Konzert: Abhirup Roy an der Tabla & Deepsankar Bhattacharjee an der Sitar
Ort: Wohnzimmer im Europaviertel
Datum: 17. Oktober 2026
Dauer: 70 min
Zuschauer: 24
Ort: Wohnzimmer im Europaviertel
Datum: 17. Oktober 2026
Dauer: 70 min
Zuschauer: 24
Bericht von Renate, Fotos von Mathias und Martin (vielen Dank!)
Kennengelernt hatten wir Abhirup Roy und Deepsankar Bhattacharjee bei einem ihrer Konzerte bei Gabriele in Kirchfeld.
Beeindruckt waren wir von den Klängen und Rhythmen, die so ganz anders auf uns wirkten als unsere westliche Musik und diesen so virtuos spielenden Händen der Musiker. So viele Töne mehr als unsere Ohren es gewohnt sind! Dazu werden die Saiten sanft gezogen. So gehen die Töne ineinander über und fügen sich zu einem wunderbaren Klangerlebnis.
Beeindruckt waren wir von den Klängen und Rhythmen, die so ganz anders auf uns wirkten als unsere westliche Musik und diesen so virtuos spielenden Händen der Musiker. So viele Töne mehr als unsere Ohren es gewohnt sind! Dazu werden die Saiten sanft gezogen. So gehen die Töne ineinander über und fügen sich zu einem wunderbaren Klangerlebnis.
Auf unsere Einladung zum Konzert meldeten sich einige ab, weil es nicht ihre Musik sei. Wer aber kam, kannte sich aus, wollte genau diese Musik erleben, oder kam bewusst, um sich auf etwas Neues einzulassen. Belohnt wurden beide.
Die ersten Minuten stimmte Deepsankar akribischen die über 20 Saiten seines Instruments – ein Prozess, der in der indischen Musik wohl ein Teil der Performance ist und das Publikum akustisch einstimmt.
Dann gab er uns einen kleinen Einblick in die Raga-Musik: Sie wird traditionell in Tempeln gespielt, heutzutage auch in kleinen und großen Konzerthäusern und auf Festivals. Sie wird den verschiedenen Tages- oder Jahreszeiten zugeordnet.
Wir lauschten aufmerksam den zunächst fremden Klängen, bis dass wir immer tiefer in sie eintauchten und die spirituelle Kraft des Ragas spürten. Für die, die den Raga das erste Mal live erlebten, erweiterte sich an diesem Abend der Horizont der Hörgewohnheiten.
Beim Raga gibt es keine kurzen, voneinander getrennten Songs, sondern eine fortlaufende Entwicklung in drei Teilen:
Alap: Deepsankar begann völlig ohne Rhythmus, die Saiten der Sitar zu zupfen und zu ziehen, während Abhirup die Augen schloss und den meditativen Klängen folgte.
Jod & Jhala: Nun wurde es rhythmischer, die Tonfolge immer schneller, während die Tabla noch schwieg. Westliche Musik kommt meist schnell auf den Punkt, ein Raga nimmt sich Zeit.
Gat / Bandish: Abhirup puderte sich immer wieder die Hände. Gespannt warteten wir auf seinen Einsatz. Dann änderte sich die Dynamik radikal, strukturierter Rhythmus wechselte sich mit Improvisationen ab.
Sitar und Tabla forderten sich gegenseitig heraus. Nur ein kleiner Teil der Musik ist vorgegeben, 95 % improvisiert. Es war ein Wechselspiel, vielleicht eine Geschichte. Wie greifen sie ineinander, ohne Dirigent. Führt einer und der andere folgt, wie beim Tanzen, oder gibt es in Tonfolge oder Rhythmik ein Zeichen wie es weitergeht? Oder sind es Blickkontakte, minimale Bewegungen oder Kommentare, die die beiden ohne Verzögerung synchronisiert und auf den Punkt bringt?
Zum Ragaspieler wird man geboren, stammt meist aus einer Musikerfamilie und bekommt schon als Kleinkind Unterricht von einem Meister und es braucht alle Kraft, so dass es bei diesem einen Instrument bleibt, wenn man es professionell machen will.
Abhirup spielt die Tabla in dritter Geberation, begann mit 2,5 Jahren mit dem Unterricht, Deepsankar spielt die Sitar in fünfter Generation, begann mit 3,5 Jahren mit dem Unterricht.
Abhirups Komposition und das gleichnamige Album „The Other Half“ brachten ihm 2024 die Auszeichnungen in den Kategorien „Best Composer“ und „Best Original Score“ bei den Global Music Awards ein. Das Werk zeichnet sich durch eine Verschmelzung von traditioneller indischer klassischer Musik und zeitgenössischen, cineastischen Klängen aus.
Durch seine über zehnjährige internationale Arbeit und seine künstlerischen Erfolge wurde Abhirup dieses Jahr von der Recording Academy als stimmberechtigtes Mitglied für die Grammy Awards benannt.
Beide touren durch Indien, USA und immer im Herbst durch Europa, geben Konzerte und sind Meister ihrer Kunst. Ihre Schüler kommen oft von weit her zu Ihnen nach Kolkata. Sie bieten online-Unterricht an, einige Schüler kommen zu ihnen und bleiben eine Zeitlang.
Wenn man meint, dass in Indien alle Raga hören, liegt man falsch. Auch in Indien ist diese Musik neben indischem Pop, Bollywood-Filmmusik....
eher eine Nische.
Auf die Frage, ob jemand etwas über die Musik erfahren möchte, kam der jüngste Konzertbesucher (8J.) und ließ sich die Instrumente zeigen. Ein Geschenk.
Nach dem Konzert waren die beiden Musiker genauso wie wir beseelt von dem schönen Konzert. Sie wollen im kommenden Jahr wieder zu uns kommen und das nehmen wir sehr gerne an.
Abhirup spielt die Tabla in dritter Geberation, begann mit 2,5 Jahren mit dem Unterricht, Deepsankar spielt die Sitar in fünfter Generation, begann mit 3,5 Jahren mit dem Unterricht.
Abhirups Komposition und das gleichnamige Album „The Other Half“ brachten ihm 2024 die Auszeichnungen in den Kategorien „Best Composer“ und „Best Original Score“ bei den Global Music Awards ein. Das Werk zeichnet sich durch eine Verschmelzung von traditioneller indischer klassischer Musik und zeitgenössischen, cineastischen Klängen aus.
Durch seine über zehnjährige internationale Arbeit und seine künstlerischen Erfolge wurde Abhirup dieses Jahr von der Recording Academy als stimmberechtigtes Mitglied für die Grammy Awards benannt.
Beide touren durch Indien, USA und immer im Herbst durch Europa, geben Konzerte und sind Meister ihrer Kunst. Ihre Schüler kommen oft von weit her zu Ihnen nach Kolkata. Sie bieten online-Unterricht an, einige Schüler kommen zu ihnen und bleiben eine Zeitlang.
Wenn man meint, dass in Indien alle Raga hören, liegt man falsch. Auch in Indien ist diese Musik neben indischem Pop, Bollywood-Filmmusik....
eher eine Nische.
Auf die Frage, ob jemand etwas über die Musik erfahren möchte, kam der jüngste Konzertbesucher (8J.) und ließ sich die Instrumente zeigen. Ein Geschenk.
Nach dem Konzert waren die beiden Musiker genauso wie wir beseelt von dem schönen Konzert. Sie wollen im kommenden Jahr wieder zu uns kommen und das nehmen wir sehr gerne an.


0 Kommentare :
Kommentar veröffentlichen