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Donnerstag, 20. April 2017

Jens Lekman, Köln, 19.04.17

1 Kommentare

Konzert: Jens Lekman
Ort: Artheater Köln
Datum: 19.04.2017
Dauer: Jens Lekman gut 80 min, Joe Scholes knapp 30 min
Zuschauer: 200 vielleicht



Anfang Februar saß ich in einem Zug, als mich ein Freund anrief und fragte, ob ich im April mit zu Jens Lekman nach Köln kommen wolle, dann kaufe er für mich ein Ticket mit. Natürlich wollte ich, der schwedische Sänger ist schließlich viel zu selten in Deutschland. Und er ist toll! Wir waren beide überzeugt, daß das Konzert schnell ausverkauft sein würde, daher schien Eile geboten. Daß mir das später Terminprobleme bereiten würde, wusste ich da noch nicht*, es war aber auch egal. Jens Lekman! 

Zuletzt hatte ich Jens Lekman (mit Band) 2013 beim wundervollen End Of The Road Festival in England gesehen. Er spielte damals auf der Pfauen-Bühne, die nicht nur eines der Viecher als Dekoelement am Bühnenaufbau hatte, die Wiese vor der Bühne war das Wohnzimmer von zig der Angebervögel. Im Artheater war das Publikum normaler.

Das Konzert begann mit einem kurzen Programm eines Singer/Songwriters, der mit einem Lied You look so guilty begann und sich dann als Joe Scholes "straight outta Köln-Nippes" vorstellte. Supportbands straight outta nähere Umgebung sind gerade während der Woche oft lästig, Joe Scholes' Musik war aber unterhaltsam und gefiel mir gut. Vor allem passte sie zum Hauptprogramm, denn auch Joe erzählte Geschichten in seinen Liedern, in denen - wie in A good man ("ist autobiographisch") - es nicht immer gut für ihn lief. Neben eigenen Liedern seiner Debütplatte Songbook vol. II (produziert von Ekki Maas) spielte Joe zwei Smokey Robinson Cover, weil er die Musik des Amerikanes verehre.

Setlist Joe Scholes, Artheater, Köln:

01: You look so guilty
02: Ballerina Valerie
03: The love I saw in you was just a mirage (Smokey Robinson Cover)
04: The life I know
05: A good man
06: Jam in Amsterdam
07: The composer (Smokey Robinson Cover)
08: Perfect

Das Artheater hat eine lustige Bühne, die auf beiden Seiten noch etwas Platz bietet. Man kann also auf einer Höhe mit der Band stehen, wenn man das denn will. Da der Backstage-Bereich hinter dem Zuschauerraum ist, kam Jens Lekmans Band durchs Publikum Richtung Bühne, um sich aber erst einmal an den Rand zu stellen, das erste Lied spielte der Schwede nämlich alleine. Wir hatten aber natürlich schon vorher am Bühnenaufbau gesehen, daß es eine echte Band geben werde. Bei seinem letzten Besuch im Rheinland (2011 in Düsseldorf - das letzte Köln-Konzert war vor neun Jahren!) hatte Jens nur einen Schlagzeuger dabei. Damals kam sehr viel (Elektronisches) vom Band, heute war die Besetzung Schlagzeug, Gitarre, Bass und Keyboard, und alle Posten neben Jens waren weiblich besetzt (auch der am Mischpult). 

To know your mission war das erste Stück; wie so oft begann also ein Konzert mit dem ersten Lied der aktuellen Platte (Life will see you now). Jens begleitete sich auf seiner winzigen Gitarre, die so etwas wie eine Mischung aus akustischer Gitarre und Ukulele ist. Das Lied war irre lang und sehr schön. Danach kamen Jens' Bandkolleginnen auf die Bühne, Julia (Schlagzeug), Hannah (Bass) und Emily (Keyboard). Ich glaube nicht, daß eine der drei beim End Of The Road dabei gewesen ist, bin aber nicht sicher.

Mit Band spielte Jens Lekman gleich die nächsten beiden Lieder der Platte, Evening prayer mit sehr lustigem Beat, obwohl an dem Lied sonst nichts lustig ist. Aber dieses Bittersüße ist ja so typisch für Jens Lekman. Und genau diese Tatsache spielte eine Rolle bei Lied drei der Platte und des Konzerts. Vor 13 Jahren sei er mit einer Freundin mit Liebeskummer durch einen Park in Malmö gegangen. An einem Riesenrad hatte er sie gefragt, ob sie das Rad kurzschließen könne. Beide konnten das nicht. Sie bat ihn, wenn er jemals ein Lied darüber schreiben würde, solle es nicht eines seiner traurigen Stücke sein. Es habe 13 Jahre gedauert, bis er die Episode in einem fröhlichen Song habe umsetzen können.

Auch die nächsten beiden Lieder stammten vom neuen Album (das ich bisher viel zu selten gehört habe). Bei Postcard #17 legte Jens die Gitarre weg und bediente seinen kleinen Synthie. Am Ende des Lieds hob er das ganze Dings mit Gestell hoch in die Luft, warum auch immer. Aber es sah schön aus und ist eine ähnlich lustige Geste wie sein Luftglockenspiel-Spiel, das er früher gerne eingebaut hat.

Das erste ältere Stück war dann I know what love isn't ("from a very cynical time in my life"). I know... ging am Ende in einen wilden Discobeat über, Jens zog seine Jacke aus und alle außer der Schlagzeugerin (hihi, doofer Job!) tanzten plötzlich kräftig rum. Dieser Tanzübergang führte zum wundervollen How we met, the long version, einem meiner aktuellen Jens-Lekman-Lieblinge. Die beiden Lieder alt und neu passen perfekt zusammen und wirkten wie eines. Und weil das so gut klappte, gab es so etwas danach gleich noch einmal: What's the perfume that you wear ging (inhaltlich passend) in Sipping on the sweet nectar über. Medleys sind ja eher Bigband-Standard, diese beiden Mini-Medleys gefielen mir aber ausgezeichnet! 

What's the perfume... hatte übrigens noch andere Folgen. Weil Jens darin den Duft des Parfums so genau beschreibt, hat er es nachbrauen lassen und verkauft es jetzt als Merch-Artikel (riecht nach Zitrone, Kardamon, schwarzem Pfeffer, Ingwer, Lavendel und Jasmin). 

Das schönste Lied des Abends war wieder ein altes: Black cab. Alle drei Frauen sangen den Refrain mit Jens, das Lied war perfekt. Ein kleiner Schönheitsfehler war die laut redende Frau mit den Ohrstöpseln im Publikum, die ziemlich schreien musste, um ihrer Freundin spannende Dinge erzählen zu können. Mit Ohrstöpseln muß man eben 33 dB lauter reden als ohne (ist Physik; kannste nichts dran machen). Sie erwähnte das aber auch gleich am Anfang während eines der ersten Lieder. Wir seien ja schließlich nicht zum CD-Hören da, da gehöre das eben dazu.

Ein weiteres neues Lied beendete das Hauptprogramm, Dandelion seed. Bis auf Our first fight und How can I tell him hatte Jens Lekman damit alles von Life will see you now gespielt. Weil danach das Zugabe-Ritual nicht recht funktionieren wollte - die Band stand eben direkt neben der Bühne - kamen die vier Musiker nach wenigen Sekunden zurück und spielten zwei Lieblinge, The opposite of Hallelujah (mit Glockenspiel-Intro - leider aber vom Keyboard) und A postcard to Nina ("yours truly Jens Lekman").

Neun Jahre hatten eine ganze Menge Nachholbedarf erzeugt, wir klatschten sehr lange nach jedem Lied, besonders lang nach I know... / How we met..., "ihr mögt das? - That makes me so happy!" Also kam Jens zurück, diesmal alleine und noch einmal für drei Lieder. Das erste war A man walks into a bar. Bevor er das begonnen hatte, riefen Leute Liedwünsche. Ich traue mich sowas nie, hätte mir Shirin aber wohl auch gewünscht (und Every little hair knows your name und And I remember every kiss und und und).

Shirin sei ein guter Wunsch, den erfülle er. Und nach Shirin spielte Jens noch das nächste schönste Lied des Abends, Pocketful of money mit uns als Chor (wobei ich es bei lautlosem Singen belassen habe, besser ist besser).

Mein bisher liebstes Jens Lekman Konzert war wohl das vor neun Jahren in Frankfurt (das mit den Schlüsseln um den Hals). Aber das heute war kaum weniger toll und verdiente einen deutlich weniger abgehetzten Bericht.  


Setlist Jens Lekman, Artheater, Köln:

01: To know your mission (Jens Lekman solo)
02: Evening prayer
03: Hotwire the ferris wheel
04: Postcard #17
05: Wedding in Finistère
06: I know what love isn't
07: How we met, the long version
08: What's the perfume that you wear
09: Sipping on the sweet nectar
10: Black cab
11: Dandelion seed

12: The opposite of Hallelujah (Z)
13: A postcard to Nina (Z)

14: A man walks into a bar (Jens Lekman solo) (Z)
15: Shirin (Jens Lekman solo) (Z)
16: Pocketful of money (Jens Lekman solo) (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
-
Jens Lekman, Larmer Tree Gardens, 01.09.13
- Jens Lekman, Frankfurt, 01.12.12
- Jens Lekman, Düsseldorf, 15.10.11
- Jens Lekman, Frankfurt, 24.02.08


* an diesem Mittwoch wollte ich auch Japandroids in Hamburg sehen, die ich nicht in Köln gucken kann, weil sie da zeitgleich mit The Jesus and Mary Chain (Darmstadt) spielen, die ich wiederum nicht in Köln ansehen möchte (LMH). Also muß ich zu Japandroids nach Frankfurt fahren, was bedeutet, daß ich Esben and the Witch nicht wie gewünscht in Wiesbaden am Sonntag sondern in Köln am Samstag sehen muß. Und ja, das ist mein Hobby.




Dienstag, 3. September 2013

Jens Lekman, End Of The Road Festival, 01.09.13

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Konzert: Jens Lekman
Ort: Larmer Tree Gardens (End Of The Road Festival), England
Datum: 01.09.2013
Dauer: 50 min

 

Drei der vier Bühnen des End Of The Road waren zwar schön dekoriert, aber ansonsten nichts Besonderes, verglichen mit denen anderer Festivals. Bühnen halt. Die größte, die Woods Stage liegt am Fuße eines Hügels auf einem Feld, die (Zirkus-) Zelt-Bühne oben am Hang und die Tipi-Tent-Stage in einem normalen rechteckigen Festzelt, das an ein paar namensgebenden Tipis angrenzte, in denen eine Kneipe untergebracht war. Die vierte Bühne, die Garden-Stage, lag ein wenig abseits davon in einer Gartenanlage. Der Zuschauerbereich wurde auf der einen Seite von hohen Bäumen, auf der anderen von Hecken begrenzt, dazwischen ein kleiner viktorianische Rundbau und eine Theaterbühne, deren konkave Rückwand mit verblassenden Malereien dekoriert ist. 


An der Bühne hing ein großer Deko-Pfau, dessen Schnabel eine Schallplatte abspielt. Im Gegensatz zu dem Bären, der Plakate, Taschen und T-Shirts des Festivals zierte, ist der Pfau nicht wegen seiner Niedlichkeit als Deko-Objekt gewählt, den Raum vor der Bühne müssen sich die Zuschauer nämlich mit einer ganzen Menge Pfauen teilen. Die leben da und wunderten sich vermutlich, falls ein Pfau sich wundert, was für komische Menschen drei Tage lang zu Besuch waren, auf ihrer Wiese saßen und merkwürdigem Krach zuhörten.

"Merkwürdiger Krach" wird sich J Mascis nicht unbedingt gedacht haben, als er nach Konzertbeginn von Jens Lekman kurz den Kopf durch die Bühnentür steckte, ganz offensichtlich war die Musik des Schweden trotzdem überhaupt nichts für ihn. Er ging nach wenigen Sekunden wieder. Dem Rest des vollgestopften Platzes gefiel es umso besser. Überall in den ersten Reihen sah man strahlende Gesichter, mitsingende und mitwippende Menschen (und einen Mann mit Hasenohren und Hasenschnurrbart).

Ich hatte Jens Lekman schon gesehen, dreimal sogar, was für einen Künstler, der nicht häufig in Deutschland spielt ok ist, mag am liebsten seine älteren Lieder (von denen er kaum eines spielte), empfand das Konzert aber trotzdem als eines der ganz besonderen des Festivals. 



Die Band an Jens' Seite war vermutlich die vom letzten Konzert in Frankfurt im Dezember. Ob der Keyboarder damals schon dabei war, weiß ich nicht, an die Bassistin mit ihren Rockstar-Gesten, deren grundsätzliche Ekligkeit* von ihrem sonnigen Lachen weggestrahlt wurden und die Geigerin mit dem verschmitzten Lächeln erinnerte ich mich gut.



Auch die meisten Geschichten, die der Schwede erzählte, kannte ich bereits. Die von der Überlegung, eine Freundin in Australien zu heiraten, um dort bleiben zu dürfen oder die von Kirsten Dunst, der er in Göteborg vergeblich hinterhersalkte. Aber sie sind auch zu gut, um sie zu verändern oder zu verschweigen.


Die Kombination aus fröhlichen Liedern, lachenden Musikern, Konfetti und den oft trübsinnigen Texten ist vermutlich das, was mich so sehr an Jens Lekmans Musik begeistert. Zu viel Schmalz manchmal? Die scheußlichen Eurodisco-Rhythmen als Übergang zwischen Into eternity und Sipping on the sweet nectar? Geschenkt! Nichts davon kann auch nur ein wenig gegen Jens' anstinken, wenn er bei The opposite of Hallelujah Luftglockenspiel spielt. Oder einen Knüller wie Black cab singt!

Oh, das war ein wunderschönes Konzert. Daß J Mascis es sich nicht ansehen wollte, wird Jens Lekman verkraften. Schließlich mag ihn ja Kirsten Dunst. Aber jetzt wiederhole ich mich.

Setlist Jens Lekman, End Of The Road Festival:

01: Every little hair knows your name (Intro)
02: Golden key
03: The opposite of Hallelujah
04: An argument with myself
05: Waiting for Kirsten
06: Black cab
07: I know what love isn't
08: The end of the world is bigger than love
09: Into eternity
10: Sipping on the sweet nectar
11: Maple leaves

Links:

- aus unserem Archiv:
- Jens Lekman, Frankfurt, 01.12.12
- Jens Lekman, Düsseldorf, 15.10.11
- Jens Lekman, Frankfurt, 24.02.08

* die der Gesten



Sonntag, 2. Dezember 2012

Jens Lekman, Frankfurt, 01.12.12

2 Kommentare

Konzert: Jens Lekman
Ort: Zoom, Frankfurt
Datum: 01.12.2012
Dauer: Jens Lekman 85 min
Zuschauer: ca. 200 



Für viele schlechte Eigenschaften kann mal wohl nichts. Einmal neugierig, immer neugierig, keine Ahnung, wie man so etwas abtrainieren könnte. Wie unerträglich das eigene Eigenschaftspaket ist, hängt also wohl vor allem vom Glück ab. Einen der fiesesten Charakterzüge habe ich glücklicherweise nicht, ich bin nicht neidisch. Ob ich immer jedem alles gönne, weiß ich nicht, jedenfalls neide ich es ihm nicht. Dachte ich zumindest. Gestern abend nämlich überfiel mich eine große Neidattacke, als Jens Lekman nach einer halben Stunde Konzert wieder einmal erzählte, daß Kirsten Dunst ihn gut finde. Das gönne ich dem Sänger zwar, ich beneide ihn aber enorm! Ich will das auch, verdammt!

Ich träume zwar als Fan des 1. FC Köln nach dem heutigen Sieg schon wieder von der Champions League, bin ansonsten jedoch so realistisch, daß ich nicht davon ausgehe, daß Kirsten Dunst Konzerttagebuch liest. Aber vielleicht kennt sie ja jemand über ein paar Ecken (Kleine-Welt-Phänomen, ne?), also just in case:

This review is dedicated to Kirsten Dunst!


Wir haben also nicht nur beide eine deutsche Großmutter, wir haben auch den gleichen Musikgeschmack, Kirsten und ich. Jens Lekmans bittersüße Stücke über unglückliche Lieben, aber vor allem über alltägliche Erlebnisse, über das Leben in schwedischen Kleinstädten, die freitäglichen Bingo-Abende oder über Frisörbesuche - wundervoll! Seit vielen Jahren gehört der Sänger aus Göteborg zu meinen liebsten Musikern, dummerweise gab es bisher kaum Chancen, ihn live zu sehen. 2008 hatte ich die Gelegenheit, als Jens mit Band im Mousonturm auftrat. Trotz der vielen Konzerte, die ich sehe, bleibt mir dieser Abend fest in Erinnerung wegen einiger Kleinigkeiten. Mich begeisterte, daß alle Musiker die gleichen Schuhe wie ihr Chef tragen mussten (cremefarbene spitze Halbschuhe), sie kleine Möbelschlüssel um den Hals baumeln hatten und Jens Lekman irgendwann Luft-Glockenspiel spielte!


Im vergangenen Jahr bot das vorzügliche New Fall Festival in Düsseldorf Gelegenheit, den schwedischen Singer/Songwriter endlich wieder zu sehen. Dort wurde er lediglich von einem Schlagzeuger begleitet und spielte einige Lieder vom neuen Album I know what love isn't, das fünf Jahre nach dem Vorgänger Night falls over Kortedala in diesem September veröffentlicht wurde.

Mit dem ersten Stück der neuen Platte begann das Konzert zunächst in Abwesenheit des Sängers. Jens Lekman hatte wieder eine ausgewachsene Band dabei, eine Bassistin, einen Schlagzeuger, einen Keyboarder und eine Geigerin. Every little hair knows your name eröffnet und beendet das Album, der Beginn ist instrumental, das Schlußstück bei gleicher Melodie mit Text.


Nach Higher power vom 2004er Debüt folgten drei weitere Lieder von I know what love isn't, und mit ihnen das zweite Element, was Jens Lekman Konzerte so unterhaltsam macht, die Erklärungen der Songs. Der Titeltrack zum Beispiel handelt von einer Autofahrt mit einer australischen Freundin, mit der Jens über die Möglichkeit sprach, zu heiraten, um eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für Australien zu bekommen. Das sei allerdings illegal und er damit der Möglichkeit beraubt, darüber zu reden oder zu singen. "It's hard not to tell a story when you're Jens Lekman!"

Das Stück mit dem fabelhaften Titel The end of the world is bigger than love handelt - natürlich - von gebrochenen Herzen, wie viele seiner Lieder. Weil ihm das ein wenig einseitig zu sein scheint, hat der Schwede aber auch ein Lied über die andere Seite, über die Herzensbrecher geschrieben, das den noch schöneren Namen Some dandruff on your shoulder trägt! Also bei aller Liebe zu Kirsten Dunst, so schwer ist es gar nicht, Jens Lekman zu mögen (auch wenn das neue Album vielleicht nicht nur die Gassenhauer früherer Tage enthält).


Vor dem non-Album Titel Golden key erwähnte er einen kurzen Ausflug ins Schmuckhandwerk und bewunderte den Schlüssel, den ein Zuschauer im Publikum trug.


Die Geschichten über Kirsten Dunsts Besuch in Göteborg und seine Suche nach ihr und über den Besuch bei Freundin Nina in Berlin, die ihm nach ewig langer Busfahrt auf der Türschwelle der Wohnung ihrer Eltern eröffnete, daß sie denen gesagt habe, Jens sei ihr Verlobter, kannte ich schon. Die Stories sind aber so köstlich (egal, ob sie stimmen), daß ich sie gerne wieder hören möchte; genauso wie ich immer wieder Freude am Luftglockenspiel am Ende von The opposite of Hallelujah oder der gemeinsamen Schuhmode (heute weiße Tennisschuhe) haben werde!

Was der Grund dafür war, daß Geigerin Lisa so strahlte, weiß ich nicht. Es war jedenfalls eine große Freude, ihr zuzusehen, es gibt wohl auch in Schweden rheinischen Frohsinn!* Ähnlich viel Spaß machte Bassistin Julia, die ihr Instrument spielte, als sei sie ein 50jähriger Rockmusiker. Ihre Bewegungen waren herrlich altbacken, so etwas sieht man sonst nur bei Rockpalast-Aufnahmen aus den 70ern (denke ich, ich gucke die nicht). Wenn eine zierliche Frau mit Glitzer in den Haaren so Bass spielt, ist das enorm köstlich, ich mochte das wahnsinnig gerne! 

In der zweiten Konzerthälfte kam Jens' Drumcomputer häufiger zum Einsatz. Der Eurodisco-Anteil stieg damit. Einige der Stücke gingen durch den Rhythmus ineinander über, The world moves on und Maples leaves zum Beispiel oder Into eternity und Sipping on the sweet nectar, für das Jens den Rhythmus schneller drehen musste, toll!

Das neue Album ist sicher nicht mein liebstes, die Lieder gefielen mir live aber deutlich besser - wie so oft. Trotzdem sind die alten Perlen wie I saw her on the anti-war demonstration, And I remember every kiss oder Sipping on the sweet nectar, die alle am Ende kamen, unerreicht. Leider ließ Jens Lekman viel zu viele von denen aus (Someone to share my life with, You are the light, Shirin...).

Wenn mein Kirsten Dunst Projekt funktionieren sollte, muß ich mir auch dringend eine so gute Einleitung in die Geschichte überlegen wie Jens: "She said in that interview once - I'm not sure when it was... but it could have been April, 27th 2007, page 48 in the local paper, that she liked my music."

Setlist Jens Lekman, Zoom, Frankfurt:

01: Every little hair knows your name (instr.)
02: Higher power
03: I know what love isn't
04: The end of the world is bigger than love
05: Some dandruff on your shoulder
06: Golden key
07: The opposite of Hallelujah
08: Waiting for Kirsten
09: Black cab
10: I want a pair of cowboy boots
11: The world moves on
12: Maple leaves
13: Into eternity
14: Sipping on the sweet nectar

15: I saw her in the anti-war demonstration (Z)
16: A postcard to Nina (Z)

17: And I remember every kiss (Z)
18: Every little hair knows your name (Z)

Links:

- Jens Lekman, Düsseldorf, 15.10.11
- Jens Lekman, Frankfurt, 24.02.08

Tourdaten:

04.12.12: Ampere, München



* Lisa ist aber sicher nicht die Lisa aus Happy birthday, dear friend Lisa, auf deren Kuchen waren nämlich "too many candles" 



Samstag, 15. Oktober 2011

Jens Lekman, Düsseldorf, 15.10.11

3 Kommentare

Konzert: Jens Lekman
Ort: Robert-Schumann-Saal, Düsseldorf (New Fall Festival)
Datum: 15.10.2011
Zuschauer: ca. 300
Dauer: 60 min


Seit Dienstag dieser Woche findet in Düsseldorf das erste New Fall Festival statt. Das gute Herbstwetter hätte vermutlich fast eine Openair-Veranstaltung zugelassen, die New Fall Konzerte fanden aber in der Tonhalle (in der sonst die Düsseldorfer
Symphoniker auftreten) und im nach Robert Schumann benannten Kammermusiksaal statt.

Das Programm des Festivals sieht täglich mindestens zwei Bands vor, darunter Agnes Obel, Gentleman, James Yuill, Jochen Distelmeyer*, Ólafur Arnalds und Scott Matthew. Der heutige Abend bestand im Gegensatz zu den anderen aus zwei seperaten Konzerten. Wer Jens Lekman und anschließend Junip sehen wollte, benötigte zwei Tickets (oder einen Festivalpass). Natürlich rechtfertigen beide Künstler den Headlinerposten, vermutlich war dieses Konzept aber auch Grund dafür, daß der Saal bei Jens Lekman noch nicht voll war.

Der Robert-Schumann-Saal könnte der kleine Bruder des Dortmunder Konzerthauses sein, entweder hatten beide den gleichen Architekten oder Kammermusiksäle sehen nun einmal so aus. Viel helles Holz und eine große Bühne bestimmen das Innere. Auf der Bühne waren ein Schlagzeug, eine Gitarre und ein Synthesizer aufgebaut. Vor dreieinhalb Jahren hatte ich Jens Lekman
in Frankfurt gesehen, da war er mit größerer Band unterwegs. Heute trat der Schwede nur mit einem anderen Musiker auf. Den ihn begleitenden Schlagzeuger stellte Jens als Addison Rogers aus Indiana vor.

Wegen des doppelten Programms begann es ungewöhnlich früh. Um 19.15 Uhr traten Jens und Addison auf. Ich weiß nicht, ob ich Jens Lekman auf der Straße erkannt hätte, seit 2008 ist seine Frisur nämlich deutlich kürzer und weniger geworden. Musikalisch war der Wiedererkennungseffekt stärker. Auch wenn ich das erste Stück nicht kannte, hätte ich es sofort als Jens Lekman Lied identifiziert. Der Titel passte auch irgendwie: Every little hair knows your name...

Es folgten zwei Stücke von der großartigen You are the light EP. Vor allem I saw her in the anti-war demonstration liebe ich sehr, es ist einer meiner Favoriten des Schweden. Von der aktuellen EP folgten anschließend der Titelsong
An argument with myself und Waiting for Kirsten. An argument with myself ist eine fröhliche Tanz-Sommerlied-Nummer, die mich nicht schrecklich begeistert. Dagegen ist Waiting for Kirsten eine echte Perle.** Wie viele andere handelt das Stück von einer Anekdote, die Jens Lekman wirklich erlebt hat. Während die meisten Musiker nur Liebesdinge meinen, wenn sie das eigene Leben musikalisch verarbeiten, singt Jens Lekman (wie auch mit-Schwede Pelle Carlberg) gerne über alles andere. Waiting for Kirsten handelt davon, daß Jens im vergangenen Sommer in seiner Heimat Göteborg war und mitbekam, daß Kirsten Dunst in der Stadt sei (sie drehte im nahen Trollhätten den Lars von Trier Film Melancholia). Mit einem Freund versuchte er, die Schauspielerin, die Fan seiner Musik ist, zu treffen, was zumindest im Lied nicht funktionierte.

Es folgte erneut etwas recht Neues.
The end of the world is bigger than love wurde 2010 als kostenloser Download veröffentlicht und ist wundervoll! Cowboy boots danach kannte ich nicht. Das Stück scheint noch neuer zu sein. Da ich nicht davon träume Cowboy Stiefel zu besitzen, war ich auch nicht so begeistert von dem Lied (zumindest konnte ich die Situation nicht nachvollziehen. Mit anderen Worten: es kam nicht an Waiting for Kirsten ran).

Nach dem großartigen Black cab erlebte das Konzert einen kleinen Bruch. Beim
wunderschönen Golden key kam Jens' Synthesizer zum Einsatz, besonders aufregend war allerdings der Synthie-Übergang am Ende des Lieds, der in The opposite of Hallelujah überleitete. Spätestens hier wurde das Konzert grandios. Irgendwann stellte Jens die Gitarre weg und tanzte über die Bühne. Wären da nicht erst gut 40 min gespielt gewesen, wäre das ein toller Abschluß gewesen. Die beiden Musiker verschwanden danach auch. Weil Jens Lekman aber kein Support seines Kindergartenkumpels José González war, war nicht überraschend, daß Jens und Addison schnell zurückkamen.

Mit ihnen kamen die Seifenblasen und der Discobeat.
Die Seifenblasen regneten vom unbesetzten Oberrang, während Jens Lekman That's the way love is von Ten city coverte. Die Seifenblasen gefielen mir deutlich besser, was aber am Original, nicht an der Interpretation lag. Aus Ackergäulen kann man eben keine Rennpferde machen. Die musikalische Entschädigung folgte in Form des fantastischen Sipping on the sweet nectar. Und dann verschwanden die beiden wieder.

Jens Lekman kam alleine zurück und spielte
And I remember every kiss nur auf der Gitarre. Danach klemmte er die Gitarre vom Strom, stellte sich neben das Mikro und fragte, ob wir ihn verstünden. Irgendwann kletterte er von der Bühne, stellte sich in den Gang neben die Stuhlreihen und spielte da Shirin zu Ende. Shirin, das Lied, das von Besuchen bei seiner Frisörin handelt. Hoffentlich hören wir das Stück auch in Zukunft noch.

Als wir um Viertel nach acht aus dem Saal kamen, waren wir uns einig, daß das Konzert zu kurz war. Aber obwohl auch viele Hits gefehlt haben, wa
r er wundervoll, dieser frühe Abend mit Jens Lekman.

Setlist Jens Lekman, New Fall Festival, Düsseldorf:

01: Every little hair knows your name
02: I saw her in the anti-war demonstration
03: A sweet summernight on Hammer Hill
04: An argument with myself
05: Waiting for Kirsten
06: The end of the world is bigger than love
07: Cowboy boots
08: Black cab
09: Golden key
10: The opposite of Hallelujah

11: That's the way love is (Ten City Cover)
12: Sipping on the sweet nectar

13: And I remember every kiss (Jens Lekman solo)
14: Shirin (Jens Lekman solo)

Links:

- Jens Lekman, Frankfurt, 24.02.08

* dessen Konzert grippebedingt ausfallen musste
** bei uns gibt es das Sprichwort "Wie der Herr so das Gescherr"


Montag, 25. Februar 2008

Jens Lekman, Frankfurt, 24.02.08

11 Kommentare

Konzert: Jens Lekman

Ort: Mousonturm, Frankfurt
Datum: 24.02.2008
Zuschauer: gut 3/4 voll


Frankfurt ist eine Stadt, die mich früher nie gereizt hat; weder Einkaufen noch Weggehen sind da verlockender als in Köln, von Stadionbesuchen ganz zu schweigen. Allerdings wurde mir gestern auf der Fahrt an den Main klar, daß ich in Frankfurt noch nie ein schlechtes Konzert gesehen habe. Es waren zwar insgesamt noch nicht furchtbar viele, die dann aber alle sehr gut. Auch gefallen mir alle Clubs und Säle, die ich kenne, ausgezeichnet, das niedliche Cooky's, das lustige Bett oder der für Konzerte perfekte Mousonturm. So war ich auch nicht furchtbar traurig, daß ich Jens Lekman nicht wie ursprünglich geplant in Köln sehen konnte, sondern nach Frankfurt ausweichen mußte, da am kommenden Samstag Rock im Saal mit Los Campesinos!, den Kilians und Kula Shaker in Haldern stattfindet und das wegen der Waliser bei mir gesetzt ist.

Gesehen hatte ich Jens Lekman vorher noch nicht, weil ich seine Platten aber sehr schätze (trotz des - Zitat Oliver - hohen Zuckergehalts), wollte ich ihn nicht noch einmal verpassen. Zunächst aber eröffnete eine für mich unbekannte Vorgruppe den Abend: Kim Ki O aus Istanbul. Kim Ki O sind zwei junge Frauen, die Synthesizer und Keyboard (Ekin Sanac) und
Bass (Berna Gol) spielen. Zwischen den beiden stand ein mit Tisch mit Decke, auf dem sich unter anderem ein knallroter Kassettenrekorder mit Bandfähnchen befand. Die Musikerinnen wirkten ziemlich schüchtern, ihre Musik auch. Mich erinnerte das an Mates of State oder Au revoir Simone, mit weniger Gesang. Die elektronischen Melodien waren nämlich nur selten mit viel Sangesparts unterlegt. Anfangs waren auch beide Stimmen extrem leise, später wurden sie lauter, das wichtigste Element bei der Musik der Türkinnen sind sie aber sicher nicht. Mir hat das, was sie gespielt haben, sehr gefallen, wenn es auf Dauer auch ein wenig vom Reiz einbüßte (sie spielten immerhin 50 Minuten).

Schüchtern waren auch die Ansagen von Ekin und Berna. Bei einem Stück entschuldigten sie sich, daß wir den Text nicht verstehen würden, das Lied sei auf Türkisch. In der Türkei verstünde den aber auch niemand. Aber trotz aller Schüchternheit merkte man den beiden an, wie verzückt sie waren, Jens Lekman zu begleiten. Auf ihrem myspace-Blog schreiben sie: "This is more than a dream, this cannot be happening.." Doch, konnte es. Und gut war es.


Es wurde aber natürlich noch viel besser...

Jens Lekman kam nämlich schon einmal mit einer ausgewachsenen Band auf die
Bühne. Er hatte nicht nur eine Schlagzeugerin, einen Bassistin und einen Notebook-, Drumcomputer- und Effekt-Mann dabei, rechts auf der Bühne bauten sich auch eine Cellistin und eine Violinistin auf. Mir fehlte zu meinem Glück eigentlich nur ein Glockenspiel - doch auch da sollte ich noch auf meine Kosten kommen.

Die Streicherinnen gehören vermutlich nicht zum Standardensemble, sie trugen nämlich schon einmal nicht
die offiziellen Band-Schuhe. Jens und die anderen drei hatten weiße Lackschuhe an. Um den Hals hatten alle (auch die Streicherinnen) Schlüssel an einem dünnen Bändchen (nein, nicht an solch einem albernen breiten Schlüsselband mit Bier- oder Handywerbung!). Die Schlüssel stammten wohl alle von Schränken oder Möbelschlössern, gehörten sicher nicht zu Zimmern oder Autos und haben mir ihr Geheimnis nicht offenbart.

Das Konzert fing an mit "
I'm leaving you because I don't love you" vom aktuellen Album "Night falls over Kortedala". Live ist der Klang der Lieder des Schweden etwas weniger popig, verliert aber nichts an seinem Charme. Sicher ist manches nicht ganz weit entfernt von Belle & Sebastian, aber vergleichen sollte man das wirklich nicht, das täte beiden unrecht. Jens Lekman ist ein grandioser schwedischer Künstler, der wundervollen Indiepop macht und, wie ich jetzt weiß, fabelhafte Konzerte spielt.

Die ersten beiden Lieder gingen ineinander über und das zweite ("
The opposite of Hallelujah") endete mit einem Luftglockenspiel-Solo von Jens. Köstlich!

"Have I ever been to Frankfurt?" "No? That's what I thought." Er sei in den letzten Jahren durch so viele kleine deutsche Städte getourt, daß er nicht sicher sei, ob er
schon mal am Main gewesen wäre. An Frankfurt hätte er sich aber vermutlich erinnert. Das war eine viel größere Ansage als "Frankfurt, seid Ihr gut drauf? Das ist die tollste Stadt für ein Konzert!" und hat Jens Lekman sicher keine Sympathien gekostet.

Und wenn schon, spätestens mit seinem Auftritt hätte er die spielend wieder erobert. Das Set bestand vor allem aus Liedern der letzten beiden Alben. Obwohl die meisten Stücke von "Night falls..." stammten, spielte die Band auch fünf Songs vom Vorgänger "Oh you're so silent,
Jens" und nur eines (natürlich: "You are the light") von "When I said I wanted to be your dog" von 2004. Komplettiert wurde das Programm durch "A little lost" von einer Arthur Russel Tribut-EP und dem wohl unveröffentlichten "New directions" (falls es so heißt).

Neben der wundervollen Musik war das Drumherum so schön! Bei einem Lied tanzten plötzlich alle Musiker auf der Bühne, auch die beiden Kim Ki O Frauen kamen dafür zurück (weit hatten sie es aber nicht, denn sie standen die ganze Zeit am Bühnenrand und tanzten das Konzert durch!), mal pfiff Jens, dann erzähle er trocken die herrliche Geschichte zu "A postcard to Nina", von einem irre langen Bustrip nach Berlin, um da ihre Eltern kennenzulernen, und von einem begeisterten Vater, der ihn ergoogelt hatte und fragte, ob es ihm etwas ausmache, wenn er Jens' CD auflege. Nach 50 Minuten bildete "Shirin" (über seine Frisörin, die er einmal im Monat besucht, das Lied spielte Jens schon solo) den Abschluß des regulären Sets. Keine Minute später stand er aber wieder da und gab die ersten beiden Zugaben. Nach "
Friday night at the drive-in Bingo" ("the silliest song I've ever written but it has a tear in it's eye, you'll probably notice") war die Pause dann schon länger. Das Fußstampfen habe ihn zurückkommen lassen, woher wir bloß wüßten, daß er dem nicht widerstehen könne. Die beiden folgenden Lieder ("A little lost" und "Sky phenomenon" spielte der Schwede wieder solo und begleitete sich mit einem komischen Instrument, einer Art Elektrozither oder Elektroglockenspiel (das war es beides nicht, man spielt es eher wie ein Klavier, es hat auch keine durchgängigen Saiten sondern kleine Metalltasten).

Weil auch danach noch niemand gehen wollte (obwohl es für einen Sonntag reichlich spät geworden war), kam Jens Lekman noch einmal und spielte "
Pocketful of money". Um zu verdeutlichen, daß danach Schluß sei und er seine Stimme schonen müsse, riß er sich dabei schon ein Stück Klebeband zurecht, mit dem er anschließend seinen Mund verklebte...

Ganz großartig, gar keine Frage! Auch wer Jens Lekmans Platten zu süß (um im Bild zu bleiben) findet, sollte ein Konzert auf alle Fälle genießen!

Setlist Jens Lekman Mousonturm, Frankfurt:

01: I'm leaving you because I don't love you
02: The opposite of Hallelujah
03: Black cab
04: It was a strange time in my life
05: Your arms around me
06: New directions
07: You are the light
08: A postcard to Nina
09: Maple leaves
10: Sipping on the sweet nectar
11: Shirin

12: A sweet summer's night on Hammer Hill (Z)
13: Friday night at the drive-in Bingo (Z)

14: A little lost (Arthur Russell Cover) (Z)
15: Sky phenomenon (Z)

16: Pocketful of money (Z)

Links:

- mehr Fotos vom Konzert in Frankfurt


 

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