Montag, 3. April 2017

Would-Be-Goods, London, 23.03.17


Konzert: Wood-Be-Goods
Ort: Bush Hall, London (20 Years Of Trouble)
Datum: 23.03.2017
Dauer: ca. 40 min
Zuschauer: 250 - 300



"The camera loves me", ist einer der großen Hits der Would-Be-Goods aus London (und der Name des ersten Albums). Autobiographisch schien uns dieses Lied aber nicht zu sein, als die Band den zweiten Abend der FortunaPOP!-Beerdigung eröffneten, Sängerin Jessica Griffin guckt auf jedem meiner Fotos mürrisch, als machte ihr das Konzert keinerlei Spaß. Erst nach Ende des Auftritts lächelte die Bandgründerin zum ersten Mal. Das war beruhigend.


Die Would-Be-Goods spielten vor Pete Astor, The Ballet und Withered Hand in der wunderschönen Bush Hall in Shepherd's Bush im westlichen London. Der Saal von 1904 ist einer der schönsten Konzerträume, die ich kenne. Ganz voll war es nicht, als die Would-Be-Goods begannen, es waren wohl gut 250 Leute da, das Konzert begann bereits um 19 Uhr, offenbar zu früh für viele Zuschauer.

Jessica Griffin gründete die Band 1987, naja, damals veröffentlichte sie eine Single mit zwei Liedern. 1988 erschien Jessicas Debüt-Platte mit The Monochrome Set als Begleitband. Ihre Musikkarriere schien danach wieder beendet, bis 1993 die zweite Platte veröffentlicht wurde. Danach dauerte es fast ein Jahrzehnt bis zum nächsten Lebenszeichen. Als die Wood-Be-Goods mit Single, EP und Platte 2001 und 2002 zurückkamen, gab es eine wirkliche Band. Seitdem gehört Peter Momtchiloff (u.a. von Heavenly und Talulah Gosh) zur Gruppe. Diese Veröffentlichungen erschienen auch zum ersten Mal auf FortunaPOP!



Mittlerweile sind die Abstände kürzer geworden, 2004 und 2008 erschienen weitere Platten.


Ich hatte die Would-Be-Goods noch nie gesehen und war gespannt. Stars des zweiten Tages würden aber die danach auftretenden The Ballet sein, da war ich mir vollkommen sicher. 


Das Set der einheitlich in gestreifte Shirts gekleideten Band war im Gegensatz zu den Outfits sehr heterogen. Manche der Lieder sind folkig-langsam, andere melncholische aber schnelle Pop-Songs. Ich mochte besonders die flotteren Stücke. Herausragend waren dabei natürlich der Riesenhit The camera loves me, Pinstriped rebel, Velázquez & I, Le crocodile und Emmanuelle Béart, bis auf das Krokodil alle aus der frühen Phase der Gruppe. 

Als zum Konzertende die wundervolle Single Emmanuelle Béart lief, fragte ich mich, für wie viele Bands die Wood-Be-Goods trotz ihrer überschaubaren Berühmtheit wohl Vorlagen waren. Die Long Blondes haben ganz sicher vor ihren ersten Gehversuchen Wood-Be-Goods-Songs gehört.

Am Anfang hatte mich das Konzert trotz Pinstriped rebel nicht richtig erwischt, je länger es dauerte, desto besser gefiel es mir. Und dann lächelte Jessica ja auch irgendwann.

Setlist Would-Be-Goods, Bush Hall, London:


01: Morning after 
02: Pinstriped rebel 
03: Temporary best friend 
04: Heart of tin 
05: The ghost of Mr Minton 
06: The camera loves me 
07: Baby Romaine 
08: Tears for Leda (neu) 
09: Too old 
10: Pleasure Island
11: Velázquez & I
12: Le crocodile
13: Emmanuelle Béart

 

 

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