Montag, 17. April 2017

Nervous Twitch, Köln, 15.04.17


Konzert: Nervous Twitch
Ort: Sonic Ballroom, Köln
Datum: 15.04.2017
Dauer: knapp 30 min
Zuschauer: etwa 50



Das Indietracks-Festival in Derbyshire ist seit anderthalb Jahren auch eine Casting-Veranstaltung. Seit ich angefangen habe, Bands nach Köln einzuladen, gucke ich Ende Juli nicht nur Konzerte, ich versuche mich nach denen auch als Booker (immerhin sind schon neun "Indietracks-Bands" meinen Einladungen gefolgt). Im letzten Sommer beeindruckten mich eine ganze Reihe Künstler so sehr, daß ich sie auch gerne noch einmal in Deutschland sehen wollte. Mir hatten es unter anderem Dirtygirl und Nervous Twitch sehr angetan. Dirtygirl hatten sich unmittelbar nach dem Festival wieder aufgelöst, mit Nervous Twitch kam ich schnell ins Gespräch. Dummerweise war der erste Terminwunsch der Punkband aus Leeds nicht zu erfüllen, sie wollte am 11.11. auftreten. Ich beantwortete die Anfrage mit einem WDR-Video, was seine Wirkung verfehlte und der Band noch mehr Lust auf ein Köln-Konzert machte. "Drunk people dance more!"


Wir kamen nicht zusammen; es gab eine Verschiebung der Tour und dann direkten Kontakt zum Sonic Ballroom. Mein Booking beschränkte sich auf eine Vermittlung nach Stuttgart. Aber natürlich wollte ich mir Nervous Twitch auch in Köln ansehen!

Nervous Twitch sind Sängerin (und Bassistin) Erin, Gitarrist Jay und Schlagzeuger Ashley. Die Musik der Nordengländer benötigt nicht viel Erklärung, sie ist 60's inspirierter Punkpop und erinnert mal an die Ramones und mal an die frühen B-52's. Auf dem Debütalbum Get back in line ist kein Lied länger als drei Minuten, auf dem (noch) aktuellen Don't take my TV immerhin zwei. In Stuttgart erzählten mir Erin und Jay, daß das dritte Album aufgenommen sei und hoffentlich bald veröffentlicht werde. Nach dem Ende von FortunaPOP! ist der Labelmarkt noch deutlich kleiner geworden (das letzte Album ist bei Odd Box erschienen).
 


Wie schon in Stuttgart spielten Nervous Twitch eine ganze Reihe (mir) neuer Songs. Wenn ich nicht falsch liege, spielte die Band sieben unveröffentlichte Stücke. Es war also eigentlich schon die Tour zur neuen Platte, was natürlich keinen Unterschied macht, da den meisten Zuschauern alle Lieder neu waren. Man merkte nicht, was alt oder neu ist, ich jedenfalls nicht. Auch einen neuen Einfluß, weil jetzt nicht mehr nur Jay sondern auch Erin Songs schreibt, habe ich nicht bemerkt, das ist aber bei Punk-Liedern auch nicht so leicht. Schade war bei der ganzen Tour, daß die Band kein Keyboard mitbringen konnte. Beim Indietracks gefielen mir die Keyboard-Stücke besonders gut (das waren die, die mich an die Rock-Lobster-B-52's erinnerten). Aber auch in der klassischen Punk-Instrumentierung gab es durchaus Variationen der kurzen Lieder. Auffällig ist das wunderschöne Instrumental-Dings Tarrantino hangover, an dem ich mich mich satthören kann. Daneben gefiel mir Head on (eines der neuen) ganz besonders. Die Platte kaufe ich natürlich.


Nervous Twitch spielten eine gute halbe Stunde. Also 17 Lieder. Punk (mit "u", nicht mit "a"). Toll war's!


Setlist Nervous Twitch, Sonic Ballroom, Köln:

01: I'm an idiot, babe
02: Somebody else
03: So rock'n'roll
04: She's so hip
05: You don't want me
06: Jonny's got a gun
07: Tarrantino hangover
08: Waste my time
09: Torment me
10: Head on
11: Get back in line
12: John Power
13: That weird guy
14: Should've come by
15: Look at me now
16: Wild man

17: Lost life (neu) (Z) 

Links:

- aus unserem Archiv:
- Nervous Twitch, Stuttgart, 11.04.17 (kommt noch)

- Nervous Twitch, Ripley, 29.07.16


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