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Mittwoch, 8. April 2015

RONiiA, Karlsruhe, 07.04.15

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Konzert: RONiiA featuring Nona Marie Invie
Ort: Jubez in Karlsruhe
Datum: 7. April 2015
Dauer:  50 min
Zuschauer: etwa 30



Fünf Leute auf der Bühne und keine Gitarre... Das war vor ziemlich genau drei Jahren die wenngleich knappe so doch eindeutige Beschreibung des Abends mit Dark Dark Dark in Frankfurt, an der ich ablesen konnte, dass Christoph und ich ohne voneinander zu wissen oder uns persönlich zu kennen beim gleichen Konzert gewesen waren. Daran musste ich unwillkürlich denken, als ich auf den Beginn des Konzertes von RONiiA - dem neuen Projekt von Nona Marie Invie wartete. Denn natürlich war auf der Bühne keine Gitarre zu sehen...


Es war für mich eine große Überraschung (und zugleich Freude!) als das Karlsruher Jubez zu dem Konzert einlud und der Name Nona Marie Invie im Zusammenhang mit einem Elektronik Projekt fiel, dessen Name ich auch schon beim Studium des diesjährigen Programms des französischen Festivals Les Femmes s'en melent gelesen, aber uninformiert glatt überlesen hatte. Frau Invie macht es einem manchmal nicht einfach, auf dem aktuellen Stand zu bleiben (*)...


Im neuen Projekt teilt sie die Bühne mit Mark McGee und Fletcher Bernhill (mit letzterem hatte sie auch schon für FUGITIVE zusammen gearbeitet), einem Gesangsmikro und drei Ansammlungen von Boards mit Drehknöpfen. Was ihrem Naturell anscheinend sehr entgegen kommt war, dass das Konzert fast in totaler Dunkelheit stattfand und sie sich damit - so weit das als Frontfrau überhaupt geht - hinter die Musik zurückziehen und unsichtbar machen konnte.


Elektronische Musik ist nur sehr selten auf meiner Wellenlänge. Einem Projekt von Nona Marie Invie stand ich natürlich aufgeschlossen gegenüber, aber im Vorfeld fand ich so gut wie keine Informationen oder Hörbeispiele. Ein Glück, dass der Abend im Jubez stattfand und ich nicht wieder nach Paris, Frankfurt, Wiesbaden oder Reutlingen fahren musste. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das getan hätte.


Was schade gewesen wäre, denn ich hätte einen tollen Konzertabend verpasst. Freilich fällt es mir schwer jetzt hier in Worte zu fassen, was auf der Bühne passierte. Sehr vertraut und damit mein glatter Einstieg in die Musik war, als die Stimme von Nona, im ersten Stück Bellz nach einem längeren Instrumentalintro endlich einsetzte und sich dann zeigte, dass sie für die Musik von RONiiA tatsächlich prägend ist. Der Charakter der meisten Stücke war sehr melancholisch, dabei aber nicht deprimierend. Es klang sehnsuchtsvoll wie in einem schattenhaften Universum - vielleicht unter Wasser verortet. Man kann sich das vielleicht am aktuellsten Stück Run klar machen, dass so verhalten und nachdenklich klingt, dass es wohl eher eine zeitlupenhafte Beschreibung vom Zustand "rennen" sein kann. Die Texte waren nur zum Teil verständlich und trugen so eher zum Klangteppich bei.



Die Musiker waren alle drei sehr versunken und die Stücke gingen fast ohne Pausen ineinander über. So gab es nur zwei Lücken für Applaus: nach 15 Minuten und dann knapp 30 min später - bevor schon das vorletzte Stück Last Words angekündigt wurde. Das letzte Stück Run war das einzige, was auf mich im Finish eine kraftvoll energetische Ausstrahlung hatte. 

Das Publikum lieferte den während des Konzertes nicht eingelösten Applaus nach dem Konzert mit Enthusiasmus nach - leider wurde trotzdem keine Zugabe mehr erhandelt...




(*) z.B. auch in diesem Projekt: Anonymous choir
 
Weitere Fotos von Paolo Costanzo

Aus unserem Archiv:
Dark Dark Dark, Reutlingen, 27.07.13
Dark Dark Dark, Wiesbaden, 14.05.13
Dark Dark Dark, Frankfurt, 15.04.12
Dark Dark Dark, Frankfurt, 15.04.12
Dark Dark Dark, Paris, 23.03.12
Dark Dark Dark
, Paris, 20.06.11
Dark Dark Dark, Paris, 03.05.11
Dark Dark Dark, Paris, 24.03.11
Dark Dark Dark, Paris, 10.11.10 




Samstag, 27. Juli 2013

Burning Eagle Festival Tag 1, Reutlingen, 26.07.13

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Konzert: Tag eins des Burning Eagle Festivals für mich mit:
          Rozi Plain (30 min)
          Pamplona Grup (45 min)
          This is the Kit (45 min)
          Dark Dark Dark (45 min)
          Mikhael Paskalev (35 min)
          Get well soon (40 min)
Ort: Listhofgelände in Reutlingen
Datum: 26. Juli 2013
Dauer: 15:00 bis 23:55 Uhr


Dieses Festival hat mich vom ersten Moment an bezaubert. Alles ist mit so viel Liebe zum Detail vorbereitet. Angefangen von der Musik, vom Gelände, von den Ständen von der Auswahl an Essen und Trinken. Es ist wie ein Ausflug in eine freundlichere Welt.


Die Musik des ersten Tages hatte gleich mehrere Highlights für mich. Die Lieblinge unseres Tagebuches Get well soon spielten wunderbar auf, zuvor waren Dark Dark Dark herzerwärmend. Neuentdeckungen für mich Rozi Plain und This is the Kit und die unglaublich fröhlich aufspielende Pamplona Grup. Auch Mikhael Paskalev war in meinen Augen für diesen Tag eine hervorragende Wahl der Veranstalter.



Ich muss zugeben, dass ich mit der Lage des Festivals und meiner Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein wenig Herzklopfen hatte (vor allem bezüglich der Abreise am Abend). Aber als ich es tatsächlich geradeso rechtzeitig zum Set von Rozi Plain geschafft hatte, musste ich doch zugeben: Ja, so ein Festival passt genau hierher! Ins Grüne, unter die Bäume und zwischen die einfallsreich gestalteten Verkaufs - und Informationsstände. Ich setzte mich neben die Walderdbeeren vor die große Bogak-Bühne und ließ mich von der sommerleichten Musik von Rozi Plain einfangen und einstimmen auf zwei wunderbare Tage in so schöner Umgebung. 
 
Kate Stables bei Rozi Plain

Die Musik von Rozi Plain (E-Gitarre und Gesang) wurde von Jesse  Vernon am E-Bass und Kate Stables (Vocals) und Michael am Schlagzeug interpretiert. Die Ansagen waren freundlich und obwohl die Besetzung nach traditionell hau-drauf-mäßig klingt, eher auf der zarten und verträumten Seite. Wie sagt mein Kollege Oliver aus aus Paris das so schön: einfacher aber nie einfältiger Folk vorgetragen mit einer warmen Stimme. Und ganz am Schluss wurden wir mit einem freundlichen Indianergruß entlassen.


Rozi Plain

Setlist Rozi Plain
Foot out
Alive
Take it
Humans
Quarry
See my boat
Catch up
Sides



Auf der Better2gether-Bühne hatte ich schon im Vorbeigehen eindrucksvoll viele Instrumente vorbereitet gesehen. Geboten wurde dann von acht jungen Männern an Akkordeon, Klarinette, Trompete, Posaune, Kontrabass, E-Gitarre, Geige, und Cajon eine tanzbare Gute-Laune-Musik mit Balkananklängen, die durch die vielen Rhythmuswechsel immer etwas unvorhersagbar und überraschend blieb. Es gab nette Zwischenansagen mit schweizer Einfärbung, z.B. zum Stück Haschisch in dem die Wirkung des Stoffes durch besondere Rhythmenwechsel verdeutlicht worden war und wir hörten die Geschichte vom Fisch Jacques bevor wir uns in die vertonte Variante vertiefen konnten.



Bei Schöni Frau zog es dann endgültig die ersten Tanzwütigen aus dem Sitzen an den Bühnenrand.



Nettes Detail (und irgendwie sehr typisch für das Festival), dass Kate im Publikum saß und die jungen Männer während des Auftritts zeichnete. Wenig später war sie in ein Gespräch mit Wallis Bird vertieft. Eigentlich versuchten die Jungs Kai Lehmann von Garda zum letzten Stück auf die Bühne zu rufen, aber leider klappte das nicht - er hatte noch hinter der Bogak-Bühne zu tun. Statt dessen musste das Publikum singen üben und wurde dabei ordentlich gefordert, aber es gab kein Gesicht, auf dem nicht ein frohes Lächeln dabei zu sehen war.


Setlist Pamplona Grup
Klezmi 
Galéron 
Haschisch 
Jacques 
Flying Bulgar 
Schöni Frau 
T'Fila 
Rodeo 
Noi Siech 
Die Oros



Nach einer kurzen Pause ging es mit This is the Kit auf der Bogak-Bühne weiter. Die Besetzung war wie bei Rozi Plain, aber nun war Kate in der führenden Position und Rozi support an der E-Gitarre. Ich war ganz fasziniert von der Känguruh-Tasche für das Banjo! Der Schlagzeuger spielte bei einigen Stücken die Geige und die musikalischen Gesten bezogen sich häufig auf Folk, aber die Grenzen von Folkmusik wurden überschritten in Richtung sphärischer und psychedelischer Musik. Hauptargument für mich, warum mir die Musik so ausgesprochen gut gefiel sind eindeutig die Stimmen aller vier. Männer und Frauen in dieser Mischung waren zum wegträumen schön.

Setlist This is the Kit
Waterproof
Easy Pickings
White Ash cut
Nits
See here
Colder
Earthquake
Numbers
Spinney


Auf der kleinen Bühne ging es im Anschluss mit Friedemann Weise weiter, mir war aber schnell klar, dass dies meine Pause würde, um für mein leibliches Wohl zu sorgen und mir anschließend einen guten Platz für Dark Dark Dark zu suchen. 
 
Bild von Claudia

Deren Set begann gleich mit einem meiner Lieblingslieder It's a secret und einem ganz neuen Lied mit einem hymnischen Refrain. Bei Hear me kam nach einem extra langem Intro beim einsetzen der Pauke mit dem vertrauten Rhythmus der erste echte Gänsehautmoment des Abends. Und natürlich Trompete und Akkordeon gleichzeitig gespielt sind Bild unglaublicher Hingabe, die sich auch auf mich übertrug.


Trouble wurde anschließend sehr rockig und rhythmusbetont dargebracht. Es war auch der erste Song, in dem ich von meinem Platz aus den Blick auf den Schlagzeuger frei hatte. Ich liebe es zuzusehen, wie er sein Drumset regelrecht massiert! Natürlich war Daydreaming wieder eine tolle Nummer. Hierfür stand Nona Marie Invie vom Piano auf und sang mehrer Stücke lang im stehen. Das Lied verfehlt nie seine Wirkung auf mich und auch die anderen Hörer an diesem Abend verfielen seinem Zauber ganz offensichtlich.


Für How it went war Walt McClements am Piano und es wirkte sehr innig und persönlich. Im letzten Stück The great mistake gab es aber als "Rausschmeißer" fast New-Orleans-Jazzige Anklänge. 


Ein rundum tolles Set. Einzig zu beklagen, dass es zu schnell vorbei war.

Setlist Dark Dark Dark
It's a Secret
New song
Meet in the dark
Hear me
Trouble
Daydreaming
What I need
How it went
The great mistake



Weiter ging es im Programm des Burning Eagle mit dem mir ganz unbekannten Mikhael Paskalev. Die Band brauchte eine ganze Weile für den Soundcheck und begann 10 min später als geplant.


Bild von Claudia
Ihr Set begann Mikhael mit einer Solonummer an der Gitarre, aber es wurde im Anschluss ordentlich fetzig und nach drei Nummern kam schließlich der Moment, wo alle aufstanden und ordentlich getanzt wurde. Das passte und machte richtig Spaß. Es macht mir auch große Freude, der Dame an der Steelguitar zuzusehen. Die hatte eindeutig den Schalk im Nacken.
 
Bild von Claudia
Walls Bird überging ich im Biergarten bei einem netten Gespräch und etwas Wein. Es wurde darüber dunkel.



Schließlich sicherte ich mir einen Platz am Bühnenrand von Get well soon. Der Garten war nun ordentlich gefüllt und man stand recht dicht gepackt. Freudige Erwartung lag in der Luft. 



Leider dauerte der Soundcheck 30 min länger als geplant und es gab schon etwas Unruhe, aber als es gegen 22:45 Uhr denn losging, wurde uns mit Beckengetöse und dramatischer Einspielmusik bei Mayan Calender gleich ordentlich was geboten. Es war einfach nur euphorisierend und vielleicht DER Moment des Abends überhaupt. Die Begrüßung durch Herrn Hopper war sehr lustig. Die Organisatoren hätten die Band wirklich ganz schön betteln lassen, bis sie endlich, endlich mal auftreten dürften auf dem Burning Eagle Festival.  Nun, endlich, sei es so weit und sie freuten sich sehr darüber!


Auf der Bühne war alles etwas gedrängt, und bei den immer wieder vorkommenden Wechseln der Instrumente (fast alle durften mal ans Xylophon und bei einigen Stücken paukte man zu viert!) mussten alle ein bisschen achtsam sein. Aber es wurde ein wahrhaftes musikalisches Feuerwerk gezündet und bis zur finalen Geisteraustreibung You cannot cast out the demons you might as well dance war das Publikum gebannt und begeistert dabei und die Musiker auf der Bühne ekstatisch und dramatisch. Was für ein herrlicher Auftritt an so einem Sommerabend.


Setlist Get well soon
Mayan calender
Last days of Rome
Roland, I feel you
Werner Herzog gets shot
We are ghosts
Voice in the Louvre
Courage Tiger
Oh my good heart
Gallows
Angry young man
Burial at sea
You cannot cast out the demons you might as well dance



Im Rückweg zum Parkplatz (ich hatte zum Glück eine Mitfahrgelegenheit in die Stadt zurück) einmal um den Listhof herum im Dunkeln begleitete mich noch wie ein guter Zauber die Musik von Denis Jones für 20 min. 


Was blieb mir nach diesem wunderbaren Tag zu sagen? Alles fühlte sich an wie für mich ganz persönlich gemacht. Sogar auf Hörschutz konnte ich fast durchgängig verzichten. Das Publikum war so herrlich entspannt und fast alle Künstler mischten sich auch unter das Publikum. Besser geht nicht!

Fotoauswahl:

 


Donnerstag, 16. Mai 2013

Dark Dark Dark, Wiesbaden, 14.05.13

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Konzert: Dark Dark Dark mit Support North America
Ort: Kulturpalast in Wiesbaden
Datum: 14. Mai 2013
Zuschauer: etwa 80
Dauer: 30 min + 70 min



Würde ich einmal zu Desert Island discs eingeladen, wäre wohl unverzichtbar Without you eine der acht von mir dort präsentierten Scheiben (Scheiben = Singles, das Album Who needs who als ganzes dürfte ich nach den Spielregeln leider nicht vorschlagen). Dafür gäbe es mehrere gute Gründe, die ich aber nur mit Kirsty Young teilen möchte... 

Die Musik von Dark Dark Dark liebe ich schon lange heiß und innig und seit ich sie im Frühjahr 2012 in Paris und Frankfurt auch endlich live erlebt hatte, hatten die Musiker als Personen mein Herz erobert. Klar, dass ich das neue Album im Spätsommer 2012 vorab bestellt habe und auf die Herbsttour gespannt wie ein Flitzebogen war. Blöd, dass der einzige Termin in Strasbourg einfach nicht klappen wollte.


Als nun in der aktuellen Tour der einzige deutsche Termin (neben Zagreb, Wien, Budapest, Novi Sad, italienischen und französischen Stops) in Wiesbaden bekannt wurde, habe ich mir das in den Kalender geschrieben und mir geschworen, dass wir uns diesmal wiedersehen. Es wurde dann doch alles etwas schwieriger als man sich das wünscht. Am Dienstag Morgen bin ich zwar in den Zug gestiegen, aber der fuhr nach Süden und nicht Richtung Frankfurt. Abends den Termin zu schaffen würde echt knapp und vorher musste ich auch noch im Hotel vorbei, da die Rezeption nach dem Konzert nicht besetzt sein würde. Falls die Bahn auch nur einen Fehler machen würde, müsste ich darauf vertrauen, dass mir der Support noch etwas Zeit verschafft.




Aber dann lachte die Sonne und alles klappte wie am Schnürchen. Das Venue war einladend und freundlich und Walt McClements lief mir gleich in die Arme... Ganz pünktlich 21 Uhr begannen North America ihr Set. Zwei Musiker an Schlagzeug und Gitarre. Es war eine ziemlich interessante Mischung von psychedelischen Klängen und Rhythmus, der mich nicht ruhig stehen ließ. Der Schlagzeuger und der Gitarrist hielten ein Zwiegespräch vor unseren Augen. Wir durften zwar keine Meinung beitragen, aber teilhaben an dem Austausch. Das kam ganz gut an beim Publikum und passte für mich (rational betrachtet ein bisschen seltsamerweise finde ich) gut zu Dark Dark Dark.



Im Anschluss wurde relativ fix umgebaut und Dark Dark Dark ließen sich nicht lange bitten, ihre Musik zu präsentieren.  Wieder als fünf Personen mit den für mich von den Konzerten im Frühjahr 2012 gewohnten Gesichtern. Und diesmal stand nur etwa einen Meter vor Nona Marie Invie, konnte ihr ganz genau auf die Hände schauen.



Das Set Begann mit It's a secret vom aktuellen Album ganz nach meinem Geschmack und auch mein Lied für die Insel war schon ganz zu Beginn dabei. Dafür verließ Nona ihren Platz hinter dem Keyboard. Am bewegendsten wohl trotzdem wieder der jubelnde Moment wenn Walt McClements Trompete und Akkordeon gleichzeitig spielt.


Die meiste Zeit konnte ich auch sehr gut beobachten, was hinten am Schlagzeug geschah und fand die Arbeit von Mark Trecka einfach bewundernswert. Am für mich am weitesten entfernten Punkt stand Marshall LaCount und spielte Banjo und Klarinette als personifiziertes Understatement. Der Mann am Bass Adam Wozniak war für mich die meiste Zeit etwas im Hintergrund und wirkte sehr konzentriert und zurückgenommen. 

Im Publikum waren wohl viele Leute extra für diese Band gekommen. Man hatte es schon vor Beginn in den Gesprächen und an der vorfreudigen Stimmung gespürt. Und so wurde die Musik auch ordentlich mit Applaus bedacht. 


 

Es war ein bisschen schade, dass in der Aussteuerung der Musik, die Stimmen insgesamt etwas unwichtig eingestuft worden sind. 

Von den männlichen Backvocals hörte ich fast gar nichts und Nona, die ja mit ihrer Stimme den prägenden Aspekt der Musik setzt, war nur in ganz ruhigen Nummern einigermaßen adäquat zu hören.



Im dritten Teil des Abends gab es ausführlich Gelegenheit, alle Bandmitglieder zu treffen und zu sprechen. Es wurden viele CDs und Platten verkauft und signiert. Außerdem konnte ich selbst auch ein kleines Schwätzchen halten mit den Musikliebhabern aus der Wiesbadener Ecke, mit denen ich meist nur virtuell verkehre.





Setlist Dark Dark Dark:
It's a secret
The great mistake
Without you
What I needed
How it went down
Hear me
Wild go
Daydreaming
Joe (last time I saw)
Tell me
Love lies

New song
Running up that hill (Kate Bush cover) 



Die Meinung anderer Zuhörer zum gleichen Abend Lied für Lied die Setlist entlang.

Aus unserem Archiv: Berichte von Oliver

Dark Dark Dark, Paris, 10.11.2010
Dark Dark Dark, Paris, 24.03.2011 
Dark Dark Dark, Paris, 03.05.2011
Dark Dark Dark, Paris, 20.06.2011
Dark Dark Dark, Paris, 20.03.2012
Dark Dark Dark, Frankfurt, 15.04.2012 (Christoph)
Dark Dark Dark, Frankfurt, 15.04.2012 (Gudrun)



Samstag, 22. Dezember 2012

Dark Dark Dark, Frankfurt, 15.04.12

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Konzert : Dark Dark Dark
Ort: Brotfabrik, Frankfurt
Datum: 15. 04. 2012
Zuschauer: knapp 100
Dauer: gut 75 min


Dark Dark Dark gibt es als Band seit etwa 6 Jahren. Sie sind 2010 auf meinem musikalischen Horizont aufgetaucht und in meiner Plattensammlung mit 2 Scheiben vertreten: Wild Go (2010) und Snow Magic (2008). Ich schätze vor allem die Kombination von Fidel, Akkordeon und der spröden Frauenstimme und die Nachdenklichkeit, die nie in Sentimentalität umschlägt.

Es war schon lange mein großer Wunsch, die Band live zu sehen, aber wir haben während ihrer Frühsommertour in Deutschland 2011 einfach nicht zusammengefunden.

Als für März und April 2012 endlich neue Tourdaten feststanden, war ich doch sehr gespannt, ob es diesmal endlich klappt mit dem Liveerlebnis. Beim Abgleich der Tourdaten zeigte sich jedoch: es gab für mich eigentlich nur zwei winzige Chancen: Paris am 23. März (in Kombination mit einer geplanten Reise in Frankreich) und Frankfurt am 15. April als Station von einer Fahrt aus Norddeutschland zurück nach Karlsruhe (weil ausnahmsweise per Auto).
Beides nicht wirklich optimal und mit erheblichem Organisationsaufwand, aber ich wollte versuchen, es möglich zu machen. Dass ich im März dann tatsächlich bei einem tollen Dark Dark Dark Konzert im wunderschönen Saal des Theaters der Cité Universitaire in Paris dabeisein konnte, verdanke ich vor allem der Hilfe von Oliver, der die Fahne des besonderen Musik-Livererlebnisses in Paris hochhält. Er hat auch einen ausführlichen Konzertbericht über diesen Abend verfasst. Prima Nebeneffekt war, dass wir uns persönlich getroffen und ein bißchen kennengelernt haben, nachdem wir über das Konzerttagebuch schon seit einiger Zeit in intensivem Gedankenaustausch standen. Mit diesem ganz besonderen Erlebnis hätte ich mich ganz sicher für die aktuelle Tour zufrieden gegeben.

Aber dann flatterten mir nach dem Pariser Termin noch zwei Eintrittskarten für Frankfurt von Rockzoom ins Haus und ich nahm das als Wink des Schicksals auch die zweite Chance zu ergreifen.



Die Brotfabrik in Frankfurt ist natürlich ein ganz anderer Auftrittsort im Vergleich zum gediegenen Theater in Paris. Ob sich das auch auf die Musik am Abend auswirken würde? Außerdem hat die Band nun weitere drei Wochen Konzerte in Europa und vor allem schon mehrere Termin in Deutschland absolviert. Ist sie nun besonders eingespielt, oder eher müde?

In Berlin standen natürlich schon Leute für das Samstagskonzert in den Startlöchern, die in jedem Fall auch im Web berichten würden. Vom Markus kam sogar noch in der Nacht auf Sonntag eine kurze und sehr positive Rückmeldung zum Berliner Konzert. Somit war am Tag des Konzertes Vorfreude und Spannung bei mir auf hohem Niveau.



Wir brachen pünktlich genug auf, dass wir den einen oder anderen Ferienendstau verkraften würden ohne den Konzertbeginn zu verpassen oder über diese Möglichkeit unterwegs ins Schwitzen zu geraten. Die Autobahnen waren zwar tatsächlich gut voll aber fast ohne Stockungen waren wir am Ende so pünktlich da, dass wir uns in Ruhe verfahren, Parkplatz suchen, Gelände erkunden, und noch etwas essen konnten und die Band die letzten Utensilien ins Haus tragen sahen…

Schließlich ging es ganz pünktlich 20 Uhr mit Ghost of a chance als Support los. Zu diesem Zeitpunkt waren ungefähr 50 Leute versammelt. Obwohl die Junge mit Gitarre Nummer recht sympatisch war, war mir doch etwas zu wenig Abwechslung in den 30 min und ich war erst richtig zufrieden als 20:45 Uhr die fünf Musiker von Dark Dark Dark auf der Bühne erschienen. Ganz unprätentiös begannen sie ihr Set, das nur selten durch einige wenige Ansagen unterbrochen wurde. Die Band hörte aufeinander, lebte in ihrer Musik auf und war bestens eingespielt, aber das Publikum (inzwischen etwa 100 Leute) schien von der Band mehr als lauschender Gast wahrgenommen zu werden obwohl vom ersten Stück an jedes Stück vom Publikum mit begeistertem Applaus bedacht wurde.

Es wurde ein Set gegeben, das sehr dem von Paris glich in seiner Mischung von bekannten Songs der beiden Alben und neuem Material. Dass keiner der Musiker eine Setlist hatte, erweckte bei mir den Eindruck, dass die Band sich an einen bewährten Ablauf hielt. Die Musik gruppierte sich sehr stark um Nona Maria Invie am Keyboard und den Mann am Akkordeon. Schlagzeug wurde sehr ausdrucksvoll und kunstvoll eingesetzt und der Bass spielte extrem zurückhaltend. Als fünfter Mann im Bund war der Mann “rechts außen” an Klarinette und Banjo ebenfalls sehr dezent unterwegs.


Nach 60min war zunächst leider schon alles vorbei, aber die Gruppe ließ sich noch zu 15min Zugaben über-reden, die ich fast euphorisch nennen möchte – lauter musikalische Knaller wurden ausgepackt. Visueller Höhepunkt war sicher der Moment, wo Walt McClements gleichzeitig Trompete und Akkordeon spielte. So sieht Hingabe aus!


Anschließend waren alle Bandmitglieder am Merchstand zu sprechen und erwiesen sich als unglaublich nette Jungs, die bereitwillig auf alle Fragen eine Antwort hatten sich aber anscheinend überhaupt nicht wichtig nehmen.
Es ist schon irgendwie seltsam wie so eine Truppe von Nerds, die sich allen Regeln der Selbstvermarktung widersetzt mit einer Frontfrau, die sich nur linkisch zu ihrer eigenen Musik bewegt so mein Herz erobern konnte und mich wieder für einen Abend ganz und gar glücklich gemacht hat.

Später stellte ich fest, dass auch Christoph im gleichen Konzert war. Somit waren zwei Dark Dark Dark Konzerte Vereiner der Konzerttagebuchler. 


Sonntag, 15. April 2012

Dark Dark Dark, Frankfurt, 15.04.12

7 Kommentare

Konzert : Dark Dark Dark
Ort: Brotfabrik, Frankfurt
Datum: 15.04.2012
Zuschauer: knapp 100
Dauer: gut 75 min


Auf der Fahrt nach Frankfurt wollte ich eigentlich die neue Shearwater CD hören. Nach zwei Liedern dachte ich aber "wenn schon, denn schon" und wechselte zu Mercury Revs Deserter's Songs. Die Platte der Amerikaner gilt Kritikern als Meisterwerk. Obwohl Deserter's Songs ekelhaft kitschig ist und bei mir regelmäßig Bilder von fliegenden Einhörnern, auf denen Elfen tanzen, erzeugt, ist das Album vollkommen zurecht so gut rezensiert. Und immer wenn ich die Stücke höre, zum Beispiel die Eurobeat-Version von Udo Lindenbergs Ein Herz kann man nicht reparieren, das Mercury Rev auf Deserter's Songs covern, frage ich mich, ob ich die Platte liebe, obwohl sie so schrecklich fies ist, oder weil sie so ist. Das klingt nach einem vollkommen banalen Problem, ist aber wichtig. Es geht schließlich um Orientierung.

Bei Dark Dark Dark fällt mir ein Urteil leichter. An der Musik der Landsleute von Jonathan Donahue ist ja auch nichts (naja, fast nichts) fies. Die Band aus Minnesota von der ich hier schon so viel gelesen habe, ist wundervoll melodischer Kammerpop (als das wird Mercury Rev auch gerne bezeichnet), sie erzeugt aber keine Einhorn-Bilder in meinem Kopf.

Ich kam sehr pünktlich zur Hauptgruppe an. Ich stand kaum vor der Bühne, da traten die fünf Musiker auf. Dark Dark Dark bestehen aus Sängerin Nona Marie Invie, Akkordeon-Spieler Walt McClements, Schlagzeuger Mark Trecka, Bassist Adam Wozniak und Klarinettist Marshall LaCount (wie gesagt, es war nur fast nichts fies - und es gab eine Klarinette). Im regulären Teil des Sets saß Nona bis auf anderthalb Lieder links hinter ihrem Piano, nur bei What I needed und der ersten Hälfte von Without you stand die Sängerin vorne und tanzte beim Singen, was ein wenig hölzern wirkte und mich an Castingshows erinnerte. Das stand ihr nicht. Allerdings war What I needed auch eines der schwächeren Stücke des Abends.

Viele Lieder kannte ich nicht. Ich besaß vor dem Konzert nur das 2011er Album Wild go und die EP Bright Bright Bright. Der Großteil der Stücke stammte offenbar vom im Oktober erscheinenden dritten Album der Musiker aus dem Norden der USA.

Besonders gut gefielen mir Something for myself und Wild go vom letzten Album und Hear me, das ich nicht kannte.

Die Musik von Dark Dark Dark lebt vor allem von Nonas Gesang. Zwar singen Marshall und Walt häufig mit, ihre Stimmen bleiben aber im Hintergrund. Auch die von mir so verachtete Klarinette (für ein paar Dollar mehr könnte man doch sicher eine wundervolle Oboe bekommen?!) drängte sich selten auf. Lustigerweise war deren Mikro auch nicht auf den Ausgang des Instruments gerichtet sondern auf die Mitte. Das schien mir ungewöhnlich, erfüllte aber seinen Zweck, die Töne aus der Tröte leise zu halten. Nur selten hörte man viel von ihr. Auch Marshalls Banjo hatte eine ähnliche Funktion, es wurde eher zurückhaltend gespielt, hatte unterstützende Aufgaben. Im Gegensatz dazu dominierten neben dem Klavier vor allem das Akkordeon und die Trompete, beides von Walt gespielt. Bei Hear me spielte Walt beides gleichzeitig! Mit der rechten Hand Trompete, mit der linken Akkordeon! Sensationell! Dazu ein toller Refrain von Nona und Marshall (das einzige Duett, glaube ich) und ein waberndes Shoegaze-Banjo, ein wirklich ganz tolles Stück!

Auch beim folgenden Wild go hatte das Banjo einen ungewöhnlichen Auftritt. Es stand auf seinem Gitarrenständer, und Marshall spielte darauf! Auch ein wundervoller Effekt! Apropos Gitarre: es gab keine! Ich bin nicht sicher, ob ich schon einmal ein Konzert mit so vielen Musikern gesehen habe, bei dem es keine Gitarre gab. Dabei sang Nona irgendwann "drop my guitar," das hatte sie wohl auch getan.

Nach gut einer Stunde spielten Dark Dark Dark im halbvollen Saal der Brotfabrik noch drei Zugaben (von denen ich zwei kannte - u.a. Celebrate mit Nona am Akkordeon) und waren nach gut 75 Minuten um fünf nach zehn fertig. Ich hatte eigentlich keine rechte Lust, heute wegzugehen, war aber durch die vielen Dark Dark Dark Berichte hier zu neugierig. Es hat sich sehr gelohnt, ich hätte etwas verpasst! Im Herbst dann gerne wieder!

Setlist Dark Dark Dark, Brotfabrik, Frankfurt:

01: It's a secret
02: Trouble no more
03: Something for myself
04: Ohne Titel
05: Last time I saw Joe
06: Hear me
07: Wild go
08: What I needed
09: Without you
10: Wild goose chase (Elephant Micah Cover)
11: Who needs who
12: Meet in the dark
13: Daydreaming

14: Celebrate (Z)
15: Bright bright bright (Z)
16: Love lies (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Dark Dark Dark, Paris, 23.03.12
- Dark Dark Dark, Paris, 20.06.11
- Dark Dark Dark, Paris, 03.05.11
- Dark Dark Dark, Paris, 24.03.11
- Dark Dark Dark, Paris, 10.11.10




Dienstag, 27. März 2012

Dark Dark Dark & Dom, Paris, 23.03.12

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Konzert: Dark Dark Dark & Dom
Ort: Théatre de la Cité Internationale, Paris
Datum: 23.03.12
Zuschauer: ausverkauft, 400

Konzertdauer: Dom etwa 45 Minuten, Dark Dark Dark 80 Minuten



War schon eine tolle Sache, Gudrun aus Karlsruhe endlich auch einmal persönlich kennenzulernen. Seit einigen Monaten schon hat sie sich als fleißige Leserin des Konzerttagebuchs und sogar als ausgezeichnete Gastautorin hervorgetan und dabei immer tadellosen musikalischen Geschmack bewiesen. Auch Reisen in andere Städte hat sie nie gescheut, wenn es darum ging, kleinen aber feinen Indiebands nachzuspüren. Nur nach Paris hatte sie bislang ihr Weg noch nicht geführt.

Am 23.03.2012 war es dann aber soweit. Mit Dark Dark Dark hatte sich Gudrun eine Band ausgesucht, die wesentlich häufiger in Frankreich als in Deutschand auftritt und die an jenem Freitag in einem ausverkauften, sehr stilvollen Universitätstheater spielen sollte.


Gegen 22 Uhr stachen die Amerikaner in See. Vorher hatte die Brasilianerin Dom auf ihrem Cello in den Abend eingeleitet (hierzu unten mehr) und nun galt die volle Aufmerksamkeit der Band um Nona Marie Invie. Die Sängerin und Pianistin war kaum wiederzuerkennen. Ihr Markenzeichen, die markante schwarze Hornbrille, fehlte. Stattdessen trug sie Kontaktlinsen und wenn ich mit dem Zoom meiner Kamera näher ranging, konnte ich ihre hübschen blauen Augen sehr genau sehen. Allerdings musste ich weit nach oben zielen, denn Nona ist wahnsinnig großgewachsen und überragte ihre männlichen Mitmusiker um mehrere Zentimeter.


Meistens saß Nona Marie aber und klimperte einfühlsam am Piano. Der Aufhorcher schlechthin: natürlich ihre sensationelle Stimme. Dieses sentimentale, verraucht, ja fast versoffen wirkende Gesangesorgan, mit dem sie noch fast jeden um ihren kleinen Finger gewickelt hat. Auch heute wieder unwiderstehlich.

Und natürlich durfte man sich auch an den vielen exzelenten Songs erfreuen. Schon gleich zu Beginn begeisterte Wild Go, spätere dann auch das wolkenverhangene Something For Myself und bevor der Zugabenteil einsetzte, natürlich der Überhit Daydreaming, den inzwischen sicherlich jeder Spatz von den Dächern pfeifen kann (" ).


Dazwischen aber jede Menge neues Material, das noch nicht bekannt und folglich schwer zu beurteilen war. An der in Moll gehaltenen Grundstimmung hat sich nichts geändert und auch die an Beirut und Balkan erinnernde Instrumentierung mit Piano, Trompete, Akkordeon und Klarinette ist gleich geblieben, aber dennoch gibt es sicherlich gewisse Unterschiede, die wir erst erkennen werden, wenn wir denn das neue Werk in ein paar Monaten über unsere Sterolanlage (oder worüber auch immer) anhören können.


Bis dahin gilt es sich aber noch zu gedulden und auch in diesem Bericht muss ich mich wohl oder übel auf das Kommentieren von Bekanntem beschränken. Gleich zwei der geläufigsten Lieder von Dark Dark Dark kamen auf jeden Fall im Zugabenteil. Wild Goose Chase war das erste davon und es gefiel mir noch genauso so gut wie zu dem Zeitpunkt, als ich die Band für mich entdeckt habe. Das ist einfach eine Piano- Ballade an der ich mich nicht satt hören kann, ich mag alles an ihr, die Grundstimmung, die Melodie, die Sanftheit und auch den Text, der mich auf eine Reise (mit den Wildenten= Wild Goose?) durrch die USA einlädt:

"From Portland west to Portland east
Yes indeed, oh indeed.
Albuquerque and Montreal
And that’s not all, that’s not all.
Cleveland Tucson and Buffalo
Oh no, oh no.
San Francisco and Chicago
Oh no, oh no."


Celebrate mit Invie zum ersten Mal am Akkordeon beendete schließlich das Set, dem man anmerkte, daß bei den neuen Liedern noch ein wenig Feinschliff nowendig ist und auch, daß Nona ein wenig kränkelte. Sie trank regelmäßig zwichen den Songs Tee aus einer Thermoskanne, hielt sich aber sehr wacker und ließ zumindest stimmlich nicht viele Wünsche offen. Sie wirkte eben nur eine Spur müde.

Insgesamt aber erneut ein erlesensenes und gelungenes Konzert einer der besten Kammerpop Bands der letzten Jahre. Wir werden ihren Werdegang gespannt weiterverfolgen.


Achso, es gab ein paar Stargäste im Publikum. Soko war gekommen und hatte ihre schauspielernde und singende Freudin Lia Manili mitgebracht. Die beiden sind wirklich unglaublich süß und ließen sich auch noch bereitweillig abknipsen.

Setlist Dark Dark Dark, Théatre de la Cité Internationale, Paris:

01: Wild Go
02: W/Out You
03: It's A Secret
04: Trouble
05: Something
06: Patsy
07: Last Time
08: What I Need
09: Hear Me
10: Meet In The
11: Who Needs Who
12: Daydreaming

13: Wild Goose Chase
14: Love Lies

15: Celebrate


Bericht Dom in Kürze.




 

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