Montag, 5. Oktober 2015

Les concerts de la semaine à Paris du 5 au 11 octobre 2015

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Les concerts de la semaine à Paris du 5 au 11 octobre 2015


Plein de bons concerts cette semaine à Paris, avec la scène nationale aux Trois Baudets puis avec Les Great Lake Swimmers et Vetiver, deux superbes groupes au Pop Up Du Label. Et n'oubliez pas la jeune suédoise Jenny Lysander (photo) à la Loge, est est géniale !

05.10.2015: Halo Maud, Les Trois Baudets 
05.10.2015: Lady Lamb, Le Pop Up Du Label
05.10.2015: Lucy Rose, Social Club
06.10.2015: PIL et Aufgang, Le Trianon
06.10.2015: Bon Air, International

06.10.2015: Clara Luciani, Fishbach, Lucas Gabriel, Les Trois Baudets
07.10.2015: Marianne Faithful, Le Trianon
07.10.2015: The Vaccines et Kid Wave, La Cigale
07.10.2015: Pins et Joujou Jaguar, International
07.10.2015: Own Eerie, La Flaq, concert privé
07.10.2015: Corinna Repp, Espace B 
07.10.2015: Soirée Folk My Brain avec Dalva et White Note et She Owl, Alimentation Générale 
07.10.2015; Les Mercredi de la Cahnson avec entre autres Clio, Angora
08.10.2015: Great Lake Swimmers, Pop-Up Du Label
08.10.2015: Miossec et We Were Evergreen et Léonie Pernet, Café de la Danse
08.10.2015: Aline et H Bruns et Pharaon de Winter, La Cigale
08.10.2015: Bear's Den et Lisa Mitchell, La Maroquinerie
08.10.2015: The Handsome Family, Point Ephémère
08.10.2015: Eliott Jane, Le Truskel
09.10.2015: Frustration et BRNS et Twin Arrows, Le Hangar Ivry, Ivry-sur-Seine
10.10.2015: Showcase Bertrand Belin à la Fnac Ternes
10.10.2015: Yelle, Casino de Paris
10.10.2015: Vetiver, Pop-Up Du Label
10.10.2015: Jenny Lysander, La Loge
11.10.2015: Norma, La Mécanique Ondulatoire



Freitag, 2. Oktober 2015

Morrissey, Köln, 01.10.15

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Konzert: Morrissey
Ort: Palladium, Köln
Datum: 01.10.2015
Dauer: 90 min
Zuschauer: vielleicht 3.000 (nicht ausverkauft)



"Kunst, Kunst, Kunst!"* Morrisseys Begrüßung ist so typisch Morrissey. Ich stelle mir ein Gespräch mit dem Sänger enorm kompliziert vor, nichts, was ich jemals anstreben würde, sollte der Freizeit-Morrissey nicht vollkommen anders als der auf der Bühne sein. Er redet eben so, wie er schreibt. "I bought this book. - Learn German in 30 days. - 30 years ago. - I still have no idea! - You make it so difficult. - Why?" Ob sich sein "Kunst, Kunst, Kunst" auf den vorherigen Vorfilm mit Videoclips seiner Lieblinge, der mit Klaus Nomi** vom Band endete, bezog oder auf das, was folgen sollte, weiß ich nicht. Jeder ist in seiner eigenen Welt und Stephens ist die Wirrere.


Das Palladium war nicht ausverkauft. Leider wird es Jahr für Jahr etwas leerer in den Hallen. Diesmal waren die Balkone oben geschlossen, die Haupthalle vorne gut gefüllt, hinten aber wohl nicht mehr. Der saftige Eintrittspreis spielt da vermutlich eine Rolle (60 €)***. Aber in unserer musikalischen Biosphäre ist Morrissey der größte Star, der das rechtfertigt - eigentlich rechtfertigt schon What she said diese Summe. Die aktuelle Platte, die schnell wieder vom Markt verschwand, weil sein Label ihn rausschmiß (keine Ahnung, ob man sie streamen kann) und die weniger gut als die Vorgänger ist, ist bestimmt ein weiterer Grund. The bullfighter dies ist eben leider kein First of the gang to die. Und als wir uns nach dem Konzert über die drei guten Veränderungen im Vergleich zum Auftritt in Neu-Isenburg unterhalten haben (You have killed me, The world is full of crashing bores und Yes, I'm blind statt Istanbul, People are the same everywhere und One of our own) und darüber, auf was wir in Köln noch hätten verzichten können, waren das Oboe concerto (puh!), The bullfighter dies und Staircase at the university und das Didgeridoo bei World peace...



Morrisseys Band, die jeden Abend andere abgestimmte Outfits trägt (Kunst, Kunst, Kunst), steht natürlich im Schatten des Chefs. Ich merke das, wenn ich nach Konzerten die Bilder aussortiere. Dabei ist diese Ignoranz vollkommen unfair. 


Daß Boz Boorer fantastisch ist und vermutlich jedes Instrument beherrscht (aktuell Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und Oboe), hatte ich mitbekommen. Genau wie bei Jesse Tobias und Matt Walker. Aber auch die neueren Livemitglieder Mando Lopez (Bass) und Gustavo Manzur sind hervorragende Musiker und nicht bloß da, weil es ohne sie doof aussähe. Gustavo, der Keyboard, Akkordeon und Gitarre spielt, singt schon seit Beginn der World peace... -Tour beim Titelsong eine letzte Strophe auf Spanisch. Zur Zeit macht er das auch bei Speedway. Beiden Liedern steht das außerordentlich gut.


Die Setlist in Köln war vermutlich die beste, die gerade möglich ist. Morrissey spielt neben What she said Meat is murder und The Queen is dead von seiner alten Band, die drei Solo-Smashhits, die jeder hören will (Suedehead, Everyday is like Sunday und I'm throwing my arms around Paris) und wechselnde Stücke der alten Platten. Reader meet author, das in Neu-Isenburg gestern zum ersten Mal seit Jahren gespielt wurde, war wieder dabei, genau wie das orientalisch arrangierte I will see you in far-off places, Alma matters, Ganglord (mit Video voller Polizeigewalt gegen Menschen und Tiere) und Boxers (bei dem im Hintergrund das schwarz-weiß Bild eines Boxers**** hing, das auch zu Beginn schon die Bühne schmückte, bevor es von Bruce Lee abgelöst wurde). 


Bei den Songs, die jeder erwartet, war Everyday is like Sunday wieder bemerkenswert. In Neu-Isenburg war ich noch nicht ganz sicher, ob er wirklich den Text im Refrain abgewandelt hat. Er hat. "Everyday is like Sunday, tell me quando, quando, quando." Why? Den hat er wohl das ein oder andere Mal zu viel gespielt, scheint sich aber nicht trennen zu mögen. 


Ich mag mich von Morrissey auch nicht trennen wollen, es war nämlich schon wieder toll. Hoffentlich macht er das noch lange und immer wieder. Und wenn er von "gaga in Malaga" und "no mercy in Murcia" singt, kann ich ja leise "tell me quando, quando, quando" mitsingen.

Setlist Morrissey, Palladium, Köln:

01: Suedehead
02: Speedway
03: Ganglord
04: Alma matters
05: You have killed me
06: Kiss me a lot
07: Reader meet author
08: Oboe concerto
09: The world is full of crashing bores
10: World peace is none of your business
11: I'm throwing my arms around Paris
12: Everyday is like Sunday (kind of)
13: The bullfighter dies
14: Staircase at the university
15: Yes, I'm blind
16: I will see you in far-off places
17: Meat is murder (The Smiths)
18: Boxers
19: What she said (The Smiths)

20. The Queen is dead (The Smiths) (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Morrissey, Neu-Isenburg, 30.09.15
- Morrissey, Tilburg, 29.03.15
- Morrissey, Essen, 24.11.14
- Morrissey, Paris,27.10.14
- Morrissey, Lüttich, 05.07.12
- Morrissey, Dublin, 31.07.11
- Morrissey, Köln, 11.06.09
- Morrissey, Offenbach, 09.06.09
- Morrissey, Esch, 05.06.09
- Morrissey, Lille, 19.01.08
- Morrissey, Frankfurt, 12.12.06
- Morrissey, Paris, 25.08.06


* (oder "cunts, cunts, cunts"?)  
** denke ich
*** in der Euroleague spielt der FC ja gerade nicht

**** who?


Donnerstag, 1. Oktober 2015

Spark, Karlsruhe, 26.09.15

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Konzert: Spark - die klassische Band
Ort: Ausklang - Schloßgarten Karlsruhe
Datum: 26. September 2015
Dauer: 70 min
Zuschauer: mehrere Tausend


Es war schon ein besonderer Samstag Abend für mich. Der letzte Tag des Karlruher Stadtgeburtstags-Marathons, an dem ich mich so lange gerieben hatte, um dann doch Teile davon zu umarmen. Und dieser Abschied sollte nun also ausgerechnet von Spark eingeläutet werden, die ich sowieso sehr schätze und nicht etwa von einer vordergründig massentauglichen Musik (*). Die letzten Auftritte mit Spark, die ich miterleben konnte, lagen schon etwas zurück und dort hatten das Material ihres Volksmusik-geerdeten Albums Folk Tunes vorgestellt. So hatte ich mir vor meinem inneren Auge vorgestellt, dass es ein Cross-over von klassischen Instrumenten, modernen und frischen Stücken mit zwischendurch sehr archaisch tanzbaren Teilen geben würde und fand das eine wirklich gute Wahl für so einen Abend an dem man mit vielen Besuchern rechnet, die nicht extra für die konkrete Musik kommen, sondern für die Veranstaltung und das Abschied nehmen.


Der Abend verlief dann aber etwas anders. Andrea Ritter und Daniel Koschitzki mit ihren Blöckflöten in allen Größen und Lagen und die Streicher Stefan Glaus und Victor Plumettaz ließen sich diesmal von Julia Okruashvili am Flügel begleiten und hatten im Programm vor allem die Stücke ihres neuesten Albums Wild Territories. Und das ist über weite Strecken sehr viel stärker an zeitgenössischer experimenteller klassischer Musik orientiert und in meinen Augen nicht so einfach zugänglich. Zumal wenn man ja die Musik zum allerersten Mal im Konzert um die Ohren gehauen bekommt.


Die sprichwörtliche Spielfreude von Spark war selbstverständlich groß wie immer und so schafften es die fünf Musiker tatsächlich, ein dahergelaufenes Publikum mit ihrer Musik zu begeistern. Die Kinder fanden es durchaus tanzbar und im Publikum ging auch der eine oder andere Fuß im Takt mit. Es durfte gestaunt werden über die Bravourstücke mit den Subbassflöten und in der geplanten etwa einen Stunde auf der Bühne erklangen Candybox, Venetian Gondola Song, Beyoncé, Alpha Dog I & II,  und ein Telemann Presto mit nur sehr sparsamen Ansagen und Erklärungen unterbrochen zu tosendem Applaus.


Ich muss sagen, das hätte ich mir vorher nicht vorstellen können. Und natürlich musste dann auch noch eine Zugabe her. Zu meiner großen Freude war das letzte Stück  Nymans An Eye For Optical Theory - ein Lieblingsstück von dem mir so ans Herz gewachsenen Folk Tunes Album - in meinen Augen ein echter Reißer. Liebe Veranstalter lasst Euch das ins Herz schreiben - die Leute können gute Musik genießen, wenn man sie ihnen präsentiert.

(*) z.B. einer Coverband mit Hits der 80er, usw.



Tourdaten:
24.09. Gent Handelsbeurs Concertzaal
25.09. Limoges Place de la République
26.09. Karlsruhe, Pavillon
27.09. Warschau Teatr Wielki
27.09. Warschau Teatr Wielki
11.10. Den Haag Nieuwe Kerk
15.10. Grenoble Auditorium Du Musée
17.10. Weingarten, Walzbachhalle
18.10. Giengen an der Brenz, Walter-Schmid-Halle
24.10. Zeulenroda, Dreieinigkeitskirche
31.10. Karlsruhe, Büchele Luft- und Klimatechnik
19.11. Leverkusen, Schloss Morsbroich
26.11. Davos
28.11. Nizza C'est pas classique
29.11. Rapperswil Schloss




Aus unserem Archiv:
Spark, Karlsruhe, 23.02.13
Spark, Karlsruhe, 30.06.12
 



Konzerte in München - Oktober 2015

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die livepräsenz von bands bzw. künstlern hat an bedeutung gewonnen. dem wollen wir gern rechnung tragen, indem wir immer mal wieder etwas deutlicher hinweise auf entsprechende veranstaltungen geben. das können tourdaten einzelner künstler sein, aber auch wie heute übersichten nur für eine stadt. dass uns münchen dabei am herzen liegt, dürfte auf der hand liegen. gleichsam bemühen wir uns nicht um einen kompletten überblick, sondern picken uns die perlen heraus. wenn Ihr etwas ergänzt haben wollt, gebt bescheid oder nutzt die kommentarfunktion. (und bitte, verlasst Euch nicht auf die angaben hier, sondern lasst sie Euch vom veranstalter vorab bestätigen, danke!)


Wir danken Eike, der diese Liste mit Liebe zusammengestellt und hier veröffentlicht hat (dort gibt es auch viel zu hören).

01.10. destruction unit u.a., kafe kult
01.10. tim vantol u.a., milla
01.10. one sentence.supervisor u.a., glockenbachwerkstatt 
02.10. keston cobblers club, milla
02.10. paddy & the rats u.a., glockenbachwerkstatt
02.10. ohwhy, haus der kleinen künste
02.10. das weisse pferd / oliver gottwald u.a., feierwerk
02.10. the bevis frond / nektar, backstage club 
03.10. antun opic band u.a., milla
03.10. mats eilertsen trio, unterfahrt
03.10. red dons u.a., kafe kult
03.10. williams wetsox, oide wiesn
03.10. max stiller, cord
04.10. great lake swimmers, schreinerei
04.10. justin kauflin trio, unterfahrt
05.10. aidan knight, hauskonzerte
05.10. melvins u.a., hansa 39
06.10. josin u.a., hauskonzerte
06.10. tidemore, trachtenvogl 
06.10. go go berlin, hansa 39
06.10. big wreck, orangehouse
06.10. enchant u.a., kranhalle
07.10. radiation city, hauskonzerte
07.10. magnetic ear, import export
07.10. nathaniel rateliff, ampere
07.10. manu delago handmade, orangehouse
07.10. fred raspail, glockenbachwerkstatt
08.10. nick and the roundabouts, rationaltheater
08.10. the abercrombie quartet, unterfahrt
08.10. anti-pasti u.a., glockenbachwerkstatt
08.10. poppy ackroyd / carlos cipa, milla
08.10. nuage u.a., kafe kult
08.10. the casualties u.a., hansa 39
08.10. sean grant & the wolfgang, cord
08.10. french for rabbits, hauskonzerte
09.10. waltari, strom
09.10. hundling, import export
09.10. san antonio kid u.a., glockenbachwerkstatt
09.10. dobré u.a., milla
09.10. weekend u.a., freiheiz
09.10. tiger magic u.a., kafe marat
09.10. warning wally & ami, ampere
09.10. ton steine scherben, backstage werk
10.10. the phantom band, ampere
10.10. der englische garten u.a., milla
10.10. zwoastoa u.a., kranhalle
10.10. lila sterila, heppel & ettlich
11.10. alien ensemble, milla
11.10. we butter the bread with butter u.a., hansa 39
11.10. rich robinson, backstage club
12.10. ryan bingham, strom
12.10. dusko goykovich big band, unterfahrt
12.10. lasse matthiessen u.a., milla
12.10. the vaccines, backstage halle
12.10. pourelise u.a., glockenbachwerkstatt
13.10. shawn james and the shapeshifters, cord
13.10. soak, ampere
13.10. atmosphere, hansa 39
13.10. le very u.a., kranhalle
13.10. mini moustache, orangehouse
14.10. gin wigmore, strom
14.10. eivind aarset, unterfahrt
14.10. rvivr u.a., kafe kult
14.10. adam angst u.a., kranhalle
15.10. eugene ripper u.a., substanz 
15.10. wheatus, strom
15.10. alasdair roberts, unter deck
15.10. stereophonics, theaterfabrik
16.10. mobina galore u.a., kafe marat
16.10. born ruffians u.a., muffatcafe
16.10. jancee pornick casino, import export
16.10. brassick u.a., glockenbachwerkstatt
16.10. hellmüller trio, unterfahrt
16.10. young chinese dogs / the lion and the wolf, kranhalle
17.10. saun & starr, strom
17.10. my sleeping karma u.a., feierwerk
17.10. metric, theaterfabrik
18.10. jon spencer blues explosion, ampere
18.10. dagobert, kranhalle
19.10. low, ampere
19.10. terrible feelings, kafe kult
20.10. lance butters
21.10. allie / angela aux, cord
21.10. ana tijoux, ampere
21.10. embryo, rationaltheater
22.10. eric pfeil, unter deck
22.10. slowly rolling camera, ampere
22.10. oscar and the wolf, strom
22.10. jason serious, südstadt
22.10. 4 shades, milla
22.10. joseph myers / illute, glockenbachwerkstatt
23.10. der mann, strom
23.10. cassettes u.a., sunny red
23.10. outcasts u.a., import export 
23.10. grand griffon u.a., kafe marat
23.10. bamesreiter schwartz orchestra, milla
23.10. so not seventy u.a., glockenbachwerkstatt
23.10. dreiviertelblut, lustspielhaus
24.10. pink martini, philharmonie
24.10. rozi plain, hauskonzerte
24.10. robert landfermann quintett, unterfahrt
24.10. dave matthews band, zenith
25.10. ufo / red's cool, hansa 39
26.10. heymoonshaker, milla
26.10. milemarker, sunny red
27.10. oh lonesome me, trachtenvogl
27.10. ivan & the parazol, glockenbachwerkstatt
27.10. neues kollektiv münchen, ampere
27.10. brother & bones, milla
27.10. the parlotones, orangehouse
27.10. jeff denson trio + lee konitz, unterfahrt
28.10. björn kleinhenz and band, bunker
28.10. sales / wyoming, ampere
28.10. die aeronauten, kranhalle
28.10. ant-flag u.a., technikum
28.10. julia holter, kammerspiele
28.10. leafcutter john u.a., einstein kultur
29.10. algiers, strom
29.10. simply red, olympiahalle
29.10. empire escape, glockenbachwerkstatt
29.10. mumiy troll, hansa 39
29.10. rosenquarxpress, import export
30.10. dame, strom
30.10. the rollercostars u.a., milla
30.10. the ramonas u.a.,  kafe kult
30.10. flux / weiky, sunny red
30.10. ouzo bazooka, import export
31.10. tom james, cord
31.10. the seer, hansa 39
31.10. trad.attack, rationaltheater
31.10. heischneida / fainted fairie, import export



Morrissey, Neu-Isenburg, 30.09.15

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Konzert: Morrissey
Ort: Hugenottenhalle, Neu-Isenburg
Datum: 30.09.2015
Dauer: exakt 90 min
Zuschauer: vielleicht 1.200 (nicht ausverkauft)




"Everyday is like sunday, tell me quando, quando, quando." Da behaupte doch noch mal einer, Morrissey-Konzerte seien immer gleich...

Auf der Herbst-Tour 2014 hatte ich Morrissey zweimal gesehen, zwei neue Konzerte ein paar Monate später waren eigentlich nicht nötig, die Platte zur Tour hat zwar den schönsten Titel und ein tolles Cover, zählt aber nur gerade so zu meinen zehn Lieblings-Solo-Platten des Sängers. Eine erneute Tour kam für mich überraschend. Da aber seit Jahren die Drohung über den Konzertsälen schwebt, es könne die letzte sein (zuletzt ganz aktuell nach den England-Auftritten, weil Touren ohne Plattenlabel keinen Sinn mache), und weil es Morrissey ist, musste ich hin. Schwieriger war das Wo. Palladium oder Hugenottenhalle... uff. Bei Spielen Leverkusen gegen Gladbach weiß ich auch nie, zu wem ich weniger halte. Es wurde dann erst einmal die Hugenottenhalle in Neu-Isenburg, eine Mehrzweckhalle, die für Münz- und Eisenbahn-Messen perfekt ist, für Konzerte nicht so. 


Das Konzert begann vorgruppenfrei um Punkt acht mit dem obligatorischen Film, einer Sammlung von Musikvideos - oft in schwarz-weiß - von Künstlern, die der Sänger mag. Diese Filme werden ständig erneuert, viele der Videos waren für mich neu, obwohl ich im März zuletzt bei Morrissey war. Bei einem der neuen Videos gingen überall die Shazam Apps an, auch meine, es kannte wohl niemand Apossibly von The Apex Theory, einem "progressive metal power trio" (Wikipedia) aus LA, deren Musik so gar nicht zu Morrissey zu passen scheint. 


Nach gut einer halben Stunde Musikclips begann das Konzert bereits um halb neun. Morrisseys Begleitband trug diesmal bunte T-Shirts. Wie schon zuletzt stellten sich die sechs Musiker erst gegenüber einander auf und verbeugten sich. 

Der Abend begann mit Suedehead, es schien also wie üblich zu sein, daß es zwei Setlisten mit leichten Variationen gibt und die abwechselnd gespielt würden. Die Theorie war beim zweiten Lied erledigt, statt Alma matters spielte Morrissey Speedway, es war also doch überraschender als gedacht.


Bei einer Tour zur Platte liegt der Schwerpunkt natürlich (hier leider) auf deren Liedern. Statt Oboe concerto oder The bullfighter dies hätte ich viel lieber alte Lieblinge gehört aber gut... Die kleinen Schätzchen im Set gab es trotzdem. Reader meet author von Southpaw grammar hat Morrissey ewig nicht gespielt. I will see you in far-off places und Boxers sind wieder neu auf dieser Tour. Die besondere Überraschung hatte sich Stephen Smith aber für Everyday is like sunday aufgehoben. Der Hit hatte nämlich einen neuen Text. Die Halle sang die überlieferte Version, der Sänger eine alternative. Da gab es irgendwas mit "crumbles?" (vielleicht gab es Streuselkuchen beim Catering) und ein paar mal die Zeile "tell me quando, quando, quando!" Ob der Song ihm so zum Hals raushängt oder Morrissey generell miese Laune hatte? Keine Ahnung. 

Die drei wundervollen, leider aber nicht überraschenden Smiths Songs What she said, Meat is murder (mit neuem Aufklärungsfilm) und The Queen is dead kamen ganz zum Schluß.

Ob motzig oder nicht, das Konzert war toll wie immer. Der Sound war am Anfang flach, das geht aber in der Mehrzweckhalle deutlich schlechter.

Setlist Morrissey, Hugenottenhalle, Neu-Isenburg:

01: Suedehead
02: Speedway
03: Ganglord
04: Alma matters
05: Kiss me a lot
06: Reader meet author 
07: Oboe concerto
08: One of our own
09: People are the same everywhere
10: The bullfighter dies
11: World peace is none of your business
12: I'm throwing my arms around Paris
13: Everyday is like sunday (kind of)
14: Staircase at the university
15: Istanbul
16: I will see you in far-off places
17: Meat is murder (The Smiths)
18: Boxers
19: What she said (The Smiths)

20. The Queen is dead (The Smiths) (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Morrissey, Tilburg, 29.03.15
- Morrissey, Essen, 24.11.14
- Morrissey, Paris,27.10.14
- Morrissey, Lüttich, 05.07.12
- Morrissey, Dublin, 31.07.11
- Morrissey, Köln, 11.06.09
- Morrissey, Offenbach, 09.06.09
- Morrissey, Esch, 05.06.09
- Morrissey, Lille, 19.01.08
- Morrissey, Frankfurt, 12.12.06
- Morrissey, Paris, 25.08.06

(Foto: Archiv. Richtige später)


 

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