Dienstag, 6. Dezember 2016

Expert Alterations, Ripley, 30.07.16


Konzert: Expert Alterations
Ort: Midlands Railway Centre, Ripley (Indietracks)
Datum: 30.07.2016
Dauer: 30 min
Zuschauer: einige hundert



Um 18 Uhr spielen beim Indietracks fast schon die Co-Headliner. Daß ich die wie im Fall von Expert Alterations vor dem Festival nicht kannte (ich hatte die 2015er Platte gekauft, hatte sie aber noch nicht gehört), machte mich nicht weiter nervös. So ist das eben beim Indietracks, bei manchen Bands muß man Mitglied sein, um sie vor dem Festival kennen zu können. Bei Expert Alterations ist das anders. Die Gruppe aus Baltimore ist bei Kanine Records (mit der Debütplatte) bzw. bei Slumberland (mit der 2014 erschienenen EP), ich hätte sie also durchaus kennen können. Geändert hätte das nichts, ich wäre so oder so zum Konzert der Amerikaner auf der Indoor-Stage gegangen.


Expert Alterations klingen live wie eine rauere Version der Pains Of Being Pure At Heart mit Jello Biafra (Dead Kennedys) am Mikro. Auf Platte sind mir viele der Stücke der Amerikaner etwas zu brav, live waren sie deutlich rotziger, was ihnen ausgezeichnet steht.

Obwohl offiziell ein Trio (Sänger Patrick, Bassist Alan und Schlagzeuger Paul), traten die Amerikaner beim Indietracks zu viert auf. Ein zusätzlicher Gitarrist und Keyboarder, der das gleiche Hemd wie Alan, eine Sonnenbrille und ein Zappelphilipp-Syndrom anhatte, komplettierte das Lineup. Die Aufstellung der Musiker war ungewöhnlich. Alan stand in der Mitte und machte auch die Ansagen, Patrick, der Sänger und Gitarrist stand links (von ihm aus) neben ihm. 



Expert Alterations klingen eher britisch als amerikanisch (das tun die Pains ja auch), irgendwo las ich, die Band - vor allem Paricks Gesang - erinnere an The Fall (nein!). 



In einem 30-minütigen Set gibt es eh keine große Chance dazu, das Konzert war aber keinen Moment langweilig. Midnight garden oder Dear Thomas, A bell, alles tolle Stücke. Aber am besten wurde es - vollkommen überraschend bei einem Konzert - am Ende, als Rachel Kenedy, die wundervolle Flowers-Sängerin auf die Bühne kam und die zweite Stimme bei Such a stupid fool sang. 

Hoffentlich kommen Expert Alterations bald wieder nach Europa. Dieser kleine Auftritt in den Midlands war ein schöner Appetitanreger!


Setlist Expert Alterations, Indietracks, Ripley:

01: You can't always be liked
02: Psycic surgery
03: Dear Thomas
04: Hardware
05: Midnight garden
06: Don't want to go
07: The past and you
08: Alabaster
09: A bell
10: Such a stupid fool (mit Rachel Kenedy von Flowers)




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