14
- Lingby, Karlsruhe, 25.07.13
- Lingby, Köln, 14.02.12



Montag, 13. April 2015

Lingby, Köln, 11.04.15

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Konzert: Lingby
Ort: Artheater, Köln (Ehrenfeld Hopping)
Datum: 11.04.2015
Dauer: etwa 75 min
Zuschauer: ca. 150



Es war ein Heimspiel. Da spielen Fußballmannschaften ja auch (meist) groß auf. Und das Publikum ist besonders euphorisch. Daß mein zweites Konzert der Twist-and-Turn-Tour der tollen Lingby so großartig war, lag aber in erster Linie an der Band, ihren phänomenalen Songs und der Art, wie sie die live spielt. Auch ohne die herrlichen Jubelszenen bei den ersten Takten von Liedern wie Two oder Like a stone wäre der Abend wundervoll gewesen. Aber die Begeisterung der Zuschauer, die ich so vermutlich noch nie außerhalb Englands erlebt habe, war die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.

Lingby spielten das letzte Konzert ihrer kurzen Deutschland-Tour zur neuen Platte im Rahmen des Ehrenfeld Hoppings im Artheater. Als ich ankam, spielte Eva Bardo gerade die letzten anderthalb Stücke ihres Support-Sets. Klavier und eine Stimme, die mich an CocoRosie erinnerte - das gefiel mir gut. Leider bekam ich nur ein halbes ihrer eigenen Lieder mit, das zweite war ein Erdmöbel-Cover. Ihr sei nach Schreien, sagte die Sängerin.

Als die Hauptgruppe bereits um 20:45 Uhr auf die Bühne kam, war der Saal ziemlich gut gefüllt. Es hätten zwar noch ein paar mehr reingepasst, mehr Stimmung hätte es aber auch nicht geben können. Die, die da waren, ließen das Konzert wie eines im Gloria oder größer klingen. Daß das eine angemessene Reaktion auf die Musik der Band ist, habe ich zuletzt wieder in Offenbach erlebt. Mit jedem Konzert überzeugen mich Lingby mehr, bei jedem Auftritt entdecke ich neue Perlen in ihrem Programm.


Die ersten Lieder spielte die Band dicht auf dicht. Manchmal gingen Titel in einander über. Dieses Stilmittel passte wundervoll zur Musik. Wenn die Lingbys nicht so schrecklich sympathisch wären und vor allem die Ansagen von Sänger Willi Dück nicht so unterhaltsam wären, könnte ich mir auch Konzerte der fünf Kölner ganz ohne Pause zwischendurch gut vorstellen.


Untermalt wurden die Stücke der Band von Lichtanimationen von Till Beutling von Klangfiguren. Die wie eine zweidimesionale Lasershow aussehenden Animationen wechselten von Lied zu Lied. Das passte immer wieder sehr gut zu den Stücken. Bei der letzten Zugabe Count the stars gab es zwar nichts zu zählen, es war aber ein Mond hinter der Band zu sehen, der irgendwann wie eine Lautsprechermembran im Takt vibrierte. Auch wenn sie nichts direkt mit den Titeln zu tun hatten (oder ich es nicht kapiert habe), bereicherten die Animationen die Musik, obwohl das irgendwie Quatsch ist, weil es ja schon nicht mehr besser ging.

Lingby spielten vor allem Stücke der neuen Platte Twist and turn. Aber weil sie die Lieder bereits vor einer Weile geschrieben haben, existiert mittlerweile eine neue Song-Generation. Die vier neuen Lieder MHmm, Under cover, Trading sides und Tired eyes hatte ich schon in Offenbach kennengelernt. Sie unterscheiden sich qualitativ in nichts von den begeisternden großen Geschwistern.


Mich begeistern an Lingby verschiedene Dinge: die spannenden Melodien, die hervorragend harmonierenden Stimmen und die besondere Instrumentierung. Auch mit Keyboards, E-Gitarre, Schlagzeug und Bass wäre es schon sehr gut, die Blechbläser-Breitseiten geben den Stücken aber eine besondere Tiefe. Wenn die beiden Schwestern Carmen und Judith mit Jagd- oder Flügelhorn oder Posaune einsetzen, entsteht das, was Lingby auf ihrer Seite als Orchestral Pop bezeichnen. Ich kenne nicht viele Bands, die das so meisterhaft wie bei Like a stone, House of glass, Two oder wie sie alle heißen beherrschen.


Songs wie Like a stone wurden frenetisch gefeiert. Wie toll das für Musiker sein muß, wenn das Werk die Anerkennung bekommt, die es verdient. Like a stone ist (obwohl auf Twist and turn) älter und schon lange ein Liebling. Trotzdem ist es das beste Lied des Jahres. Und Shows wie diese werden Ende des Jahres auch ganz sicher in meiner Konzertbestenliste sein. 

Lingby heißt die Band. Bitte merken und verbreiten!

Setlist Lingby, Artheater, Köln:

01: Swans 
02: This takes me out 
03: MHmm (neu) 
04: Under cover (neu) 
05: Be still 
06: House of glass 
07: Impatience 
08: Trading sides (neu) 
09: If anything 
10: Two 
11: Tired eyes (neu) 
12: Longing 
13: Like a stone 

14: Forgiveness (Z) 
15: Twist and turn (Z)
16: Count the stars (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Lingby, Offenbach, 01.04.15
- Lingby, Offenbach, 07.08.14
- Lingby, Köln, 12.04.14
- Lingby, Karlsruhe, 25.07.13
- Lingby, Köln, 14.02.12



Donnerstag, 2. April 2015

Lingby, Offenbach, 01.04.15

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Konzert: Lingby
Ort: Hafen 2, Offenbach
Datum: 01.04.2015
Dauer: gut 65 min
Zuschauer: rund 50




Neulich bin ich aufgefordert worden, nicht immer über die gleichen Künstler zu schreiben. Das langweile. Weil ich über jedes Konzert, das ich sehe, auch schreiben möchte, stecke ich bis über beide Ohren in einem Dilemma. Gottseidank gilt diese Sorge noch nicht für Lingby. In voller Bandstärke habe ich die Kölner Gruppe erst zweimal gesehen. Objektiv ist das aber nichts, auf das ich stolz sein sollte, denn Lingby sind eine solch tolle Band, daß ich mich über jedes verpasste Konzert nachträglich schwarz ärgere.

Gestern wäre fast ein weiteres dazugekommen. Lingby spielten im Hafen 2 in Offenbach - und ich stand in einem 12 km Stau, zwei Minuten nachdem ich zu Hause losgefahren war. Die Band hatte auf der Anreise von München ähnliche Probleme und fing auch mit zwanzig Minuten Verspätung an - uns rettete das das Konzert.

Lingby spielten im Barbereich des Hafen 2. Als die ersten Töne zu hören waren, kamen die restlichen Besucher aus dem Café und füllten den Raum vor der Bühne gut. Ich schätze, gut 50 Zuschauer waren es am Ende.



Die Kölner Band hat vergangene Woche ihr neues Album Twist and turn veröffentlicht. Die Finanzierung der Platte lief mit Hilfe eines Crowdfunding Projekts, bei dem ma u.a. auch Boxsparrings mit Bandmitgliedern buchen konnte. Twist and turn erschien vergangene Woche und verdient jede Aufmerksamkeit. Ich hatte das Glück, bereits acht Tage vorher die Platte im Rahmen eines Pre-Listenings, wie man heute sagt, im Motoki-Wohnzimmer hören und kaufen zu können (das war mein Crowdfunding-Paket - quasi mein faustloses Sparring). Viele der Lieder kannte ich schon, weil Lingby sie seit einiger Zeit live spielen. Die Stücke aber fertig auf Platte zu hören (und seitdem immer wieder), ist noch einmal etwas anderes. Twist and turn wird definitiv eines meiner Alben des Jahres sein!* 

Ob eine Platte etwas taugt, zeigt sich ja immer nur live. Wie viele Bands habenn mich nach guten Studio-Arbeiten live schon schrecklich enttäuscht und mir jede Lust an ihnen genommen! Hier wusste ich ja, was mich erwartete, daher hatte ich mich auch so auf das Konzert gefreut. Überrschend war, wie laut die Band aufspielte. Der Platz vor der Bar liegt zwischen zwei Fensterreihen und ist sicher kein Paradies für Soundleute. Der des Hafen 2 hatte das hervorragend im Griff. Die Band war laut, klang aber brillant. Es gab kein Scheppern der Scheiben und kein Echo.

Das Konzert begann mit Swans, dem ersten Stück der Platte, einem der ruhigeren Titel, den Judith Heß singt. Swans ging über in ein zweites Lied (This takes me out), diesmal von Willi Dück gesungen. Wer nur aus Neugierde da war (bei 10 € Eintritt sicher keine schlechte Idee), blieb. Der Auftakt war großartig!

Danach wurde es ungewöhnlich. Das Konzert war Teil der Albumreleasetour (Termine unten). Die beiden nächsten Titel waren aber bereits neuer als das Album. Lingby spielen die Lieder von Twist and turn schon eine Weile und haben zwischenzeitlich die nächste Generation Songs fertig (Willi schreibt die poppigen, Judith die düsteren laut eigener Aussage). MHmm und Under cover waren die ersten zwei von vier dieser unveröffentlichten Titel. Bei MHmm singt wieder Gitarrist Willi, während Judith und ihre Schwester Carmen Keyboard spielen (zur Band gehören noch Bassist Maik und Schlagzeuger Dennis). Am Ende des Lieds wechselten die Schwestern zu Hörnern, Jagd- und Flügelhorn. Die Stücke der Band wären auch ohne diese Instrumente außergewöhnlich schön, die immer wieder eingesetzten Blasinstrumente (Judith spielt außerdem Posaune) geben ihnen aber eine Tiefe (würde der Musikjournalist sagen - ich sage Pfiff), die sie noch einmal besonderer machen. MHmm war dafür beispielhaft. Um die nächste Platte muß man sich also auch schon keine Sorgen mehr machen - eine Woche nach Veröffentlichung der aktuellen. Wow!

Die beiden anderen neuen Lieder Trading sides und Tired eyes (mit einem tollen Echo-Gesang von Willi, der Judiths Texte nachsang) bestätigten dies später noch einmal!

Der Rest des Sets bestand (mit Ausnahme des einen älteren Stücks Longing) aus Stücken der aktuellen Platte. Die beiden auffälligsten sind sicher der Riesenhit Like a stone (der in jedem verdammten Radiosender hoch und runter laufen müsste!) und das nicht minder tolle Two. Der Rest steht denen aber nichts nach. If anything mit seiner langsamen Steigerung am Ende ist gerade vermutlich mein Liebling, wobei das auch der Humpe-Song Impatience sein könnte ("Humpe-Song", weil mich Judiths Gesang dabei an die Humpe-Schwestern erinnert, was ein Lob ist, da ich die Humpes abgöttisch liebe und für große Künstlerinnen halte).

Der größte Knüller des Abends war aber die letzte der beiden Zugaben. Nach Forgiveness spielten Lingby zum Abschluß Twist and turn. Und wenn da nach der ersten Strophe die Bläser einsetzen, ist das unendlich toll!

In zwei, drei Jahren höre ich bestimmt so was wie "warum schreibst Du jetzt den 15. Konzertbericht über Lingby?" Würde mich sehr freuen!

Setlist Lingby, Hafen 2, Offenbach:

01: Swans
02: This takes me out
03: MHmm (neu)
04: Under cover (neu)
05: Be still
06: House of glass
07: Impatience
08: Trading sides (neu)
09: If anything
10: Two
11: Tired eyes (neu)
12: Longing
13: Like a stone

14: Forgiveness (Z)
15: Twist and turn (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Lingby, Offenbach, 07.08.14
- Lingby, Köln, 12.04.14
- Lingby, Karlsruhe, 25.07.13
- Lingby, Köln, 14.02.12

Tourdaten Lingby:
 02.04.2015 Dortmund, Subrosa
06.04.2015 Bremen, Tower
07.04.2015 Hamburg, Molotow
08.04.2015 Berlin, Auster-Club
10.04.2015 Chemnitz, Aaltra
11.04.2015 Köln, Artheater



* das wäre es natürlich auch, wenn ich der Band gegenüber nicht so wenig objektiv wäre

Freitag, 8. August 2014

Lingby, Offenbach, 07.08.14

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Wenn im Flugzeug die Sicherheitssachen erklärt werden, lege ich mein Buch weg und gucke hin. Nicht wegen der Stewardessen und auch nicht, weil irgendetwas an Schwimmwesten- und Sauerstoffmasken-Gebrauch spannend wäre, nur, weil ich es extrem unhöflich fände, weiterzulesen. Wäre das Wort Respekt von der Generation RTL2 nicht so mißbraucht worden, hier würde es passen. Da macht jemand seinen Job und erklärt etwas und kaum einer bringt die Höflichkeit auf, zuzusehen. Das ist nicht nur respektlos, das ist vor allem unhöflich.


Während des Lingby-Konzerts draußen vor dem Hafen 2 war es ähnlich - nur viel schlimmer, weil es eben nicht um etwas Langweiliges wie Kotztüten sondern um wundervolle Musik ging. Direkt am Main hat der Hafen 2 sich ein wirklich schönes Gelände geschaffen, seit man aus dem alten Gebäude raus musste. Ein Freilichtkino, ein Biergarten rund um den Neubau und eine kleine Bühne unten am Fluß. Man muß also ein paar Meter nach unten die Böschung runter gehen. Aber die Mühe für eine Band machen, wenn man auch bequem oben sitzen bleiben kann?

Am Anfang waren wir eine Handvoll Leute auf der Wiese vor der Bühne. Als Lngby sich nach dem zweiten Lied vorgestellt hatten und darum baten, doch nach unten zu kommen, wurden es kaum mehr, obwohl das Gelände des Hafens knallvoll war. Für die Band auf der hohen Bühne muß das frustierend gewesen sein. 30 Leute irgendwo auf der Wiese vor der Bühne, davon fünf stehend - ich hasse kostenlose Musikveranstaltungen! Kultur muß in Deutschland offenbar Geld kosten, damit die Leute sie schätzen. Jede Wette, daß keiner der Leute oben dieses Jahr schon eine bessere Band und ein großartigeres Lied als beispielsweise Like a stone gesehen hat! Und weil Lingby so großartig sind, verdränge ich das Publikum:


Konzert: Lingby
Ort: Hafen 2, Offenbach
Datum: 07.08.2014
Dauer: knapp 60 min
Zuschauer: hmmmm...



Lingby stammen aus Köln und veröffentlichen im Herbst ihr zweites Album, das zum Teil über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert wurde. Viele Stücke davon hatte ich schon im April in Köln gesehen, bei einer weiteren Gratis-Veranstaltung, die allerdings ein erfreulich aufmerksames und gutes Publikum angelockt hatte. Von dem Konzert im Frühjahr waren mir Swans und Two besonders im Gedächtnis geblieben, zwei unfassbar schöne Lieder!

Mit Swans begann auch das Konzert am Main. Die beiden Schwestern Judith und Carmen sangen das Stück, das in This takes me out überging, das Gitarrist Willi singt. Der Gesang wechselt von Stück zu Stück. Judith (Posaune und Keyboard) oder Willi singen die erste Stimme, bei vielen Liedern kommt weiterer Gesang von Carmen (Keyboard und Hörner). Schon das ist toll, es ist aber nicht ungewöhnlich. Die Songstrukturen und vor allem die wunderschönen Instrumentierungen besorgen dies! Wenn die beiden Schwestern mit Posaune und Horn gemeinsam einsetzen, sind das die schönsten Momente eines Lingby-Konzerts. Die Bläser-Breitseite gleich zu Beginn bei Count the stars klangen phänomenal toll! Und als ob das noch nicht gut genug gewesen wäre, wurde das Stück am Ende richtig krachig und klang nach Postrock - mit Horn und Posaune!

Lingby spielten erst am Ende ein paar veröffentlichte Lieder (von EP und Platte - I worked for the light, Count the stars, Like a stone und Here and now, again). Der Rest - acht Lieder - stammte offenbar vom neuen Album, das damit vermutlich auch zu großen Teilen gespielt wurde. Und das toll klingen wird! Neben Swans und Two mochte ich zum Beispiel Impatience sehr gerne, dessen Gesang (der Schwestern) am Anfang sehr verhutschelt klang und das in Geschrei von Carmen mündete. Klasse!

Lingba machen mir immer mehr Spaß! Ach, hätten die Leute oben an den Bierbänken doch mitbekommen, was für eine großartige Band gerade unten spielt!

Setlist Lingby, Hafen 2, Offenbach:

01: Swans
02: This takes me out
03: Two
04: Be still
05: Forgiveness
06: House of glass
07: Impatience
08: I worked for the light
09: Count the stars
10: Twist and turn
11: Longing
12: Like a stone

13: Here and now, again (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Lingby, Köln, 12.04.14
- Lingby, Karlsruhe, 25.07.13
- Lingby, Köln, 14.02.12



Montag, 14. April 2014

Lingby, Köln, 12.04.14

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Konzert: Lingby (Ehrenfeld Hopping)
Ort: Jack in the Box, Köln
Datum: 12.04.2014
Dauer: knapp 45 min
Zuschauer: 400 vielleicht



Wenn man Jahr für Jahr ziemlich viele Konzerte sieht, und es wie ich hasst, sich durch volle Säle zu drängeln, bekommt man eine ganze Menge lokaler Vorgruppen vorgesetzt, ob man das nun will oder nicht. Die meisten von denen sind eben genau so, wie man sich lokale Vorgruppen vorstellt - und dann auch schnell wieder aus dem Gedächtnis weg (wenn sie nicht, wie die eine damals bei dieser Lieblingsband, danach Beschwerdemails über den bösen Bericht schickt und mit Briefen an die Chefredaktion droht, wenn die Kritik nicht gelöscht würde). Hängen bleiben nur wenige. 


Wenn ich mich nach zwei Jahren noch an den Auftritt einer Vorgruppe, nicht aber an die Hauptband erinnere, ist das also schon etwas Besonderes. Lingby hatte ich als Support von First Aid Kit (musste ich nachgucken) im Gebäude 9 gesehen. Die Kölner Band hatte in Zweierbesetzung gespielt und mir sehr gefallen. Ich kaufte anschließend ihr Gesamtwerk und auch das gefiel mir ausgezeichnet. Vor ein paar Wochen startete Lingby eine Crowdfunding-Kampagne, um die Aufnahme eines zweiten Albums zu finanzieren. Neben der Vinyl-Version und Konzerten gab es auch Boxtrainings und einen Boxkampf mit Bandmitgliedern als Finanzierungs-Prämien (aber nicht für mich; schlagen sollte man sich doch besser mit Bands, die man nicht mag).


Das Programm des Ehrenfeld-Hoppings, von dem ich als nur Möchtegern-Kölner vorher noch nichts gehört hatte, eines Stadtteil-Kneipenfestivals, wies ein Lingby-Konzert im Jack in the Box aus - auch da war ich noch nicht. Wegen einer anderen Verpfichtung kamen wir zu spät auf dem verlassen wirkenden, riesigen Industriegelände an Bahngleisen an, auf dem der Auftrittsort sein sollte. Das Jack in the Box ist eine Lagerhalle mit zwei Ebenen und offener Dach-Konstruktion und mit enorm viel Charme für Konzerte. 

Lingby standen schon auf der Bühne, beendeten aber gerade die letzten Vorbereitungen, als wir reinkamen. Damals im Gebäude 9 hatte ich nur Judith Hess und Willi Dück gesehen, im Jack in the Box standen Lingby in voller Besetzung auf der Bühne. Neben Judiths Schwester Carmen (Horn und Keyboard) sind das Maik Vleurinck und Dennis Jüngel an Bass und Schlagzeug. 


Das Konzert begann mit dem herrlich düsteren Swans, das ich von einem Video kannte. Das Lied wird von den beiden Schwestern und Willi gesungen und hat eine wundervolle Melodie. Wie bei vielen der Stücke besteht die Instrumentierung nicht nur aus Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboards, es kommen auch Horn (Swans) und Posaune (Count the stars z.B.) vor. Die Blasinstrumente werden aber nicht schmetternd gespielt - ich kann das schlecht beschreiben - sie klingen getragen. Die Band nennt Sufjan Stevens, Sigur Rós oder Radiohead als Einflüsse, mir kamen Lieblinge wie Get Well Soon oder vor allem die phänomenal tollen Amatorski in den Sinn.


Viele Stücke kannte ich nicht. Von den mir unbekannten Liedern war Two mit seiner subtilen Steigerung besonders großartig! Hoffentlich werden all die unveröffentlichten Titel vom Konzert auf dem Album erscheinen, denn dann wird das ganz sicher ein großer Wurf!

Ein großer Wurf, der hochverdient wäre..! Wer Lieder wie Like a stone im Repertoire hat, verdient einfach sehr viel mehr Aufmerksamkeit. Und obwohl das Ehrenfeld Hopping eine Gratis-Veranstaltung ist und die eigentlich vor allem Publikum anziehen, dem die Band die gerade spielt bestenfalls egal ist, waren die Leute, vor denen Lingby spielte, erstaunlich aufmerksam und begeisterungswillig. 


 
Nach Count the stars, das ich kannte, beendete Twist and turn das Konzert. Dazu ging Sänger Willi von der Bühne und stellte sich rechts an den Rand und guckte seinen Bandkollegen interessiert zu. Erst gegen Ende griff er seine Gitarre und spielte wieder mit.  

Ich hatte mir in den vergangenen zwei Jahren eine ordentliche Erwartungshaltung an Lingby aufgebaut und war mehr als zufrieden, daß das kein Quatsch war. Das Konzert war hervorragend und irgendwann werde ich hoffentlich mal sagen können: "Lingby? Die habe ich vor Jahren sogar mal als Vorgruppe gesehen!"


Setlist Lingby, Jack in the Box, Köln:

01: Swans
02: This takes me out
03: Two
04: Be still
05: Like a stone
06: House of glass
07: Impatience
08: Count the stars
09: Twist and turn

Links:

- aus unserem Archiv:
- Lingby, Karlsruhe, 25.07.13
- Lingby, Köln, 14.02.12



Samstag, 27. Juli 2013

Lingby, Karlsruhe, 25.07.13

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Konzert: Lingby
Ort: Café Nun in Karlsruhe
Datum: 25. Juli 2013
Dauer: 45 min
Zuschauer:40


Ein bisschen verrückt war es ja schon, aber nach dem schönen Konzert mit Jane Birkin war der Abend noch jung und ich probierte mein Glück im Café Nun. Dort sollte 21 Uhr Frére de Song den Abend eröffnet haben und anschließend noch Lingby aufspielen. Da es nur ein Katzensprung zwischen Tollhaus und dem Nuncafé ist, schaute ich auf gut Glück noch dort vorbei.

Und das Glück war mir hold: Es war gerade Pause. Ich würde also noch das ganze Lingby Konzert mitnehmen können. Es war auf der Bühne ganz schön viel aufgebaut, denn heute war die volle Besetzung nach Karlsruhe gekommen.  Mit Hörnern und Posaune, Keyboard, Gitarre, Bass und Schlagzeug wurde da ganz schön was aufgeboten. Lingby hatte mir ja auch schon in der Kammermusikversion gut gefallen. Die Lieder haben einfach Substanz und bestehen deshalb auch ohne aufwendige Arrangements. Oft verdrehe ich ja innerlich die Augen und denke mir: Weniger wäre mehr gewesen. Reduziert die Songs aufs Wesentlich und schmiert uns nicht 1000 Schichten ins Ohr, die den Kern nur verstecken.




Aber an dem Abend schwelgte ich förmlich im Glück bei den warmen Bläserklängen und dem vielstimmigen Gesang. Das gab den vertrauten Songs noch einmal so richtig einen mit und hob sie für mich auf ein ganz neues Gefühlsniveau. Wie schön! Und wie schön, dass mir das nicht entgangen war, sondern sich noch an den Abend im Tollhaus angefügt hatte.

Vielleicht der schönste Moment war, als sich der Text Breath deep an so einem übewarmen Sommerabend mit warmen Bläserklängen vermischte und dann im Fingerschnipsen quasi der glückliche Herzschlag aufgenommen wurde.
 


Sicher wird das Nuncafé die Jungs und Mädels von Lingby wieder so warm empfangen - wir versuchen sie dann beim nächsten Mal auch nicht wieder so gar zu kochen wie an diesem Abend.  Aber ob es eine noch nettere Dekoration geben kann??
 



Aus unserem Archiv:
Lingby, Köln, 14.02.


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Mittwoch, 15. Februar 2012

First Aid Kit, Köln, 14.02.12

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Konzert: First Aid Kit
Ort: Gebäude 9, Köln

Datum: 14.02.2012
Zuschauer: wohl ausverkauft

Dauer: First Aid Kit 85 min, Lingby 35 min



Wie groß First Aid Kit mittlerweile geworden sind! Mit ihrem neuen Album The Lion's Roar haben die schwedischen Schwestern offenbar den kommerziellen Durchbruch geschafft und folgerichtig das Gebäude 9 ausverkauft. An gleicher Stelle hatte ich Klara und Johanna 2009 schon einmal gesehen. Dieser Abend ist mir vor allem deshalb in Erinnerung geblieben, weil die beiden Sängerinnen offensichtlich sehr schlecht gelaunt waren und eher genervt als unterhalten hatten. Zum ersten Mal hatte ich First Aid Kit mit großer Begeisterung im Sommer zuvor bei einem Wiesbadener Festival erlebt und mich an den herrlichen Harmonien der Folksongs der beiden erfreut. Eine wechselhafte Geschichte zwischen First Aid Kit und mir also.

Heute war die Laune der beiden mittlerweile 19 und 21 jährigen Schwestern ausgezeichnet. Sie machten Witze, waren souverän und charmant. Johanna, die sehr jung aussehende Keyboarderin, erzählte, beim ersten Gebäude 9-Konzert habe "First Aid Kid" auf dem Plakat gestanden. "We're not kids!"

Auch ihre Musik ist reifer geworden. Glichen die Stücke der ersten Platte doch sehr ihren (damaligen) Vorbildern Fleet Foxes, wirkt The lion's roar abwechslungsreicher. Live spielen First Aid Kit seit 2010 mit einem Schlagzeuger, was eine weitere Entfernung von den spärlich intrumentierten ersten Auftritten darstellt. Vielleicht hat der riesige weltweite Erfolg von Mumford & Sons dazu geführt, daß auch die Schwedinnen sich von den ganz trockenen Stücken, bei denen nur das Zusammenspiel ihrer Stimmen im Vordergrund standen, wegbewegt haben, wahrscheinlich übertreibe ich aber auch maßlos; jedenfalls stimmt das Ergebnis in vielerlei Hinsicht: die zweite Platte gefällt mir sehr gut und sie hilft, die mittelgroßen Clubs zu füllen.

Wir bekommen das hier zwar immer um die Ohren gehauen, wenn wir über die Outfits der Künstler schreiben, aber auch, wenn ich darauf Rücksicht nehmen wollte, geht das heute wirklich nicht. Klara (die ältere)* trug ein knöchellanges Kelly-Family-Kleid, aus einem schweren grünen, im Licht der Scheinwerfer changierenden Samtstoff. Modell Vorhänge in einer Ritterburg. Schwester Johanna trug auch etwas, das an eine Gardine erinnerte, einen bodenlangen roten Traum mit hunderten von Bügelfalten. Ich glaube, so etwas sieht
man sonst nur in Fantasy-Filmen oder auf von 70er Jahre Grand Prix-Fernsehaufnahmen, herrlich!

Die beiden Stimmen stehen natürlich immer noch stark im Vordergrund. Dazu kommen Klaras Gitarre, Johannas Keyboard und das Schlagzeug. Die Autoharp, die Johanna spielt, kam nur bei einem Stück zum Einsatz, bei New year's eve von der neuen Platte. Von der stammte auch der Großteil des Programms. Bis auf I found a way spielten die Söderbergs alle Lieder von The lion's roar, sogar das iTunes Bonusstück Wolf, das ich nicht kannte.

Auch wenn viele der neuen Titel hervorragend sind (Emmylou! oder auch gerade dieses Wolf), waren die beiden besten Lieder des Abends ältere. Ghost town, die Mitsingnummer, am Bühnenrand unverstärkt gesungen, war zwar sicher Effekthascherei, aber eine sehr gute! Ich mag eigentlich solche Inszenierungen nicht besonders, das immer lauter und mutiger mitgesungene Stück hatte aber verflucht
viel Reiz. Normalerweise stehe ich grundsätzlich neben den unmusikalischsten Leuten im Saal, heute hatte ich offenbar irgendetwas falsch gemacht, die Mitsänger in Hörweite konnten das nämlich ausgezeichnet.

Am besten gefiel mir aber Heavy storm vom ersten Album, weil es so herrlich
schmissig war! Ich weiß wirklich nicht, ob ich das Lied vorher schon einmal wahrgenommen habe, heute war es aber vorzüglich!

First Aid Kit ist keine Band, die ich mir zigmal im Jahr ansehen werde. Dafür ist ihre Musik mir auf Dauer zu folkig und nicht aufregend genug. Aber heute war sehr gut und meine anfängliche Skepsis vollkommen umsonst!

Setlist First Aid Kit, Gebäude 9, Köln:

01: This old routine
02: Hard believer
03: Emmylou
04: Blue
05: In the hearts of men
06: Heavy storm
07: New year's eve
08: Ghost town
09: To a poet
10: Wolf
11: When I grow up (Fever Ray Cover)
12: Dance to another tune
13: I met up with the king
14: The lion's roar

15: Our own pretty ways (Z)
16: King of the world (Z)

17: Waltz for Richard (Z)


Eröffnet für First Aid Kit hatten Lingby aus Köln. Den Namen der Band hatte ich schon oft aufgeschnappt, ich hatte sie aber nie gesehen und kannte auch ihre Musik
nicht. Lingby spielten nur in abgespeckter Version mit Judith Heß am Keyboard (und der Trompete) und Willi Dück an der Gitarre. Sicher fehlte den Songs in dieser Version einiges, mir gefielen Lingby aber trotzdem hervorragend. Ihre Lieder sind wundervolle Popstücke, die eine leicht verschrobene Note haben, was mir sehr gefällt!

Die Ansagen der beiden waren ähnlich. Willi und Judith waren urkomisch und sehr unterhaltsam, aber erst auf den zweiten Blick. Das war toll und hat enormen Spaß gemacht! Lingby will ich dringend wiedersehen! Ein kleines Beispiel: Willi kündigte ein neues Stück an, das von seinen Eltern handele, die irgendwann bei Nacht und Nebel aus "Kirgistan ausgezogen" seien, nachdem sie die Kuh und andere Hebseligkeiten verkauft hätten.

Setlist Lingby, Gebäude 9, Köln:

01: Count the stars
02: Here and now, again
03: Empty still
04: Marathon
05: 1000
06: Bye bye Kirgistan
07: I worked for the light


Links:

- aus unserem Archiv:
- First Aid Kit, Barcelona, 26.05.10
- First Aid Kit, Paris, 07.04.10
- First Aid Kit, Köln, 01.12.09
- First Aid Kit, Wiesbaden, 30.08.09



 

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