Sonntag, 10. April 2016

Its all about the music, Oxford, 07.04.16


It's all about the music mit 
   Amanda Aalto (30 min)
   Sarah de Warren (30 min)
   Meridith Baker (35 min)
   Rodney quakes (60 min)
Ort: Jericho Tavern in Oxford
Datum: 7. April 2016
Zuschauer: knapp 20



Auf diesen Singer-Songwriter Abend hatte ich mich sehr gefreut. Der Pub lag nur einen Steinwurf von meinem Tagungsort entfernt und so war ich im Laufe der Tage schon mehrfach daran vorbeigekommen. Immer mit einem kleinen Zucken der Vorfreude. Auch hier war das Prinzip, dass eine Person hier regelmäßig eine Auftrittsmöglichkeit für Oxforder Musikerinnen und Musiker organisiert. Der Plan sah einigermaßen voll aus:
 doors 7pm
 amanda aalato 7.15
 david kay 7.45
 joseph mcorriston 8.15
 sarah de warren 8.45
 meredith baker 9.15
 rodney quakes 9.45

 

Als wäre es mein diesjähriger Oxford-Fluch, wurde aber auch hier aus dem Gefühl, einen fast schon heimatlich gewordenen Ort aufzusuchen, ein Suchen. Im Pub war keine Bühne und erst auf Nachfrage fand sich ein versteckter Zugang zum Obergeschoß. Der erste Eindruck war - scheiße, ist da hier kaaaaalt. Und leer. Und es ging auch nichts los. Auf meine Nachfrage erklärte mir der Organisator Mark Obrien, es hätten zwei Künstler abgesagt und damit wären sie nicht so unter Zeitdruck. 


Schließlich betrat aber 19:40 Amanda Aalto mit ihrem süßen nordischen Dialekt und einer Gitarre die Bühne. Außer ihr, mir, dem Kassierer, dem Organisator und einer Freundin war niemand da - immerhin kam später noch ein Fotograph. Leider war das für alle, die nicht da waren auch gut so, denn es war herzlich uninteressant und uninspiriert und als sie auch noch Nick Cave verhunzte, war ich ihr fast ein bisschen böse.

Setlist
01: A new religion
02: Gypsy caravan
03: White horse
04: Run away with a circus
05: You are the moon
06: Henry Lee (Nick Cave cover)
07: Man like you
 


In der Zwischenzeit waren Sarah und Meredith angekommen, die gerade u.a. in Deutschland zusammen auf Tour gewesen waren. Sie fanden sich wohl über den gleichen Exfreund und sind nun unzertrennliche Freundinnen. Sarah nutzte das Piano der Hauptband (die gerade noch Soundcheck gemacht hatte, als ich gekommen war) und spielte darauf sehr interessant und mit einer wunderbaren Stimme und Ausstrahlung. Immerhin waren inzwischen fünf weitere Zuschauer gekommen und vier Musiker der Hauptband. Das erste Stück war sehr melancholisch. Für mich stachen aus dem Set als absolut tolle Stücke hervor I dared und In your head. Dafür hatte es sich gelohnt dabei zu sein! Man kann sich ein eigenes Bild machen, wenn man sich das TED-Konzert ansieht.


Setlist
01: Overthink
02: Vertigo
03: Umbrella (Rihanna-cover)
04: I dared
05: Black and Gold (Sam Sparro-cover)
06: Tell what you wish
07: In your head
 


Ohne Pause übernahm anschließend Meredith Baker mit Gitarre die Bühne. Sie hatte eindeutig eine Tendenz zum Country in der Stimme und auch in ihren Songs. Sie kokettierte mit ihren Aufenthalten in Brasilien und in den Staaten. Leider wirkte sie auf mich so gar nicht authentisch. Die besten Teile waren die zwei Songs, die sie im Duo mit Sarah sang. Zwischendurch fand ich tatsächlich eine Spinne, die sich vor der Bühne abseilte, interessanter.


Setlist
01: Cruise control
02: Coisas inesperadas
03: ??
04: Maybe I won't come home tonight
05: Iginition
06: This is home
07: Semi-charmed life (Third eye cover)
08: Two out of seven 



Nach diesen drei Ein-Frauen-Acts, war nun Zeit für eine ganze Band, die in nur zehn Minuten das noch das fehlende Schlagzeug aufgebaut hatte und fast noch im aufbauen zu spielen begann. Die Musiker von Rodney Quakes waren eher mittleren Alters und spielten zwischen Folk-Traditionals und Bluegrass wenige eigene Stücke. Sofort war auch die Männerquote wieder geradegerückt, standen doch neben einer Frau am Piano (sitzend) nun vier Männer auf der Bühne. Im Zuschauerraum war es derweilen mit knapp 20 Leuten hübsch gefüllt. Und es war noch Platz für lustige Tanzeinlagen.


Neben Libby Sunderland am Piano war Chris Frewin die Hauptstimme und spielte dabei entweder Gitarre oder Geige. Außerdem waren Steve Cox and der Geige, Lee Humber an den Drums, Rob Charlton am Bass, Mandoline oder Gitarren mit von der Partie. Tatsächlich habe auch ich mich sehr amüsiert über einen Tänzer der selbstversunken total außer Takt fast die ganze Zeit durchgemacht hat. 


Auf der positiven Seite war die mitreißende Musik, allerdings war es doch eher laienhaft und mitunter im Gesang sehr daneben. Und ich war nun auch wirklich total durchgefroren und müde und bin deshalb ziemlich zerknittert nach Hause geschlichen.



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