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Dienstag, 31. Dezember 2013

Sea of Love, Dresden, 29.12.13

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Konzert: Sea of Love in großer Besetzung (EP Release Konzert)
Ort: Societätstheater Dresden
Datum: 29. 12. 2013
Dauer: 60 min
Zuschauer: etwa 120 (ausverkauft)

 

Vor etwas mehr als 2 Jahren war ich wegen Haruko und Sea of Love auf die Idee verfallen, dieses seltsam geheimnisvolle Sound of Bronkow Festival in Dresden zu besuchen. Vielleicht eine meiner besten Entscheidungen pro und kontra Konzertbesuche. Trotzdem klingt es in den Ohren kundiger Menschen wahrscheinlich einigermaßen verrückt ausgerechnet die beiden dafür verantwortlich zu machen, denn das Lineup war ausgesucht und auch mit wohlbekannten Namen bestückt.


Aber Haruko und Sea of Love haben eines gemeinsam: Man bekommt zu selten die Gelegenheit sie live zu erleben. Deshalb musste ich in Dresden dabeisein. Nun ist einige Zeit ins Land gegangen, aber diese Situation hat sich nur wenig verbessert. Immerhin habe ich Sea of Love inzwischen einmal halb im Hafen 2 in Offenbach sehen dürfen und ein weiteres Mal diesen Sommer beim Bronkowsound. Und Haruko beim Soundcheck im Intersoup in Berlin und dann in meinem Wohnzimmer diesen Herbst (zwischen den Zeilen ist das ein Bericht über Pleiten, Pech und Pannen in der Vergangeheit...)


Als nun als Jahresendoption das besondere Konzert mit Sea of Love am Horizont erschien, wusste ich sofort, dass ich nur zu gern dabeisein würde. Es passte so vieles: Das vertraut schöne Societätstheater, die Mitmusiker auf der Bühne, der Termin und natürlich die Gelegenheit, Sea of Love einmal ganz in Ruhe und ausführlich zu sehen! Außerdem habe ich ja hier im Konzerttagebuch schon öfter die Werbetrommel für die schöne Dienstagskonzertreihe im Dresdner Soci gerührt. Manchmal muss man ja seinen eigenen Rat auch befolgen, um glaubwürdig zu bleiben.


Am Abend selbst war das Konzert ausverkauft und im Foyer lag eine gespannte Erwartung in der Luft. Natürlich kamen auch viele Freunde und Verwandte und Mitstreiter vom K&F-Label. Alles sehr familiär und warm. Gerade recht für mein Gefühl so zwischen Weihnachten und dem Neuen Jahr.


Auf der  Bühne fanden wir einen Barhocker in der Mitte, das Schlagzeug etwas versteckt hintern rechts, davor eine Gitarre und vorn links ein Keyboard vor. Und tatsächlich gab es keinen Supportact, sondern der Abend begann sehr zurückgenommen mit Marie-Sophie Kanske allein am Keyboard. Man hätte die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören können, so gebannt hing ihr das Publikum an den Lippen.


Das änderte sich über den Abend. Marie-Sophie Kanske wechselte zum Mikro am Barhocker und wurde von fünf weiteren Musikern unterstützt. Neben dem vertrauten Christian Grochau (der Fuchs am Schlagzeug) waren Philipp Makolies und Ludwig Bauer (sonst unterwegs als Lestat Vermon) und die Stimmen von Cornelia Mothes und Tina Rank dabei.  Und das Ergebnis dieser Zusammenarbeit auf der Bühne waren Stücke zwischen friemelig soundbastelig bis kurz vor Krachmusik in vielen verschiedenen Facetten funkelnd dabei. Natürlich waren es unzweifelhaft die etwas melancholischen Lieder von Sea of Love, mit der vertrauten und besonderen Stimme und Stimmung, aber neu ausstaffiert und zurechtgemacht sah und hörte ich einige Dinge wie neu. 


Ein perfekt gelungener Jahresabschlusskonzertabend, der darüber hinaus auch noch mit viel Lachen, und persönlichen Gesprächen zu Ende ging.

Es blieben nur drei Wünsche offen:
1) noch mindestens 30 weitere Minuten Konzert
2) die Backvokals hätte ich gern mehr gehört und gesehen
3) beim nächsten Dienstagskonzert im Soci dabeisein zu dürfen.



Setlist:
1: Tell me
2: So loud
3: Give me a chance
4: Wait a little while
5: Go
6: Where do you go
7: My world
8: About
9: Tired

10: You (Z)
11: Like throwing pebbles into the sea (Z)

Aus unserem Archiv:
Sea of Love, Offenbach, 28. Juli 2012
Sea of Love, Dresden, 31. August 2013

Das Klienicum zu den beiden EPs von Sea of Love:
Neue Töne vom 12. Dezember 2013 
Neue Töne vom 4. Januar 2013

Vorschau auf Kommendes im Soci:
Di  14.01. BRUNO BAVOTA (IT)
Di  21.01. THE STRIVING VINES (DK)
Di  04.02. AFENGINN (DK)
Di  11.02. GOLDEN KANINE (SWE)
Sa  22.02. NILS FRAHM (D)
So  23.02. BUGGE WESSELTOFT (NOR)
Di  04.03. GUÐRIÐ HANSDÓTTIR (FÄRÖER INSELN) 

               THERESE AUNE (NOR)
Di  18.03. RUE ROYALE (USA) in Planung  

                FERAL & STRAY (CAN)
Di  08.04. CHANTAL ACDA (BE)


Montag, 2. September 2013

Sound of Bronkow Festival - Tag 2, Dresden, 31.08.13

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Meine Konzerte am 2. Tag des Sound of Bronkow Festivals: 
   No king no crown (35 min)
   Lùisa (45 min)
   Richard Walters (45 min)
   Sea of Love (50 min)
   O Emperor (50 min)
   Brokof (45 min)

Ort: Societätstheater in Dresden
Datum: 31. August 2013


Traditionell findet am Festival-Samstag und -Sonntag ein großer Teil des Programms im Garten des Societätstheaters statt. Zu diesen Konzerten sind alle sogar ohne Eintritt und Festivalbändchen herzlich eingeladen. Stets entsteht dabei eine Athmosphäre wie bei einem freundlichen Familientreffen. Die kleinen tanzen vor der Bühne, alt und jung mischen sich im Publikum auf dem Rasen vor der Wiese und auf den Bänken. Mit dem schönen Wetter in unnachahmlicher Heiterkeit. Ich war ab 15 Uhr dabei und hatte damit schon Richard Elms verpasst. Aber der Garten war auch schon so früh am Festivaltag sehr gut besetzt.



Ein Grund, weshalb ich mich so sehr auf das diesjährige Festival gefreut hatte, war der angekündigte Auftritt von Binoculers. Leider musste der am Freitag krankheitsbedingt abgesagt werden. Es spricht aber für die Qualität der Dresdner Musikszene, dass sich von heut auf morgen ein sehr guter "Ersatz" fand in dem Singer Songwriter No king no crown. Er spielte ein sehr sympathisches und grundsolides Programm. Das Lied, was bei mir gerade die meisten Herzenssaiten zum Schwingen brachte, war This goodbye isn't forever wo in aller Herzenswärme die Abschiede mit einem langen Auslandsaufenthalt erst hier - dann da - zum Thema wurden.

Setlist:
1) With ease
2) Heart to escape
3) Homesick
4) Graceful Covered
5) A challenge has been set
6) This goodbye isn't forever
7) Trapped in life




Lùisa haben wir im Konzerttagebuch in den vergangenen zehn Monaten intensiv begleitet. Außerdem sind mir alle Künstler, die schon in unserem Wohnzimmer zu Gast waren natürlich ganz besonders ans Herz gewachsen. Insofern war auch der Auftritt hier im Festivalgarten eines meiner Highlights in der Erwartung auf das Wochenende. Leider löste der Auftritt diese hohen Hoffnungen nicht ganz ein, was aber zum großen Teil am Sound lag. Erst schepperte es total und auch später war die Stimme von Lùisa nicht genug herausgestellt gegen das Schlagzeug. Die Temperatur der Musik war deutlich rockiger als ich es kannte. Das kann ihr mit ihrer Rockstimme eigentlich sehr gut stehen, funktionierte hier aber für mich noch nicht so zündend. Das Publikum im Garten war aber mit anfeuerndem Applaus nicht geizig und war mit Lùisas freundlicher Art und den Liedern sehr gut unterhalten.


Setlist:
1) Against millions of clouds
2) La cause
3) Springainair
4) The Wolf
5) Heart-made failure
6) L'hiver en Juillet
7) Belong
8) The moor
9) Cut loose 



Richard Walters musste ich kürzlich im Nuncafé in Karlsruhe verpassen. Umso erfreuter war ich, dass ich das kennenlernen nun in Dresden nachholen konnte. Er saß schon den ganzen Nachmittag unscheinbar im Publikum und kam dann zu gegebener Zeit einfach mit seiner Gitarre auf die Bühne. Der Soundcheck war eins-fix-drei erledigt. Er hatte eine total nette Art, das Publikum in den Zwischenansagen um den kleinen Finger zu wickeln: Warum denn bittesehr Dresden nicht deutsche Hauptstadt sei - es wäre doch viel netter als Berlin. Oder die Beschreibung, dass er bei einem abgefahrenen Festival in einem Friseursalon gespielt hätte - das sei doch wie einen Beinamputierten in einen Hosenladen zu schleppen. Schließlich erbat er sich ein Whoop für das Treffen der hohen Töne, was wir ihm nicht abschlagen konnten. 

Besonders seine sehr ruhigen Balladen brannten sich mir ins Herz. Die Verwendung eines seiner Trennungslieder in der US-amerikanischen Fernsehserie Criminal minds stellte er so bildhaft vor Augen, dass mir ein verstohlenes Tränchen lief. Gegen 18 Uhr musste er sich dem Angelusläuten für einige Minuten geschlagen geben, aber das erhöhte den Charmefaktor des Auftritts eher noch.

Setlist:
1) Blossom
2) True love will find you
3) Tomorrow begins
4) Whan you gonna come back
5) Infinity street
6) Walli softly stronger
7) The escape artist
8) Snowdrifts
9) Elephant in the room
10) Dead end loner
11) Spirit of the stairway 


Sea of love hatte ich zum ersten Mal vor zwei Jahren beim gleichen Festival gesehen und mich in ihre Musik verliebt. Seitdem hat es mit Konzerten und uns nicht so gut geklappt, deshalb war auch ihr Auftritt im Garten ein muss für mich. Selbst wenn zeitgleich Mire Kay im kleinen Saal auftreten würden! Unter den vorn tanzenden Kindern war eine deutliche Faszination mit dem Fuchs am Schlagzeug zu beobachten und Marie-Sophie Kanske musste immer wieder lächeln, wenn wieder einer besondere Faxen machte. Mein Höhepunkt des Programms war der Song Don't be afraid of the dark und die Ankündigung, dass es im November eine EP geben wird. Leider war auch in diesem Set die Frauenstimme längst nicht so prominent, wie es nötig gewesen wäre.


Die Abendstunden brachten für mich noch O Emperor im großen Saal und Brokof im Foyer. Beides grundsolide und sympathische Sets, die vom Publikum jeweils sehr enthusiastisch und freundlich aufgenommen wurden. Ich war schon etwas müde und wohl auch nicht mehr so aufnahmebereit, weshalb ich dann auch das Set 22 Uhr nicht mehr abwartete.


Das Fazit des Tages im Rückblick waren viele sehr sehr positive und freundliche Sets und eine wunderbare Festivalstimmung. Allerdings leider keine hervorstechenden oder überraschenden Künstler und etwas Enttäuschung, dass die Sets mit den Frauenstimmen irgendwie alle nicht so recht überzeugen konnten in der Tonabstimmung vor Ort.



Mehr Bilder:



Aus unserem Archiv:
Sound of Bronkow 2012 Tag 3
Sound of Bronkow 2012 Tag 2
Sound of Bronkow 2012 Tag 1 
Sound of Bronkow 2013 Tag 1 
Brokof, Karlsruhe, 23.02.12
Lùisa, Mannheim, 10.12.12
Lùisa, Berlin, 11.12.12
Lùisa, Karlsruhe, 25.02.13

 

Montag, 30. Juli 2012

Sea Of Love, Offenbach, 28.07.12

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Konzert: Sea of Love
Ort: Hafen 2 in Offenbach
Datum: 28.07.2012
Dauer: 20 von ??min
Zuhörer: vielleicht 100


Nach Christophs Maxime zählen nur halb erlebte Konzerte nicht. Deshalb musste ich erst ein bisschen mit mir selbst beratschlagen, was ich mit dem fast verpassten Konzert von Sea of Love im Offenbacher Hafen 2 nun mache. Aber schließlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass

1) das Erlebnis an und für sich berichtenswert ist
2) der Offenbacher Hafen 2 hier eine positive Erwähnung finden sollte
3) Sea of Love ans Herz gelegt gehören.

Somit schreibe ich nun einen Beitrag für das Konzerttagebuch, der kein Bericht über ein Konzert im eigentlichen Sinn ist (Warnung!).

Marie-Sophie Kanske aus Dresden ist musikalisch schon länger in mehreren Projekten unterwegs. Im Sommer 2011 war ich der CD ''Grey'' ihres Projektes ''Sea of Love'' im Internet begegnet und die hatte mich verzaubert. Es passiert äußerlich wenig auf diese Platte. Es gibt die sehr charakteristische Stimme und eine Gitarre und alle Zeit der Welt und ganz am Schluss muss man sich irgendwie die Augen reiben um wieder im Alltag anzukommen. Dabei ist nichts süßlich oder zart, eher ein bisschen kantig und zerbrechlich und vage. Hier kann sich jeder selbst ein Bild machen!
Es fügte sich dann auch noch, dass ich sie live in Dresden beim bezaubernden Sound of Bronkow Festival im Garten des Societätstheaters erleben konnte (und die CD erwerben und ein paar Worte wechseln)(*)

Es gibt nur sehr selten die Möglichkeit, dieses Erlebnis zu wiederholen und sie im Konzert zu erleben. Deshalb war ich ein bisschen traurig, dass ich die Möglichkeit in Heidelberg am 21. Juli vorbeigehen lassen musste (ich hatte freilich auch ein schönes Programm an dem Tag beim Phono Pop).

Glücklicherweise ließ es sich nachholen mit ein bisschen mehr Aufwand: in Offenbach am Samstag, 28. Juli ab 19:30 Uhr. Bei schönem Wetter im Freien, sonst im Café. Damit hatte meine innere Mahnerstimme einen schweren Stand (die sagte: drei Stunden hinfahren, drei Stunden zurück für vielleicht 60 min Konzert ist bescheuert), denn es war eine zweite Chance und vielleicht die letzte für eine ganze Weile und sicher würde es ein wunderbarer Sommerkonzertabend...
Am Samstag selbst sah es mit dem Sommerabend nicht gut aus. Eine Gewitterfront nach der anderen zog durch den Süden der Republik. Aber sicher wäre auch das Café ein netter Ort für das Konzert und ich war schon zufrieden, als ich 17:00 Uhr trocken die 6 km zum Hauptbahnhof in Karlsruhe hinter mir hatte. Es blieb aber freundlich! Die Fahrt am Odenwaldrand hinauf in den Norden war sehr schön und auch in Offenbach fand ich bei schönstem Wetter meinen Weg in den Hafen und schließlich die Band beim Soundcheck im Café. Leider hatte ich da auch schon EIN Schild gesehen, auf dem als Anfangszeit für das Konzert 20:30 Uhr stand (auf allen anderen Plakaten stand 19:30 Uhr) auf Nachfrage wurde mir diese spätere Zeit bestätigt (obwohl kurz nach 19:30 Uhr der Soundcheck abgeschlossen war). Ich verbrachte die Zeit mit einem Bummel über das Gelände, das wirklich wunderschön ist und sehr einladend. 20:15 Uhr kam auch die Band zurück, aber nur, um die Instrumente doch noch nach draußen zu tragen und dort alles aufzubauen. Man begann wohl dem schönen Wetter zu trauen. Damit verzögerte sich aber der Beginn auf etwa 21:00 Uhr. Meine S-Bahn fuhr 21:37 Uhr in etwa 15 min Entfernung.
Daran war nix zu rütteln und ich musste schon froh und zufrieden sein, dass es zwischen dem Konzert und meinem Aufenthalt im Hafen 2 einen nichtleeren Durchschnitt gab. So kann ich aus eigener Anschauung immerhin so viel berichten:

Sea of Love sind jetzt als zwei Musiker unterwegs. Es gibt Unterstützung am Schlagzeug, die mir gut gefallen hat. Die Musik passte wirklich wunderbar in den Sommerabend und die heitere Stimmung.
Aber mit Beginn des Konzertes waren die ersten dunklen Wolken herangezogen und es nieselte ein wenig. Ich weinte innerlich auch ein bisschen. Ich gebe meinem inneren Mahner so ungern recht. Es war wirklich bescheuert, so weit zu fahren...

Aber: Sea of Love sind wirklich sehens- und hörenswert und der Hafen 2 ein toller Ort für Kultur!

Videos mit Frau Kanske und dem Schlagzeuger-Fuchs finden sich hier!

Nächster (bisher einziger weiterer ?) Konzert-Termin von Sea of Love:
28.09.12 Dresden, Schwarzer Salon

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(*) Sehr zu empfehlen auch im Jahr 2012 vom 31. August -2. September! Ich werde vor Ort sein!

 

Konzerttagebuch © 2010

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