Montag, 3. April 2017

Les concerts de la semaine à Paris du 3 au 9 avril 2017

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Les concerts de la semaine à Paris du 3 au 9 avril 2017 

Programme assez français cette semaine avec des jeunes talents comme Ropoporose, Katel, Baptiste W Hamon, Bengale, Lonny Montem, Cléa Vincent, Sarah Maison et bien d'autres, mais aussi le retour de l'américain culte Grandaddy (photo) pour défendre son nouvel album sur la scène de la Gaité Lyrique



Avril:

3: Soulwax, Elysée-Montmartre
3: Albin de la Simone, Européen
3: Génial au Japon, Mon frère et moi, Trois Baudets
4: Albé, Louise Thiolon, Les Lignes Droites, Les Trois Baudets
4: Ropoporose et Yachtclub et Monstromery, Petit Bain
4: Vincent Delerm, Philharmonie de Paris
4: Emilie & Ogden, L'Instrumentarium, 35, rue Fondary, Paris 15
4: Couteau Latex, Police Control, Hélas, Supersonic
5: Xixa et Molly, Point Ephémère
5: NLF 3, Foudre ! et Christine Ott, Petit Bain
5: Blot, duo éléctrique, Truskel
5: Katel et Baptiste W. Hamon, Trois Baudets
5: Mathieu Boogaerts, La Java
6: Tristesse Contemporaine, Badaboum
6: Bengale, Divan du Monde
6: Grandaddy, Money et Mourn, Gaité Lyrique
6: Lonny Montem, La Piéta, Sarah Maison, Cléa Vincent, Onyx And The Red Lips, Petit Bain
6: Drinks (Tim Presley et Cate Le Bon); Point Ephémère
7: Massy Inc. et guests (entre autres Wilfried), FGO Barbara
7: Run The Jewels, Elysée-Montmartre
7: Black Lips, Le Silencio
7: Vincent Delerm, Philharmonie de Paris
7: Kumisolo, Supersonic
7: Skott et Caraco, Pop-up du Label
7: Ellah A Thaun, Deaf Parade, Espace B
8: Lescop, Trianon
9: Daniel Bachman, Pantin-Station Hoche
9: Bärlin et Manuel Etienne, Supersonic


Would-Be-Goods, London, 23.03.17

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Konzert: Wood-Be-Goods
Ort: Bush Hall, London (20 Years Of Trouble)
Datum: 23.03.2017
Dauer: ca. 40 min
Zuschauer: 250 - 300



"The camera loves me", ist einer der großen Hits der Would-Be-Goods aus London (und der Name des ersten Albums). Autobiographisch schien uns dieses Lied aber nicht zu sein, als die Band den zweiten Abend der FortunaPOP!-Beerdigung eröffneten, Sängerin Jessica Griffin guckt auf jedem meiner Fotos mürrisch, als machte ihr das Konzert keinerlei Spaß. Erst nach Ende des Auftritts lächelte die Bandgründerin zum ersten Mal. Das war beruhigend.


Die Would-Be-Goods spielten vor Pete Astor, The Ballet und Withered Hand in der wunderschönen Bush Hall in Shepherd's Bush im westlichen London. Der Saal von 1904 ist einer der schönsten Konzerträume, die ich kenne. Ganz voll war es nicht, als die Would-Be-Goods begannen, es waren wohl gut 250 Leute da, das Konzert begann bereits um 19 Uhr, offenbar zu früh für viele Zuschauer.

Jessica Griffin gründete die Band 1987, naja, damals veröffentlichte sie eine Single mit zwei Liedern. 1988 erschien Jessicas Debüt-Platte mit The Monochrome Set als Begleitband. Ihre Musikkarriere schien danach wieder beendet, bis 1993 die zweite Platte veröffentlicht wurde. Danach dauerte es fast ein Jahrzehnt bis zum nächsten Lebenszeichen. Als die Wood-Be-Goods mit Single, EP und Platte 2001 und 2002 zurückkamen, gab es eine wirkliche Band. Seitdem gehört Peter Momtchiloff (u.a. von Heavenly und Talulah Gosh) zur Gruppe. Diese Veröffentlichungen erschienen auch zum ersten Mal auf FortunaPOP!



Mittlerweile sind die Abstände kürzer geworden, 2004 und 2008 erschienen weitere Platten.


Ich hatte die Would-Be-Goods noch nie gesehen und war gespannt. Stars des zweiten Tages würden aber die danach auftretenden The Ballet sein, da war ich mir vollkommen sicher. 


Das Set der einheitlich in gestreifte Shirts gekleideten Band war im Gegensatz zu den Outfits sehr heterogen. Manche der Lieder sind folkig-langsam, andere melncholische aber schnelle Pop-Songs. Ich mochte besonders die flotteren Stücke. Herausragend waren dabei natürlich der Riesenhit The camera loves me, Pinstriped rebel, Velázquez & I, Le crocodile und Emmanuelle Béart, bis auf das Krokodil alle aus der frühen Phase der Gruppe. 

Als zum Konzertende die wundervolle Single Emmanuelle Béart lief, fragte ich mich, für wie viele Bands die Wood-Be-Goods trotz ihrer überschaubaren Berühmtheit wohl Vorlagen waren. Die Long Blondes haben ganz sicher vor ihren ersten Gehversuchen Wood-Be-Goods-Songs gehört.

Am Anfang hatte mich das Konzert trotz Pinstriped rebel nicht richtig erwischt, je länger es dauerte, desto besser gefiel es mir. Und dann lächelte Jessica ja auch irgendwann.

Setlist Would-Be-Goods, Bush Hall, London:


01: Morning after 
02: Pinstriped rebel 
03: Temporary best friend 
04: Heart of tin 
05: The ghost of Mr Minton 
06: The camera loves me 
07: Baby Romaine 
08: Tears for Leda (neu) 
09: Too old 
10: Pleasure Island
11: Velázquez & I
12: Le crocodile
13: Emmanuelle Béart

 

 

Konzerttipps für Sachsen, April 2017

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Nun gibt es die monatlichen Konzerttipps auch für Sachsen. Noch habe ich mich auf das Städtedreieck C-L-DD konzentriert und Zwickau sowie Reichenbach einbezogen. Für Hinweise zu weiteren Spielorten bin ich dankbar und werde sie in den nächsten Monaten mit aufnehmen.

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)




03.04. Landlady @Weltecho C
04.04. Michelle Gurevich @ UT Connewitz L
05.04. Hauschka @ UT Connewitz L
05.04. Steffi Narr – HMT Konzert @ Horns Erben L
05.04. Jan Plewka & Marco Schmedtje @ Werk 2 L
05.04. Furios Few @Aaltra C
07.04. Gewalt  @Aaltra C
07.04. Haken @ Beatpol DD
07.04. OTAGO @ Scheune DD
07.04. Quintense @ naTo L
07.04. Fightball @ Täubchenthal L
07.04. Small Fires @ Horns Erben L
08.04. Chloe Charles @ Horns Erben L
08.04. Seun Kuti & Egypt 80 @ Scheune DD
08.04. Staatspunkrott @ Moritzbastei L
08.04. La La Noise (Hirscheffekt, Sometree, Kokomo, Heim & Lingua Nada) @ UT Connewitz L
09.04. Dat Adam @ Täubchenthal L
10.04. True Widow + King Woman @ Täubchenthal L
10.04. OTAGO @ Werk 2 L
10.04. Heisskalt @Atomino C
11.04. Jambinai @ Beatpol DD
11.04. Mike Singer @ Scheune DD
12.04. Impala Ray @ Täubchenthal L
12.04. True Wido + Kingo Woman @ Beatpol DD
13.04. King Ayisoba & Band, ZEA @ naTo L
13.04. Christiane Rösinger @ Werk 2 L
14.04. Sangre de Muerdago @ UT Connewitz L
14.04. Binoculers @Scala Adorf
15.04. Binoculers @Aaltra C
15.04. Nathan Gray Collective, Big Business, Whores @ Beatpol DD
16.04. EMMA6 @ Moritzbastei L
17.04. Damian Lynn @ Täubchenthal L
17.04. Roosevelt @ UT Connewitz L
18.04. Gonjasufi @ UT Connewitz L
18.04. Purple Callas @ Moritzbastei L
19.04. Wallis Bird @ Beatpol DD
19.04. Roosevelt @ Scheune DD
20.04. UFO361 @ Täubchenthal L
20.04. Paradise @ Beatpol DD
20.04. Drawing Circles @Happening by Realitätsverlust RC
20.04 Mile Me Death  @Atomino C
20.04. Die Regierung @ Werk 2 L
20.04. Rachael Yamagata @ Moritzbastei L
21.04. Werner Krauss, Support Still Trees @ Werk 2 L
21.04. APPLES IN SPACE @ Moritzbastei L
21.04. Christian Haase & Band @ Moritzbastei L
21.04. nófrago  @Aaltra C
21.04. Patrick Richardt @ Beatpol DD
21.04. NIL @ naTo L
22.04. Karli Beben @ naTo L
22.04. Suzan Köcher @Aaltra C
22.04. Friedemann @ Beatpol DD
22.04. Combo de la Musica @ Horns Erben L
23.04. ABAY @ Beatpol DD
23.04. Lina Maly @ Moritzbastei L
23.04. Fil Bo Riva @ Groove Station DD
25.04. Twelve Foot Ninja @ Beatpol DD
25.04. Judith Holofernes @ Scheune DD
25.04. Einar Stray Orchestra @ UT Connewitz L
25.04. Yogev Shitrit Trio @ Horns Erben L
26.04. Hello Piedpiper @ Scheune DD
26.04. Fotos @ Werk 2 L
26.04. Those Poor Bastard @ UT Connewitz L
26.04. Elin Kaven @ Alter Gasometer Z
26.04. Shalosh Trio @ Horns Erben L
27.04. The Kyle Gass Band @ Werk 2 L
27.04. Christian Löffler & Mohna @ UT Connewitz L
28.04. Sarah Lesch @ Werk 2 L
28.04. Seasick Steve, @ Alter Schlachthof DD
28.04. Bastian Bielendorfer @ Scheune DD
29.04. Tides of Nebula, Far Or Near @ UT Connewitz L
29.04. Claire @ Beatpol DD
29.04. Swiss & Die Anderen @ Scheune DD
29.04. John Wayne on Acid  @Weltecho C
30.04. Faber  @Atomino C
30.04. The Brew @ Beatpol DD

Links zu den Venues:




 




Sonntag, 2. April 2017

Slowdive, Den Haag, 31.03.17

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Konzert: Slowdive
Ort: Paard van Troje, Den Haag (Rewire Festival)
Datum: 31.03.2017
Dauer: genau 90 min
Zuschauer: etwa 1.000 (dabei kam mir der Saal kleiner vor)



Als Slowdive When the sun hits anstimmten, mußte ich kurz die Luft anhalten.* Zwei meiner Konzertnachbarn fingen ernsthaft an, rhythmisch zu klatschen! Bei Slowdive! Bei When the sun hits! Das ist, als frittiere man Trüffel. Und esse sie dann mit Ketchup und spüle sie mit Cola runter. Cherry Cola.

Slowdive spielen seit vergangener Woche (London) kleine, intime Clubkonzerte, in denen sie Lieder ihrer im Mai erscheinenden ersten Platte nach zwei Jahrzehnten vorstellen. Daß sie auch in Den Haag auftreten würden, hatte ich erst am Donnerstag gesehen. In der niederländischen Hauptstadt findet am Wochenende das Rewire statt, ein Festival für "adventurous music" (Selbstbeschreibung). Die Künstler des Wochenendes kannte ich mit Ausnahme meines Reisegrunds nicht. Aber da Slowdive mit anderthalb Stunden im Programmheft standen, musste ich mir die lange Fahrt nicht schönreden.**

Slowdive spielten im Paard van Troje, einem dieser typischen Musikclubs ("poppodium"), die es in jeder Stadt in Benelux zu geben scheint. Der große Saal des Paard van Troje sieht aus wie eine kleine Kopie des Ancienne Belgique in Brüssel. Angeblich hat er eine Kapazität von 1.000 Zuschauern, er wirkte aber deutlich kleiner. Was gäbe ich für solche Säle in Deutschland?!


Seit meiner exzessiven Slowdive-Saison 2014 mit sechs Konzerten hat sich optisch einiges geändert. Neil Halsteads Mann-aus-den-Bergen-Bart ist weg, dafür trägt er jetzt einen buschigen Schnauzbart. Die scheinen gerade en vogue zu sein, denn auch Schlagzeuger Simon Scott trägt so etwas, zu einer verwegenen Frisur. Christian Savills Einsatz bei der ganz offensichtlich verlorenen Wette (die Bassist Nick gewonnen haben muß, er hat nichts um Mund und Kinn) war nur ein Vollbart. Wie egal das alles ist, war aber nach ein paar Klängen von Avalyn deutlich. Spätestens wenn die Gitarren einsetzen, sollte man eigentlich für die nächsten anderthalb Stunden die Augen schließen und sich vom ästhetischst-vorstellbaren Krach berauschen lassen.



Nach Avalyn folgten Catch the breeze, Crazy for love und Machine gun. Und wie bei all meinen Slowdive-Konzerten bisher klang die Band fantastisch. 2014 hatte ich irgendwo aufgeschnappt, Slowdive arbeite mit dem gleichen Soundmann wie damals zusammen. Ich hatte die Band u.a. in London in einem Ziegelkeller, in Genf in einem Dorfgemeinschaftssaal und in einem Zelt auf einem Festival erlebt, der Klang war überall fabelhaft. In Den Haag seien sie mit sieben Stunden Verspätung angekommen (ein Problem mit dem Bus). Das hatte aber weder der Laune der Band noch dem Können des Soundingenieurs Probleme bereitet.


Nach Machine gun wurde es dann zum ersten Mal besonders spannend, weil eines der ersten neuen Lieder folgte. Star roving hatten Slowdive vor ein paar Wochen geteilt. Daß eine Platte immer eines der Ziele der Reunion 2014 war, hatte die Band von Beginn an betont. Die Gagen der beiden Shows im Village Underground in London und (vor allem) beim Primavera Sound Festival im Mai sollten die neue Musik finanzieren. Aber Anspruch und Wirklichkeit... auch Lush hatten eine neue Platte aufnehmen wollen, kamen aber nicht mehr über eine (gute) EP hinaus.

Star roving ist wundervoll! Auch live! Besonders gefiel mir das gehetzte Schlagzeug, das am Anfang fast etwas vor dem Rest herzurennen schien. Der Gesang, die Gitarren... das wird ganz sicher einer der A-Songs im Slowdive-Repertoire. Sollte das nicht das beste Lied auf Slowdive (das macht die Band wie My Bloody Valentine, denen auch nur der Bandname als Comeback-Album-Titel eingefallen war) sein, oh, da mag ich gar nicht mal von träumen.




Die Setlist war wie bisher Souvlaki-lastig, aber das ist prima! Der "Titeltrack" Souvlaki Space Station folgte auf Star roving, bevor einer der großen Sieger der Reunion kam - Blue skied an' clear. Das Lied stammt von Pygmalion, dem Album, nach dessen Veröffentlichung Slowdive bei Creation rausgeflogen waren und sich auflösten. Die Prollisierung der britischen Musik durch den Britpop hatte dazu geführt, das auch Slowdive eine Pop-Platte machen sollten, weil sich die Presse nur noch dafür interessierte. Daß ihre Zeit vorbei war, hatte die Band bei einem Konzert bemerkt, bei dem eine Frau während der Show den Boden gewischt hatte. Blue skied an' clear hatte seine Live-Premiere knapp 20 Jahre nach seiner Veröffentlichung.



When the sun hits ist ja bekanntlich das schönste Lied der Welt und von so einschüchternder Schönheit, daß auch die beiden Klatscher ihre Hände glücklicherweise nicht mehr koordiniert bekamen. Auf When the sun hits folgte mit Alison ein nächster Souvlaki-Knüller.

Sugar for the pill, das zweite neue Lied hatte die englische Band erst vor ein paar Tagen veröffentlicht. Ich hatte bis zur Fahrt nach Den Haag gebraucht, um es zum ersten (und einzigen Mal) zu hören. Sugar for the pill beginnt sehr ruhig und hätte vielleicht Alan McGees Vorstellung von einem Slowdive-Popsong entsprochen. Etwas eklig war, das dabei ein Pärchen hinter mir pinguinte. Unabhängig davon hat auch Sugar for the pill das Zeug, ein großer Liebling zu werden, es hörte nur ein wenig unvermittelt auf, das ist das (goldene) Haar in der Suppe des Konzerts. 




Zwei B-Seiten der frühen EPs, She calls (Morningrise) und das Syd Barrett Cover Golden hair (Holding our breath) - wobei das ja eigentlich keine echten B-Seiten waren, beendeten nach 75 min den Hauptteil des Konzerts. Golden hair ist der perfekte Abschluß, weil Rachel Goswell dabei nur den kurzen Text singt und danach von der Bühne geht, während ihre Kollegen sich austoben. Die Sängerin spielt bei den meisten der Lieder Gitarre oder Keyboard, Gitarren-Techniker Kev mußte zwischen manchen Stücken drei Instrumente auf die Bühne schleppen.


Die erste Zugabe Slowdive... eines der vielen Slowdive-Lieder, die man Leuten vorspielen kann, um ihnen zu erklären, warum Shoegaze die beste Musik der Welt ist. Slowdive als Zugabe war erwartbar. Ich hatte mir bewußt vorher keine Setlist angesehen, wurde daher überrascht, daß es noch ein drittes neues Lied gab (No longer making time). Tja... Mir fiel erst auf, daß Simon Scott am Anfang ausschließlich ein E-Schlagzeug bei No longer making time einsetzte, dazu kam in den ersten Takten nur ein Bass, bevor ganz sanfte Gitarren einsetzten - und dann Rachels und Neils Stimmen. Am Anfang dominieren das leicht stampfige Schlagzeug und der tolle Bass, dann hageln irgendwann die Gitarren rein. Als ich das nächste Mal zu Simon guckte (nach ein paar Minuten) hatte er sich wieder nach rechts gedreht und spielte sein großes Schlagzeug. Gut möglich, daß No longer making time auf den ersten Blick neben den beiden anderen neuen auf der Platte blaß aussieht. Aber nicht lange. Mich hat es in der zweiten Hälfte schon komplett umgehauen - ein fantastisches Lied!

Danach hätte es 40 days eigentlich nicht mehr gebraucht, aber ich beschwere mich nicht! 40 days ist natürlich auch ein Liebling.

Nach anderthalb Stunden war das Kunstwerk beendet. Auch wenn ich versuche, eine Band pro Jahr maximal zweimal zu sehen, um keine Langeweile aufkommen zu lassen, wird mir das hoffentlich bei Slowdive 2017 auch wieder nicht gelingen - je öfter desto besser! Wir sind noch nicht fertig. Beim besten deutschen Festival, dem Maifeld-Derby headlinen Slowdive den Abschluß-Sonntag (danke, Timo!). Da sehen wir uns, oder?

Setlist Slowdive, Paard van Troje, Den Haag:

01: Avalyn
02: Catch the breeze
03: Crazy for you
04: Machine gun
05: Star roving (neu)
06: Souvlaki Space Station
07: Blue skied an' clear 
08: When the sun hits
09: Alison
10: Sugar for the pill (neu)
11: She calls
12: Golden hair (Syd Barrett Cover)

13: Slowdive (Z)
14: No langer making time (neu) (Z)
15: 40 days (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
-
Slowdive, London, 20.12.14 
- Slowdive, London, 19.12.14
- Slowdive, Genf, 09.09.14
- Slowdive, Saint-Malo, 15.08.14
- Slowdive, Hilvarenbeek, 21.06.14
- Slowdive, Barcelona, 30.05.14
- Slowdive, London, 19.05.14



* strenggenommen musste ich die meiste Zeit die Luft anhalten. Mein Nachbar war deoskeptisch. 
** hätte ich das gemußt, hätte ich auf den supergünstigen Preis für die Tageskarte (27 €) verwiesen.


Samstag, 1. April 2017

Bernhard Eder, Karlsruhe, 27.03.17

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Konzert mit Bernhard Eder im Europaviertel Karlsruhe
Datum: 27. März 2017
Dauer: 80 min
Zuschauer: 15


Es gibt Angebote, die kann ich nicht ablehnen. Dazu gehört zum Beispiel, wenn mir Bernhard Eder sagt, dass Karlsruhe für ihn am Weg liegt und er Zeit für ein Konzert bei uns hätte. Ein neues (bezauberndes!) Album hat er seit dem letzten Besuch auch zusätzlich im Gepäck und so war schnell eine Übereinkunft erzielt. Kurz vor dem eigentlichen Termin hatte sich dann Renate noch als Gastgeberin empfohlen. Am zweiten wunderbaren Frühlingstag hatte der Aufenhalt für Bernhard auf der Hollywoodschaukel im Garten begonnen und ich hatte es sehr genossen, noch um halb acht im letzten Tageslicht mit dem Fahrrad die knapp 3 km an den Nordrand Karlsruhes zu fahren und mich dabei an blühenden Bäumen und Forsythia am Wegrand erfreut.


Bernhard und ich teilen außerdem eine Schwäche: Eine Einladung zum Melodica Festival in Köln können wir nicht ablehnen. So hatten wir uns dort am Samstag schon kurz zugewinkt und ein paar tolle Konzerte gemeinsam erlebt. Bernhard hatte mir mit leuchtenden Augen vom HORCH!-Konzert in Pforzheim erzählt, wo als Tourstart für ihn eine Autowerkstatt zum Konzertsaal geworden war mit 100 überaus aufmerksamen Zuhörern. Während ich mich am Samstag etwas traurig aber super vernünftig (!) beizeiten auf dem Heimweg gemacht hatte, hatte Bernhard sein Schlafkonto in zwei Tagen in Köln ordentlich in den Dispo gefahren. So war das erste Lied des Montagabends - Nonsleeper - irgendwie passend, wenn es auch heuer um Schlafentzug der positiv glückvollen Sorte ging und nicht um eigentliche Schlaflosigkeit.


In Summe bot er in den zwei Teilen des Abends Songs aus all seinen Alben und mich freute es besonders, die inzwischen schon uralten Lieder von Tales from the East Side oder Living Room sessions wieder zu treffen. Es schien fast so als hätte sich auch Bernhard als Herausforderung an sich selbst gestellt, einige lang unspielbare Lieder wieder einmal ans Licht zu holen und zu sehen, wie sich das anfühlt. Im Publikum waren einige wenige, die ihn schon in Karlsruhe gesehen hatten, aber ansonsten vor allem Neulinge, die sich alle ganz willig einfangen ließen von dem melancholisch-aufmerksamen Mann aus Österreich, in dessen Musikkontext Long way to run schon als ein upbeat-Song gelten muss. Wir ließen uns bei Lisbon zum mitsummen animieren und beklatschten mittelhochdeutsch. Nach dem Konzert nahmen sich viele ein Andenken mit und es gibt zum Glück wieder ein paar mehr Menschen in Karlsruhe, die den Mann und seine Musik in ihr Herz geschlossen haben. Danke dafür auch an Renate und Simone.

(c) Renate Jährling
Setlist:
01: Nonsleeper
02: Deeper
03: Tonight, tonight (Smashing Pumpkins)
04: Ring of fire (Johnny Cash)
05: Sad ballad man
06: Lisbon
07: Buried in Oblivion
08: Waiting for

09: Nibelungenlied (Uns ist in alten Mären...)
10: The last waltz (Down by the river compilation)
11: Turn on
12: Cute
13: Hold me tight
14: Long way to run
15: The Queen and the Knight
16: Now's the time 

(c) Renate Jährling
Aus unserem Archiv:
Bernhard Eder, Karlsruhe, 24.04.16
Bernhard Eder, Karlsruhe, 08.04.15
Bernhard Eder, Karlsruhe, 16.04.13
Bernhard Eder, Wien, 15.05.11

 


Tourdaten:
22.03. Horch Konzerte / Pforzheim
23.03. Kombüse 59 / Düsseldorf
24.03. Raststätte / Aachen
27.03. Wohnzimmerkonzert / Karlsruhe
28.03. H27 / Bern
29.03. Songcircle / Zürich
30.03. Bäckerei / Innsbruck
31.03. Sudwerk / Bozen
01.04. Astnersaal / Wörgl
12.04. Bart / Timelkam
13.04. Rockhouse / Salzburg
27.04. Songcircle / Wien
03.05. Schokoladen / Berlin
04.05. Noch besser Leben / Leipzig
05.05. Ochsenareal / Aichtal
12.05. Spielraum / Gaspoltshofen
 




 

Konzerttagebuch © 2010

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