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Mittwoch, 20. August 2014

Mister & Mississippi und Honig, Bonn, 27.03.14

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2. Abend im Rahmen des Crossroads Festival 2014
mit Konzerten von Mister & Mississippi und Honig & Band
Ort: Harmonie Bonn
Datum: 27. März 2014
Dauer: 60 min + 90 min
Zuschauer: 250-300


Es gibt seltene Abende, da ist einfach alles perfekt. Seit ich für einige Jahre in Bonn gearbeitet habe, bin ich glücklich, wenn sich eine Gelegenheit findet, dort einen Besuch zu machen. Und immer neu gefällt mir die Atmosphäre der alten Bundeshauptstadt am Rhein und es ist wie ein schönes Stück Heimat. Das Lokal Harmonie ist auch nur unwesentlich entfernt von der Ecke, in der ich vor Jahren dann nach Dienst unterwegs war.  Zum Rex Kino bin ich nur immer schon eine Ecke eher abgebogen und deshalb noch nie beim Harmonie vorbeigekommen.


Es ist schon vorstädtisch (mit etwas Geduld kann man noch zum Hauptbahnhof laufen) und unprätentiös. Aber dabei sehr einladend auf die gute rheinische Art. Der zweite und dritte Grund, dass ich mich auf diesen Abend sehr gefreut habe, waren, dass zwei meiner liebsten  Bands auftreten würden. Von Mister & Mississippi wusste ich zuerst und die Information machte meine Entscheidung schon fest. Als dann auch noch Honig mit Band auf den Plan gesetzt wurde, fühlte ich mich wie Hans im Glück. 


Im Harmonie war ich sehr früh. Damit hatte ich aber viel Zeit, um mir einen guten Platz zu suchen. Die Wahl fiel schließlich auf den Balkon wegen der guten Sicht und der Bequemlichkeit (ich konnte sitzen und die Bühne sehr gut sehen). Für die Fotos war das etwas knifflig, aber sonst war es einfach perfekt. Zumal ich von diesem Punkt auch einen großen Teil des Publikums im Blick hatte.


Der Abend begann sehr pünktlich und war auch im äußeren Ablauf recht berechenbar, da durch die Aufzeichnung für das Fernsehen der Zeitrahmen ziemlich fest vorgegeben war. Ich hatte den Eindruck (beim unwillkürlichen belauschen der angeregten Unterhaltungen überall), dass die meisten für Honig gekommen waren und sich auf seinen Auftritt freuten. Es gab auch einige Stimmen, die anscheinend einfach alle Abende des Festivals in die Harmonie kamen und sich dort überraschen ließen. 


Mister & Mississippi hatte aber wohl kaum jemand auf dem Plan und so war es schon beim ersten Song förmlich mit Händen zu greifen, wie den Leuten vom ersten Akkord an der Mund offen stehen blieb. Auf der Bühne waren

Samgar Lemuël Jacobs – Gesang / Percussion
Maxime Barlag – Gesang / Percussion
 / Tasten / Glockenspiel
Tom Broshuis – Gitarren / Tasten

Danny van Tiggele – Gitarren / Gesang


ganz konzentriert, fast ohne Ansagen, aber musikalisch zündeten sie vom ersten Moment an ein wahres Feuerwerk. Das ging nach vorn und war überdies von einer Lichtshow begleitet, die auf die emotionsgeladene Musik noch ordentlich eins drauf setzte. Ich würde sagen - das war auf den Punkt perfekt inszeniert. 


Sie begannen das Set des Abends mit Shape Shifter sehr innig mit den beiden Stimmen von Maxim und Samgar und das Auditorium wurde ganz still. Aber schon nach 2:30 min wurde ordentlich Bums draufgesetzt - prominent dabei ein temperamentvolles Glockenspiel-Solo. Dafür wurde sofort begeistert Applaus gezollt. Six feet under war mit einem stetigen Herzschlag-Klopfen unterlegt, die Gitarrenlinie und der Gesang von Maxim schufen eine besinnliche Stimmung und schließlich wurde vielstimmig hymnisch die Zeile Oh father forgive me what have I done zelebriert. Das anschließende Same room different house begann temperamentvoll synkopisch und bestimmt mit seinem I don't want to let you go und endete auch mit einem uptempo Finale.


Im Konzert kam nun eine acapella Nummer im Publikum, die mich auch immer wieder besonders begeistert: Bon vivant. Leider hat es dieser Teil nicht in die Fernsehfassung geschafft, denn ich fand es war einer der Höhepunkte des Sets. Geisterhaft wurde es später bei Gloom, in dem die Männerstimme von Samgar begann. Beim anschließenden Running musste das Publikum mitsingen, ohne dass es groß einer Aufforderung oder Einstudierungen bedurfte. Das hatte Samgar wirklich toll eingefädelt...


Circulate begann mit einer Dämmerstimmung, die durch eine Klaviermelodie erzeugt wird und einem Duett, in dem Samgar deutlich höher sang als Maxime. Nachdem die Gitarre eine Strophe "singen" durfte, wurde auch der Gesang auf einmal kraftvoll und verschafft mir auch bei jedem Wieder-ansehen in der Aufzeichnung einen Gänsehautmoment. Bevor endgültig ein bombastischer Teil Hoffnung aufscheinen läßt und sich dem ruhigen Ende nähert, was mit euphorischem Applaus gefeiert wurde.



Ein gigantisches Finale wurde mit dem letzten Stück Northern Sky hingelegt. An sich schon ein recht dramatisches Stück wurde es scheinbar beendet mit einer der zwei "Danke Bonn"-Ansagen des Abends, um doch noch einmal in einer total exstatischen Krachorgie ordentlich zum Abschied zu "winken". Was für ein Abend mit einer in Bestform aufspielenden Band!

Setlist Mister & Mississippi
01: Shape Shifter
02: Six feet Under
03: Southern Comfort
04: Same Room, different house
(05: Bon vivant)
06: Gloom
07: Running
08: Calm
09: Nemo Nobody
10: In Between
11: Circulate
12: Follow the sun
13: Northern sky


Honig hatten es im Anschluss ein bisschen schwer, die hochgesteckten Erwartungen zu erfüllen. Ich hatte schon im Set den Eindruck, dass Stefan Honig selbst vielleicht nicht ganz fit sei, weil er in den Ansagen auf mich den Eindruck machte, ein bisschen neben sich zu stehen. Nach dem Konzert hörte ich, dass wohl der ganze Tag mit Pleiten, Pech und Pannen nicht geizig gewesen war und schon das rechtzeitige auf der Bühne stehen in dem Kontext als Erfolg zu werten war. Dass es dann Probleme mit dem Sound und anschließend mit der kleinen Gitarre gab, hat bestimmt auch nicht dazu beigetragen, die Stimmung zu stabilisieren. Von all dem sieht man in der Aufzeichnung nichts, weil nur ein Teil des Konzerts ausgewählt wurde (in der Setlist unten habe ich ein Minus hinter die nicht gesendeten Stücke gesetzt). Außerdem denke ich, dass es auch nur Personen aufgefallen ist, die Honig schon einmal in "Normalform" erlebt hatten.


Jedenfalls war auch dieser zweite Konzertteil alles in allem ein wirklich guter Abend, der nur im Vergleich zum perfekten ersten Teil und dem, was man z.B. im August nun in Haldern erleben durfte, hinter dem zurück blieb, was möglich gewesen wäre. Das Publikum ging voll und ganz mit und ließ keinen Zweifel, dass ihm die Pannen ganz schnuppe waren und es die gebotene Musik sehr mochte. 


Es wurde schon viel Material vom dieser Tage erscheinenden neuen Album gespielt (unten mit (*) markiert) und in meinen Augen damit viele gute Argumente geliefert, sich dieses Kleinod zu kaufen. Meine ganz persönlichen highlights waren aber am Ende des Sets konzentriert: In my drunken head - so ruhig aber dabei so kraftvoll und das We are alone in this together bot ein exzessives Ende des regulären Sets. Als Zugabe ging es für Golden Circle ins Publikum. Insgesamt sehr folkig und für Hometowns stand Stefan Honig solo mit Gitarre vor den Bonnern. Schließlich wurde bedeutet, dass doch noch ein weiteres Stück ins Zeitlimit passt und hinter den ausgezirkelten Schlusspunkt noch Homesick geschoben.



Setlist Honig
01: Leave me now (*) -
02: Overboard (*)
03: Song for Julie -
04: Look what the tide brought in -
05: For those lost at sea -
06: Peaches (*)
07: The morning chorus
08: Lemon law (*)
09: Dear liar (*)
10: A boy (*)
11: Harmony
12: Swimming lessons (*)
13: Burning down bookshops
14: In my drunken head
15: We are alone in this together (*)

16: Golden circle (Z) (*)
17: Hometowns (Z) -
18: Homesick (Z) 


Rockpalast-Mitschnitt Mister & Mississippi
Rockpalast-Mitschnitt Honig & Band

Aus unserem Archiv:
Mister & Mississippi, Karlsruhe, 22.09.13 

Honig, Ludwigsburg, 30.11.13
Honig, Reutlingen, 27.07.13
Honig, Köln, 22.10.12
Honig, Haldern, 11.08.12
Honig, Köln, 30.11.09


Alle Bilder:




Donnerstag, 14. August 2014

Haldern Pop Festival 2. Tag, 08.08.14

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Haldern Pop Festival 2. Tag, 08.08.14
Ort: alter Reitplatz und Dorfplatz Haldern am Niederrhein
Datum: 08.08.2014
Zuschauer: insgesamt etwa 7000
Konzertdauer: Konzerte von 11 Uhr bis 3 Uhr



Das Erwachen fiel mir nicht leicht an diesem Freitag, dem zweiten Festivaltag im idyllischen Haldern. Psychedelische Träume hatten mich durchgeschüttelt und ich erwachte schweißgebadet in meinem stickigen Zelt. Eine Dusche in einer dieser kleinen aber okayen Kabinen erweckte mich aber bald wieder zum Leben. Nebenan verkauften Holländer mir an ihrem Stand einen starken Espresso und zwei Stücke Marmorkuchen, so daß ich gut gestärkt den Fußweg an den Maisfeldern entlang zum Haldern Pop antreten konnte.

Die Landscahft hier am Niederehin ist herrlich, satte Wiesen, alte Bäume, Blumen, Alleen wo das Auge nur hinschaut. Die Leute, die hier wohnen, dürfen sich wirklich glücklich schätzen. Zumal sie seit ein paar Jahren das Festival mitten in ihrem Dorf haben, seitdem die Haldern Bar und die Kirche ebenfalls als Venues genutzt werden. Die Kirche selbst ist wunderschön und sehr stimmungsvoll und an deisem Freitagmorgen hatten sich schon (für Camperverhältnisse) früh viele Leute eingefunden. Die fast klassisch zu nennende Band Stargaze aus New York hatte ihren großen Tag und durfte   Alexi Murdoch und Shara Worden (My Brightest Diamond) musikalisch begleiten, ein Werk (Tenebre) von Bryce Dessner (Gitarrist von The National) ohne den Autor alleine aufzuführen.

Ich persönlich kam nur in den Genuss des Sets von Shara Worden, aber das war so traumhaft schön, daß sich der Weg definitiv gelohnt hatte. Die Kirche war proppenvoll und selbst im Mittelgang saßen Leute, so daß der Amerikanerin die ihr gebührende Aufmerksamkeit zu Teil wurde. Sie sang dermaßen glockenklar und durchdringend, daß man sie sich sofort als professionelle Chorsängerin in einer Kirche vorstellen konnte, alles passte also perfekt zusammen. Dazu die sanfte Instrumentierung mit Streichern und dezenten Gitarrenklängen, es hätte nicht traumhafter sein können.

Dennoch verließ ich kurz vor Ende die Church, weil ich unbedingt Jeffrey Lewis & The Jrams in der nahe gelegen Pop Bar sehen wollte. Und Jeffrey und seine beiden Mädels, Heather an den Drums und Caitlin am Bass waren wirklich ein Knüller. In der kleinen stickigen Dorfkneipe spielten sie ein saftig-indierockiges Set mit gelegentlichen Balladen, die voll ins Schwarze trafen. Der Bursche mit der Base Cap wird oft in die Freak Folk Ecke gestellt, aber folkig klang heute nur Weniges. Hier wurde bedingungslos gepunkrockt und die Kneipe ordentlich durchgewirbelt. Das erinnerte musikalisch eher an Pavement als an Freak Folker wie Herman Dune und war durchgängig brillant. Mein persönlicher Favorit im gut geölten Set: You're Invited (you're invited to my birthday party), eine Ballade, zu der die Bassistin Caitlin Gray ausnahmsweise Keyboard spielte. Hinterher verkaufte Jeffrey dann noch etliche seiner super Comics (2,5 Euro das Stück ) un seiner selbstgebrannten CDs (5 Euro, ein Spottpreis!)

Im Anschluß ging es für mich noch einmal kurz zurück in die Church wo der rothaarige Brite Rhodes alleine auf seiner E-Gitarre ins Herz gehende Songs mit markanter Falsettstimme vortrug. Ein neuer Bon Iver, Lonely Dear oder Patrick Watson? Hmm, vielleicht, aber man sollte ihn nicht nur auf seine Kopfstimme reduzieren. Er steht in der Tradition von Songwritern wie Jeff Buckley und seine von Charlie Fink (Noah & The Whale) produzierte EP dürfte erst der Anfang einer vielversprechenden Karriere sein. Das Publikum in der Kirche zu Haldern schien auf jeden Fall sehr angetan und spendete frenetischen Applaus.

Lange konnte ich selbst aber nicht applaudieren, weil es für mich zurück in die Pop Bar ging, wo die  jungen Engländer The Mispers für viel Schwung sorgten. Vier Jungs und ein Mädel an der Geige versetzten den knallvollen Raum in super Stimmung. Das Ganze erinnerte musikalisch an die Talking Heads, Arcade Fire oder Clap Your Hands Say Yeah, der Gesang klang krächzig, die Gitarren euphorisch, der Beat rasant und die Songs (z.B. Gold Dust, ein Hammer !) gingen sofort ins Bein. So gab es dann auch keine einzige Ballade, sondern durchgängig Volldampf und am Ende wollten die Zuschauer die jungen Briten gar nicht mehr gehen lassen. Ein Triumph, gar keine Frage!

Nach meiner Mittagspause, die mich East Cameron Folkcore verpassen ließ, stand auf der Hauptbühne um 16 Uhr 20 ein Highlight an. Der Düssseldorfer Stefan Honig, kurz Honig, und seine zahlreichen Mitmusiker traten bei einsetzendem Regen auf, zauberten aber mit ihrem berauschenden Folkpop die Sonne in die Herzen der begeisterten Zuschauer. 35 Minuten lang wurde äußerst schwungvoll musiziert, Stefan sang sich Ukulele spielend die Stimme heiser, seine Mitmusikerin Julia aka Entertainment for The Braindead betörte mit sanftestem Backgroundgesang, Glockenspiel, Banjo und Akkordeon und die rothaarige Geigerin Heta (ausgeliehen von der holländischen Band Town Of Saints) bezauberte nicht nur durch ihre blauen Augen sondern auch ihr virtuoses Spiel. Die vielen anderen Musiker auf der Bühne spielten ihren Part ebenfalls ganz ausgezeichnet. Es war eine Teamleistung, bei der der Chef Stefan seine Truppe glänzend dirigierte. Alte Stücke wechselten mit neuen ab und das bald erscheinende neue Album It's Not A Hummingbird, It's Your Father's Ghost dürfte den Höreindrücken zufolge ganz großartig werden. Am Ende kamen dann noch etliche Gastmusiker mit hinzu, neben dem mir bekannten Hello Piedpiper noch Ian Fisher, Jonas David, Isa, Bandmitglieder von All The Luck In The World und die Horny Horns. Ein veritables Starensemble der Melodica Festival Szene gab sich hier ein Stelldichein und die vielen glücklichen Gesichter brannten sich tief in mein Gedächtnis. Alle waren glücklich, die Musiker, die sich noch gemeinsam fotografieren ließen und die Zuschauer, die ein gute halbe Stunde lang den Regen völlig vergesen hatten und ganz entzückt waren von der Darbietung von Honig.

Setlist Honig:

01: Leave Me Now
02: Dear Liar
03: Swimming Lessons
04: Leon Law
05: Overboard
06: Golden Circle
07: In My Drunken Head
08: For Those Lost At Sea 

Der Regen sollte leider auch anhalten, was schwerwiegende Folgen für den weiteren Ablauf des Festivatages hatte. Bei den Konzerten von My Brightest Diamond (musikalisch hochsstehend aber weniger beeindruckend als in der Kirche und den Esten Ewert And The Two Dragons (nett, aber leider etwas belanglos) war ich noch halbwegs trocken, Chet Faker, Sam Smith und Stephan Eicher jedoch strich ich völlig durchnässt von meinem Plan und zog mich für eine ganze Weile in mein glücklicherweise trockenes Zelt zurück. 


Ich hatte allerdings richtig gehandelt, noch einmal im Spiegelzelt gegen 21 Uhr vorbeizuschauen, denn dort hatte der aufstrebende Australier RY X einen ganz feinen Auftritt. Der bärtige Mann von Down Under mit der Base Cap zauberte zusammen mit einem Mitmusiker eine wundervolle Atmosphäre ins Tent und brillierte mit seiner gefühlsbetonten (mitunter an James Vincent Mc Morrow erinnernden) Stimme und den gekonnten Arrangements. Er erzählte viel von seiner neuen Heimat Berlin und war auch vom Empfang in Haldern schwer angetan. Er sei stolz dieses tolle Festival spielen zu dürfen und ich glaube, das Publikum war ebenso dankbar ihn hier erleben zu dürfen. Ein Highlight bei der 31. Ausgabe des Haldern Pop!

Zürück im Spiegelzelt war ich wieder zu den Black Lips. Inzwischen waren die Wege draußen richtig matschig geworden und wer leichtes Schuhwerk trug, hatte das Nachsehen. Drinnen aber war es trocken, warm und stickig und das passte irgendwie zu dem verschwitzten Garagenrock der energiegeladenen Amerikaner, die einige Male an die kultigen Ramones erinnerten. Der heisere Gesang von Cole Alexander klang jedenfalls dufte und auch die Songs wussten zu gefallen. Letztlich bekamen die Zuschauer solide Kost geboten, Feinschmecker die auf Patrick Watson und ähnliche Klangästheten stehen, waren hier eher fehl am Platze.

Auch die in Montreal ansässigen Ought sah ich später noch im Zelt und hier fühlte man sich nicht an die Ramones sondern eher an The Fall erinnert. Der spindeldürre Sänger mit dem unschuldigen Harry Potter Gesicht entpuppte sich als Heißsporn, der intonierte wie ein junger Mark E Smith und über die Bühne fetzte wie Eddy Argos (bloß eleganter). Die Band hatte sichtlich Spaß und vor allem der Drummer hinten grinste sich permanent einen ab. Vielleicht wusste er, daß es mit seiner Band zumindest 2014 noch deutlich bergauf gehen sollte, ob es für eine längerfristige Karriere reicht, wag ich allerdings zu bezweifeln. Der scharfkantige Post Punk von Ought machte Spaß, bot letztlich aber wenig Neues.

Ought waren für mich die letzte Band des Tages, für The Acid um 2 Uhr 15 hatte ich keinerlei Kraftreserven mehr übig und 7 Stunden Regen am Stück hatten auch meiner Moral etwas zugesetzt. Dennoch war es unter dem Strich wieder ein guter Tag in Haldern, denn echte Musikfans lassen sich von Petrus nicht wirklich den Spaß vermiesen.

Sonntag, 27. April 2014

Honig und Hello Piedpiper, Reutlingen, 22.04.14

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Konzert: Stefan Honig und Hello Piedpiper
Ort: Franz K. in Reutlingen
Datum: 22.04. 2014
Dauer: 45 min + 65 min
Zuschauer: etwa 50


Excuse me for a while
While I'm wide eyed


Als bekannt wurde, dass Stefan Honig und Fabio aka Hello Piedpiper (wieder) zusammen touren, fand ich die Vorstellung spontan sehr charmant. Offensichtlich war durch dieses Besetzung für jedes der Konzerte ein herrlicher Abend für das Publikum vorprogrammiert. Beim auswerten der Orte wurde aber schnell klar, dass es für mich höchstens in Reutlingen möglich sein würde, selbst dabei zu sein. Und Reutlingen... das ist schon ganz schön hinter den Bergen bei den sieben Zwergen, wenn man in Karlsruhe wohnt. 


Geklappt hat es dann auch nur in der Kombination aus Stuttgarter Freundin anstiften und so nebenbei eine Mitfahrgelegenheit inkl. Übernachtungsmöglichkeit in Stuttgart  zu erhalten. Und auch so blieb es ein bisschen verrückt.


Die Hinfahrt war ein wenig vergurkt. Die Straßenbahn war genau so zu spät, dass mir der IC vor der Nase wegfuhr. Zum Glück (und einmalig zu dieser Tageszeit) kommt wenig später ein TGV aus Paris nach Stuttgart, für den ich aber erst noch eine andere Fahrkarte besorgen musste, die es nur am Schalter gibt. 5 Minuten vor Abfahrt des TGV war mir das tatsächlich auch gelungen und bis Stuttgart würde ich so nun wenigstens kommen.  Natürlich musste es dann in Stuttgart mit dem umsteigen in den Regionalexpress noch etwa spannend werden, aber dann war eigentlich schon sofort alles gut. 


Die ganze Aufregung fiel von mir ab, die Abendsonne ließ ihren Charme spielen und die betont leutseligen Ansagen des Zugführers in tiefster Ortsfärbung taten sicher auch ihren Teil dazu. In Reutlingen selbst sind es nur drei Schritte und schon beim ersten davon sah ich meine Verabredung 50 m vor mir dem gleichen Ziel zustreben, wo wir so ziemlich kurz vor knapp vor Beginn eintrafen, mit dem "Wissen" erfahrener Indie-Konzert-Besucher, dass es ja eh noch ewig dauern würde, bis es wirklich los geht.


Aber wir hatten gerade unser Bier in der Hand, als Fabio die Bühne betrat und der musikalische Teil des Abends schon begann. Was nicht wirklich stimmt, denn für das erste Stück hatte Fabio Unterstützung durch Stefan und beide zeigten schon mit diesem Auftakt, dass meine Baucheinschätzung eines garantiert lohnenden Konzertabends absolut zutreffend gewesen war.


Es fällt mir ein bisschen schwer, einzelne Facetten des Sets besonders hervor zu heben, weil ich mir nichts aufgeschrieben habe (weil ich nicht kommentierend dabei sein wollte, sondern lieber ins Geschehen versinken). Zum Glück (auch wenn ich das in dem Moment noch nicht wissen konnte), hat Ursula ja getreu bekundet, was musikalisch in Gießen geboten wurde und in Reutlingen wurde zwar adaptiert und neu sortiert, aber die Grundidee beibehalten. 




Dass sich beide Musiker schön ergänzen, war für den Abend bezeichnend. Und das Publikum war vom ersten Moment an begeistert dabei. Sehr aufmerksam und still während der Songs und begeisternd klatschend danach. Ein Reutlinger Fan brachte im Set von Stefan Honig einen Strauß Flieder auf die Bühne. Anscheinend schon eine Tradition in Honig Konzerten in Reutlingen.



Ich persönlich kann mir ja auch keine andere Reaktion auf die Musik und den Charme von Fabio und Stefan auf der Bühne vorstellen... Gegen 22 Uhr war trotz reichlich bemessener Zugaben das Konzert schon vorbei und wir nutzten die Gunst der Stunde, noch ausführlich zu reden und die Seele baumeln zu lassen und ein paar Pläne zu machen.


Was für ein schöner Abend das wieder war! Und wie empfehlenswert das Franz K. in Reutlingen ist. Und wie schön, wenn man so schöne Erlebnisse mit lieben Freunden teilen kann.

Setlist Hello Piedpiper
(Danke an Fabian, der aufgepasst hat)

01. neu (mit Stefan Honig)
02. The Fear (akustisch am Bühnenrand)
03. Ennio
04. The pawn that beats the drake (mit Stefan Honig)
05. War
06. The taciturn fool
07. Not waving but drowning

08. Life in autarky (Z)



Setlist Honig (unsortiert)
Leave me now
Hometowns
Look what the tide brought in
Overboard
This old house
Burning down bookshops
Song for Julie
Swimming lessons
Brand new bike
In my drunken head
Lemon law
Golden circle
For thoses lost at sea
Homesick (Radical Face cover) 
John Wayne Gacy, Jr. (Sufjan Stevens cover)

Strong (London Grammar cover) zweite Zugabe


Aus unserem Archiv
Hello Piedpiper und Honig, Gießen, 21.04.14
Hello Piedpiper, Sindelfingen, 14.09.13
Hello Piedpiper, Karlsruhe, 07.06.13
Honig, Bonn, 27.03.14

Honig, Ludwigsburg, 30.11.13
Honig, Reutlingen, 27.07.13
Honig und Hello Piedpiper, Köln, 22.10.12
Honig, Haldern, 11.08.12
Honig, Köln, 30.11.09



Mittwoch, 23. April 2014

Honig & Hello Piedpiper, Gießen, 21.04.14

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Konzert: Honig & Hello Piedpiper
Ort: Alte Kupferschmiede, Gießen
Datum: 21.04.2014
Dauer: Hello Piedpiper ca. 30 Minuten, Honig ca. 65 Minuten
Zuschauer: ca. 35






An Ostern neigt man bekanntlich zu Ausflügen, folglich machten mein Freund und ich uns am Nachmittag des Ostermontags Richtung Gießen auf. Gießen war mir nicht als klassisches Ausflugsziel geläufig, und als wir es erreichten, zeigte sich, dass es dafür Gründe gibt: Es handelt sich um eine ausgesprochen hässliche Stadt mit dem gewissen Nichts.



In Wirklichkeit waren wir aber gar nicht angereist, um die wenigen unzerstörten Fachwerkhäuser der Stadt zu bewundern, sondern um ein Konzert von Honig zu besuchen. Stichwort Honig, kam der nicht aus Düsseldorf? Und fuhr direkt vor uns nicht gerade ein Auto mit Düsseldorfer Kennzeichen, dessen Fahrer ebenso ratlos wie wir zu sein schien, als die laut Google Maps richtige Abfahrt zum Konzertraum sich als doch falsch entpuppte? Und gab es nicht auch einen Beifahrer, und waren das auf der Rückbank vielleicht Musikinstrumente? Als das Auto vor uns schließlich abrupt bremste, wendete und wir die Insassen sehen konnten, waren alle Zweifel beseitigt, wir waren hinter Honig her- und fast in sie hinein gefahren.


Das bedeutete aber nicht, dass es nun leicht gewesen wäre, die Konzerthalle zu finden. Nach einem Besuch in einer Pizzeria versuchten wir erneut, uns mit Google Maps dem Veranstaltungsort, der Alten Kupferschmiede, zu nähern. Das kleine Haus, das wir schließlich erreichten, schien auch tatsächlich eine ehemalige Schmiede zu sein, und aus dem Inneren erklang Musik. Aber wo sollte der Eingang sein, und warum schien es keine weiteren Konzertgäste zu geben?

Die anderen Gäste kannten sich wohl einfach besser als wir mit den örtlichen Gepflogenheiten aus, denn während wir, die nicht wussten, ob 19 Uhr 30 die Einlass- oder Anfangszeit sein sollte, extra früh erschienen waren, wussten alle anderen wohl, dass hier vor 20 Uhr ohnehin nichts passieren würde - es verging noch eine ganze Weile, bis wir schließlich in den winzigen Konzertsaal eintreten durften, bis dahin waren aber auch weitere 30 Konzertbesucher erschienen. Beim Eintritt hatte man die Wahl, wie viel Geld (zwischen 5 und 8 €) man bezahlen wollte. Im Inneren gab es zwei Sofas, eine selbst gebastelte Theke mit Getränken nahe dem Selbstkostenpreis, einen vor sich hin bollernden Ofen und Pappkisten, auf die man sich setzen konnte.


Als dann schließlich sowohl Stefan Honig als auch Fabio Bachhet die Bühne einnahmen, dachte ich zuerst, es werde gar keine Einzelauftritte geben. Tatsächlich gab es aber die traditionelle Aufteilung in Vor- und Hauptact, nur, dass die beiden sich gegenseitig bei ihren Auftritten unterstützten.

Zuerst war also Hello Piedpiper an der Reihe, der neben der gelegentlichen Mithilfe von Stefan Honig auch ausgiebig auf die Technik des Loopens zurückgriff: Mal spielte die Gitarre ohne ihn weiter, mal kam ein geklopfter Rhythmus mit hinzu, dann war es seine Stimme, die eine Textzeile wiederholte und mit sich selbst ein Duett bildete. Die Musik des Solokünstlers ist insgesamt getragen und traurig, dabei wirkt er selbst eher ausgeglichen bis fröhlich - er versicherte auch, dass er beim Musikmachen zwar manchmal böse aussehe, das aber nichts zu bedeuten habe und er gerne hier sei.


"Of People and land theft" war der einzige Songs, dessen Text ich über weitere Strecken folgen konnte, und ich fand das Thema (eben Landdiebstahl und Vertreibung) einigermaßen überraschend, Protestmusik ist ja heutzutage eher seltener zu hören. "Not waving but drowning" widmete Fabio Stefan Honig und erklärte, er werde es ihm voraussichtlich die ganze Woche lang widmen. Honig berichtete im Gegenzug, die beiden hätten heute auf Facebook ein Selfie gepostet, worauf Fabio fragte, was das denn sei und Stefan ganz gerührt darüber war, dass das jemand nicht weiß.

Setliste Hello Piedpiper, Gießen:

01: The darkness is so close. NOT.
02: The fear
03: The Pawn That Beats The Drake
04: Of people and land theft
05: War
06: Not waving but drowning

07: The taciturn fool (Z)


Nach kurzer Pause begann das Honig-Set mit "Leave me now". Vor "Hometowns", das Fabio spontan rhythmisch begleitete, erklärte Stefan, er habe den Song im Turnraum geschrieben, als er noch im Kindergarten arbeitete, und der ursprüngliche Text habe "Ohoho wir rennen wie ein Löwe durch den Turnraum" gelautet - mit wechselnden Tierarten. Überhaupt scheinen Honigs Songs gerne einmal längere Entwicklungsprozesse zu durchlaufen, denn zu "Burning down bookshops" erklärte er später, das Lied habe ursprünglich nur "Bookshops" geheißen, er habe aber so lange umarrangiert, das der Titel das reflektieren musste.


Das folgende "Look what the tide brought" kündigte Honig als einen rockigen Song an, nach dem es eher ruhig weitergehen würde. Zu diesem Lied existiert auch ein Video, für das sich Stefan extra einen Bart wachsen ließ (der dann abrasiert wurde so dass der Bart beim Rückwärtsabspielen zu wachsen schien), das aber bislang nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken durfte.

Zuvor folgten aber noch andere Titel, die praktischerweise (für mich als Setlistenmitschreiberin) meist mit ihrem Titel angekündigt wurden. Bei "For those lost at sea", als "größter Hit" der Band angekündigt, wurden wir aufgefordert, am Ende mitzusingen, zu "Song for Julie" erfuhren wir, dass er mittlerweile eine andere Freundin habe, das für Julie aber in Ordnung sei - und die neue Freundin auch nichts gegen das Lied habe. Stefan Honig wechselte an diesem Abend ständig zwischen akustischer Gitarre und Ukulele, bediente ein Tambourin mit dem Fuß und stellte auch einige Titel aus dem im August erscheinenden neuen Album vor. Da dieses mit einer Band eingespielt wurde, werden auf dieser Tour zunächst umarrangierte, spärliche Versionen dargeboten.


Nach "Burning down bookshops" kam es dann zu einer echten Überraschung, als wir plötzlich mit einem Hiphop-Teil konfrontiert wurden - nach all dem Gesang zur Gitarre ein echte Stilbruch, der jedoch mit großem Applaus belohnt wurde. Stefan erklärte, er habe mit 15 zahlreiche Beastie Boys-Hits auswendig gelernt und nie wieder vergessen, selbst wenn er mitten in der Nacht geweckt würde, könne er sie noch fehlerfrei vortragen.

Mittlerweile war es nach 22 Uhr, weshalb die letzten Darbietungen aus Rücksicht auf die Anwohner akustisch erfolgen mussten - die Künstler baten uns zunächst, um sie herum einen Kreis zu bilden, wurden damit aber nicht so recht glücklich und kehrten bald doch wieder Richtung Bühne zurück. Nach "Lemon law" und "Golden Circle" hätte das Set eigentlich beendet sein sollen, aber nachdem das Publikum nach Zugaben verlangte, einigte man sich darauf, dass zunächst eine Zugabe von Hello Piedpiper kommen solle, so dass Honig sich ein wenig ausruhen und an seinem Bier trinken konnte. Anschließend hörten wir leider nicht etwa "Brand new bike", obwohl wir den Song vorab auf der Setliste erspäht hatten, oder "The last of the polar bears", welches wir uns gewünscht hätten, sondern mit "John Wayne Gacy, Jr." ein nicht weniger tolles Cover von Sufjan Stevens.


Der Abend in der Alten Kupferschmiede machte den deprimierenden Eindruck, den ich sonst von Gießen hatte, mehr als wett: Die Betreiber des Auftrittsorts sind offensichtlich musikinteressierte Idealisten, die beiden Musiker schienen sich blendend zu verstehen und das Publikum hörte aufmerksam zu. Ich bin schon gespannt, wie das neue Honig-Album klingen wird.



Setliste Honig:

01: Leave me now
02: Hometowns
03: Look what the tide brought
04: Swimming lessons
05: Overboard
06: For those lost at sea
07: Song for Julie
08: Burning down bookshops
09: In my drunken head
10: This old house
11: Homesick (Radical Face Cover)

12: Lemon law (Z)
13: Golden circle (Z)

14: John Wayne Gacy, jr. (Sufjan Stevens Cover)  (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
Hello Piedpiper, Sindelfingen, 14.09.13
Hello Piedpiper, Karlsruhe, 07.06.13

Honig, Ludwigsburg, 30.11.13
Honig, Reutlingen, 27.07.13
Honig und Hello Piedpiper, Köln, 22.10.12
Honig, Haldern, 11.08.12
Honig, Köln, 30.11.09


Bilder: Dirk von Platten vor Gericht

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Sea + Air, Ludwigsburg, 30.11.13

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Konzert: Sea & Air mit special guest Honig (solo)
Ort: Schlagzeugmuseum in Ludwigsburg
Datum: 30. November 2013
Dauer: 45 min und 85 min
Zuschauer: etwa 100


Eine Ära geht zu Ende. Sea & Air sind mehr als zwei Jahre am Stück fast nur auf Tour gewesen mit ihrem Album My Heart's sick cord. Es war Ehrensachen, dass ich bei einer ihrer Homecoming shows rings um Stuttgart dabeisein wollte. Am besten passte es auf den Samstag in Ludwigsburg. Sehr willkommen war auch, dass Stefan Honig mit den beiden unterwegs sein würde. Ihn wollte ich schon längst wieder gesehen haben - der Auftritt beim Burning Eagle Festival in Reutlingen war mir nur zu gut in Erinnerung und zu lange her.

Draufgabe für den Abend war es außerdem, dass ich ihn mit lieben Freunden und der Familie teilen konnte. 

Foto von Fabian (Danke!)
Als wir das Schlagzeugmuseum gefunden hatten, waren wir erst einmal etwas ernüchtert. Der Raum war ziemlich kalt und das nicht nur von der Temperatur her. Der Abend in der Nürtinger Kirche wäre vielleicht doch die bessere Wahl gewesen? Einziger Vorteil war, dass alle sehr nah an der Bühne sitzen konnten und es schon richtig gut voll war. Damit war es doch wieder intim. Die Musik begann sehr pünktlich mit einem mitreißenden Set durch Stefan Honig.



Ich kannte die Musik bisher nur mit Band und ab und zu fehlte mir dann auch etwas Schlagzeug und der Martin und die Julia. Was ein bißchen unfair ist so zu schreiben, denn auch Solo sind die Songs natürlich erste Sahne und mit Gitarre und Ukulele ganz wunderbar anzuhören. Die Ansagen waren sympatisch und sparsam. Bei genauem Hinschauen sah man: der ganze Saal fraß ihm aus der Hand - egal ob man ihn vorher kannte oder nicht.

Deshalb musste er dann auch eine Zugabe spielen. Special eben und guest.

Setlist Honig
1: Burning down bookshops
2: Swimming Lessons (New song)
3: This Old House
4: For Those Lost at Sea (mit Daniel von SEA+AIR)
5: Hometowns
6: Homesick (Radical Face cover)
7: Overboard (New song)
8: In My Drunken Head
9: The golden Circle (New song)

10: Brand New Bike (Zugabe)


Empfohlen seien hiermit ein weiteres Mal die
About songs Tourdaten
(Honig, Town of Saints, Dad Rocks)


04.12. Hannover  Lux
05.12. Bielefeld  Falkendom
06.12. Leipzig  Horns Erben
07.12. Erfurt  Franz Mehlhose
08.12. Göttingen  Heimathafen im Pools
09.12. Münster  Pension Schmidt
10.12. Köln  Wohngemeinschaft
11.12. Berlin  Grüner Salon
12.12. Hamburg  Nachtasyl



Bis zum Set von Sea & Air wurde gar nicht sehr lange gefackelt. Die Schlange am Merch bei Stefan Honig war noch gar nicht ganz abgearbeitet, da ging die Messe auf der Bühne schon los. Mit angestrichenen Glocken und entzündetem Streichholz und den mir inzwischen so sehr vertrauten Liedern. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Version von Sea after the storm, die anders und wild rockig war. Den Abschluß durfte dann wieder das Herz erlösende You are love bilden - diesmal auch als Abschied für etwas länger. 



Vielen Dank für diese 2 1/2 Jahre, in denen ich oft nah dran sein konnte und durfte und in denen sich die Lieder immer noch nicht abgenutzt haben.


Setlist Sea + Air
1: Take me for a ride
2: You and I
3: Do animals cry
4: Mercy street
5: You don't care about me
6: I looked for the one
7: Pain is just a cloud
8: Dirty love
9: Sea after the storm
10: Heart of the rainbow

11: Schlüsselklingel-Intro (Z)
12: You are love (Z) 


Aus unserem Archiv:
Konzertankündigung  
Honig, Reutlingen, 27. Juli 2013
Honig, Köln, 22. Oktober 2012
Honig, Köln, 30. November 2009 
Sea & Air, Karlsruhe, 3. Oktober 2013 
Sea & Air, Karlsruhe, 21. Juli 2013
Sea & Air, Mannheim, 1. Juni 2013
Sea & Air, Köln,  24. Oktober 2012 
Sea & Air, Darmstadt, 03. März 2012


 

Konzerttagebuch © 2010

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