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Dienstag, 19. Februar 2013

Nick Cave & The Bad Seeds, Berlin, 13.2.2013

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Konzert: Nick Cave & The Bad Seeds
Ort: Admiralspalast Berlin
Datum: 13.02.2013 
Zuschauer: ca. 2000 
Dauer: ca. 90 Minuten



Dank an Miriam für ihre Unterstützung.


Zuletzt habe ich es im Jahr 2001 versucht zu einem Konzert von Nick Cave zu gehen. Leider wurde ich damals kurzfristig krank und das Konzert fand ohne mich statt. Jahrelang habe ich das Live-Treiben von Herrn Cave aus dem Blick verloren, bis ich Anfang 2013 auf ein Special Event im Admiralspalast aufmerksam wurde.

Im Admiralspalast (damals noch unsaniertes Metropol-Theater) war ich zuletzt 1999 zu Tom Waits. Ähnlich wie bei dem Konzert von Tom Waits, so waren auch die Karten zu Nick Cave heiß begehrt. Beim Pre-Sale habe ich keine mehr bekommen und beim regulären Verkauf einen Tag später nur mit Glück, denn innerhalb von wenigen Sekunden waren die frei verkäuflichen Tickets ausverkauft Bis zu 300 Euro wurde auf dem Schwarzmarkt für ein Ticket verlangt.

Angesetzt war der Abend als "Special Event", um das neue Album "Push The Sky Away" zu promoten. So fanden sich meine Freundin und ich pünktlich um halb sieben zur Toresöffnung beim Admiralspalast ein - in der kecken Annahme, dass die meisten Konzertgänger wohl nicht so zeitig vor Ort wären. Ein Irrtum, denn als wir ankamen, blickten wir auf eine sicherlich 100m lange Schlange. Ein wenig zu dünn bekleidet, froren wir uns gen Eingang entgegen, was dann doch recht zügig passierte. Glücklicherweise hatten wir sogar Karten für den unbestuhlten Innenraum bekommen, der noch angenehm leer war. 

Der angekündigte Ablauf des Abends war ein kurzer Dokumentarfilm zur Entstehung des neuen Albums sowie deren Live-Präsentation mit Streichern und Chor.

Ein paar Gongschläge später erhob sich der Vorhang und eine große Leinwand kam zum Vorschein. Was soll ich sagen - der Dokumentarfilm bestand aus diversen Interviewschnipseln der Band, die bei den Aufnahmen zum Album entstanden sind. Der Ton war recht leise und die Bilder und Inhalte recht unspektakulär. Im Ganzen ein nettes Promo-Video ohne wirkliche Tiefe, oder bleibenden Eindruck zu hinterlassen.- Aber deswegen war zu diesem Event wohl niemand gekommen.


Mittlerweile hatte sich der Innenraum des Admiralspalast gut gefüllt, aber Gedränge gab es nicht. Das Publikum waren meist Akademiker (oder Musikjournalisten) zwischen 30 und 50 Jahren. Ein entspanntes Miteinander. 

Die obligatorische Umbauphase und dann endlich erhob sich der Vorhang ein zweites Mal. Zum Vorschein kamen ein kleines Klassik-Ensemble sowie ein "Kinder-"-Chor. Nach und nach trudelten weitere Musiker ein, und die ersten Klänge von We No Who U R  begannen. Unter tosendem Applaus, Pfeifen und Johlen kam dann auch Nick Cave hinzu. Was für eine Bühnenpräsenz direkt von Beginn an: Sein eng geschnittener (natürlich schwarzer) Anzug sitzt tadellos, seine Gesten zur Musik sind stimmig, seine Stimme klingt brillant.



Im ersten Teil des Konzerts spielt Nick Cave sein neues Album Stück für Stück "herunter". Herunter spielen bedeutet dabei aber nicht, dass das blutleer, kontur- und lieblos geschieht. Das Gegenteil ist der Fall.

Im Vorfeld gab es (in meinen Augen) überzogene Kritik am aktuellen Album: Es sei zu ruhig, balladenlastig, altersmilde. Diese Kritik kann ich beim ersten Song noch nachfühlen und nachvollziehen, denn man merkt, wie Nick Cave sich erst langsam in das Konzert eingroovt. Stetig steigert sich aber diese Energie, was schon beim vom Kinderchor begleiteten Wide Lovely Eyes zu spüren und zu sehen ist. Die Geschichten seiner Lieder, die instrumentale Begleitung durch das Klassik-Ensemble, der Kinderchor im Hintergrund gepaart mit der stimmungsvollen Beleuchtung im geschichtsträchtigen Admiralspalast transportieren eine an einen Gottesdienst erinnernde Erhabenheit, natürlich auf eine ganz eigene, dämonische und verführerische Art und Weise.

Im weiteren Verlauf steigert sich diese Erhabenheit in eine stärker werdende eruptive Eindringlichkeit, die von Nick Caves steten Lieblingsthemen erzählen, ein Roadtrip zwischen Himmel und Hölle, Schönheit und Zerfall. 

Beschwörerisch folgt Water´s  Edge, dessen tragische Schwere biblischen Ausmaßes mit der letzten Beschwörungsformel förmlich in die Dunkelheit gerissen wird...  It´s the will of love, it´s the thrill of love, but the chill of love is coming down.

Dazu macht das gesamte begleitende und unterstützende Ensemble einen grandiosen Job. Der Klang ist perfekt! Klar, druckvoll und eindringlich. Selbst kleine Nuancen vielfältig eingesetzter Instrumente haben ihre großen Momente und entfalten sich in einem unglaublich fein abgestimmten Zusammenspiel.  

Nick Cave: Der Udo Jürgens der Unterwelt. Sein Ensemble: Die Dämonen der Finsternis... Das Publikum hat längst jeglichen Widerstand aufgegeben, ist nun vollends in die widersprüchliche Welt des Herrn Cave eingesogen und fühlt sich dennoch sichtlich geborgen.


Es ist mein erstes Mal, dass ich ein Live Konzert erlebe, bei dem ein Album in seiner Gesamtheit und im Ablauf durchgespielt wird. Cave und seine Musiker überschreiten das reine "Vorstellen" des Albums, indem es ihnen gelingt, es als Gesamtwerk atmosphärisch, künstlerisch, gestisch und energetisch zu füllen. Aus dem Gesamtwerk wir ein Gesamtkunstwerk.

>Nach kompletter Vorstellung des Albums beginnt der "dritte" Teil des Abends, in dem Nick Cave ein paar seiner "alten" Klassiker nicht nur wie eine lebendige Juke-Box herunterspielt, sondern sie in die vorangegangene Atmosphäre integriert: Klassikensemble und Kinderchor bleiben zumindest anfangs noch mit auf der Bühne und halten die Energie. From Her To Eternity wird glühend ins Publikum gepeitscht. Die für mich schönste Fassung von The Ship Song fehlt ebenso wenig wie das The Mercy Seat gen Ende. Abgeschlossen wird der Abend mit der Zugabe Stagger Lee.

Nick Cave strotzt an diesem Abend vor Energie und Präsenz. Diese Energie überträgt sich ungehemmt auf das euphorische Publikum. Als die Lichter angehen, bleiben noch viele in Saal und fühlen dem Erlebten nach. Es sind diese besonderen Momente, die einen verleiten könnten, selbst unbekannte Menschen in den Arm zu nehmen - einfach nur, weil sie mit einem diese Intensität geteilt haben.

Das Konzert wurde an diesem Abend live in diversen Radiostationen übertragen. Die beeindruckende Aufnahme habe ich verlinkt. 

Beim Anhören der Aufnahme ist es im Nachhinein kaum zu glauben, dass wir vor Ort waren. So einmalig und besonders war dieser Abend.

Nick Cave ist Ende des Jahres auch in Deutschland auf Tour. Dieses Mal leider in größeren Hallen.

Setlist Nick Cave & The Bad Seeds, Admiralspalast, Berlin:

01: We No Who U R
02: Wide Lovely Eyes
03: Water´s Edge
04: Jubilee Street
05: Mermaids
06: We Real Cool
07: Finishing Jubilee Street
08: Higgs Boson Blues
09: Push The Sky Away
10: From Her To Eternity
11: O Children
12: The Ship Song
13: Jack The Ripper
14: Deanna
15: Love Letter
16: Your Funeral...My Trial
17: The Mercy Seat

18: Stagger Lee (Z)





Montag, 9. Mai 2011

Sufjan Stevens, Berlin, 07.05.11

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Konzert: Sufjan Stevens & DM Stith
Ort: Admiralspalast, Berlin
Datum: 07.05.2011
Zuschauer: 1500 vielleicht?


Der herzige Inhaber des Café Nord-Sud, ein Franzose wie er im Bilderbuch steht, schaute bestürzt, als wir ihm plötzlich mitteilten, dass wir augenblicklich wegmüssten und auf die Nachspeise verzichten würden. Wir wollen gar nicht wissen, was sich der Herr dachte (Familientragödie? Revolution in der Heimat?), ebenso wenig wie die Passanten, die uns wohl für Zechpreller hielten, so rasant wie wir wegstürzten.

Was war passiert? Ein Freund hatte uns ein Sms geschrieben, dass DM Stith schon mit seinem überraschend kurzen Set fertig sei und Sufjan Steven mit dem Umbau ebenso. Das ist blöd, wenn man noch nicht im Konzertsaal ist, sondern woanders gemütlich zu Abend isst. Noch blöder allerdings, wenn man extra für Sufjan Stevens nach Berlin reist und dann vielleicht nur die Hälfte sieht.

Zum Glück liegt das Nord-Sud, hinter dem Tacheles, nicht weit vom Admiralspalast, weswegen wir kurz nach halb zehn dort eintrafen und unsere Plätze bezogen. Nach zehn Minuten war uns klar, dass der ganze Stress nicht nötig gewesen wäre, nach fünfzehn läuteten die Pausenglocken und nach zwanzig kam Sufjan Stevens auf die Bühne.

Und spielte gleich mal einen alten Song. Seven Swans wars und verdammt gut. Das Paar von mir hatte die Bedeutung von andächtiger Stille und Theateratmosphäre leider nicht ganz verinnerlicht, aber ansonsten war weit und breit ein jeder Atem anhaltend gespannt und aufgeregt. Eine ganz außerordentlich erhabene Location, dieser Admiralspalast!

Nach diesem Song, im Halbdunkel und hinter einem transparenten, schwarzen Vorhang gespielt, bedankte sich der Amerikaner und entschuldigte sich für die lange Abwesenheit in Berlin. Er hätte eine tolle Zeit untertags in der Sonne und auf seinem Fahrrad gehabt. Recht hat er, es war ein wunderbarer Tag, es hatte deutlich über 20°, während in Wien wettermäßig eher Trübsal geblasen wurde.

In einer Indoor-Location kann man sich aber nicht auf gutes Wetter als Stimmungsgarant verlassen und so musste das Mr. Stevens himself übernehmen. Gut gelaunt und charmant führte er durch die Setlist, die er als von neuen Stücken dominiert und tanzbar vorstellte, erzählte mal hier eine Anekdote, mal dort ein philosophisches Geschichtchen.

Das ihn begleitende Orchester erwies sich als großartig, die Tänzerinnen im Hintergrund hatten phasenweise leichte Probleme, die Choreographie einzuhalten, ergänzten aber die musikalische Darbietung sehr schön. Auf eine Leinwand wurden ab und zu strange Visuals projeziert, mal auch auf den Bühnenvorhang, mal stakste Sufjan Stevens mit großen Flügeln über die Bühne, mal trug er futuristische Kopfbedeckungen und gebrauchte Stimmverzerrer.

Vorläufiger Höhepunkt, und mit nichts anderem hatte ich gerechnet, wurde Vesuvius. Ein Wahnsinnssong! "Follow me now, as I favor the ghost..."
Wen einem hier nicht Tränen kommen dürfen, dann weiß ich auch nicht. Hinter dem Vorhang - eine Szene wie aus einer anderen Welt, aus einer Zwischenebene von Dies- und Jenseits, wie der Gesang der Sirenen. Wunderschön, betörend - so nahe geht einem selten ein Song.

In der Tonart ging es weiter, Sufjan Stevens gab eine Biografie eines Malers zum Besten, der ihn sehr inspiriert hatte, eine etwas skurrile Geschichte. Jedenfalls widmete er diesem, man nannte ihn Royal Robertson, sein Album und recht viel größere Geschenke darf man auf dieser Erde eigentlich nicht erwarten.

Nach Futile Devices meinte er lapidar, dreiminütige Folk-Songs zu schreiben sei ja ganz nett, hier käme allerdings ein fünfundzwanzigminütiges, psychotherapeutisches Epos. Ob wir bereit dafür seien? Und ob!

Herausfordernd, körperlich wie seelisch, war es auch vor allem für den Sänger und seine Musiker, weniger für uns. Denn Sufjan Stevens zog echt beinhart Impossible Soul durch. Was das für ein Kraftakt gewesen sein muss, kann sich wohl nur vorstellen, wer vor Ort war. Gegen Ende des Songs begann das Publikum dann zum ersten Mal aufzustehen, mitzuklatschen, bisweilen auch zu singen. "Boy, we can do much more together..."
Impossible Soul geriet zum Triumphzug.

Danach verdrückten sich die Protagonisten in den Hintergrund, das Publikum nahm sich allerdings nicht zurück und erreichte nach zehn Minuten rhythmischen Klatschens, Stampfens und Rufens die Rückkehr des Mister Stevens, der vorerst die ganze Bühne für sich alleine hatte und alles Tempo radikal raus nahm. Concerning the Ufo Sighting Near Highland, Illinois stand auf dem Programm.

Dann aber kam die Band zurück, die ersten Akkorde von Chicago erklangen und wie auf Kommando riss es alle aus den bequemen Stühlen, noble Zurückhaltung war längst vergessen, hier wurde ein Kunstwerk zelebriert. Luftballone schwebten von der Saaldecke herab, Bühne und Saal erstrahlten in leuchtenden Farben, im Hintergrund lauerte die schwarze Wand.

Ist der Hinweis auf seine christliche Haltung fixer Bestandteil (kritischer) Betrachtungen der Person Sufjan Stevens, so muss man seinem Konzert Spiritualität im besten Sinne attestieren. Im Sinne einer Heimat, nicht im Sinne von starrer Dogmatik. Die Welt, möge sie doch rational nicht erklärbar sein, Sufjan Stevens versteht sie auch nicht, aber er liebt sie und als wäre das noch nicht Hippie genug, gibt er diese Liebe auch weiter. Und ich bin mir sicher, hätte Jean-Claude vom Cafe Nord-Sud gewusst, weswegen wir so Hals über Kopf abgedampft waren, was ihm da entging, er hätte es uns bestimmt gleich getan. Wenn sich diese Wochenendfahrt nicht ausgezahlt hat... It's the age of Sufjan!



Setlist Sufjan Stevens, Admiralspalast, Berlin:

01: Seven Swans
02: Too Much
03: Age Of Adz
04: Heirloom
05: I Walked
06: Now That I'm Older
07: Vesuvius
08: Enchanting Ghost
09: Get Real Get Right
10: All For Myself
11: I Want To Be Well
12: Futile Devices
13: Impossible Soul

14: Concerning The Ufo Sighting Near Highland, Illinois (Z)
15: John Wayne Gacy, Jr. (Z)
16: Chicago (Z)


Die hübschen Fotos stammen von Anne-Hèlène Lebrun (merci beaucoup). Sie enstanden im Admiralspalast und wurden bereits für ihre Webseite le Cargo.org verwendet. Ihre gesamten Fotoarbeiten kann man auf ihrer Webseite frall-photo.com bewundern.



Mittwoch, 4. Juni 2008

Konzertrückblick Sohodolls, Berlin, 22.05.08

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Konzert: Sohodolls (Woog Riots)

Ort: Admiralspalast, Berlin
Datum: 22.05.2008
Zuschauer: ca. 100
Konzertdauer: etwa 30 Minuten, danach noch einmal 40 Minuten Vorband

Omas und Opas? Bei den Sohodolls? Ich mein, Motor FM hatte zwar für Lau zum Konzert geladen, aber dass ausgerechnet die Generation unserer Großeltern dieses Angebot so ausschöpfte, hätte ich wahrlich nicht erwartet. In Viererreihen standen sie da und kauften Karten.... Achso! Der Admiralspalast hat auch andere Veranstaltungen? Die kaufen Karten für ein Theaterstück? Aha, ja, die Philharmonie hat gebrannt. Und deswegen das Konzert hierher verlegt? Sohodolls erst später? Nagut, nach dem wahrscheinlich teuersten Döner und ein Bier später nochmal vorbeigeschaut, sah die ganze Situation auch schon anders aus. Zwar waren immernoch nicht viele schwarz gekleidete Menschen zu sehen, aber immerhin waren keine grauen Haare mehr zu entdecken. Also positionierten wir uns vor dem Eingang zum Studio des Admiralspalast, in direkter Nähe zu dem vielversprechenden Konzertplakat. Dieses Plakat.... Unterhaltungsbasis während der gesamten Wartezeit, Quelle erotischster Phantasien und unverschämter Hoffnungen, nicht nur der männlichen Anhängerschaft, es möge heute Abend doch ein ähnliches Outfit werden, Gaffa hatte ich jedenfalls dabei. Ich sollte es nicht brauchen, hochgeschlossen aber dafür in halterlosen Strümpfen und knapper, kurzer Hose durften die Augen des Publikums jetzt auch die andere Hälfte von Sängerin Maya bestaunen. Ebenso vielversprechend sah das Effektebrett von Gitarrist Toni aus, wow, da weiß man garnicht, wo man als erstes rauftreten soll, der Bühnentechniker jedenfalls wusste es auch nicht. Da musste erst Toni persönlich vor dem Konzert zum Stimmen auf die Bühne. Nächstes Mal unbedingt eine multilinguale Bedienungsanleitung dem Veranstalter aushändigen ;) Das Konzert dann war kürzer, als anderswo, wie man schön auf der Setlist sehen konnte, wurde das ein oder andere Lied durchgestrichen, schade eigentlich, denn das was man da hören konnte klang irgendwie luftig, lässig nach Rock'n'Roll und natürlich, durch optische Sinnesorgane bereits suggeriert, ziemlich nach Sex. Während wohl alle Männer auf die Front-Doll achteten, verfielen die Emomädels neben mir dem eigentlich während des Konzertes kaum sichtbaren Keyboarder Weston. Gleich und gleich gesellt sich halt gern.

Das trifft dann wohl auch auf die Vorband zu, die ausnahmsweise mal danach spielte. War nämlich niemand mehr da von den Emomädels, war ja auch keine Emomusik!

Die Woog Riots waren leichter Spass-Pop mit Disco-Attitüden und Folkmelodien aus Frankfurt, wie ich persönlich in Erfahrung brachte. Nicht vergessen zu erwähnen darf man allerdings die italienischen Wurzeln von Sängerin und Klickerin Silvana. Dieser hüpfende und tanzende Gitarrist war schon recht nett anzuschauen. Einprägsame Texte luden zum Mitsingen ein. Es war ja auch ganz nett von Silvana durch Ankündigungen der nächsten Lieder etwas die Distanz zum Publikum zu nehmen, doch nach dem fünften Lied fühlte man sich wie auf einer musikalischen Busreise durch die Hauptstadt. Zum Schluss durften dann nochmal ALLE!!! (etwa 20 hartgesottene Verbliebene) aus dem Publikum auf die Bühne, wurden mit kleinen Instrumenten wie Rasseln, Trommeln und ähnlichem bewaffnet und spielten dann zusammen mit den Woog Riots ein Lied für die einzigen beiden, die noch vor der Bühne standen: Die Tontechniker.
Das nenn ich aktive Publikumsbegeisterung.

Setlist Sohodolls:

01 : Trash the Rental
02 : Prince Harry
03 : My Vampire
04 : Rapture
05 : Weekender
06 : Pleasures of Soho
07: Bang Bang Bang
08: Rest for the Wicked
09: Stripper

10: (No) Regrets

Setlist Woog Riots:

01: Queen of Pop
02: People Working with Computers
03: Paul McCartney
04: Lack of Passion
05: Elephants and Mirrors
06: Octopussy
07: April '66
08: Backstage Lemonade
09: Islam Punk
10: Frank Backwards
11: Nightbus



Links:
- mehr Fotos von diesem Konzert hier

Text und Fotos von Hannes aus Berlin




 

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