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um
14:00
Konzert mit Ora Cogan mit Support Anna Vajna
in Karlruhe-Waldstadt
Datum: 1. Juni 2016
Dauer: 25 min + 45 min
Zuschauer: 17
Bisher kannte ich sie nur vom empfehlenden hörensagen (s.u.). So hatten wir im letzten Sommer arg versucht, zusammen zu kommen. Da war die Kanadierin Ora Cogan nämlich ganze drei Monate in Berlin. Leider lief dann doch alles in falsche Richtungen und damit auseinander. Umso schöner war, es, dass sich nun für den Anfang Juni 2016 abzeichnete, dass es endlich klappt und schließlich wurden daraus sogar zwei Termine an zwei unterschiedlichen Orten in Karlsruhe.

Obendrein mitgebracht hatte sie (als Bereicherung zu dem 2015 geplanten) den Briten Max Jones, der neben Akustigitarre und E-Gitarre zu spielen auch die E-Gitarre als E-Cello einzusetzen wußte. Das klang einfach herrlich und war für die Stimme, die Stimmung und die Lieder extrem passend. Schön war auch, dass nun endlich klappte, was auch schon länger "hinter den Kulissen" geplant war, nämlich dass Anna Vajna (die in Karlsruhe wohnt) ein kurzes Set ihrer Lieder beitragen würde. Sie hatte mir Demos geschickt, die mir total gut gefielen. Vor allem ihre Stimme, aber auch der Wechsel zwischen deutsch, englisch und spanisch als Sprache mit jeweils fesselnden Themen.
In der Livedarbietung war das noch um einige Spuren toller und spannender. Und wenn es auch "nur" fünf Songs waren, hatte sie doch alle ganz und gar für sich gewinnen können. Ein wenig in Erinnerung bleiben wird - neben der Musik - wohl auch das herzhafte hoch und runter stimmen für die verschiedenen Lieder ...
Setlist
01: Die Feder
02: Refugiado
03: Im Sturm
04: The promise
05: Dreh die Gedanken um
Anschließend nahmen Ora und Max die Bühne ein. Wir hatten uns auf Mini-Aufbau geeinigt. D.h. Cora sang und spielte akustisch Gitarre während Max in der Regel E-Gitarre spielte, die natürlich verstärkt werden musste. Für meinen Geschmack schuf das genau die richtige Art von Intimität, die genau zum Liedkosmos von Ora passt. Auffällig für mich - auch im Vergleich zum ersten Set - wurde, wie anders ihre Musik verortet ist. Da schimmern orientalische Verzierer und Melodien durch Volksmusik, in der noch die Wurzeln der first nation durchklingen. Das ist innig und wahrhaftig bis zum Schmerz, dunkel und fast wie ein Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Ein ganz besonderes Erlebnis - da hatten mir die Herren nicht zu viel versprochen.
Setlist:
01: End of Nowhere
02: Waterbound
03: Ground & Grave
04: Shine on
05: Repatterning
06: Disinformation (Buffy Sainte-Marie)
07: Katie Cruel
08: Sugar Baby
09: You're not free (Z)
Aus unserem Archiv:
Ora Cogan, Paris, 08.05.09
Ora Cogan, Paris, 07.05.09
Hörensagen
aktuellste Platte Shadowland anhören
lieinsound 2009
dasklienicum 2009
dasklienicum 2010
Interessant auch zu lernen: Es hätte schon am 02.05.2010 im Kohi ein Treffen geben können, aber da war ich noch nicht wirklich "angeschlossen"...
aktuelle Tourdaten:
20.05. Dijon - Maison Perrichet
21.05. Sarreguemines - Terminus Brasserie
22.05. Piacé le radieux, Bézard
23.05. La Cassette - Bordeaux
26.05. Valencia - George Best Club
27.05. Barcelona - Kasal de Joves de Roquetes
28.05. Galdakao - Kaiola Festibala
29.05. Toulouse - Les Pavillons Sauvages
31.05. Strasbourg - Le Diamant d'Or
01.06. Karlsruhe - Konzerttagebuch
02.06. Karlsruhe - Tom's
04.06. Berlin - Torstraßen Festival
05.06. Toiano - Villa Lena Festival
08.06. Aternino - Pescara
11.06. Reggio Emilia - Handmade Festival
17.06. Bologna - An Easy Night with.... c/o La Malvagio Inc.
18.06. Rimini - Caffe' Neon
um
01:51
Konzert: Ora CoganOrt: Ein Wohnzimmer in Paris, Oliver Peel Session # 4Datum: 08.05.2009Zuschauer: 18 + 1 KatzeKonzertdauer: 1 Stunde"Seriously?"
Aber natürlich war ich "Seriously" und meinte das mit dem Wonhzimmerkonzert ernst! Mir persönlich stellte sich eher die Frage, ob Ora Cogan die Sache "seriously" meinte.Nach dem wundervollen, aber leider sehr dürftig besuchten Konzert der Kanadierin im Konzertsaal Mains D'Oeuvres, das am 7. Mai in Saint Ouen vor den Toren von Paris stattgefunden hatte, kam ich mit der Singer/Songwriterin am Merchandising Stand ins Gespräch. Sie schien recht zerknirscht und enttäuscht zu sein, äußerte sich unzufrieden hinsichtlich Tonqualität des Sounds und war traurig, daß nur so wenige Leute zugehört hatten, als sie ihre betörend schönen Folksongs alleine auf ihrer Gibson vortrug. "That's because I'm not famous", folgerte sie sogar desillusioniert.Das zog mich regelrecht runter, denn ich persönlich war hingerissen von der Purheit und Serenenhaftigkeit ihrer wunderschönen Stimme, ihrem dezenten, aber effizienten Gitarrenspiel und von ihren intelligenten und reifen, sehr persönlichen Texten.
"Willst Du nicht in meinem Wohnzimmer spielen?", hörte ich mich selber sagen und ärgerte mich innerlich fast ein wenig über meine gewohnt forsche und direkte Art. Du kannst doch nicht eine Künstlerin, die einen randvollen Konzertterminkalender hat und demnächst in ganz Europa (inklusive Deutschland, Skandinavien, etc) auftreten wird, mit so etwas belästigen, ermahnte ich mich selbst. Wie würde die Angesprochene reagieren? Zunächst blickte sie verlegen nach unten und sagte ein paar Sekunden nichts. Kein gutes Zeichen, oder?! "How much time do you need to prepare such a session in your living room?", fragte sie aber plötzlich. Ich war wie vom Blitz getroffen, denn erstens dachte ich an eine solche Geschichte terminlich erst im Falle ihrer späteren Wiederkehr nach Paris (also in etwa im Herbst) und zweitens wußte ich, daß unsere Wohnung ziemlich chaotisch aussah und der Kühlschrank gähnend leer war. Was sollte ich jetzt sagen? Ich konnte doch keinen Rückzieher machen, wenn sie Bereitschaft zeigte, das Abenteuer einzugehen. Ich notierte ihr meine Adresse und sie kritzelte auf einem winzigen Fitzelchen Papier ihre Telefonnummer.
Meinerseits gab es jetzt kein zurück mehr, denn wenn ich so etwas in Aussicht stelle, dann will ich es auch durchziehen! Scheißegal war in dem Moment dann auch, daß ich eigentlich am 8. Mai Konzertticktes für 65daysofstatic in der Pariser Maroquinerie hatte, die mir letztes Jahr mit einem fulminanten Radio Protector das Livelied des Jahres beschert hatten. Weniger egal war mir allerdings, ob meine Frau am Freitagabend überhaupt da war. Ich brauchte sie unbedingt für die anfallenden Vorbereitungen!Beim Verlassen des Mains'Oeuvre verabschiedete ich mich noch einmal von Ora und den Mädels der Summery Agency, die nicht nur Ora, sondern auch andere tolle Künstler früh nach Paris und ganz Frankreich geholt haben (Samamidon, Anathallo, Crystal Stilts, The Pains Of Being Pure At Heart, etc.). "See you tomorrow!", rief ich ihnen zu. So recht wollte ich es trotzdem noch nicht glauben...Zu Hause angekommen, weckte ich erst einmal mein Frauchen. "Cécile Du musst mir morgen unbedingt helfen, eine Sängerin wird in unserem Wohnzimmer auftreten , alleine schaffe ich das nicht!" - "Was morgen schon?", schrie sie plötzlich hellwach. "Ja, morgen", sagte ich kleinlaut...Ich persönlich musste aber erst einmal E-mails an Freunde und Bekannte verschicken, um ein paar Leute zusammenzubekommen. Selbst bei längerer Ankündigungszeit ist das oft verdammt schwierig,
da die meisten immer verflixt gute Ausreden haben, um ihre Abwesenheit zu rechtfertigen. Vor allem aber: Was ist wenn die Leute antanzen und die Sängerin nicht kommt? "Sie kommt!", versicherte mir Folkfreak Mika, "sie hat den Termin noch mitten in der Nacht auf ihrer MySpace Seite eingetragen." Tastächlich: Ora Cogan, 8. Mai: Paris, House Show!, war dort zu lesen.
Um 19 Uhr holte ich die brünette Frau wie geplant in der Nähe der École Militaire ab. Sie saß im Park bei der Reiterstatue und genoß die herrliche Abensonne und den Blick auf den Eiffelturm. Mir fiel ein Stein vom Herzen, sie war tatsächlich gekommen! Ich hatte den ganzen Tag gerödelt, mächtig schwere Einkaufstüten durch die Gegend gebuckelt, mir fast den Rücken ruiniert, aber als sich sie sah, war das alles vergessen...In der Wohnung angekommen, machte ich sie mit der Umgebung und meinem schönen Kater vertraut, um sie ein wenig aufzulockern und die Nervosität zu senken. Meine Frau hatte ganze Arbeit geleistet, der Tisch war randvoll mit belegten Sandwiches bestückt.
Jetzt fehlten nur noch die Gäste und das Wichtigste: Die wunderbare Gibson Gitarre von Ora. Céline sollte sie mitbringen. Aber Céline ließ auf sich warten. Zum Glück trudelte sie aber doch irgendwann mit dem edlen Teil ein, war aber dennoch alles andere als relaxt, denn sie litt deutlich sichtbar unter einer Katzenallergie! Der Charme von Spontanevents! Wie sollte ich auch vorher mögliche Allergien meiner Gäste abklären?
Unter dem Gesichtspunkt "der Charme von Spontanevents" war dann auch die Tatsache zu verbuchen, daß der Verstärker knarzige Geräusche von sich gab. Angeblich war die Steckdose schuld, das Problem konnte aber nicht behoben werden, weil wir niemanden mit abgeschlossener Elektrikerausbildung unter den Gästen hatten.
Das knackende Geräusch sollte also das gesamte Konzert von Ora begleiten, aber die Künstlerin war so liebenswürdig, sich nicht über diese technischen Unzulänglichkeiten zu beschweren. Musiker sind Perfektionisten, daß weiß man und ich bin sicher, daß es für Mademoiselle Cogan sehr störend war. Für mich hatte das gelegentliche Knistern und Knartzen aber etwas von einer alten Grammophonaufnahme oder auch einer Vinlyplatte und irgendwie passte das seltsamerweise hervorragend zu der altmodischen Musik von Ora, die stark von traditionellen Folk-Gospel-und Bluessongs beeinflusst ist.
Wie schon im Mains d'Oeuvre startete sie mit Old Black Swan vom Album Tatter (2006, selfrelease) und alle hörten andächtig zu. Die Disziplin unter den Gästen war vorbildlich und man schenkte den melancholischen Gesängen von Ora die verdiente Aufmerksamkeit.Schon ab Lied Nummer zwei gab es dann die erste von insgesamt vier Coverversionen (wenn man die Traditionals als Cover gelten lässt). Sie stammte von Sister Rosetta Tharpe (1915-1973), einer legendären amerikanischen Blues/Soul und Gospelsängerin, auf die ich in den letzten Jahren durch ein Lied der Noisettes gestoßen bin (Sister Rosetta).
Die Auswahl eines Stückes von Sister Rosetta machte deutlich, daß Ora Cogan stilistisch nicht nur in der Folkecke zu verorten ist, sondern daß bei ihr auch eine ganze Menge Blues,- Jazz und Soulelemente einfließen. Letztlich macht sie schlicht und einfach zeitlose Musik. Deshalb fügte sich auch das klassische Songmaterial problemlos in ihre eigenen Kompositionen ein, auch die später performten Traditionals In The Pines und Katie Cruel wirkten keineswegs fehl am Platze. Ersatunlich, daß eine so junge Künstlerin (27 Jahre alt), eine solche reife Musikkultur hat! Wahrscheinlich liegt es auch daran, daß das Haus ihrer Eltern in Kanada als Aufnahmestudio genutzt wurde und dort ständig Musiker ein - und aus gingen. Schon mit zwölf Jahren soll Ora auf der Bühne gestanden haben. Diese Reife zeigt sich auch in ihrem Songwriting, in dem es textlich um Heimatlosigkeit,
unglückliche Liebe, mutterlos aufgewachsene Kinder, Einsamkeit und andere ernste Themen geht. Mit Sicherheit ist vieles davon autobiografisch, denn sie zog mit 17 Jahren zu ihrer Großmutter nach Israel, wo ihre Eltern her stammten, verließ aber das unsicher gewordene Land bald schon wieder, um auf eigene Faust durch Griechenland und andere Länder Europas zu pilgern, immer die Gitarre unter dem Arm. In dieser Zeit ist sie regelmäßig in Pubs aufgetreten, um sich durchzuschlagen. Ein bewegtes, sicherlich nicht immer leichtes Leben!Während der Zeit ihrer Tingeltour enstand das Songmaterial für ihre erste EP Sparrow (2005), heute aber kamen wir bereits in den Genuß eines neuen Songs, der auf dem 3. Album von Ora Cogan enthalten sein wird. Von dem aktuellen, zweiten Werk Harbouring spielte sie hingegen recht wenig,
mit dem traumhaften My Belle zelebrierte sie aber einen der schönsten Titel des Albums. Und als Zugabe spendierte sie mit Vatican City sogar auf meinen dringlichen Wunsch meinen persönlichen Lieblingssong des Albums. Ihr Stimme war so klar und rein wie ein Gebirgsfluss und das Gitarrenspiel melodisch und melancholisch gleichzeitig. Mit einer ganz subtilen Gestik entlockte sie ihrer Gibson mystische und dramatische Töne, die jetzt schon nicht mehr aus meinen Gehörwindungen wegzudenken sind. Hinzu kam ihre verträumte Mimik, ihr weltentrückter Blick beim Singen, ihre ganze Hingabe und Zartheit.Eine ganze Stunde Ora Cogan im heimischen Wohnzimmer,
eine trauhafte Session, die auch die bisher längste war.Mein herzlicher Dank gilt natürlicht Ora, aber auch den Mädels von der Summery Agency, den aufmerksamen Zuhörern und meinem Kater D'Artagnan, der sein ansonsten omnipräsentes Gemautze für eine ganze Stunde unterdrückt hatte.
Gelegenheit die Künsterlin live zu erleben, gibt es demnächst reichlich.Macht davon Gebrauch und seid gastfreundlich zu dieser warmherzigen, sensiblen Person! Sie ist mir jetzt schon sehr ans Herz gewachsen und gibt soviel Wärme und Liebe an ihr Publikum zurück.
Konzerttermine Ora Cogan: 09.05.2009: FFUS, Stuttgart10.05.2009: Kafe Kult, München12.05.2009: Garnison 7, Wien13.05.2009: Klub 007, Prag14.05.2009: Eszeweia, Krakau17.05.2009: Valentin Stüberl, Berlin18.05.2009: NBI (mit Au), Berlin19.05.2009: NBI (zusammen mit Au), Leipzig20.05.2009: Hasenschaukel, Hamburg22.05.2009: Festival Of Endless Gratitude, Kopenhagen23.05.2009: Krets, Malmö24.05.2009: Röhsska Musset, Götheburg25.05.2009: Landet, Stockholm31.05.2009: De Bliksem, Den Helder01.06.2009: SUB071, LeidenHier gibt es ein erstes Livevideo von Rockingparis. Ora Cogan spielt ein Cover von Gilian Welch. Merci, Angelo!Setlist Ora Cogan, Oliver Peel Session, Paris:01: Old Black Swan02: Heavenly Rest (Sister Rosetta Thorpe)03: Daisy04: The Great Grandfather (Bo Diddley)05: New Song06: Broke07: My Belle08: The Way09: Katie Cruel (Traditional)10: In The Pines (Traditional)11: Heavenly High12: Sugar Baby13: Vatican CityVideos: Ora Cogan live: Where Did You Sleep Last Night? (eigentlich In The Pines) Old Black Swan (miese Bildqualität, aber der Ton ist durchaus passsabel); Feeling Lost; live in Spanien, da stimmen Bild und Ton, empfehlenswert.
um
01:50
Konzert: Ora Cogan & Morningstar & AuOrt: Mains D'Oeuvres, Saint Ouen bei ParisDatum: 07.05.2009Zuschauer: ca 30Konzertdauer: ca 35-40 Minuten
Setlist Ora Cogan, Mains D'Oeuvres, Paris:01: Old Black Swan02: The Way03: Vultures/Blood Debt04: My Belle05: Shine06: Great Gran Pappy07: Your Not Free08: Daughter09: In The Pins10: Destroyer11: Vatican CityLinks:Videos von Ora Cogan, Mains D'Oeuvres:- Old Black Swan-
The Way-
My Belle-
Shine- Great Gran Pappy (Bo Diddley Cover)-
DaughterVideos von Au, Mains D'Oeuvres:Video 1Video 2Video 3Video 4Videos von Morningstar, Mains D'Oeuvres:Video 1Video 2Video 3Video 4