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Sonntag, 15. Juni 2008

Konzertrückblick The Duke Spirit, München, 29.05.08

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Konzert: The Duke Spirit

Ort: Atomic Café, München
Datum: 29.05.2008
Zuschauer: gut besuchte Veranstaltung
Konzertdauer: zu kurz


Die Vorzeichen für diesen Abend waren alles andere als gut. Der Arbeitstag wollte kein Ende nehmen, immer wieder landeten neue, wichtige, unaufschiebbare Aufgaben auf dem Schreibtisch, die Abfahrt Richtung München verzögerte sich zusätzlich aufgrund interfamiliärer Klärungsnotwendigkeiten und schließlich stellten wir auf der Hälfte der Strecke fest, dass die Konzertkarten noch an der Pinnwand unserer harrten. Also, umgedreht, Tickets vom kork gezupft und wieder ab auf die Strada. Erstes Glück des Tages war dann aber eine luftig befahrbare Bundesstraße und Glück nummero zwei: wir parkten mitten auf dem Odeonsplatz unsere Karre und zuckelten wesentlicher aufgeräumter als noch zu Beginn unseres Ausflugs Richtung Atomic Café. Die Luft war lau, das Volk hummelte harmonisch durch die Bilderbuchstadt und so langsam zog auch wieder Frieden in unsere Geister und die Besinnung auf einen entspannten Konzertabend bahnte sich ihren Weg in die Transzendenzen unserer Seelen.

Im Club war zu vorgerückter Zeit schon eine Menge los, denn Livingston spielten bereits auf und begeisterten einen ungewöhnlich großen haufen Frischlinge, will sagen Teenager der enthusiastischen Art. Dabei war das Programm der Londoner Band vor allem eines nicht: toll! Die Mischung aus Bon Jovi und Europe mit hymnischen Refrains und dazu einem selig grinsenden Sängers ob des frenetischen Jubels grenzte an Körperverletzung. Nach zwei oder drei Songs war das Drama für uns zum Glück beendet, die "Zugabe"- Rufe blieben für diesen Emo/Postrock Act unerhört.

Eine kurze Umbaupause später betraten die fünf von the Duke Spirit die Bühne und starteten durch. So kraftvoll und saftig der Sound der Band ist, so verschummert und dumpf kam er leider aus den Boxen. Die Mischung war nicht gelungen. Während sich das Schlagzeug noch wacker einen Weg zu den Ohren verschaffte und die Gitarren auf "laut genug" gedreht waren, musste man dem Bass schon entgegen gehen, ganz zu schweigen von der Stimme seines Bedieners, der für Backgroundgesang verantwortlich zeichnete, aber der Aufgabe aufgrund des schlechten Sounds nicht wirklich gerecht werden konnte. Dazu versackte im Brei auch immer wieder die Stimme von Liela Moss, zu der man aber auch ohne Umschweife ein paar Worte sagen muss. Ein Derwisch! ein Springinsfeld! Eine Schauspielerin! Eine Grazie! Eine Augenweide, ein Schmaus! Sie hatte Spaß am Singen, Vor- und Verführen, am lustvollen Darbieten, hielt immer irgend etwas in der Hand, sei es eine Rassel, Drumsticks, die als Klangkörper oder Lustobjekt herhalten mussten oder sei es eine Mundharmonika, auf der sie ihre Band begleitete. Ihre Stimme ist fest und straff wie die Haut eines jungen Menschen, ihre Stimme ist griffig und präzise wie der neue EM- Ball, ihr Organ ist eine Wucht!

Mit "Send A Little Love Token" und "Lassoo" und "Dog roses" und "Sovereign" begann das Set und nahm erst später wirklich Fahrt auf. Die Band kommunizierte kaum miteinander, wirkte eingespielt, arbeitete punktgenau und überaus präzise. Dies ist vor allem erwähnenswert, weil der überlagerte Gitarrensound immer stimmig und nie verschroben oder ungelenk klang. "Into The Fold" und "The Step And The Walk" folgten, die Brise wurde frischer und die Masse Mensch bewegte sich ausgelassener. Man spielte sich aufeinander ein. Die Freude der Band über den tanzenden und erregten Mob war unübersehbar. Neben einem Danke gab es auch manch erfrischendes Wort von Bandkopf Liela. Mit "Hello To The Floor" erklang dann der erste Song, der nicht vom aktuellen Album stammt und das Publikum dankte mit Johlen und Tanz. Doch mit "This Ship Was Built To Last" und " You Really Wake Up The Love In Me" kehrte the Duke Spirit wieder zum aktuellen "Neptune"- Album zurück. "Red Weather" und "Love Is An Unfamiliar Name" beendeten das Hauptprogramm. Die Band zog von dannen. Drei Zugaben wurden gewährt: zumindest "Wooden Heart" und "Neptune's Call" zählten dazu.


Live sind The Duke Spirit ein Erlebnis, weil sie saftigen Rock bieten, da klingen auch die zum teil mässigen Songs vom neuen album athletischer und erregter, memorabler und wendiger.


Wie immer im Atomic eine Katastrophe, dass das Konzert von der anberaumten Clubnacht beendet wird. Das Set war zu kurz.


Auf dem Heimweg liefen wir ein Stück gemeinsam mit Doris Dörrie, die sich in der Nähe des Nationaltheaters tummelte und später in der U-Bahn verschwand. Ich erzähle nicht, was sie trug und welches Wasser sie trank. Das interessiert keine Sau.


Von Eike vom Klienicum




Donnerstag, 21. Februar 2008

Duke Spirit, Cut Off Your Hands, Paris, 20.02.08

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Konzert: The Duke Spirit, Cut Off Your Hands

Ort: Le Nouveau Casino, Paris
Datum: 20.02.2008
Zuschauer: gut gefüllt



Zu dem heutigen Konzert im Nouveau Casino kam ich ein wenig wie die Jungfrau zum Kinde, nämlich rein zufällig. Beim gestrigen Konzert der Yolks im Motel hat mir ein Freund netterweise einen Einladung für The Duke Spirit zugesteckt, über die er verfügte. Ich nahm dankend an, obwohl mich auch Pluramon feat. Julie Cruise (Twin Peaks) im Divan Du Monde sehr gereizt hätten. Pünktlich machte ich mich also auf den Weg ins trubelige Oberkampff-Viertel, um nichts zu verpassen. Nach meinen Informationen sollten nämlich The Duke Spirit schon vor Cut Off Your Hands antreten und die energiegeladene Band um "Rockröhre" Liela Moss wollte ich mir nicht entgehen lassen.


Im Eingangsbereich des Nouveau Casino angekommen, wartete schon eine lange Schlange junger Menschen auf Einlaß. Heute schienen anscheinend alle Gäste auf irgendeiner Liste zu stehen, so daß ich mich fragte, was dann noch für die Gruppen hängenbleibt. Aber ich hatte nicht viel Zeit zu grübeln und traf etliche Bekannte, die wie immer brav auf der Matte standen. Mit ihnen verplauderte ich die Zeit, bis ich an der Reihe war. Es ging dann doch recht schnell und Schwupps hatte ich auch schon gleich zwei Eintrittskarten in der Hand. Den überschüssigen Karton verteilte ich großzügig an den Fotographen der auf englische Bands spezialisierten Webseite TheSoundofviolence. Auch drinnen dann Fotografenprominenz: Rod Le-hibOO und Robert Gil scharrten schon mit den Hufen, in der Erwartung abknipswürdiger Bands. Die ersten die dann dran waren, Daddy Longlegs aus Frankreich, waren zwar recht fotogen, aber musikalisch nicht wirklich erste Sahne. Das düstere Set der Pariser ging irgendwie an mir vorbei, ohne daß ich besonders in Stimmung kam.

Mit Cut Off Your Hands aus London (bzw. eigentlich Auckland, Neuseeland) wurde es aber im Anschluß merklich besser und flotter. Schon beim zweiten Lied sprang der gutaussehende und hyperaktive blonde Sänger von der Bühne ins Publikum. Es handelte sich aber nicht um Crowdsurfing im eigentlichen Sinne (und war so auch nicht beabsichtigt), denn die vorderen Reihen waren alle zur Seite gesprungen und im mittleren Gang hatte sich eine Schneise gebildet, durch die der Sunny-Boy mitsamt seinem Tambourin hin-und her eilte. Die anwesenden Fotographen bemühten sich nach Kräften diese Szene festzuhalten, aber ich selbst hatte meine Kamera zu spät gezückt. Es war ohnehin schwer, den Frontmann im Bilde zu behalten, der auf etwas affektierte Art und Weise sich und seinen gutgebauten Körper produzierte. Die gespielte Musik war ebenfalls sehr schnell und kernig, der Ausdruck Powerpop, den die Wahl- Engländer (Neuseeländer) auf ihrer MySpace - Seite selbst benutzen, traf es schon sehr gut. Das hatte was von den Pigeon Detectives, war aber unkonventionneller und wilder. Bei punkerigen Stücken, bei denen auch hineingeschrien wurde, waren auch Formierungen wie The Automatic nicht sehr weit. Das Stück "Close Eyes" wiederum erinnerte mich an die Dänen von The Kissaway Trail. Insofern also nichts wiklich Neues, aber man muß auch fairerweise sagen, daß es heutzutage verdammt schwierig ist, etwas Originelles zu schaffen. Irgendwie war halt allles schon einmal da...

Junge Typen wie das Quartett Cut Off Your Hands scheren sich aber zu Recht wenig um die Musikgeschichte, sondern spielen stattdessen munter drauf los. Diese Strategie bringt ihnen schon einige Aufmerksamkeit in England und Tourneen mit Does It Offend You Yeah und auch in Paris schlugen sie sich ordentlich und erhielten Applaus. Zuvor hatten sie zehn - für das Genre Punk-Pop typisch kurze - Lieder aus der Hüfte geschossen und dabei einige Schweißperlen verloren.





Setlist Cut Off Your Hands, Le Nouveau Casino, Paris:

01: Turn Cold
02: Expectations
03: When Last Time
04: You And I
05: The Witch
06: Oh Girl
07: It Doesn't Matter
08: On Blue
09: Still Fond
10: Closed Eyes

The Duke Spirit ließen dann zunächst eine Weile auf sich warten. Es war inzwischen schon circa. 22 Uhr 10 - spät für Pariser Verhältnisse - und noch immer wartete man vergeblich auf Musik. Die Engländer um die charismatische Frontlady Leila Moss hatte wohl Probleme bei der Anreise nach Paris gehabt. Eigentlich sollten sie sogar vor Cut Off Your Hands spielen. Das wäre allerdings aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt gewesen, denn die beste Band tritt nun einmal zum Schluß auf und das dies heute abend Duke Spirit waren, sollte schnell klarwerden...

Gewohnt explosiv (mit dem fetzigen "Send A Little Love Token" vom Neuling "Neptune") legte die blonde Bombe Leila los und prompt klickten sämtliche Kameras aller anwesenden Fotografen. Eine attraktive Frau an der Spitze zieht immer sämtliche Blicke auf sich, so ist das nun einmal und wird es immer sein. Sex, Drugs and Rock'nRoll, die immer gleiche Formel...

Drugs gab's keine, dafür aber den Rest und zwar in Form einer beckenkreisenden Leila und düster polternden Bässen und Gitarrenläufen.
Schon früh wurden 2 Lieder von der recht neuen EP "Ex Voto" gebracht, darunter das starke "Dog Roses", das man auch auf der MySpace Seite der fünfköpfigen Band anhören kann. Miss Moss spielte hierzu übrigens Mundharmonika und blies in exotisch aussehende Rohre. Das kam gut an und die Blondine war froh, daß die neuen Songs gefielen: "You liked the new ones?" - yes?- Oh, that's good".

Im Mittelteil dann auch Stücke vom Vorgänger "Cuts Across The Land"; "Lion Rip" rockte wie Hölle und vor allem die Freundin von Fotograf Robert Gil ging ab wie Schmidt's Katze. Genau wie ich steht auch sie auf diesen düsteren, schweren Wüstenrock im Stile der legendären Gun Club, die The Duke Spirit auch passenderweise zu ihren Top-Friends bei MySpace zählen. Insofern stilistisch nicht sehr englisch was die Briten boten, aber mich störte das nicht im Geringsten. Im Gegenteil! The Duke Spirit könnten also ohne weiteres auch bei einer der Dessert Sessions von Josh "Queens Of The Stone Age" Homme teilnehmen.

Besonders sinnlich und sexy war gegen Ende auch noch "Love Is An Unfamiliar Name", das noch einmal Leben in das oft etwas unterkühlte "Nouveau Casino" brachte. Leila fegte über die Bühne, stöhnte "ououh" und die Herren der Schöpfung ließen ihre Gitarren aufheulen, das es eine helle Freude war. Mit "Into The Fold" war dann leider Schluß, aber es gab mit dem Titeltrack des alten Albums "Cuts Across The Land" immerhin noch eine hochkarätige Zugabe.


Setlist The Duke Spirit, Le Nouveau Casino, Paris:

01: Send A Little Love Token
02: Lassoo (Ex Voto EP)
03: Dog Roses (Ex Voto EP)
04: Sovereign
05: Step And The Walk
06: Lion Rip
07: This Ship Was Built To Last
08: Red Weather
09: Love Is An Unfamiliar Name
10: Into the Fold

11: Cuts Across The Land



Freitag, 29. Juni 2007

Rückblick 1: Wireless Festival, London, 17.06.07

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Konzert: Wireless Festival

Ort: Hyde Park, London
Datum: 17.06.2007
Zuschauer: 20.000


Neben den glänzenden Konzerten der Good Shoes, der Editors und der Kaiser Chiefs, traten am Schlußtag des Wireless Festivals noch einige namhafte aber auch viele (noch) unbekanntere Bands auf. Die erste Band des Tages waren für mich die Films aus North Carolina, im im letzten Jahr schon die Kooks in Köln supportet hatten. Damals war ich sehr angetan, vor allem aber überrascht, weil die Band so englisch klingt. Die CD erschien kurze Zeit später, hatte ein scheußliches Cover und einen langweiligen Inhalt. Daher war ich wenig objektiv, als ich die Films in London auf der zweitgrößten Bühne (im Zelt) sah. Der Auftritt war aber ok, abgeschlossen vom wirklich tollen "Black shoes". Irgendwann höre ich mir die Platte noch mal an. Auf der Hauptbühne standen anschließend Under the influence of giants aus Los Angeles. Die Band wird wohl mit den Scissor Sisters vergleichen. Ich kann das nicht musikalisch aber wohl, was die Wirkung auf mich angeht, nachvollziehen. Das war nichts - aber glücklicherweise auch schnell wieder vorbei. Als nächste standen dann die Figurines aus Dänemark auf dem Programm. Das war wieder deutlich mehr, vielleicht, weil ich Ash mag, und mich die Figurines immer wieder an Ash erinnerten. Anschließend - wieder im XFM-Zelt - der Überraschungshit des Tages: Los Campesinos! Die Band aus Wales erinnerte in Stärke und Instrumentierung an Belle & Sebastian (dazu gehörten der Sänger, ein Schlagzeuger, zwei Gitarristen, eine Bassistin, eine Violinistin und eine Keyboarderin). Wegen der vielen Musiker, und weil alle singen, hat die Musik einen unglaublichen Klang, es bimmelt immer wieder ein Glöckchen - oder ein ganzes Glockenspiel. Dabei entstehen phänomenal gute Pop-Melodien. Herausragend war das Abschlußlied "You! Me! Dancing!", ein riesiger Hit! Aber es bedurfte nicht dieses Aufrufs, um das gut gefüllte Zelt in Bewegung zu bringen. Fabelhaft! Die absolute Entdeckung des Festivals! Die Campesinos haben im Juni ihre erste EP veröffentlicht und werden ab Oktober in England touren. Das Album soll dann 2008 erscheinen. Nach den folgenden Good Shoes, kamen dann parallel The Duke Spirit und Mumm-Ra. Ich beschloß, mir erst Mumm-Ra und dann noch ein, zwei Lieder von Duke Spirit anzusehen. Mumm-Ra werde ich sicher dieses Jahr auch noch in einem richtigen Konzert sehen. Die Band aus Bexhill on sea hatte zwei Wochen vorher ihre erste Platte veröffentlicht, auf der einige Hits sind, u.a. die Singles "What would Steve do?", "Out of the question" und "She's got you high" aber auch das großartige "Song B". Zurecht spielten Mumm-Ra (wie spreche ich einen Band-Namen aus - Teil 2: "Mamra", nicht "Mamray") auf der großen Bühne, vor mittlerweile ordentlich vielen Zuschauern. Sänger James (mit "I love Hate"-T-Shirt) bewegte sich auch auf der riesigen Bühne, als sei das das Normalste für eine junge Band. Und seit dem Tag danach gehört die CD "These things move in threes" auch mir. Wegen der großen Neugierde (und nicht wegen der blonden Sängerin) bin ich aber dann wie geplant noch zu Duke Spirit gegangen (nicht zu verwechseln mit Duke Special, das ist der Nordire mit den verfilzten Haaren und den schönen Melodien). Duke Spirit spielen Garagen-Rock, vielleicht Grunge und hätten meine objektive Aufmerksamkeit gehabt, hätte Oliver nicht gesagt, daß ihn Sängerin Liela Moss (welch ein Name!) an Doro Pesch erinnere. Danach war meine Fähigkeit, unvoreingenommen zuzuhören, weg (vor allem, weil mir immer noch vor dem geistigen Ohr eine Nationalhymnen-Interpretation von Doro herumquäkt, die ich im Leben niemals vergessen werde). Mein guter Vorsatz: Liela noch mal neutraler zuhören. Denn nach Alfons Schuhbeck: Ganz schlecht war's nicht! Schlechter als erwartet war dann die Show der Cribs. Ich hatte schon oft von der Livequalität der Band (drei Brüder) aus Yorkshire gehört. Mich hat das an diesem Festivalsonntag nicht vom Hocker gerissen. Aber irgendwas muß ja dransein, schließlich nannten auch viele Bands (nicht nur die Kumpels der Cribs, nämlich die Kaiser Chiefs), den Auftritt vorher als Highlight des Festivals. Also gilt auch hier: Ich gebe mir und denen eine neue Chance. Durch den schlechten ersten Eindruck zwischen uns, hatte ich aber Gelegenheit, ein zweites überraschend tolles Highlight mitzubekommen: The Little Ones aus Los Angeles. Die zwei Lieder, die ich von den Kaliforniern mitbekam, haben mich dann wirklich umgehauen. Das war toll! Nicht das Umgehauenwerden, die Musik, die sicher an die Shins aber auch an die Beach Boys erinnert. Wow! Leider war ich dann aber wieder im Wechselstreß, denn The Twang sollten folgen. Deren Auftritt verzögerte sich um zehn Minuten, ich hätte also bei den Little Ones bleiben können, das wußte ich aber eben nicht. Vor dem XFM-Zelt, in dem The Twang auftreten sollten, standen schon irre lange Schlangen. Unverkennbar gehörte die Band aus Birmingham zu den meistbeachteten des Festivals. Ich kam mit viel Glück noch rein, stand auch pünktlich ziemlich weit vorne, dann dauerte aber leider alles viel länger. Und ich wollte die Editors nicht verpassen. Sehr doof. Aber ich bekam noch zwei Lieder von The Twang mit, u.a. die Single "Either way". Live sind The Twang brillant! Ich habe darüber schon einmal ausführlicher geschwärmt, als sie James supportet haben. Und es ist mir vollkommen egal, daß die Stimme des Hauptsängers nach Fish von Marillion klingt. Pfff! Die beiden Sänger schlendern über die Bühne, singen, egal ob da gerade ein Mikro ist oder nicht. Zur Not ist ja der zweite da, der einspringt. Und das ganze Zelt gröhlte mit. Danach kamen mit den Editors und den world famous Kaiser Chiefs noch die bereits geschilderten Highlights und beschlossen ein wirklich tolles Festival.

Links zu anderen Berichten vom Wireless Festival:

- Good Shoes
- Editors
- Kaiser Chiefs



 

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