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Montag, 13. Oktober 2014

Alt-J, Berlin, 01.10.2014

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Konzert: Alt-J
Ort: Berlin Lido
Datum: 01.10.2014
Dauer: 80 Min.
Zuschauer: ca. 300



Bekanntschaft machte ich mit Alt-J das erste Mal im kleinen Comet Club - als Vorband von Big Deal - vor vielleicht 30 Zuschauern. Dass diese Band kurze Zeit später im Handumdrehen das Astra ausverkaufen würde, ist für mich zu diesem Zeitpunkt kaum vorstellbar gewesen. Und so stehe ich zwei Jahre und ein Album später im Berliner Lido und bin Gast einer exklusiven Show. Um die Exklusivität noch weiter zu steigern, konnte man für dieses Event nur Gästelistenplätze gewinnen. Und so befand ich mich in der typischen Gesellschaft bei solchen Events: Euphorische Fans gepaart mit Leuten die bei der Lotterie einfach mal mitgemacht haben. 


Nur sehr selten bin ich bei Konzerten schon im Vorfeld so aufgeregt wie ich es bei Alt-J an diesem Abend war. Ihre Musik lief bei mir in den vergangenen Wochen rauf und runter - was vielleicht am ehesten vergleichbar mit meiner Depeche Mode Phase wäre - nur liegt diese schon Ewigkeiten zurück. 
Und so bin ich überglücklich, als Alt-J die Bühne betreten und mit Hunger Of The Pine den Abend gefühlvoll beginnen lassen. Sofort erliege ich dem Charme ihrer vielschichtigen Musik. Im rotgelben Halbdunkel kann man die Band kaum erkennen. Weiter geht es mit dem dynamischeren Fitzpleasure und Something Good. Die wenige Konversation mit dem Publikum, überlässt die Band, wie üblich, Gus Unger-Hamilton. Mich persönlich würde es auch eher verwundern, wenn die Band durch große Worte oder Gesten das Publikum „anheizen“ würde. Und so bleiben Alt-J sich treu und für mich authentisch. Und authentisch ist auch ihr eher statisches Auftreten. 

Bis auf Thom Green, der sich am Schlagzeug von Beginn an verausgabt, verharrt die Band an ihren Positionen. Mit Matilda folgt eines meiner Lieblingslieder ihrer ersten Platte gefolgt von Bloodflood Pt 1+2, die so wunderschön ineinander übergehen. Und so sauge ich jeden Ton in mich auf, als wäre ich musikalisch fast verdurstet und achte gar nicht mehr auf all die weltlichen Dinge - und sei es nur meine Jacke ausziehen in dem sich immer weiter aufheizendem Lido. 

Um mich herum schaue ich in selige Gesichter. Do not spray into eyes, I have sprayed you into my eyes ruft die Menge zu Taro. Gänsehaut macht sich auf meinem Rücken breiter und breiter. Mit The Gospel Of John Hurt endet das reguläre Set und wird nach großen Applaus mit dem Cover Lovely Day fortgesetzt. Nara und Leaving Nara folgen, um dann mit allen im Finale zu Breezleblock lautstark Please don't go, please don't go I love you so, I love you so zu rufen. 

Es ist erst Anfang Oktober und vielleicht verfrüht ein Konzert des Jahres festzulegen - aber bei Alt-J kann ich das ruhigen Gewissens tun, denn dieses Konzert wird dieses Jahr definitiv nicht mehr übertroffen werden können. Die Musik von Alt-J berührt mich nicht nur auf Vinyl. Es gelang ihnen ihre komplexen und sehr unterschiedlichen Musikstile mit ihrer sympathischen Authentizität und dennoch Professionalität so vorzutragen, dass ich immer wieder Gänsehaut bekam. Stimmlich bewegend und rhythmisch exzellent untermalt. 
Alt-J sind nicht diese typischen Modepüppchen, die mit viel zu viel Eyeliner ihren Weltschmerz daherheucheln. Alt-J sind für mich die Jungs, die man auf dem Schulhof beieinander stehen sah, ein wenig pummlig, mit Brille, unförmigen Klamotten und vielleicht auch ein wenig schüchtern. Und warum soll man die Bühnen nur lauter optischen Retorten überlassen, die in einer Gleichförmigkeit bei mir oft nur Langeweile auslösen. 
Wer sich selbst ein Bild von Alt-J machen möchte, der bekommt Anfang 2015 Gelegenheit dazu. In Offenbach, Köln, Hamburg, Berlin und München machen sie dafür Station.

Setlist:

Hunger Of The Pine
Fitzpleasure
Something Good
Left Hand Free
Dissolve Me
Matilda
Bloodflood
Bloodflood Pt. 2
Interlude I (SheSheShe)
Tessellate
Every Other Freckle
Taro
Warm Foothills
The Gospel Of John Hurt
-
Lovely Day
Nara
Leaving Nara
Breezeblocks


Dienstag, 16. September 2014

Konzertankündigung Miss Kenichi und Lonski & Classen 22.9.2014

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Nachdem Lonski & Classen sowie Miss Kenichi schon unabhängig voneinander die ehrwürdige Volksbühne bespielen durften, werden sie sich nun gemeinsam am Montag, den 22.9. die Bühne des Berliner Lido teilen.
Die Volksbühne umschreibt die Musik von Lonski & Classen so vortrefflich, dass ich es nicht besser umschreiben könnte:

Mit Songs so reichhaltig arrangiert, den cleveren Texten so wohlbedacht gesät und in zwei starken Stimmen geeint, haben sich die beiden Freunde einen Stil zu eigen gemacht, der die gemeinsamen Anfänge in der ersten Grunge-Band Anno Mitte der 90er nicht mal mehr erahnen lässt. Ihre Songs sind emotional, ohne dem Kitsch zu verfallen, tangieren zwischen himmelhochjauchzender Euphorie und tieftrauriger Elegie. Maßgebend für diese Stimmungswechsel zeigen sich Felix Classens Schlagwerk und Lukas Lonskis behutsames Gitarrenspiel. Oft sind es aber auch die Details, dieses subtile Klavier, der Federhall und die wuchernde Elektronik, die ihre neueste Platte „All Tomorrow Is Illusion" von der klassischen Produktion abheben. Und dann ist da natürlich noch Lonskis Gesang, der nicht selten zu ähnlichen Höhen wie der Antony Hegartys abdriftet.

22.9. Lido Berlin



Donnerstag, 11. April 2013

Palma Violets, 3.4.2013, Berlin

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Konzert: Palma Violets (+ Big Skies)
Ort: Lido Berlin
Datum: 3.4.13
Zuschauer: fast ausverkauft
Dauer: Big Skies (45 Min,); Palma Violets (knapp ne Stunde)



Es gibt so Konzerte, bei denen habe ich schon im Vorfeld einen "Wunschtext" im Kopf. An diesem Abend hätte ich mich gerne mit wenig Erwartungen überraschen lassen. Leider habe ich sehr viele Erwartungen gehabt, welche aber nur bedingt erfüllt wurden.
Als ich so gegen halb neun das Lido betrat, waren vielleicht gerade mal 50 Leute vor Ort. Das wunderte mich, denn die Palma Violets gelten (wegen ihrer wirklich hervorragenden Tonträger) längst nicht mehr als Geheimtipp. 

Irgendwann lief ein deutlich Angetrunkener durchs Publikum und gröhlte irgendwas auf Englisch. Die Umherstehenden schauten allesamt irritiert. Er lief umher und falls dadurch irgendein Funke überspringen sollte, zur Vorbereitung auf die heutige Show, so misslang dies.
Der Raum füllte und füllte sich aber immer weiter, und als die Vorgruppe Big Skies die Bühne betraten, war der Saal ordentlich voll.

Die Band gefiel mir auf Anhieb. Sie selbst umschreiben ihre Musik als "pychedelic britpop", was es meiner Meinung auch gut getroffen hat. Der Sänger und Gitarrist Jim Cubitt strahlt das aus, was so eine Band braucht. Eine ordentliche Portion Carisma gepaart mit angenehmer Natürlichkeit. Ich fühlte mich gleich um 20 Jahre jünger und freute mich um deren Lebendigkeit. Die Lieder gefielen mir außerordentlich gut - und damit stand ich nicht alleine. Eine der Bands, die ich definitiv im Blick behalten werde. Stimme, Songs, Band - es passte alles sehr gut zusammen.

Es gab ordentlich Applaus und ich freute mich auf den weiteren Abend. 
Nach einer angenehm kurzen Umbauphase, kamen die Palma Violets auf die Bühne. Mein erster Gedanke war: Deutlich jünger als ich dachte, denn stimmlich wirkten sie mindestens um fünf Jahre älter. Sei es drum.
Als Alexander "Chilli" Jesson die Bühne betritt, spielt die restliche Bands schon ein paar Takte. Allright - are you readyyyyyyy!!!!
Sofort kommen Erinnerungen an The Libertines hoch. Leider keine allzu guten, denn diese Rotzigkeit war das einzig Großartige an diesem Abend. Es ging nicht wirklich um Musik, sondern um Punk-Attitüden und Rebellion. Alles schön und gut - das bekomme ich täglich in den Strassen Berlins massenhaft geboten.

Dabei sieht Chilli Jesson aus wie der junge Robert Stadlober gepaart mir Iggy Pop. Eigentlich eine interessante Mischung, könnte man meinen. 
Die Kinder der Bildungsbürger um mich herum finden es auch schön, endlich mal eine Möglichkeit zu bekommen, ihre Montessori-Vergangenheit mittels zögerlichem Pogo-Tanzens abzustreifen.
Viele Klischees werden geweckt und bedient - und zu wenig Musik wird geboten. 

Die eigentlich schöne Stimme von Samuel Thomas Fryer wird durch das Pseudo-Punk-Geschrei seines (leider) Gegenspielers unnötig getrübt. 
Das Wechselspiel der Gewalten und Energien ist etwas, was die Band nur bedingt beherrscht. Zu ungestüm und unkontrolliert wird dabei vorgegangen. So wird das wunderschöne All the Garden Birds live ziemlich verhunzt. Warum wurde während des Konzerts nicht einfach das Mikro von Mr. Chilli Jesson runtergeregelt? Mehr als Brüllen und Schreien gab es von seiner Seite aus nicht.
Die Band wirkte, als hätten sie die vergangenen Tage einfach nur durchgesoffen und als wäre das Konzert eine lustige Unterbrechung vom Saufgelage. Auch Best of Friends büßte deutlich an Ausdruckskraft ein.
Ein weiteres Highlight (nenen der Rotzigkeit) gab es dann doch. Bei Last of the Summer Wine zeigte die Band, dass sie doch richtig guten Sound liefern können. Da war es auch sympathisch, dass das Publikum mit reichlich Nachdruck aufgefordert wurde die Arme im Takt zu schwenken. Mit dem ebenfalls schönen 14 wurde dann das normale Set beendet.

Das traurige Finale bestand darin, dass die ihnen hörige Montessori-Jugend auf die Bühne gebeten wurde, um dort mit der Band den Abgesang des Abends einzuleiten. Ein Trauerspiel, welches bei mir keine zeitnahe Wiederholung erfordert.
Anders als bei Veronica Falls, die ich seit ihrem Konzert Debut durchgängig im Blick behalte, werde ich die spätpubertäre Rüpelphase von Palma Violets mit genügend Abstand aussitzen und hoffen, dass sie ihr Talent nicht so billig verschleudern, wie es an diesem Abend geschehen ist. Es reicht eben nicht nur, sich zum Affen zu machen, um reichlich Zucker zu bekommen.




Mittwoch, 18. April 2012

Árstíðir, Berlin, 08.04.12

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Konzert: Northzone Festival - Árstíðir
Ort: Lido, Berlin

Datum: 08.04.2012
Zuschauer: ca. 80

Konzertdauer: ca. 100 Minuten


Bericht und Fotos von Markus aus Berlin



Der letzte Abend des Northzone-Festivals lud dieses Mal ins Berliner Lido. Eigentlich wollte ich das Lido eine Weile meiden, alleine schon aufgrund des recht durchwachsenen Miss Li Konzerts, welches damals durch die anwesende Tontechnik völlig verhunzt wurde. Es war einfach nur unerträglich laut und dazu noch ziemliche Idioten im Publikum. Kein Vergleich zu dem Konzert im Frannz Club zuvor.


Also habe ich an diesem Abend zwei große Chancen - zum Einen mein Lido-Trauma zu überwinden und zum Anderen eine interessante Neuentdeckung zu machen. Im Lido versammelten sich um neun Uhr vielleicht an die 80 Interessierten. Das ist so weit in Ordnung, da es in Berlin nicht leicht ist ein Publikum für unbekanntere Bands zu mobilisieren. An den Seiten der Halle sitzt ein Großteil des Publikums auf Barhockern oder kleinen Podesten. Ich ergattere mit meiner Begleitung zwei Kinosessel. Der Rest des Publikums setzt sich in der ordentlich geheizten Halle auf den harten Boden. Zu Anfang sollte die Musikdoku Backyard gezeigt werden. Dieses Mal tritt eine Organisatorin ans Mikrofon und verkündet, dass die notwendige DVD wohl verschollen ist. Die DVD von „Árstíðir:You just have to know of me“ ist aber wohl auffindbar - und so erleben wir eine Dokumentation über die nachfolgende isländischen Band Árstíðir. Auf mich wirkt das so als würde ich im Kino vor dem Film ein „Making Of“ ansehen. Interessant - kostet aber für mich Atmosphäre. Der Film besteht aus kurzen Interviewhäppchen der Band und Liveauftritten. Für mich eher ein einstündiger Werbeclip - schön gemacht aber auch nichts sagend. Ich und die anderen Anwesenden applaudieren am Ende artig, bei mir aus Höflichkeit der anwesenden Regisseurin geschuldet.






Es ist der erste Auftritt der Band Árstíðir in Berlin. Das ist erstaunlich, da Berlin oft als erste Anlaufstelle für aufstrebende Bands aus dem Ausland gilt - zumindest ist das mein Glaube. Die Band betritt unspektakulär in voller Stärke die Bühne - das bedeutet sechs Bandmitglieder - allesamt attraktive Männer im besten Alter zwischen Ende 20 und Anfang 30. Ich hätte sie jünger geschätzt - vielleicht ist es der gesunden Luft Islands geschuldet.Das erste Lied beginnt - direkt in Landessprache. Die wuchtige Tiefe der Musik ist von Anfang an spürbar - wird aber noch gesteigert sobald die drei Gitarristen gemeinsam singen. Árstíðir setzen auf Akustikinstrumente - bis auf das E-Piano, welches ein wenig das Gesamtbild stört. Dennoch - singen können die Herren und so spielen sie mit ihren Stimmen - mal solo oder bis zu sechst. So variationsreich wie die Stimmen zum Einsatz kommen, so vielfältig werden auch die Instrumente in die allesamt schönen bis wunderschönen Melodien eingebunden. Ich bin verzückt - zwischendurch neige ich - geblendet durch die teils übersteigerte Lichtshow - die Augen zu verschließen und kann mich dann noch mehr von der Musik aufsaugen lassen. Nur eine rote Tischleuchte dekoriert die Bühne - und so kommt in der doch recht tristen Halle ein wenig Wohnzimmeratmosphäre auf. Das sind auch die Orte an denen sich Árstíðir besonders wohlfühlen - die Wohnzimmer und kleinen Cafes und Kneipen ihrer Heimat. Mit Freunden und Familien gemeinsam musizieren.


Das Publikum lauschte andächtig und für Berliner Verhältnisse angenehm ruhig. Niemand verließ das Konzert vorzeitig. Drei Gitarren, ein Cello, Piano und eine Violine und sechs miteinander harmonisch klingende Stimmen. Immer wieder kamen mir Crosby, Stills, Nash & Young in den Sinn und das nicht, weil die Musik altbacken und überholt klingt, sondern ganz im Gegenteil - schöne Folkmusik mit erfrischend charmanten Untertönen. Etwas was First Aid Kit schon seit einiger Zeit auf den Bühnen der Welt erfolgreich etablieren. Schöne Melodien mit ausdrucksstarken Stimmen und ohne viel Effekthascherei. Im Verlauf des Konzerts gesellte sich noch eine weitere Violine auf die Bühne - ein Freund der Band studiert in Berlin. Die sechs jungen Männer verzaubern und betören ihr Publikum, dass es mit viel Applaus dankt. Ganz besondere Momente sind die bei denen isländische Volksweisen a capella vorgetragen werden. Sie öffnen die Herzen der Zuhörer. Die übertriebenen Lichteffekte können das Gesamtbild nicht nicht wirklich stören - schaffen aber unnötige Unruhe. Gott sei Dank versucht nicht die Band dem nachzueifern und ihre Musik in Hektik und Unruhe münden zu lassen. Árstíðir spielen und genießen das sichtlich. Immer mal wieder werden kleine Geschichten erzählt. Die Halle ist für die Anwesenden eigentlich ein wenig zu groß und dennoch sitzen alle beisammen - auf den Sesseln oder auf dem Boden.Es gibt mehrere Zugaben und irgendwie möchte man die Jungs nicht gehen lassen. Zu schön ist diese Reise in die Welt nach der wir uns alle sehnen. In der die Gemeinschaft das höchste Gut ist. Nein - keine Sorge - wir haben keine neue Kelly Family zu erwarten, sondern etwas viel Schöneres. Nach dem Konzert strömen noch viele zum Merchandising-Stand - so auch ich. Eine geballte und für mich unvorbereitete Charme-Offensive der kompletten Band, lässt mich noch gemeinsame Fotos mit ihnen machen und ich merke, wie ich und alle Anderen aus dem Schwärmen nicht mehr herauskommen.Es beruhigt unheimlich, dass Árstíðir Ende des Jahres eine Deutschlandtour planen. Eine Band, die man live erlebt haben sollte. Vielen Dank an die Organisatoren des Festivals für diesen Glücksgriff. Ich hätte mich gefreut, wenn sich die Verantwortlichen ein wenig mehr zu erkennen gegeben hätten. Für dieses Festival braucht man sich nicht zu verstecken. Ich freue mich auf das kommende Jahr und hoffe auf eine Wiederholung.

Links:




Samstag, 10. Mai 2008

Blood Red Shoes, Berlin. 06.05.08

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Konzert: Blood Red Shoes
Ort: Lido (Berlin)
Datum: 06.05.2008
Zuschauer: ca. 300
Konzertdauer: ca. zwei Stunden (mit Vorgruppe)


Manche mögen es ja gerne groß und pompös. Wenn sich solche Leute zu Musikgruppen formieren, klingen schon die Namen nach Massenveranstaltungen: Kaizers Orchestra, Panic at the Disco oder Black Rebel Motorcycle Club. Dass es jetzt gerade mal zwei Paar Schuhe und nicht große Orchester, zappelnde Diskos oder ganze Klubs waren, die es aus Brighton bis nach Berlin geschafft haben, war dem Publikum jedenfalls nicht anzumerken. Laura und Steven kamen und rockten. So mögen wir es, keine großen Reden, gleich zur Sache kommen, kurz „Danke“ sagen und wieder gehen. Ein Wisch und alles ist Weg. Wer immer noch behauptet Frauen hätten an Gitarren nichts zu suchen, der fühlte sich wohl auch von dem „Killing in the Name of“-Intro auf die Füße getreten, verabscheut rote Ampeln, Kindergärten und Sonnenuntergänge.

Setlist Blood Red Shoes, Lido, Berlin:

01: It's Getting Boring By The Sea
02:Doesn't Matter Much
03: You Bring Me Down
04: (...)
05: Forgive Nothing
06: Try Harder
07: Take The Weight
08: This Is Not For You
09: Say Something, Say Anything
10: I Wish I Was Someone Better
(...)

Text und Fotos von Neuzugang, Hannes, 20, aus Berlin. Danke Dir, Hannes!



 

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