Dienstag, 19. Dezember 2006

Morrissey, Paris, 25.08.06

Konzert: Morrissey
Ort: Rock en Seine, Paris
Datum: 25.08.2006

Seit Jahren hatte ich gehofft, einmal Morrissey zu sehen. Nachdem ich einen Termin mit einem Konzert in Paris schon einmal kurzfristig absagen mußte, bot sich die Chance Ende August, als ich endlich meine Berlin-Pariser Freunde erstmals in Frankreich besuchte. An dem Wochenende war Rock en Seine, die vierte Ausgabe eines tollen Festivals am Rande von Paris. Und da stand Freitag abend Mozzer als Headliner auf dem Programm. Und obwohl vorher schon die Dirty Pretty Things, die Raconteurs und Kasabian aufgetreten waren, war das ein ganz großer Abend. Oliver und ich kamen eben von den Raconteurs, die auf der zweiten Bühne gespielt hatten. Oliver war noch unterwegs, ich schon vor der Bühne, als auf die Minute pünktlich Musik anfing, nämlich ein sehr schönes "You'll never walk alone" Cover. Kaum war das beendet, erschienen Morrissey und Band. Die Band war einheitlich in weiße Hosen und hellgrüne 70er Jahre Playboy-T-Shirts gekleidet.

Tja, und dann begann ein unfassbares Konzert. Mit "Panic" und "Irish Blood" war nach den ersten beiden Titeln schon alles egal. Neben mir stand eine Französin, die gut eine Stunde ein so glückliches Gesicht gehabt hat, wie man es selten sieht. Ich denke, sie hätte das selbe gedacht , wenn sie mich beobachtet hätte.

Morrissey war wahnsinnig gut gelaunt. Er erzählte von seinem Tag in Paris, von Einkäufen, von den Auflagen der Polizei, daß das Konzert püntlich beendet sein müßte und von Buffalo. Denn da im Staat New York gebe es keine Ironie. Er habe bei einem Konzert einmal das Publikum mit "Hello Paris" begrüßt. Am kommenden Tag habe in der Zeitung gestanden, Morrissey habe noch nicht einmal gewußt, wo er aufgetreten sei. "There is no irony in Buffalo. Be careful if you go to Buffalo!"

Das offizielle Ende hat er nicht eingehalten. Vor dem letzten Song "Now my heart is full" sagte er mehrfach, daß er damit die Verhaftung riskiere.

Das Konzert war in jeder Hinsicht perfekt. Meine Erwartung war sehr hoch und wurde übertroffen. Das Set war abwechslungsreich. Neben vielen Smiths-Songs und Solo-Klassikern kamen natürlich einige aktuelle Lieder. Und am Ende "Stop me" und "Now my heart is full" war originell und schön. Wie drei Zeilen vorher geschrieben: Perfekt.

Setliste:
01: Panic
02: Irish blood, English heart
03: Don't make fun of Daddy's voice
04: In the future when all's well
05: How soon is now?
06: Let me kiss you
07: At last I'm born
08: I will see you in far off places
09: The youngest was the most loved
10: To me you are a work of art
11: Girlfriend in a coma
12: You have killed me
13: I just want to see this boy happy
14: First of the gang to die
15: Stop if you think you've heard this one before
16: Now my heart is full


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