Dienstag, 26. Oktober 2010

Schrödinger, Paris, 25.10.10

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Konzert: Schrödinger (Poney Express, Carp, Clak)

Ort: Le Reservoir, Paris
Datum: 25.10.2010
Zuschauer: voller Schuppen


Als Katzenvater hat man keinen leichten Job. Unser süßer d'Artagan hat ja nun leider schon seit zwei Jahren Diabetes und braucht ständig sein Insulin. Und weil wir ihn so lange wie möglich bei uns behalten wollen, sind wir diesbezüglich sehr sorgfältig und aufmerksam. Dummerweise ging heute seine Medizin aus und ich besorgte in großer Eile ein neues Fläschen Insulin. So weit so gut. Blöd war nur, daß ich den Flacon nicht mehr wiederfand. Ich war so verunsichert, daß ich aus dem Haus stürmte und fast eine Stunde lang die ganze Straße absuchte. Viellicht war er mir aus der Tasche gefallen?

Um es kürzer zu machen: Ich Trottel hatte das Insulin in der Küche abgestellt und fand es dort auch wieder. Bei der Suchaktion auf der Straße ging aber so viel Zeit verloren, daß ich zu spät zum Konzert kam. Ich wollte eigentlich die Franzosen Poney Express sehen, aber die wurden schon als erste von vier Bands aufs Publikum gehetzt. Von Carp bekam ich nur das Ende mit, zu wenig um mir ein Urteil erlauben zu können. Ich sah mich um. Im Reservoir war es knackig voll, die gesamte Pariser Indie-und Musikszene hing in dem wunderschönen Saal ab. Warum bloß? Ich sollte es bald erfahren. Die waren alle für Schrödinger gekommen!

Schrödinger? Die neue (allererste?) Rockband des Ex-Bundeskanzlers, der durch seine Politik der ruhigen Hand, die Currywurstfresserei und seine bei der Oderflut getragenen Gummistiefel bekannt wurde? Nö. Gerhard schrödingert nicht. Der in Paris lebende Ami Dick Turner hingegen schon. Ein total verrückter Typ, dieser Dick! Er wurde mir vor ein paar Monaten einmal vorgestellt und mir wurde gesagt, ich solle mal seine Musik anhören. Da mir aber jeden Tag gefühlte 38 Leute sagen, ich solle mir dies und jenes unbedingt anhören, kam ich nicht dazu. Heute also die Gelegenheit Versäumtes live nachzuholen. Turner, der von Musikern der französischen Kultband Lapin Machin unterstützt wurde, fetzte über die Bühne wie so ein Gestörter. Die Gestik erinnerte an Jarvis Cocker und Eddie Argos, die saftige Musik an Pulp, Nick Cave und Punk Bands wie The Fall. Er riß die Arme in die Luft, ging mehrfach in die Knie und war aufgedreht wie ein Duracell Hase. Trotzdem: wie ein Sexsymbol oder ein attraktiver Rockstar sah er nicht gerade aus. Besonders häßlich war sein weinrotes Samtjacket, aber die Mädels standen drauf und fingen am Ende an, wild abzutanzen. Das mit witzigen Texten gespickte Konzert gestaltete sich zum Triumphzug, die Menge johlte. Die Leute hatten recht, die Lieder waren allesamt Kracher und ich war froh, daß ich trotz der elenden Sucherei des Insulinfläschens doch noch ein stimmungsvolles Konzert geboten bekommen hatte!

Setlist Schrödinger, Le Reservoir, Paris:

01: Salomé
02: Volcano
03: Tell Me How It Was When You Were Young
04: ?
05: Sawing Wood
06: Funny Feeling
07: Goodbye




Konzertankündigung Moddi

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Konzertankündigung: Moddi

Orte & Daten


Ich mach hier mal auf Christoph und beschäftige mich mit der Vorgruppe stärker als mit dem Headliner. Moddi aus Norwegen wird Angus und Julia Stone bei ihrer ausgedehnten Europatournee supporten. Moddi? Nie gehört! Ich bis heute abend auch nicht. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich der Norweger Pal Moddi Knutsen, der live eine größere Truppe dabei hat, um seine fein arrangierten, bisweilen melodramatischen Songs umzusetzen. Stimmlich erinnert er mich an Damien Rice, aber auch an Jonsi, je nach Titel. Seine Lieder (Album Floriography) klingen herrlich melancholisch, traumversunken und höchst tröstlich. Die richtige Musik für den Herbst. Oder so.

Ausgewählte Konzerttermine* von Moddi (meist als Support von Angus and Julia Stone):

11.11.2010: Le Reservoir, Paris
12.11.2010: Abart, Zürich
13.11.2010: Pont-Rouge, Monthey, Schweiz
14.11.2010: Backstage Werk, München
16.11.2010: Gleis 22, Münster
17.11.2010: Kulturkirche Köln
18.11.2010: Übel & Gefährlich, Hamburg
19.11.2010: Astra, Berlin
28.11.2010: La Cigale, Paris
29.11.2010: La Cigale, Paris
13.12.2010: AB Box, Brüssel
14.12.2010: Stadsschouwburg, Groningen
15.12.2010: Melkweg, Amsterdam

* Leider sind viele der aufgelisteten Konzerte schon ausverkauft. Informiert euch bitte, ob es in eurer Stadt noch Karten gibt. Beeilung ist angesagt!

Anmerkung: das schöne Foto stammt von Oyvind Bringsverd Andreassen. Thank
you!





Montag, 25. Oktober 2010

Jozef van Wissem & Lidwine, Paris, 24.10.10

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Konzert: Jozef van Wissem & Lidwine

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 30
Datum: 24.10.10
Zuschauer: zwischen 35 und 40
Konzertdauer: Lidwine und Jozef beide jeweils etwa 50Minuten


Natürlich werde ich immer hier behaupten, daß jede Oliver Peel Session toll gewesen ist. Ich wäre ja auch ein schlechter Vermarkter, würde ich es nicht tun. Wobei Vermarktung nicht so richtig passt, weil wir keine Flyer, Poster oder Ähnliches drucken und ich keinen Cent an der Geschichte verdienen. Bei uns ist die Bude inzwischen immer voll, weil wir es geschafft haben, einen festen Kreis von treuen Stammgästen aufzubauen, zu denen sich erfreulicherweise immer neue Gesichter gesellen. So wird es nie langweilig und prickelnd und die Motivation bleibt erhalten. Um auch unseren Besuchern musikalisch immer mal wieder etwas Neues zu bieten, haben wir dieses Mal eine ganz besondere Session organisiert. Statt Folkmusikern, die traurige Lieder auf der Akustischen kratzen, haben wir eine Pariser Harfespielerin und einen holländichen Laute-Spieler geladen. Natürlich haben auch sie traurige Lieder vorgetragen, aber das hat bei uns Methode. Fröhliche Songs deprimieren mich einfach zutiefst!

Die Pariserin Lidwine eröfnete den Ball mit ihren betörenden, feenhaften Folksongs, die sie abwechselnd auf der Harfe und dem Harmonium vortrug. Ohne männliche Hilfe ging es freilich auch bei ihr nicht, denn ihr Multiinstrumentalist Jérémie half tatkräftig mit. Zwanzig Minuten später packte dann der große und kräftige Holländer Jozef van Wissem seine Laute aus und spielte auf dem barocken Instrument hypnotisierende Instrumentalstücke. Den Zuschauern eröffnete sich ein ganz neues Klang-Universum, weil es weltweit nur noch ganz wenige Musiker gibt, die auf einer Laute spielen und komponieren. Kein Wunder, daß Filmmacher Jim Jarmush Fan des in Amerika lebenden Niederländers ist und mit ihrm zusammen einen Song geschrieben hat.

Ach so: diese Session war wahnsinnig toll, siehe oben!

Mehr Bericht in Kürze!



Locas In Love, Köln, 24.10.10

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Konzert: Two Originals of... Locas In Love
Ort: Kölner Filmhaus
Datum: 24.10.2010
Zuschauer: gut 120 (knallvoll)
Dauer: 140 min


Locas In Love zu mögen hat den riesigen Vorteil, immer wieder besondere Konzerte zu erleben. Zuletzt hatte ich die Kölner Band bei ihrer Wintergala vor zwei Jahren gesehen. Zu Musik ihres Konzeptalbums Winter gab es damals im Alten Zollhaus Streicher und Weihnachtsgebäck. Heute hatten Locas in den Kinosaal des Kölner Filmhauses geladen. Die besondere Kulisse war allerdings noch nicht der größte Clou des Abends, die Band hatte das Konzert bzw. die kurze Tour unter das Motto "Two Originals Of.. Locas In Love" gestellt und angekündigt, ihre ersten beiden Alben komplett und in richtiger Reihenfolge durchzuspielen. Platten-Motto-Abende sind nicht neu, zwei Alben an einem Abend, quasi als Doppelkonzert mit Pause, habe ich allerdings noch nicht erlebt. "Two Originals..." - erklärte Sänger Björn Sonnenberg zu Beginn - war in den 70ern ein Vermarktungsinstrument der Plattenindustrie, mit dem zwei klassische Platten eines Künstlers noch einmal als Doppel-LP billig neu erschienen. Sie wollten das mit ihren beiden klassischen Alben What matters is the poem und Saurus live gleichtun. Daß What matters... und Saurus die bislang einzigen (regulären) Platten der Band sind, ist dabei ausdrücklich kein Schönheitsfehler des tollen Konzepts!

Aber damit hatte es sich noch nicht, denn zusätzlich zur besonderen Musik und zum
Saal war auch die zusätzliche Berieselung außergewöhnlich. Locas spielten vor der Leinwand des schönen Kinosaals auf der zu jedem der beiden Konzerte ein 60er-Jahre Sci-Fi Film lief. Im Filmhaus finden nämlich seit 2007 unter dem Motto Something Weird Cinema Vorführungen von trashigen aber großartigen Filmperlen statt. Aus dem sicherlich reichen Fundus der Reihe waren zwei besonders schöne Stücke als visuelle Unterstützung des Abends ausgesucht worden.

What matters is the poem machte den Anfang. Dazu lief hinten Planet der Vampire,
ein Knüller aus dem Jahr 1965, der .. nun, von einem Planeten mit Vampirwesen handelt. Eine unglückliche Raumschiffmannschaft in schwarzen Lederanzügen mit gelben Nähten und hochgestellten Kragen, die bei Außeneinsätzen passende Lederhauben trug, wurde von übernommenen Ex-Kollegen, Lichtgestalten und in Frischhaltefolie verpackten Zombies dezimiert, ohne daß der Film auf platte Effekte setzte...

Von What matters is the poem hatte ich bisher nicht viele Lieder live gesehen. Weil ich das Album wirklich sehr gerne mag und oft gehört habe, war dieser erste Teil für mich schon einmal genau richtig.

Björn erzählte immer mal wieder Entstehungsgeschichten der Stücke, das alles aber in sehr familiärer Art, als wären alle und nicht nur viele der Zuschauer Freunde (und Familie). Auch das mag ich bei Konzerten der Kölner so gerne, es ist alles so unverkrampft und unkompliziert. Naja, zumindest das meiste. Wer nämlich später
kam und die letzten freien Plätze auf zusätzlichen Bierbänken links im Saal einnehmen wollte, musste über die Bühne gehen. Und weil vorne die Effekt-Dingse lagen, wurde das ein Slalom um die Mikros - und, bei den Sehrspäten, um die Musiker.

Teil eins mit dem tollen Instrumental Lemmy caution, mit dem Geschrammel am Ende des letzten Stücks und mit dem kleinen Hidden track dauerte gut eine Stunde. Als die Locase damit fertig waren, kämpfte Astronaut Wess immer noch gegen die Weltraumvampire - vermutlich ohne Erfolg...

Selbst die zwanzigminütige Pause bot beste Unterhaltung, denn da lief die Programmvorschau der kommenden Something Weird Vorführungen. Wir heißen zwar nicht Kinotagebuch, ich möchte aber jedem die kommenden Mittwoche ans Herz legen, denn da laufen mit I drink your blood, I eat your skin und Blacula zwei Filme, deren Vorschau unglaubliche Knüller verspricht (hingehen!).

Weiter ging es mit Saurus von 2007. Auch hier bot die Setlist keine Überraschungen, mir damit aber auch den Luxus eines Abends, ohne alles mitschreiben zu müssen. Konzert zwei funktionierte wie der Poem-Teil, Björn erzählte ein wenig, erzählte uns Nicht-Eingeweihten, wie solch ein Album entsteht, wie nach langen Tagen im Studio abends immer wieder der Wunsch da ist, alles gerade wieder zu löschen und wie viel Spaß das alles trotzdem mache.

Saurus wurde bildlich von einem der zahlreichen japanischen Frankensteins-Monster Filme untermalt. Destroy all monsters handelt (das musste ich nachlesen) von einer fiesen Alien-Attacke auf die Erde, bei der die eigentlich beruhigten Monster
(Godzilla, der Riesenschmetterling, das süße Saurierbaby, die Spinne, die Schlange...), die auf einer Monsterinsel leben, die wichtigste Städte der Welt angreifen. Kluge Wissenschaftler (und kluge, attraktive Wissenschaftlerinnen) fliegen mit ihrem Raumschiff quer durch Japan, retten die Monster und lassen die das fiese Monster der Aliens besiegen. Toll! (Wirklich).

Besonders gut gefiel mir dabei, daß beide Filme natürlich Reaktionen des Publikums
auslösten. Es wurde dauernd gelacht, mal über die Modellbau-Panzer, die von den Monstern zertreten wurden, mal über die sexy Weltraum-Leder Szenen. Die Band versuchte im Laufe des Abends, immer mehr von der Kunst hinter ihr mitzubekommen. Bassistin Stefanie Schrank spielte am Ende immer häufiger mit dem Rücken zum Saal, kein Wunder, denn die Entscheidung zwischen Godzilla und King Ghidorah war packend!

Daß zweieinhalb Stunden so kurzweilig sein können, spricht eigentlich genug für diesen Abend, der damit guten Gewissens nach den beiden Alben hätte enden können.

Locas In Love kamen aber noch einmal zurück und kündigten drei Zugaben an: "Wir spielen zwei Cover und ein neues Lied." Da ich gehofft (aber nicht erwartet) hatte, daß
etwas vom dritten Album kommen würde, freute mich diese Ankündigung besonders. Allerdings waren die beiden Cover schon solche Knüller, daß das neue (und sehr gute!) Es ist alles wirklich so schlimm wie es scheint dann sogar Zu-Zugabe war. Zunächst sang Stefanie These days von Nico (bzw. ursprünglich von Jackson Browne) und interpretierte das Stück so unglaublich fabelhaft, daß es sofort auf Platte gebrannt gehört. Es folgte etwas eigentlich schrecklich Fieses, Ace of spades von Motörhead (musste ich ergooglen, ist natürlich nicht in meiner Musiksammlung vorhanden). Aber auch dieser Kram (Leute, die in Lederklamotten komisch rumzucken, waren ja irgendwie Motto des Abends) war in der Locas-Umsetzung unfassbar gut (vielleicht dann die B-Seite von These days?).

Die Two Originals Of... Tour ist damit leider beendet. Wer aber Spaß an einem ähnlich
besonderen Abend hat (vermutlich aber ohne Monster), dem sei die nächste Wintergala am 12.12.10 ans Herz gelegt, denn da spielen Locas In Love im Filmhaus u.a. ihre Winterlieder und lassen sich von Klaus Kinski in Leichen pflastern seinen Weg berieseln.

Setlist Two Originals of... Locas In Love, Kölner Filmhaus:

Teil 1: What matters is the poem
01: In my life
02: Immer in mir
03: Rette unsere Seele
04: Moe Tucker
05: Besser als schlechter
06: Der einzige Song
07: Lemmy caution
08: Wartezimmer
09: Shiver
10: (Verspätetes Lied für) Laura
11: Lügen, stehlen, das Gesetz brechen
12: Our hearts and the real world
13: Hidden track

Teil 2: Saurus
14: Sachen
15: Zum Beispiel ein Unfall
16: Comandante
17: Monkey
18: Honeymoon is over (if you want)
19: Saurus
20: To get things straight
21: Mabuse
22: High pain drifter
23: (How I wrote) I get lonesome
24: Egal wie weit
25: Rosa Mond

26: These days (Nico Cover) (Z)
27: Ace of spades (Motörhead Cover) (Z)
28: Es ist alles wirklich so schlimm wie es scheint (neu) (Z)

Links:

- Locas in Love, Köln, 30.11.08
- Locas In Love, Frankfurt, 20.10.07
- Locas In Love, Köln, 19.08.07

- andere Stimmen: die intro über Locas In Love im Filmhaus




Sonntag, 24. Oktober 2010

Konzertankündigung Chapelier Fou

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Konzertankündigung: Chapelier Fou
Orte & Daten: siehe unten


Fans von Owen Pallett aufgepasst! Der Franzose Chapelier Fou könnte etwas für euch sein! Etliche Male habe ich in den letzten Wochen diesen kuriosen Projektnamen gehört, mich aber nie damit beschäftigt, wer und was eigentlich musikalisch dahinter steckt. Videos bei Youtube machten mich aber höchst neugierig. Unfassbar was der junge Mann mit dem obligatorischen Hütchen so alles anstellt! Er benutzt Keyboards , sampelt und loopt einzelne Passagen und spielt auch regelmäßig Geige, daher auch der Vergleich zu Owen Pallett. Aber wir haben es hier keineswegs mit einem Kopierer zu tun, sondern mit einem Kerl, der ganz neue Klangwelten erschafft und Grenzen auslotet. Das Ergebnis ist logischerweise recht experimentell, aber keine Spur anstrengend, sondern unfassbar schön! Ist der Musiker aus Metz etwa ein kleines Genie? Fasst scheint es so. Wenn der Bursche nicht auch außerhalb Frankreichs zumindest in Indiekreisen bekannt wird, dann stimmt irgendwas nicht. Am liebsten würde ich ihn mir in den nächsten Wochen und Monaten dreimal ansehen! Schade, daß er noch nicht nach Deutschland kommt. Vielleicht dann 2011?



Ausgewählte Konzerttermine von Chapelier Fou (ohne Gewähr):

28.10.2010: Rockomotives, Vendôme
29.10.2010: Paul B, Festival Les Primeurs de Massy
30.10.2010: La Péniche, Lille
05.11.2010: Vinyl Club, Lausanne
06.11.2010: Le Brise Glace, Annecy
17.11.2010: Batofar, Paris
02.12.2010: Brasserie Sauvenière, Lüttich
03.12.2010: Atelier 2010, Brüssel
04.12.2010: Le Mail, Soissons
17.12.2010: Le Manège, Lorient
18.12.2010: La Fourmi, Limoges



 

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