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Freitag, 21. April 2017

Dota, Mannheim, 20.04.17

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Konzert: Dota mit Pauken und Trompeten
Ort: Capitol in Mannheim
Datum: 20. April 2017
Dauer: 110 min
Zuschauer: etwa 300


Im Jahr 2016 hatte sich das Konzert mit Dota und Band im Tollhaus unter die besten des Jahres eingereiht. Manche Textzeilen hatten sich tief eingebohrt und die einmalige Atmophäre des Abends ist mir noch immer sehr präsent. Als sich nun die Gelegenheit bot, das Programm mit Pauken und Trompeten im Mannheimer Capitol zu erleben, habe ich nicht lange überlegt. 


Ich wollte gern wieder so ein tolles Konzert erleben und ich war zu gespannt, wie sich die andere Besetzung anfühlen würde. In der großen Besetzung wird die Band von Dota Kehr (Gesang und Akustikgitarre) - das sind Jan Rohrbach (E-Gitarre und Bass), Janis Görlich (Schlagzeug) und Jonas Hauer (Klavier) - unterstützt von drei Bläsern und einer Vibraphonistin:
  Maria Schneider (Vibraphon),
  Oliver Fox (Saxophon und Klarinette),
  Christian Magnusson (Trompete) und
  Jörg Bücheler (Posaune).



Im Capitol habe ich 2013 zwei ganz besondere Konzert erlebt: Mine mit großer Besetzung und Aimee Mann mit Ted Leo. Deshalb fand es einen wirklich guten und passenden Rahmen für Dota und die große Besetzung. Daraus wurde aber zunächst nichts, denn der Abend verstolperte zu Beginn etwas. Für die Band überraschend war es ein bestuhltes Konzert (sagt man da Du oder Sie? Und welche Konzertlänge passt dazu?) und der Supportslot war so kurz gewesen, dass alle zu spät kamen, die dafür mindestens 30 min eingeplant hatten. Und so war ich zu Beginn nicht so recht glücklich - wahrscheinlich hatte ich mir auch im Kopf fette Bläser zurecht gelegt, die es so nicht gab. Tatsächlich führte die große Besetzung sogar eher dazu, dass die Songs weicher wurden und fast jazzig wirkten. Das kriegte mich nicht so richtig.
 

Die herrlichen Solonummern in der Mitte des Sets setzten dann doch meine Schalter endlich richtig auf Empfang und mit Glashaus und Grenzen war ich dann wirklich so richtig froh, mich auf den Weg nach Mannheim gemacht (und den Text noch einmal geübt) zu haben:
 Warum schützt man die Grenzen der Staaten so gut
 Und die Grenzen der Menschen so schlecht?
   Sie müssen nicht zwischen den Ländern verlaufen,
   aber zwischen den Menschen.
   Nicht aus Stacheldraht sollen sie sein,
   sondern aus Respekt.

 

Das tanzen fiel im Sitzen schwer und die Selbstbeschränkung der bequemen Kinostühle wurde erst spät (ab Rennrad) nach und nach abgeworfen, bis es zu den Zugaben kein Halten mehr gab. Und das, obwohl das Schlusslied des eigentlichen Sets eher ein Fade-out gewesen war und das Tempo herausgenommen hatte. 


Als alle in der großen Besetzung verfügbaren Songs "durch" waren und der Beifall nicht aufhören wollte, schenkte uns Dota solo noch zwei brasilianische Lieder, die uns herrlich in den Arm nahmen und zufrieden nach Hause schickten. Kein Wunder, dass sie anschließend am Merchstand alle Hände voll zu tun hatte.... Und ich fühlte mich in meinem Urteil bestätigt, dass ich noch vor dem Konzert jemanden gegeben hatte, der sich Dota in den nächsten Tagen ansehen will:



Setlist:
01: Trägst du mich
02: Monster
03: Zum Glück
04: Zimmer
05: In meinen Träumen
06: Bis auf den Grund
07: Geld verdirbt den Charakter (Solo)
08: Bald fang ich wieder an (Solo)
09: Mantel
10: Im Glashaus
11: Grenzen
12: Lassy (Instrumental)
13: In der Hand
14: Floß
15: Keine Gefahr
16: Rennrad
17: Vergiftet
18: Im letzten Licht

19: Utopie (Z)
20: Sommer (Z)
21: Überall Konfetti (Z)

22: Du musst dich nicht messen (Z)

23: Einzelkind (Z Solo)
24: brasilianisches Lied (Z Solo)


Tourdaten mit Pauken & Trompeten:
19.04.17 Göttingen - Musa Göttingen
20.04.17 Mannheim - Capitol Mannheim
04.05.17 Berlin - Astra Kulturhaus Berlin
16.06.17 Leipzig - GeyserHaus Leipzig (open air)
25.08.17 Dresden - Saloppe Dresden
29.08.17 Frankfurt - Palmengarten Frankfurt


sonstige Tourdaten Dota:
21.04.17 Stuttgart - Club Cann "Keine Gefahr" Tour
22.04.17 Aichach - Schloss Blumenthal - Dota & Jan
23.04.17 Weimar - Mon Ami - Dota & Jan

18.05.17 Flensburg- Folkbaltica Festival - "Keine Gefahr" Tour
20.05.17 Kiel- Pumpe  - "Keine Gefahr" Tour
21.05.17 Dortmund- Domicil - "Keine Gefahr" Tour
22.05.17 Bonn- Pantheon - "Keine Gefahr" Tour 2017
23.05.17 Marburg- KFZ - "Keine Gefahr" Tour 2017


Aus unserem Archiv: 
Dota und Band, Karlsruhe, 14.10.16
Dota und die Stadtpiraten, Karlsruhe, 04.07.12


Dota und Band, Karlsruhe, 14.10.16

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Konzert: Dota und Band auf Keine Gefahr Tour
Ort: Tollhaus in Karlsruhe
Datum: 14. Oktober 2015
Dauer: 115 min
Zuschauer: etwa 300


All die wunderbaren Bilder hier sind von Markus. 
Aufgenommen am 09.10. im über-ausverkauften Berliner Konzert

Es ist schwer kurz zu bleiben im Erzählen über ein Konzert mit Dota, die ich vor vier Jahren noch als Kleingeldprinzessin gesehen habe und die nun als Dota und Band irgendwie erwachsen geworden wirkte. Was immer das heißt; worin auch die Veränderungen bestehen mögen. Denn es reimte sich bei ihr fast kindlich unbekümmert immer noch Rennrad auf geändert oder Konsequenzen auf Grenzen und man musste zur Musik hopsen und mitgrölen und kam nicht umhin zu denken, zu lachen, den Kopf zu schütteln und den Nachbarn anschubsen um sich zu vergewissern, dass das auch wirklich gerade passiert.


Dota und Band waren auf dieser Tour 

 Dota Kehr (Gesang und Akustikgitarre), 
 Jan Rohrbach (E-Gitarre und Bass), 
 Janis Görlich (Schlagzeug), 
 Jonas Hauer (Klavier).

Für mich waren die Gesichter der Herren um Dota neu, aber das Team ist durchaus schon über Jahre so erprobt d.h. auch: So sehr Dota das Zentrum und die Rampensau ist, so sehr wird sie doch auch durch die Band getragen. Was ich im Eifer des Gefechts nicht hinkriegte: Eine Setliste mitzuschreiben.
 


Aber in der Rückbesinnung waren wohl folgende Songs dabei (nicht unbedingt vollständig und vielleicht anders gereiht): Mantel, Monster, Warten auf Wind, Stille Wasser, Die Diebe, Rennrad, Weit, weit, weit vor einem Solopart mit dem herrlich wahren und gleichzeitig so absurden Geld verdirbt den Charakter, und dem zum schreien lustigen Bald fang ich wieder an. Spätestens mit diesen hingeworfenen ohne musikalischem Brimborium dargebotenen Liedern hat Dota mein Herz ganz und gar - bei Rennrad war ich schon kurz davor gewesen. Mit Band ging es anschließend weiter wie bei einem rauschenden Fest: Floß, Keine Gefahr, Das Wesen der Glut
, Grenzen, Nah, Vergiftet, Spiegel der Zeit, Hoch oben, Du musst dich nicht messen, Stadt am Meer, Licht, Risse, Bis auf den Grund, Alles Du alles Dur.
 

Ich muss dazu sagen, dass das Publikum wirklich ordentlich mitfeierte. Tanzte, textsicher mitsang und lachte - dabei nacheinander schaute und sich anschließend ganze drei Zugabenblöcke erbat, die dann wirklich und wahrhaftig die Gassenhauer, die Superhits auf die Bühne und in den Saal brachten (ich hatte Ohrsteckermädchen noch tagelang als Ohrwurm). D.h. es gab unter anderem die Lieder Konfetti, Utopie, Ohrsteckermädchen, Aber hey. Dann war irgendwann doch unaufschiebbar Schluß und wir mussten wieder heim - zwar nicht cool aber wir leuchte(ten) bei Nacht!




Aus unserem Archiv:
Dota und die Stadtpiraten, Karlsruhe, 04.07.12

Tourdaten:
17.09. Prenzlau - 5 Sterne Cantine
23.09. Hamburg - Reeperbahn Festival
04.10. Potsdam - Waschhaus
09.10. Berlin - Volksbühne
13.10. Chemnitz - Atomino
14.10. Karlsruhe - Tollhaus
15.10. Mainz - Frankfurter Hof
16.10. Aachen - Musikbunker
17.10. Düsseldorf - ZAKK
18.10. Münster - Gleis22
03.11. Wawern - Synagoge
04.11. Eupen - BRF Funkhaus
15.11. Boston (USA) - Lincoln High School
17.11. Boston (USA) - Goethe Institut
25.11. Fulda - Kulturkeller
26.11. Ulm - Roxy
27.11. Wien - Chaya Fuera
28.11. Linz - Posthof
29.11. Regensburg - Leerer Beutel



Freitag, 6. Juli 2012

Max Prosa & Dota und die Stadtpiraten, Karlsruhe, 04.07.12

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Konzert: MAX PROSA & DOTA UND DIE STADTPIRATEN

Datum: 04.07. 2012

Ort: Tollhaus in Karlsruhe (im Rahmen des Zeltivals) etwa 350 Zuhörer Konzertdauer: 20:10-23:00 Uhr 60 min + 75 min

Bericht und Fotos von Gudrun aus Karlsruhe


Einen lauen Sommerabend voll Poesie (Prosa mit Poesie sozusagen) hatte ich erwartet und diese Erwartung wurde aufs Schönste erfüllt. Trotzdem war das Doppelkonzert der beiden Berliner Songwriter im Tollhaus in mehreren Richtungen schräg und ganz anders als erwartet.

Dota und die Stadtpiraten traten als rockige und temperamentvolle Band auf mit 2 Gitarren, Bass und Schlagzeug. Die schönsten Texte und Musik mit klarer Liedermacherhandschrift präsentierten sich druckvoll und laut. Dota als Frontfrau beherrschte klar und souverän das Geschehen inklusive dem Gespräch mit dem Publikum. Sie war in dieser Rolle für mich sehr beeindruckend. Vielleicht vergleichbar mit dem Standing von Laura Stevenson mit ihrer Band. Dieser Vergleich trägt auch in der scheinbar leichtfüßigen Art von Musik, die doch dabei nie seicht ist.


Beeindruckend war auch wie sie klare Worte zur Zielrichtung der Lieder in Richtung einer besseren Welt im Großen und Kleinen fand, die man ihr so abnahm und glaubte und wie das Besondere seinen Platz findet im eigentlich Alltäglichen. Im ersten Lied gab es gleich eine sehr schöne Wortschöpfung: sternhagelschön. Süß auch die Aussage, sie müsse hier mal ''für gute Stimmung sorgen...'' während sie die Gitarre nachstimmte.

Worauf ich mich eigentlich mehr gefreut hatte, war der zweite Teil des Abends mit Max Prosa.


Auch hier präsentierte sich Liedermachermaterial für mich überraschend im Rockgewand. Insgesamt 6 junge Männer beherrschten die Bühne, da auch hier 2 Gitarren, Bass und Schlagzeug beteiligt waren sowie ein Keyboard und der Sänger Max Prosa. Der Vergleich mit dem vorhergehenden Konzert war natürlich unvermeidlich und für mich war Dota hier eindeutige Gewinnerin. Max Prosa konnte ich einfach nicht so richtig ernst nehmen im Anliegen seiner Lieder. Fast so als würde er sich hinter seiner Musik verstecken, statt sich über sie auszudrücken.

Hinzu kam, dass das Set viel zu laut war. Ohne Ohrschutz war es nicht zu ertragen und in dieser Art angebrüllt kam die Botschaft vom sensiblen jungen Mann der an sich und der Welt leidet, nicht so richtig bei mir an.

Im Tollhaus waren diesmal etwa 100 Sitzplätze im Saal besetzt (die rückwärtige Abgrenzung kann mit einem schwarzen Vorhang nach Lage des Kartenverkaufs so angepasst werden, dass der Saal nicht zu leer wirkt, obwohl er insgesamt (ohne Öffnung zum Garten) bis zu 1000 Zuhörer fassen kann). Vor der Bühne war ähnlich viel Platz wie bei Útidúr am Abend zuvor.

Dazu wurde an diesem Abend viel Gebrauch davon gemacht, dass man im gemütlichen Außenbereich z.B. auf der Wiese liegen, im Liegestuhl sitzen oder an der Bar sitzen kann und die Musik von dort genießt. Das Zeltival bezieht seinen besonderen Reiz (neben dem guten Programm) daraus, dass der Saal auf einer Seite zum Freien hin geöffnet wird. Dort dient ein großes und sehr hohes Zelt als Übergang zwischen innen und außen, nimmt aber nichts vom Klang weg. Draußen gibt es Getränke und frisch bereitetes Essen und Platz auch zum träumen oder schwatzen ohne andere zu stören.

Auch ich habe das benutzt, um dem Konzert von Max Prosa in angemessener Lautstärke folgen zu können und war somit zufrieden mit dem Abend.

Für die nächsten Tage habe ich mir einen Satz von Dota mitgenommen, um in meinem Umfeld etwas zu verändern: ich habe viel zu viel Ärger und viel zu wenig Wut (aus Utopie)


Setlist Dota:

Kein Morgen
Sommer
Im Glashaus (das Leben im Kapitalismus)
Warten auf Wind (von neuer CD)
Immer die andern
Alles Du
Mittelinsel Urlaub
Bis auf den Grund
Ohrsteckermädchen
Tempomat
Aber hey
Zuhause
Utopie

Zugabe:
Die drei
Immer die andern


Setlist Max Prosa:


Charlie
Schöner Tag
Laternenlicht
Zauberer
Mein Kind
Der Clown
23. Juli
Streunende Hunde

Solo:
Mauern
Café Noir
Verlorene Söhne?
So wieder leben?

Verlassene Allee
Totgesagte Welt
Im Stillen


 

Konzerttagebuch © 2010

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