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Dienstag, 1. Oktober 2013

Kate Nash, Köln, 29.09.13

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Konzert: Kate Nash (& The Tuts)
Ort: Gebäude 9, Köln
Datum: 29.09.2013
Dauer: Kate Nash 90 min, The Tuts 30 min
Zuschauer: ausverkauft 



Kate Nash Berichte im Konzerttagebuch sind so eine Sache. Die englische Sängerin mit den tollen ersten Singles polarisiert nämlich wie kaum jemand sonst. Ich hatte Kate bislang dreimal zwischen 2007 und 2008 gesehen, in der Kantine in Köln, beim Melt und in Haldern, und das beste dieser drei Konzerte (das in Köln) war mäßig. Da sich die Sängerin aber eine riesige Fangemeinde mit ihren frühen Veröffentlichungen erspielt hatte, führten Verrisse zu bösen Beschimpfungen. Es waren zwar nicht Oliver und ich, die ein schauderhaftes Konzert wie das in Haldern zu verantworten hatten, aber wir schrieben eben darüber.


Mittlerweile ist viel Wasser den Rhein runtergeflossen und ich war neugierig, was Kate Nash eigentlich heute so macht. Das zweite und dritte Album hatte ich nach den Desaster-Konzerten nicht mehr gekauft, die Karriere nicht weiter verfolgt. Warum auch? Im vergangenen Jahr spielte die Britin dann ein Konzert in der Werkstatt in Köln, da hörte ich im Anschluß bessere Kritiken. Naja, jedenfalls war meine Neugierde größer als der Vorsatz nach Haldern 08, sie nie wieder sehen zu wollen. Ich stand also Sonntagabend im geliebten (und gerade als "hervorragende Spielstätte" vom Bund ausgezeichneten) Gebäude 9. Ich kam gerade noch rechtzeitig, um nicht ganz hinten zu stehen. Das Konzert begann schon um acht, was miche in wenig auf dem falschen Fuß erwischt hatte.


Die Vorgruppe, die auf die Bühne kam, kannte ich. Sie hatte im Juli das wundervolle Indietracks Festival eröffnet und dort das Publikum so nachhaltig beeindruckt, daß in meiner Wahrnehmung jeder zweite Zuschauer ein T-Shirt oder eine Jutetasche von ihr gekauft hatte: The Tuts aus West London.

The Tuts sind ein Trio, bestehend aus Sängerin Nadia Javed, Bassistin Harriet Doveton und Schlagzeugerin Beverley Ishmael. Ihr 60's- / Garagenrock gefiel mir ganz ausgezeichnet! Die Lieder kurz und schmissig, das Set dabei so clever aufgebaut, daß die Stücke immer flotter und lauter wurden. Die punkig-schnellen am Ende (Always hear the same shit oder Back up) gefielen mir dabei besonders, aber auch All too late z.B. war großartig!


Spaß machte aber auch das Drumherum. Die drei jungen Musikerinnen, die diesmal keine "Kriegsbemalung" wie in Ripley trugen, hatten große Freude am Auftritt und vermittelten dies auch. Dabei waren die Frauen noch angeschlagen vom Vortag. "We're on a detox today!" Am Vorabend hätten sie zu viel getrunken und seien über Kate Nash hergefallen.

Ein wirklich guter Auftakt! Die Tuts haben mich wirklich überzeugt mit ihrem knackigen, halbstündigen Auftritt! Wie gut der musikalisch zum Restprogramm passen würde, ahnte ich da noch nicht.

Setlist The Tuts, Gebäude 9, Köln:

01: Beverley
02: Tut tut tut
03: All too late
04: Worry warrior
05: I call you up
06: Dump your boyfriend
07: Always hear the same shit
08: Lying lover
09: Back up


Als ich mich noch für Kate Nash interessiert hatte, spielte die Engländerin hinter dem Klavier sitzend Popsongs. Heute war es eine Rockshow mit fliegenden Haaren und Riot-Grrrl Attitüde. Man hätte wieder Ohrstöpsel gebrauchen können, diesmal aber nicht, weil Kate "ever, ever, ever" kläffte, sondern weil ihr Konzert zum Teil enorm laut war. Gut, es sind fünf Jahre seit meinem ketzten Kate-Nash-Gig vergangen, dieser Auftritt heute hatte aber überhaupt nichts mehr mit der Frau von damals zu tun. The artist formerly known as Kate Nash...


Die Sängerin Version 2013 spielt (elektrische) Gitarre und wird von einer Schlagzeugerin, einer Bassistin und einer zweiten Gitarristin begleitet. Die dauerheadbangenden Frauen rechts und links von Kate Nash erinnerten mich während des Konzerts an weniger groteske Versionen der Haim-Schwestern.



Ich kannte aus geschilderten Gründen kaum etwas. Den Introsong vom Band (You don't own me von Lesley Gore) schon noch, die folgenden fünf Stücke hatte ich noch nie gehört oder verdrängt (Do-wah-doo war in Haldern sehr fies!). Ganz schrecklich war heute in dieser frühen Konzertphase nur die Reaktion des Publikums. Als die drei Bandmitglieder auf die Bühne kamen und ihre Instrumente griffen, klatschte niemand! Ich habe es versucht, bin damit aber verpufft. Wie entsetzlich unhöflich, nur den "Star" zu begrüßen und die lästigen Frauen an den Seiten und hinten nicht zu beachten. Ich kann mich nicht erinnern, das so deutlich schon einmal erlebt zu haben.


Hinter den Musikerinnen waren Bildschirme aufgebaut, die wie alte Fernseher dekoriert waren und auf denen dann die Videos liefen, die auf der Leinwand zu sehen waren.

Mit der Kate hinter dem Klavier hatte die Musik nichts mehr zu tun. Kate Nash spielte am Anfang bei jeden Lied Gitarre, danach immer mal wieder. Elektrische Gitarre. Jedes Lied war rockig bis punkig. Ach, wieder eine neue Sleater-Kinney  Gedächtnisband hätte ich gedacht, wenn ich die Sängerin nicht auch schon komplett anders erlebt hätte. Da hat sich jemand neu erfunden, nennen das bezahlte Journalisten, die sich solch tolle Bilder leisten können.



Die Musikerinnen trugen "Girl gang"-Kettchen, Kate dazu ein, nunja, sehr extrovertiertes Outfit, ein auffälliges Kleid, eine Frisur mit vielen falschen Haaren im Skunk-Design mit einem Krönchen. Ob das jetzt in Riot Grrrl Kreisen Street Credibility bringt, kann ich nicht beurteilen. Es war aber ein Blickfang, mal ganz neutral formuliert.



Mouthwash und Pumpkin soup in der Mitte kannte ich natürlich. Und drei weiter den großen Hit Foundations. Danach war es ein Auf und Ab. I'm a feminist, you're still a whore, das schneller und lauter wurde, bis Kate schrie, war eiens der besten Lieder des Konzerts, das ebenso schneller werdende OMYGOD! dagegen ziemlich mies.

Aber die guten Momente waren in der Überzahl. Das neue Gewand steht Kate Nash gut, ganz unabhängig von Überlegungen, wie authentisch solch ein kompletter Stilwechsel sein kann. 


Wie es auch sein kann, zeigte der Schluß. Als Kate nach dem regulären Set (das auch ein Cover des Fidlar Songs Cocaine enthielt, das Kate in Grrrl gang umgedichtet hatte) und der ersten Zugabe We get on (nur von der Gitarristin begleitet) alleine und ohne Instrument oder Begleitmusik ein Stück namens Lullaby for an insomniac anstimmte, fühlte ich mich unheilvoll in eine Dorfkirche auf dem Land versetzt, in der die beste Freundin der Braut, die immer von der Musical-Karriere geträumt hatte, ihrer Freundin ein Ständchen singt, bei dem alle weinen. Krachende Gitarren hätten diesem Lied extrem gut gestanden!


Die guten Szenen waren trotzdem sogar so deutlich in der Mehrzahl, daß mir die entsetzlich fiesen Soli der Bandmitglieder bei ihrer Vorstellung (die Gitarristin spielte allen Ernstes diese Hendrix US-Nationalhymne - kein Witz!) nicht das ganze Konzert versaut hatten, Wobei... vielleicht hatten die Nichtklatscher vom Anfang doch recht.

Setlist Kate Nash, Gebäude 9, Köln: 

01: Sister
02: Death proof
03: Kiss that grrrl
04: Do-wah-doo
05: OMYGOD!
06: Mouthwash
07: Pumpkin soup
08: I'm a feminist, you're still a whore
09: Fri-end
10: Foundations
11: 3am
12: Grrrl gang (Fidlar Cover - Cocaine)
13: Underestimate the girl

14: We get on (Z)
15: Lullaby for an insomniac (Z)

Links:

- aus unserem Archiv: 
- Kate Nash, Haldern, 08.08.08
- Kate Nash, Melt!, 18.07.08
- Kate Nash, Paris, 31.03.08
- Kate Nash, Köln, 06.12.07


Samstag, 9. August 2008

Kate Nash, Haĺdern-Festival, 08.08.08

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Konzert: Kate Nash
Ort: Haldern-Festival, Rees-Haldern
Datum: 08.08.2008
Zuschauer: sehr viele
Dauer: 75 min


"Ever, ever, ever, ever", kläffte es über den
Reitplatz in Haldern und rund um mich herum sah ich befremdet aussehende Gesichter. Ist das noch die Kate Nash, in die so viele vor einem Jahr verliebt waren? Ich hatte den Haldern-Auftritt der jungen Engländerin am Donnerstag des vergangenen Jahres verpasst und Kate Nash erst Monate später in Köln gesehen. Dort war ihr Auftritt leider bei weitem nicht so erfrischend wie die Singles ihrer Platte "Made of bricks". Das Konzert war höchst mittelmäßig. Als besonders erschütternd habe ich die Qualität ihrer Begleitband in Erinnerung.

Ihre Begleitung war diesmal anders. Statt dreier (ich bin nicht mehr sicher) müder und wenig souveräner Backgroundklimperer hatte Kate Nash diesmal eine riesige Band im Schlepptau. Es gab eine Geigerin, mehrere Schlagzeuger, unfassbar viele Musiker begleiteten die zunächst hinter ihrem Piano sitzende Engländerin. Hinter diesem vermutlich verkleideten Keyboard war Kate erst kaum zu sehen, obwohl sie seit 2007 etwas von ihrer Zierlichkeit eingebüßt hat. Jeden Rest an Niedlichkeit und Charme büßte sie dann jedoch musikalisch ein. "Mariella", der Eröffnungssong, war leider so scheußlich, daß mir die Lust auf den Rest gleich ordentlich ausgetrieben wurde. Später war das Fazit der Leute in meiner Nähe zu Kates Auftritt "das tut nicht weh", "Mariella" tat aber weh. Ich mag Liveversionen von Liedern, die deutlich härter und punkiger sind. Diese evers waren aber die schrecklichsten drei Minuten des diesjährigen Haldern-Festivals (zur Erklärung: Ich habe Jamie Lidell nur aus großer Ferne mitbekommen).

"Shit song" und "We get on" folgten, Lieder, die ich von "Made of bricks" kenne. Es wurde besser... Bis dann allerdings mit "Doo wah doo" der Langweiler folgte. Dieses neue Lied, das mit dem Anfang von Manfred Manns "Doo wah diddy" beginnt, wird sicher eine Single, war aber leider gar nichts für mich. Und das ist sehr nett formuliert!

"Birds" und "The nicest thing" im Anschluß waren wieder recht nett, es folgten aber wieder zwei beispiellose Belanglosigkeiten, darunter das neue "I hate seagulls". Ich glaube, es ist an der Zeit, mein Verhältnis zu Möwen zu überdenken. Den kurz entstandenen Eindruck, daß es ja doch nicht ganz so schlimm ist, pusteten diese Lieder ganz schnell wieder weg. Daran änderte dann die hellste Phase des Abends mit "
Mouthwash" und "Foundations" nichts mehr.

Ach Kate...

Ich gönne ihr den Erfolg von Herzen. Ich freue mich, daß es ihr offenbar so gut geht, daß sie sich mittlerweile Musiker leisten kann, die ihre Instrumente beherrschen. Und ich bin Kate Nash dankbar für Lieder wie "Foundations" oder "Mouthwash". Aber damit trennen sich unsere Wege nun auch. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Engländerin noch einmal in Haldern auftreten wird, dafür kam sie sicher bei vielen zu schlecht an; eines ihrer vermutlich immer größer werdenden Konzerte werde ich mir auch nicht mehr ansehen. Sie tanzte nur einen Sommer für mich.

Setlist Kate Nash, Haldern-Festival:

01: Mariella
02: Shit song
03: We get on
04: Doo wah doo (neu)
05: Birds
06: The nicest thing
07: I hate seagulls (neu)
08: Don't you want to share the guilt (für mich neu)
09: Mouthwash
10: Foundations
11: Skeleton
12: Merry happy

13: Pumpkin soup

Links:

- aus unserem Archiv:
- Kate Nash, Melt!, 18.07.08
- Kate Nash, Paris, 31.03.08
- Kate Nash, Köln, 06.12.07


Fotos folgen!



Montag, 21. Juli 2008

Kate Nash, Melt! Festival, 18.07.08

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Konzert: Kate Nash
Ort: Converse Main Stage, Melt! Festival, Gräfenhainichen
Datum: 18.07.2008
Zuschauer. tausende
Konzertdauer: ungefähr eine Stunde


- von Oliver Peel -

Kate Nash liess beim Melt! 2008 lange auf sich warten.

Was für eine Zicke , dachte ich, das kannte ich doch schon von einem Konzert in der Pariser Cigale! Dort hatte die Käthe nämlich auch das Publikum fast 40 Minuten warten lassen.

Starallüren? Heute anscheinend nicht! Technische Probleme wurden als Grund für den deutlich verspäteten Auftritt der Newcomerin genannt.

Na gut, glauben wir das mal und unterstellen nicht, dass das kräftig gebaute Weibsbild Probleme hatte, in ihr goldenes Röckchen zu steigen.

„Die ist eher was zum Liebhaben“, sagte treffenderweise ein frecher junger Mann neben mir, als sich Fräulein Nash umdrehte und den Blick auf ihre fülligen Hüften freigab. Aber da stehen ja viele Männer drauf, wie sonst ist es zu erklären, dass viele Kerle immer wieder „Kate, I love you, hineinriefen“? An der Musik kann es jedenfalls kaum liegen, denn gerade der erste Song „Mariella“ war ein Nervtöter par excellence, sie hätte das Lied eher „Shit Song“ bezeichnen sollen, wie einen anderen Titel auf ihrem Debütalbum „Made Of Bricks“. Gerade auf die Stelle, in der die rothaarige Göre am Piano „Never ever, never ever“ intonierte, stand
ich überhaupt nicht. Ätzend, wie man in den 80ern gesagt hätte!


„We Get On“ war da schon besser, ohne mich richtig zu überzeugen. Aber da gab es ja noch diese niedliche Geigerin, die ich in der Folge begaffte, während die Fotografenkollegen auf die Nash zielten, als wollten sie eine Trophäe erlegen.

Die richtete sich jetzt auch zum Entzücken der Abknipser von ihrem Piano auf, griff sich die akustische Gitarre und kratzte zu der Ballade „Birds“ mit ihren Patschehändchen darauf herum: Anstatt Tränen der Rührung reagierte mein Körper darauf mit einem langgezogenen Gähnreflex...

Nach einer weiteren Ballade kam dann mit „Mouthwash“ endlich etwas Schwung in die schnarchnasige Veranstaltung. Pianogeklimper und ein flotter Groove sorgten dafür, dass ich auch endlich mal das Tanzbein schwang. „And I'm singing oh oh on a friday night“, der Text passte sogar zum Wochentag, gutes Timing! Später kam dann sogar noch der unbestrittene Hit „Foundations“, der zumindest erahnen ließ, warum seit 2007 nicht nur ganz England von Kate Nash redet. Irgendwas muss die Tante ja haben, oder nicht? Und man kann ihr ja schließlich nicht vorwerfen, dass sie in ihrer rechten Hand weniger Talent als Laura Marling in ihrem linken kleinen Finger hat. Wenn die Leute das gut finden, dann ist das auch gut, basta! Erfolg rechtfertigt auch die Nominierung als einer der Headliner bei einem grossen deutschen Festival.

Nach dem scheußlichen „Merry Happy“ reichte es mir aber schließlich, ich sah mich auf anderen Festivalbühnen nach etwas Besserem um. Ich war wohl nicht der Einzige, der von Kate recht schnell genug hatte, denn Christoph und Christina, die ich unterwegs verloren hatte, berichteten hinterher auch davon, dass sie den Auftritt von der Käthe dazu genutzt hatten, in Ruhe einen Happen zu essen.

Komisch, beim ersten Konzert gefiel mir Kate Nash doch noch ziemlich gut, was ich nach dem Gig beim Melt! wirklich nicht behaupten kann. Das Phänomen Kate Nash hat sich bei mir wohl besonders schnell abgenutzt...

Links und Fotos folgen!



Dienstag, 1. April 2008

Kate Nash, Paris, 31.03.08

5 Kommentare

Konzert: Kate Nash (Vorgruppe: Mystery Jets)
Ort: La Cigale, Paris
Datum: 31.03.2008
Zuschauer: ausverkauft!
Konzertdauer: 75 Minuten (Mystery Jets 30 Minuten)


Hat ausgerechnet eine junge Frau aus England - dem Land des permanenten Regens - den Frühling nach Paris gebracht?

Es schien fast so. Nach morgendlichen Schauern lachte in Paris endlich mal die Sonne vom Himmel. Die Touris vor dem Eiffelturm hatten ihre Jacken ausgezogen und manche nahmen auf einer Parkbank gar ein kleines Sonnenbad.

Vielleicht liegt es an der frischen und beschwingten Musik, die Kate Nash macht, daß sich Petrus gnädig zeigte. Möglichweise aber hatte es auch mit der Bühnendeko von Miss Nash zu tun, den diese bestand aus einem blauem Himmel mit friedlichen Wölkchen.

Und genau vor dieser Kulisse sollten dann auch die Mystery Jets um 19 Uhr den Ball eröffnen. Die britische Band um den charismatischen Sänger Blaine Harrison hatte ich vor geraumer Zeit mal in der Pariser Maroquinerie gesehen und für sehr gut befunden. Damals noch mit dabei: Henry Harison, der ergraute Vater von Blaine am Keyboard und der Gitarre. Der Senior gehört aber nicht mehr zur Band und auch sonst gab es Veränderungen. Blaine zum Beispiel hatte schwarz (gefärbte?) Haare, damals waren sie noch blond. Noch auffallender war aber, daß er mit Krücken auf die Bühne gehumpelt kam. Was ist da passiert? Ein schlimmer Reitunfall? Ich weiß es nicht, Tatsache war aber, daß der Lockenkopf den Gig sitzenderweise absolvierte. Toll, daß er überhaupt auftritt! Weniger toll fand' ich allerdings vor allem das allererste Lied. Erneut fragte ich mich, was denn da passiert sei. Das klang ja fast nach den Klaxons und die kann ich nun einmal nicht leiden! Stampfende Beats, ein elektronischer Sound und eunuchenhaft hohe Gesänge. Ich glaubte gar, Ähnlichkeiten mit diesem scheußlichen "Golden Skans" auszumachen. Es handelte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Stoff von dem neuen Album "Twenty One", das in England bereits vor kurzem erschienen ist. Vielleicht lag es aber einfach nur an dem ziemlich stark übersteuerten Sound in der Cigale. Es dröhnte und schepperte, daß mir vorne fast die Ohren wegflogen. Ansonsten hätte ich mit Sicherheit Lied Nummer 2, das neue "Young Love" gemocht, denn es wurde zusammen mit der jungen Laura Marling eingespielt, von der ich eine Menge halte. Laura war aber leider nicht mit dabei. Stattdessen gab es aber immerhin einen perfekt französisch sprechenden Bassisten (Kai Fish), der sich im Namen der Gruppe erfreut zeigte, in der Cigale auftreten zu dürfen. Im Laufe des Sets wurde der Sound etwas besser und der leicht altmodische Charme, der dem ersten Album "Making Dense" innewohnte, blitzte an der ein oder anderen Stell auf. Auch das neue "Flakes" wußte zu gefallen und mit "Diamonds In The Dark" einer Singleauskopplung von "Making Dens" bekamen die vier Jungs nach einer halben Stunde Spielzeit auch noch einen ordentlichen Abgang hin. Ich hatte mir allerdings mehr von dieser eigentlich sehr guten Band versprochen. Was wohl Jack Penate von dem Auftritt hielt? Der überaus sympathische Engländer stand nämlich zusammen mit einer hübschen Brünetten im Publikum und blickte amüsiert auf die Bühne, auf der er selbst im letzten November beim Festival des Inrocks aufgetreten war.

War Jack Penate nicht sogar schon einmal mit Kate Nash zusammen? Ich glaube ja, zumindest gab es einmal ein Titelbild im NME, auf dem Jack und Kate gemeinsam posierten. Inzwischen turtelt Miss Nash aber wohl mit Ryan "The Cribs" Jarman. Und Herr Penate halt eben mit seiner neuen Flamme, die im Leopardenmantel erschienen war. Ich denke Jack hat eine gute Wahl getroffen, seine Neue ist ein steilerer Zahn als Kate. Klar, Kate ist süß und extrem nett, aber ich habe irgendwie den Verdacht, daß sie später aufgehen wird wie ein Hefekloß. Ihre Mutter stelle ich mir zumindest kugelrund vor und sie bestellt bestimmt diese geblümten Kleidchen auf den Shopping-Kanälen, wo mollige Models über den Catwalk laufen und die Moderatorin dann immer wiederholt, wie schlank doch diese Kleider machen würden. Hach, ich bin aber auch wirklich ein gemeines Arschloch! Dabei mag ich Kate Nash doch, mit der kann man bestimmt Pferde stehlen, die ist bestimmt superlocker und lustig! Und sie hat so ein charmantes Lächeln!

Zunächst einmal bringt mich die liebe Käthe aber in Rage, denn sie läßt sich fast eine geschlagene Stunde Zeit, bis sie endlich die Bühne mit dem himmelblauen Hintergrund betritt. Zuvor hatte ein grimmig dreinblickender Roadie ewig lange sämtliche Instrumente gestimmt. Wo blieb die Hauptperson des Abends? Mußte sie sich noch die Nägel lackieren? Oder die Frisur richten?

Möglich ist das. Um 21 Uhr 30 war dann aber endlich der Nagellack (dessen Farbe ich nicht mochte) getrocknet und Kate hatte auch die Haare schön (sie wuschelte diese während des Konzertes immer wieder durcheinander, vielleicht um wilder auszusehen?). Nach einem langgedehnten Intro: "Stop In The Name Of Love" (Before you break my heart) von den Supremes konnte es losgehen und zwar zunächst am Piano. Ausreichend gestimmt war dieses ja. Auch die anderen Instrumente, an denen sich ihre rein männliche Begleitband austobte. Die Herren blieben aber während des Gigs meist vornehm im Hintergrund und das war auch gut so. Wer war schon wegen ihrer Band gekommen? Aufgefallen ist mir aber der Schlagzeuger, der aussah, als sei er höchstens 18, dafür aber sein Instrument ordentlich vermöbelte.

Auch Kate selbst vermöbelte ihr Instrument regelrecht. So etwas sieht man ja am Piano eher selten. Die junge Frau tobte aber daran, daß man den Eindruck hatte, sie wolle es zum Zerbersten bringen. Wow, die Frau hat schon Temperament und Feuer! Jedes Lied wurde wesentlich schneller als auf dem Album "Made Of Bricks" gespielt und das gefiel einem Typen gleich hinter mir so gut, daß er permanent johlte und "yeaaaahhhh!" schrie. Der Kerl war mir ohnehin vorher schon unangenehm aufgefallen, weil er sich in eine nicht vorhandene Lücke gedrängelt hatte. Ein seltsamer Zeitgenosse, dabei schon mit Sicherheit über 30. Da schwärmt man doch nicht mehr so, oder? Ich meine, wir sind ja keine Schüler mehr und schreiben auch nicht mehr : "Ich liebe Simone, oder Iris" auf unser Mäppchen und malen Herzchen daneben, oder? Er wohl schon! Ich fragte mich, ob er nicht jeden Moment ein Schild mit "Kate I love you" nach oben halten würde. Dazu kam es aber nicht. Dafür hatte der Bursche aber allen Ernstes Blümchen für die Käthe dabei. Wie süß! Der alte Romantiker! Stehen Frauen auf so etwas? Der Kerl hat bestimmt damals den Mädchen auf dem Schulhof erzählt, daß er Pferde ganz toll findet, weil alle Mädchen Pferde irgendwie toll fanden. Insgeheim hat er sich bestimmt gedacht: "Ich mag die Viecher nicht, die machen mir Angst und riechen streng!" Was tut man(n) nicht alles, um Weiber rumzukriegen! Vielleicht hätte er lieber einen Vibrator mitbringen sollen? Die Blumen, die der Kerl nach "Mariella" auf die Bühne warf, bemerkte die Engländerin nämlich anfänglich gar nicht! Dumm gelaufen für den Romantiker! Die Masche zog wohl nicht. Oder doch?: "Paris is the most romatic city, you should be lucky!" Sagte die Käthe und sie klang aufrichtig dabei. Und als sie nach einem fulminanten "Foundations" die Bühne zum ersten Mal verließ, fand sie sogar die Blümchen. Hach, wie süß...

Zuvor hatte sie auch einige Neuheiten vorgestellt, "Seagulls" zum Beispiel. Bei der Ankündigung dieses Titels zeigte sie sich aber gar nicht von ihrer romatischen Seite. "The next song is called: I hate seagulls!" - "I fucking hate them" - "Me too, they are flying rats!", ruft eine Engländerin aus dem Publikum zurück. In dem Lied geht es auch noch um andere Dinge, die Kate nicht mag: " I hate being sick" beispielsweise, oder "rude ignorant bastards". Grobe, ignorante Scheißkerle mag sie also nicht, aha... Aber das sagen Frauen immer und nehmen sich dann prompt den größten Macho!

Auch das Lied nach "Seagull", die Ballade "Pick Pocket" ist neu und klingt nicht übel. Zumindest gefällt mir das Stück, das auch von den Kooks stammen könnte, besser als die etwas kitschige Ballade "Nicest Thing". Nach der ruhigen Passgae im Mittelteil wird aber wieder Gas gegeben. Im Grunde genommen ist es einfach: Wenn die Sängerin hinter dem Piano sitzt, wird es flott, hält sie die Gitarre (akustische, oder elektrische) in der Hand wird das Tempo gedrosselt. Ich bevorzuge ganz eindeutig die fetzigen Songs. Und davon gibt es am Ende gar drei hintereinander weg. "Mariella", "Moutwash" und der Riesenhit "Foundations", der schon an den ersten Klängen erkannt und frenetisch aufgenommen wird, beschließen nach knapp einer Stunde ein druckvolles Programm, bei dem Kate Nash wirklich alles gegeben hat und auch stimmlich überzeugen konnte. Oft mußte sie zwischen den Liedern erst einmal verschnaufen und sich die Haare richten (was in ihrem Fall durcheinanderwuscheln bedeutete), so hatte sie sich verausgabt. "Noch nie hätte sie sich so sehr wohlgefühlt und amüsiert während eines Konzertes" und ich glaube ihr aufs Wort. Romantische Frauen stehen nun einmal auf Paris und wenn das Publikum so sensationell gut mitgeht wie heute, läuft natürlich alles wie von selbst.

Kate Nash war da und mit ihr ist die gute Laune nach Paris gekommen. Und auch ein Hauch von Frühling. Wird er länger dauern als die fünfzehnminütige Zugabe?

Setlist Kate Nash, La Cigale, Paris:

01: Pumpkin Soup
02: Shit Song
03: Stitching Leggings
04: We Get On
05: Birds
06: Nicest Things
07: Seagulls
08: Pick Pocket
09: Paris
10: Skeleton Song
11: Mariella
12: Mouthwash
13: Foundations

14: Don't You Want To Share The Guilt (Z)
15: Merry Happy (Z)

Links:

- Kate Nash im Dezember 07 in Köln
- mehr Fotos von Kate Nash hier



Freitag, 7. Dezember 2007

Kate Nash & Get Cape. Wear Cape. Fly, Köln, 06.12.07

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Konzert: Kate Nash & Get Cape. Wear Cape. Fly
Ort: Kantine Köln
Datum: 06.12.2007
Zuschauer: Ausverkauft


Seit Tagen schreibt bild.de jetzt über den Maischberger Auftritt von Lady Bitch Ray und macht die Rapperin damit wahrscheinlich ganz schnell zu einer der bekanntesten deutschen Sängerinnen. Obwohl wir da ja mit Jeanette Biedermann, LaFee und Yvonne Catterfeld schon einige echte Kracher zu bieten haben. Wieso auch immer, zieht es mich aber trotzdem eher zu deren englischen Kolleginnen hin, also zu Lily Allen oder dem neuen Star Kate Nash, die ähnlich wie Lily Allen (und von der maßgeblich gefördert) in diesem Jahr entdeckt und gleich auf Platz eins der englischen Albumcharts gehievt wurde - und das vollkommen zu recht, da "Made of bricks" zum einen einen tollen Titel, vor allem aber viele große Hits hat. Selbst in Deutschland (wenn England das Mutterland des Pop ist, sind wir ja eher die Stieftochter) wurde das Album wahrgenommen, die fabelhaften Singles "Foundations" und "Mouthwash" liefen zumindest in NRW im Radio.

Vermutlich ihren ersten bedeutenden Auftritt hatte die Londonerin dann Anfang August in Haldern - leider ohne mich, Festivaldonnerstage sind doof... Kate kam dann also nun während ihrer ersten Europa-Tour als Headliner auch endlich nach Köln. Ursprünglich sollte das Konzert im Prime Club stattfinden, war aber so schnell ausverkauft, daß es in die Kantine verlegt wurde, die auch schnell komplett war.

Vor der 20jährigen Engländerin trat ein anderer Künstler auf, den ich dieses Jahr schon einmal hätte sehen können und wollen, Get Cape. Wear Cape. Fly. Die Band bzw. der Künstler (Sam Duckworth) war im vergangenen Februar für die Hurricane Southside Tour angekündigt, mußte den Auftritt aber leider absagen. Sam begrüßte
uns dann auch irgendwann damit, daß er zum zweiten Mal in Köln sei, aber zum ersten Mal spiele.

Die Kantine war auch da schon knallvoll. Der Saal ist eine der schönsten Konzertstätten in Köln, auch wenn man der Deko oder den Lampen ansieht, das da nicht viele Konzerte stattfinden, zumindest nicht viele alternative Sachen - es war auch nicht das sonst üblich verdächtige Indiepublikum da. Die hohe Bühne erinnerte mich ein wenig an die, auf denen sonst Karnevalsitzungen stattfinden. Mittig, umringt von anderer Deko, u.a. riesigen Blumen, stand eine Art Kanzel, mit rotem Vorhang, die das Keyboard beinhaltete. Auch der Rest der Kate-Sachen war schon fertig aufgebaut, sodaß Get Cape. Wear Cape. Fly nur Platz in der linken Ecke der eigentlich großen Bühne blieb. Da standen dann ein Notebook, ein Mikro und zwei Gitarren. Sam entschuldigte sich auch gleich
bei den Zuschauern rechts im Saal, daß er ihre hübschen Gesichter nicht sehen könne, aber Kates Keyboard wiege mehrere Tonnen, das könne man nicht mehr abbauen! Er startete die Begleitmusik vom Notebook, griff nach einer Gitarre und fing an.

Sams Musik erinnert mich schon deutlich an Billy Bragg, nicht nur, weil er nicht von Nette-Leute Themen singt sondern auch politisch ist und singt ("
I could build you a tower" handelt von Waffen und ist inspiriert von den diversen Schulmassakern). Aber eben auch seine Musik und seine Stimme haben etwas von dem alten Barden, den er als sein Vorbild nennt. Die acht Lieder, die Sam spielte, stammten nur zum Teil von seinem Erstlingsalbum "The chronicles of a bohemian teenager", das blendende Kritiken bekommen hatte und ihm immerhin eine Nominierung für die NME-Awards einbrachte! Get Cape usw. spielte auch einiges Neue. Im Februar wird sein zweites Album erscheinen, auf das ich nach dem Auftritt sehr gespannt bin, denn ich gehörte zu dem leider zu kleinen Teil des Publikums, das begeistert von dem gut halbstündigen Konzert des Songwriters war. Kate Nash läuft wohl bei 1Live zu oft, um mehrheitlich ein Publikum zu einem Konzert zu locken, das auch eine Vorgruppe wie Get Cape. Wear Cape. Fly schätzt. Schade!

Setlist Get Cape. Wear Cape. Fly Kantine Köln:

01: The chronicles of a bohemian teenager (Part two)
02: Monster
03: An oak tree
04: The children are the consumers of the future
05: I could build you a tower
06: Keep singing out
07: Call me Ishmael
08: The chronicles of a bohemian teenager (Part one)

Umgebaut werden mußte ja nicht mehr viel, weil schon alles fertig montiert war. Es war aber trotzdem spannend, wann es denn weitergehen würde, weil Kate vorher noch bei der 1Live Krone in Bochum auftreten sollte. Und so dauerte es dann wirklich eine Weile nach Sams Konzert, bis sich etwas tat. Get Cape. Wear Cape. Flys Gitarren und Notebook waren schnell abgebaut, also machten die Roadies das, was Roadies in so Situationen tun, sie wirkten beschäftigt und testeten bis zur Rassel (!) jedes Instrument noch einmal. Als erstaunlicherweise auch die Rassel noch genauso rasselte wie vorher, checkten sie noch einmal die anderen Instrumente und Installationen. Mittlerweile hatte der Regiemann wohl auch schon ein Nickerchen gemacht, der Chefroadie mußte nämlich dann zigmal Lichtzeichen geben, als es endlich losgehen konnte.

Auf dem kunstvoll (und irgendwie zirkushaft) gerafften Vorhang ging der Neonschriftzug "Kate Nash" an und es startete "Somewhere over the rainbow" vom Band. Kurz danach
erschienen die drei Tourmusiker und dann auch Kate, die aber leider keines der Pünktchenkleider trug! Stattdessen hatte sie ein schwarzes ärmelloses Kleid mit breitem weißen Längsstreifen an. Ansehen könnt Ihr Euch das am Freitag (07.12.) abends beim WDR, denn da wird die Krone mit Kates Auftritt ausgestrahlt. Auch im Publikum konnten wir leider keine Pünktchenkleider entdecken, wie schade!

Kate setzte sich hinter ihre Keyboardkanzel, nahm einen Schluck aus der Teetasse (auch Sam hatte schon Tee als Bühnengetränk) und begann mit "Mariella" von ihrem Album. Mehrere Sachen fielen direkt auf: Kates Stimme ist auf Band nicht künstlich aufgehübscht, sie funktioniert live genauso gut. Und jedes "tele-phone" oder "bitta" kam genauso herzzerreißend schön wie auf Platte. Hach...
Im Publikum wurde erstaunlich viel mitgesungen - auch teilweise sehr laut, herrlich! Es waren auch wieder einige Engländer da, allerdings können nicht nur die da gesungen haben. Ansonsten war das Publikum leider mehrheitlich ziemlich passiv (oder nicht in Partylaune). Negativ fiel aber vor allem Kates Begleitband auf, denn die war auffällig fehl am Platz. Der Schlagzeuger, der unglaublich konzentriert aussah, wirkte, als wolle er (wem auch immer) etwas beweisen. Der Bassist hätte vermutlich bei den Long Blondes keinen Job bekommen, weil deren Bassistin besser und aktiver ist und der Gitarrist verbrachte mehr Zeit damit, dem Schlagzeuger Zeichen zu geben als mit anderen Dingen. Das war leider ein schaler Beigeschmack.

Kate ist natürlich toll! Ihre Lieder sind ganz große Popsongs, allen voran natürlich die beiden riesigen Hits "Foundations" und "
Mouthwash". Aber auch "Pumpkin soup" oder "Birds" oder "Nicest thing" sind großartig und Bereicherungen (da verzeihe ich auch "Dickhead")!

Kate Nash genoß Köln sichtlich. Das Konzert in der Kantine war das letzte der ersten Deutschland Tour (Sam hatte vorher gefragt, wer von uns schon beim letzten Kate Nash Konzert in Köln gewesen sei, natürlich schwieg jeder, woraufhin er grinste...). Am Abend vorher in München hätte sie, erzählte Kate, zum ersten Mal in ihrem Leben gecrowdsurft. Und siehe da, auch in Köln wagte sich eine Frau dann, sich nach vorne tragen zu lassen.
Das klappte nicht furchtbar gut, brachte ihr aber danach große Anerkennung der Sängerin. Kate rief sie nach vorne und überreichte ihr als Dank eine der großen Dekoblumen.

Für "
Birds", "Nicest thing" und "Dickhead" tauschte Kate Keyboard mit akustischer Gitarre. Ansonsten war ihr Platz hinter der Kanzel. "Mouthwash" und "Foundations" kamen kurz vor Ende dann als Doppelknaller nacheinander, danach verließen wohl auch schon einige Zuschauer den Saal ("Radiohit gehört, wir können gehen, Schatz!"). Damit verpaßten die allerdings das wunderschöne "Merry happy" und die beiden Zugaben.

Die erste, ein mir unbekannter Song "Little red" bestritt Kate ohne Band! Es dauerte aber eine ganze Weile, bis sie anfangen konnte, weil sie immer wieder über Kommentare und Zurufe aus dem Publikum lächeln mußte. Was sie vollkommen aus der Fassung brachte, war ein Heiratsantrag von einer Frau aus dem Saal. Es war wundervoll! Die Perle "Pumpkin soup" beendete das Konzert, das sicherlich schön aber für mich nicht herausragend war.

Setlist Kate Nash Kantine Köln:

01: Marielle
02: Shit song
03: Stitching leggings
04: Skeleton song
05: Birds
06: Nicest thing
07: Dickhead
08: We get on
09: Mouthwash
10: Foundations
11: Merry happy

12: Little red (Z)
13: Pumpkin soup (Z)

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